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Che Guevara

Fukushima: Wütende Bauern verlangen Entschädigung von Tepco

26.04.2011 - Über 200 wütende Bauern haben in Japan vor der Zentrale des AKW-Betreibers Tepco demonstriert und eine Entschädigung für die radioaktive Kontamination ihrer Produkte nach der Atomkatastrophe in Fukushima gefordert. „Meine Geduld ist zu Ende. Die Atomkrise zerstört unser landwirtschaftliches Geschäft“, sagte einer der wütenden Bauern vor der Tepco-Zentrale.

Mehr als 200 wütende Bauern haben am Dienstag vor der Zentrale des japanischen AKW-Betreibers Tepco demonstriert und finanzielle Entschädigung für die radioaktive Kontamination ihrer Produkte gefordert. Die Bauern, die von austretender Strahlung aus der havarierten Atomanlage Fukushima-Daiichi im Nordosten des Landes betroffenen waren, brachten zwei Kühe zu ihrem Protest in die Hauptstadt Tokio mit.

Vor den Büros von Tepco hielten sie Schilder mit der Aufschrift „Stoppt Atomenergie“ hoch, reckten die Fäuste in die Höhe und skandierten Slogans. „Tepco, gib uns unsere Kühe, Schweine und Hühner zurück“, war aus der Menge zu hören.

Newspaper

Umstrittener indischer Sektenführer gestorben

Der umstrittene indische Sektenführer Sathya Sai Baba ist tot. Der 85-Jährige gehörte zu den bekanntesten indischen "Gurus" mit mehreren Millionen Anhängern im In- und Ausland, unter ihnen Filmstars, einflussreiche Geschäftsleute und Politiker. Nach Bekanntwerden seines Todes versammelten sich Tausende Trauernde vor der Klinik in Puttaparthi. In der Kleinstadt rund 150 Kilometer nördlich der IT-Metropole Bangalore befindet sich das Hauptquartier der Sekte. Dort soll der Leichnam Sai Babas zwei Tage lang aufgebahrt werden. Die Polizei zog zusätzliche Einsatzkräfte zusammen, um des erwarteten Ansturms Herr zu werden.

Che Guevara

In Japan wächst die Wut - Tausende demonstrieren

Anti-Atomkraft-Demo in Japan
© dpa
Wut und Empörung vor der Tepco-Zentrale - die Anti-Atomkraftbewegung in Japan wird jeden Tag stärker.
Von einer Anti-Atomkraft-Bewegung wie in Deutschland ist Japan zwar weit entfernt, doch sechs Wochen nach Fukushima wächst auch bei vielen Japanern die Wut. Viele sind zum ersten Mal in ihrem Leben auf einer Demonstration, vereinzelt wehen sogar deutsche "Atomkraft? Nein Danke"-Fahnen.

"Wir brauchen kein Atomkraftwerk, wir brauchen kein Plutonium - unser Leben ist auch so schön." Das Echo der Demonstranten auf die Parolen aus den Lautsprechern ist im Vergleich zu deutschen Wutbürgern eher leise und schüchtern. Doch selten zuvor sind so viele Atomkraftgegner in Tokio einem Aufruf gefolgt und mit Spruchbändern auf die Straße gezogen. Auf einer Fahne steht auf Deutsch "Atomkraft? Nein Danke". Eine Demonstrantin hält ein großes Schild aus Pappe. Darauf steht: "Wir wollen endlich wieder Fisch essen!"

Vader

Nach der Wahl: Mehr als 500 Tote in Nigeria

Wahlen in Nigeria
© dapd
Die Wahlen in Nigeria gelten als relativ fair, kosteten aber offenbar Hunderte Menschen das Leben.
Offizielle Zahlen gibt es nicht. Doch offenbar haben die Unruhen nach den Wahlen in Nigeria Hunderte Menschen das Leben gekostet. Sie sollen auf brutale Weise umgebracht worden sein.

Der nigerianische Bürgerrechtskongress (CRC) sprach am Sonntag von über 500 Menschen, die nach der Wiederwahl von Nigerias Präsident Goodluck Jonathan ums Leben gekommen seien. Die aktuelle Zahl der Todesopfer liege bei 516, sagte CRC-Präsident Shehu Sani.

Die Opfer hat es nach Angaben des CRC vor allem in den Städten Zonkwa, Kafanchan und Zangon Kataf gegeben. Die drei Städte liegen im südlichen Teil des Bundesstaates Kaduna, der von den Unruhen besonders betroffen war. „Die Opfer wurden eingekreist, angegriffen und zu Tode gehackt, ihre Häuser wurden angezündet“, sagte Sani unter Berufung auf Aussagen von CRC-Mitgliedern aus den Gebieten. Auch Kirchen, Moscheen und Geschäfte seien angezündet worden. Die Polizei hatte am Mittwoch erklärt, mehr als 400 Menschen seien nach den Unruhen festgenommen worden. Die Tatvorwürfe reichten von Sachbeschädigung bis Mord.

Vader

Berlin: U-Bahn-Schläger gestehen die Tat

Angriff im U-Bhf
© BVG/Polizei
Der Angriff im U-Bahnhof: Die zwei Jugendlichen nehmen ihr Opfer in die Zange
Am Samstagmorgen hatten sie einen Mann bewusstlos geprügelt, jetzt haben sie sich bereits gestellt: Zwei 18-Jährige gestanden, für die Tat im U-Bahnhof Friedrichstraße verantwortlich zu sein. Ihrem Opfer geht es inzwischen wieder besser.

Nach dem brutalen Angriff auf einen 29-Jährigen in einem Berliner U-Bahnhof hat sich auch der zweite Schläger der Polizei gestellt. Das teilte die Polizei am Sonntag mit. Der Haupttäter war bereits am Samstagabend in Begleitung seines Anwalts auf einer Polizeiwache erschienen. Die beiden 18-Jährigen legten umfassende Geständnisse ab.

Light Sabers

Vater gesteht Mord an zwölfjährigem Sohn

Grausiges Familiendrama: Anscheinend hat der Vater des 12-jährigen Juliens seinen Sohn getötet. Der 34-Jährige Mann gestand die Tat heute.

Juliens Vater hat gestanden: Heute sagte er, er habe seinen Sohn getötet. Das teilte die Polizei in Berlin mit. Er wird verdächtigt seinen Sohn in der Nacht zum Mittwoch in Berlin-Reinickendorf im Streit erschlagen und seine Leiche im Keller eines Mehrfamilienhauses versteckt zu haben.

Gestern Abend hatten Beamte den 34-Jährigen in Düsseldorf gefasst. Der Mann sei einer Polizeistreife in einem abgelegenen Teil des Düsseldorfer Hafens aufgefallen, hieß es. Weil es dort in der Vergangenheit verstärkt Einbrüche gab, kontrollierten die Streifenbeamten den 34-Jährigen.

Bomb

Kambodscha und Thailand: Fünf Menschen sterben bei Grenzgefechten

Ein jahrzehntelanger Grenzstreit flammt wieder auf. Bei Gefechten zwischen Thailand und Kambodscha wurden am Freitag fünf Soldaten getötet. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig. Das thailändische Militär weist derweil Putschgerüchte zurück.

Zwei Monaten war es relativ ruhig, doch am Freitag haben sich thailändische und kambodschanische Soldaten erneut heftige Grenzgefechte geliefert. Nach Angaben beider Armeen wurden dabei drei kambodschanische und zwei thailändische Soldaten getötet. Beide Seiten beschuldigten sich gegenseitig, mit den Schüssen begonnen zu haben.

Nuke

Räumung der Sperrzone: Japans Regierung setzt Fukushima-Anwohnern ein Ultimatum

Notunterkunft Japan
© AP
Notunterkunft nahe Fukushima: Flüchtlinge suchen sich Klamotten heraus
Die AKW-Katastrophe in Fukushima vertreibt Zehntausende Japaner aus ihren Häusern. Nach der Ausweitung der Sperrzone hat Tokio den Bürgern ein Ultimatum gestellt: Binnen fünf Wochen müssen sie ihren Heimatort verlassen. Für Schulen und Spielplätze wurde ein Strahlengrenzwert definiert.

Tokio - Die Menschen stehen vor dem Nichts: Binnen fünf Wochen müssen rund 10.500 Bewohner mehrerer Städte nahe Fukushima ihre Häuser verlassen. Die japanische Regierung forderte die Bürger ultimativ auf, drei Orte außerhalb der 20-Kilometer-Sperrzone zu räumen. Die Bürger von Iitate, Katsurao, Namie und teilweise auch Kawamata und Minamisoma hätten dafür bis Ende Mai Zeit, sagte Regierungssprecher Yukio Edano.

Bomb

Zwei renommierte Fotografen in Misurata getötet

Die schweren Kämpfe um die Stadt Misurata dauern an. Am Mittwoch wurden auch zwei Foto-Journalisten getötet, als sie in der Rebellenstadt östlich von Tripolis unter Beschuss gerieten: Der Fotograf und oscarnominierte Filmemacher Tim Hetherington und sein Kollege Chris Hondros waren erfahrene Krisenreporter.

Wie der arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira in der Nacht zum Donnerstag berichtete, starben mindestens fünf weitere Zivilisten. Neben Großbritannien wollen auch Frankreich und Italien die massiv in Bedrängnis geratenen libyschen Regimegegner mit Militärexperten unterstützen.

Die Nato forderte die libyschen Bürger auf, sich so weit wie möglich von Gaddafis Truppen fernzuhalten. Der Kommandeur des internationalen Militäreinsatzes, der kanadische General Charles Bouchard, erklärte, man bemühe sich, bei den Angriffen die Gefahr für Zivilisten so gering wie möglich zu halten, «aber wir können das Risiko nicht auf Null reduzieren». In den nächsten Tagen werde der Druck auf Gaddafis Truppen aufrechterhalten.

Nuke

20 Kilometer: Japan errichtet Sperrzone um Atomkraftwerk Fukushima

Japans Präsident Naoto Kan hat das Gebiet um das havarierte AKW Fukushima zur Sperrzone erklärt. 80.000 Menschen können nicht in ihre Häuser zurückkehren.

Das Leben steht still im verstrahlten Minami Soma
Verstrahltes Minami Soma
© AP/DAPD
Innerhalb der Evakuierungszone rund um das zerstörte Kernkraftwerk Fukushima sind Geisterstädte entstanden. Zum Beispiel Minami Soma.
Japan hat um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima Daiichi eine Sperrzone eingerichtet. Ministerpräsident Naoto Kan erklärte bei einem Besuch in der gleichnamigen Provinz Fukushima die Umgebung des AKW im Umkreis von 20 Kilometern zu einem Sperrgebiet, das niemand ohne staatliche Genehmigung betreten dürfe.

Die Regierung hatte dieses Gebiet zwar bereits zuvor zu einer Evakuierungszone erklärt, es gab jedoch kein Verbot, es zu betreten. Die Sperrzonen-Regelung ist um Mitternacht in Kraft getreten.