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So, 28 Nov 2021
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Sexueller Missbrauch - die Klägerin wird per Ferndiagnose als emotional instabil eingestuft

Wien/Red. Im jüngsten Fall von angeblichem sexuellem Missbrauch durch einen katholischen Geistlichen werden nun Zweifel an einem Gutachten laut, das dem mutmaßlichen Opfer eine psychische Erkrankung diagnostiziert hat. Die Frau hat eine Beschwerde bei der Ärztekammer eingebracht, weil der Gutachter ihr eine „emotional instabile Persönlichkeit“ nur anhand von mehr als 1000 SMS und Emails diagnostizierte, ohne sie persönlich untersucht zu haben.

Patientenanwalt Gerald Bachinger sagte in einem Ö1-Interview am Freitag, dass ein Gutachten, das nur auf schriftlichen Unterlagen basiere, „sehr problematisch“ sei. Auch Christian Haring, Leiter der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie, bezeichnet eine persönliche Untersuchung als „bedeutsam und wichtig“.

Light Sabers

Professor stolpert über G-Punkt

schülerin,lehrer
© unbekannt
Maturantin Aida V. (links): „Das gehörte zum Lernstoff“ - Josef Pasteiner (rechts) soll jetzt das Gymnasium verlassen
Der Lehrer fragte eine Muslimin, wo besagter Punkt liegt. An dem Gymnasium will man den 62-Jährigen jetzt loswerden.

Eine Maturafrage über den G-Punkt könnte einem Psychologie- und Geschichte-Professor aus Wiener Neustadt die vorzeitige Pension bescheren. Er stellte im Zuge der mündlichen Reifeprüfung einer aus Bosnien stammenden Schülerin die Frage, ob sie denn sagen könne, wo besagter Punkt liegt. An der Schule wertet man die Sache als Affront. Die Direktorin des BG Babenbergerring verlangte am Mittwoch von dem 62-jährigen Professor seinen sofortigen Pensionsantritt.

Josef Pasteiner ist Freiheitlicher und Vorsitzender seiner Partei im Kollegium des Landesschulrates. Dass er die Frage über den G-Punkt ausgerechnet einer muslimischen Schülerin stellte, werten erboste Kollegen als bewusste Provokation. "Alles Blödsinn. Man versucht mich loszuwerden", sagt Pasteiner. Er spricht von einer Intrige. "Das Thema wurde im Zuge der Sexualpsychologie durchgenommen. Es war Maturathema."

Beer

Kurierdienste aus Mutterliebe 80-Jährige schmuggelte Drogen für ihren Sohn

Über Jahre hinweg hat eine 80-Jährige Heroin und Kokain für ihren Sohn nach Österreich geschmuggelt. In Innsbruck wurde die Frau nun zu zwei Jahren Haft verurteilt.

„Mutti hat keinen Profit gemacht, sie hat es aus Liebe zu mir getan“, sagte der 46-jährige Sohn bei seinem Geständnis unter Tränen. Aus gesundheitlichen Gründen habe er die Reisen nicht selbst unternehmen können. Seit 2008 hatte er seine Mutter bis zu zehn mal in die Niederlande geschickt, um Kokain und Heroin für ihn zu besorgen. Für den Weiterverkauf der Drogen wurde der Mann nun zu acht Jahren Haft verurteilt.

Seine Mutter hingegen muss nur für zwei Jahre ins Gefängnis. Sie hatte auf ihren Reisen mindestens 1,5 Kilogramm Heroin und ein halbes Kilogramm Kokain nach Tirol geschmuggelt. Im Februar wurde die Frau mit Drogen im Wert von 8 000 Euro an der österreichischen Grenze verhaftet. Diese hatte sie an ihrem Körper befestigt.

Handcuffs

Kfz-Meister gibt sich als Arzt und Heilpraktiker aus, wird festgenommen, als er gerade Patientin behandelt

Fladungen/Ostheim Einen bundesweit gesuchten Straftäter haben am Dienstag Kripobeamte aus Gießen und Beamte der Polizei Mellrichstadt in der Rhön festgenommen.
Arzt
© dpa
Wie die Polizei erst am Freitag mitteilte, hatte sich der Mann als Arzt ausgegeben. Der Festgenommene gab sich als Internist und Heilpraktiker aus, führte gelegentlich den akademischen Grad „Dr.“ und praktizierte im Raum Mellrichstadt, ohne eine entsprechende Ausbildung absolviert zu haben.

Die Festnahme des Mannes in seiner Praxis in Ostheim erfolgte zu einem Zeitpunkt, als er gerade eine Patientin behandelte.

Attention

Epdidemie bricht unter Amazonas-Nomaden aus

Berlin /London, 23.06.2011: Eines der letzten Nomadenvölker im Amazonasgebiet muss mit dem Ausbruch einer Atemwegsinfektion kämpfen. Grippe und Malaria haben das Volk in den letzten Jahren bereits stark dezimiert.

Schätzungsweise 35 Nukak-Maku, darunter neun Kinder, sind ins San José del Guaviare Krankenhaus im südlichen Amazonasgebiet in Kolumbien eingeliefert worden. Gesundheitsberater Héctor Muñoz berichtete gegenüber kolumbianischen Medien, dass das Krankenhaus überfüllt ist und einige Nukak auf provisorischen Betten Platz finden müssen.

Viele Mitglieder des Volkes leben in einem Flüchtlingslager am Rande der Stadt San José. Guerillas und Drogenbarone haben sie aus ihrer Heimat im Regenwald vertrieben. Seit die ersten Mitglieder der Nukak 1988 aus dem Wald kamen, ist mehr als die Hälfte des Volkes verstorben.Im Gegensatz zu vielen anderen Völkern im Amazonas leben die Nukak-Maku als nomadische Jäger-und-Sammler in kleinen temporären Häusern tief im Wald in der Nähe großer Flüsse.

Bomb

Mannheim: Fliegerbombe auf John-Deere-Gelände entschärft

Mannheim. Die auf dem Werksgelände von John Deere entdeckte englische 250-Pfund-Sprengbombe aus dem zweiten Weltkrieg ist am Morgen erfolgreich entschärft worden. Der Kampfmittel-Beseitigungsdienst entfernte den Zünder und transportierte den Sprengsatz ab. Der Bereich um die Fundstelle wurde durch Einsatzkräfte der Polizei weiträumig evakuiert. Da nur wenige Menschen betroffen waren, verlief die Evakuierung erwartungsgemäß planmäßig und ruhig. Für die Entschärfung der Bombe musste der Verkehr auf der John-Deere-Straße für etwa eine halbe Stunde gesperrt werden. Der Bahnverkehr sowie der Verkehr im benachbarten Fahrlachtunnel flossen ungehindert weiter.

Bomb

Bombe in Heimfeld entschärft

Erst Wilhelmsburg, jetzt Heimfeld: Erneut wurde ein Blindgänger entdeckt. Doch die Sprengbombe konnte erfolgreich entschärft werden und der Verkehr auf der A7 rollt wieder.

Hamburg. Vor einigen Tagen wurde auf einem Grundschulgelände in Wilhelmsburg ein Blindgänger entschärft, heute folge der Bombenfund in einem Neubaugebiet in Heimfeld. Es addiert sich derzeit.

In einem Umkreis von 300 Metern mussten 1.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Zudem war während der Bombenentschärfung die A7 zwischen Hamburg-Marmstorf und Heimfeld in beiden Richtungen für eineinhalb Stunden gesperrt. Mittlerweile rollt der Verkehr wieder.

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Arztbesuch bald nur noch für Gutverdiener

Kommt nach der 2-Klassen-Medizin im Wartezimmer - also dem deutlichen Unterschied zwischen GKV und PKV - bald auch die Unterscheidung zwischen Arm und Reich im Rahmen der Allgemeingesundheit. Zumindest weist eine aktuelle Studie in diese Richtung. Der Tenor: Einkommensschwache Bevölkerungsgruppen erhalten nicht mehr die gesundheitliche Versorgung, die sie eigentlich benötigen - ein Armutszeugnis für Deutschland.
Arzt
© Unbekannt
Teurer Arztbesuch
Langzeitstudie legt Ungleichgewicht offen

Hintergrund der Studie war die Einrichtung einer Anlaufstelle für Obdachlose im Stadtgebiet Hannover, welche Basis der Untersuchung ist.
Durchgeführt von Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen sowie der Ärztekammer Niedersachsen (Bezirksstelle Hannover), kommt die Studie zu einem teilweise überraschenden Ergebnis. Hatten vor gut zehn Jahren vor allem Obdachlose das Angebot der kostenlosen Behandlungen wahrgenommen, verschiebt sich der Patientenkreis scheinbar zunehmend.

Heart - Black

Erste Studie über Gewalt im Wittekindshof - Schwere Misshandlung von geistig behinderten Menschen

Bad Oeynhausen (epd). In der diakonischen Stif-tung Wittekindshof in Bad Oeynhausen hat es nach einer eigenen Studie mehrere schwere Misshandlungen von geistig behinderten Menschen gegeben. Von den 30er bis in die 60er Jahre seien neun Fälle von schwerer körperlicher oder sexualisierter Gewalt gegen Bewohner belegt, erläuterte der Bielefelder Historiker Hans-Walter Schmuhl am 27. Juni bei der Vorstellung der vom Wittekindshof in Auftrag gegebenen Studie. Die Stiftung bat die Opfer um Vergebung und kündigte Hilfen an.

Die schweren Fälle reichen demnach von Schlägen mit Riemen und Stöcken über sexuelle Nötigung bis zu einer brutalen Vergewaltigung. Zudem seien "maßvolle" körperliche Züchtigungen vorgekommen, die von den Hausleitungen bis zu einem bestimmten Punkt geduldet worden seien, führte Schmuhl aus. Zum Alltag hätten eine strenge und oft entwürdigende Behandlung, demütigende Rituale und eine "kaum kontrollierte Verabreichung von Psychopharmaka" gehört. Auch Elektroschocks seien trotz Verbots der Anstaltsleitung eingesetzt worden.

Pistol

Internetkriminalität in Deutschland steigt rasant an

Das Internet als Tatort: Nach einer Umfrage des Bitkom und laut des BKA-Lageberichts "Cybercrime 2010" nutzen immer mehr Kriminelle das Web, um Daten zu erplündern. Einen Anstieg verzeichnet die Bundesbehörde sowohl bei der Ausspähung von Daten als auch bei der Verbreitung von Viren und Trojanern.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) registrierte im vergangenen Jahr insgesamt knapp 250.000 Fälle, in denen das Internet als Grundlage für Straftaten diente. Das entspreche einer Zunahme von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der BKA-Präsident Jörg Zielcke mitteilte. In Berlin präsentierten die Behörde ihren neuen Lagebericht zur Cyberkriminalität und der Branchenverband Bitkom eine neue Umfrage zum Thema.