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Mo, 24 Jul 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Verborgene Geschichte
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Bronzezeitliche Erdgruben mit Schätzen der damaligen Wirtschaftsriesen gefunden

In Stillfried an der March wurden zahlreiche bronzezeitliche Erdlöcher mit ungewöhnlichem Inhalt gefunden

© picturedesk / erich lessing
Die Siedlung Stillfried an der March im östlichen Niederösterreich dürfte – an der Bernsteinstraße gelegen – ein regionales Wirtschaftszentrum der Bronzezeit gewesen sein, wovon dort gefundene Bronzeschätze zeugen
Wien - Der Ort ist strategisch gut gewählt: Von der Anhöhe aus hat man gen Osten eine erstklassige Sicht über die March mitsamt ihren Auwäldern, ansonsten prägt fruchtbares Ackerland das Umfeld. Der Fluss ist heute kanalisiert, Bahnlinie und Bundesstraße trennen seinen Verlauf vom Hügel. Die Felder indes gab es wahrscheinlich auch schon vor 2800 Jahren. Damals, gegen Ende der Bronzezeit, dürfte Stillfried eine wichtige Siedlung gewesen sein - und eine wohlhabende dazu.

Den Kern des Ortes bildete vermutlich die 1874 entdeckte und seit 1969 erforschte, rund 23 Hektar umfassende Wallanlage. Sie war womöglich der Sitz eines lokalen Herrschers und scheint gleichzeitig als Kultplatz gedient zu haben. Das gemeine Volk dagegen lebte offenbar außerhalb. "Die eigentlichen Wohnbereiche hat man noch nicht gefunden", wie Michaela Lochner vom Institut für Orientalische und Europäische Archäologie (OREA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien berichtet. Überreste von Werkstätten fehlen bisher ebenfalls.

Dass es solche gegeben hat, gilt allerdings als sicher. Stillfried war gewiss ein regionales Wirtschaftszentrum, sagt Lochner. Der Siedlungsplatz lag direkt an der Bernsteinstraße und kannte somit rege Handelstätigkeit.

Zusammen mit dem Warenverkehr kam auch ein kultureller Austausch zustande. Eine Bronzetasse zum Beispiel, "Typ Stillfried", wurde wohl vor Ort hergestellt, aber die Gestaltung weißt deutliche Ähnlichkeiten mit Gefäßen aus Italien auf. War der Handwerker einst dort in der Lehre? Vielleicht. Das Stück selbst muss ziemlich wertvoll gewesen sein, meint Lochner. Ihre Kollegen fanden die Tasse als Beigabe in einem Grab - ein Hinweis auf den Wohlstand des Verstorbenen.

Noch interessanter sind jedoch die mindestens 100 seltsamen Löcher, die man im westlichen Teil der Wallanlage entdeckte. Ihr durchschnittliches Fassungsvermögen beträgt etwa vier Kubikmeter. Die Gruben ähneln im Querschnitt überdimensionierten Erlenmeyerkolben, die bronzezeitliche Bewohner Stillfrieds haben sie sorgfältig im festen Lössboden des Plateaus ausgehoben. Vermutlich dienten diese Kammern als unterirdische Getreidespeicher. Die recht engen Öffnungen könnten mit Stroh und Lehm versiegelt worden sein, sagt Michaela Lochner. Sehr ähnliche Formen der Getreidelagerung waren auch anderswo in Europa lange Zeit üblich, bis in die Neuzeit hinein.

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Globalisierung im 17. Jahrhundert - Neue Einblicke auf die europäische Kolonisierung Asiens

Ausgrabungen in Taiwan belegen, dass die Region bereits im frühen 17. Jahrhundert ein Zentrum früher Globalisierung war

© Ortelius / Wikipedia
Die Südsee-Erkundungen James Cooks im 18. Jahrhundert sind in die Geschichte eingegangen, dabei gingen ihnen spanische Entdeckungsreisen voraus. Es ist bekannt, dass die Spanier, angefangen mit Ferdinand Magellan im Jahre 1521, den pazifischen Raum bereits im 16. und 17. Jahrhundert erkundeten. Bisher hatten Forscher dieser Tatsache nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt, was dazu geführt hat, dass anthropologische, historische und archäologische Erkenntnisse über diese Periode erster Globalisierung im pazifischen Raum weitgehend fehlten. Archäologische Ausgrabungen in einer Siedlung im Norden Taiwans, die unter Leitung von María Cruz Berrocal unternommen wurden, sind auf dem Weg, diese Forschungslücke zu schließen und eine neue Sicht auf die Kolonisierung der pazifischen Region zu eröffnen: In der kleinen spanischen Kolonie von ‚San Salvador de Isla Hermosa‘ ging es danach global zu.

Eine Ansiedlung auf der kleinen Insel Heping Dao, die zu der Stadt Keelung im Norden Taiwans gehört, war Gegenstand der Untersuchung. Bereits seit 2011 wurden dort Grabungen durchgeführt, die reiche archäologische Funde zutage förderten. Sie dokumentieren die Geschichte der Besiedlung der Insel: Die Region spielte seit der Frühgeschichte eine besondere Rolle in der Geschichte Taiwans und war auch in der Zeit der Kolonialisierung durch die Europäer von Bedeutung. ‚San Salvador de Isla Hermosa‘ wurde 1626 als spanische Kolonie auf Heping Dao gegründet und später durch die Niederländer eingenommen. Es folgten die Annexion durch die Chinesen sowie die japanische Besetzung bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges.

Spanier bewohnten die untersuchte Ansiedlung von 1624 bis 1642. Die Grabungen der internationalen Wissenschaftlergruppe unter der Leitung von María Cruz Berrocal belegten dies wesentlich eindeutiger, als zuvor angenommen worden war. Die Archäologen legten die Fundamente frei, die zu einer Kirche oder einem christlichen Konvent gehörten, und entdeckten auch den dazugehörigen Friedhof. »Die Funde zeigen, dass diese Kolonie keine marginale Rolle spielte. Taiwan war ein Knotenpunkt in den Handelsbeziehungen des Pazifikraums und damit auch Zentrum vielfältiger Kontakte«, erklärt María Cruz Berrocal, Research Fellow am Zukunftskolleg der Universität Konstanz und assoziiert mit dem Fachbereich Geschichte und Soziologie.

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Britischer Historiker will echtes Abbild von Jesus auf Münze entdeckt haben

© Sputnik
Der britische Historiker Ralph Ellis will auf einer Münze aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. die einzige richtige Abbildung von Jesus gefunden haben, berichtet die britische Zeitung „Daily Mail“ am Mittwoch.

Die meisten Wissenschaftler meinen, dass diese Münze König Manu VI. von Osroene (Edessa), einem alten Reich auf dem Territorium der heutigen südöstlichen Türkei, abbildet. Ellis ist seinerseits überzeugt: König Manu VI. und Jesus Christus sind dieselbe Person.

Der Historiker soll in Biografien von Manu und Jesus solche Gleichheiten und Überschneidungen gefunden haben, die seiner Meinung nach nicht zufällig sein können, schreibt das Blatt. Auf der Münze sei die Person, die später als „König Isas Manu“ sowie „Jesus Emmanuel“ bekannt wurde, so Ellis.

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Höhlenkundler Dr. Heinrich Kusch über die Ergebnisse seiner Erforschung der unterirdischen Erdgänge und Erdställe im Alpenraum

© Heinrich Kusch, aus: Tore zur Unterwelt, (Abb. 32), Verlag V. F. Sammler, 2009
Blick in einen sog. „Streblgang“ in der Oststeiermark. Trotz der stark fortgeschrittenen Verwitterung ist immer noch die große Sorgfalt zu erkennen, mit der hier einst gearbeitet wurde. Teilweise fand in deutlich späterer Zeit eine Sekundärnutzung als „Wassergang“ statt.
Graz (Österreich) - Schon von jeher kennt man gerade im Alpenraum unzählige unterirdische Gänge, Höhlen und Kammern, die teilweise künstlich erschaffen oder zumindest ausgebaut wurden. Um die Erdgänge und sogenannten Erdställe ranken sich zahlreiche Sagen, Legenden und auch moderne Mythen. Der Höhlenkundler Dr. Heinrich Kusch von der Universität Graz erforscht schon seit Jahren die unterirdischen Bauten und kommt zu ganz erstaunlichen, zugleich jedoch vielfach auch kontrovers diskutierten Ergebnissen. So sind einige der Anlagen offenbar rund 10.000 Jahre alt - doch je älter die teilweise in festen Fels getriebenen Gänge sind, desto genauer gearbeitet erscheinen sie. Für Kusch lassen die Bearbeitungsspuren und Präzision dieser Bauten bislang nur einen Schluss zu: Hier waren Maschinen am Werk. Im exklusiven Interview berichtet der Wissenschaftler gegenüber „Grenzwissenschaft-Aktuell.de“ (GreWi) über seine Forschung, Ergebnisse und deren Deutung.

GreWi: Sehr geehrter Herr Dr. Kusch, können Sie uns vorab kurz etwas über Sie selbst, Ihren Hintergrund und Forschung berichten?

© Ingrid Kusch
Dr. Heinrich Kusch
Dr. Heinrich Kusch: Bereits als Kind begann ich in der Besatzungszeit vor 1955 die zahlreichen kilometerlangen Luftschutzstollen im Grazer Schlossberg und im Stadtgebiet zu untersuchen. Diese waren damals unsere „Abenteuerspielplätze“. Ab dem Jahre 1957 begann ich dann als Jugendlicher Höhlen und unterirdische Anlagen mit Kollegen von höhlenkundlichen Organisationen und Vereinen systematisch zu erforschen und bin während meiner Jahrzehnten langen Berufslaufbahn ständig dabei geblieben.

So gesehen bin ich mehr als 60 Jahre lang anfangs als Höhlenforscher, später als Anthropospeläologe und Wissenschaftler mit unterirdischen Räumen eng verbunden. War es ursprünglich der Reiz des Abenteuers, so änderte sich dies bald und es wurde in den nachfolgenden Jahrzehnten zu einem Beruf der mich heute noch voll ausfüllt. In den nachfolgenden drei Jahrzehnten gelang es mir und meiner Frau Ingrid seit 1971 speziell in Europa, Asien, Afrika und Mittelamerika tausende Naturhöhlen aber auch unzählige künstliche unterirdische Anlagen (wie beispielsweise Kanaten, Höhlentempel, Grabanlagen u.v.a.m.) von frühen Hochkulturen zu untersuchen und zu erforschen.

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Riesentunnel in Südamerika sollen nicht von Menschen gegraben worden sein

© Heinrich Frank
Forscher am Eingang eines gewaltigen Baus in Brasilien.
Brasilia (Brasilien) - Ungewöhnlich große Tunnel und Höhlensysteme, deren Wände und Decken eigenartige Bearbeitungsspuren aufweisen und teilweise mehrere hundert Meter in festes Erd- und Felsreich führen, stellen Wissenschaftler vor ein Rätsel - lassen sich Ihre Merkmale doch durch keine bekannten geologischen Prozesse erklären. Jetzt haben brasilianische Wissenschaftler das Rätsel gelöst: Die Tunnel und Höhlen wurden einst von gewaltigen Säugetieren gegraben.

Seit 2010 haben Wissenschaftler um Amilcar Adamy von Serviço Geológico do Brasil (CPRM) zahlreiche der mysteriösen Bauten in Südbrasilien und an der Grenze zu Bolivien untersucht, von denen lokale Bewohner meist nur in Form von Legenden berichtet hatten.

Einige der bekannten Systeme winden sich von einigen Dutzend bis zu hunderten Metern durch Hügel und in den Erdboden. Die Gänge und Höhlen weisen meist Höhen von rund 2 Metern und sind annähern ebenso breit. Im Falle einer Anlage nahe Rondonia in der Amazonas-Region erreichen die Gänge eine Länge von mehr als 600 Metern. Hier, so haben die Forscher errechnet, wurden mehr als 4.000 Tonnen Erdreich aus dem teils felsigen Boden gegraben.

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Indien: Weltweit bislang größte Grabplatte mit Gewicht von 40 Tonnen entdeckt

© Deccan Chronicle
Die Archäologie-Abteilung des indischen Bundesstaates Telangana hat die größte Grab-Deckenplatte der Welt entdeckt. Der Fund gelang während Ausgrabungsarbeiten an einer prähistorischen Megalithstätte im Distrikt Siddipet.

„Wir können sicher sagen, dass dies die größte Deckenplatte in Südindien und eines der größten des Landes ist. Wir können nicht behaupten, dass es die weltweit größte ist, da es noch viel größere geben könnte, wir wissen es nicht", so D. Ramulu Naik, Assistentdirektor des Telangana Archaeology and Museums Departments gegenüber dem Deccan Chronicle. Demnach ist es zumindest die bislang größte uns bekannte Deckenplatte der Welt.

Der Steinkoloss gehört zu einem prähistorischen Grab und bildete die Decke. Er ist 6,70 Meter lang, vier Meter breit, 65 cm dick und bringt schätzungsweise 40 Tonnen auf die Waage. Am 21. März hob ein großer Kran die riesige Steinplatte aus dem Boden der Ausgrabungsstätte im Dorf Narmeta. In dieser Region befinden sich rund 50 verschiedene Megalithbauten, die zwischen 1000 v. Chr. und 200 n. Chr. als Grabstätte errichtet wurden. Auf die Frage, wie es die damaligen Menschen ohne moderne Kräne geschafft haben, solche massiven Grabplatten zu heben, beantwortete Naik so: „Zuerst könnten sie das Grab in der Nähe einer riesigen Steinplatte gegraben haben, es dann mit Kies gefüllt und den Deckenstein darüber bewegt haben, indem man ihn entweder über runde Steine oder Holzstämme rollte. Oder sie haben ein Loch unterhalb einer riesigen Steinplatte gegraben und dann ihre Toten darin bestattet."

Die Archäologen wollen auch noch DNA-Tests von verschiedenen Knochenfragmente durchführen, die ebenfalls dort entdeckt wurden und bei der Ermittlung helfen könnten, woher diese prähistorischen Menschen kamen, wie ihre Ernährung und Lebensstil aussah sowie warum sie ausstarben.

Kommentar: Zur der Frage, wie es möglich gewesen sein könnte, diese schwere Platte ohne sog. 'moderne' Hilfsmittel herstellen und heben zu können:
  • Weltweit größte Megalithe unbekannter Hochkultur in Sibirien gefunden: Wie konnten Menschen die 3000 Tonnen schweren Steine schneiden und transportieren?

Zitat des Redaktions-Kommentar:
Viele archäologische Funde deuten auf vergangene Zivilisationen hin, von deren Wissen und Lebensart wir so gut wie nichts wissen, und deren Kenntnisse anscheinend andere Ausprägungen hatten als die uns heute bekannten. Wenn Sie mehr erfahren möchten über die Fülle von Hinweisen vergangener Kulturen und wie wenig wir tatsächlich über unsere wahre Geschichte wissen, können Sie Laura Knight-Jadzcyks Buch The Secret History of the World lesen, das hier und hier erhältlich ist.



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Überraschende ägyptische Ritualbilder aus der Jungsteinzeit entdeckt

© David Sabel
Die rund 6000 Jahre alten Felsgravuren von Qubet el Hawa.
Bonn (Deutschland) - In der nähe der altägyptischen Nekropole Assuan haben Bonner Archäologen Felsbilder aus dem vierten Jahrtausend vor Christus entdeckt. Die Darstellungen stellen möglicherweise ein Bindeglied zwischen der Jungsteinzeit und der altägyptischen Kultur dar.

Wie das Team um den Altägyptologen Prof. Dr. Ludwig Morenz von der Universität Bonn berichtet, wurden die Zeichnungen in Form kleiner Punkte in den Fels graviert und zeigen Jagdszenen, wie sie auch in Schamanendarstellungen vorkommen.

„Seit mehr als 100 Jahren ist Qubet el Hawa (deutsch: Hügel des Windes) ein Anziehungspunkt für die Archäologie“, erläutert die Pressemitteiling dr Universität und führt zum Fundort weiter aus: „Während zahlreicher Grabungskampagnen wurden auf dem Hügel in der Nähe von Assuan in Ägypten über 80 Felsengräber freigelegt. Die Geschichte dieser Nekropole der Provinzhauptstadt Elephantine reicht von etwa 2200 bis in das vierte Jahrhundert vor Christus. Es handelte sich um einen bedeutenden Handelsstützpunkt der Ägypter in Nubien, deren Eliten in den Felsengräbern bestattet wurden.“

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500 Jahre alte Mumien in Kristallsärgen in China entdeckt

Bauleute haben bei Erdarbeiten in der chinesischen Provinz Henan eine edle Grabstätte entdeckt, wie die Zeitung „South China Morning Post“ berichtet. Fachleute staunen: Die Totenkleider der darin beerdigten, über 500 Jahre alten Leichen sind in sehr gutem Zustand.

In der Grabstätte seien die aus Kristallglas bestehenden Särge eines Mannes und einer Frau gefunden worden, schreibt das Blatt. Vorläufigen Schätzungen zufolge handele es sich bei den Beerdigten um einen ranghohen Beamten und seine Gattin aus der Zeit der Ming-Dynastie. Das Ehepaar sei für seinen Status recht bescheiden beerdigt worden, betont die Zeitung. Erstaunlicherweise sei die Kleidung der beiden Toten nahezu perfekt erhalten.

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Die Entstehung des Postmodernismus: Waffe der CIA im Kampf gegen US-kritische Intellektuelle

© Quelle: Reuters Ina Fassbender
Wie dachte die französische Intelligenzija? Und wie konnte man sie für einen pro-US-amerikanischen Kurs gewinnen?
Ein mittlerweile öffentlich zugänglicher Bericht der CIA aus dem Jahr 1985 belegt das große Interesse der CIA an so genannten poststrukturalistischen Denkern wie Michel Foucault, Jacque Lacan und Rolandes Barthes. Das Missionsziel: die Spaltung der Linken.

Wir schreiben das Jahr 1971. Am 7. Januar startet zum letzten Mal ein Flugzeug mit dem Entlaubungsmittel Agent Orange an Bord, um seine todbringende Fracht über Vietnam zu versprühen. Im Juni desselben Jahres beginnt die New York Times damit, geheime Pentagon-Papiere über den Vietnam-Krieg zu veröffentlichen. US-Präsident Richard Nixon versucht über die Justiz, weitere Veröffentlichungen zu verhindern - scheitert aber später vor dem Obersten Gerichtshof der USA.

Im selben Jahr wird es zu einem bemerkenswerten Zusammentreffen kommen. Der französische Philosoph, Psychologe und Soziologe Michel Foucault trifft in einem niederländischen Fernsehstudio auf den US-amerikanischen Linguisten Noam Chomsky. Das Thema der Diskussion lautet "The Human Nature: Justice versus Power" ("Die Menschliche Natur - Gerechtigkeit gegen Macht"). Es entwickelt sich eine tiefgreifende Diskussion darüber, ob der Mensch überhaupt so etwas wie die vielzitierte menschliche Natur hat, und darüber, inwieweit der Mensch ein Produkt gesellschaftlicher Bedingungen ist. Doch vor allem geht es um ein Thema: Wer wird den intellektuellen und politischen Diskurs der Zukunft dominieren?

Am Ende der Diskussion wird Chomsky ernüchtert feststellen, noch nie einen solchen Amoralisten getroffen zu haben wie Foucault. Die 1960er, 1970er und auch noch die 1980er Jahre markieren nicht nur die Spaltung der Welt in NATO und Warschauer Block, zwischen Kapitalismus und Kommunismus. Auch in der westlichen Intelligenzija kommt es zu einem folgenschweren Bruch. Dieser sollte sich Jahrzehnte später in einer Aufspaltung des linken Spektrums in eine so genannte kulturelle Linke und eine soziale Linke manifestieren.

Kommentar: Viele der hier angesprochenen Punkte werden auch in Lobaczewskis Buch Politische Ponerologie behandelt. Darunter fällt die Korrumpierung von Disziplinen (v.a. Geistes-, Sozial- und Neurowissenschaften), die psychopathischen Individuen an der Macht gefährlich werden könnten sowie die Neutralisierung von (potentiell) kritischen Intellektuellen. Denn das unkorrumpierte Wissen in Verbindung mit Mut und Umsicht kann dazu ermächtigen, den Finger auf die Wunde zu legen und jene Machthaber zu entmachten. Die CIA ist als psychopathisches Machtkonglomerat und wesentlicher Bestandteil unserer Pathokratie natürlich ein Gegner wahrhaft kritischen Intellektualismus, der die Existenz der CIA bedrohen könnte.

© SOTT
Politische Ponerologie: Eine Wissenschaft über das Wesen des Bösen und ihre Anwendung für politische Zwecke



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Die rätselhaften "Turnbull Ruinen" in Florida

Der »Old Fort Park«, wo diese rätselhafte Steinanlage steht, ist eine archäologische Stätte in New Smyrna Beach, im Zentrum des US-Bundesstaates Florida.
New Smyrna Beach ist eine vielseitige, kleine Stadt am Meer und besitzt ein Geheimnis, dass Historiker noch nicht ganz zu lösen geschafft haben. Dort befinden sich die seltsamen »Turnbull Ruinen«, die teilweise den Eindruck erwecken, man hätte damals begonnen, eine Pyramide zu bauen und dann mittendrin aufgehört - denn es ist nur der vermeintliche Grundriss zu sehen. Aber wer hat diese unvollendete Anlage gebaut und wozu?

Einige Historiker vermuten, dass die Gemeinde, die jetzt als New Smyrna bekannt ist, die ursprüngliche Stadt St. Augustine war. St. Augustine gilt als die älteste durchgehend besiedelte Stadt der Vereinigten Staaten von Amerika und liegt ca. 115 Kilometer nördlich von New Smyrna Beach. Diejenigen, die diese Theorie unterstützen, glauben nämlich, dass die archäologische Stätte 500 Jahre älter als das heute bekannte St. Augustine wäre.