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Mo, 24 Jul 2017
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Verborgene Geschichte
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Menschenopfer? Zwei Skelette unter Moon-Festung in Südkorea entdeckt

Archäologen legten zwei Skelette unter berühmter Banwolseong-Festung in Gyeongju frei.

© apa/afp/ gyeongju national research institute of cultural heritage / taemin
Seoul - Archäologen haben in Südkorea bei Ausgrabungen erstmals Hinweise auf Menschenopfer bei antiken Bauvorhaben entdeckt. Die Forscher fanden unter den Mauern der Banwolseong- oder Moon-Festung in Gyeongju zwei entsprechende Skelette aus dem fünften Jahrhundert, teilte die Altertümer-Verwaltung des Landes am Dienstag mit. Die Festung stammt aus der Silla-Zeit, eines der drei Reiche Koreas im ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung.

Die Beerdigung von lebenden Opfern als Diener an der Seite von toten Herrschern war in alten koreanischen Kulturen durchaus üblich. Dass auch bei erfolgreichen Bauvorhaben Menschen geopfert wurden, war allerdings nur aus Legenden bekannt, aber bislang unbewiesen. Nun liegen erstmals auch Belege für diese als "Inju" bezeichnete Praxis vor, erklärte Choi Moon Jung, Sprecherin des nationalen Altertumsinstituts von Gyeongju.
© apa/afp/ gyeongju national research institute of cultural heritage / taemin

Wedding Rings

Fand Schliemann wirklich Troja oder doch etwas Anderes?

Heinrich Schliemann wollte das antike Troja wieder entdecken. Aber was fand der deutsche Abenteurer-Archäologe bei seinen Ausgrabungen wirklich?

© Süddeutsche Zeitung Photo
Ausgrabungsarbeiten in den Ruinenhügeln von Hisarlik um 1890, dem Ort, wo Schliemann das antike Troja vermutet hat.
Beim Versuch, Abenteurer in Venezuela zu werden, sank sein Schiff schon vor Texel. Vom einfachen Kontorboten in Amsterdam hatte der Pastorensohn aus Mecklenburg sich aber 1847 schon wieder emporgearbeitet zum erfolgreichen Geschäftsmann, der in Sacramento eine Bank für Goldsucher gründete und Salpeter und Pech für die Kanonen der Zarenarmee im Krimkrieg lieferte.

Als Heinrich Schliemann alle Tricks des Gewerbes kannte und enorm reich geworden war, wandte er sich ab von seinen zuweilen krummen Geschäften und von seiner russischen Frau in Sankt Petersburg, mit der er drei Kinder hatte. Er beschloss, archäologischer Schatzsucher zu werden, lernte Latein und Griechisch und ließ sich in Abwesenheit zum Dr. phil. promovieren.

Heinrich Schliemann war als Vorläufer von "Indiana Jones" tatsächlich ein grabender Pionier. Zunächst ohne, dann mit Genehmigung der osmanischen Regierung, auf dem Hügel Hisarlik an den Dardanellen.

Dort vermutete er die Überreste des antiken Troja, um das die Griechen einst wegen der Entführung der schönen Helena ein beispielloses Blutvergießen voller Heroenkämpfe veranstaltet hatten. So steht es jedenfalls in der "Ilias" von Homer.

Schliemann nahm Homer beim Wort

Dieses früheste Zeugnis griechischer Abenteuer- und Mythenliteratur trug Schliemann stets bei sich und nahm die beschriebenen Kämpfe und Ortsbeschreibungen beim Wort. Angetrieben von seiner Homer-Lektüre schlug er mit seinen Arbeitern gigantische Schneisen in das Ruinenfeld der vermuteten Überreste von Troja.

Question

Sensation? Bestätigt Steintafel den biblischen Turm zu Babel?

Der Turmbau zu Babel wird in der Genesis zwar nur in neun Versen (11: 1-9) erwähnt, dennoch gehört es zusammen mit der damit verbundenen babylonischen Sprachverwirrung zu den bekanntesten biblischen Erzählungen des Alten Testaments. Aber hat dieses Ereignis denn überhaupt wirklich jemals stattgefunden?
© Smithsonian-Kanal
Seit Jahrhunderten streiten sich Gelehrte, Historiker und Theologen darüber, ob dieser legendäre Turm tatsächlich in einem Land namens Schinar existiert hat. Jetzt glaubt der Assyriologe Dr. Andrew George von der University of London, in einer alten Steintafel aus der Zeit um 600 vor Christus endlich die Antwort darauf gefunden zu haben, schreibt die Christian Post.


Kommentar: Wie aus diesen Daten die Schlussfolgerung entstehen kann, dass es sich hier definitiv "um den Turm zu Babel handelt", bleibt ebenfalls rätselhaft.


Bulb

Rätselhafte Geoglyphe von Lanzarote: Erst kürzlich entstanden?

Auf Lanzarote, am Fuße des Gebirgszuges Los Ajaches, kann man mit Google Earth eine rätselhafte Geoglyphe sehen. Es stellt ein 100 Meter langes Pfeilgebilde dar, dessen Position mittig: 28°53'59.65'' N - 13°44'51.65'' W beträgt. Fest steht bisher nur, dass sie keinesfalls von den alten Ureinwohnern, den Guanchen, stammen kann.
© Google Earth
Lanzarote befindet sich vor der nordwestafrikanischen Küste und gehört zu den spanischen Kanarischen Inseln. Auf den Satellitenbildern, die 2003 vom spanischen Umweltministerium erstellt und ausgewertet wurden, ist dieses Piktogramm noch nicht zu sehen, doch im Jahre 2006 wurde es bereits von einigen Touristen fotografiert. Das heißt, irgendwann zwischen 2003 und 2006 muss es entstanden sein. Aber wer es erstellte, bleibt ein Rätsel. Die einheimischen Inselbewohner können sich das Gebilde ebenso wenig erklären und vermuten, dass es das Werk eines dieser Esoteriker-Gruppen sein könnte, die sich auf der Insel niedergelassen haben. Das einzige, das man weiß, ist, dass die Geoglyphe scheinbar aus dem Boden gescharrt wurde, um sie von dem Umgebungsboden optisch abzuheben und sie aus großer Höhe erkennbar ist.

Bulb

Die vergessenen Mumien von Anatolien: Zeit und Mumifizierungstechnik einzigartig

Das Verfahren der Mumifizierung wurde im Laufe der Menschheitsgeschichte weltweit von mehreren verschiedenen Kulturen angewendet. Von der Antike bis ins Mittelalter war die Mumifizierung eine gängige Praxis, die von den Pharaonen, Inkas, Azteken und nordchilenischen Chinchorros angewendet wurde, um den Körper nach dem Tod zu bewahren, damit die Toten ihn im Jenseits wieder benutzen können.
© AA Photo
Wenn wir heute das Wort »Mumie« hören, denken wir meistens an Ägypten und seinen Pharaonen aber kaum jemand weiß um die anatolischen Mumien Bescheid, obwohl sie ebenfalls ein großes geschichtliches und touristisches Potenzial haben. Die anatolischen Mumien sind nämlich in Bezug auf die Zeit, aus der sie stammen, sowie der Methode ihrer Mumifizierung sehr interessant.

Bulb

Mississippi: Überreste von 7.000 Menschen unter US-Universität entdeckt

Die Überreste von 7.000 Menschen sind auf dem Campusgelände ses medizinischen Zentrums der University of Mississippi entdeckt worden, berichtet BBC.

© Wikipedia/ Adam Jones, Ph.D.
Der Meldung zufolge beträgt die Gesamtfläche der Gräber rund acht Hektar.

Im 19. und 20. Jahrhundert habe sich auf diesem Territorium eine Psychiatrieklinik befunden. Verstorbene Patienten seien ebenfalls dort begraben worden.

Um jede Leiche neu zu begraben, müssten die Behörden nun 21 Millionen US-Dollar ausgeben.

Eine alternative Lösung wäre eine Exhumierung, die die Universität durchführen könnte. Dies würde vorläufigen Berechnungen zufolge 400.000 US-Dollar in den nächsten acht Jahren kosten.

Mit diesen Mitteln sollten ein Denkmal errichtet sowie ein Labor gebaut werden, wo die Studenten die Überreste erforschen könnten.

Books

Wahrer Kern: Geologen bestätigen Vulkanausbruch in den Legenden der Aborigines

© TimJN1 (WikimediaCommons), CC BY-SA 2.0
Symbolbild: Felsmalereien der Aborigines von Kalumburu, nahe Bradshaw (Kimberley).
Glasgow (Großbritannien) - Die Mythen und Legenden indigener Völker berichten von den sagenhaftesten Vorkommnissen - und werden nicht zuletzt deswegen von Historikern gerne entweder ins Reich des Aberglaubens, der Fantasie oder des wissenschaftlichen Unverstandes verbannt. Geologen haben nun einen Vulkansubruch als Kern einer Legende der Aborigines identifiziert, die einmal mehr anschaulich zeigt, dass auch alte Mythen und Legenden auf Tatsachen beruhen können. Diese Erkenntnis wird nicht nur aus grenzwissenschaftlicher Sicht immer wieder interessante Fragen auf.

Wie das Team um Dr. Benjamin Cohen von der University of Glasgow und Kollegen australischer Universitäten aktuell im Fachjournal Quaternary Geochronology (DOI: 0.1016/j.quageo.2017.01.003) berichtet, haben sie vulkanisches Gestein im Nordosten Australiens und damit den letzten Ausbruch des Kinrara-Vulkans in Queensland mit Hilfe der sog. Argon-Argon Geochronologie vor rund 7.000 Jahren datiert, dessen 55 kilometerlanger Gesteinsfluss noch heute die Landschaft prägt.

Dabei sind sie auf eine Verbindung der Ausbruchszeit mit einer der Legenden des lokalen Aboriginee-Stammes der Gugu Badhun gestoßen, die - das zeigten frühere Untersuchungen - schon seit etwa 230 Generationen weitergegeben wird und damit älter ist als die ersten Schriftlichen Aufzeichnungen der Menschheit aus Ägypten und Mesopotamien.

Question

Geoglyphe "Weißes Pferd" von Huffington bei Stonehenge könnte ein "Sonnenpferd" sein

© A. Müller, grenzwissenschaft-aktuell.de
Blick aus der Luft auf das Uffington White Horse und den Dragon Hill (links).
Southampton (Großbritannien) - Neben dem Steinkreis von Stonehenge ist das Weiße Pferd von Uffington wohl das berühmteste Symbol der prähistorischen Kultur Englands. Neben Legenden, nach denen es sich eigentlich um die Darstellung eines Drachen handeln soll, galt das „Uffington White Horse“ den meisten Historikern bislang als Stammeszeichen. Ein britischer Archäologie stellt diese Deutung nun jedoch in Frage und sieht in der gewaltigen Geoglyphe die Darstellung eines „Sonnenpferdes“ mit religiös-rituellem Charakter.

© J. Pollard
Der Weg der Sonne am 23. Dezember über den Horizont von Uffington Castle mit der Geoglyphe des Weißen Pferdes im Vordergrund.
Wie Joshua Pollard von der University of Southampton aktuell im Fachjournal Antiquity (DOI: 10.15184/aqy.2016.269) berichtet, widerspreche die Position des rund 110 Meter langen Bildes der bislang von vielen favorisierten Idee eines Stammeszeichens - etwa der Erbauer der oberhalb des Pferdes gelegenen bronzezeitlichen Hügelfestung Uffington Castle, da das Pferd derart schon fast auf der Hügelkuppe positioniert sei, dass es vom Boden aus kaum als solches und eigentlich nur aus der Luft zu erkennen ist. Aus diesem Grund sei es für ein Stammszeichen, das territoriale Ansprüche verdeutlichen sollte, eher ungeeignet. Nur wenige Meter unterhalb seiner Position hätte das „White Horse“ diese Funktion bestens erfüllen können - doch eben dort liegt es nicht.

Question

Rätselhafte Steinfiguren von Temehea Tohuas: "Außerirdische" oder menschliche Reptilien?

Die Kultstätte Temehea Tohua befindet sich auf Nucu Hiva, der größten der Marquesas-Inseln in Französisch-Polynesien. Diese Insel ist nicht nur paradiesisch schön, sondern auch die Heimat einiger der seltsamsten Steinskulpturen auf unserem Planeten. Manche Statuen scheinen Wesen darzustellen, die nicht von der Erde zu stammen scheinen. War es nur eine freie künstlerische Entfaltung früherer Phantasien oder steckt doch etwas mehr dahinter?
Die Marquesas-Inseln wurden um 200 v. Chr. von den Polynesiern besiedelt und haben kulturelle und sprachliche Verbindungen zu anderen polynesischen Völkern im Pazifik. In einer Bucht von Nucu Hiva gelegen, befindet sich die heilige Stätte Temehea Tohua. Es soll der Regierungssitz von Vaekehu gewesen sein, der letzten Königin oder Stammesführerin der Taiohae. Sie heiratete einst einen anderen Stammesführer und erreichte so die Wiedervereinigung zweier Stämme, die sich gespaltet hatten. Ein Tohua war ein großer rechteckiger Platz mit flachem Gelände, der von Plattformen umgeben war. Er wurde sowohl für zeremonielle als auch zu Versammlungs- oder Tagungszwecke verwendet.

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Forscher finden 40.000 Jahre alte Flöte aus Gänsegeierknochen

Musikinstrument der Eiszeit aus einer Höhle der Schwäbischen Alb

Uraltes Instrument: In einer Höhle der Schwäbischen Alb haben Archäologen ein rund 40.000 Jahre altes Flötenfragment entdeckt. Das Instrument besitzt zwei Ansätze für Grifflöcher und wurde aus einem Gänsegeier-Knochen geschnitzt. Die Flöte ist ein weiterer Beleg dafür, dass unsere Vorfahren schon während der Eiszeit die Flusstäler südlich der Schwäbischen Alb besiedelten.

© V. Marquardt / Universität Tübingen
Das neu entdeckte Flötenfragment wurde aus Gänsegeierknochen gefertigt und ist rund 40.000 Jahre alt.
Schon vor 40.000 Jahren machten unsere Vorfahren Musik. Dies belegen einfache Musikinstrumente, die Archäologen in Höhlen am Rand der Schwäbischen Alb entdeckt haben. Unter den Funden sind eine gut 40.000 Jahre und eine rund 37.000 Jahre alte Flöte aus Mammutelfenbein. Sie gelten als die ältesten Belege für Musikinstrumente bei frühen Steinzeitmenschen in ganz Europa.

Flöte aus Geierknochen

Jetzt haben Nicholas Conard von der Universität Tübingen und seine Kollegen ein weiteres Flötenfragment in einer der Höhlen der Schwäbischen Alb entdeckt. Das 4,2 Zentimeter lange und neun Millimeter dicke Instrumentenstück ist rund 40.000 Jahre alt und wurde bei der Untersuchung von Sedimenten aus der Vogelherdhöhle gefunden.