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Mo, 20 Nov 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Verborgene Geschichte
Karte

Archaeology

3000 Jahre alte Zehenprothese aus dem alten Ägypten

© Universität Basel, LHTT; Foto: Matjaž Kačičnik
"Bestens mit der menschlichen Physiognomie vertraut" war der Hersteller dieser Prothese. Die Tochter eines Priesters konnte so wohl tatsächlich ihren verlorenen Zeh ersetzen.

Basler Ägyptologen haben die wohl älteste bekannte Prothese der Welt untersucht: eine Kunstzehe aus dem alten Ägypten, die fast 3000 Jahre alt ist. Nun attestieren die Forscher dem Hersteller der Prothese hohen Sachverstand. Spuren, die das Team des Projekts "Life History of the Theban Tombs" mit Mikroskopen, Computertomografie und Röntgengeräten analysierten, zeigen, dass die Prothese getragen und mehrfach angepasst wurde. Ihre Trägerin, eine Frau mit Namen Tabaketenmut, könnte ihren Zeh durch Diabetes verloren haben, spekulierten Forscher um den Münchner Pathologen Andreas Nerlich schon im Jahr 2000.

Colosseum

Klimawandel gab es schon häufiger: Klimaoptimum bescherte Römischem Reich fette Jahre

Heute gilt der Klimawandel als Ursache globaler Katastrophen. Für die Menschen der Antike waren Warmzeiten dagegen Garanten für gute Ernten. Kälte bedeutete Hunger, Not und Invasionen.

© picture-alliance / akg-images
Bis in die nördlichen Provinzen des Imperiums wurde Wein angebaut und mit ihm Handel getrieben
Olivenbäume, Weinreben und anderes, was man eher aus wärmeren Regionen kennt, warf vor 2000 Jahren auf britischem Boden Erträge ab. Tacitus (58-117), der so akkurate römische Historiker, hat es der Nachwelt überliefert. Heute, im Zuge der Klimaerwärmung etwa 2000 Jahre später, beginnt der Weinanbau im Süden Englands erneut. Rund 400, meist kleine Winzereien sind dort bereits entstanden. Zu Tacitus’ Zeiten soll man auf rund 500 Weinbergen geerntet haben.

Mit Olivenbäumen versucht es heute noch kein Brite, dafür müsste es wohl noch wärmer werden. Damals, in den Jahren um die Zeitwende, war alles möglich auf der Insel. Die vergleichsweise hohe Durchschnittstemperatur, Niederschläge, Sonnenschein, es passte für eine gedeihliche mediterrane Landwirtschaft.

Kein Wunder deshalb, dass Historiker bisher noch alle wärmeren Perioden, die der stete Klimawandel den Menschen immer wieder bescherte, als „Klimaoptimum“ bezeichnen - eine Sprachregelung noch aus der Zeit, bevor die Klimadebatte heiß lief. Heute warnen die meisten Klimaforscher beim Thema Erderwärmung vor einem Zuwachs an Naturkatastrophen, dem Meeresspiegelanstieg und der Unbewohnbarkeit weiter Landstriche. Ein Gipfeltreffen in Paris steht dieser Tage ganz im Zeichen dieser Prophezeiungen. Warmzeiten in der Geschichte sehen Historiker dagegen eher positiv.

Tacitus erfreute sich des „Römischen Klimaoptimums“, die Zeit 1000 Jahre später wird als das Mittelalterliche Optimum geführt. Besonders markant war wohl das Optimum im frühen Holozän, als sich nach der Eiszeit vor 11.000 Jahren große Teile der Nordhalbkugel in 50 Jahren um etwa zehn Grad erwärmten.

Kommentar: Bevor man den Klimawandel als Einnahmequelle entdeckte, wurden von Historikern bisher noch alle wärmeren Perioden, die der stete Klimawandel den Menschen immer wieder bescherte, als „Klimaoptimum“ bezeichnet. Klimawandel und auch abrupte Klimawechsel gab es immer wieder in der Erdgeschichte, schon vor dem Menschen. Und auf wärmere Zeiten - „Klimaoptima“ - folgten immer Kaltzeiten. Sind Sie wirklich darauf vorbereitet, dass auf das jetzige wärmere Klima wieder eine Kaltzeit folgt?


Archaeology

Hinweise auf aztekische Überlebende der spanischen Eroberung

© inah
Mexiko-Stadt - Mitten in Mexiko-Stadt haben Archäologen Gebäude und sterbliche Überreste adeliger Azteken entdeckt, die den spanischen Eroberern im 16. Jahrhundert offenbar widerstanden hatten und weiterhin ihre eigene Kultur pflegten. Das Gelände gehört zu dem alten Viertel Colhuacatonco, teilte das Nationale Institut für Anthropologie (Inah) mit. Das Viertel ist bekannt als Azteken-Rückzugsort während der spanischen Eroberung.

Die neuen Funde stützten die Vermutung, dass die Bewohner des Viertels nach dem Fall der Azteken-Hauptstadt Tenochtitlan passiven Widerstand gegen die Eroberer leisteten, sagte Maria de la Luz Escobedo, die Leiterin der Studie. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass die erste oder zweite Generation der Nachkommen von Tenochtitlan heimlich sieben Menschen nach der Tradition ihrer Vorfahren beerdigten", sagte sie. Bei den ausgegrabenen Knochen handelte es sich den Archäologen zufolge um die Überreste von drei Erwachsenen und vier ein- bis achtjährigen Kindern.

Fire

"Feuerkreis" ist 800 Jahre älter als Stonehenge und stammt aus der "dunklen Ära" Englands

Mysteriöses Monument: Zwei prähistorische Kreisanlagen nahe Avebury in England sind älter als bisher gedacht. Eine neue Radiokarbondatierung enthüllt, dass die beiden hölzernen Bauwerke bereits 5.300 Jahre alt sind - und damit rund 800 Jahre älter als das nahegelegene Stonehenge und die Steinkreise von Avebury. Erhalten sind von den beiden Palisadenkreisen nur verkohlte Reste, denn das Monument wurde von seinen Erbauern offenbar im Rahmen einer Zeremonie abgefackelt.

© Dickbauch~commonswiki /CC-by-sa 3.0
Blick auf die prähistorische Steinallee von West Kennet bei Avebury. Ganz in der Nähe liegen die Reste der beiden hölzernen Kreisanlagen.
Der Steinkreis von Stonehenge ist das wahrscheinlich berühmteste prähistorische Bauwerk überhaupt. Doch diese Megalith-Anlage ist kein Solitär: Die gesamte Landschaft rund um Stonehenge ist von Grabhügeln, astronomisch ausgerichteten Gräben und weiteren rituellen Bauten durchsetzt. Im nahegelegen Durrington Walls entdeckten Archäologen neben den bekannten Siedlungsresten eine gigantische Steinreihe - eine Art Superhenge.

Rätselhafte Holzmonumente

Auch das 37 Kilometer von Stonehenge entfernte Avebury besitzt gleich mehrere Steinkreise und gehörte zum prähistorischen Zeremonialkomplex dieser Region. Bereits in den 1960er und -70er Jahren wurden im nahegelegenen West Kennet die Überreste zweier hölzerner Kreisanlagen entdeckt. Sie bestanden aus kreisförmigen Gräben, in die aufrechte Holzpalisaden eingelassen waren. Zusammen bilden die beiden Kreise eine vier Kilometer große Anlage.

Kommentar:


Magic Hat

Unübertroffene technische Meisterleistung: Die rätselhaften Megalith-Bauten im westlichen Kaukasus

© BigStockPhoto
Der Westkaukasus erstreckt sich über 275.000 ha am äußersten westlichen Ende des Kaukasus-Gebirges und liegt ca. 50 km nordöstlich des Schwarzen Meeres. Es gehört zu den wenigen großen Bergregionen Europas, die keine bedeutende menschliche Besiedelung erlebt hat. Dennoch sind vor vielen Jahrtausenden innerhalb dieser unberührten Landschaft Tausende von alten Megalithbauten errichtet worden, von denen die Archäologen weder wissen, wer sie gebaut hat, woher die Steine kamen oder was ihr wahrer Zweck war.

Die Megalithen vom Kaukasus führen auch innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu vielen Spekulationen. Die Russen bezeichnen die megalithischen Bauwerke als Dolmen und rücken sie in die Richtung Grabstätte, doch Beweise gibt es dafür nicht, dass sie jemals für Beerdigungen genutzt wurden. Die Archäologen datieren ihr Alter auf 4.000 bis 6.000 Jahre, basierend auf Keramikfunde sowie menschliche Überreste in der Nähe. Es gibt jedoch keine Garantie dafür, dass diese Datierungsgrundlage zuverlässig wäre, schließlich können diese Artefakte auch erst sehr viel später da hinterlassen worden sein.

Es gibt zwar Zehntausende von Dolmen auf der ganzen Welt, insbesondere in Europa, doch die kaukasischen Dolmen stellen eine besondere Art der prähistorischen Architektur dar, denn sie wurden aus präzise bearbeiteten, außergewöhnlichen Steinblöcken gebaut. Die Steine wurden beispielsweise in 90-Grad-Winkel geformt, die scheinbar als Ecken gedacht waren und alle sind mit einem runden oder quadratischen Ausschnitt in der Mitte versehen - wobei die runden Löcher am häufigsten vorzufinden sind. Passende »Stein-Stöpsel« lagen fast jedem dieser Bauten bei, wahrscheinlich, um diese Ausschnitte zu versperren oder zu verschließen.

Kommentar: Folgender Artikel befasst sich mit einem ähnlichen Rätsel: Aus dem Kommentar dazu:
Viele archäologische Funde deuten auf vergangene Zivilisationen hin, von deren Wissen und Lebensart wir so gut wie nichts wissen, und deren Kenntnisse anscheinend andere Ausprägungen hatten als die uns heute bekannten. Wenn Sie mehr erfahren möchten über die Fülle von Hinweisen vergangener Kulturen und wie wenig wir tatsächlich über unsere wahre Geschichte wissen, können Sie Laura Knight-Jadzcyks Buch The Secret History of the World lesen, das hier und hier erhältlich ist.



Play

Verbotene Archäologie: Versunkene Welten auf dem Boden des Ozeans

In vielen Kulturen überall auf der Welt findet man alte Geschichten über wunderbare, wohlhabende Städte, die im Ozean untergegangen sind und niemals wieder gesehen wurden.

Zu den berühmtesten Mythen und Sagen dieser Art gehört sicherlich Atlantis, aber es gibt noch viele andere. Ist es also möglich, dass einige dieser Städte wirklich existieren?
„Sie merkten, dass die Menschen rebellierten und entschieden sich, sie auszulöschen. Tausende Pumas sprangen aus der Höhle und verschlangen die Menschen, die den Teufel um Hilfe anflehten. Aber der Teufel blieb von ihren Bitten unberührt. Als Inti, der Sonnengott, dies sah, weinte er. Seine Tränen waren so reichlich, dass das Tal nach 40 Tagen überflutet war.“ (Inka-Legende vom Titicacasee)
Wenn man die bekannten uralten Fundstücke, Artefakte und Überlieferungen aus heiligen Schriften betrachtet und das technologische Wissen bedenkt, das zu ihrer Anfertigung nötig war, führt dies zu anthropologischen Hypothesen, die unter anderem die Möglichkeit einer vorgeschichtlichen Menschheit einräumen.

Einige Funde lassen vermuten, dass vorgeschichtliche Zivilisationen Technologien beherrschten, die weit entwickelter waren als unsere heutigen.

Kommentar: Klaus Dona: Prähistorische Artefakte, die es nicht geben dürfte und die Neuschreibung der Menschheitsgeschichte


Better Earth

China: Über 5.000 Jahre alte Riesen-Menschen am Gelben Fluss entdeckt

Chinesische Archäologen haben in ihrer Heimat Knochen urzeitlicher Überriesen entdeckt, wie das lokale Newsportal „ecns.cn“ berichtet.
© CC0 / /
Weit über 1,90 Meter groß sollen diese Riesen gewesen sein.

„Diesen Wert haben wir durch Knochenuntersuchungen ermittelt. Zu Lebzeiten waren diese Menschen aber sicherlich noch größer. Die Ursache für ihren Körperbau könnte reichhaltige Nahrung gewesen sein, die ihnen zur Verfügung stand“, sagte Fang Hui, Leiter des Zentrums für Geschichte und Kultur an der Shandong University, laut dem Portal.


Kommentar: Oder eine Rasse von Riesen. Auf unserer englischen SOTT Seite haben wir einige Artikel aufgelistet, in denen in der Tat von menschlichen Skeletten die Rede ist, die mindestens 5 Meter groß waren. Gerade am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurde immer wieder über solche Funde berichtet.

Klaus Dona war sogar in der Lage zum ersten Mal menschliche Knochen zu untersuchen die 5 Mal größer sind als unsere Knochen. Das bedeutet, dass dieses menschliche Wesen mindestens 7,5 Meter groß war.

Wir halten es für wahrscheinlich, dass es in der Tat Rassen von Riesen auf der Erde gab. Für detailliertere Informationen ist dieses Buch zu empfehlen.

Fish

Das Massenaussterben zwischen Perm und Trias traf Groß und Klein gleichermaßen

© Brian Choo
Szene aus der frühen Trias: Acht Millionen Jahre nach dem Massenaussterben herrschte in den Meeren schon wieder ein ordentliches Getümmel.
Bei der globalen Katastrophe an der Perm-Trias-Grenze waren große Fische wider Erwarten nicht benachteiligt.

Bristol - Als eine evolutionäre Faustregel gilt, dass großgewachsene Tierarten von Massenaussterbeereignissen stärker betroffen sind als kleine: Ihr Körper braucht mehr Nahrung, ihr Fortpflanzungszyklus ist länger, oft sind sie weniger flexibel und damit anfälliger für Umweltveränderungen.

Just im größten Massenaussterben der Erdgeschichte glaubt ein internationales Forscherteam mit österreichischer Beteiligung nun aber eine Ausnahme gefunden zu haben: Dieses fand vor 252 Millionen Jahren, am Übergang des Zeitalters des Perm zur Trias, statt. Schätzungen zufolge fielen ihm zwei Drittel aller landbewohnenden Arten und sogar 95 Prozent der Meeresbewohner zum Opfer. Die Ursache dieser Katastrophe ist noch nicht endgültig geklärt. Als gängigste Erklärung gilt jedoch Vulkanismus in gigantischem Ausmaß, der eine Klimaveränderung und die Versauerung der Ozeane bewirkte.

Kommentar:


Archaeology

Peru: Forscher finden Rätsel-Treppe mitten in Vulkan-Krater

Bei einer Expedition im Nepeña Valley in Peru sind Archäologen auf etwas Seltsames gestoßen: Mitten in einem Vulkan-Krater entdeckten sie eine Treppe, wie das Nachrichtenportal Rambler News berichtet.

Professor Robert Benfer von der University of Missouri fand demnach mit seinen Kollegen bei den Ausgrabungen im Krater neben der Treppe auch eine Kammer mit Bänken und einer Feuerstelle. Darin befanden sich die Überreste von verkohltem Holz. Es wurde auch festgestellt, dass dort zuletzt zwischen 1492 und 1602 Feuer gezündet worden war.

Kommentar:


Dig

Erstes quadratisches Megalith-Bauwerk im Steinkreis von Avebury gefunden

Etwas Eckiges im Runden: Eigentlich sind Steinkreise typisch für die europäische Megalith-Kultur. Doch im britischen Avebury haben Archäologen nun erstmals ein quadratisches Stein-Monument entdeckt - etwas in dieser Größe und Komplexität vollkommen Neues. Ein Bodenradar machte die rund 30 Meter große Struktur aus aufrechtstehenden Steinen im Untergrund sichtbar. Wozu dieses vermutlich mindestens 5.000 Jahre alte Megalith-Bauwerk diente, ist bislang rätselhaft.
© Shutterstock/1000Words
Megalithe in der Anlage von Avebury. Im Zentrum des südlichen Innenkreises entdeckten die Archäologen ein Quadrat-Monument.
Die Steinkreise von Avebury sind weltberühmt. Ähnlich wie das nahegelegene Stonehenge gehören sie zum prähistorischen Zeremonialkomplex dieser Region - und sind UNESCO Weltkulturerbe. Das Megalith-Monument von Avebury umfasst den größten Steinkreis Europas mit rund 100 aufrechtstehenden Steinen und die Überreste zweier erst vor Kurzem entdeckter hölzerner Palisadenkreise.

Fahndung im Steinkreis-Zentrum

Jetzt haben Archäologen im südlichen Innenring von Avebury eine weitere Struktur entdeckt. "Schon lange gibt es Vermutungen, dass hier im Zentrum des Henge die ältesten Megalith-Bauten der Anlage liegen", erklären Mark Gillings von der University of Leicester und seine Kollegen. Dennoch war dieses Areal vorher nie mittels Bodenradar untersucht worden. Nur eine Ausgrabung im Jahr 1936 hatte erste Hinweise auf weitere Steine geliefert.

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