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Di, 21 Feb 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Verborgene Geschichte
Karte

Cloud Grey

Was steckte hinter dem mysteriösen Killer-Nebel, der 1952 London heimsuchte?

© Texas A&M University
Vor 64 Jahren bedeckte eine rätselhafte dicke Nebeldecke die englische Hauptstadt London und tötete mehr als 12.000 Menschen.

Am 5. Dezember 1952 begann der sogenannte »Great Smog«, der die ganze Stadt fünf ganze Tage lang in einer dicken Schicht erstickenden Nebels verhüllte. Es handelte sich um die schlimmste Luftverschmutzung in der europäischen Geschichte, die den Himmel verdunkelte, die Sichtweite auf etwa einen Meter reduzierte, den gesamten Verkehr zusammenbrechen ließ und Zehntausende von Menschen schwere Atemprobleme bescherte. Die dunklen Nebelschwaden drangen in die Häuser und Fahrzeuge ein und fanden sogar einen Weg durch die Kleidung der Menschen bis zu der Unterwäsche. Das Leben in der Metropole kam fast zum Erliegen und selbst Kino- und Opernvorführungen mussten aufgrund der bedenklichen Luftverhältnisse abgebrochen bzw. abgesagt werden.

Als sich der Nebel am 9. Dezember endlich löste, hatte er Schätzungen zufolge mehr als 12.000 Menschen getötet und weitere 150.000 mit akuten Beschwerden ins Krankenhaus befördert. Man vermutete, dass dieser Smog wahrscheinlich durch die Emissionen aus der Kohleverbrennung verursacht wurde. Doch welche Kombination an Begleitumständen es bewerkstelligt haben könnten, dass dabei ein solcher tödlicher Rauch erzeugt wurde, blieb ein Rätsel.

Book 2

Bibelforscher: 10 Gebote gibt es erst seit dem 2. nachchristlichen Jahrhundert, und sie wurden oft verändert

© Informationsdienst Wissenschaft (idw) / Foto: Wikimedia
Bibelforscher J. Cornelis de Vos legt erste vollständige Untersuchung aller antiken Texte zum Dekalog vor - Jüdische und christliche Gruppen verschärften oder erweiterten die Verbote und Gebote, um ihre Gruppenidentität zu stärken - Sexual-ethische Normen angefügt, aber keines der Zehn Gebote wurde über Jahrhunderte je abgelehnt.

Die Zehn Gebote der Bibel waren in ihren ersten Jahrhunderten der Verschriftlichung nach neuesten Forschungen lange nicht so in Stein gemeißelt wie vermutet. „Gruppen von Juden und Christen veränderten sie zuweilen. Die eine Gruppe verschärfte das Tötungsverbot, eine andere erweiterte das Ehebruchverbot um sexualethische Normen, eine dritte fügte ein neues Gebot zum Bau eines Heiligtums hinzu“, erläutert Bibelforscher PD Dr. J. Cornelis de Vos vom Exzellenzcluster »Religion und Politik« der Uni Münster. Er hat jüngst die erste Untersuchung sämtlicher überlieferter jüdischer und christlicher Texte aus der Frühzeit der Zehn Gebote in der Antike vorgelegt, die sich auf die Normen des Dekalogs beziehen. „Die Menschen bezweifelten zwar nie, dass sich Gott mit den Zehn Geboten direkt an sie gewandt habe. Sie schreckten aber auch nicht davor zurück, den Dekalog umzuformen und eigene Normen daran zu binden. Sie schufen so feste Regeln, die ihre Gruppe nach innen stärken und nach außen abgrenzen konnten. Aber kein Gebot wurde je über die Jahrhunderte ausdrücklich abgelehnt.

Die Monografie »Rezeption und Wirkung des Dekalogs in jüdischen und christlichen Schriften bis 200 n. Chr.« ist im Verlag Brill in Leiden und Boston erschienen. Darin zeigt sich eine Bandbreite an Änderungen der Zehn Gebote, darunter vielfache Erweiterungen des Ehebruchverbots um sexualethische Normen. „Zahlreiche antike Schriftsteller - jüdische, christliche und heidnische - waren wie viele Zeitgenossen der Ansicht, die Begierde sei Wurzel allen Übels, und hegten eine gewisse Abneigung gegen Sexualität“, sagt der Forscher. „Die Texte fügten eine Reihe sexueller Praktiken hinzu, die als verwerflich galten und verboten werden sollten: Hurerei, Knabenschänderei, Homosexualität, Abtreibung oder das Töten von Neugeborenen aus Mangel an Verhütungsmitteln.“ Die frühe Kirchenordnung Didache etwa greift um das Jahr 100 nach Christus den Dekalog auf und fügt dem Verbot des Ehebruchs hinzu: „Du sollst nicht Knaben schänden.“ Dies sei eines von vielen Beispielen, wie die Zehn Gebote aktualisiert und den Werten der eigenen Kultur angepasst wurden, so de Vos.

Kommentar: Die Bibel wurde in den vergangenen Jahrtausenden immer wieder verändert und von der Katholischen Kirche sogar neu geordnet (kanonisiert). Weitere interessante Informationen:


Dig

Früheste prä-Stonehenge-Siedlung gefunden

Stonehenge (Großbritannien) - Bei Ausgrabungen im Rahmen eines Wohnungsbauprojekts für Familien von Armeeangehörigen zwischen Larkhill und Bulford, unweit vom weltberühmten Steinkreis von Stonehenge, haben Archäologen ein sogenanntes Grubenwerk entdeckt, das rund 700 Jahre älter ist als der Steinkreis. Der Fund belegt, dass Menschen die Stonehenge-Landschaft schon lange vor dem markanten Monument hier schon Bauwerke von großer sozio-kultureller Bedeutung angelegt hatten.
© Andreas Müller für grewi.de
Der Steinkreis von Stonehenge in der südwestenglischen Grafschaft Wiltshire.
Bei dem im Englischen als „causewayed enclosure“ bezeichneten Grubenwerk handelt es sich um einen rund 200 Meter durchmessenden Zeremonial- und Versammlungsplatz, der gegen 3.650 v. Chr. erbaut wurde. Rund 70 weitere Grubenwerke sind in ganz England bekannt. Genutzt wurden sie, das zeigen die Funde inner- und außerhalb der Anlagen, als zeitweilige Siedlungen, Versammlungs- und Handelsplätze. Hier fanden sich die erste Hinweise auf Zuchtviehhaltung und Ackerbau aber auch auf rituelle Aktivitäten bis hin zu Begräbnisstätten.

Kommentar:


Family

Menschliche Sprachgemeinschaften - Wörter und Knochen erzählen das Gleiche

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Tübingen haben Belege dafür gefunden, dass die Ausprägung bestimmter menschlicher Schädelknochen Rückschlüsse auf die Zugehörigkeit zu einer Sprachgemeinschaft zulässt.

© Uni Tübingen
Forscher der Universität Tübingen haben Hinweise darauf gefunden, dass die Ausprägung von Gesichtsknochen Rückschlüsse auf die Zugehörigkeit zu einer Sprachgemeinschaft zulassen. Zu diesem Ergebnis kamen die Wissenschaftler beim Vergleich der Positionen der hier gelb markierten Punkte, die sie an 265 menschlichen Schädeln aus Afrika, Asien und Ozeanien vermessen haben.
Die Ausbildung unterschiedlicher Sprachfamilien und Sprachen und die unterschiedliche Ausprägung der Gesichtsknochen habe sich in verschiedenen menschlichen Populationen offenbar zeitlich und räumlich parallel vollzogen, erklärten der Sprachwissenschaftler Professor Gerhard Jäger und die beiden Paläoanthropologen Professorin Katerina Harvati und Dr. Hugo Reyes-Centeno. Für ihre Studie untersuchten die Forscher 265 Schädelfunde aus Afrika, Asien und Ozeanien sowie den Wortschatz von über 800 Sprachen und Dialekten aus den genannten Regionen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Scientific Reports.

Sollten sich die Ergebnisse bei weiteren Untersuchungen bestätigen, hätte die Forschung ein Merkmal, mit dem sich die Entwicklung unterschiedlicher Sprachfamilien bis in die Frühzeit des Menschen zurückverfolgen ließe. Die Sprachwissenschaftler entwickelten eine Methode, um den Grad der Ähnlichkeit zwischen zwei Sprachen komplett automatisiert zu messen, indem sie den Grundwortschatz heute gesprochener Sprachen verglichen. Die Paläoanthropologen fanden Wege, die Ähnlichkeit von Eigenschaften der Form und Gestalt von wenige hundert Jahre alten menschlichen Schädeln bei Messungen zu quantifizieren. »Wir können davon ausgehen, dass sich Sprache in dieser vergleichsweise kurzen Zeit nicht wesentlich verändert«, betonte Jäger. Die Forscher gingen davon aus, dass die durchschnittliche Ähnlichkeit zwischen Populationen mit der geografischen Entfernung abnehmen müsste, sowohl im Hinblick auf sprachliche wie auch biologische Eigenschaften. Weiterhin nahmen sie an, dass Populationen mit sprachlicher Ähnlichkeit tendenziell auch biologisch ähnlich sind und umgekehrt. Wenn diese Korrelationen auch zwischen Populationen bestehen, die sich vor mehr als 10.000 Jahren aufgeteilt und in der Folge unterschiedlich weiterentwickelt haben, würde dies den Beweis dafür liefern, dass Sprache ein älteres historisches Zeugnis bewahrt als bisher gedacht.

Kommentar:


Colosseum

Rätsel um 22 Öllampen in einem römischen Kochtopf

Rätselhafter Fund in Windisch beschäftigt Archäologen

Ein römischer Kochtopf, randvoll gefüllt mit Öllampen und Münzen, der vor rund 2.000 Jahren unmittelbar ausserhalb des Legionslagers Vindonissa vergraben wurde, gibt den Archäologen des schweizerischen Kantons Aargau Rätsel auf.

© Kantonsarchäologie Aargau, Bela Polyvas
Detailaufnahme des Lampendepots.
Nur wenige Handbreit unter dem Asphalt lag er: ein ganz normaler Kochtopf eines Legionärs. Doch sein Inhalt ist alles andere als gewöhnlich. Insgesamt 22 Öllampen waren in den Topf gelegt worden. Und auf jeder Lampe war sorgfältig eine Bronzemünze platziert. Ein besonderer Fund, den die Archäologen auf der Grabung an der Zürcherstrasse in Windisch im Schweizer Kanton Aargau machten. Dort soll im nächsten Jahr die Überbauung »Linde« entstehen: Wohnungen, Büro- und Gewerberäume sowie eine Tiefgarage. Deshalb untersuchte die Kantonsarchäologie das Bauareal vorgängig. Nun ist die zweite Ausgrabungskampagne abgeschlossen.

In den letzten Monaten legte das Grabungsteam die Überreste aus vier Jahrhunderten römischer Besiedlung frei. Mannshohe Steinmauern, Feuerstellen und einen tiefen gemauerten Schacht konnten die Archäologen dabei dokumentieren. Eine Überraschung war allerdings der Kochtopf mit dem ungewöhnlichen Inhalt. »Wir vermuten, dass es sich um eine rituelle Deponierung handelt«, sagte Kantonsarchäologe Georg Matter. Aber da es kaum vergleichbare Befunde gebe, sei dies spekulativ. »Welche Gedanken und Absichten hinter dieser Deponierung stecken, darüber können wir momentan nur rätseln«, sagte Matter weiter. Neben Lampen und Münzen liegen einige verkohlte Knochen im Topf. Erste Begutachtungen zeigen, dass es sich nicht um menschliche, sondern um Tierknochen handelt. So können die Archäologen ausschliessen, dass es sich um eine Graburne handelt. Denn auch in römischen Gräbern kommen häufig eine oder mehrere Öllampen vor. »Was uns jedoch erstaunt hat«, so Matter, »war die Menge und die Kombination von Münzen und Lampen.«

Kommentar:


Pyramid

Matrjoschka-Prinzip: Verdeckte Pyramide im Innern der Maya-Pyramide des Quetzalcoatl entdeckt

Chichén Itzá (Mexiko) - Im Innern der Pyramide des Kukulcán, dem Maya-Wort für die mesoamerikanische Gottheit Quetzalcoatl, haben Archäologen eine von der äußeren Pyramide überbaute innere Pyramide entdeckt. Nachdem schon in den 1930er Jahren eine erste, Pyramide als Vorgängerbau bzw. Unterkonstruktion entdeckt worden war, zeigt sich nun also, dass die Pyramide des Kukulcán ähnlich einer russischen Matrjoschka-Puppe aufgebaut ist.
© Mauricio Marat INAH
Außenansicht der Pyramide des Kukulcán.
Wie die Forscher um Rene Chavez Seguro vom geophysikalischen Institut der Universidad Nacional Autónoma de México und Denisse Argote Espino vom Instituto Nacional de Antropología e Historia (INAH) berichten, entdeckten die Archäologen die verborgene Pyramide mit Hilfe neuster 3D-Tomografiescans.

Kommentar:


Bulb

Vergessener Visionär aus Deutschland: Schon 1835 mit der Rakete zum Mond - Wilhelm Weinholz

In der Regel werden als Gründerväter der Raumfahrt drei Männer genannt, die im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts die wissenschaftliche Basis schufen. Das waren der Russe (mit polnischen Vorfahren) Konstantin Ziolkowski, der Amerikaner Robert Goddard und der aus Siebenbürgen stammende Hermann Oberth, der nach dem Krieg in Feucht bei Nürnberg lebte. Es gab allerdings einen weiteren Forscher, der schon 1835 in einem Buch ein Fahr- und Fluggerät mit Raketenantrieb und seinen Einsatz im Weltraum beschrieb. Er hatte das Pech, dass sein Werk anschließend völlig vergessen wurde und keinen Einfluss auf die Entwicklung der Raumfahrt nahm.
Ein Gastbeitrag auf GreWi von Ralf Bülow

Wilhelm Weinholz kam vermutlich um 1800 zur Welt. Das Todesdatum ist unbekannt, sicher wissen wir nur, dass er 1825 in Heidelberg seinen Doktor in Chemie machte. Aus den 1830er Jahren liegen von ihm insgesamt vier Veröffentlichungen vor. 1832 erschienen ein „Handbuch der pharmazeutisch-mathematischen Physik und Chemie“ und ein „Vollständiges, theoretisch-praktisches Handbuch der Mühlenbaukunst“. 1835 übersetzte er das „Manuel du fabricant de papiers“ des Franzosen Louis-Sébastien Lenormand unter dem Titel „Handbuch der Papier-Fabrikation“ ins Deutsche. Im Februar desselben Jahres beendete Weinholz in Braunschweig das Buch, das uns interessiert: „Luftschifffahrt und Maschinenwesen“. Es kam im Verlag von Oehme und Müller in Braunschweig und Leipzig heraus.

Question

"Rothaariger auf dem Weltthron" - Sagte serbischer Nostradamus Trumps Präsidentschaft schon vor 100 Jahren voraus?

Mitar Tarabić aus Kremna könnte bereits im 19. Jahrhundert den überraschenden Sieg Donald Trumps bei der US-Präsidentschaftswahl am 8. November prophezeit haben. In einer Vision beschrieb der als „serbischer Nostradamus“ verehrte Hellseher einen „gutmütigen rothaarigen Mann auf dem Welt-Thron“ und verriet etwas über dessen Politik.
© Flickr/ torbakhopper
Der Bauer Tarabić, der von 1822 bis 1899 im serbischen Kremna lebte, hatte eine Reihe von Prophezeiungen geäußert, die als Visionen von späteren Ereignissen interpretiert werden könnten. Eine seiner Vorhersagen lautete:

Kommentar: Trump ist die logische Konsequenz eines kriminellen und korrupten Establishments


Folder

Reichspogromnacht: Der Holocaust aus Sicht der russischen Überlebenden

© RT
Wiktor Hecht, Kriegsveteran, KZ-Häftling
Die Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 war der Übergang von der Diskrimination zur systematischen Verfolgung der jüdischen Bevölkerung. Wie der Holocaust nach dem Einmarsch in Russland wütete, erzählen die überlebenden Zeitzeugen. Gefilmt wurde unter anderem im Holocaust-Museum in Moskau.

Meteor

Der Fall des "Donnerstein" von Ensisheim 1492 wurde als Omen gedeutet

Was war da los vor 520 Jahren im schönen Elsass? «Tausend vierhundert neunzig zwey; Hört man allhier ein gross Geschrey; Dass zunächst draussen vor der Stadt; Den siebenten Wintermonath; Ein grosser Stein bey hellem Tag; Gefallen mit einem Donnerschlag; An Gewicht dritthalb Centner schwer; Von Eisenfarb bringt man ihn her; Mit stattlicher Prozession; Sehr viel schlug man mit Gewalt davon.» Europa wurde erschüttert, soviel steht fest.

© Unbekannt
In einem zeitgenössischen Bild aus der “Schweizer Bilderchronik des Luzerners“, von Diebold Schilling (1512), wird der seltsame Vorfall von Ensisheim ausführlich dargestellt und beschrieben.
Theodora Von der Mühll schrieb es in ihrer gewandten Art nieder für ihre 1975 erschienene Publikation «Der Donnerstein von Ensisheim», wie es sich wohl nicht trefflicher formulieren lässt: «Am St.-Lorenz-Tag, dem 7. November 1492, hütete ein Knabe bei Ensisheim in der Rheinebene die Schafe. Achteinhalb Wegstunden südlich des elsässischen Städtchens liegt Basel. Dort herrschte an jenem Tag wie an allen anderen der gewohnte Lärm von Wagen, Karren und Pferden auf dem holprigen Pflaster. In den engen Gassen der Handwerker ertönte weithin der Schmiede Hämmern auf dem Amboss, auf dem Rhein lenkten die Flösser mit schallenden Warnrufen ihre Baumstämme durch das Gedränge der Schiffe, an der Herbstmesse auf dem Münsterplatz priesen die Marktschreier ihre Ware an. Nur ein paar Schritte davon entfernt, in der Augustinergasse, hoch über dem Strom, wohnte Sebastian Brant, in jenem Jahr Dekan der juristischen Fakultät. Schräg gegenüber, am niederen Ufer, bei der östlichen Stadtmauer lebte seit 1487 der in Stein bei Pforzheim geborene Johannes Heynlin de Lapide fern vom Getriebe und der Unrast dieser Welt, wo er als Humanist, erster deutscher Rektor der Sorbonne, Gründer der ersten Druckerei in Paris und später vielbegehrter Prediger im hellen Glanz des Ruhmes und Erfolges gestanden war. Jetzt führte er, von Büchern umgeben, in einer Klause des Kartäuserklosters ein Gott geweihtes Leben.

Der kleine Schäfer, Brant und Heynlin sind die der Nachwelt genannten Zeugen dessen, was am Vormittag jenes 7. November zwischen elf und zwölf geschehen ist. Gehört haben es in weitem Umkreis alle Menschen: einen entsetzlichen, unbegreiflichen Knall, anders als der ärgste Donnerschlag und ohne Blitz, ohne Anzeichen eines Gewitters.»

Von was hier gesprochen wird? Von einem einem stattlichen Steinmeteoriten, der mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eintrat. Das kosmische Geschoss zog, eine Leuchtspur hinter sich her ziehend, unter lautem Donnern über den Himmel und krachte schliesslich in der Nähe des elsässischen Städtchens Ensisheim mit einer Restmasse von 127 kg auf einen Acker - eben dort, wo erwähnter Knabe seine Schafe hütete.

Kommentar: