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Mo, 18 Dez 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Verborgene Geschichte
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Microscope 1

Genanalyse: Chinesische Frühmenschen mit Ureinwohnern Südamerikas verwandt

Das Skelett des 40.000 Jahre alten Tianyuan-Menschen
© Fu Qiaomei
Das Skelett des 40.000 Jahre alten Tianyuan-Menschen.
Peking (China) - Die DNA-Analyse eines 40.000 Jahre alten, frühen chinesischen Homo sapiens offenbart ein überraschendes Verwandtschaftsverhältnis mit den Ureinwohnern Südamerikas, nicht aber mit den nördlichen Indianervölkern. Das Ergebnis bestätigt jüngste Thesen, wonach mindestens zwei voneinander unabhängige Gruppen einst aus Asien nach Amerika eingewandert sind. Zudem findet sich sein Erbgut in einem frühzeitlichen Belgier.

Wie das Team um Fu Qiaomei vom Molecular Paleontology Lab der Chinesischen Akademie der Wissenschaften aktuell im Fachjournal Current Biology (DOI: 10.1016/j.cub.2017.09.030) berichtet, fehlten bislang umfangreiche Analysen des Erbguts früher Homo sapiens aus Ostasiaten und China. Mit der DNA-Analyse des Tianyuan-Menschen (der 2003 sog. Tianyuan-Höhle gefunden wurde) sei diese Lücke nun geschlossen worden. Anhand der Daten und im Abgleich mit der DNA können Wissenschaftler die unterschiedlichen Wanderbewegungen des frühen modernen Menschen nach Europa, Asien bis schlussendlich auf die amerikanischen Kontinent nachzeichnen.

Die Analyseergebnisse an dem ältesten Homo-sapiens-Fossil, das bislang in China und dem ost-eurasischen Raum gefunden offenbart, dass auch diese Frühmenschen sich einst mit Neandertalern, nicht aber mit den kaukasischen Denisova-Menschen (dessen Erbgut sich heute noch bei Menschen in Papua-Neuguinea findet) vermischt haben.

Archaeology

32 Tonnen Granit: Der rätselhafte "Stein von Sayhuite" in Peru

Die Ruinen von Sayhuite in Peru sind bis heute kaum erforscht. Besondere Aufmerksamkeit weckt ein großer rätselhafter Felsblock, in dem Landschaften, Häuser, Bewässerungsgräben und Felder herausgemeißelt wurden. Einige Forscher halten es für eine Art Landkarte des Inkareiches, während andere vermuten, dass es ein Kultobjekt für eine religiöse oder zeremonielle Handlung sein könnte.
Piedra de Sayhuite
Der einzigartige Felsblock namens »Piedra de Sayhuite« (Deutsch: Stein von Sayhuite) befindet sich etwa. 47 km östlich der peruanischen Stadt Abancay, inmitten der 60 Hektar großen archäologischen Stätte von Sayhuite (auch Saywite genannt). Er besteht aus Granit, hat einen Umfang von 11 m, einen Durchmesser von 4 m, ist 2,5 m hoch und wiegt 32 Tonnen. Seine Oberseite ist mit über 200 komplexen fein herausgemeißelte Abbildungen von Lamas, Schildkröten, Eidechsen, Affen, Pumas, Menschen sowie Gebäude, Treppen und kanalähnliche Vertiefungen, die am höchsten Punkt beginnen und im gesamten Umfang zum Rand des Steines führen und dort in Löchern münden. Es scheint aber, dass die Wege des Wassers durch das nachträgliche Hinzufügen von Material verändert wurde.


Monkey Wrench

Ägypten: Über 2000 Jahre altes griechisches Gymnasion entdeckt

Ausgrabung Gymnasion Ägypten Antike
© Ahram Online
2.000 Jahre altes griechisches Gymnasion in Ägypten entdeckt
Deutsche und ägyptische Archäologen haben südwestlich von Kairo die Überreste eines mehr als 2.000 Jahre alten griechischen Gymnasions entdeckt. Die Ruinen wurden in der Grabungsstätte Watfa in der Provinz Al-Fajum gefunden und stammen aus der hellenistischen Zeit (ca. 323-30 v. Chr.), wie das ägyptische Antikenministerium am Montag mitteilte.

Private Gymnasien dienten im alten Griechenland dazu, Jugendliche zu erziehen. Die Schüler hätten dort lesen und schreiben gelernt und Sport getrieben, sagte der Direktor der ägyptischen Antikenbehörde, Aiman Aschmawi. Es handele sich um das erste in Ägypten entdeckte hellenistische Gymnasion. Gefunden worden seien eine große Halle für Treffen, ein Speisesaal sowie eine fast 200 Meter lange Laufbahn.

Das Gymnasion zeige deutlich den Einfluss des griechischen Lebens auf Ägypten, nicht nur in der nordägyptischen Stadt Alexandria, zitierte das Ministerium die deutsche Archäologin Cornelia Römer, die Leiterin der Ausgrabung. Der 323 v. Chr. gestorbene Feldherr Alexander der Große war mit seinen Truppen bis nach Ägypten vorgestoßen und hatte dort den griechischen Einfluss verbreitet.

dpa

Bulb

Kleine Insel mitten in der Karibik: Hinweise auf verschwundene Zivilisation entdeckt

Stellt euch eine verlassene Insel vor, mitten in der Karibik. Weiße Sandstrände, türkisblaues Wasser und ewiger Sonnenschein - und keine einzige Menschenseele.
Mona

Die Insel Mona befindet sich im Karibischen Meer und gehört zu Puerto Rico.
Eigentlich ist sie unbewohnt. Sie ist ein Naturschutzgebiet und darf täglich von maximal 70 Touristen gleichzeitig besucht werden.

Neben Buchten mit Sandstränden und Felsplateaus mit steilen Klippen hat die Insel viele Höhlen - und dort haben britische Forscher einen bahnbrechenden Fund gemacht.

Question

Rätselhafte Artefakte in Indonesien: Tupperware für Riesen?

Steinfiguren Bada-Tal Sulawesi Indonesien
Das indonesischen Bada-Tal der Insel Sulawesi gehört zum Lore Lindu National Park. Die Gegend ist sehr abgelegen und wurde angeblich erst im Jahr 1908 offiziell entdeckt. Sie schien vom Rest der Welt völlig isoliert zu sein. Dort befinden sich Steinfiguren und teilweise enorm große Steinbehälter, die sich in Form und Abmessung unterscheiden. Die Gegend ist nur mit Allradfahrzeugen zu erreichen.

Das Bada-Tal ist weltberühmt für seine prähistorischen Reliquien aus einer alten Megalith-Kultur. Dutzende von fein behauenen Megalithen zwischen 1.000 und 5.000 Jahren alt sind über das Tal verstreut. Ein geheimnisvolles, doch prächtiges Zeugnis für die Geschicklichkeit und das Genie einer Zivilisation, von der wir absolut nichts wissen. Die häufigste Antwort von den Bewohnern des Gebiets, wenn sie nach dem Ursprung dieser Statuen gefragt wird, ist, dass "sie immer dort waren." Die Einheimischen haben verschiedene Erklärungen für die Bedeutung dieser Statuen. Manche glauben, dass sie in der Ahnenverehrung verwendet wurden oder vielleicht etwas mit Menschenopfern zu tun haben könnten. Andere glauben, dass diese Statuen böse Geister abwehren. Eine Legende erzählt, dass es sich um Verbrecher handelt, die zu Stein verwandelt wurden. Es gibt sogar den Aberglauben, dass die Statuen verschwinden oder sich von Ort zu Ort bewegen können. Wer dem Volksmund glauben möchte: Manche wurden sogar an abweichenden unterschiedlichen Orten gesichtet. Ein weiterer interessanter Aspekt zu den Statuen: Der Stein, aus dem sie gemacht wurden, existiert dort nirgendwo in der Gegend. Geologisch ist das Ganze ein absolutes Rätsel.

Kommentar:


Archaeology

Große Pyramide: Forscher finden Hinweise auf rätselhaften Hohlraum

Große Pyramide Ägypten
© Foto: ScanPyramids/Google Earth
Ein Team bestehend aus japanischen, französischen und ägyptischen Wissenschaftlern hat die vermeintliche Entdeckung einer möglicherweise großen verborgenen Kammer in der Cheops-Pyramide in Gizeh bekannt gegeben.

Wie die BBC News schreibt, gelang den Forschern der sensationelle Fund im Rahmen des »Scan-Pyramids-Projekt«, als sie neue Scans unter Verwendung der Myonentomografie an der Cheops-Pyramide durchführten - einer Scantechnik, die Dichteänderungen in Gesteinsbauten wahrnehmen kann. Nachdem ihre Scans im vergangenen Jahr direkt hinter der Nordfassade der Cheops-Pyramide einen bis zu drei Meter hohen und bis zwei Meter breiten Korridor offenbart hatten, wollten sie nun nach weiteren Spuren von geheimen Räumen in der Großen Pyramide suchen.

Und nach eigenen Angaben sollen sie auch tatsächlich Glück gehabt haben, denn sie entdeckten offenbar einen Hohlraum, der sich oberhalb der Großen Galerie befindet und rund 30 Meter lang sein soll. Der von ihnen auf den Namen »Big Void« getaufte Hohlraum muss dem Myonen-Überschuss nach zu urteilen über ein ähnliches Volumen verfügen wie die Große Galerie.

Question

Alien-Skulptur im Hain der Göttin Osun

Alien Skulptur Nigeria
Am Rande der Stadt Oshogbo in Nigeria liegt der Hain der Göttin Osun. Dort befinden sich genau genommen mehrere Haine, die jeweils einzelnen Gottheiten der Yoruba geweiht sind. Den einzelnen Gottheiten sind unterschiedliche Skulpturen gewidmet, die frappierende Ähnlichkeiten mit Dämonen oder Aliens haben.

Die UNESCO hat den Skulpturenpark, der im Laufe des letzten Jahrhunderts entstanden ist, 2005 kurzerhand zum Weltkulturerbe erklärt. An diesem war unter anderem auch die Österreicher Künstlerin Susanne Wenger (bereits verstorben) beteiligt.

Angesichts dieser über 2,50 Meter großen Skulptur mit Insektenkopf, bei der man nicht weiss, woher die Inspiration des entsprechenden Künstlers kam, dürfte einem bei spontaner Gegenüberstellung das Blut in den Adern gefrieren. Sollte hier eine überlieferte Vorlage oder Erlebnishäufung dieser "göttlichen" Wesenheit Pate gestanden haben, darf man sich die Frage stellen, was die Altvorderen wohl erlebt hatten.

Question

1917: War die Schweiz die Schmiede der Russischen Revolution?

Revolution Russland 1917
© Sputnik / Nikolaj Petrow
Die Eidgenossen sind nicht Schuld an der Oktoberrevolution 1917 in Russland. Das sagt die Genfer Historikerin Korine Amacher. Die Schweiz hat trotz des verbreiteten Antikommunismus die russischen Revolutionäre aufgenommen und ihnen Asyl geboten, so die Wissenschaftlerin. Sie verweist auf die sozialen und politischen Ursachen der Revolution.

Alle künftigen Führungskräfte des Sowjetstaates einschließlich Lenins haben sich vor der Revolution lange in der Schweiz aufgehalten und kehrten nach Russland zurück. Doch das heißt für Korine Amacher, Professorin für die Geschichte Russlands an der Universität Genf, nicht, dass die Schweiz an der Revolution 1917 schuld ist. Die Revolutionäre hätten in der Schweiz Asyl gefunden, weil die Schweiz eine Demokratie gewesen sei.

Das sagte sie im Interview mit Sputnik-Korrespondent Nikolaj Jolkin am Rande einer wissenschaftlichen Konferenz im Moskau, "Sie war auch gegenüber jenen tolerant, die gegen die russische Autokratie ankämpften. Das bedeutet aber gar nicht, die Schweiz hätte eine Revolution in Russland gewünscht."

"Einige behaupten, es sei ein fürchterlicher Umsturz gewesen, herbeigeführt durch eine Handvoll Fanatiker", so die Historikern. "Solide Wissenschaftler sind der Meinung, dass der Oktober-Umsturz in einem ausgedehnteren sozialen und politischen Kontext zu betrachten ist. Der Oktober bildete den Abschluss einer sehr langen Periode, die nicht erst im Februar 1917, sondern schon 1905 begonnen hatte."

Kommentar:


Blue Planet

Nazca ist überall: Weltweit gigantische Symbole aus der Luft entdeckt

Nazca, Geoglyphen

Die "Giant Desert"-Figuren aus Colorado


Wer die Nazca-Linien aus Peru kennt, erlebt in der Colorado-Wüste (USA) ein Déjà-vu: Dort findet man die sogenannten Blythe Intaglios, die man mittlerweile auch als amerikanische Geoglyphen bezeichnet. Was die wenigsten wissen: Im Südwesten der USA gibt es allein über 600 anthropomorphe Geoglyphen - also menschliche Figuren im Wüstensand, die häufig nur aus der Luft als solche erkennbar sind. Okay, sie sind etwas kleiner und in der Wüste Colorados handelt es sich auch "nur" um sechs einzelne Figuren die jeweils knapp 300 Meter auseinander liegen. Doch beeindruckend sind sie allemal.
Geoglyphen
1931 wurden sie erstmalig von einem Piloten, George Palmer, auf dem Weg von Hoover Damn nach Los Angeles entdeckt. Erst 1952 sandte man Archäologen vom Smithsonian Institut sowie von der National Geographic Society dorthin, um die Gegend genauer zu erkunden. Man brauchte allerdings nochmals 5 Jahre, um Zäune um die Geoglyphen zu setzen und sie zu restaurieren. Die sogenannten "Giant Desert Figures" wurden bereits während des zweiten Weltkriegs bei Truppenübungen von General George S. Patton in Mitleidenschaft gezogen.

Question

Indische Stahlsäulen, die nicht rosten: Relikte einer alten Hochzivilisation

antike Stahlsäule Indien
Eine eiserne Säule, die der Wissenschaft Rätsel aufgibt, weil sie nicht rosten will, ist die 'Ashoka-Säule', auch 'Säule des Mehaurali', oder 'Löwensäule' genannt, nahe bei Delhi. Sie weist eine Höhe von etwas über sieben Metern mit einem durchschnittlichen Durchmesser von 40 cm auf; ihr Gewicht beträgt etwa sechs Tonnen.

Der Name 'Ashoka-Säule' ist mithin irreführend. Der legendäre Kaiser Ashoka Vardhana (etwa 273-232 v.Chr.) soll in seinem Reich zwar viele Säulen errichtet haben; an ihren Spitze befanden sich, auf einem buddhistischen "Rad des Lebens" stehend, die Abbilder königlicher Löwen, welche die Grenzen seines Herrschaftsgebiets bewachten. Allerdings handelte es sich dabei um Stein- und nicht um Eisensäulen.

Das Examplar in Delhi (bei Firozshah Kotla) wurde vermutlich unter König Chandragupta II. (etwa 376-415 n. Chr.) von Meerut nach Delhi geschafft, und unter Firuz Shah, 1309 - 1388 n. Chr. Sultan von Delhi, an seine heutigen Standort. (nahe dem Bara Hindu Rao Hospital) aufgestellt. Mit Kaiser Ashoka hat es jedenfalls nichts zu tun.

Im Hof der alten Moschee Quwwat-al-Islam in Delhi befindet sich eine weitere Eisensäule, Loha Kahmba genannt, die seit mindestens 1700 Jahren, ohne auch nur eine Spur von Rost zu zeigen, allen Witterungseinflüssen trotzt. An ihrer Basis hat sie einen Durchmesser von 40, oben von 30 Zentimetern. In der Spitze befindet sich sogar eine undefinierbare Vertiefung, in der sich Regenwasser sammeln kann, aber auch hier finden sich keine Erosionsspuren.