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Do, 25 Aug 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Verborgene Geschichte
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Footprints

West-Türkei: Menschliche Fußspuren in Vulkanasche auf 11.000 Jahre datiert

Dass die in Vulkanasche konservierten Fußabdrücke im Westen der Türkei alt sein mussten, war schon seit ihrer Entdeckung im Jahr 1969 klar. Allerdings konnte das genaue Alter nicht bestimmt werden - bis jetzt. Mit Hilfe einer neuen Methode konnten deutsche Wissenschaftler die Spuren auf ein Alter von etwa 11.000 Jahren datieren.

© WWU/Ralf Hetzel
Vor lief ein Mensch vor 11.000 Jahren während order kurz nach einem Vulkanausbruch über die frische Asche. So blieben seine Spuren der Nachwelt erhalten
Pompeji ging bei einem Ausbruch des Vesuvs unter, davon zeugen die in Vulkanasche konservierten Überreste der antiken Stadt. Auch an einem anderen Ort auf der Welt wurden menschliche Spuren durch Vulkanausbrüche verewigt - zwar weniger spektakulär, aber wissenschaftlich hochinteressant. So entdeckten Arbeiter im Vulkanfeld von Kula in der West-Türkei beim Bau eines Staudamms im Jahre 1969 menschliche Fußabdrücke, die in einer dünnen Schicht vulkanischer Asche erhalten geblieben sind. Das Alter der Fußabdrücke wurde nach dem spektakulären Fund heftig diskutiert, konnte aber nicht geklärt werden - bis jetzt. Eine neue Studie unter Federführung von Wissenschaftlern der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) belegt: Die Fußabdrücke sind etwa 11.000 Jahre alt.

Damit sind die Spuren, die ein Mensch während eines Vulkanausbruchs in der frischen Asche hinterließ, deutlich jünger als gedacht. Die Spanne vorangegangener Datierungen reicht von 250.000 Jahren bis 25.000 Jahren. Die genaue Kenntnis des Alters der Fußabdrücke kann nun Archäologen helfen, die Besiedlungsgeschichte der Region zu rekonstruieren.

Kommentar:


Map

Überraschender Fund eines 13.000 Jahre alten Mammuts in Mexiko

Funde kamen bei Bauarbeiten ans Licht und sind 13.000 Jahre alt
© reuters/inah
Die INAH-Archäologen, die es sonst eher mit präkolumbischen Artefakten zu tun haben, legten jede Menge Mammutknochen frei.
Mexiko-Stadt - Mexikanische Archäologen haben die Überreste eines nach ersten Schätzungen 13.000 Jahre alten Mammuts freigelegt. Die Knochen seien bereits im Dezember in Tultepec nördlich von Mexiko-Stadt während Bauarbeiten an einem Abwasserkanal entdeckt worden, wie das mexikanische Archäologie-Institut INAH mitteilte.

Es könnte sich dabei um ein Präriemammut (Mammuthus columbi) gehandelt haben, das weiter südlich als sein bekannterer Vetter, das Wollhaarmammut, lebte. Präriemammuts wurden noch größer als Wollhaarmammuts und zählten mit bis zu vier Metern Höhe zu den größten Rüsseltieren, die es je gegeben hat. Ob sie ebenfalls ein - möglicherweise weniger dichtes - Fell hatten, konnte bislang nicht eindeutig geklärt werden.

Meteor

Forscher finden Spuren eines gigantischen Asteroideneinschlags in Marble Bar, Australien

Katastrophe vor über drei Milliarden Jahren - Asteroid war laut Forschern 20 bis 30 Kilometer groß Canberra
In der Raumfahrtbranche wird heute über die problematische Zunahme von Weltraummüll rund um die Erde gestöhnt. Zum Glück haben wir es aber nicht mehr mit solchen Brocken zu tun, wie sie in der Zeit, als auf der Erde das Leben entstand, noch gang und gäbe waren.

Vor 4,1 bis 3,8 Milliarden Jahren etwa standen Erde und Mond im Trommelfeuer des sogenannten Late Heavy Bombardement, in dem zahlreiche Asteroiden und Planetesimale mit Durchmessern von mehreren Kilometern einschlugen. Auf dem Mond hinterließen Asteroideneinschläge vor 3,9 bis 3,8 Milliarden Jahren die noch heute sichtbaren Maria.

Eye 2

"Du bist mein" - Sklaverei in der Antike

Die Leistungen der klassischen Antike wären nicht denkbar gewesen ohne die Versklavung von Menschen. Seit 65 Jahren wurde dieses Phänomen an der Mainzer Akademie der Wissenschaften untersucht. Der Althistoriker Prof. Dr. Winfried Schmitz von der Universität Bonn hat das großangelegte Projekt in den vergangenen fünf Jahren geleitet. Jetzt ist es abgeschlossen.

© Wikipedia Commons
Römischer Soldat führt Kriegsgefangene in Ketten.
Relief aus Smyrna (heute Izmir, Türkei)
"Du bist mein, ich bin dein" - solche Worte gelten heutzutage als eine Bekundung der Liebe. In der Antike aber ließen sie sich wörtlich verstehen. Es gab Menschen, die "Besitz" eines anderen waren: die Sklaven. Sie galten als Sache, als lebendes Werkzeug. Ihr Eigentümer durfte sie benutzen, wie er wollte - oder sie töten, wie man ein altes Werkzeug wegwirft. Nur eine Chance hatte der Sklave: Wenn er Glück hatte, entließ sein Herr ihn irgendwann in die Freiheit

Uns heutigen Menschen fällt eine solche Vorstellung schwer. Und doch: Ein Großteil der historischen Leistungen der Griechen und Römer wäre ohne Sklavenarbeit nicht möglich gewesen. Der Althistoriker Prof. Dr. Winfried Schmitz von der Universität Bonn ist Experte für dieses Thema: Seit 2010 leitete er das Projekt "Forschungen zur antiken Sklaverei" an der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur. 1950 ins Leben gerufen, ist es jetzt (nach 65 Jahren) offiziell abgeschlossen. Es war von seiner Dauer das längste Projekt der Akademie überhaupt - und die fünf Jahre unter Bonner Leitung haben auf das beeindruckende Gebäude sozusagen das Dach gesetzt.

Kommentar:


Colosseum

Spätantikes Leben durch Asterius' frühchristliche Predigten überliefert

© Universum Film
Eine merkwürdige Rechtspraxis gab es im römischen Heer: Wenn ein Soldat ein schweres Verbrechen begangen hatte, kam es zu einer Art "stellvertretender Hinrichtung"
; dabei wurde der Mantel des Soldaten verbrannt, der Legionär selbst wurde lediglich degradiert und blieb dem Heer so erhalten. Dass sich Rechtshistoriker noch heute über dieses ungewöhnliche Strafverfahren streiten können, verdanken sie dem Prediger Asterius, der es in einer seiner Predigten überliefert hat. Insgesamt 31 Predigten (sogenannte "Homilien") zu den Psalmen hat Asterius verfasst, darunter auch eine Reihe von Osterpredigten. Der Theologe Professor Dr. Wolfram Kinzig von der Universität Bonn hat Asterius" Predigten nun erstmals vollständig aus dem Altgriechischen übersetzt und kommentiert.

Kommentar: Das Ende des Römischen Imperiums war unserer Zeit ähnlicher als wir normalerweise denken. Unser Wissen über historische Zeiten mit Geschichtsschreibung ist anscheinend manchmal ungenauer als man gemeinhin annimmt.


People 2

Am Ende der Eiszeit mischten sich Europäer mit Zuwanderern aus dem Nahen Osten

Forscher schreiben die genetische Geschichte der Menschen in Europa neu - auch mithilfe von Proben aus den Höhlen der Schwäbischen Alb

© interkcol / Instagram
Eine Zusammenarbeit zwischen den Max-Planck-Instituten in Jena und Leipzig und der Universität Harvard erlaubt zum ersten Mal einen umfassenden Einblick in die Populationsgeschichte Europas vor und während der letzten Eiszeit. Das internationale Forscherteam untersuchte die DNA von Menschen, die in der Zeit von der Erstbesiedlung des Kontinents bis zum Aufkommen der Landwirtschaft in Europa lebten. Die Wissenschaftler berichten in der Fachzeitschrift Nature über ihre Befunde, die sowohl auf Perioden langer Kontinuität als auch auf bisher unbekannte Bevölkerungsbewegungen hinweisen.

Die einzige bis heute überlebende Menschenart, der anatomisch moderne Mensch, erreichte Europa erstmals vor rund 45.000 Jahren. Hier lebte er ununterbrochen bis heute - doch das ist nur ein Teil der Geschichte. Das verraten die Gene. Eine groß angelegte genetische Studie an Überresten von 51 Menschen, die vor 45.000 bis 7.000 Jahren lebten, ergab eine Reihe von überraschenden Befunden aus der komplexen Urgeschichte der Europäer. So muss es am Ende der Eiszeit vor rund 14.500 Jahren eine Wanderungsbewegung von Menschen aus dem Nahen Osten nach Europa gegeben haben, auf die bis vor kurzem jeglicher Hinweis fehlte. An der Studie war ein großes Forscherteam beteiligt, darunter eine Arbeitsgruppe von der Universität Tübingen unter der Leitung von Professor Johannes Krause, der auch Direktor am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena ist. Unter den untersuchten frühen Europäern waren sieben Individuen, deren Überreste aus Höhlen der Schwäbischen Alb stammen. Die Studienergebnisse wurden in der Zeitschrift Nature veröffentlicht.

Kommentar: Es gibt anscheinend noch einiges Neues über unsere Vorfahren und Vorgänger in Europa zu entdecken.


Question

Was ist los? Doch keine verborgene Kammern in Tutanchamuns Grab oder Verschleierung?

Rätselraten um den angeblichen Nachweis noch verborgener Hohlräume, Durchgänge und Kammern im Grab des Kindpharao Tutanchamun. Die Ergebnisse von Radar-Scans, die ein Team der National Geographic Society im Grab des Tutanchamun durchgeführt hatte, um die Ergebnisse des Scans japanischer Kollegen zu überprüfen haben keine eindeutige Hinweise auf hinter den Wänden verborgene Kammern erbracht. Genaue Ergebnisse hält National Geographic derzeit aber noch zurück.

© Komp.: grenzwissenschaft-aktuell.de / verw. Materialien: gemeinfrei (Wand); GregorDS (WikimendiaCommons), CC BY-SA 3.0
Schematische Skizze der bislang bekannten Grabkammern des Tutanchamun (blau) vor dem Hintergrund der reich verzierten Nordwand hinter der einige Archäologen unentdeckte und immer noch unerkundete weitere Kammern vermuten (rosa). Copyright:
Kairo (Ägypten) - Während der japanische Professor Watanabe noch am vergangenen Wochenende seine Scans auf der internationalen Tutanchamun-Konferenz verteidigte, berichtete „National Geographic News“ selbst bereits am Folgetag über die übereinstimmende Kritik verschiedener Archäologen und Bodenradarexperten an der Interpretation der Daten im Sinne dahinter verborgener Kammern und deren Inhalt.

Gestützt auf die Aussagen Watanabes hatte das ägyptischen Antikenministerium zuvor erklärt, die Scans hätten nicht nur die Existenz der Kammern zu 90 Prozent belegt, sondern in diesen Kammern auch „Objekte aus metallischen und organischen Materialien“ ausgemacht (...GreWi berichtete).

Question

In Stein eingeschlossenes Artefakt in Russland gefunden: Struktur ähnelt einem Mikrochip

Ein in Stein eingeschlossenes Artefakt gibt der wissenschaftlichen Welt Rätsel auf. Der Struktur nach könnte es sich dabei um einen Mikrochip handeln.
© Youtube / Screenshot / UFOvni2012
Ein Artefakt in einem Stein, der im russischen Labinsk gefunden wurde, könnte Forschern zufolge ein fossiler Mikrochip sein. Der Fund könnte ein entscheidender Meilenstein zur Bestätigung fortschrittlicher prähistorischer Zivilisationen sein. Aber vielleicht wird er, wie so vieles vor ihm, still unter den Teppich gekehrt ...

Ein Fischer namens Viktor Morozov soll das Artefakt gefunden und der Universität in Nowoczerkaskie gestiftet haben. Bislang soll das Objekt nicht dem Stein entnommen worden sein, weil befürchtet wird, es könnte dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden.

Sherlock

15-jähriger Kanadier entdeckt „verlorene“ Maya-Stadt in Mexiko mit Hilfe einer Sternenkarte

Der kanadische Schüler William Gadoury hat auf Satellitenbildern möglicherweise eine bisher unbekannte Stadt der Maya in Zentralamerika entdeckt, wie The Independent schreibt.

© AFP 2016/ JANET SCHWARTZ
Der 15-Jährige aus Quebec hatte eine Theorie entwickelt, laut der die Maya-Stämme ihre Gebäude nach Sternbildern aufbauten. Er habe dann auf einer Sternenkarte ein Sternbild entdeckt, dem jedoch „eine Stadt fehlte“. Mithilfe von Satellitenbildern, die ihm von der kanadischen Weltraumbehörde zur Verfügung gestellt worden waren, entdeckte der Schüler eine Stadt an dem Ort, auf den der dritte Stern des Sternbilds hindeutete. Die Stadt befindet sich im mexikanischen Bundesstaat Yukatan. Der Kanadier taufte sie K'aak Chi (Feuermund).

Wie der Projektleiter der Weltraumbehörde Daniel De Lisle zugab, ist die Gegend, in der sich die verlorene Maya-Stadt befinde, schwer zu erforschen, weil sie zu dicht bewachsen ist. Trotzdem könne man auf Satellitenbildern in diesem Gebiet etwas erkennen, was „herausragt“. Laut De Lisle sehen einige Linien so aus, als sei da etwas unter einer großen Überdachung. Man könne durchaus davon ausgehen, dass es eine Art Konstruktion sei, die von Menschen errichtet worden sei.

Roses

Muttertag keine Erfindung der Nazis - Woher kommt er wirklich und was ist sein Zweck?

© Martinan - Fotolia.com
An einem bestimmten Tag im Jahr werden die Mütter gefeiert und ihr Einsatz wird mit Gedichten, Gebasteltem, Blumen und anderen Geschenken belohnt: der Muttertag. In Deutschland und vielen anderen Ländern fällt er auf den zweiten Sonntag im Mai - in diesem Jahr feiern wir ihn also am 8. Mai. Seit wann gibt es diesen Tag eigentlich? Wer hat ihn erfunden und wer hat ihn geprägt? Warum sind viele Frauen gar nicht so begeistert vom Muttertag?

© S. Hofschlaeger | pixelio
Es gibt viele gute Gelegenheiten, seiner Mutter zu zeigen, dass man sie liebt.
Der Muttertag - wo hat er eigentlich seinen Ursprung? Die weit verbreitete Vermutung, der Muttertag sei eine Erfindung der Nazis im Dritten Reich, ist nicht korrekt. Bereits die alten Griechen veranstalteten ein Fest zu Ehren der Mutter des Gottes Zeus. Diese Tradition ging mit dem Zerfall des alten Griechischen Reiches verloren, sie wurde aber von einigen Herrschern verschiedener Länder immer wieder aufgegriffen.

Ob diese sich dabei tatsächlich an der Tradition der alten Griechen orientierten, ist nicht ganz sicher. Im England des 13. Jahrhunderts wurde unter Heinrich III. der "Mothering Day" eingeführt. An diesem Tag sollten die Christen der "Mutter Kirche" gedenken und die ganze Familie kam zusammen, um gemeinsam in die Kirche zu gehen. Anfang des 19. Jahrhunderts wollte der französische Herrscher Napoleon, der sein Machtgebiet in Europa immer mehr ausweitete, einen Tag zu Ehren der Mütter einführen. Doch das Regime Napoleon Bonapartes wurde im Jahre 1815 endgültig gestürzt, und dieses Vorhaben wurde von den Franzosen nicht mehr umgesetzt.