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Di, 06 Dez 2022
Die Welt für Menschen, die denken

Das Kind der Gesellschaft
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Inflation: Steigende Lebensmittelpreise verschärfen Armut

Neue Sozialstudie berücksichtigt erstmals auch das Vermögen von Geringverdienern
Armut in Deutschland
© dpa/Stephanie Plick
Armut (Symbolbild)
13,8 Millionen Menschen, die in Armut leben, gibt es in der reichen Bundesrepublik, so der Paritätische Wohlfahrtsverband. Nicht alle wollen das wahrhaben, kritisieren die Definition von Armut und verweisen darauf, dass mancher Bezieher von niedrigem Einkommen Vermögen in Form eines Häuschens haben könne. Diese Kritik hat jetzt die Wirtschaftswissenschaftlerin Irene Becker mit Kolleginnen vom Institut für empirische Sozial- und Wirtschaftsforschung (INES) in Berlin mit einer neuen Studie »Wohlstand, Armut und Reichtum neu ermittelt« aufgegriffen und entkräftet. Denn auch nach Berücksichtigung des Vermögens ergibt sich ein hohes Niveau der Armutsquote von rund 16 Prozent. Dabei wird deutlich, dass die arme Bevölkerung im Vergleich zur gesellschaftlichen Mitte hinsichtlich der Ernährung gravierende Rückstände aufweist. Ein Befund, der angesichts steigender Lebensmittelpreise noch alarmierender wird.

»Wie sollen die Leute über die Runden kommen?«, fragt sich Irene Becker angesichts der vorliegenden Daten aus der Studie. Die lassen nur den Schluss zu, dass, je geringer das Einkommen ist, desto größer der Rückstand bei den Ausgaben für Lebensmittel gegenüber der gesellschaftlichen Mitte ist. Bei Menschen mit den geringsten Einkommen kann der Rückstand gegenüber der Mitte an die 25 Prozent betragen, hier wird also ein Viertel weniger als beim »Normalbürger« für Ernährung ausgegeben. Anders ausgedrückt: Die Ausgaben für Nahrungsmittel steigen im unteren Bereich der Verteilung mit zunehmendem Einkommen stark an. Zusätzliches Einkommen wird in Haushalten mit wenig Geld also überwiegend zur Befriedigung der elementaren Grundbedürfnisse aufgewendet, der Rückstand gegenüber Haushalten mit mittlerem Einkommen zuerst auf diesem Gebiet verringert.

Fire

Feuer auf Sprengplatz in Berlin gerät außer Kontrolle

Das Feuer im Berliner Grunewald ist außer Kontrolle geraten. 15.000 Quadratmeter Wald brennen, auf einem Sprengplatz kommt es zu Explosionen. Die Feuerwehr verstärkt den Einsatz.
Brand Grunewald
© Berliner Feuerwehr
Der Brand am Stadtrand von Berlin ist nach wie vor nicht gelöscht. "Das Feuer brennt inzwischen unkontrolliert", sagt ein Sprecher der Berliner Feuerwehr ZDFheute. Er bestätigt, dass 15.000 Quadratmeter Wald (etwa zwei Fußballfelder) brennen und die Feuerwehr die Flammen im Moment kaum bekämpfen kann.

Grund dafür: Es brennt auch ein Sprengplatz, der sich seit dem Jahr 1950 im Grunewald befindet. Es kommt immer wieder zu Detonationen.

Laut Sprecher sind inzwischen 250 Feuerwehrleute im Einsatz, doppelt so viele wie am Morgen. Es brenne nach wie vor, so der Sprecher am Nachmittag. Inzwischen hat die Feuerwehr mit dem Löschen aus sicherer Entfernung begonnen. Rund um einen 1000 Meter großen Sperrkeis wird der Boden bewässert. So soll ein weiteres Ausbreiten der Flammen verhindert werden.

Bell

Sprachkritiker über Gendern: "Wichtigtuerei von Leuten, die von Sprache keine Ahnung haben"

Obwohl die große Mehrheit der Deutschen mit der Gender-Debatte, die zum ideologischen Minenfeld von Großstadt-Akademikern geworden ist, nichts anfangen kann, wird diese besonders in den GEZ-Medien rigoros umgesetzt. Nun platzte dem Sprachkritiker Wolf Schneider die Hutschnur.

wolf schneider
© Dennis König für BILANZ
Wolf Schneider ist NDR-Talkshow-Moderator, Buch-Autor und ehemaliger Dozent für Journalismus. Am Dienstag äußerte sich der 97-Jährige kritisch gegenüber der Bild zu der immer stärker ideologisch aufgeladenen "Gender-Debatte", die besonders von Moderatoren der Öffentlich-Rechtlichen, Behörden und Konzernen getragen wird. Er meint:

Kommentar: Lesen Sie dazu auch die folgenden Artikel:


Gold Seal

Bewohner von Rügen sind für Inbetriebnahme von Nord Stream 2

Die Bewohner der Insel Rügen haben am Freitag auf den Stopp der Nord Stream 2-Pipeline reagiert, der trotz der aktuellen Energiekrise im Land beschlossen wurde.

Nordstream 2
© Sputnik / Ilya Pitalev
So war zum Beispiel ein Einwohner der Meinung, dass Deutschland viel Geld in die Pipeline investiert hat und sie daher auch in Betrieb nehmen sollte. Ein anderer vertrat die Auffassung, dass eine Verurteilung Russlands aufgrund der Geschehnisse im Ukraine-Krieg kein guter Grund sei, die Pipeline nicht in Betrieb zu nehmen. Denn konsequenterweise müsste man dann auch die USA und Saudi-Arabien verurteilen und keine Energiegeschäfte mehr mit ihnen machen.

Erst vor wenigen Tagen hatten mehrere Bürgermeister der Insel gefordert, Nord Stream 2 zu öffnen und auf Russland zuzugehen. Das Bestreben, sich von russischem Gas zu trennen führe zu einer Explosion der Lebenshaltungskosten und führe zu sozialem Unfrieden.


Kommentar: Unsere Regierung duckt sich, wo sie sich kann und sanktioniert Russland, ohne historische Vergleiche zu den USA und deren Verhalten zu ziehen. Noch ist es relativ ruhig in der Gesellschaft, doch wenn die Preise weiter ansteigen, besteht die große Gefahr, dass sich Bürger auflehnen, weil es um deren Existenz geht.

Wegen Gasmangel und Turbinenreparatur: Berlin befürchtete Volksaufstände


Hammer

Absage bei Wohnungssuche: Mann erschießt älteres Vermieterehepaar

Ein betagtes Paar macht sich auf dem Weg zu zwei Bewerbern einer Wohnung, um ihnen abzusagen. Dabei gerät die Situation außer Kontrolle. Am Ende sind zwei Menschen tot.
polizei
© CC BY 2.0/ Dirk Vorderstraße
Im Streit um eine Mietwohnung sind im saarländischen Ottweiler zwei Menschen getötet und ein Mann verletzt worden. Die potenziellen Vermieter der Wohnung, ein 79 Jahre alter Mann und seine ein Jahr jüngere Frau, seien am Nachmittag zu einem Pärchen gefahren, das umziehen wollte. Nach Angaben der Polizei wollten sie dem 51 Jahre alten Mann und seiner 59 Jahre alten Lebensgefährtin mitteilen, dass aus ihrer Bewerbung doch nichts werde.

Der 51-Jährige zog daraufhin eine Waffe und erschoss die 78-Jährige. Bei einem anschließendem Streit mit dem 79-Jährigen zog er erneut die Waffe, drückte ab und verletzte ihn. Anschließend erschoss sich der 51-Jährige in der eigenen Wohnung selber. Die Partnerin des Schützen wird derzeit betreut.

ntv.de, jwu/dpa

Attention

Valencia: Rettungsweste per Drohne rettete Jugendlichen das Leben

Spanien hat an mehreren Stränden einen Drohnen-Rettungsdienst eingeführt. Vor Valencia hat das einem Jugendlichen das Leben gerettet: Er bekam auf diesem Weg eine Schwimmweste.

strand valencia
© Imago
Strand in Valencia (Symbolbild)
Mithilfe einer Drohne haben Retter in diesem Monat einen 14-Jährigen vor dem Ertrinken bewahrt. Die Drohne ließ eine Schwimmweste ins Mittelmeer vor Valencia fallen, als der Jugendliche gegen starke Wellen ankämpfte, sagten die Betreiber.

»Als wir ankamen, sahen wir ein Kind, das in sehr schlechter Verfassung war und fast keine Energie hatte, um weiter zu schwimmen, also schickte ich die Schwimmweste rüber«, sagte Drohnenpilot Miguel Angel Pedrero. »Aufgrund der starken Wellen war es ein kompliziertes Manöver, aber wir haben es schließlich geschafft, ihm die Weste zu geben, und er konnte im Wasser treiben, bis die Rettungsschwimmer ihn mit dem Jetski erreichten.«

MIB

Oslo: Zwei Tote und 21 Verletzte nach Angriff auf Schwulen-Club in Oslo

Bei einem Terrorakt in der norwegischen Hauptstadt Oslo sind in der Nacht zu Samstag mehrere Menschen ums Leben gekommen. Zudem seien nach Angaben der Polizei 21 weitere verletzt worden. Ein festgenommener Verdächtiger sei dem für Terrorabwehr zuständigen Inlandsgeheimdienst bereits bekannt gewesen.
tatort oslo
© Terje Pedersen/NTB/Reuters
Spurensuche an einem der Tatorte in Norwegens Hauptstadt Oslo.
Bei Schüssen vor einem Schwulen-Club in der norwegischen Hauptstadt Oslo sind zwei Menschen getötet und 21 weitere verletzt worden. Kurz nach dem Vorfall sei eine Person in der Nähe des Tatorts festgenommen worden, erklärte die Polizei am frühen Samstagmorgen über Twitter.

Wie der Fernsehsender NRK unter Berufung auf Aussagen der Polizei berichtete, deute alles darauf hin, dass es sich um einen Einzeltäter handele. Es habe drei Schwerverletzte gegeben. Zudem mussten 21 Menschen medizinisch versorgt werden. Der Festgenommene habe sich bislang nicht geäußert.

Die Schüsse fielen Medienberichten zufolge im Zentrum Oslos in der Nähe des Schwulen-Clubs "London Pub", eines Jazz-Clubs und eines Imbissstands. Erst das mutige Eingreifen einiger Bürger habe die Tat beendet. Bei dem Festgenommenen handele sich um einen Mann, der auch dem für Terrorabwehr zuständigen Inlandsgeheimdienst bekannt sei, teilte die Polizei mit. Und weiter:

Bulb

Umfrage: Nur elf Prozent der US-Amerikaner machen Putin für Treibstoffpreise verantwortlich

Eine neue Umfrage hat gezeigt, dass die US-Bürger ihrer Regierung das Narrativ von "Putins Preiserhöhung" nicht abkaufen. Eine deutliche Mehrheit sieht die Politik des US-Präsidenten in der Verantwortung.
Putin
© Sputnik Grigori Sysojew
Symbolbild
Laut einer am Dienstag veröffentlichten Rasmussen-Umfrage glauben nur elf Prozent der US-Amerikaner, dass der russische Präsident Wladimir Putin für die rekordhohen Benzinpreise in den USA verantwortlich sei. Die Mehrheit gibt stattdessen US-Präsident Joe Biden die Schuld.

Mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Befragten der vergangene Woche durchgeführten Rasmussen-Umfrage nannten Bidens schlechte Energiepolitik als Grund dafür, dass in den USA Benzin unerschwinglich geworden ist, was bedeutet, dass das Narrativ der Regierung über "Putins Preiserhöhung" nicht zu greifen scheint.

Diejenigen, die weder Biden noch Putin verantwortlich machen, beschuldigen die Ölgesellschaften: 29 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Industrie die derzeitige geopolitische Instabilität ausnutzt, um ihre Preise in die Höhe zu treiben.

Biden ist sich vielleicht bewusst, dass sein Narrativ über "Putins Preiserhöhung" nicht mehr stichhaltig ist, und neigt dazu, den Öl- und Gasunternehmen die Schuld an den ruinösen Kosten für das Tanken zu geben. Wobei er die Branche kürzlich beschuldigte, "mehr Geld zu verdienen als Gott". Der US-Präsident hat darauf bestanden, dass die Ölgesellschaften sich absichtlich mit der Förderung von Öl zurückhalten, "weil sie mehr Geld verdienen, wenn sie nicht mehr Öl fördern".

Bulb

"Selenskij ist ein Kriegsverbrecher" - Tribunal zu Gräueltaten des ukrainischen Nationalismus

Wenige wissen, dass es bereits ein Tribunal gibt, das sich mit der Aufdeckung der Verbrechen des ukrainischen Nationalismus beschäftigt. RT sprach mit dessen Gründer, dem russischen Politikwissenschaftler und Menschenrechtler Maxim Grigorjew.

Wladimir Selenskij
© AFP Fabrice Koffrini
Im Westen als Held gefeiert: Wladimir Selenskij spricht per Video-Schalte beim Weltwirtschaftsforum in Davos am 23. Mai
Der Absolvent der Moskauer Diplomatenakademie, Politikwissenschaftler und Buchautor Maxim Grigorjew leitet seit 2008 die Stiftung zur Erforschung von Demokratieproblemen. Außerdem ist er Mitglied der Gesellschaftskammer der Russischen Föderation. Seit dem Maidan-Putsch im Jahr 2014 sammelt der 46-Jährige Daten über Verbrechen des ukrainischen Nationalismus im Donbass. Im Jahr 2016 veröffentlichte er das Buch "Gewöhnlicher Faschismus: Kriegsverbrechen der ukrainischen Sicherheitskräfte (2014-2016)".

In Anlehnung an den berühmten Dokumentarfilm "Gewöhnlicher Faschismus" (1965) des sowjetischen Filmregisseurs Michail Romm hat Grigorjew auf mehr als 400 Seiten Hunderte Fälle von Tötungen, Folter, Misshandlungen und Zerstörungen ziviler Infrastruktur und sonstige Menschenrechtsverletzungen dokumentiert. Im Jahr 2020 schrieb er als Co-Autor ein weiteres Buch zum gleichen Thema mit dem Titel "Ukrainische Kriegsverbrechen und Menschenrechte" (Auszüge in deutscher Sprache hat vor Kurzem das Internet-Magazin Rubikon veröffentlicht).

Grigorjew steht in Kontakt mit internationalen Gremien wie der OSZE, dem UN-Menschenrechtsrat sowie dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Diese Aktivitäten bleiben natürlich von der ukrainischen Seite nicht unbemerkt. So warf ihm am 22. März das englischsprachige Portal neweuropeans.net Ukrainophobie und Verbreitung von Propaganda und Fake News vor.

Seit Beginn der russischen Militäroperation zur Entmilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine und zum Schutz des Donbass reiste Grigorjew wieder ins Kriegsgebiet und setzte seine Arbeit als Datensammler fort. Die Zwischenergebnisse stellt er auf seinem Telegram-Kanal ins Netz.

Kommentar: Den Rest des Artikels finden Sie auf de.rt.com


Gold Seal

Autokorso fährt durch Berlin, um für Russland zu demonstrieren

Durch Berlin fuhr ein Autokorso mit mindestens 1000 Autos, um für die Russische Föderation und gegen Hass gegen Russen zu demonstrieren.

dear putin
Etwa 900 Menschen haben am Sonntag in Berlin an einem Autokorso mit russischen Fahnen teilgenommen. Der Umzug mit mehreren hundert Fahrzeugen wurde als Veranstaltung mit dem Titel "Keine Propaganda in der Schule - Schutz für russischsprechende Leute, keine Diskriminierung" angemeldet, wie die Berliner Polizei mitteilte. Auf einem Schild hieß es: "Stop hating Russians" (Hört auf, Russen zu hassen). Etliche Autos führten Fahnen in den russischen Nationalfarben Weiß-Blau-Rot mit.

- Süddeutsche Zeitung
Die Süddeutsche Zeitung berichtet über sehr gemäßigte Zahlen, die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass mehr als 900 Menschen daran teilnahmen.