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Do, 09 Dez 2021
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Pistol

China: 19 Tote in Kashgar

Polizei erschoss fünf "Verdächtige"

Peking (APA/dpa) - Die Zahl der Toten des blutigen Wochenendes in der nordwestchinesischen Unruheregion Xinjiang ist auf 19 gestiegen. 40 Menschen wurden verletzt. Nach der zweiten Messerattacke am Sonntag in der Oasenstadt Kashgar sprachen die chinesischen Behörden von einem "vorsätzlich geplanten Terroranschlag". Die Polizei habe fünf "Verdächtige" erschossen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag berichtete. Fünf Angreifer seien festgenommen worden.

Die Staatsagentur enthüllte nicht die Identität der Angreifer, erwähnte aber, dass Xinjiang die Heimat der Minderheit der Uiguren sei. Xinjiang gilt wegen der Spannungen zwischen dem muslimischen Turkvolk und den Chinesen als Konfliktherd.

Health

Dänin fällt 1000 Meter - und überlebt

Die Reißleine hatte sich verheddert, Fallschirm und Reserveschirm ließen sich nicht öffnen: Eine 28-jährige Dänin fiel bei Viborg aus 1000 Metern Höhe zu Boden. Die Frau überlebte den Sturz.

Eine Dänin hat einen verunglückten Sprung ohne geöffneten Fallschirm aus 1000 Metern Höhe überlebt. Wie der Rundfunksender "DR" am Sonntag berichtete, war die 28-Jährige am Vortag in der Nähe von Viborg in Jütland zusammen mit anderen Mitgliedern eines Fallschirmclubs aus einem Flugzeug gesprungen. Weil sich die Reißleine beim Absprung verwickelte, konnte die Frau in der Luft den Hauptschirm nicht öffnen. Auch der Reserveschirm blieb ungeöffnet.

Bad Guys

Missbrauchsskandale: Mehr Kirchenaustritte als Taufen

In der katholischen Kirche gab es erstmals mehr Austritte als Taufen. Die Missbrauchsskandale in Deutschland haben deutliche Spuren bei den Gläubigen hinterlassen.
Katholische Kirche
© dpa
In der katholischen Kirche gab es erstmals mehr Austritte als Taufen. Die Missbrauchsskandale in Deutschland haben deutliche Spuren bei den Gläubigen hinterlassen.
Im Jahr 2010 erreichte die Zahl der Kirchenaustritte mit 181.193 Menschen den zweithöchsten Stand der Geschichte, wie aus der am Freitag von der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlichten Kirchenstatistik für das Jahr 2010 hervorgeht. Dies waren 57.000 Austritte mehr als noch im Jahr 2009. Nur 1992 gab es etwa 11.500 Kirchenaustritte mehr. Dies ging allerdings auf einen Sondereffekt nach der Wiedervereinigung zurück; viele in den Kirchenbüchern der DDR geführte Katholiken traten damals wegen der Kirchensteuerpflicht aus.

Missbräuche erschüttern Kirchen

Zum ersten Mal lag zudem im vergangenen Jahr die Zahl der Kirchenaustritte höher als die der Taufen, diese Zahl lag bei nur noch 170.000. Die Zahl der Eintritte und Wiederaufnahmen erreichte knapp 11.000, im Jahr 2009 hatte sie noch bei gut 12.650 gelegen.

Cloud Lightning

Studie: Berlin droht Chaos bei möglichem mehrtägigen Stromausfall

Berlin. Im Falle eines mehrtägigen Stromausfalls droht der Hauptstadt ein Chaos. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR), wie der Spiegel berichtet.

Im Auftrag des Bundesforschungsministeriums wurde ein mehrtägiger Blackout simuliert. Ergebnis: Bei einem Stromausfall wie im Winter 2005 im Münsterland oder am 13. Juli in Hannover bliebe die Berliner Bevölkerung größtenteils ohne Information. Zwar funktioniert die Absprache in der Leitungsebene des Katastrophenmanagements, es gibt jedoch keine Strategie, wie die Bewohner der Hauptstadt erfahren, wo sie Hilfe bekommen.

"Das Krisenmanagement von unten ist unterentwickelt", resümiert Birgitta Sticher, Projektleiterin an der HWR.

Eye 2

Jugendliche heimlich beim Duschen gefilmt - Bewährungsstrafe

Dorsten. Ein Marler, der heimlich Jugendliche unter der Dusche gefilmt hat, ist vom Amtsgericht Dorsten zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Für die Aufnahmen hatte er im Duschbereich einer Sporthalle in Dorsten Minikameras installiert.
Mini-Kamera
© Unbekannt
Eine solche Minikamera nutzte der 47-jährige Marler für seine heimlichen Aufnahmen.

Weil er Jugendliche heimlich beim Duschen filmte, hat ein 47 Jahre alter Mann aus Marl eine Haftstrafe von zehn Monaten auf Bewährung erhalten. Das Amtsgericht Dorsten erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Essen einen entsprechenden Strafbefehl, wie ein Justizsprecher am Freitag mitteilte.

Heart - Black

Beziehungstat? Schießerei auf offener Straße

In Eschweiler bei Aachen hat ein Mann erst auf seine Ex-Frau und deren neuen Freund geschosssen und hat dann Selbstmord begangen.
Schießerei in Aachen
© dpa
Mitarbeiter der Spurensicherung und eine Notärztin am Tatort

Eschweiler/Aachen. In Eschweiler bei Aachen hat ein Mann am helligten Tag auf zwei Menschen geschossen und sich anschließend selbst getötet. Bei der Tat könnte es sich um eine Beziehungstat handeln. Der 53-Jährige geriet am Vormittag mit seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau aneinander und feuerte auf sie und einen Mann. Die 48-Jährige und ihr 50 Jahre alter Begleiter wurden dabei schwer verletzt, wie die Aachener Staatsanwaltschaft mitteilte. Der Täter erschoss sich noch an Ort und Stelle.

Arrow Down

37 Tote bei Minenunglücken in der Ukraine

Lugansk. Nach den beiden schweren Grubenunglücken im Osten der Ukraine ist die Zahl der getöteten Bergleute auf 37 gestiegen. Rettungskräfte bargen zwei Tage danach aus dem Schacht in der Stadt Suchodolsk im Kohlerevier Donbass sowie nahe der Stadt Makejewka am Sonntag die letzten Leichen. Das teilte das ukrainische Zivilschutzministerium nach Angaben der Agentur Interfax mit.

Staatspräsident Viktor Janukowitsch ordnete für Sonntag landesweite Trauer an. Gewerkschaften warfen Unternehmern Gewissenlosigkeit vor, weil sie trotz schwerer Sicherheitsmängel aus Profitgier immer mehr Kohle fördern ließen.

Family

Israel: Demonstration gegen soziale Ungerechtigkeit

In Israel haben Zehntausende für mehr soziale Gerechtigkeit demonstriert. Es sind die größten Proteste seit 40 Jahren. Die Gewerkschaften drohen mit einem Generalstreik.
israel,demonstration
© Uriel Sinai/Getty Images
Demonstranten in Tel Aviv demonstrieren gegen steigende Lebenshaltungskosten.

Zehntausende Israelis haben am Samstagabend in zehn Städten des Landes gegen steigende Lebenshaltungskosten und soziale Ungleichheit protestiert. Nach Polizeiangaben und Schätzungen in den Medien gingen landesweit zwischen 80.000 und 120.000 Menschen auf die Straße. Allein in Tel Aviv versammelten sich rund 50.000 Menschen zu einem Marsch ins Stadtzentrum.

Die Demonstranten hielten israelische Flaggen sowie rote Fahnen in die Höhe. In Jerusalem versammelten sich 15.000 Menschen vor der Residenz von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und hielten Spruchbänder hoch, auf denen zu lesen war: "Eine ganze Generation will eine Zukunft." Auch in der nordisraelischen Stadt Haifa protestierten nach Angaben der Polizei mehr als zehntausend Menschen.

Heart - Black

Paranoia: Reisende empfindet Gemurmel eines Muslimen als Terrorgefahr

Eine Reisende in einem Bus hat ein Gebet ihres tunesischen Nachbarn als Drohung empfunden und Bombenalarm gegeben. Sie habe das Wort Osama gehört. Die Polizei durchsuchte den Verdächtigen und den Bus. Die Autobahn 1 wurde für zwei Stunden gesperrt. Gefunden wurde nichts.
polizei
© picture alliance / Daniel Karman/dpa
Eine Frau hat für eine Sperrung der A1 gesorgt. Sie hat Bombenalarm ausgelöst, als sie Gemurmel von Koransuren von ihrem Nachbarn gehört hatte

Sottrum/Rotenburg. Weil sie sich von dem Gemurmel eines aus Tunesien stammenden Mannes bedroht gefühlt habe, hat eine Reisende in einem Bus von Kopenhagen nach Paris, auf der A1 zwischen Grundbergsee und Posthausen für eine stundenlange Sperrung gesorgt. Die Frau hat einen Bombenalarm ausgelöst. Polizeisprecher Detlev Kaldinski in Rotenburg sagte zu dem Vorfall: "Sie hatte das Gemurmel von Koransuren ihres Mitreisenden als Drohung empfunden.“

Der Busfahrer des mit 45 Menschen besetzten Reisebusses habe deswegen in der Nacht die Polizei alarmiert. Diese rückte mit rund 20 Ermittlern, Spezialkräften und Sprengstoffspürhunden an und sperrte die Autobahn und den Rastplatz. Die Polizisten durchsuchten den Bus und den Verdächtigen, doch gefunden haben sie nichts. Die Sperrung der Autobahn 1 zwischen Grundbergsee und Posthausen wurde nach rund zwei Stunden wieder aufgehoben, der Rastplatz blieb dreieinhalb Stunden gesperrt.

Eye 2

Psychopathischer Attentäter verlangte Rücktritt der norwegischen Regierung

Stoltenberg,norwegen
© dpa
Stoltenberg ist stolz auf seine Norweger.
Der norwegische Attentäter Breivik wird zurzeit von Psychiatern auf seine Zurechnungsfähigkeit untersucht. Die Experten werden auch zu bedenken haben, dass der Massenmörder anbietet, als Gegenleistung für einen Rücktritt der Regierung umfassend auszusagen. Ministerpräsident Stoltenberg kündigt derweil an, sein Land werde aus der Tragödie lernen.

Der rechtsradikale Attentäter Anders Behring Breivik hat den Rücktritt von Norwegens Regierung als Gegenleistung für eigene Aussagebereitschaft verlangt. Das berichtete der TV-Sender NRK unter Berufung auf Polizeikreise. Breivik hatte am 22. Juli 77 Menschen durch eine Bombe in Oslo und bei einem Massaker auf der Insel Utøya getötet.

Zwei Psychiater sollen den 32-Jährigen auf seine Zurechnungsfähigkeit untersuchen und ihr Gutachten bis Anfang November vorlegen. Die Zeitung "Aftenposten" berichtete, dass das Ausmaß von Breiviks Verbrechen zwei Mal durch unerwartete Staus bei Autofahrten quasi gemindert wurde. So konnte er die Bombe im Osloer Regierungsviertel nicht wie geplant während der Arbeitszeit, sondern erst kurz nach Büroschluss für tausende Beamte zünden. Bei der Explosion starben acht Menschen.