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Mi, 12 Aug 2020
Die Welt für Menschen, die denken

Das Kind der Gesellschaft
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Heart - Black

Mutter gesteht Doppelmord ihrer Kinder

Die 41-Jährige würgte ihre drei und fünf Jahre alten Töchter und stach danach mit dem Messer zu. Innere Stimmen hätten sie zu der Tat getrieben.

Polizeiabsperrung
© dapd
Nach der Tötung zweier Mädchen in Hammah bei Stade ist die tatverdächtige 41-jährige Mutter in Haft.
Stade/Hammah. Grausame Tat: Innere Stimmen sollen einer 41-Jährigen nach eigenen Angaben den Mord an ihren beiden kleinen Töchtern befohlen haben. Die Frau aus Hammah bei Stade hat die Tat gestanden und ist inzwischen in einer psychiatrischen Klinik. „Sie ist vermutlich schuldunfähig“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Kai Thomas Breas, am Montag. Nach Angaben der Ermittler war die Frau wegen Verfolgungswahn, Depressionen und Angstzuständen in Behandlung. Die Behörden waren jedoch nicht darüber informiert. „Das Ausmaß der psychischen Erkrankung ist offenbar unbekannt geblieben“, sagte Breas. Dennoch habe es Anzeichen gegeben, dass die Mutter überfordert gewesen sei. „Die Obduktion hat ergeben, dass die Versorgung der Kinder nicht optimal war.“ Doch dass sie zu solch einer grausigen Tat fähig ist, hatte wohl keiner geahnt.

Nuke

Japan: Verstrahltes Wasser droht überzulaufen

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Im schwer beschädigten Atomkraftwerk Fukushima bereitet das radioaktiv verstrahlte Wasser den Ingenieuren immer grössere Probleme. Der Kraftwerksbetreiber Tepco erklärte, 1500 Tonnen Wasser sollten in Tanks zwischengelagert werden. Auf diese Weise soll ein Überlaufen verhindern werden.

Unter dem Kraftwerk haben sich mehr als 100'000 Tonnen verstrahltes Wasser angesammelt. Die Tanks drohen überzulaufen. Spätestens am 20. Juni sei die Kapazität erschöpft, bei starken Regenfällen sogar schon früher, teilte Tepco mit.

Der Kraftwerksbetreiber musste ausserdem bei der Übermittlung von Daten an die Regierung erneut Fehler einräumen. Die Daten wiesen rund 1000 falsche Angaben auf, erklärte Tepco.

Die Regierung wollte anhand der Zahlen entscheiden, wie viel Strom die Geschäftskunden des Versorgers in diesem Sommer einsparen müssen. In einem Brief an Tepco-Chef Masakata Shimizu forderte die Regierung den Konzern auf, bis zum Montag die korrigierten Daten vorzulegen.

Nuke

Japan: Kaninchen ohne Ohren geboren

Die Geburt eines auffällig missgebildeten Kaninchens in der Nähe des AKW Fukushima beunruhigt die Öffentlichkeit: Ist dies der erste von vielen weiteren Fällen?

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In Namie City, 30 Kilometer von der Sperrzone um das schwer beschädigte Atomkraftwerk Fukushima entfernt, ist ein weißes Kaninchen geboren worden, dem beide Ohren fehlen. Nach Angaben des Besitzers Yuko Sugimoto kam das Jungtier am 7. Mai auf die Welt. Nun wird darüber spekuliert, ob der angeborene Defekt des Tieres mit der Radioaktivität zusammenhängen könnte, die aus dem Krisen-AKW austritt, und Vorbote weiterer Missbildungen bei neugeborenen Tieren und auch Menschen sein könnte.

Attention

Wie entsteht eine narzisstische Persönlichkeitsstörung?

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© Conny Habbel
Die Ursachen des pathologischen Narzissmus sind noch nicht restlos geklärt. Wohl ist aber von einer gewissen genetischen Disposition auszugehen: In manchen Familien tritt Narzissmus gehäuft auf. Andererseits beeinflusst ein narzisstischer Elternteil natürlich auch sein heranwachsendes Kind auf eine ganz bestimmte Art und Weise. Dennoch bekommt nicht jedes Kind, dass in entsprechenden Verhältnissen aufwächst, eine narzisstische Persönlichkeitsstörung. In einigen wenigen Fällen kann Narzissmus auch noch in der Adoleszenz/im Erwachsenenalter entstehen. Jedoch wird auch in diesen Fällen von bereits vorher vorliegenden Defiziten in der betroffenen Persönlichkeit ausgegangen.

Narzissmus ist eine Störung, die von unserer heutigen Kultur, in der Leistung und Status sehr hoch bewertet werden, noch verstärkt wird. Die Wurzeln der narzisstischen Störung reichen jedoch viel tiefer, der Ort ihrer Entstehung ist die Familie.

Nuke

Erdbeben: Rekord-Verstrahlung im AKW Fukushima gemessen

Tokio (dpa) - Im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima sind neue Rekordwerte gemessen worden. Wie der Betreiber Tepco am Samstag mitteilte, wurde im Reaktorgehäuse von Block 1 eine Strahlendosis von bis zu 4000 Millisievert pro Stunde gemessen.

Radioaktiv!
© runningserver.com
Das sei die höchste bisher in der Luft gemessene Radioaktivität in dem zerstörten Kraftwerk. Die hohe Strahlung hatte ein Roboter in der südöstlichen Ecke des Gebäude registriert, zitierte die Nachrichtenagentur Kyodo den AKW-Betreiber.

Aus einer Öffnung im Boden sei Dampf ausgetreten. Durch die Öffnung verlaufe ein Rohr, das durchs Gebäude führe. Das Rohr selbst sei aber unbeschädigt. Der Dampf scheine aus dem Druckkessel zu kommen, wo sich Kühlwasser angesammelt haben soll. Genaueres wollte Tepco prüfen.

Attention

Sexueller Mißbrauch und seine Folgen

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© unbekannt
Zuerst einmal ist festzustellen, dass es kein spezifisches Missbrauchssyndrom gibt: Fast jede Störung kann infolge von sexuellem Missbrauch auftreten. Sexueller Missbrauch führt zu den unterschiedlichsten Symptomen, die auch über längere Zeit auftreten können. So können emotionaler Missbrauch von Kindern, aber auch tatsächlicher sexueller Missbrauch zu Persönlichkeitsstörungen wie der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung führen, sie müssen aber nicht. Zwingende Rückschlüsse von einer Narzisstischen Persönlichkeitsstörung auf sexuellen Mißbrauch in der Kindheit sind daher nicht möglich und wären voreilig und fahrlässig.

Ambulance

Haiti: Zahl der Cholera-Erkrankten steigt sprunghaft an

Die Cholera-Epidemie in Haiti nimmt dramatische Ausmaße an: Pro Tag infizieren sich 550 Menschen, insgesamt sind mehr als 320.000 Personen angesteckt. Über 5300 Einwohner sind der Seuche bereits zum Opfer gefallen - besonders schlimm ist die Lage in der Hauptstadt.

Cholera in Haiti
© AFP
Cholera-Patienten in Haiti: 320.000 Infizierte
Port-au-Prince - Seit sieben Monaten wütet die Cholera auf Haiti - und noch immer haben die Behörden die Seuche nicht im Griff, ganz im Gegenteil: Vor allem in der Hauptstadt Port-au-Prince sei die Zahl der Erkrankungen in den vergangenen Tagen sprunghaft angestiegen. Allein aus Carrefour, einem dicht besiedelten Stadtteil im Westen der Stadt, würden täglich 300 neue Fälle gemeldet, berichtete die Hilfsorganisation Oxfam. Das seien dreimal soviel Neuerkrankungen wie beim jüngsten Ausbruch der Seuche im vergangenen Herbst.

Heart - Black

USA: 73-Jähriger erschießt fünf Menschen und sich selbst

Ein 73-jähriger hat im US-Bundesstaat Arizona fünf Menschen getötet und sich anschließend selbst umgebracht. Unter den Toten ist seine Ex-Ehefrau sowie deren Scheidungsanwalt.

Blutbad in Arizona
© dpa
Einsatzkräfte am Ort eines Verbrechens in Arizona (Archivbild): Ein 75-Jähriger hat in dem Bundesstaat ein Blutbad angerichtet.

Beer

Schläger prügeln 45-Jährigen zu Tode: Totschlag am Vatertag

bHNHOF,ROSTOCK
© Imago
Tatort: Auf dem S-Bahnhof Rostock-Warnemünde wurde ein Mann erschlagen
Unfassbar: Mitten in die gute Laune des Vatertags bringen brutale Schläger einem 45-Jährigen auf einem Bahnsteig in Warnemünde den Tod. Sie prügeln ihr Opfer, wenig später stirbt es. Drei Männer werden festgenommen.

Himmelfahrt in Rostock. Das Wetter ist ein Traum. Genau richtig, um aus der Stadt an den Strand nach Warnemünde zu fahren. Feiern, Spaß haben, Bier trinken. Ein schöner Feier-Vatertag, der für einen 45-Jährigen allerdings abrupt mit dem Tod endet. Der Mann stirbt am späten Nachmittag, nachdem ihn ein Trupp von vier bis fünf Männern erschlagen hatte. Auf Gleis 3 der S-Bahn in Warnemünde. Die Menschen in der Ostseestadt sind geschockt. Sie fragen sich: Wer tut so etwas - und warum?

Che Guevara

Massenproteste in Jemens Hauptstadt Sanaa

In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa haben sich Streitkräfte des Machthabers Ali Abdullah Saleh mit aufständischen Stammesmitgliedern heftige Strassenschlachten geliefert. Dutzende Menschen auf beiden Seiten wurden bei den Auseinandersetzungen am Donnerstag getötet oder verletzt.

Massenproteste in Sanaa
© Reuters
Demonstranten in Sanaa protestieren gegen Präsident Saleh.
Tausende Stammeskämpfer zogen in Richtung der Hauptstadt, um ihren Anführer Scheich Sadek al-Ahmar bei seinem Kampf gegen die Regierungstruppen zu unterstützen. Sie versuchten am Stadtrand im Norden die Streitkräfte zu überrennen.

Das Verteidigungsministerium teilte mit, die Streitkräfte hätten die Stammeskämpfer daran gehindert, nach Sanaa zu gelangen. Ein zu den Aufständischen übergelaufener Militäroffizier erklärte hingegen, die Kämpfe hielten an. Er sagte, die Stammeskämpfer seien bereits bis auf 15 Kilometer zur Hauptstadt vorgedrungen.