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Di, 25 Apr 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Verborgene Geschichte
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Hinunter ins "Kaninchenloch": Legendäre in Sandstein gehauene "Templer"-Höhle in England wieder eröffnet

Hinter einem unauffälligen Loch in saftiger britischer Erde tut sich eine tempelartige Grotte auf um die sich mysteriöse Legenden ranken. Jahrelang war sie verschlossen - nun konnte ein Fotograf wieder hinunter steigen.

Am Rande eines Feldes in der Nähe des Dorfes Beckbury in Mittelengland kann man unter einem Baum ein relativ kleines Loch erkennen. Es wirkt, als sei es von einem Hasen gebuddelt worden.

Doch wer sich erst durch die Öffnung gezwängt hat, findet sich plötzlich in einer aufwendig in den Untergrund gehauenen tempelartigen Anlage wieder. Bekannt ist, dass die Grotte und ihre Gänge alt sind - wie alt, darüber wird bis heute gerätselt. Fraglich ist auch zu welchem Zweck die Höhle angelegt wurde.

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass die «Caynton Caves», wie die unterirdischen Stollen genannt werden, im 16. Jahrhundert von Nachfolgern des 1312 aufgelösten geheimnisumwobenen Templerordens angelegt wurden.

Allerdings sind sonst keinerlei Aktivitäten oder Besitztümer des geistlichen Ritterordens oder seiner Nachfolgeorganisationen in der Gegend bekannt, was der Templer-Geschichte immerhin etwas von ihrer Plausibilität nimmt.

Andererseits sind die Mitglieder der «armen Ritterschaft Christi vom Salomonischen Tempel», die wegen angeblicher Ketzerei und der Sodomie verfolgt wurden, so mysteriös, dass ihnen in gewissen Kreisen ohnehin alles zugetraut wird (Das Templervermächtnis von Hollywood - Gralshüter oder Grabräuber?).

Archaeology

Kairoer Statue stellt Pharao Psammetich I. dar und nicht Ramses II.

Bei der vor einer Woche in Kairo entdeckten Kolossalstatue handelt es sich um den berühmten Pharao Psammetich I. (664 v. Chr. bis 610 v. Chr.) - und nicht um Ramses II., wie zunächst vermutet. Das habe die wissenschaftliche Untersuchung des Sensationsfundes zweifelsfrei ergeben, sagte Dr. Dietrich Raue, Kustos des Ägyptischen Museums - Georg Steindorff - der Universität Leipzig heute in Kairo.

© Universität Leipzig
Die Teile der Statue sind jetzt im Garten des Ägyptischen Museums in Kairo zu sehen.
Zunächst war angenommen worden, dass es sich bei der tonnenschweren Statue aus der Pharaonenzeit um Ramses II. (1250 v. Chr.) handelt, da diese auf dem Areal des früheren Tempels von Ramses II. gefunden wurde. In einer Schlammgrube in zwei Metern Tiefe hatte das Grabungsteam den Kopf mit Krone und den Torso der Statue gefunden.

© Dr. Dietrich Raue/Universität Leipzig)
Der Torso der Statue wird geborgen.
"Wir haben auf der Rückseite der Statue vier Zeichen entdeckt. Sie bedeuten 'Herr des Armes'. Das ist der Inbegriff von Tatkraft und der Name, der ausschließlich für Psammetich I. verwendet wurde", erklärt der Ägyptologe, der einer der Leiter des deutsch-ägyptischen Grabungsteams ist. Raue und seine Kollegen untersuchten zudem den Stil der etwa neun Tonnen schweren Statue, die aus poliertem Quarzit besteht, und erstellten einen Katalog aller Merkmale. "Die Krone sah aus wie 1900 v. Chr., aber die Augenpartie wie 1300 v. Chr. - diese Mischung ist typisch für diese Epoche. Es ist das erste Mal, dass etwas in dieser Größe aus der Spätzeit gefunden wurde", sagte Raue. Mit einer ursprünglichen Höhe von neun Metern sei dies auch die größte bisher gefundene Statue des Pharao Psammetich I., von dem bislang nur lebensgroße Plastiken bekannt waren. Sie konnte bis in eine Höhe von vier Metern rekonstruiert werden.

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Archaeology

China: Mysteriöse Grabstätte in Form einer Pyramide entdeckt

Archäologen haben nach Angaben von „Daily Mail“ an einer Baustelle in der chinesischen Provinz Zhengzhou eine mysteriöse Grabstätte in Form einer Pyramide entdeckt.
Die Grabstätte wurde demnach vom Chinesischen Büro für Altertümer entdeckt. Die Anwohner waren von dem Fund dermaßen fasziniert, dass sie die Pyramide bereits als „magisch“ bezeichneten. Um festzustellen, wie alt die Grabstätte ist, wer der Besitzer war und warum sie diese ungewöhnliche Form hat, sind laut dem Blatt weitere Analysen erforderlich.

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Studie: Massentierhaltung vor 8000 Jahren soll die Wüste Sahara verursacht haben

© Fotolia/Ales Nowak
Menschliche Tätigkeit kann die Hauptursache für das Entstehen der Wüste Sahara gewsen sein, zitiert die Webseite Phys.org den Geologen David Wright von der Universität Seoul.

Die Verwandlung der Steppe, die sich vor 8.000 Jahren in der Region des Nils befand, in eine Wüste fällt mit der massenhaften Haltung von Haustieren zusammen, schreibt Wright in seinem Artikel in der Zeitschrift „Frontiers in Earth Science“.

Demnach führte die Tierhaltung zu einer geringeren Vegetation und als Folge zu immer selteneren Regenfällen und zur fortschreitenden Wüstenbildung im Gebiet der heutigen Sahara.

Kommentar: Diese Studie übersieht einen anderen - vermutlich noch weit wichtigeren - Grund, der zur Entstehung der vor 8000 Jahren zur Entstehung der Sahara beigetragen haben könnte: Klima- bzw. Erdveränderungen.


Dig

Schädel aus der Prä-Neandertaler-Ära in Portugal entdeckt

Über die Zeit vor dem "klassischen" Neandertaler ist nur wenig bekannt. Und die spärlichen Fossilien ergeben ein uneinheitliches Bild. Ein neuer Schädel zeigt: Das Chaos hat Methode.

© Javier Trueba
Das Alter des Schädels wurde auf 390.000 bis 436.000 Jahre datiert.
Am letzten Tag der Grabungssaison des Jahres 2014 entdeckten Forscher in der portugiesischen Höhle Gruta da Aroeira die Schädelfragmente eines Frühmenschen. Über zwei Jahre lang dauerte es, den im Block geborgenen Fund freizulegen, zu scannen und zu analysieren. Jetzt macht das Team die ersten Ergebnisse öffentlich. Wie Juan Luis Arsuaga von der Universidad Complutense de Madrid und Kollegen berichten, stammt der Schädel aus einer Zeit vor ungefähr 400 000 Jahren. Neben der Schädeldecke haben sich noch der obere Teil des Gesichts und zwei abgenutzte Zähne erhalten.

Der Fund stammt aus einer Zeit, als Europa vom Frühmenschen bewohnt wurde, der noch nicht alle klassischen Neandertalermerkmale zeigt und von manchen Forschern als Homo heidelbergensis bezeichnet wird. Ein berühmter Fundort liegt ebenfalls auf der iberischen Halbinsel: Aus den etwa gleich alten Knochen der Sima de los Huesos im spanischen Atapuerca gelang es Wissenschaftlern sogar, die DNA zu extrahieren. Aber auch in Deutschland, etwa in Schöningen, fanden sich Hinterlassenschaften dieser Menschen.

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Bulb

Nach IS Zerstörung: 2.600 Jahre alter Palast unter zerstörter Jona-Grabstätte entdeckt

Der Prophet Jona und die assyrische Stadt Ninive - eine Verbindung, die jeder Bibelleser kennt. Über viele Jahrhunderte wurde die Grabstätte des Propheten im kleinen Dorf Nebi Jenus verehrt, innerhalb der Stadtmauern des ehemaligen Ninive.
Die heutige Großstadt Mosul umgibt heute Dorf und biblische Stadt - und wurde 2014 vom »Islamischen Staat« eingenommen. IS-Terroristen zerstörten das Grab Jonas und sprengten die dazugehörige Moschee in die Luft. Nach ihrer Islam-Interpretation soll einzig Mohammed verehrt werden, nicht ein anderer Prophet wie Jona, der auch im Koran erwähnt wird.

Nun wurde Mosul Anfang 2017 von der irakischen Armee zurückerobert und Archäologen, die den Schaden an den antiken Stätten untersuchen sollten, fanden Überraschendes, ja Sensationelles. Josie Ensor, Nahost-Korrespondent des britischen Telegraph, berichtet von einem unberührten 2600 Jahre alten Palast, der unter der zerstörten Grabstätte wiederentdeckt wurde.

Archaeology

3000 Jahre alte Pharaonenstatue in Kairo entdeckt

Die Statue hat bereits einen Platz im neuen ägyptischen Museum neben den Pyramiden - dabei ist sie noch nicht einmal vollständig geborgen.

© Deutschlandradio, Cornelia Wegerhoff
Archäologen bergen Teile des Quarzit-Torsos. Die Statue bbesitzt den typischen Pharaonen-Bart.
Ein deutsch-ägyptisches Archäologen-Team hat in Kairo Teile einer Kolossal-Statue aus der Pharaonenzeit entdeckt - mitten in einem Wohngebiet. Die tonnenschweren Teile bestehen aus Quarzit und sind nach Ansicht der Wissenschaftler rund 3.250 Jahre alt. Grabungsleiter Dietrich Raue vom Ägyptischen Museum in Leipzig nennt Maße: Der Oberarm ist knapp einen halben Meter dick, das Ohr misst mehr als 30 Zentimeter. Der Kopf, der bereits per Bagger geborgen wurde, hielt für die Forscher eine weitere Überraschung bereit: Er besitzt den typischen Pharaonenbart. Deshalb glauben die Wissenschaftler: Es könnte sich um eine Statue von Ramses II. handeln. Der Pharao hatte am heutigen Fundort, dem antiken Heliopolis, mehrere Sonnentempel errichten lassen. Zuvor waren dort bereits mehrere kleinere Statuen entdeckt worden.

Kommentar:




Apple Green

Der Mythos vom unberührten Amazonaswald - Menschen prägten die Pflanzenwelt

Ureinwohner hinterließen Spuren im Regenwald indem sie Baumarten domestizierten

© Carolina Levis
Kultivierter Urwald: Menschen prägten die Pflanzenwelt im Amazonasbecken, wie etwa im Staatswald von Humaitá im brasilianischen Bundesstaat Amazonas, stärker als bislang angenommen. Denn sie domestizierten etwa Acai-Palmen und sorgten für deren Verbreitung.
Bäume, die von präkolumbianischen Völkern domestiziert wurden, spielen bis heute eine wichtige Rolle in den Wäldern des Amazonas-Beckens. Die Vorstellung, dass die ausgedehnten Regenwälder vor der Ankunft der Spanier in Südamerika unberührt von menschlichem Einfluss waren, hat damit einen Dämpfer erhalten.

Bereits vor etwa 8.000 Jahren begannen die Völker Amazoniens, Pflanzen wie den Paranussbaum, den Kakaobaum oder die Kohlpalme zu domestizieren. Allerdings war bislang unklar, in welchem Umfang die Ureinwohner den Wald tatsächlich veränderten, etwa indem sie manche Bäume gezielt anbauten oder deren Samen über große Entfernungen verbreiteten. Ein internationales Team um Carolina Levis vom Brasilianischen Nationalinstitut für Amazonasforschung (INPA), zu dem auch Florian Wittmann vom Max-Planck-Institut für Chemie (MPIC) in Mainz gehörte, untersuchte daher die Häufigkeit von 85 Baumarten, die von den präkolumbianischen Völkern etwa als Nahrungsquelle oder Baumaterial genutzt worden waren. Dazu analysierten die Forscher Daten des »Amazon Tree Diversity Network« (ATDN). In dieser Datenbank ist der Bestand von Baumarten auf gut tausend Untersuchungsflächen im Einzugsgebiet des Amazonas gespeichert.

Mehr domestizierte Arten als zu erwarten sind weit verbreitet

Das Team stellte fest, dass 20 der 85 domestizierten Arten im gesamten Amazonasbecken weit verbreitet sind und große Teile des Waldes dominieren. Eine 2013 veröffentlichte Studie, an der Florian Wittmann ebenfalls beteiligt war, identifizierte insgesamt 4962 verschiedene Baumarten auf den Untersuchungsflächen des ATDN. Davon waren lediglich 227 Arten weit verbreitet. Während also nur fünf Prozent aller Baumarten im Amazonasbecken häufig vorkommen, sind dort von den domestizierten Arten etwa 24 Prozent oft anzutreffen. Der Anteil der weit verbreiteten domestizierten Arten war somit fünfmal höher als es zu erwarten gewesen wäre, wenn der Mensch nicht eingegriffen hätte. »Die Studie liefert für viele Baumarten tatsächlich Aufschluss über deren Verbreitung durch den Menschen, etwa bei Bertholletia, der Paranuss«, kommentiert Florian Wittmann, der bis 2016 für das Max-Planck-Institut für Chemie in Manaus in Brasilien forschte und seit 2016 am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) tätig ist, das Ergebnis. Genetische Studien belegen, dass Paranussbäume im gesamten Amazonasgebiet genetisch identisch sind. Damit sei die Wahrscheinlichkeit, dass die Art sich mit Hilfe des Menschen ausgebreitet hat, sehr hoch. Bei anderen Bäumen, etwa dem Kakaobaum, seien indessen noch weitere Untersuchungen erforderlich, um die Interpretation zu stützen.

Blackbox

Rätselhafte Symbole an einzigartigem Dolmen-Grab in Israel entdeckt

© PloS ONE/Sharon et al.
Blick auf die Symbole an der Decke der Dolmen-Kammer. Ihre Bedeutung ist unbekannt.
Rätselhaftes Relikt: In Israel haben Archäologen einen bisher einzigartigen prähistorischen Dolmen entdeckt. Denn der Deckstein dieses rund 4.000 Jahre alten Steingrabes ist an seiner Innenseite mit seltsamen Ritzsymbolen bedeckt. Was sie bedeuten, ist bisher unbekannt. Die enorme Größe des Dolmen, seine hierarchische Struktur und diese Symbole machen das Großsteingrab zu einem ebenso rätselhaften wie einmaligen Fund, wie die Forscher erklären.

Die prähistorischen Großsteingräber oder Dolmen bestehen meist aus gewaltigen unbehauenen Steinblöcken, die auf einem Grabhügel stehen oder Teil eines Steingrabes bilden. Typisch für diese Bauten ist ihre tischartige Form mit einem großen, flachen Deckstein, der auf kleineren, aufrechtstehenden Tragsteinen ruht. Archäologen vermuten, dass zumindest einige Steingräber nach astronomischen Gesichtspunkten ausgerichtet wurden.

Obwohl Dolmen vor allem aus Europa bekannt sind, gibt es auch im Norden Israels am Fuß der Golanhöhen ein Dolmenfeld. Die rund 400 Steingräber des Shamir-Gräberfelds stammen aus der Bronzezeit und sind rund 4.000 Jahre alt. Einer dieser Dolmen jedoch hat sich nun als etwas ganz Besonderes entpuppt, wie Gonen Sharon vom Tel Hai College und seine Kollegen berichten.

Kommentar: Weitere Informationen zu solchen Dolmen und anderen faszinierenden Megalith-Bauten bietet das Buch Secret History of the World von Laura Knight-Jadczyk.

Weiterführende Artikel:


Horse

Eisenzeitliche Reiternomaden der Steppe stammten von europäischen und ostasiatischen Vorfahren ab

Genfluss über den Steppenraum geht einher mit der Verbreitung der skythischen Kultur und bringt ostasiatische Gene nach Europa

© Dimitri Pozdniakov
Rekonstruktion eines skythenzeitlichen Reiters, basierend auf textilen Überresten aus Bestattungen des Ukok Plateaus.
Im 1. Jahrtausend vor Christus war die Eurasische Steppe vom Karpatenbecken bis zum Altai-Gebirge von reiternomadischen Gruppen besiedelt. Die bekanntesten unter ihnen sind die Skythen, die im Bereich nördlich des Schwarzen Meeres zu finden waren. Die skythische Kultur, zu der neben dem berittenen Bogenschießen auch eine besondere Kunstform, der »Tierstil« gehört, findet sich allerdings nicht nur im nordpontischen Raum, sondern über die gesamte Eurasische Steppe bis ins Altai-Gebirge wieder. Tatsächlich finden sich die bislang ältesten Artefakte, die dem Tierstil zugeschrieben werden können, im Osten der Eurasischen Steppe.

Wissenschaftler der AG Palaeogenetik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) unter der Leitung von Prof. Dr. Joachim Burger haben sich mit einem internationalen Forscherteam und dem Skythen-Experten Prof. Dr. Hermann Parzinger zusammengetan, um der Frage nach der Verbreitung der skythischen Kultur und dem Ursprung ihrer Träger nachzugehen. »Die archäologische Forschung enthüllt Verbindungen zwischen den eisenzeitlichen Nomaden-Gruppen über den gesamten Steppenraum, zu erkennen an Bestattungsriten, Kunstobjekten und Waffen. Ob sich die skythische Kultur allerdings nur durch einen Ideentransfer oder durch die Ausbreitung ihrer Träger so weit verbreiten konnte, ist allein aus den materiellen Hinterlassenschaften nicht ersichtlich, hier kann die Paläogenetik weiterhelfen«, erklärt Prof. Dr. Hermann Parzinger, Mitinitiator der Studie.

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