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Fr, 30 Okt 2020
Die Welt für Menschen, die denken

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Karte

Dollar

Nur 55 Prozent der Deutschen vertrauen dem Euro

euro
© DPA/DPA
Eine Ein-Euro-Münze mit Wassertropfen

Vor dem Ausbruch der Finanzkrise glaubten mehr als drei Viertel der Bundesbürger an den Erfolg des Euro. Inzwischen ist das Vertrauen erschüttert.

Die Schuldenkrise in Europa hat das Vertrauen der Deutschen in den Euro erschüttert. In einer Umfrage gaben nur noch 55 Prozent der Befragten an, dass der Euro langfristig eine erfolgreiche Währung sein werde.

Question

Hessen: Hunderte Briefwahlstimmen im Müll gelandet

Bei der hessischen Kommunalwahl ist es in der Taunusgemeinde Selters zu einer schweren Panne gekommen. Dort wurden drei versiegelte Kisten mit nicht ausgewerteten Briefwahlunterlagen einfach in den Müll geworfen.

Der Verlust von drei Kisten mit 655 Stimmzetteln aus Eisenbach, Münster und Haintchen für die Gemeinderatswahl werde voraussichtlich zu einer Wiederholung der Briefwahl in den betroffenen Ortsteilen führen, sagte Bürgermeister Bernd Hartmann (parteilos) am Dienstag. Der Anteil der vernichteten Stimmen entspricht gut einem Zehntel der 6600 Wahlberechtigten.

Am vergangenen Sonntag hätten Wahlhelfer den Bauhof mit der Entsorgung nicht benötigter Stimmzettel beauftragt, die ebenso wie die Briefwahlstimmen in Kisten gelagert worden seien, hieß es. Allerdings seien bei der Entsorgung auch die Kisten mit den ausgefüllten Stimmzetteln vernichtet worden, fügte Hartmann hinzu. Er nannte den Vorfall „ein peinliches menschliches Versehen“.

Pistol

China führt Hinrichtungsstatistik an

Angeklagte in China - Todesurteil
© picture-alliance/dpa
Angeklagte in China nehmen ihr Todesurteil entgegen. Schätzungen zufolge wurden im vergangenen Jahr mehrere tausend Hinrichtungen vollzogen.

In keinem anderen Land der Welt werden so viele Menschen hingerichtet wie in China. Das geht aus einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hervor. Eine gerade beschlossene Rechtsreform dürfte an Chinas traurigem Weltrekord kaum etwas ändern.

Amnesty International geht davon aus, dass in China im vergangenen Jahr mehrere tausend Menschen hingerichtet wurden. Das ist mehr als im Rest der Welt zusammengenommen. In anderen Staaten der Welt wurden insgesamt 527 Todesurteile vollstreckt. In China können viele Delikte mit dem Tod bestraft werden - nicht nur Mord, sondern auch Korruption und andere Wirtschaftsdelikte. Man brauche die Todesstrafe zur Abschreckung, heißt es zur offiziellen Begründung.

Smoking

Protest gegen Anti-Raucher-Gesetze: New Yorks "Raucher-Guerilla" macht mobil

New York
© dpa-tmn
New York. New Yorks Raucher-Lobby schlägt Alarm. Sie will kämpfen bis zum letzten nikotinhaltigen Atemzug. Mit zivilem Ungehorsam protestieren sie gegen die weitere Verschärfung der Anti-Raucher-Gesetze.

Im Mai werden die ohnehin schon harten Anti-Raucher-Gesetze von New York City noch einmal verschärft, dann werden Glimmstängel auch an Stränden, in Parks und auf öffentlichen Plätzen verboten sein. Passionierte Raucher reagieren mit zivilem Ungehorsam: Sie züchten Tabak im Eigenheim, um die sündhaft teuren Strafsteuern auf Zigaretten zu umgehen. Und sie planen öffentliche Rauchevents in Stadtparks.

Kommentar: Weitere Artikel zum Thema Rauchen und Nikotin:

Nikotin stärkt Nervenverbindungen bis zu 200%

Studie: Nikotin alleine macht nicht süchtig, es sind andere Tabakstoffe

Wenn der Arzt das Rauchen als Therapie empfiehlt

New Yorker Untersuchung: Tabak schützt vor Parkinson

Komet Elenin: Vorbote wofür?


Nuke

Wo waren Sie zwischen 26. April und 9. Mai 1986? Eine Animation der Chernobyl-Strahlunswolke über Europa

Übersetzt aus dem Französischen von Sott.net


Diese Animation zeigt die Ausbreitung der Radioaktivität basierend auf Konzentrationsmessungen von Cäsium 137 über Europa, zwischen dem 26. April und dem 6. Mai 1986.

Laden Sie das Dokument zu dieser Animation herunter: "Modeling the Europe-wide dispersion of cesium 137 in the air following the Chernobyl accident" (pdf) .fr

Nuke

Strahlung an Fukushima-Reaktor zehnmillionenfach erhöht

AKW Fukushima
© Reuters
Das Licht brennt, die Stromversorgung im Kontrollraum von Reaktor 2 im AKW Fukushima ist wieder hergestellt - unter Kontrolle, wie dieses Foto glauben machen könnte, ist aber...
Die Lage am havarierten AKW Fukushima ist offenbar außer Kontrolle. Das ausgelaufene radioaktive Wasser ist massiv stärker verseucht als angenommen - die Arbeiter wurden abgezogen.

Die Radioaktivität in Reaktorblock 2 des japanischen Atomkraftwerks (AKW) Fukushima Eins ist zehn Millionen Mal höher als normal. Die Strahlung wurde am Sonntag im verseuchten Wasser gemessen, das im Turbinen-Gebäude des Reaktorblocks steht. Die Messarbeiten seien daraufhin abgebrochen und die Arbeiter abgezogen worden, meldete die Agentur Jiji.

Attention

Extrem radioaktives Wasser in Fukushima ausgetreten

Kitakami - Extrem radioaktiv verseuchtes Wasser mit einer zehn millionenfach erhöhten Strahlung ist aus Reaktor 2 der japanischen Atomanlage Fukushima 1 ausgetreten und hat die Arbeiten erneut unterbrochen. Nach Angaben des Akw-Betreibers Tepco stieg weißer Dampf aus der Anlage empor. Die Regierung und die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) gaben sich wenig optimistisch, dass sich die Lage in Fukushima rasch bessert.

Die erhöhten Werte hätten 1000 Millisievert pro Stunde betragen, sagte ein Tepco-Sprecher. Damit sei der Grad der Kontamination zehn Millionen mal höher als die Radioaktivität des Wassers in einem funktionierenden Reaktor. Noch werde der Grund für die extremen Werte gesucht, die Arbeiten an dem Akw seien zunächst eingestellt worden. Experten begannen aber damit, das aus den Reaktoren entweichende radioaktiv verseuchte Wasser abzupumpen.

Kommentar: Lesen Sie diesen Artikel, um die Messung von Strahlen besser einschätzen zu können: Strahlung ist schwer berechenbar-Millisievert, Becquerel, Caesium, Uran, Plutonium


Cow

Skandale der Landwirtschaft - Das kranke System

Eier/Dioxin
© dapd
Abscheulichkeiten wie der Dioxin-Skandal werden von der industriellen Landwirtschaft begünstigt . Dennoch pumpt die EU jährlich 60 Milliarden Euro in dieses kranke System.
Abscheulichkeiten wie der Dioxin-Skandal werden durch das System der industriellen Landwirtschaft begünstigt, in das die EU jährlich 60 Milliarden Euro pumpt. Doch auch Verbraucher schüren die Sucht nach stets steigenden Erträgen.

Die Krankheit hat sich ganz allmählich eingeschlichen, seit Jahren schon schwächt sie den Patienten. Ihre Symptome sind widerlich: Pestizide und Hormone im Essen, Gammelfleisch, Ekelkäse, Geflügelpest. Und auch der jüngste Fall von Dioxin in Eiern und Fleisch ist ein deutliches Zeichen, dass sich die Erkrankung weiter ausbreitet.

Better Earth

Wir müssen uns ändern

Die Katastrophen-Woche in Japan hat die Welt verwandelt und verlangt radikales Umdenken

Der GAU von Fukushima hat das Vertrauen in die Macht der Technik erschüttert. Die Neudefinition der «Risikogesellschaft» ist kein Gebot der Angst, sondern der Vernunft.


Apokalyptische Landschaft
© dpa
« Apokalyptische Landschaft » (1912/1913) von Ludwig Meidner: Düstere Wolken ballen sich am Himmel. Aus dem Hintergrund wälzt sich eine gigantische Flutwelle heran. Ein nackter Mensch liegt auf der kahlen Erde. Endzeit. Fotos: Stiftung Preußischer Kulturbesitz/Ludwig-Meidner-Archiv, Jüdisches Museum Frankfurt
Finstere Wolken ballen sich am Himmel. Ein Vulkan speit Feuer. Bäume sind verdorrt, Häuser verbrannt. Eine mächtige Flutwelle wälzt sich aus der Ferne heran. Sie wird eine Stadt in den Abgrund reißen. Vorn ein Mensch, nackt, wie ein Gekreuzigter - auf die Erde genagelt. Rußiger Qualm steigt aus einem Lagerfeuer. Bald wird es erloschen sein. Weggespült. «Apokalyptische Landschaft»: So malte sie Ludwig Meidner 1912/13 - ein Bild der Verwüstung. Endzeit. German Angst.

Meidners Fantasie wird 100 Jahre später überboten von den realen Bildern aus Japan. Seit einer Woche gehen sie um die Welt wie ein apokalyptischer Live-Stream. Und doch enthält Meidners Gemälde im Kern den ganzen Schrecken des Untergangs: das Toben der Elemente, die Vernichtung von Leben und Zivilisation. Es zeigt die Zerstörung als Naturgewalt. Japan hat sie mit den Schockwellen des Erdbebens und eines gigantischen Tsunami getroffen. Was Meidner hier nicht malt, ist die Bedrohung durch das, was uns bereits zur zweiten Natur geworden ist: die Technik. Die möglichen Verheerungen durch eine außer Kontrolle geratene Technologie haben Dimensionen erreicht, die selbst die Wucht von Naturereignissen übertreffen. Ihre düsteren Ikonen sind die rauchenden Reaktorblöcke von Fukushima. Für uns scheinen sie weit weg.

Laptop

Zu viel Medienkonsum macht dumm

kinder,video
© abv
Samuel nimmt die Zitrone in seiner Hand wahr, Nora nimmt die Zitrone auf. Ein kleines Experiment gestern in der Mehrzweckhalle Dauborn.

Medienpädaogoge erklärte Grundschülern in Dauborn, warum sie möglichst aktiv leben und bleiben sollen

«Zu viel Medienkonsum macht dumm», erklärte Medienpädagoge Wilfried Brüning sechs- und siebenjährigen Grundschülern in einem kindgerechten Vortrag, zu dem der Fachdienst Jugendförderung des Landkreises gestern nach Dauborn eingeladen hatte.