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Mi, 12 Aug 2020
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Symbolisch oder beabsichtigt? Zwei Konstrukteure eines Atomkonzerns und mindestens drei Manager einer führenden Firma für Atomreaktoren starben bei einem Flugzeugabsturz

Im Nordwesten Russlands ist in der Nacht auf Dienstag eine Tupolew der Fluglinie Rusair abgestürzt. 44 Menschen kamen dabei ums Leben. Erste Untersuchungen deuten auf eine defekte Landebahnbeleuchtung hin.

Beim Absturz eines Passagierflugzeugs im Nordwesten Russlands sind 44 Menschen getötet worden. Acht Menschen überlebten das Unglück zum Teil schwer verletzt, allerdings schweben sieben von ihnen in Lebensgefahr. Die Chartermaschine vom Typ Tupolew Tu-134 ist am späten Montagabend beim Landeanflug auf die Stadt Petrosawodsk nahe der finnischen Grenze am Boden zerschellt, teilte das Zivilschutzministerium mit. Mittlerweile sei der Flugschreiber geborgen worden, hieß es. Die Behörden machten relativ schnell den Piloten für den Absturz verantwortlich.

Kommentar: In diesem Artikel wird erwähnt, dass auch 3 Manager einer Moskauer Firma für Atomreaktoren starben.


Nuke

Zweites US-AKW von Flut betroffen

Von dem ständig steigenden Hochwasser am Missouri-River ist nun auch das Atomkraftwerk Cooper bei Brownville betroffen.

Arbeiter versuchen das noch im Leistungsbetrieb befindliche Kraftwerk mit Sandsäcken zu schützen. Laut Betreiberangaben soll das AKW heruntergefahren werden, wenn der Flusspegel um weitere 90 Zentimeter steigt.

Das seit Ende Mai andauernde Hochwasser am Missouri-River bedroht das AKW Fort Calhoun im US-Bundesstaat Nebraska. Das Kraftwerk ist bereits vollständig von Wasser umgegeben und gleicht einer Insel in den braunen Fluten.

Mit Sandsäcken und Wasserpumpen wird versucht, den Reaktor vor einer Überflutung zu schützen. Das US-Militär warnt davor, dass der Pegel des Flusses noch weiter ansteigen wird und das Hochwasser noch für mehrere Wochen andauern kann. Auch eine Flutwelle, ausgelöst durch einen Dammbruch, kann nicht ausgeschlossen werden.

Whistle

Betrugsverdacht: Helios-Razzia - Ermittlungen gegen 14 Mitarbeiter

Die Polizei hat Räume der Helios-Kliniken in Berlin durchsucht. Gegen mehrere Geschäftsführer sowie gegen verschiedene Ärzte und Chefärzte besteht der dringende Tatverdacht des Abrechnungsbetruges.

Helios-Klinikum Berlin
© dpa
Polizeibeamte in Zivil tragen Kartons mit Unterlagen aus dem Helios-Klinikum Buch.
Nach einer Razzia wegen des Verdachts des Abrechnungsbetrugs an den Berliner Helios-Kliniken ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft gegen 14 Personen. Die Zahl könne sich noch vergrößern, da die Ermittlungen nicht abgeschlossen seien, sagte der Berliner Staatsanwalt, Thorsten Cloidt, am Dienstag.

Gegen mehrere Geschäftsführer der Helios-Kliniken und der Poliklinik am Helios-Klinikum Buch sowie gegen verschiedene Ärzte und Chefärzte besteht den Angaben zufolge der dringende Tatverdacht des Abrechnungsbetruges zum Nachteil der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin. Die Höhe des Schadens kann Cloidt zufolge noch nicht abgeschätzt werden.

Arrow Down

Patienten beklagen Ärztepfusch in Tausenden Fällen

Fehldiagnosen, unerkannte Leiden, falsche Behandlungen: Rund 11.000 Patienten beschwerten sich im vergangenen Jahr über Pfusch in Arztpraxen und Kliniken.

OP
© PA
Trotz aller Bemühungen um mehr Sicherheit in der Medizin haben Gutachter im vergangenen Jahr erneut bei Tausenden Patienten Ärztefehler festgestellt.
Kann man seinem Arzt vertrauen? Ist seine Diagnose wirklich richtig, sein Therapievorschlag sinnvoll und eine mögliche Operation sicher? Solche Fragen stellen sich täglich tausende Patienten in Deutschland. Und auch die Bundesärztekammer untersucht, wie die Qualität der ärztlichen Behandlungen sich in Deutschland entwickelt.

Wie in jedem Jahr stellte sie die Statistik der Behandlungsfehler in Kliniken und Privatpraxen für das Jahr 2010 vor. Demnach hatten sich im vergangenen Jahr 11.016 Patienten bei den Schlichterstellen beschwert, 44 mehr als im Vorjahr. 7355 Beschwerden wurden daraufhin untersucht.

HAL9000

Genmanipulation: USA stoppen Frankenstein-Fisch

Kongress-Abgeordnete blockieren die Zulassung des ersten Gen-Tiers als Lebensmittel. Das ist ein herber Rückschlag für die Milliarden-Industrie.

Fisch
© Reuters/HO
Der heftig umstrittene genetisch veränderte Zuchtlachs Aquadvantage wird in den USA voraussichtlich nicht als Lebensmittel zugelassen. Am Mittwochabend verabschiedete das US-Repräsentantenhaus einen Gesetzentwurf, der der Lebensmittelbehörde FDA Geld für die Zulassung versagt. Der Entwurf muss noch den Senat passieren.
Die Blockade hat Signalwirkung für sämtliche Firmen, die an gentechnisch veränderten Tieren für die Nahrungsproduktion forschen. Der von Kritikern als "Frankenfisch" bezeichnete Lachs wäre das weltweit erste sogenannte transgene tierische Lebensmittel gewesen. Seine Gegner setzten sich mit ihren Vorbehalten durch, obwohl die FDA ihn im vergangenen Herbst für sicher erklärt hatte: Er wird in geschlossenen Tanks an Land gezüchtet, und sollte er entkommen, kann sich der sterile Fisch nicht mit Wildlachsen fortpflanzen. Unternehmen, die deutlich schwieriger abzuschottende Rinder und Schweine gentechnisch verändern, drohen so hohe Hürden für den Markteintritt.

Evil Rays

Verschwiegene Statistik: Immer mehr Menschen nehmen sich vor Zügen das Leben

München - Technische Störungen und im Schnitt fast einen Notarzteinsatz täglich stören die Fahrpläne. Genervt sind nicht nur die Fahrgäste, sondern auch die Verantwortlichen.

Menschenmenge Bahnhof
© Schlaf
Die Auslöser von Notarzteinsätzen sind vielfältig. Die Folge fast immer: lange Wartezeiten für die anderen Fahrgäste wie hier am Hauptbahnhof.
Die S-Bahn-Fahrgäste nervt es, die Verantwortlichen auch: Neben technischen Störungen bringen immer häufiger Notarzt-Einsätze die Fahrpläne durcheinander: „Das Thema steht bei uns ganz besonders im Fokus. Wir haben im S-Bahn-Netz täglich im Durchschnitt einen Notarzt-Einsatz. Die Tendenz ist steigend“, erklärt S-Bahn-Geschäftsleiter Bernhard Weisser.

Das Netz ist zwar rund 440 Kilometer lang: Trotzdem bringt jede Betriebsunterbrechung auch auf den Außenstrecken den Fahrplan zumindest einer Linie durcheinander: Mangels zweiter Innenstadt-Röhre und stark ausgelasteter Stammstrecke schlägt das oft auch auf andere Linien durch. Das Schlimme: Laut Weisser kommt es alleine auf der Stammstrecke im Schnitt drei Mal pro Woche zu einer Betriebsunterbrechung.

Beaker

Doping fürs Gehirn: Neuro-Enhancement und die Folgen

gehirn,synapsen
© Kim Hager, Neal Prakash/UCLA
Neuro-Enhancement: Pharmazeutische Nachhilfe fürs Gehirn?
Sie heißen Ritalin, Adderall, Vigil oder Aricept und eigentlich sollen sie heilen. Denn diese Medikamente wurden für kranke Menschen entwickelt, für Patienten mit ADHS, Narkolepsie oder Alzheimer. Mehr und mehr aber nutzen auch völlig Gesunde diese Mittel - um ihre Konzentration, ihr Gedächtnis oder allgemein ihre kognitiven Fähigkeiten zu steigern.

Dieses Neuro-Enhancement, die Verbesserung der eigenen geistigen Leistungsfähigkeit durch pharmazeutische Mittel, ist alles andere als neu. Schon in den 1930er Jahren stellten amerikanische Studenten fest, dass Amphetamine ihnen halfen, die Nacht durchzulernen. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Aufputschmittel gezielt an Soldaten verteilt, um diese länger durchhalten zu lassen. Später dann brachten zunehmender Missbrauch und unkontrollierbare Nebenwirkungen die meisten dieser Mittel auf die Drogenliste.

Bomb

Bombensplitter fliegen nach Sprengung kilometerweit

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© DAPD
Beim Entschärfen einer Bombe richtete ein Splitter noch kilometerweit entfernt Schaden an
Bei der Sprengung einer Bombe nahe Bad Harzburg landete ein Splitter auf einem Hausdach - drei Kilometer entfernt. Dort beschädigte er Dächer und ein Auto.

Bei der Sprengung einer Bombe im niedersächsischen Schimmerwald nahe Bad Harzburg sind trotz Sicherheitsvorkehrungen Splitter kilometerweit geflogen. Ein Splitter sei bis in das etwa drei Kilometer entfernte Stapelburg in Sachsen-Anhalt geflogen. Dort landete es auf einem Hausdach. Das berichtet die Goslarsche Zeitung. Ein Beamter des Revierkommissariates Wernigerode bestätigte den Vorfall, der sich bereits am Donnerstag ereignete. Es sei niemand verletzt worden.

Das etwa 3,5 Kilogramm schwere Metallstück zerschlug zunächst die Ziegeln des neuen Daches, dann einen Zwischenboden und beschädigte schließlich den Estrich des Dachbodens. Einige Dachziegel sind zudem auf das Auto der betroffenen Familie geflogen. „Als wir 20 bis 30 Minuten nach dem Einschlag eintrafen, war der Splitter noch heiß“, sagte der Beamte weiter.

Nach Angaben der Goslarschen Zeitung flogen weitere Splitter von der Sprengung im Schimmerwald etwa 1500 Meter weit bis zu einem Gehöft und landeten nur 50 Meter von einem Gebäude entfernt.

Bomb

Erneut Bombe in Rheine-R entschärft

bombe
© Rapreger
Musste schon wieder ran: Heinz-Dieter Berchem (58) vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg entschärfte die Bombe. Es war bereits der vierte Blindgänger innerhalb weniger Wochen.
Rheine. Ein Baggerfahrer hat am Montagmorgen erneut eine amerikanische Fliegerbombe bei Bauarbeiten auf dem ehemaligen Rangierbahnhof Rheine-R an der Hauenhorster Straße gefunden. Es handelt sich um eine 75-Kilo-Bombe ähnlichen Typs wie schon vor einigen Wochen.

Gegen Mittag konnte Kampfmittelexperte Heinz-Dieter Berchem vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg, Außenstelle Münster, Entwarnung geben: Die Bombe war ohne Probleme entschärft worden. Für diese Maßnahme war eine Pause im Zugverkehr abgewartet worden.

Blackbox

Jeder zweite Deutsche fürchtet sich davor, an Alzheimer zu erkranken

POTSDAM - Partout will einem der Name des Nachbarn nicht in den Sinn kommen, das passende Wort nicht über die Lippen gehen. Es sind Kleinigkeiten, die zunächst nicht weiter schlimm sind, freilich ein wenig unangenehm. Manchmal wird es schlimmer. Dann wird der Rasierschaum auf die Zahnbürste gestreift oder der Weg nach Hause nicht mehr gefunden.

Es sind die Symptome der Demenz: Gedächtnislücken, Wortfindungsstörungen und der Verlust der eigenen Fähigkeiten. 1,2 Millionen Menschen in Deutschland leiden daran, rund 60 Prozent davon an der Unterform Alzheimer. Der Lebemann und Fotograf Gunter Sachs wollte sich dem entziehen. Nach der Diagnose Alzheimer nahm sich der 78-Jährige Anfang Mai das Leben.

„Es ist die Angst vor dem geistigen Verlust, die Angst, nicht mehr ein vollwertiger Mensch zu sein“, sagt Brigitta Neumann, Referentin der Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg. Sachs Tod habe das Thema in den Fokus der Medien gerückt. „Wir erleben es aber andauernd“, berichtet Neumann. Jeder zweite Deutsche fürchtet sich vor der Erkrankung, wie eine Studie der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) ergab. Nur vor Krebs ist die Furcht größer - drei Viertel der Deutschen haben diese Sorge.