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Di, 21 Feb 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Verborgene Geschichte
Karte

UFO 2

Zeigt ein 300 Jahre altes Buchcover ein UFO?

Ein kleines Bild sorgt 300 Jahre nach seinem Entstehen für Furore im Netz. „Liber De Coloribus Coeli, Accedit Oratio Inauguralis De Deo Mathematicorum Principe” lautet der lange lateinische Titel des Buches, dessen Cover die Spekulationen um Aliens und fliegende Untertassen einmal mehr anheizt. Verfasst wurde das Werk von dem Mathematiker Johann Caspar Funck offenbar bereits im Jahre 1716.
Interessant wurde das Buch für alle Verschwörungstheoretiker aufgrund einer kleinen Holzstichillustration auf der Vorderseite. Was sie so besonders macht? Sie zeigt ein flaches, rundes Objekt, welches gefolgt von Blitzen aus den Wolken in Richtung eines tosenden Meeres stürzt. Zugegebenermaßen erinnert es stark an ein Raumschiff, wie es Fans von Sci-Fi-Filmen kennen.

Wie der Mirror verlauten lässt, ist diese Abbildung eines unbekannten Flugobjekts für viele Schreiberlinge in einschlägigen Foren und Blogs der Beleg, dass es bereits vor hunderten von Jahren UFO-Sichtungen gab.

Demnach deuten die Blitze auf eine Art elektrisches Antriebssystem hin und auch die klassische Untertassen-Form sei ungewöhnlich für eine solch alte Abbildung. Während es über die Jahrhunderte viele Zeichnungen von unterschiedlichsten Flugmaschinen gab, sei dieses Bild ungewöhnlich nah an der modernen UFO-Variante.

Kommentar: Es ist weder auszuschließen, dass es sich dabei um ein UFO handelt oder vielleicht sogar um einen Himmelskörper. Der Inhalt des Buches ist auf lateinisch verfasst und es kann aus diesem Grund nicht auf den Inhalt und möglichen Erklärungen für dieses Bild rückgeschlossen werden.


Pyramid

Überraschender Fund in Peru: Erde gibt tonnenschweren Inka-Altar frei

© AFP
Eine große Überraschung erlebten Arbeiter im Süden von Peru bei Räum- und Reinigungsarbeiten am Fluss Vilcanota, als sie darin auf einen verschollen geglaubten Inka-Altar stießen.

Wie das peruanische Kulturministerium am Mittwoch mitteilte, lag das mächtige Steinobjekt im Fluss Vilcanota in der peruanischen Region Cusco und war durch den sinkenden Pegelstand des Gewässers zum Vorschein gekommen. Es wiegt rund 20 Tonnen, ist 2,50 Meter lang, einen Meter hoch und stammt vermutlich aus der Zeit zwischen 1200 und 1500 nach Christus.

Kommentar:


Star

Himmelsscheibe, und Sonnenwagen und Goldhüte - Rätselhafte Artefakte der europäischen Bronzezeit

Was wussten die Menschen im bronzezeitlichen Mitteleuropa über den Himmel? Welche Kalender nutzten sie? Weil diese Kulturen keine Schrift kannten, ist ihr Weltbild und Wissen noch immer rätselhaft. Nur Funde wie die Himmelscheibe von Nebra, die Goldhüte oder der Sonnenwagen liefern erste - nicht immer unumstrittene - Anhaltspunkte.

© Dbachmann/Wikipedia
Die Himmelsscheibe von Nebra
Solche "stummen Zeugen" des astronomischen Weltbilds unserer Vorfahren sind eine Rarität - man kann sie fast an einer Hand abzählen. Das Problem dabei: Das auf diesen Objekten Dargestellte und auch ihre Funktion lässt sich auf ganz unterschiedliche Weise interpretieren. Denn eine "Gebrauchsanleitung" fehlt. Kein Wunder also, dass Archäo-Astronomen bei der Erforschung dieser Epoche und Region oft im Dunkeln tappen müssen - was es nicht weniger spannend macht.

Stumme Zeugen - Reise in das Europa der Bronzezeit

Vor rund 4.000 Jahren war Mitteleuropa alles andere als ein Nabel der Welt - eher im Gegenteil. Denn die großen kulturellen Durchbrüche fanden damals anderswo statt: Am Mittelmeer, in Mesopotamien, Ägypten und im fernen Indien blühten die Hochkulturen, die Menschen dort bauten Großstädte, kommunizierten per Schrift und entwickelten komplexe Gesellschafts- und Verwaltungsstrukturen. Von ihren Errungenschaften zeugen die zahlreichen schriftlichen Zeugnisse, die diese Kulturen hinterließen.

Kommentar: Die Gesellschaft in der Bronzezeit war vermutlich anders als wir heute annehmen. Auch wenn die Menschen hierzulande damals keine Monumentalbauten errichteten und die Schrift benutzten, muss dies nicht bedeuten, dass ihre Kultur weniger hochstehend war als die Kulturen im östlichen Mittelmeerraum. Es könnte jedoch bedeuten, dass bei ihnen psychopathische Menschen weniger Chancen hatten die Macht zu ergreifen und auf Kosten ihrer Mitmenschen zu existieren.


Sherlock

Antikythera - Antiker Computer: Taucher finden Skelett im Antikythera-Wrack

Bei dem sogenannten Mechanismus von Antikythera handelt es sich um eine komplexe, feinmechanische Apparatur, deren Überreste vor etwas mehr als hundert Jahren von Schwammtauchern aus einem römischen Schiffswrack vor der griechischen Insel Antikythera geborgen wurden. Die Komplexität des Räderwerks ist nach bisherigem Wissensstand für die Antike einzigartig und wurde erst wieder von Uhrmachern im spätmittelalterlichen Europa erreicht. Nach Jahrzehnten der intensiven Erforschung des Mechanismus selbst, haben Archäologen nun im Wrack erstmals ein menschliches Skelett entdeckt, aus dem sie sogar hoffen, analysierbare DNA extrahieren zu können.

© Brett Seymour, EUA/WHOI/ARGO
Taucher bei der Bergung der ersten im Schiffswrack von Antikythera entdeckten Skelettüberreste.
Woods Hole (USA) - Wie das internationale Team Archäologen und Experten des griechischen Kultur- und Sportministeriums und Brendan Foley von der Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI) aktuell berichtet, gelang ihnen mit der Entdeckung des noch erstaunlich gut erhaltenen Schädels, Kiefers, Zähnen Arm- und Beinknochen, Rippen und anderen Fragmenten der erste Fund menschlicher Überreste in dem legendären Wrack überhaupt. Weitere Skelett-Teile sind immer noch in den Wrackteilen eingebettet und sollen bei weiteren Tauchgängen noch geborgen werden.

People 2

Uralte Proteine helfen bei der Unterscheidung zwischen modernem Menschen und Neandertaler

Forscher entschlüsseln uralte Proteine von Neandertalern aus dem Châtelperronien

Für die Beantwortung der Frage, was für Fähigkeiten die Neandertaler besaßen und warum sie ausgestorben sind, nimmt die archäologische Kultur des Châtelperronien eine Schlüsselstellung ein. Trotz intensiver Forschung blieb jedoch unklar, wer die Châtelperronien-Kultur geschaffen hatte: der moderne Mensch oder der Neandertaler. Bislang gab es keine direkten molekularen Daten für Neandertaler im Zusammenhang mit dem Châtelperronien. Um dieses Problem zu lösen, hat sich ein internationales Forscherteam jetzt aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Proteinanalyse zunutze gemacht und in Kombination mit zahlreichen weiteren Belegen zeigen können, dass während des Châtelperronien Neandertaler die Grotte du Renne, eine archäologische Stätte im nördlichen Zentralfrankreich, bewohnten.

© M. Hardy
Eingang zur Grotte du Renne (rechts).
Die Forscher bestimmten mit Hilfe des "Peptide Mass Fingerprinting", einer Methode zur Analyse der für ein bestimmtes Protein typischen Masse, ob eine Probe menschliche Überreste enthielt. So konnten sie 28 zusätzliche Proben aus einer dem Châtelperronien zugeordneten Sedimentschicht als menschlich identifizieren, was zuvor anhand der Knochenfragmente nicht möglich gewesen war. Durch die Kombination von Methoden aus der Paläoproteomik und der Paläogenetik konnten sie schließlich feststellen, dass die Knochenfragmente von einem einzelnen noch nicht abgestillten Neandertalersäugling stammten. Die 14C-Daten des Babys bestätigen die Zuordnung zum Châtelperronien.

Die aktuelle Studie belegt nun erstmals, dass es allein mit Hilfe der Paläoproteomik - also anhand der Bestimmung von Protein-Aminosäure-Sequenzen - möglich ist, zwischen verschiedenen jungsteinzeitlichen Gruppen innerhalb unserer Gattung zu unterscheiden. "Die Unterscheidung zwischen modernen Menschen, Neandertalern und Denisova-Menschen anhand uralter Proteine eröffnet uns neue spannende Möglichkeiten bei der zukünftigen Erforschung der Herkunft und evolutionären Geschichte dieser Arten", sagt Erstautor Frido Welker vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie und der Universität York. "Die in den jungsteinzeitlichen Knochen enthaltenen alten menschlichen Proteine bergen wertvolle Informationen zur Stammesgeschichte und den Lebensvorgängen dieser Menschen."

Kommentar:


Sun

Rätsel um das "Mädchen von Egtved" - Sie wurde in Dänemark begraben, stammte aber aus dem Schwarzwald

Vor 3400 Jahren pendelte ein junges Mädchen zwischen Dänemark und dem Schwarzwald. Jetzt rätseln Archäologen: War es die Priesterin eines Sonnenkults?

© The National Museum of Denmark
Kleidung, Schmuck und Grabausstattung des Mädchens von Egtved
Es muss Sommer in Jütland gewesen sein, als das Mädchen nahe Egtved starb, mit nicht einmal 18 Jahren. Es war brünett, seine Haare trug es seitlich kürzer geschnitten, im Nacken halblang. Der Minirock aus einzelnen, raffiniert gedrehten Wollfäden umspielte seine Beine. Außerdem trug es eine Bluse mit halblangen Ärmeln, in einem Stück gewoben. Seine Hüfte umschlang ein gewebter Gürtel, daran hing eine Bronzescheibe mit geschwungenen Verzierungen, die vielleicht an die Sonne erinnern sollte. Ein bronzener Ohrring und zwei Armreifen dienten ihm als Schmuck.

"Sie sieht auf gewisse Weise sehr modern aus in ihrem Minirock und dieser Art T-Shirt", sagt Karin Margarita Frei, Archäologin am Dänischen Nationalmuseum. Genauer lässt sich ihr Aussehen allerdings nicht mehr rekonstruieren, denn die junge Frau starb vor 3400 Jahren. Woran genau, wissen die Forscher nicht. "Mithilfe von forensischen Methoden haben wir in ihren Haaren Spuren gefunden, die auf Stress oder auch eine Erkrankung hindeuten", sagt Frei. Sie hat die erhaltenen Überreste untersucht.

Wie Ötzi, der Mann aus dem Eis, öffnet auch das Mädchen aus Egtved ein Fenster in die Vergangenheit. Weil der Baumsarg, in dem man es aufwendig begraben hatte, ein spezielles Mikroklima schuf, blieben vor allem die Kleidung, die Haare, die Nägel und die Zähne gut über die Jahrtausende geschützt. So können Forscher heute viel über sein Leben und die damalige Zeit sagen. Zwar zerfielen die Knochen aufgrund des sauren Bodenklimas, aber Blütenpollen an der Kleidung beispielsweise verraten, dass es in einem Sommer gestorben sein muss, gerade als die Schafgarbe blühte.

Frei und ihre Kollegen vom Dänischen Nationalmuseum und vom Zentrum für Textilforschung an der Universität Kopenhagen entschlüsselten nun ein weiteres Geheimnis des mumifizierten Mädchens: Es stammte, anders als bislang angenommen, gar nicht aus dem dänischen Jütland oder der nahen Umgebung, sondern aus dem Schwarzwald. Das war für die Forscher eine Überraschung. "Das Mädchen legte in seinen letzten beiden Lebensjahren große Distanzen zurück", sagt Frei. Erstmals konnten Forscher so detailliert die letzte Zeitspanne im Leben eines Menschen aus der Bronzezeit rekonstruieren.

Kommentar: Die Gesellschaft in der Bronzezeit war globalisierter und auch anders als wir heute annehmen.


Cloud Lightning

Die Grote Manndränke 1362 und Rungholt, das Atlantis der Nordsee

Ob Atlantis oder Vineta - Legenden von Orten, die im Meer versanken, haben bis heute nichts von ihrer Faszination verloren. Eine davon, die Geschichte von Rungholt, spielte sich direkt vor unserer Haustür ab, in der Nordsee.

© historisch
Das versunkene Rungholt, eingezeichnet auf einer Karte von Johannes Blaeu, 1662
Der Sage nach wurde die reiche, aber sündige Stadt von einer gewaltigen Flut als „Gottesgericht” in den Untergang gerissen. Bis heute ist allerdings weder klar, wo Rungholt genau lag, noch ob es tatsächlich eine wohlhabende Stadt oder gar ein bedeutender Handelshafen war.

Archäologen, Historiker und jede Menge Laienforscher sind auch jetzt noch auf Spurensuche. Sie studieren alte Quellen, durchsuchen das Watt zwischen Pellworm, der Hallig Südfall und Nordstrand und streiten sich - teilweise erbittert - um die korrekte Interpretation der historischen Berichte und archäologischen Funde.

Kommentar:


Sun

Quedlinburg: Kreisgrabenanlage wurde für Beobachtungen von Sirius und Sonne verwendet

Errichtet wurde die fast 100 Meter durchmessende Kreisgrabenanlage bei Quedlinburg in der frühen Jungsteinzeit vor rund 6.800 Jahren. Genutzt wurde sie - das zeigen jetzt die Ergebnisse mehrjähriger Ausgrabungen - unter anderem für astronomische Beobachtungen des Aufgangs der Sonne und des Fixsterns Sirius.


Blick auf die Ausgrabungsarbeiten an der Kreisgrabenanlage nahe Quedlinburg.
Copyright/Quelle: Institut für Prähistorische Archäologie der Freien Universität Berlin
Berlin (Deutschland) - „Eine Lücke im äußeren Grabenring war auf den 40 Kilometer entfernten Brocken ausgerichtet, an dessen Flanke man zu den Tag- und Nachtgleichen die Sonne untergehen sah“, berichtet die Pressemitteilung der Freien Universität Berlin (FUB). „Weitere astronomische Untersuchungen legen zudem nahe, dass durch die nach Südost und Südwest ausgerichteten Tore der Auf- und Untergang des Sirius, des hellsten Fixsternes am Nachthimmel, beobachtet werden konnte.“

„Einzelne Mitglieder der jungsteinzeitlichen Gesellschaft verfügten über komplexes Wissen“, erklärt Dr. Wolfram Schier, FUB-Professor für Prähistorische Archäologie, der die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Grabungen leitete. „Sie scheinen über genug Autorität oder Überzeugungskraft verfügt zu haben, um andere zu einer beträchtlichen gemeinschaftlichen Arbeitsleistung für eine monumentale Anlage ohne erkennbaren ökonomischen Nutzen motivieren.“

Dig

Frühmittelalter: Nördlichster Teil des Karlsgrabens aus der Zeit Karls des Großen ausgegraben

© Grafik nach http://franconica.uni-wuerzburg.de/ub/fries/pages/fries/101.html.
Darstellung des Karlsgraben-Baus in der Chronik des Lorenz Fries (16. Jahrhundert
Der Karlsgraben ist das bedeutendste und ambitionierteste Infrastrukturprojekt des frühen Mittelalters in Zentraleuropa: Karl der Große wollte im Jahr 793 einen durchgehenden Schifffahrtsweg zwischen Rhein und Donau schaffen. Der etwa drei Kilometer lange Kanal ist eines der größten Bodendenkmäler Süddeutschlands. Nun liefern aktuelle Ausgrabungen einer Forschergruppe der Universitäten Jena, Leipzig und Kiel, des Leibniz-Institutes für Photonische Technologien Jena sowie des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege neue Ergebnisse.

© Lukas Werther/FSU
Flechtwerkmatte aus Ästen im Böschungsbereich der Fahrrinne des Karlsgrabens, die offenbar zur Stabilisierung des Untergrunds diente.
Die genaue Bauzeit dieses Bauwerks war lange umstritten. Erst 2013 konnte der Karlsgraben durch eine Ausgrabung und die dendrochronologische Untersuchung der Bauhölzer in das Jahr 793 datiert werden. Bislang war ungeklärt, ob der Karlsgraben jemals fertiggestellt wurde oder ob das Kanalbauprojekt unvollendet blieb. Es fehlte nicht nur der Nachweis für die mögliche Schiffbarkeit des Kanals, sondern auch der Nachweis für den Anschluss des Kanals an den Bach Rezat. Bis vor wenigen Jahren war insbesondere der nördlichste Teil des Bauwerkes der Forschung noch völlig unbekannt.

Nach den aktuellen Forschungsergebnissen ist der Kanal bis unmittelbar an den Bachlauf der Rezat ausgeschachtet und teilweise auch dort mit aufwändigen Holzeinbauten stabilisiert worden. Ein internationales Grabungsteam unter Leitung von Dr. Lukas Werther von der Friedrich-Schiller-Universität Jena dokumentierte bei der Grabung zahlreiche Bauhölzer, darunter mächtige Eichenbohlen und Flechtwerkmatten zur Stabilisierung der Kanalböschungen. Die Archäologen sicherten auch Abfälle von der Bearbeitung der Hölzer vor Ort. Dank des hohen Grundwasserstandes und der Überdeckung mit Sedimenten unmittelbar nach dem Bau sind die mittelalterlichen Holzkonstruktionen konserviert und in außergewöhnlich gutem Zustand erhalten geblieben.

Map

"HMS Terror": Verschollenes Schiff nach 168 Jahren wiedergefunden - Dank eines Inuit

Gjoa Haven - Fast 170 Jahre lang waren die zwei Schiffe verschollen, mit denen Sir John Franklin die Nordwestpassage finden wollte. Jetzt führte ein Inuit die Forscher zum Wrack der HMS Terror. Sie führte ihren Namen zurecht.
© Arctic Research Foundation/dpa
Am Ende kam der entscheidende Tipp von einem Inuit-Ureinwohner. Trotz jahrelanger, teurer Suche mit Satellit und Unterwasseraufnahmen hatten Forscher das britische Expeditionsschiffs HMS „Terror“ nicht aufspüren können, das im Eis der Arktis stecken blieb und 1848 aufgegeben wurde. Jetzt, rund 170 Jahre später, hat der Inuit-Jäger Sammy Kogvik die Wissenschaftler zum Wrack geführt. Und eines der großen Geheimnisse der Schifffahrt gelüftet.

Sir John Franklin hatte versucht, die Nordwestpassage zu finden, den viel kürzeren nördlichen Seeweg um Amerika. Er starb 1847 während der Expedition. Was geschah, nachdem seine Schiffe „HMS Erebus“ und „HMS Terror“ im Eis eingeschlossen wurden, ist bis heute unklar - jedenfalls kam keiner der Männer durch. Lange wurde vermutet, dass die 105 überlebenden Crewmitglieder versuchten, sich ihren Weg vom im Eis gefangenen Schiff nach Süden zu bahnen. Knochenfunde bestätigen, dass die Überlebenden am Ende in ihre Verzweiflung zu Kannibalen wurden.