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Do, 24 Mai 2018
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Verborgene Geschichte
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Studie bestätigt: Wikinger nutzten wahrscheinlich „Sonnensteine“ als Navigationshilfe

Forscher von der Budapester Eötvös-Universität haben ein Experiment durchgeführt, welches die Legende über das Navigieren der Wikinger mit sogenannten Sonnensteinen bestätigt hat. Die entsprechende Studie ist in der wissenschaftlichen Zeitung "Die Proceedings of the Royal Society" veröffentlicht.

Gemälde Wikingerschiff Küste Grönland
© Historisch/ Jens Erik Carl Rasmussen
Der Legende nach sollen die sogenannten Sonnensteine den Wikingern bei bewölktem Himmel beim Navigieren über die Meere geholfen haben. Schon 1967 hatte ein dänischer Archäologe bestätigt, dass es sich beim Sonnenstein um einen das Licht auf besondere Art brechenden Kristall gehandelt habe - wahrscheinlich Kalzit, Turmalin oder Cordierit.

Laut dem Artikel haben Denez Szaz und seine Kollegen von der Budapester Eötvös-Universität mit den genannten drei Steinen experimentiert. Sie wollten die Genauigkeit dieser hypothetischen Navigation bestimmen und testeten die Steine unter 1080 simulierten Wetterbedingungen und Sonnenständen.

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Kanada: Neue Funde bestätigen Legende der Heiltsuk-Indianer

Seit Hunderten - vielleicht sogar Tausenden - von Jahren erzählen die mündlichen Überlieferungen der Heiltsuk, dass ihre Vorfahren vor langer Zeit zum Überleben in eine kanadische Küstenregion geflüchtet sind, die während der Eiszeit wärmer und eisfrei geblieben war. Nun scheinen Wissenschaftler diese vermeintliche Legende mit handfesten Funden bestätigen zu können.

Ausgrabung
© Joanne McSporran
Die Heiltsuk (auch Bella Bella genannt), sind ein Indianerstamm an der nordwestlichen Pazifikküste in British Columbia, Kanada. Sie gliedern sich in die Unterstämme der Bella Bella und Klemtu, wobei die Bella Bella die größere Gruppe bilden und ihre Regierung Heiltsuk Nation heißt. Und seit unzähligen Generationen wissen ihre Stammesgeschichten zu berichten, dass ihre frühen Vorfahren einst gezwungen waren, sich an der Küste Kanadas niederzulassen, um den frostigen Bedingungen während der Eiszeit zu entfliehen.

Nun haben offenbar Ausgrabungen auf Triquet Island, an der kanadischen Zentralküste von British Columbia, diese Behauptung bestätigen können, wie der lokale Nachrichtendienst CBC News berichtet. Archäologen um Dr. Alisha Gauvreau von der University of Victoria und ein Forscherteam vom Hakai Institute hatten dort im Jahr 2016 Ausgrabungen vorgenommen und mehrere Teile einer alten Siedlung entdeckt. Darunter geschnitzte Holzwerkzeuge und Holzkohle, in einer dünnen horizontalen Bodenschicht, einem sogenannten Paläoboden. Die anschließend durchgeführte Kohlenstoffdatierung ergab, dass die Fragmente ein Alter zwischen 13.613 und 14.088 Jahren aufweisen - also Tausende von Jahren älter, als die ägyptischen Pyramiden.

Archaeology

Luxor: 3.500 Jahre altes Grab mit vier Mumien entdeckt

Luxor Fund altes Grab
© Nariman El-Mofty/AP
Der Hauptbestattete im Grab war ein Goldschmied namens Amenemhat aus der 18. Dynastie (1550BC bis 1292BC).
In Theben-West, nahe dem Tal der Könige, haben Archäologen in einer altägyptischen Nekropole eine 3.500 Jahre alte Grabanlage entdeckt, die für einen Goldschmied und seiner Familie angelegt wurde.

Wie das Ägyptische Ministerium für Antiquitäten am vergangenen Samstag in einer Pressekonferenz mitteilte, wurde die Grabstätte aus der 18. Dynastie (1550 - 1292 v. Chr.) in der Nekropole Dra 'Abu el-Naga bei Luxor entdeckt. Die Grabanlage besteht aus einem kleinen Raum und einer acht Meter darunter liegenden Grabkammer, in den die Mumien von einem Mann, einer Frau und zwei Kindern lagen. Hieroglyphen, die im Grab angebracht wurden, berichten, dass es ursprünglich für einen Goldschmied namens Amenemhat, seiner Frau Amenhotep und deren beiden Kindern errichtet wurde. Amenhotep ist ein sehr ungewöhnlicher Name für eine Frau, da er im alten Ägypten eigentlich nur für Männer verwendet wurde. Die Inschriften berichten zwar darüber, dass Amenhotep den Titel »Dame des Hauses« trug, doch wieso sie einen Männernamen erhielt, erklären sie nicht und so bleibt es vorerst ein Rätsel.

Document

Freigegebene CIA-Dokumente enthüllen: Hitler überlebte und floh nach Kolumbien

Adolf Hitler
© Bundesarchiv
Adolf Hitler
Freigegebene CIA-Dokumente offenbaren, dass Hitler am 30. April 1945 vermutlich keinen Selbstmord in seinem Führerbunker begangen hat und das Ende des 2. Weltkriegs überlebt hat.

Im Jahre 1955 erreichte den CIA-Chef für Geheimoperationen in der »Western Hemisphere Division« (WHD) ein geheimes Memo von dem amtierenden Stationschef in Venezuela. Darin schreibt er, dass er von einem seiner Informanten namens CIMELODY-3 den Hinweis erhalten habe, dass Hitler den 2. Weltkrieg völlig unbeschadet überlebt und sich in Argentinien eine neue Existenz aufgebaut habe. CIMELODY-3 habe den Tipp von einem Freund erhalten, der kein geringerer als der ehemalige SS-Soldat Phillip Citroen war. Und Citroen behauptete, in regelmäßigem Kontakt mit Hitler zu stehen, der nun unter dem Namen Adolph Schuttlemayer in Argentinien lebe.

Das Dokument schloss mit der Feststellung, dass keiner der Beteiligten in der Lage sei, die Angelegenheit einer geheimdienstlichen Auswertung zu unterziehen und dass sie als von »möglichem Interesse« weitergeleitet wurde. Doch der WHD-Chef hatte bei seinen Recherchen einen weiteren ähnlichen Bericht entdeckt, indem auch schon in 1954 zuvor Zeugen behauptet hatten, dass nicht nur Hitler, sondern eine ganze Gruppe von Nazis nach Südamerika geflohen wären und dort unerkannt leben würden.

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Terroranschlag 11. September 2001

9/11
Ein Video zum Thema des Terroranschlags am 11. September 2001.


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Wurde Südamerika bereits vor 23.000 Jahren besiedelt?

Amazonas Regenwald
Mitten in Amazonien haben Menschen Riesenfaultiere gejagt - lange vor den ersten Hochkulturen in Nordamerika. Wie alt ist die Siedlungsgeschichte der »Neuen Welt«?

Auch die Besiedlung Südamerikas erfolgte vielleicht deutlich früher als lange angenommen. Dies legt eine neue Datierung von Knochenornamenten nahe, die im Inneren von Brasilien gefunden wurden: Selbst ins Zentrum des Kontinents waren Menschen wohl schon vor mehr als 20.000 Jahren vorgedrungen.

Die verzierten Knochen waren in der Ausgrabungsstätte von Santa Elina in Zentralbrasilien gefunden worden, die zwischen Mitte der 1980er Jahre bis 2004 frei gelegt wurde - vor Ort hatten Menschen verschiedener Kulturen zu unterschiedlichen Zeiten immer wieder länger gesiedelt, sobald das wechselnde Klima das nachhaltige Überleben von Jagdkulturen zuließ. In den drei ältesten, untersten Siedlungsschichten fanden sich auch Knochen des Glossotherium-Riesenfaultiers, welches vor spätestens 10.000 Jahren ausgestorben ist. Die Datierung dieser an einer Feuerstelle gefundenen Knochen auf etwas über 12.000 Jahre vor heute war allerdings heftig umstritten - und auch, ob eine Bohrung der typischen Knochenplatten des Tiers wirklich von Menschen stammt.

Colosseum

Bleileitungen erzählen Geschichte(n) von Aufstieg und Fall des Römischen Reiches

Über Jahrhunderte hinweg haben Bleileitungen der Kapitale Schwermetalle in den Hafen des alten Rom gespuckt. Heute erzählen sie die Geschichte von Aufstieg und Fall des Imperiums - und seiner Kanalisation.

Römisches Forum
© ROMAOSLO / Getty Images / iStock (Ausschnitt)
Die Idee, eine Trinkwasser-Bleivergiftung sei schuld am Untergang des Römischen Reichs, hat mittlerweile nur auf Webseiten Konjunktur, die Verschwörungstheorien zum Geschäftsmodell machen. Sie war aber auch vorher schon grober Unfug, wie vor Jahren bereits französische Forscher um Francis Albarède von der Université Claude Bernard-Lyon ausgerechnet hatten. Wahr bleibt allerdings, dass die Bleileitungen des Wasserleitungssystems im alten Rom jahrhundertelang das Schwermetall abgeleitet haben, zum Beispiel über den Tiber in den römischen Haupthafen Ostia. Jetzt haben die bekannten Bleialthistoriker aus Frankreich noch detailreiche Auswertungen von Sedimentuntersuchungen nachgelegt und können daran ablesen, wann das Kanalsystem Roms - und damit das Herzstück der Infrastruktur des Reichs - entstand, Höchstleistungen vollbrachte und verfiel.

Die Forscher hatten die Sedimentproben im Umkreis der antiken Hafenanlagen von Ostia genommen und die Bleikonzentrationen in den verschiedenen, genau datierten Sedimentschichten gemessen. Zur Überraschung der Forscher flossen die bleihaltigen Abwässer erst ab dem zweiten Jahrhundert vor der Zeitenwende in das Hafenbecken von Ostia - also wohl gut 150 Jahre nachdem im späten 4. Jahrhundert v. Chr. in Rom die Aquädukte Aqua Appia und Anio Vetus entstanden waren, über die Wasser nach Rom geleitet wurde. Offensichtlich versorgten beide - über Terrakotta und Holzleitungen - zunächst nur einzelne Brunnen und kommunale Wasserentnahmestellen.

Kommentar:


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Versunkene römische Stadt Neapolis vor Tunesien entdeckt

Archäologen haben die Ruinen der alten römischen Stadt Neapolis entdeckt, die vor rund 1.700 Jahren durch einen Tsunami zerstört wurde.
Unterwasser Taucher
Wo genau sich diese altrömische Stadt befand, war unseren Forschern bislang ein Rätsel, denn es gibt kaum historische Überlieferungen über sie. Ihre Bürger hatten sich während des Dritten Punischen Krieges von 149 - 146 v. Chr. mit Karthago verbündet anstatt mit Rom und der endete mit der Zerstörung Karthagos und der Versklavung seiner Einwohner durch die Römer. Lediglich der römische Soldat und Geschichtsschreiber Ammien Marcellin erwähnte sie in seinen Schriften und sorgte dadurch, dass unsere Historiker von Neapolis erfahren.


Man nahm an, dass Neapolis nach dem schweren Erdbeben vor Kreta am 21. Juli 365 durch den nachfolgenden Tsunami zerstört wurde, der auch Küstenregionen Zentral- und Südgriechenlands, Libyens, Ägyptens, Zyperns sowie Siziliens traf und große Verwüstungen anrichtete. Jetzt hat ein italienisch-tunesisches Archäologenteam bekanntgegeben, dass sie tatsächlich die Ruinen von Neapolis auffinden konnten, die unter Wasser auf einem 20 Hektar großen Gebiet vor der Küste von Tunesien liegen.

Question

Rätsel um Lehmmischung der Terrakotta-Armee gelöst?

Forscher haben herausgefunden, nach welchen Rezepten die berühmte Terrakotta-Armee produziert wurde. Die Handwerker verwendeten demnach eine einheitliche Lehmmischung, der aber je nach Zweck verschiedene Zutaten beigemischt wurden. Eine straffe Organisation und feste Arbeitsteilung sorgte dabei für einheitliche Standards. Entgegen früheren Annahmen müssen die Tonfiguren zudem in festen Öfen gebrannt worden sein, wie Materialanalysen nahelegen.

Terrakotta Armee

Die Terrakotta-Armee beeindruckt durch die enorme Anzahl und Kunstfertigkeit ihrer Figuren. Aber auch ihre Fertigung war erstaunlich komplex und fortgeschritten.
Generäle, Bogenschützen, Infanteristen, Offiziere, Wagenlenker: Die Terrakotta-Armee des chinesischen Kaisers Qin Shihuangdi ist einzigartig und weltberühmt. Mehr als 7.000 lebensechte Figuren ließ der Kaiser für sein Grabmal fertigen und in Kriegsformation aufstellen. Ein Großteil dieser Soldaten wurde aus vorgefertigten Tonteilen zusammengesetzt und dann individuell verziert und mit erstaunlich lebensechter Mimik ausgestattet. Analysen belegen zudem, dass die Figuren einst bunt bemalt waren.

Wie wurden sie hergestellt?

Rätselhaft jedoch blieb bisher, wie und wo die unzähligen Figuren produziert wurden. "Wegen ihrer Größe und ihres Gewichts nimmt man zwar an, dass die Tonfiguren im oder in der Nähe des Mausoleums gefertigt worden sind, aber bisher sind weder Werkstätten noch Produktionsabfälle in dessen Umfeld entdeckt worden", berichten Patrick Sean Quinn vom University College London und seine Kollegen.

Auch die Technik, mit der die Tonkrieger hergestellt wurden, ist ebenso unklar wie umstritten. Einige Forscher vermuten, dass die Handwerker vorwiegend ungebrannten Ton verwendeten. Es gibt aber auch Analysen, die auf ein Brennen des Materials hindeuten. Um mehr Aufschluss über den Fertigungsprozess der Tonkrieger zu erhalten, haben Quinn und seine Kollegen Proben von 14 Terrakotta-Figuren analysiert und mit Proben von fünf Tonziegeln des Bodens und Resten der Lehmfüllung von drei bronzenen Statuen aus dem Grab verglichen.

Airplane Paper

Rätsel gelöst? Weibliche Pilotin Amelia Earhart 1937 bei Erdumrundung im Pazifik verschollen

Beim Versuch, als Erste die Erde fliegend am Äquator zu umrunden, verschwindet Amelia Earhart

Amelia Earhart
© Courtesy George Palmer Putnam Collection of Amelia Earhart Papers, Courtesy of Purdue University Libraries, Karnes Archives and Special Collections
Amelia Earhart
Es scheint, als habe diese Frau bereits alles erreicht: Wo immer Amelia Earhart mit ihrem Flugzeug landet, strömen die Menschen zusammen, bejubeln die Pilotin, die zahlreiche Rekorde aufgestellt hat. Doch nun, in ihrem 40. Lebensjahr, plant sie den schwierigsten Flug ihres Lebens: Sie will als erster Mensch die Erde entlang des Äquators umfliegen.

1920 ist die damals 23-Jährige erstmals in ein Flugzeug gestiegen, für einen zehnminütigen Rundflug. Sie ist sofort begeistert, nimmt Flugstunden, erhält schon bald die Pilotenlizenz.

1928 wird George P. Putnam auf sie aufmerksam. Der Verleger hat im Jahr zuvor die Autobiografie von Charles Lindbergh veröffentlicht und sucht nun das weibliche Pendant des Atlantikfliegers: eine Pilotin, die er einem großen Publikum verkaufen kann.

Putnams Plan: Earhart soll als erste Frau den Atlantik überfliegen, allerdings als Passagierin - die beiden Piloten lassen sie im Juni 1928 während des Flugs von Neufundland nach Wales nicht für eine Minute ans Steuer. Doch das interessiert keinen der Journalisten, die über die Reise berichten: Sie machen sie zu einem der bekanntesten Menschen der Erde.