Willkommen bei SOTT.net
So, 19 Sep 2021
Die Welt für Menschen, die denken

Das Kind der Gesellschaft
Karte

Bomb

Zypern: Krawalle nach Explosionsdrama

Zyprioten protestieren gewaltsam gegen "nachlässige Regierung"

Nikosia - Nach der Explosionskatastrophe auf Zypern ist es in der Hauptstadt Nikosia zu Ausschreitungen gekommen. Tausende aufgebrachte Bürger protestierten gegen die "Nachlässigkeit der Regierung", die sie für die Explosion eines Munitionslagers in einem Marinestützpunkt im Süden der Insel verantwortlich machten. Dabei waren am Montag zwölf Menschen getötet und weitere 62 verletzt worden.

Unmittelbar nach der Katastrophe hatten zyprische Medien von schriftlichen Warnungen an die Regierung berichtet, wonach die Munition nicht vorschriftsgemäß gelagert worden sei. Bei der Katastrophe entstanden Schäden, die nach ersten Schätzungen rund ein Fünftel des Bruttoinlandproduktes (BIP) der Insel erreichen könnten. Das größte Elektrizitätswerk wurde vollständig zerstört.

Arrow Down

Katastrophe 1400 Tote in Turkmenistan nach Explosionen in Waffenlager?

Abadan. Eine verheerende Katastrophe hat möglicherweise 1400 Todesopfer in Turkmenistan gefordert. Demnach hat es Explosionen in einem Waffenlager gegeben. Kurzstreckenraketen seien in einer nahe gelegenen Stadt in Krankenhäuser und Schulen eingeschlagen.
explosion
© unbekannt
Schwere Explosionen in Turkmenistan haben offenbar weitaus mehr Opfer gefordert, als bisher in der Öffentlichkeit bekannt. Ein ARD-Korrespondent spricht von 1400 Toten.

Schwere Explosionen in Turkmenistan haben offenbar weitaus mehr Opfer gefordert, als bisher in der Öffentlichkeit bekannt. Laut Informationen eines ARD-Korrespondenten sollen seit dem vergangenen Donnerstag möglicherweise 1400 Menschen bei einem Unglück getötet worden sein. Wie das unabhängige Internetportal Chronika Turkmenistana berichtete, geriet am Donnerstag bei 40 Grad Hitze in der Stadt Abadan 18 Kilometer westlich der Hauptstadt Aschchabat ein Munitionslager der Armee in Brand.

Über mehrere Tage hinweg soll es Explosionen in dem Waffenlager des Militärstützpunktes gegeben haben. Dadurch sollen Kurzstreckenraketen gestartet sein, die Häuser der nahe gelegenden Stadt Abadan eingeschlagen sind. Dabei seien auch Schulen und Krankenhäuser getroffen worden. Mehr als ein Drittel der 1400 Opfer seien Kinder, meldet der ARD-Korrespondent.

War Whore

Flugplatz Fürstenwalde: Bombe gesprengt

Auf dem Fugplatz Fürstenwalde (Landkreis Oder-Spree) wurde am Donnerstagmorgen eine Weltkriegsbombe gesprengt. 250 Einwohner des benachbarten Neuendorf im Sande mussten ihre Häuser verlassen.

Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes sprengten die 250 Kilogramm schwere Bombe am Donnerstagmorgen. Der Sprengkörper wurde auf dem ehemaligen Flugplatz Fürstenwalde, auf dem ein Solarpark entstehen soll, in zwei Meter Tiefe entdeckt. Für die Sprengung wurde sie sechs Meter tief vergraben. Der Blindgänger war in Deutschland hergestellt worden, hatte aber einen russischen Zünder. Eine Entschärfung war nicht möglich.

Am frühen Morgen mussten die 250 Einwohner der Ortschaft nahe Fürstenwalde ihre Häuser verlassen. Polizei und Feuerwehr kontrollierten dies.

Beer

Synthetische Drogen überschwemmen die EU

In dubiosen Laboren brauen Drogenhersteller immer neue und immer gefährlichere Cocktails zusammen. Die Stoffe finden bei jungen Leuten reißenden Absatz.
drogen,deutschland
© PICTURE ALLIANCE / ABACA/ALMAGRO
Spanische Polizisten sichern in Madrid das größte Kokain-Labor Europas

Europa wird von einer Welle neuer, bislang unbekannter synthetischer Drogen überschwemmt. Alleine im vergangenen Jahr registrierte die Europäische Union 41 solcher neuen Substanzen, wie ein Sprecher von EU-Justizkommissarin Viviane Reding erklärte. „Die Zahlen sind ziemlich alarmierend“, sagte er. 2009 waren noch 24 neue Stoffe aufgetaucht. Damit wurden in den fünf Jahren von 2005 bis 2010 insgesamt 115 synthetische Drogen entdeckt.

Vor allem bei jungen Leuten finden die gefährlichen Stoffe reißend Absatz. In Irland beispielsweise haben laut einer aktuellen Erhebung der europäischen Statistikbehörde Eurostat bereits 16 Prozent aller jungen Leute derartige Drogen konsumiert. Europaweit ist es jeder zwanzigste. Die Europäische Kommission will nun bis zum Herbst Vorschläge entwickeln, wie solche Drogen wirksamer bekämpft werden können.

Kommentar: Lesen Sie auch die folgenden Artikel, wo bereits sogenannte -weiche- Drogen bereits zu Problemen innerhalb der Psyche von Menschen führen können:

Konsum von Cannabis fördert den Ausbruch von Psychosen

Drogen fördern bei Jugendlichen Schizophrenie

Der salzige Ursprung der Drogensucht

Alkohol ist in Deutschland die Droge Nummer Eins


Bomb

Neuendorf wird wegen Bombe evakuiert

Fürstenwalde - Wegen der Sprengung einer russischen Bombe am Donnerstagvormittag müssen die rund 250 Einwohner des Dörfchens Neuendorf im Sande ihre Häuser verlassen. Gegen 10 Uhr soll dann auf dem nahe gelegenen Flugplatz Fürstenwalde der 250 Kilogramm schwere Blindgänger zur Explosion gebracht werden. Neben der Evakuierung gibt es weitere Sicherheitsvorkehrungen: Zwischen 9.45 und 11 Uhr werden die Landesstraße L 36 zwischen Steinhöfel und der Umgehungsstraße Fürstenwalde (B 168) sowie die Kreisstraße K 6741 zwischen Buchholz und der Umgehungsstraße gesperrt werden.

Heart

7000 Menschen an Friedensmarsch in Bosnien

Belgrad - Rund 7000 Menschen sind am Freitag in der ostbosnischen Gemeinde Sapna zum Gedenken an das Massaker von Srebrenica mit 8000 Ermordeten zu einem sogenannten Friedensmarsch gestartet.

Die Teilnehmer wollen in drei Tagen Srebrenica erreichen, wo am Montag der 16. Jahrestag dieses grössten Kriegsverbrechens in Europa seit 1945 begangen wird. Serbische Einheiten hatten dort gegen Ende des Bürgerkrieges im Juli 1995 Tausende muslimische Männer und Jungen umgebracht. Am Marsch nehmen auch Angehörige der damaligen niederländischen UNO-Einheit Dutchbat teil, die das Massaker nicht verhindern konnte. Die Niederlande waren in dieser Woche von einem Gericht daher erstmals für den Tod von drei Muslimen haftbar gemacht worden.

Nuke

Fukushima: Umweltschützer warnen vor "Zeitbombe"

Vier Monate nach Beginn der Katastrophe ist die Lage im Unglücks-AKW weiter kritisch. Global 2000 warnt vor Unmengen radioaktiven Wassers im Keller des Atom-Wracks.
AKW Fukushima
© AP

Die Umweltschutzorganisation Global 2000 warnt vor einer "Zeitbombe" im Japanischen Unglücks-AKW Fukushima: 99 Millionen Liter hoch radioaktives Wasser im Keller des Nuklear-Wracks drohen trotz der Bemühungen der Betreiber auszulaufen.

Am 11. März, also vor genau vier Monaten, haben ein Erdbeben und eine Tsunamiwelle den Nordosten Japans in eine verheerende Katastrophe gestürzt. Mehr als 23.000 Menschen starben oder gelten immer noch als vermisst. Am Atomkraftwerk Fukushima wurde zudem der größte Nuklearunfall seit Tschernobyl vor 25 Jahren ausgelöst.

Bis heute hat sich die Lage längst nicht entspannt. Erst vergangene Woche räumte die japanische Regierung ein, dass es wohl noch bis zu zehn Jahre dauern würde, um die Situation in Fukushima unter Kontrolle zu bringen.

Attention

Thunfisch vom Aussterben bedroht

Thunfische und Marline sind laut einer US-Meeresforschungsbehörde am meisten vom rücksichtslosen Fang bedroht. Ihr Fleisch erzielt hohe Preise. Zudem brauchen sind viele Jahre, um sich zu vermehren. Das bedroht ihren Bestand zusätzlich. Die Studie ist die erste, die den globalen Fischbestand nach den Kriterien der Roten Liste beurteilt.
Tote Thunfische
© picture-alliance/dpa

Viele wertvolle Speisefische sind nach den Kriterien der Roten Liste bedroht und brauchen dringend einen besseren Schutz. Das ergibt eine Untersuchung von Bruce Collette von der US-Meeresforschungsbehörde NOAA. Etliche Makrelen, Thunfische sowie Marline und deren Verwandte seien zu stark befischt, schreibt das Team im Journal "Science".

Viele der Tiere haben gleich mehrere Probleme: Ihr Fleisch erzielt hohe Preise, und sie brauchen lange Zeit, bis sie sich vermehren. Beides sorgt dafür, dass der Bestand schnell schrumpft. Die Studie ist nach Angaben der Forscher die erste, die den globalen Bestand der schlanken, silbrigglänzenden Fische (Familien Scombridae, Istiophoridae, Xiphiidae) nach den Kriterien der Roten Liste beurteilt, schreiben die Forscher.

Nuke

Japan: Verseuchtes Fleisch ängstigt Tokioter

Zudem hat es erneut ein Erdbeben in Japan gegeben. Mit einer Stärke von 7,3 war es bis nach Tokio zu spüren. Verhältnismäßig lange schwankte der Boden, knackten die Wände.
Tokio
© AP
Das erneute Erdbeben war bis nach Tokio zu spüren.

Tokio Das Zentrum des schweren Erdbebens, das gestern morgen die Hauptinsel Honshu erschütterte, lag einmal mehr im Nordosten Japans. Eine Tsunami-Warnung wurde später wieder aufgehoben. Die Kühlungsarbeiten am havarierten Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi wurde jedoch zeitweilig unterbrochen. Premier Naoto Kan hatte zuvor seine Landsleute bereits darauf vorbereitet, dass die Beendigung der nukleare Krise wohl „Dekaden“ dauern werde.

Wie Recht er damit hat, zeigen Funde von radiaktivem Fleisch in Tokio - obwohl die Regierung stets betont hatte, versuchte Produkte kämen nicht in den Umlauf. Nun mussten die Sicherheitsbehörden am Wochenende zugeben, dass offenbar Rindfleisch mit extrem hohen Cäsium-Werten in den Tokioter Handel gelangt ist. Es stammt von einer Farm in der Stadt Minami-Soma, die rund 20 bis 30 Kilometer von Fukushima-Daiichi entfernt liegt. In 11 Rindern waren am Tokioter Schlachthof Werte von 2.300 Bequcerel pro Kilogramm gemessen worden. Der maximal zulässige Wert in Japan liegt bei 500 Becquerel pro Kilogramm. Und dieser sei schon „ sehr hoch“, heißt es bei der Umweltschutzorganisation Greenpeace.

Heart

85-Jährige Deutsche beschützt Kind vor Fremden

Eine 85-jährige Frau hat im deutschen Duisburg ein kleines Mädchen mutig vor einem fremden Mann beschützt und ist dadurch selbst zum Opfer des Gewalttäters geworden.
Kind hält sich Augen zu
© Fotolia: romysissi/Sujet

Nach Angaben der Polizei hatte sie am Freitag gesehen, wie der Mann versuchte, die Siebenjährige in ein Gebüsch zu zerren. Sie stellte sich dem Angreifer entschlossen in den Weg und bewahrte das Kind so vor Gewalt.

Das kleine Mädchen hatte vor dem Haus gespielt, die Mutter war oben in der Wohnung, wollte nur rasch etwas holen. Vom Fenster aus hatte die Seniorin beobachtet, dass ein Mann das Kind ansprach und mit sich fortzerren wollte. Schauplatz: ein Spielterrain inmitten einer Wohnsiedlung. Die rüstige Oma stürzte aus dem Haus und stellte den Mann resolut zur Rede und wollte wissen, was er mit dem Mädchen vorhabe. Der Täter griff die Frau sofort an, so Kriminalhauptkommissarin Christiane Pauly von der Duisburger Polizei, schlug die Seniorin und verdrehte ihr den Arm, so dass der Knochen brach. Sie erlitt auch Schürfwunden und Prellungen.