Willkommen bei SOTT.net
Di, 30 Nov 2021
Die Welt für Menschen, die denken

Das Kind der Gesellschaft
Karte

Pistol

Norwegen: Mindestens 80 Tote in Jugendcamp

Oslo. Die Schießerei während eines politischen Sommerlagers in Norwegen hat sich als wahres Blutbad herausgestellt. Wie die Polizei in der Nacht zum Samstag mitteilte, wurden mindestens 80 Menschen auf der Fjordinsel Utoya von einem Angreifer getötet, sieben weitere starben zuvor bei einer schweren Bombenexplosion im Osloer Regierungsviertel. Die Ermittler gingen davon aus, dass ein festgenommener Norweger für beide Taten verantwortlich ist.
insel,norwegen
© Mapaid, AP

Um Zutritt zu dem Jugendcamp der Arbeiterpartei von Regierungschef Jens Stoltenberg zu erhalten, hatte der Verdächtige vorgegeben, für die Sicherheit der Teilnehmer sorgen zu wollen. Er trug bei seiner Festnahme einen Pullover mit einem Emblem der Polizei. Der 32-Jährige habe aber nie für die Polizei gearbeitet, sagte Sprecher Are Frykholm. Mindestens 80 Menschen seien auf Utoya zu Tode gekommen. "Wir schließen nicht aus, dass es noch mehr Tote gibt."

Die Lage auf der Insel war extrem unübersichtlich. Zum Zeitpunkt der Tat am späten Freitagnachmittag herrschte dort das blanke Chaos. Viele der gut 560 Teilnehmer des Jugendcamps flüchteten sich aus Angst vor dem Angreifer ins Wasser oder suchten ein Versteck. "Ich habe viele Menschen laufen und schreien gesehen, ich bin in das nächste Gebäude und habe mich unter einem Bett versteckt", sagte die 19-jährige Emilie Bersaas dem britischen Sender Sky News.

Dollar

Schweiz: Amok-Pilot fliegt in ein Haus

Fassungslos steht Rosemarie S. vor den Trümmern ihres Hauses in der Schweizer Gemeinde Oberhallau. Vor drei Tagen war ihr eigener Sohn mit seinem Flugzeug in ihr Heim gekracht. Offenbar war Geld das Motiv.
flugzeug,haus
© dpa
Aufräumarbeiten: Mit voller Wucht hatte Konrad S. sein Flugzeug ins Haus seiner Mutter gesteuert

Das erklärte die Familie des toten Piloten jetzt gegenüber dem schweizerischen Blick. Im Februar sei Konrad S. nach langer Funkstille wieder bei seiner Familie aufgetaucht und habe Geld gefordert.

„Er brauchte eine halbe Million. Er wollte eine Flugschule kaufen. Aber so viel konnten wir ihm nicht geben“, erzählte der Bruder.

Handcuffs

Hedgefonds-Managerin verurteilt - Sex and Drugs and Insidergeschäfte

Danielle Chiesi ist eine ehemalige Schönheitskönigin und Hedgefonds-Managerin. Sie beschaffte sich Insiderinformationen - mit allen Mitteln. Davon profitierte der Skandalmanager Raj Rajaratnam. Jetzt muss Chiesi ins Gefängnis.
Danielle Chiesi
© AP
Danielle Chiesi vor dem Gericht in Manhattan.

Die Männer kamen in schusssicheren Westen. Vier FBI-Agenten holten Danielle Chiesi früh an einem Oktobermorgen im Jahr 2009 aus dem Bett. Sie hielten ihr Dokumente vor, die bewiesen: Chiesi hat vertrauliche Konzerngeheimnisse weitergegeben, damit Insider an den Aktiensprüngen verdienen konnten. Doch Chiesi wollte nicht auspacken.

Erst Monate später gestand sie. Diese Woche hat ein Richter in Manhattan die 45-Jährige zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, berichtet die New York Times. Dazu kommen für die frühere Schönheitskönigin 250 Stunden Sozialarbeit, eine Strafzahlung von 25.000 Dollar sowie die Pflicht, sich in psychologische Behandlung zu begeben und einen Alkoholentzug zu machen. An die US-Börsenaufsicht SEC hatte Chiesi bereits 540.000 Dollar gezahlt.

Für den Richter stand fest, dass Chiesi eine wichtige Rolle im Insider-Skandal um Raj Rajaratnam gespielt hat. Der Hedgefondsmanager hatte massiv durch Insider-Geschäfte verdient, die Anklage spricht von 64 Millionen Dollar, die so an seinen Fonds Galleon geflossen seien.

Ambulance

Kriegserlebnisse belasten viele über 60-Jährige

Herz-Kreislauf-Erkrankungen können Folge sein - Bis zu zweieinhalb Millionen Betroffene
Herzinfarkt
© dapd
Die Spätfolgen von Kriegserlebnissen belasten noch heute viele ältere Menschen.

Leipzig (dapd-lsc). Die Spätfolgen von Kriegserlebnissen belasten noch heute viele ältere Menschen. Bei bis zu zwölf Prozent der über 60-Jährigen fanden Wissenschaftler des Leipziger Universitätsklinikums Anzeichen für eine sogenannte posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), wie am Donnerstag mitgeteilt wurde. Folge seien oft ernsthafte Erkrankungen.

Wie Heide Glaesmer von der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie erläuterte, wird deutlich, dass der Krieg nicht mit einem Friedensschluss endet, sondern noch Jahrzehnte in den Beteiligten nachwirkt. Menschen, die noch immer durch die Erinnerung an Bombenangriffe, Vertreibung, Vergewaltigung, den Verlust von Angehörigen oder Inhaftierung belastet seien, hätten ein mehrfach erhöhtes Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma und anderen körperlichen Leiden zu erkranken.

No Entry

Psychopathen-Alarm in Neuseeland: Teenager gesteht 25 Seebären tot geknüppelt zu haben

In Neuseeland hat ein Teenager die Tötung von 25 Seebären gestanden. Er habe die Tiere, darunter auch neugeborene Jungen, mit einem Metallrohr zu Tode geknüppelt, weil er sie für "Schädlinge" gehalten habe, sagte der 19-Jährige laut einem Bericht der Zeitung Marlborough Express.
seebär
© Bernd Wüstneck/DPA
Ein südafrikanischer Seebär im Rostocker Zoo: Seine Artgenossen in Neuseeland fanden ein trauriges Ende

Er bekannte sich schuldig, die Neuseeländischen Seebären, die zur Familie der Ohrenrobben gehören, im November am bei Touristen beliebten Ohau Point in der Nähe der Stadt Kaikoura auf der neuseeländischen Südinsel, getötet zu haben.

Bomb

Nach Bombenfund: Koblenzer Vorstadt wird Montag evakuiert

Koblenz - Rund 3500 Anwohner und 500 Hotelgäste müssen am kommenden Montagabend gegen 18 Uhr ihre Häuser, Wohnungen und Hotelzimmer in der Koblenzer Vorstadt verlassen.
bombe
© Christian Weihrauch
Die Fliegerbombe ist von einem Metallkäfig umgeben, der mit Sandsäcken bedeckt ist.

Sie werden evakuiert, weil die 250 Pfund schwere amerikanische Fliegerbombe entschärft wird, die am Mittwoch in der Nähe der Kreuzung Mainzer Straße und Roonstraße gefunden wurde. Das hat die Feuerwehr in Koblenz mitgeteilt. Der Rettungsdienst sorgt dafür, dass die rund 20 Pflegebedürftigen im Gebiet sicher umquartiert werden.

„Wenn alles nach Plan läuft, beginnt der Kampfmittelräumdienst um 20 Uhr mit der Entschärfung der Bombe“, erklärt Manfred Morschhäuser, Pressesprecher der Feuerwehr in Koblenz. Wie lange diese dauert, konnte die Feuerwehr noch nicht sagen. „Der Kampfmittelräumdienst muss vor Ort reagieren, wenn er den Sprengsatz komplett freigelegt hat“, sagt Morschhäuser.

Family

Jugendämter nehmen mehr Kinder in Obhut

Jugendämter greifen öfter als vor Jahren zur schärfsten Maßnahme: Gefährdete Kinder werden aus der Familie genommen. Die Zahl unbegleiteter Flüchtlingskinder steigt auch.
Kinder im Jugendhilfecamp
© Fabrizio Bensch/Reuters
Jugendliche in dem Jugendhilfe-Trainingscamp "Durchboxen im Leben"

Im vergangenen Jahr haben die Jugendämter in Deutschland 36.300 Kinder und Jugendliche in ihre Obhut genommen. Das waren etwa acht Prozent mehr als 2009 und 42 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Das teilte das Statistische Bundesamt mit.

Eine Inobhutnahme ist eine kurzfristige Maßnahme der Jugendämter zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, die daheim akut gefährdet sind. Jugendämter nehmen Minderjährige auf deren eigenen Wunsch oder aufgrund von Hinweisen, etwa der Polizei oder von Erziehern, in Obhut und bringen sie in einem Heim oder einer Pflegefamilie unter.

Bomb

Bomben am Sesekedamm entschärft

BÖNEN ▪ Reibungslos verlief gestern Mittag die Entschärfung von drei amerikanischen Fünf-Zentner-Sprengbomben im Sesekedamm rechts und links des Schwarzen Weges.
bombe
© Liesegang
Feuerwerker Karl-Friedrich Schröder präsentiert die Zünder der zuvor entschärften Fünfzentnerbomben.

Exakt im Zeitplan bewegten sich die drei Experten des Kampfmittelräumdienstes der Bezirksregierung Arnsberg. Nach einer Stunde, um 13 Uhr, gab Feuerwerker Karl-Friedrich Schröder sein „Okay!“ zu Öffnung des gesperrten Bereichs in 500 Meter Umkreis um die Fundstellen. Nach weiteren zehn Minuten waren die nun harmlosen Weltkriegsrelikte verladen - der Schwarze Weg wurde ebenfalls wieder freigegeben.„TNT an sich ist überhaupt nicht gefährlich“, zeigte Schröder auf die mit je 125 Kilogramm des Sprengstoffes gefüllten Stahlzylinder, die seine Mitarbeiter Jürgen Rappe und Ulrich Neubert auf der LKW-Ladefläche verzurrten. „Giftig ist es wohl, aber ohne Zündimpuls brennt es recht langsam.“ Zur Explosion mit einer Verbrennungsgeschwindigkeit von über 6800 m/s kommt es mit funktionierendem Zünder.

Bomb

Bombe an Autobahn A12 gefunden

Storkow - Eine deutsche 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Mittwoch an der Autobahn A12 Frankfurt (Oder)-Berlin nahe der Auffahrt Storkow (Oder-Spree) gefunden worden. Die Bombe ist nicht transportfähig und sollte deshalb bis zum Abend an Ort und Stelle gesprengt werden, wie die Polizei berichtete. Die Vorbereitungsarbeiten dazu haben begonnen. Die Autobahn sollte zwischen den Abfahrten Fürstenwalde und Storkow in beide Richtungen kurz vor Beginn der Sprengung gesperrt werden. Die Polizei riet Kraftfahrern, die Anschlussstelle Storkow weiträumig zu umfahren, auf nicht notwendige Fahrten zu verzichten und den Verkehrsfunk zu hören. Es wird mit Verkehrsbehinderungen und Stau gerechnet.

Attention

Dürre am Horn von Afrika: UN nennt Situation erstmalig Hungersnot

Die Hungerkatastrophe am Horn von Afrika nimmt entsetzliche Ausmaße an. Wegen der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren hungern nach Vereinten Nationen inzwischen mehr als elf Millionen Menschen.

Das UN-Welternährungsprogramm (WFP) in Rom erklärte die dramatische Lage in der gesamten Region offiziell zur Hungersnot. Die Experten rechnen mittlerweile mit einer der größten Hilfsaktionen in der Geschichte der Vereinten Nationen. Internationale Hilfe sei dringend notwendig.

Zuvor hatte auch bereits der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe in Somalia, Mark Bowden, erstmals von einer Hungersnot gesprochen. Der Schritt sei wegen der «schockierenden Schwere der somalischen Krise» nötig geworden, sagte Bowden am Mittwoch in Nairobi. Eine Hungersnot wird dann ausgerufen, wenn mehr als 30 Prozent der Kinder unterernährt sind und täglich zwei von 10 000 Menschen durch die Lebensmittelknappheit ums Leben kommen.