Das Kind der GesellschaftS


Sherlock

Vergiftete Softdrinks in Supermärkten in München: Verdächtige Frau festgenommen

In zwei Supermärkten waren im Frühjahr vergiftete Softdrinks ins Regal gestellt worden. Nun hat die Polizei eine 56-Jährige festgenommen - sie soll psychisch beeinträchtigt sein.
regal supermarkt
© Stephan Rumpf
Im Fall der vergifteten Getränke in Münchner Supermärkten hat die Polizei eine Verdächtige gefasst. Es handele sich um eine 56 Jahre alte Münchnerin, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Frau sei bereits in der Vergangenheit psychisch auffällig gewesen. Gegen sie liefen in der Vergangenheit bereits mehrere Ermittlungsverfahren, weil sie wiederholt Hakenkreuze an Hauswände geschmiert haben soll. Zu einer Verurteilung kam es jedoch nie, auch einen Zusammenhang zu den vergifteten Getränken gibt es nach aktuellem Ermittlungsstand nicht. Der Frau auf die Spur gekommen sei man einerseits durch DNA-Spuren, die an den Flaschen sichergestellt worden waren. Zum anderen hatte die Verdächtige die Getränke zunächst gekauft und mit EC-Karte bezahlt - die hinterlegten Daten führten dann zu der 56-Jährigen.

Die Verdächtige habe bislang keine verwertbaren Angaben zum Tathergang gemacht, auch nicht zur Frage, ob sie noch weitere Getränke vergiftet habe. Nach Ermittlungen der Polizei gibt es hierfür jedoch keine Anhaltspunkte. Laut einem psychatrischen Gutachten sei die Frau zur Tatzeit nicht zurechnungsfähig gewesen. Die Staatsanwaltschaft hat einen Unterbringungsbefehl beantragt, der jetzt erlassen wurde. Sie kommt vorläufig in ein psychiatrisches Krankenhaus.

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Missbrauch von Kindern: Polizei nimmt bundesweit elf Verdächtige fest

Ein 27-jähriger IT-Techniker und seine Komplizen sollen Kinder schwer sexuell missbraucht und die Beweise hoch professionell verschlüsselt haben: In mehreren Bundesländern hat die Polizei Verdächtige festgenommen.
Missbrauch, Trauma
Bei Ermittlungen in einem neuen bundesweiten Missbrauchsfall hat die Polizei Münster drei Kinder als Opfer identifiziert. Sie seien fünf, zehn und zwölf Jahre alt, teilten die Ermittler am Samstag auf einer Pressekonferenz in Münster mit. Elf Tatverdächtige wurden festgenommen, gegen sieben Beschuldigte wurde Untersuchungshaft angeordnet. Es handele sich um sechs Männer und eine Frau.

Der Hauptbeschuldigte sei ein 27-jähriger IT-Techniker aus Münster. Die Ermittler hätten große Mengen an Datenträgern gefunden, die sehr professionell verschlüsselt worden seien, sagte Kriminalhauptkommissar Joachim Poll. Den Ermittlern sei es bisher nicht gelungen, alle Daten zu entschlüsseln. Poll sprach von aufwendigen, kniffligen und mit viel Technik verbundenen Ermittlungen.

Das Speichervolumen der sichergestellten Daten liege nach ersten Erkenntnissen bei über 500 Terrabyte. In einem Keller in Münster fanden Ermittler einen komplett eingerichteten, klimatisierten Serverraum, der dem 27-Jährigen zuzurechnen sei, sagte Poll.

Kommentar: Es ist sehr gut, wenn ein paar dieser Psychopathen Dingfest gemacht wurden. Doch es sollte nicht vergessen werden, dass es sich bei Kindesmissbrauch um riesige weltweite Netzwerke handelt und es sich bei diesen Festnahmen nur um kleine Fische handelt. Oftmals sind die Beteiligten in den höchsten elitären Kreisen zu finden.


Chart Bar

Boot-Party in Berlin sorgt für politischen Unmut, weil sich an keine Regeln gehalten wird

In Berlin feiern Tausende Menschen größtenteils ohne Rücksicht auf geltende Abstandsregeln eine Protest-Party auf dem Wasser. Das Spektakel endet auch noch lautstark vor einem Unfallkrankenhaus. Die Gesundheitssenatorin ist "entsetzt", der Veranstalter entschuldigt sich.
boot party berlin
© Vincent Bruckmann (dpa)
Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci zeigt sich schockiert über die Partyansammlungen in der Hauptstadt am zurückliegenden Wochenende. Sie sei "entsetzt", erklärte Kalayci. "Ich habe es am Anfang der Pandemie gesagt und sage es heute: Es ist nicht die Zeit für Partys."

Die Gesundheitssenatorin erinnerte daran, dass die Berliner Partyszene und Klubs zu Beginn der Pandemie Hotspots für Infektionen waren. Sie habe Verständnis für die schwierige wirtschaftliche Lage der Klubs, erklärte Kalayci. "Aber das, was am Wochenende auf dem Landwehrkanal passierte, ist in Pandemiezeiten grob fahrlässig." Die SPD-Politikerin mahnte, das Virus sei "nach wie vor da und eine Gefahr für die Gesundheit aller Menschen".

Grünen-Fraktionschefin Silke Gebel sagte dem Tagesspiegel: "Ein Rave vor einem Krankenhaus ist mindestens schlechter Stil". Sie verstehe die Sorgen und Nöte der Clubs. "Dennoch sendet so eine Party das falsche Signal: nämlich, dass Corona vorbei ist."

Kommentar: Die Politiker beschweren sich und die (jungen) Leute, wollen einfach raus. Letzteres ist verständlich, wobei die Party-Demos in ihrer Sinnhaftigkeit fragwürdig sind.


Camera

SOTT Fokus: Demos gegen Coronamaßnahmen bekommen weniger Zulauf: Mehr Polizisten als Demonstranten

demonstration stuttgart
© DPA
Offiziellen Meldungen zufolge hatten die bekannten Demos gegen Coronamaßnahmen in Berlin und Stuttgart am Wochenende nur wenig Zulauf.
Am Samstag hatten sich rund 150 Menschen auf dem Wasen versammelt. Die Demonstration fand unter Einsatz vieler Polizeikräfte statt. Redner verlangten unter anderem die sofortige Öffnung der Kitas und den sofortigen Vollbetrieb der Schulen. Die Gefahr, an Corona zu sterben, sei inzwischen geringer als die, von einer Straßenbahn überfahren zu werden, sagte ein Redner.

- FAZ
Ebenso zeichnete sich ein ähnliches Bild in Berlin ab:
Die Teilnehmerzahlen bei Demos bis Samstagnachmittag bewegten sich deutlich unter den angekündigten Werten, sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz auf Anfrage. Zu vielen Demos seien um die 50 Menschen gekommen. Neun Menschen wurden überprüft, um die Einhaltung der Corona-Regeln sicherzustellen. Sieben von ihnen leisteten jedoch Widerstand und konnten unerkannt flüchten, wie die Beamten mitteilten. Rund 550 Polizisten waren am Samstag im Einsatz. Sie notierten sechs Strafermittlungsverfahren und neun Ordnungswidrigkeiten.

- FAZ

Stormtrooper

SOTT Fokus: Bürgerkrieg in den USA? Wer von den Protesten in Minneapolis profitiert - Einsatz von Militär möglich

In den USA gibt es neben den Corona-Protesten weitere Ausschreitungen, wegen des ermordeten Afroamerikaner George Floyd durch einen amerikanischen Polizisten.

minneapolis
Der Zorn über die tödliche Polizeigewalt gegen einen Schwarzen ließ sich nicht bändigen. In mehreren Städten der USA gingen die Unruhen in der Nacht auf den heutigen Samstag weiter. Die New York Times zählt 19 Städte, über das ganze Land verteilt, in denen protestiert wurde. CNN listet 26 Städte auf, vom kalifornischen Los Angeles bis zur Hauptstadt Washington D.C..

- Telepolis
Die Proteste sind nicht mehr friedlich, sondern es werden auch Polizeiautos zerstört, mit Gegenständen geworfen und gestern wurde eine Polizeiwache angezündet. Die Polizei reagierte teilweise mit Pfefferspray und mit Geschossen.

Das Ganze ähnelt in den USA einem riesigen Pulverfass, wo es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis der Funke komplett überspringt. Ein weiterer Punkt, der die Lage zum Eskalieren bringen kann:

Stormtrooper

SOTT Fokus: Polizeistadt Stuttgart: 27.593 Anzeigen gegen Coronaverstöße

polizeistadt stuttgart
Stuttgart ist mit eine Hochburg wo gegen die Coronazwangsmaßnahmen protestiert wird. Laut Bild ist es auch eine Hochburg von den folgenden Zahlen:
Die Einhaltung der Corona-Verordnung überwacht die Polizei seit dem 19. März. Bislang wurde mehr als 343 900 Menschen und über 70 300 Fahrzeuge (Stand: 27. Mai) kontrolliert. In 27 593 Fällen kam es zu Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten.

- Bild
Ein Polizeistaat hätte nicht noch mehr kontrollieren können. Willkommen in der "schönen neuen Welt", geschrieben von unserer neuen Realität.

Magnify

Dreijährige Greta gestorben: Kindergartenerzieherin unter Mordverdacht

Ein dreijähriges Kita-Kind stirbt in Viersen infolge eines Atemstillstands. Eine Erzieherin des Mädchens steht unter Mordverdacht. Ermittler sind nun auf ähnliche Vorfälle in früheren Kitas der Beschuldigten gestoßen. Der erste Fall reicht bis ins Jahr 2017 zurück.
kindergarten in Sweden
© CC BY 2.0 / Niklas Hellerstedt / Lillekärrskolan, Gothenburg
Bei den Ermittlungen gegen eine wegen Mordes an einem dreijährigen Mädchen verdächtige Erzieherin in Viersen in Nordrhein-Westfalen sind die Behörden auf weitere Vorfälle gestoßen. In allen früheren Kitas, in denen die 25-Jährige gearbeitet habe, sei es zu Vorfällen gekommen, sagten die Ermittler bei einer Pressekonferenz in Mönchengladbach. Die Verdächtige schweige zu den Vorwürfen.

Die Polizei beschrieb mehrere Fälle, bei denen unter anderem ein Junge mit dem Notarzt ins Krankenhaus gekommen war. Ein erster Fall hatte sich demnach bereits 2017 ereignet. Wie die Polizei zu einem früheren Zeitpunkt sagte, hatte es mangels Strafanzeigen bislang nie Ermittlungen gegen die Frau wegen Übergriffen gegeben, allerdings wegen Vortäuschens einer Straftat.

So soll die Frau sich mit einem Messer geritzt und dann behauptet haben, in einem Wald Opfer eines Übergriffs geworden zu sein. Ihr sei damals dringend geraten worden, psychologischen Rat einzuholen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Kleve gegen sie seien eingestellt worden, hieß es.

Kommentar: Bei den vorhanden Daten könnte es sich um eine Psychopathin handeln.


Brick Wall

Polizeigewalt in den USA: Afroamerikaner stirbt durch Polizeieinsatz

Ein Video aus der US-Stadt Minneapolis sorgt für Aufsehen: Ein weißer Polizist drückt sein Knie an den Hals eines schwarzen Verdächtigen, der um Hilfe fleht. Der Mann stirbt später. Der Vorfall wird nun von der FBI untersucht.
george floyd
© KEREM YUCEL/ AFPImprovisierte Gedenkstätte am Ort, an dem George Floyd verstarb
Wieder ein schockierendes Video aus den USA: Ein weißer Polizist in der Stadt Minneapolis drückt sein Knie mehrere Minuten lang an den Hals eines schwarzen Verdächtigen, der wiederholt um Hilfe fleht, bevor er das Bewusstsein verliert. Der Afroamerikaner starb kurz danach in einem nahen Krankenhaus. Die Polizei Minneapolis teilte mit, der Vorfall werde nun nicht nur intern, sondern auch von der Bundespolizei FBI untersucht. Der Bürgermeister der Stadt im Bundesstaat Minnesota, Jacob Frey, zeigte sich entsetzt: "Es sollte in Amerika kein Todesurteil sein, schwarz zu sein."

Die vier in den Fall involvierten Polizisten seien entlassen worden, erklärte Frey am Dienstag (Ortszeit) über Twitter. Der Mann, George Floyd, hätte nicht sterben dürfen, erklärte Frey. Mit Blick auf das Video sagte er vor Journalisten: "Was wir gesehen haben, ist schrecklich." Er fügte hinzu: "Was auch immer die Untersuchung ergibt, kann nicht die einfache Wahrheit verändern, dass er heute Morgen noch bei uns sein sollte." Was die Videos des Vorfalls vom Montagabend zeigten, sei "in jeder Hinsicht falsch". Auch in Washington äußerten sich mehrere Abgeordnete und Senatoren entsetzt.

Evil Rays

Geiselnahme und Flucht aus Psychiatrie - Täter sind wieder gefasst

Die Tat könnte aus einem Krimi stammen: Zwei Patienten brechen am Sonntagabend aus einer geschlossenen Anstalt für Straftäter am Niederrhein aus. Dafür nehmen sie einen Pfleger als Geisel, der die Außentür öffnen lassen soll. Mittlerweile sind sie wieder in Gewahrsam.
psychiatrie, forensik
© picture alliance/dpa
Es ist schon später Abend, als am Montag zwei Patienten der forensischen Psychiatrie in Bedburg-Hau in Nordrhein-Westfalen Küchenmesser in die Hand nehmen und einen Pfleger bedrohen. Einen zweiten Pfleger schließen sie ein, dann zwingen sie ihre Geisel, die Außentür unter einem erfundenen Vorwand öffnen zu lassen. "Sie haben ihn genötigt, der Pforte Bescheid zu sagen, er müsse jetzt mal in den Außenbereich, um Müll zu entsorgen", erzählt Polizeisprecher Ingo Schankweiler. Der Plan geht auf. Wenig später sitzen die beiden im Auto des Pflegers und flüchten. Ihre Geisel lassen sie vor der Klinik stehen.

Nach einer Großfahndung wird das Fluchtauto am Dienstagabend im etwa 150 Kilometer entfernten Aachen entdeckt. Die 38 und 43 Jahre alten Männer werden festgenommen. Dabei wird ein Schuss abgegeben, eine Person wird verletzt. Details zu den Vorgängen sind bislang nicht bekannt.

Ice Cube

Unwetterwarnung ignoriert: 22 Menschen aus dem Chiemsee gerettet

Mit Kajaks, Stand-up-Boards, Segel- und Elektrobooten waren sie unterwegs: 22 Menschen mussten während eines aufziehenden Unwetters aus dem Chiemsee gerettet werden.
rettungsboot, wasserwacht
© Matthias Balk/ picture alliance/dpaDas Boot "Graf Chiemo" der Wasserwacht fährt über den Chiemsee
"Wir haben etliche aus gefährlichen Situationen vom See geholt", sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Sonntag auf Nachfrage der Passauer Neuen Nachrichten (PNP). 22 Menschen sind während eines aufziehenden Unwetters aus dem Chiemsee gerettet worden. Die Wassersportler waren am Samstag teils mit Kajaks, Segel- oder Elektrobooten und Stand-up-Boards auf dem See.

Gegen 15 Uhr wurde eine Sturmwarnung für den Chiemsee ausgegeben. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich allerdings noch zahlreiche Wassersportler auf dem See. Bereits 30 Minuten später setzten heftige Windböen und Starkregen im westlichen Teil des Sees ein, wie die Polizei weiter mitteilte.