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Mo, 20 Feb 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Das Kind der Gesellschaft
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Deutscher Arbeitsmarkt wird immer mehr zum Desaster: Statt des Jammerns über Fachkräftemangel geht es tatsächlich um Rechtfertigung der Billiglohnpolitik

Während via den Medien gejammert wird, dass es zu wenige Fachkräfte gäbe, arbeiten immer mehr Menschen in Deutschland nur noch auf zeitlich befristeter Basis und mit Billiglöhnen. Gleichzeitig jammert man über zu wenige Azubis, gibt jedoch schon den Hauptschülern nicht einmal eine Chance. Der deutsche Arbeitsmarkt ist inzwischen nur noch purer Wahnsinn.
Auch wenn die geburtenstarken Jahrgänge inzwischen ins Rentenalter kommen und der Nachwuchs längst nicht mehr so zahlreich ist wie früher, so zeigt sich der deutsche Arbeitsmarkt absolut nicht von der Seite, wie man es sich erwarten würde: Normalerweise müsste es gemäß den marktwirtschaftlichen Regeln von Angebot und Nachfrage so sein, dass Arbeitskräfte mit besseren Konditionen als früher angelockt werden. Doch anstatt guter Löhne und Vergünstigungen in jenen Branchen, die aufgrund schwieriger Arbeitsbedingungen weniger attraktiv sind, setzt man auf die Jammerschiene und billige Importarbeitskräfte.

Das Motto auf dem deutschen Arbeitsmarkt scheint zu lauten: Gesucht werden junge, gut ausgebildete Arbeitskräfte, die für einen Hungerlohn auch noch mit zeitlich befristeten Arbeitsverträgen schuften. Ältere Fachkräfte sind nämlich zu teuer und wenn man selbst ausbildet, müssen schon mindestens Realschüler und besser noch Gymnasiasten her. Auch wenn selbst Hauptschüler mit mittelmäßigen Zensuren und etwas (handwerklichem) Geschick die Ausbildung locker meistern können.

Kommentar:


Bulb

Historiker: Die Welt hört dem tauben Propheten des Westens nicht mehr zu und erkennt die erschreckende Wahrheit

Die jetzigen wirtschaftlichen und politischen Krisen gehen auf die Selbstbezogenheit der westlichen Politiker zurück, die, „wie taube Propheten von ihrer eigenen Wahrheit überzeugt sind und niemandem zuhören wollen“, schreibt der britische Historiker, Mark Mazower, in einem Artikel für die Zeitung „Financial Times“.

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Dem Historiker zufolge erlebt die Welt jetzt eine wichtige Periode, die sich als „Ende der jahrhundertelangen westlichen globalen Dominanz auf dem Planeten“ bezeichnen lässt, als Europa und die USA „blindlings daran glaubten, dass sie die ganze Welt regieren können“.

Die Europäer hätten lange Zeit daran geglaubt, die US-amerikanischen Werte seien „siegbringend“ und müssten propagiert werden. Dies habe zum sogenannten Washington Consensus geführt, der die alte Idee einer Verstärkung demokratischer Institutionen durch staatliche Kontrolle zu Hause, d.h. innerhalb des Landes, zerstört hatte, schreibt der Autor.

Kommentar: Mark Mazower trifft den Nagel fast auf den Kopf. Die Wurzel dieses zerstörerischen Chaos, das der Westen verursacht, kann man treffender so beschreiben:

"Der Westen verhält sich wie ein psychopathischer Prophet, der von seiner eigenen grotesken "Wahrheit" überzeugt ist und uns normalen Menschen diese Unmenschlichkeiten aufdrängen will""

Lobaczewski beschreibt in seinem Buch Politische Ponerologie ausführlich den Grund und den Prozess dieses Wahnsinns:
© SOTT
Politische Ponerologie: Eine Wissenschaft über das Wesen des Bösen und ihre Anwendung für politische Zwecke



Apple Red

Russlands Lebensmittelembargo: Ausnahme für Griechenland, Zypern und Ungarn? Belohnung für die gesunde Politik dieser Länder, gegenüber Russland?

Russland erwägt die Aufhebung des Lebensmittelembargos gegen Griechenland, Zypern und Ungarn, schreibt die Zeitung “Nowyje Iswestija” am Mittwoch.

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Experten der russischen Agraraufsichtsbehörde Rosselchosnadsor werden Landwirtschaftsbetriebe in diesen drei Ländern inspizieren. Demnächst könnten bald wieder griechische Pfirsiche, zyprische Apfelsinen und ungarische Äpfel in russischen Supermärkten zu haben sein.

Bei dem Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras, der sich gegen Russland-Sanktionen ausgesprochen hatte, scheint dieses Thema auf der Tagesordnung gestanden zu haben. Von der wahrscheinlichen Aufhebung bzw. Lockerung des Lebensmittelembargos sprachen die russischen Behörden zuletzt immer häufiger. Allerdings gibt es einige Falltüren bei diesem Thema. Dem russischen EU-Botschafter Wladimir Tschischow zufolge verbieten die Richtlinien der Welthandelsorganisation (WTO) die Befreiung von einzelnen Staaten von den Sanktionen.

Kommentar: Mehr über die Annäherung zwischen Griechenland und Russland:


Cowboy Hat

Amerikas Rowdy-Polizei nietet Verdächtigen mit Auto um

Ein neues Dashcam-Video aus den USA, das gestern von der Polizeibehörde in Arizona veröffentlicht wurde, zeigt wie ein Polizist einen Verdächtigen, der einen Raubüberfall begangen haben soll, mit Absicht von hinten überfährt. Die Tat ereignete sich bereits am 19. Februar in Tucson und der Täter war angeblich bewaffnet und soll kurz bevor die Polizei aufs Gas drückte geschossen haben.

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Kommentar: Diese Brutalität gehört leider mittlerweile zum Alltag der amerikanischen Polizei, da fast täglich neue Berichte über die Brutalität der amerikanischen Polizei veröffentlicht werden:


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Amerikas Absturz: SpaceX-Rakete bei erneuter Landung gescheitert

Rückschlag für SpaceX: Trotz idealen Wetters misslang erneut ein sanftes Aufsetzen auf der Meeresplattform. Die Rakete kippte - die Landung war laut Firmengründer Elon Musk "zu hart, um zu überleben".
Es ist doch nicht so leicht, eine Raketenstufe aus dem Weltraum auf die Erde zurückzusteuern und senkrecht landen zu lassen. Der privaten Raumfahrtfirma SpaceX gelang es erneut nicht, die erste Stufe ihrer gut 60 Meter hohen Falcon-Rakete aus dem All wieder sanft auf einer schwimmenden Plattform im Meer landen zu lassen.

Trotz idealer Wetterbedingungen scheiterte am Dienstag auch der zweite Versuch, die Stufe auf der etwa fußballfeldgroßen Plattform senkrecht auf Landebeinen und mit dem Bremsschub aus einem Triebwerk so aufzusetzen, dass sie intakt blieb. Offensichtlich war die Landegeschwindigkeit in seitlicher Richtung zu hoch, so dass die Rakete danach umkippte.

Firmengründer und Multiunternehmer Elon Musk teilte zuerst lediglich über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass die Rakete zwar auf der Plattform landete, dies "aber zu hart, um zu überleben". In einer weiteren Botschaft wurde dann erläutert, dass die Landung zwar zunächst sehr gut verlief, allerdings sei die Seitenbewegung zu groß gewesen.

Kommentar:


Snakes in Suits

Informationen wegen Germanwings-Stimmrekorder: Französischer Pilotenverband klagt wegen Verrat von Berufsgeheimnis

© Ralf Roletschek
Paris - Der französische Pilotenverband SNPL will im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Germanwings-Absturz Anzeige wegen Verrats von Berufsgeheimnissen erstatten. Grund sind Berichte der New York Times, die Informationen auf Basis des Stimmrekorders der abgestürzten Maschine noch vor der Pressekonferenz des Staatsanwaltes verbreitet hatte. Das bedeute, dass es eine undichte Stelle gegeben habe, sagte der Präsident der Vereinigung, Eric Derivry, am Freitag im französischen Sender BFMTV. Deswegen habe der Verband beschlossen, Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten.

Interview BFMTV, Frz.

Pilotenverband SNPL, Frz.

Kommentar: Die New York Times erhielt Informationen von einer unbekannten Quelle, dass könnte auch bedeuten, dass höchstwahrscheinlich Geheimdienste ihre Finger im Spiel hatten und bewusste Fehlinformationen veröffentlichten.


Airplane

Weltpilotenverband zum Germanwings-Absturz: "Internationale festgeschriebene Untersuchungsstandards wurden nicht erfüllt"

Vorschnelle Schlüsse zum Germanwings-Absturz: Der Weltpilotenverband Ifalpa kritisiert die Untersuchung des Flugzeugunglücks in den französischen Alpen massiv. Festgelegte Standards müssten eingehalten werden.
Madrid/Frankfurt - Der Weltpilotenverband IFALPA hat die bisherige Untersuchung zum Germanwings-Absturz in Südfrankreich kritisiert. Die Flugunfalluntersuchung habe international festgeschriebene Standards „bisher nicht erfüllt“, heißt es in einer am Montag von der deutschen Pilotenvereinigung Cockpit veröffentlichten Erklärung, die der Weltpilotenverband auf seiner Jahrestagung in Madrid vorlegte. Derweil gedachten Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und seine Kollegen aus Spanien und Frankreich in Barcelona der Absturzopfer.

Steinmeier, der spanische Außenminister Manuel Garcia-Margallo und der französische Chefdiplomat Laurent Fabius legten am Montag einen Kranz am Flughafen Barcelona nieder, von wo die Unglücksmaschine gestartet war.

Der Copilot Andreas L. hatte den Germanwings-Airbus laut bisherigen Ermittlungsergebnissen am 24. März auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf bewusst gegen einen Berg in den französischen Alpen gesteuert, um sich das Leben zu nehmen. Dabei starben alle 150 Menschen an Bord, darunter 75 Deutsche.


Kommentar: Lesen Sie ebenso die folgenden Artikel, die sich ausführlich mit dem Absturz befasst haben:


Video

Mord an Nelson-Mandela-Schule in Hamburg: Junge ersticht Mitschüler

In einer Pause stürmt ein Schüler in eine Schulklasse in Hamburg. Er zückt ein Messer und ersticht einen 17-Jährigen vor den Augen der anderen Schüler. Der mutmaßliche Täter ist gefasst.
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© Marco Zitzow
Vor den Augen entsetzter Mitschüler hat ein Junge in einer Hamburger Schule einen 17-jährigen Jugendlichen im Klassenzimmer erstochen. Das Opfer sei noch am Tatort seinen Verletzungen erlegen, teilte die Polizei am Dienstag mit. Nach ersten Ermittlungen habe der ebenfalls 17 Jahre alte Tatverdächtige gezielt gehandelt. Der mutmaßliche Angreifer sei festgenommen, die Tatwaffe sichergestellt worden.

Eine Schülerin erlitt einen Schock und wurde ins Krankenhaus gebracht. Nach Polizeiangaben war zunächst unklar, warum der 17-Jährige ein Messer mit in die Schule nahm und damit den Mitschüler angriff. Die Mordkommission ermittelt. Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) war wenige Stunden nach der Tat in der Schule und zeigte sich betroffen. «Ein Schatten ist auf unsere Stadt gefallen. Wir stehen erschüttert vor einer Gewalttat, die uns fassungslos macht», sagte Scholz und fügte an: «Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und Freunden des toten Jungen, den Mitschülern und bei allen, die an der hoch anerkannten Nelson-Mandela-Schule täglich für unsere Kinder arbeiten.»

Airplane Paper

Absturz eines Segelfliegers in Leipzig - Pilot erliegt seinen schweren Verletzungen

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© Dirk Hunger
Oschatz. Der Absturz eines Segelflugzeuges am Sonntagnachmittag in Oschatz hat ein tragisches Ende genommen. Der Leipziger Pilot, der beim Aufprall des Einsitzers auf dem Flugplatz schwer verletzt wurde, ist am Montagnachmittag verstorben. Den Ärzten der Uniklinik Leipzig gelang es nicht, das Leben des 66 Jahre alten Unglücksopfers zu retten. Der erfahrene Pilot hatte sich bei dem Absturz des Oldtimer-Flugzeuges innere Verletzungen und mehrere Knochenbrüche zugezogen.

Die Ursache des Unfalls wird erst in einigen Wochen geklärt sein. Ein Sprecher der zuständigen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sagte am Montag, dass voraussichtlich im Juni ein Zwischenbericht veröffentlicht werden solle. Am Sonntagnachmittag war der Pilot verunglückt, als er mit dem Segelflieger abheben wollte. Eine Tragfläche hatte laut Polizei den Boden berührt, der Segelflieger überschlug sich mehrfach.

Kommentar:


Pills

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie nimmt Stellung zu Germanwings Flug 4U9525

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Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde, der Berufsverband Deutscher Nervenärzte und der Berufsverband Deutscher Psychiater sind zutiefst erschüttert von der Tragödie des Absturzes des Germanwings-Fluges 4U9525.

Wir trauern um die bei dem Absturz ums Leben gekommenen Menschen. Unsere Gedanken sind bei den von unvorstellbarem Leid getroffenen Angehörigen, die nicht nur in diesen Tagen, sondern auch langfristig alle erdenkliche psychologische und medizinische Unterstützung erhalten sollten.

Die Angehörigen, aber auch die gesamte Bevölkerung, wollen eine Erklärung für dieses unsägliche Unglück: Welche Motive bewegten den Co-Piloten dazu, ein vollbesetztes Passagierflugzeug wahrscheinlich absichtlich abstürzen zu lassen?

Die öffentliche Diskussion, die größtenteils auf der Basis von Spekulationen geführt wird, rückte schnell die Diagnose Depression, an der der Co-Pilot vor mehreren Jahren vermeintlich erkrankt war, in den Mittelpunkt.

Die DGPPN als wissenschaftliche Fachgesellschaft hält es für unangemessen, auf der Basis unvollständiger Informationen die mögliche Rolle einer psychischen Erkrankung bei dem mutmaßlichen Entschluss des Co-Piloten, die Maschine zum Absturz zu bringen, zu diskutieren. So fehlen Angaben zur Lebensgeschichte, der Persönlichkeitsentwicklung, der Kranken- und Behandlungsgeschichte, über die aktuelle Symptomatik und Therapie, den Medikamentengebrauch sowie über die aktuellen Lebens- und die konkreten Handlungsumstände. Nur in Kenntnis dieser Informationen könnte eine fundierte Diagnose gestellt werden und eine Ursachenzuschreibung erfolgen.

Kommentar: Ein paar wahre Worte in einer ansonsten von Propaganda und Hysterie geprägten Debatte: