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So, 28 Nov 2021
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Nuke

Radioaktivität: Die Angst vor der Wahrheit

Offiziell war Tschernobyl kein Risiko für die DDR

Nicht aus erster Hand, sondern aus dem Westfernsehen sollte auch die Staatsführung der DDR - gleich ihrer Bevölkerung - vom Atomunfall in der Westukraine erfahren. Am 28. April 1986, zwei Tage nach dem GAU, setzte nicht Moskau, sondern die Internationale Atomenergie-Organisation in Wien das zuständige staatliche Amt für Atomsicherheit und Strahlenschutz in Ostberlin in Kenntnis. Am Folgetag gab es im Neuen Deutschland auf der Seite 5 eine unscheinbare TASS-Meldung zur „Havarie“ im Kernkraftwerk Tschernobyl. Der uninformierten DDR-Führung erlaubte die Loyalität zur Sowjetunion keinerlei Spekulation. Die Ergebnisse der unmittelbar angeordneten Messungen von Radioaktivität auf dem DDR-Territorium veranlasste sie dann aber nicht dazu, Vorsorge- oder Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung zu treffen, obwohl die Belastungen Grund zur Sorge gaben. So war der Bezirk Magdeburg durch anhaltende Niederschläge vom radioaktiven Fallout besonders belastet. Konsequenzen hatte das keine. Im Gegenteil: Autoritäten wie Günter Flach, Direktor des Zentralinstituts für Kernforschung in Rossendorf, wurden aufgeboten, um medial die Ungefährlichkeit der Situation für Mensch und Umwelt zu belegen. Wir haben andere Reaktoren als in Tschernobyl, das kann hier nicht passieren, hieß es.


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Experten-Bericht: UN-Camp war Ursprung von Cholera-Epidemie auf Haiti

Mehr als 4500 Haitianer sind nach dem Erdbeben an der Seuche gestorben. Einem Bericht zufolge sind die UN dafür mitverantwortlich.

Es riecht nach Fäkalien, kranke Menschen auf Feldbetten liegen nebeneinander, viele von ihnen haben durch die Cholera die Kontrolle über ihre Notdurft verloren. Ärzte und Krankenpfleger waten durch Kot und Erbrochenes. Fließendes Wasser, Desinfektionsmittel und Seife für Patienten, ihre Verwandten und das medizinische Personal fehlen.

Diese Eindrücke der katastrophalen Zustände in haitianischen Krankenhäusern entlang des Flusses Artibonite haben die Autoren eines unabhängigen Berichtes dokumentiert. Im Auftrag der Vereinten Nationen haben die Wissenschaftler den Ausbruch und die Ursache der Cholera in Haiti untersucht. Der Seuchenzug ist noch nicht am Ende. Bislang sind mehr als 4500 Menschen an der Bakterieninfektion gestorben, weitere 300.000 sind erkrankt. Der isolierte Erreger gilt als besonders aggressiv und verursacht ungewöhnlich schwere Durchfälle.

Smoking

Affentanz ums Rauchverbot

Rauchverbot
© Unbekannt
Der Affentanz, der in Österreich seit Jahren rund ums Rauchverbot vollzogen wird, ist inzwischen unerträglich.
In Österreich herrscht Ausspähkrieg. Als Gäste verkleidet, schmuggeln sich Spione an wichtige Orte, beobachten schweigend und gehen wieder. Sie verfassen gesalzene Berichte - und obwohl diese bei den Adressaten vielfach in Schubladen verschwinden, lassen sie nicht locker und kommen noch ein zweites Mal. Werden sie dann entdeckt und man will sie vor die Tür setzen, sind sie gebrieft: Die Gesetzesstellen, die ihre Anwesenheit rechtfertigen, kennen sie gut.

So geschieht es in Theatern und Kinos, in Einkaufzentren, grenznahen Autobahnraststätten, Wirtshäusern - aber auch in ganz normalen Kaffees, Wirtshäusern und Restaurants. Und alles nur wegen des Griffs zum Packerl, und darauffolgendem lust- bis suchtvollen oralen Produzierens von Zigarettenrauch. Dieses ist seit 1. Juli 2010 laut Tabakgesetz in öffentlichen Einrichtungen und gastronomischen Lokalen verboten, von abgetrennten kleinen Raucherzimmern abgesehen oder wenn das Lokal weniger als 50 Quadratmeter Fläche hat oder aus sicherheits- oder bautechnischen Gründen nicht geteilt werden kann.

Smoking

Trotz Rauchverbot gründet sich in Saarbrücken Raucherclub

Rauchen
© Unbekannt
Saarbrücken. In der „Bar Central“ ist alles wieder so wie früher. Die Aschenbecher stehen auf dem Tisch. Die Zigarettenschachtel liegt dort neben dem Glas mit Pastis. Blaue Rauchfäden hängen in der Luft, verziehen sich langsam durch die weit geöffneten Fenster ins Nauwieser Viertel. Das Nichtraucherschutzgesetz der Jamaika-Koalition scheint es nicht zu geben. Das absolute Rauchverbot in Gaststätten hat hier nur eines verändert: Vor dem Trinken und Rauchen, müssen Name, Geburtsdatum und Wohnort in eine Liste eingetragen werden.

Wer auf dieser Liste steht, ist Mitglied im Smokey-Raucherclub. Für einmalig drei Euro Beitrag werden die Raucher und Nichtraucher Teil eines exclusiven Zirkels - eines nicht eingetragenen Vereins, der im Vereinslokal „Bar Central“ von Inhaberin Josefine Rühl bewirtet wird. Über 500 Mitglieder sind es nach knapp drei Wochen. Die bestellten Ausweise reichten erstmal nur bis zum Buchstaben T. Ob die neue, alte Freiheit für Raucher zulässig ist, bezweifeln die Saarbrücker Stadtverwaltung und das Gesundheitsministerium allerdings.

Che Guevara

Syrische Opposition ruft zu neuen Massenprotesten auf

Daraa - Trotz eines massiven Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten hat die Opposition in Syrien für heute zu neuen Protesten aufgerufen. Am "Freitag des Trotzes" wolle das Volk "die Regierung stürzen", hieß es auf einer Website mit dem Titel "Die syrische Revolution 2011", die von jungen Regierungsgegnern eingerichtet wurde. Die Freiheit rücke näher. Die EU ist unterdessen uneins über Sanktionen gegen den langjährigen Staatschef Baschar el Assad.

Die syrische Armee hatte am Donnerstag ihren Rückzug aus der Protesthochburg Daraa im Süden des Landes begonnen. Sie war am 25. April mit tausenden Soldaten und Panzern in der Stadt eingerückt, um dortige Proteste zu unterdrücken. Hunderte Einwohner sollen seitdem festgenommen worden sein. In Sakba bei Damaskus nahmen Sicherheitskräfte und Soldaten nach Angaben eines Aktivisten am Donnerstag mehr als 300 Menschen fest, darunter religiöse Würdenträger.

Nuke

Schweizer Atomkraftwerke: Behörde sieht Sicherheitsmängel

Atomkraftwerk Leibstadt,Schweiz
© Archiv
Sicherheitsmängel sieht die Atomkontrollbehörde auch im Schweizer Kernkraftwerk Leibstadt bei Waldshut
Die Brennelementlager der grenznahen Schweizer Kernkraftwerke Leibstadt und Beznau sind nach Ansicht der Schweizer Atomaufsicht nicht ausreichend gegen Katastrophen geschützt. Die Kontrollbehörde fordert Lösungskonzepte.

Als Konsequenz der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima hatte die Schweizer Aufsichtsbehörde ENSI (Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat) eine Sicherheits-Überprüfung (Stresstest) der Kernkraftwerke eingeleitet.

Die Betreiber mussten einen Katalog von Fragen beantworten. Nach Auswertung der Stellungnahmen liegen nun die Beurteilungen des ENSI vor.

Nuke

Arbeiter in Fukushima: Rückkehr in den havarierten Reaktor

Rückkehr an den Ort des atomaren Grauens. Erstmals seit der Atomkatastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima haben Arbeiter den Reaktor 1 der Anlage betreten. Sie sollen zunächst ein Ventilatorsystem installieren.

Zum ersten Mal seit der Atomkatastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima haben am Donnerstag Arbeiter Reaktor 1 der Anlage betreten. Die Betreibergesellschaft Tepco teilte mit, die Arbeiter würden Schutzanzüge und Masken sowie Sauerstoffflaschen auf dem Rücken tragen. Demnach wurden sie in kleinen Gruppen für etwa zehn Minuten in den Reaktor geschickt, um ein Belüftungssystem zu installieren.

Nuke

Umweltkatastrophe: Leck in Pipeline verseucht Kanadas Norden

Leck der Ölpipeline in Alberta
© dapd
Aufräumarbeiten am Leck der Ölpipeline in Alberta.
Das Leck in einer Pipeline hat in Alberta die größte Ölpest seit Mitte der 70er Jahre verursacht. Nun beschweren sich Anwohner über Kopfweh, Bauchschmerzen und Übelkeit.

Die Pipeline trägt einen wunderschönen Namen: Regenbogen-Pipeline heißt das Leitungssystem in der kanadischen Ölprovinz Alberta, durch das täglich mehr als 180 000 Barrel Rohöl fließen. Weniger schön ist, was sich dort Ende April ereignete und erst jetzt bekannt wurde. Aus einem Leck der Rainbow-Pipeline flossen in einem abgelegenen Gebiet 28 000 Barrel Öl. Indianergemeinden klagen, die Öldämpfe aus dem Leck machten sie krank.

Pistol

Polizist erschießt sich mit Dienstwaffe

Löbau. Ein 57-Jähriger Polizeihauptkommissar hat sich am Montagmorgen auf seinem Löbauer Polizeirevier mit der Dienstwaffe das Leben genommen. Nach bisherigen Ermittlungen hatte der verheiratete Vater mehrerer erwachsener Kinder bei Dienstantritt seine Waffen aus dem Schrank genommen, war dann in sein Büro gegangen und hatte sich dort bei geschlossener Tür erschossen.

„Bisher gibt es keine Hinweise auf ein Motiv“, sagte Polizeisprecher Uwe Horbaschk. Eine Sektion wurde angeordnet. Die Angehörigen des Mannes, der in der Nähe von Bautzen wohnte, werden psychologisch und seelsorgerisch betreut. Auch die Kollegen, die den 57-Jährigen in seinem Büro fanden, erhalten Betreuung.

Heart - Black

Prozess in München: Stieftochter zur Strafe verbrüht: Frau gesteht

Prozess: Stieftochter verbrüht
© Daniel von Loeper
Unfassbare Grausamkeit: Weil ihre Stieftochter (6) ins Bett gemacht hat, gießt sie dem Mädchen kochendes Wasser in den Genitalbereich.

München - Mit einem Geständnis hat am Montag vor dem Münchner Landgericht der Prozess gegen eine junge Frau wegen Misshandlung der Stieftochter begonnen. Die 23-Jährige räumte ein, die Tochter ihres Mannes vor einem Jahr mit siedend heißem Wasser abgeduscht sowie dem Kind schwerste Verbrühungen an den Oberschenkeln und im Genitalbereich zugefügt zu haben.

Die Sechsjährige habe wieder einmal ins Bett gemacht, gab die Senegalesin als Grund an. Sie hatte das weinende Kind nach der Misshandlung mit kaltem Wasser abgespritzt und die Wunden mit einer kühlenden Salbe behandelt. Mitangeklagt wegen Körperverletzung durch Unterlassen ist der 42 Jahre alte Vater der Kleinen. Er hatte seine lebensgefährlich verletzte Tochter erst nach fünf Tagen in eine Kinderklinik gebracht.