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Sa, 27 Aug 2016
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Question

S-Bahn in München kollidiert mit durch Geländer geschobenen Baum

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© Bundespolizei
S-Bahn fährt gegen Baum! Ein Zug der Linie S8 prallt vor einem Tunnel bei Ismaning gegen einen morschen Stamm. Keiner wird verletzt aber die Scheibe zersplittert. Die Bundespolizei ermittelt.

München - Zu einer Kollision einer S8, mit einem in den lichten Raum ragenden Baum, kam es am Mittwoch (2. April) an einem S-Bahntunnel vor dem Haltepunkt Ismaning.

Gegen 15:10 Uhr befuhr eine S8 die Bahnstrecke Richtung Flughafen. Vor der Einfahrt in einen Tunnel südlich von Ismaning im Bereich der Frühlings-/Ecke Waldstraße, nahe dem Taxetweiher, erkannte der Triebfahrzeugführer in einer Linkskurve herabhängendes Laub- und Buschwerk.

Cult

Bericht: CIA-Folter

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© Unbekannt
Das MAP-Propagandateam des Pentagon beschönigte die Foltervorwürfe in Guantánamo. Wonach sieht das aus? Nach einer humanen Behandlung von Menschen?
Die CIA verkaufte ihre Foltermethoden nach dem 11. September 2001 als großen Erfolg. Doch US-Parlamentarier kritisieren die Gewalt in einem 6000-Seiten-Bericht als überflüssig bis kontraproduktiv. Bisher ist die brisante Untersuchung unter Verschluss - freigeben kann sie nur Präsident Obama.

Der amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA hat die Öffentlichkeit und die US-Regierung nach dem 11. September 2001 offenbar systematisch über sein umstrittenes Verhörprogramm in die Irre geführt. In einer vertraulichen Untersuchung des US-Parlaments heißt es, die CIA habe besonders heikle Einzelheiten ihrer "verbesserten Verhörmethoden" verheimlicht und Erfolge dieser brutalen Techniken übertrieben positiv dargestellt oder gleich ganz erfunden.


Kommentar: "Verbesserte Verhörmethoden"? Welch ein schöner Orwell'scher Doppelsprache-Ausdruck für "Folter"!


Blackbox

Was in einem Vorstellungsgespräch gefragt werden darf

© unbekannt
Auf ihre Bewerbung bekommt eine Frau ein Mail mit einem Fragekatalog. Für eine Vorabklärung, wie es heisst.Ob sie rauche, will der künftige Chef man zum Beispiel wissen. Die Kandidatin ist konsterniert. «Muss ich solche Fragen überhaupt beantworten?», möchte sie von Espresso wissen.

«Unsere Mitarbeitenden arbeiten meist alleine und können deshalb keine Pausen machen», heisst es in einem Mail, das Doris Kreienbühl kürzlich bekommen hat.

Absender ist ein Unternehmen, bei der sich die Frau um eine Stelle im Verkauf beworben hat. Die Kandidatin soll eine ganze Liste von Fragen beantworten. Ob sie rauche zum Beispiel, ob sie sieben Stunden am Stück ohne Pause arbeiten könne und unter welchen Nettolohn sie nicht gehen würde. Aufgrund ihrer Antworten würde geprüft, ob «eine Anstellung grundsätzlich in Frage kommt oder nicht».

Doris Kreienbühl ist konsterniert. Umgehend schickt sie dem Betrieb eine Absage. Von «Espresso» möchte sie dennoch wissen: «Muss ich solche Fragen überhaupt beantworten?»

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Deutscher Vermieter sieht rot und fordert Mietschulden mit Kettensäge ein

Ein Vermieter in Burgau hat versucht, mit laufender Kettensäge Mietrückstände von mehreren tausend Euro einzutreiben. Die Mieter alarmierten die Polizei. Sie fürchteten, er werde in ihre Wohnung eindringen.
© dpa
Ein Vermieter verlor die Kontrolle, nachdem Mieter ihre Miete nicht bezahlten, und drohte ihnen mit laufender Kettensäge.
Burgau. Mit laufender Kettensäge hat ein Vermieter in Burgau bei Günzburg Mietrückstände einzutreiben versucht. Mieter alarmierten am Montagabend die Polizei, weil der 45-Jährige vor ihrer Tür stand und sie fürchteten, er werde in ihre Wohnung eindringen, wie das Polizeipräsidium in Kempten am Dienstag mitteilte. Ursache des Streits waren demnach wohl Mietschulden in Höhe von mehreren tausend Euro. Streifenbeamte forderten den Vermieter auf, die Kettensäge wegzulegen - dieser ging jedoch außer sich vor Zorn auf die Polizisten zu. Erst nach mehrfacher Androhung des Schusswaffengebrauchs habe er die Kettensäge ausgeschaltet und sich festnehmen lassen, hieß es.

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Mehr als 100 Wissenschaftler unterzeichnen offenen Brief gegen die Einrichtung einer Kissinger-Professur, an der Universität Bonn

Mit einem offenen Brief haben sich mehr als 100 Wissenschaftler gegen die geplante Einrichtung einer «Henry-Kissinger-Professur» an der Universität Bonn gewandt. Die Unterzeichner kritisieren neben der Namensgebung der Stiftungsprofessur auch die Finanzierung durch das Bundesverteidigungsministerium. Henry Kissinger wird vorgeworfen, in seiner Zeit als Außenminister und Nationaler Sicherheitsberater der USA Menschenrechtsverletzungen begünstigt zu haben.
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© Kai Mörk|MSC|CCL 3.0
Immer noch umtriebig: Psychopath Henry Kissinger auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2012.
Mit dem offenen Brief setzen die insgesamt 109 Unterzeichner ein Signal gegen die geplante «Henry-Kissinger-Professur» an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und unterstützen die Proteste der Bonner Studentenschaft. Damit steigt der Druck auf die Initiatoren der Stiftungsprofessur, von einer Besetzung des Lehrstuhls ab dem Wintersemester 2014/15 abzusehen.

Unter den Unterzeichnern des offenen Briefes sind prominente Wissenschaftler wie die Politikwissenschaftler Prof. Dr. Elmar Altvater, Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Prof. Dr. Birgit Mahnkopf, Prof. Dr. Wolfgang Merkel und Prof. Dr. Rolf Wernstedt sowie der Soziologe Prof. Dr. Stephan Lessenich. Zudem gehören 50 der Unterzeichner dem wissenschaftlichen Beirat des globalisierungskritischen Netzwerks Attac an.

V

Proteste gegen Polizeigewalt in Albuquerque, New Mexiko - Polizei schlägt mit Tränengas zurück

Die Einwohner der Stadt Albuquerque, die im US-Bundesstaat New Mexiko liegt, haben eine Protestaktion gegen die Brutalität der lokalen Polizei durchgeführt. Die Polizei jagte die Demonstranten mit Tränengas auseinander.
© EPA
Zuvor tauchte ein Video im Internet auf, auf dem man sehen kann, wie ein Polizist auf einen Obdachlosen schießt.

Die Hacker-Gruppe Anonymous erklärte sich bereit, sich für den Mord an dem Obdachlosen zu rächen und attackierte die Webseite der städtischen Polizei.

Cloud Lightning

Wird der Klimawandel zu mehr Bürgerkriegen führen?

© Keystone
« Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Nahrungsversorgung sind schlimmer als zuvor geschätzt »: Fabrik in Japan.
Bereits jetzt habe die Erderwärmung schwerwiegende Auswirkungen auf allen Kontinenten und in den Meeren. Laut dem Weltklimabericht, der in Japan vorgestellt wurde, droht der Erde noch viel Schlimmeres.

Treibhausemissionen werden das Risiko für Bürgerkriege, Hungersnöte und Überflutungen in den kommenden Jahrzehnten vergrössern.


Kommentar: Achtung Propaganda! Es sind nicht "Treibhausemissionen" oder "globale Erwärmung", sondern natürliche Vorgänge der Sonne und damit des Sonnensystems.


Steigende Temperaturen erhöhten die Wahrscheinlichkeit «schwerer, tiefgreifender und irreparabler Folgen», heisst es in dem am Montag im japanischen Yokohama verabschiedeten Sachstandbericht des Weltklimarats (IPCC).

Rund 500 Experten und Wissenschaftler hatten fünf Tage lang über das Dokument beraten. Ein ungebremster C02-Ausstoss könnte Schäden in Billionenhöhe verursachen sowie Kosten in ähnlicher Höhe, um die Folgen einzudämmen, heisst es in dem Bericht weiter. Unter dem Klimawandel werden demnach besonders arme Bevölkerungen in südlichen Ländern der Erde leiden, warnt der Weltklimarat unter Verweis auf Wasserknappheit, Überflutungen und Armut.

Display

Windows XP am Ende - die Vergiftung der Erde geht weiter

© Marlenenapoli
Leben und Arbeiten auf der Müllhalde in Accra, umgeben von Quecksilber, Blei und Dioxinen
Zum 8. April 2014 stellt Microsoft den Support (Beratung, Unterstützung) des Betriebssystems Windows XP ein. XP lief stabiler als viele seiner Nachfolger und war bewährt. Mit 12 Jahren Laufzeit war es schon ein Oldie und es gibt ja auch schon längst neue und andere Systeme. Das ist aber nicht nur eine Frage von vielen Einsen und Nullen. Das Auslaufen von XP hat vielmehr massive Folgen für die Umwelt.

Geschätzt 30 Prozent der weltweit 1,5 Milliarden Computer laufen noch mit XP. Ohne Support gibt es keine Sicherheits-Updates, keinen Virenschutz mehr. Nun werden viele dieser Rechner ausgemustert werden. Dabei kann ein alter Computer mit XP durchaus noch gut als Schreibmaschine funktionieren. Die Computerbranche drängt aber auf immer schnelleren Austausch von Hard- und Software. Neue Programme brauchen leistungsfähigere Computer, neue Computer laufen oft nicht mit alten Programmen.

Video

Fiktion als Abbild der Wirklichkeit: Die Menschheit erwartet ein globales Desaster

© heribert corn
Literaturwissenschafterin Eva Horn sieht einen Zusammenhang zwischen dem steigenden Interesse an Zukunftsszenarien und der aktuellen Bedrohung durch vielfältige Krisen.
Literaturwissenschafterin Eva Horn analysierte Katastrophenszenarien in Filmen und Büchern und die Gründe, warum sie so beliebt sind

Eva Horn untersuchte schon in ihrem ersten Buch Der geheime Krieg (2006) Fiktionen und deren Verbindungen zur Wirklichkeit. Darin näherte sie sich etwa durch Spionageliteratur den Strukturen geheimen Staatswissens in der realen Welt. In ihrer eben abgeschlossenen Studie, die am 26. Juni unter dem Titel "Zukunft als Katastrophe" als Buch erscheint, beschäftigte sich Horn mit literarischen und filmischen Katastrophenszenarien in der Moderne: von millionenschweren US-amerikanischen Blockbuster-Produktionen wie "World War Z" bis hin zu Cormac McCarthys preisgekröntem Bestseller "The Road".

STANDARD: Wie schon in Ihrem ersten Buch ist auch in Ihrer neuesten Studie die Fiktion Ihr Untersuchungsmaterial. Was interessiert Sie an Fiktionen?

Eva Horn:Fiktionen sind für mich besonders prägnante Momentaufnahmen der Zeit, in der sie entstehen. Durch die Analyse von Fiktionen möchte ich etwas über die Gegenwart oder historische Epochen lernen. Die Welt der Imaginationen und die gesellschaftliche Wirklichkeit können nicht voneinander getrennt werden.

Eye 1

Ermittlung gegen mögliche Auschwitz-Wachleute aus Frankfurt

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© Lutz Kleinhans
Auschwitzprozess 1963: Die Verfolgung von SS-Wachleuten war schon damals schwierig. Heute ist es ein Mühsal.
Zwei Frankfurter sollen Wachleute in Auschwitz gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob sie sich auch fast 70 Jahre nach Kriegsende noch vor Gericht verantworten müssen.

Wenn Herr X und Herr Y irgendwann vor einer Frankfurter Jugendstrafkammer sitzen, weil sie während des Zweiten Weltkrieges, 17 und 20 Jahre alt, im Konzentrationslager Auschwitz Wache hielten, dann sollen keine Überlebenden des Lagers aussagen müssen. Keiner soll sich den Tort antun müssen, wie es ehemaligen Häftlingen in den Auschwitzprozessen Anfang der sechziger Jahre abverlangt worden war: ihre Peiniger nach all der Zeit genau zu identifizieren, sich zu erinnern, wer wann Menschen totgeschlagen oder ins Gas getrieben hat. Dieses Mal, so hofft es die Staatsanwaltschaft, wird es auch so gehen.