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Do, 25 Aug 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Verborgene Geschichte
Karte


Handcuffs

Antikes Massengrab in Athen: Wurden hingerichtete Putschisten hier beerdigt?

80 Männer, die Hände gefesselt und gleichzeitig beerdigt: Archäologen vermuten, dass es sich um Anhänger des Olympia-Siegers Kylon handeln könnte, der im 7. Jahrhundert vor Christus die Macht an sich reißen wollte.

© AFP
80 Männer, viele von ihnen mit gefesselten Händen: Archäologen haben in Athen ein Massengrab aus dem 7. Jahrhundert vor Christus entdeckt.
In Paleo Faliro, einem am Meer liegenden Vorort von Athen, sollen eine neue Nationalbibliothek und eine Nationaloper gebaut werden. Wie immer, wenn auf einer Baustelle Zeugnisse vergangener Zeiten auftauchen, sind aber erst mal die Archäologen dran: Schon mehr als 1500 Gräber aus dem achten bis fünften vorchristlichen Jahrhundert haben sie auf dem Gelände ausgegraben, die von einer Vielzahl unterschiedlicher Bestattungsriten zeugen. Aber in den vergangenen Wochen machten sie einen überraschenden Fund: Die Archäologen legten insgesamt 80 männliche Skelette frei, säuberlich aufgereiht nebeneinander - ein Massengrab (auf diesem Bild gut zu erkennen). Aber offensichtlich handelt es sich nicht um eines von Opfern einer Krankheitsepidemie oder im Kampf für ihre Heimatstadt getötete Krieger. Vielen der Toten waren die Hände mit eisernen Fesseln zusammengebunden, einem die Füße - als seien sie hingerichtet worden.

Kommentar:


Fire

Waren Vulkanausbrüche Ursache für das Ende der Antike?

Zwei Eruptionen veränderten das Klima vor 1.500 Jahren so stark wie nie seither

Missernten, Krankheiten und eine geheimnisvolle Wolke: Der Übergang von der Spätantike ins Mittelalter vor rund 1500 Jahren war eine Zeit der Krisen. Warum, blieb unklar - bis jetzt. Denn Forscher haben nun herausgefunden, dass zwei Vulkanausbrüche hintereinander das Klima der Nordhalbkugel stark beeinträchtigten. Sie kühlten das Klima um bis zu zwei Grad ab und dimmten jahrelang die Sonne. Das könnte einige der gesellschaftlichen Umbrüche der damaligen Zeit erklären.


© historisch /Pierre-Jacques Volaire
Die Folgen gleich zweier Vulkanausbrüche könnten das Ende der Spätantike gefördert haben. Hier eine historische Darstellung eines Vulkanausbruchs am Vesuv.
Dass Vulkanausbrüche das Klima verändern können, ist nichts Neues. Bekannt ist dieser Effekt beispielsweise für das "Jahr ohne Sommer" nach dem Ausbruch des Tambora im Jahr 1815 und schon in der Urzeit könnten heftige Eruptionen sogar Massenaussterben ausgelöst haben. Grund für diesen Abkühlungseffekt sind vor allem schwefelhaltige Aerosole, die die Sonneinstrahlung abschirmen.

Krisen, Krankheiten und Hunger

Den Verdacht, dass Vulkane auch am krisenhaften Übergang von der Spätantike zum Mittelalter schuld waren, gibt es schon länger. Denn Baumringe und zeitgenössische Chroniken zeugen von klimatischen Veränderungen und damit einhergehenden gesellschaftlichen Krisen in den Jahren ab 536 nach Christus. So berichten zeitgenössische Chronisten wie der Byzantiner Prokopius von einer mysteriösen Wolke, die das Licht der Sommersonne über dem Mittelmeer verdunkelte.

Das gesamte Jahrzehnt zwischen etwa 1535 und 1540 war im Mittelmeerraum und wahrscheinlich auf der gesamten Nordhalbkugel geprägt von Krisen und Katastrophen. Bereits im letzten Jahr hatten Forscher dann in Eisbohrkernen Hinweise darauf entdeckt, dass es genau zu jeder Zeit zwei große Eruptionen gegeben haben könnte.

Kommentar: Vulkanausbrüche sind eine mögliche Ursache für diese Katastrophe; Kometeneinschläge und Meteoriten, die viele Partikel in die Erdatmosphäre gebracht haben, eine andere. In Zeiten mit vielen Kriegen in denen die herrschenden Eliten die Menschen drangsalierten, traten gehäuft Naturkatastrophen und Seuchen auf. In diesen vergangenen Zeiten verstanden die Menschen, dass der menschliche Geist und die Zustände der kollektiven menschlichen Erfahrung sowohl den Kosmos als auch Phänomene auf der Erde beeinflussen. Lesen Sie dazu die folgenden Artikel:


Question

Archäologen meinen: Nazca Geheimnis ist enträtselt

Italienische Archäologen haben mit Hilfe von Aufnahmen aus dem Weltraum das Geheimnis der Wasserkanäle auf der Hochebene Nazca in Peru entschlüsselt, wie BBC meldet.
© Capture d'écran. YouTube
Die Hochebene von Nazca, auch Nazca-Linien, ist durch ihre geheimnisvollen Zeichnungen bekannt. Es wird angenommen, dass die verschwundene alte Zivilisation von Nazca mehr als 30 riesige Darstellungen von Tieren und Pflanzen, mehrere Hundert abstrakte geometrische Figuren und 13 000 Linien geschaffen hatte, von denen viele aus dem Weltraum zu sehen sind. Alle Objekte liegen auf der 70 Kilometer langen wüstenartigen alpinen Hochebene von Nazca.

Wissenschaftler hatten schon lange vermutet, dass die spiralartigen Linien auf der Hochebene von Nazca, die mit Wasserkanälen (auch puquios genannt) enden, in alten Zeiten Aquädukte gewesen waren. Jedoch konnte der Mechanismus der Wassergewinnung erst mit Hilfe von Aufnahmen aus dem Weltraum festgestellt werden.

Pyramid

"Urbanismus" und "Big Data" vor 6000 Jahren - Erforschung von Uruk im Südirak

Urbanismus? Big Data? Alles entstanden vor 6000 Jahren in Uruk im Süden des Irak. Eine Reise zu den deutschen Archäologen, die die Rätsel der antiken Stadt erforschen.

© Th. Kneppe / DAI Orient-Abteilung
Punktwolkenansicht des Gareus-Tempels, erstellt durch die Firma bgis Kreative Ingenieure GmbH.
Dann, eines Tages, stieg Inanna hinab in die Unterwelt, und bleierne Lustlosigkeit senkte sich auf Mensch und Tier. Die Schriften aus Sumer und Akkad klangen alarmiert:

"Kein Stier bestieg mehr eine Kuh, kein Esel eine Eselin, kein Jüngling schwängerte ein Mädchen auf der Straße. Der junge Mann schlief in seinem Zimmer, das Mädchen in der Gesellschaft seiner Freunde."

© Katharina Eglau
Blaue Zierkacheln in Uruk.
Schlimme Sache. Die Zukunft der Menschheit stand praktisch auf der Kippe. Inanna, Göttin des Krieges und der Liebe, Inanna, die Unersättliche, die sich sechzig und wieder sechzig Männer nahm, konnte unberechenbar sein. Eine Herausforderung für Anhänger konventioneller Geschlechterbeziehungen war sie sowieso. Mit Schwulen und Transsexuellen als Tempelpersonal, auch Prostituierten. Inanna war der Rausch der Reproduktion, reines Leben. Blau war ihre Farbe. Ischtar ihr babylonischer Name. Jeder Gott im Zweistromland hatte einen Wohnsitz, Inannas war Uruk, "die Stadt der Dirnen, Kurtisanen und Edelnutten". Große Hure Babylon? Das kam alles später.

Man sieht Uruk die heilige Zügellosigkeit nicht mehr an. In den kleinen und großen Haufen, die sich im Süden des Irak aus einer schier endlosen Ebene bis zur verwehten Spitze des Stufentempels erheben, erkennt man nur mit viel Vorstellungskraft die Stadt, oder: die Matrix für das urbane Prinzip schlechthin, erfunden hier vor fast 6 000 Jahren.

Kommentar: Die normalen Menschen von Uruk hatten anscheinend Ähnliches auszuhalten wie wir heute. Die Welt von Uruk ist vor langer Zeit untergegangen. Denselben Weg gingen Babylon und das Römische Reich. Werden wir aus dieser Geschichte noch Lehren ziehen oder wird uns eine Lehre erteilt, indem wir ihr Schicksal teilen?


Colosseum

Sensationsfund in Carnuntum: Quartiere der Garde des römischen Statthalters entdeckt

Bei der Auswertung der geophysikalischen Messungen im Gebiet der ehemaligen römischen Stadt Carnuntum in Niederösterreich konnten Wissenschaftler des Ludwig Boltzmann Instituts die unmittelbar an den Statthalterpalast angrenzenden Quartiere der Leibgarde des Statthalters identifizieren - der bislang einzige in dieser Eindeutigkeit und Dimension nachweisbare derartige Fund im gesamten Gebiet des ehemaligen Imperium Romanum.

© 7reasons / IKAnt / LBI ArchPro
Rekonstruktion der in Carnuntum entdeckten Lagers für die Leibgarde des Statthalters.
Beinahe die gesamte römische Stadt, die einst über 10 km² bedeckte, ist heute noch unter den Feldern und Weingärten der Orte Petronell-Carnuntum und Bad Deutsch-Altenburg erhalten. Im Rahmen des Projektes »Gesamtprospektion Kernzone Carnuntum« wurde das Areal vom Ludwig Boltzmann Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie (LBI ArchPro) in enger Zusammenarbeit mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik und dem Institut für Kulturgeschichte der Antike der Österreichischen Akademie der Wissenschaften mit Magnetfeldsensoren und Bodenradar durchleuchtet. Derzeit wird der riesige Datensatz wissenschaftlich ausgewertet.

Die Auswertungen der Messergehnisse haben nach der Entdeckung der Gladiatorenschule im Jahr 2011 und den frühesten Marschlagern im Jahr 2014 als nächstes wissenschaftlich ausgewertetes Fallbeispiel einen bislang völlig unbekannten Befund an der westlichen Peripherie von Bad Deutsch-Altenburg kenntlich gemacht: im Südbereich des (bereits bekannten) Statthalterpalastes von Carnuntum konnte jetzt eindeutig nachgewiesen werden, dass hier im direkten funktionalem Zusammenhang die Kasernen der Statthaltergarde (equites und pedites singulares) dem Statthalter der Provinz Pannonia Superior zur Verfügung standen. Dies ist, wenn man das Imperium Romanum überblickt, bislang der einzige Standort, wo Statthaltersitz und seine »Bewachungstruppe« verortet werden können. Von keinem Limesort gibt es diesbezüglich archäologische Befunde, selbst in Rom sind die Hinweise auf die Prätorianergarde des Kaisers sehr mager. Einzig eine kleine bauliche Struktur in Lambaesis/ Algerien könnte auf einen ähnlichen Komplex für den dortigen Statthalter hindeuten. Durch die Entdeckung der neuen Quartiere ist nunmehr auch klar, warum der Statthalter der Provinz Pannonia Superior sehr sicher agieren konnte: er war zu seinem Schutz nicht auf die ständig im benachbarten Legionslager stationierten Soldaten der 14. Legion angewiesen, sondern konnte voll auf die von allen Limesstandorten der Provinz temporär abgestellten Truppeneinheiten vertrauen.

Kommentar: Überbleibsel des Römischen Reiches: Artikel zur römischen Geschichte:


Bad Guys

Wie Eliten Menschenopfer nutzten um Ungleichheit in historischen Gesellschaften aufzubauen

Rituelle Menschenopfer spielten eine wichtige Rolle beim Aufbau hierarchischer Gesellschaften. Denn sie trugen entscheidend dazu bei, dass die sozialen Eliten ihre Macht über die unteren sozialen Schichten festigen und weiter ausbauen konnten. Das zeigt eine neue in Nature veröffentlichte Studie. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena, der Universität Auckland und der Viktoria Universität Wellington untersuchten dabei den Zusammenhang zwischen der Tötung von Menschen und wie ungleich oder hierarchisch eine Gesellschaft strukturiert war.

© Unbekannt
Tötung eines menschlichen Opfers. Gemälde von Jacques Arago, 1819. Coloriert durch Joseph Watts. University of Auckland
»Religion wird traditionell als ein Schlüsselfaktor für Moral und Kooperation in Gesellschaften gesehen, aber unsere Studie zeigt, dass religiöse Rituale noch eine andere, dunkle Rolle bei der Entwicklung moderner Gesellschaften spielen«, sagt Joseph Watts von den Universität Auckland, Hauptautor der Studie.

Das Forschungsteam verwendete computerbasierte Methoden aus der Evolutions-biologie, um die Daten von 93 historischen Kulturen des sogenannten austronesischen Raums zu analysieren. Menschenopfer waren in den analysierten Gesellschaften weit verbreitet: 40 von ihnen praktizierten in der einen oder anderen Form ritualisierte Tötungen. Der Begriff »austronesisch« bezieht sich auf eine große Sprachfamilie, deren Ursprungsland Taiwan ist und deren Verbreitungsgebiet, sich über weite Teile des indischen und Teile des pazifischen Ozeans erstreckt. Austronesische Kulturen bilden eine Art natürliches Labor für interkulturelle Studien, da sie eine riesige Bandbreite an Religionen, Sprachen, Gesellschaftsgrößen und -formen aufweisen und in unterschiedlichsten klimatischen und geografischen Regionen angesiedelt sind.

Die Methoden der rituellen Tötungen in diesen Kulturen waren vielfältig und teilweise extrem grausam. Anlass für die Tötung konnte zum Beispiel das Begräbnis eines Anführers, die Einweihung eines neuen Bootes oder Hauses oder die Bestrafung für die Verletzung von Traditionen oder Tabus sein. Die Opfer hatten typischerweise einen niedrigen sozialen Status, sie waren beispielsweise Sklaven, während die Initiatoren der Menschenopfer normalerweise zu den gesellschaftlichen Eliten gehörten, wie zum Beispiel Priester oder Häuptlinge.

Kommentar: Auch heute gibt es nach wie vor Machtausübung von Eliten über die unteren sozialen Schichten durch Tötung von Menschen (oder auch mit weniger blutigen Methoden):
© Unbekannt
Modernes "Menschenopfer" in Saudi Arabien



Magnify

Archäologen in Vietnam entdecken Spuren menschlicher Besiedlung, die 800.000 Jahre alt sind!

© Tran Hieu
Vietnamesische und russische Archäologen haben die größte archäologische Entdeckung in der Geschichte Vietnams gemacht. Sie fanden die Spuren frühmenschlicher Besiedelung, die auf rund 800.000 Jahren datiert werden.

Die beteiligten Wissenschaftler sprechen von einer Sensation, denn sie fanden im zentralen Hochland der Provinz Gia Lai wertvolle Artefakte, die von Frühmenschen vor rund 800.000 Jahren dort an 12 Stellen rund um die heutige Stadt An Khe Town hinterlassen wurden. Die Archäologen gehen davon aus, dass die über 200 Fossilien und Steinwerkzeuge, die sie ausgruben, vom Homo erectus stammen, dem Vorfahren des modernen Menschen.

Wie Dr. Nguyen Giang Hai, Leiter des Vietnamesischen Instituts für Archäologie, gegenüber den Medien berichtete, sei es nicht nur die größte und bedeutendste archäologische Entdeckung Vietnams, sondern von ganz Asien.

Das vietnamesische Institut betreibt mit einem russischen Team seit zwei Jahren die Ausgrabungsarbeiten. Nun erwartet man, dass die Archäologen eine internationale Konferenz einberufen, um sämtliche Details ihrer bisherigen Ergebnisse zu veröffentlichen. Nu Huynh Thu Ha, die stellvertretende Vorsitzende des Volkskomitees von Gia Lai, erklärte, dass die Provinz nun ein Projekt starten werde, um diese historischen Stätten der Menschengeschichte zu schützen und zu bewahren.

Kommentar:


Birthday Cake

Columbus kann einpacken - Weitere mögliche Wikingersiedlung in Neufundland entdeckt

Anhand von Satellitenaufnahmen haben US-Archäologen auf Neufundland wahrscheinlich die Überreste einer weiteren Wikinger-Siedlung ausfindig gemacht. Sollte sich die bisherigen Einschätzung des Fundorts bestätigen, wäre dies der zweite Beweis für die Ankunft der Nordmannen in Amerika schon rund 500 Jahre vor Christoph Kolumbus und könnte die bisherigen Vorstellungen dieser Besiedlungsgeschichte Nordamerikas durch die Wikinger verändern.
© DigitalGlobe/GoogleEarth
Satellitenaufnahme einer möglichen zweiten Wikinger-Siedlung auf Neufundland. - See more at: http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/zweite-wikinger-siedlung-in-nordamerika20160405/#sthash.ZZ1qOC7f.dpuf
Point Rosee (Kanada) - Wie das Team um Sarah Parcak von der von der University of Alabama für National Geographic auf „PBS Nova“ berichtet, entdeckten sie erste Hinweise auf die einstige Siedlung im Südwesten der Insel auf Satellitenaufnahmen, anhand derer sie die Küste Neufundland nach künstlich wirkenden Bodenmustern abgesucht hatten. Schon zuvor hatte Parack durch ihre Entdeckung unbekannter Pyramiden in Ägypten anhand von Satellitenbildern sich die Bezeichnung „Weltraum-Archäologin“ erworben (...GreWi berichtete).

Konkret gehen die Archäologen davon aus, dass sie Hinweise auch Eisenverhüttung durch Wikinger nahe dem Ort Point Rosee entdeckt haben. Schon die ersten Funde, die vermutlichen Reste eines Eisen-Schmelzofen und einer Torfmauer, haben die Archäologen mittels der C14-Metheode in die Jahre 800-1300 n. Chr. - und damit in die Zeit der Wikinger - datiert. In weiteren Grabungen vor Ort soll nun auch nach Artefakten gegraben werden, die dann die Theorie der Forscher erhärten sollen.

Kommentar:

  • Sensationeller Kartenfund, 200 Jahre vor Columbus: Kannte Marco Polo schon Amerika?



Bulb

Historikerin beweist: Größte amerikanische Nachrichtenagentur kooperierte mit Nazis und verbreitet weiterhin Propaganda im Westen

Die Agentur Associated Press (AP) hat in den 1930er Jahren offiziell mit den Nazis kooperiert und US-Zeitungen mit Material versorgt, das vom Propagandaministerium in Berlin verfasst bzw. ausgewählt wurde. Zu diesem Schluss gelangte die deutsche Historikerin Harriet Scharnberg nach Studium von Archivmaterial, berichtete „The Guardian“ am Mittwoch.

© AP Photo/ Kevin Frayer
In einem in der Zeitschrift Studies in Contemporary History veröffentlichten Beitrag schrieb Scharnberg, dass sich AP dank dieser gegenseitig vorteilhaften bilateralen Kooperation mit dem Nazi-Regime Zugriff zu Informationen sichern konnte. Die AP, die sich als „Korps der Marineinfanterie der Journalistik“ bezeichnet („immer als erste kommen und als letzte gehen“), war die einzige westliche Nachrichtenagentur, die in Hitler-Deutschland nicht geschlossen wurde. Sie war im Land aktiv, bis die USA 1941 in den Krieg eintraten, hieß es in dem Beitrag.

Den Angaben zufolge hatte die Agentur mit Sitz in New York das so genannte redaktionelle Gesetz unterschrieben. Demnach versprach die AP, weder im In- noch im Ausland Material zu veröffentlichen, das die Stärke des Reichs beeinträchtigen könnte. Dieses Gesetz verpflichtete die AP, Journalisten einzustellen, die für die Propagandaabteilung der Nazi-Partei tätig waren. Ein in den 1930er Jahren von AP engagierter Bildreporter - Franz Roth — war Mitglied der Propagandaabteilung der Schutzstaffel SS, dessen Bilder Hitler persönlich (zur Publikation) freigab.

Kommentar: Fassen wir also zusammen: Eine der größten, immer noch aktiven Nachrichtenagenturen der westlichen Welt, die immer noch und ständig die Menschen im Westen mit US-Kriegspropaganda bombardiert, hat die Nazis direkt unterstützt...

Kein Wunder:


Quenelle - Golden

Keine Überraschung: Die faschistischen Wurzeln der Hartz IV - Gesetze

© de.wikipedia.org
Gustav Hartz - wahrer Geistesvater der Hartz IV - Gesetze?
10 Jahre Hartz IV. Christoph Butterwegge hat keine Feierlust. Er möchte ein bisschen mehr Wasser in den Wein gießen. Und meint, ein breites Bündnis sollte diesen Reformen ein Ende machen.

Montag, 1. Dezember, 19 Uhr: Professor Dr. Christoph Butterwegge ist wieder einmal zurück in Dortmund. Der Stadt seiner Geburt. Aufgewachsen ist er im Stadtteil Körne. Er leitet den Lehr- und Forschungsbereich an der Humanwissenschaftlichen Fakultät - Politikwissenschaft der Universität zu Köln. Butterwegge ist Mitglied der Forschungsstelle für interkulturelle Studien (FiSt).

An der Auslandsgesellschaft NRW in Dortmund wird er zum Thema „10 Jahre Hartz IV - Eine andere Republik“ referieren. Die Veranstalter: DGB Dortmund - Hellweg, die Attac-Regionalgruppe Dortmund, der Nachdenktreff und die AG „Globalisierung konkret“.

Großes Interesse

Der Große Saal im dritten Stock des Gebäudes ist prall gefüllt. Till Strucksberg von Attac muss rasch noch Stühle, an den schon besetzten vorbei, herein manövrieren und aufstellen. Die Auslandsgesellschaft befindet sich in Sichtweite des Nordausgangs der Dortmunder Hauptbahnhofes. Und auf der anderen Seite - wie passend: geht der Blick auf den lokalen Ableger der Arbeitsagentur.

Bevor Christoph Butterwegge - dessen jüngstes Buch den Titel „Hartz IV und die Folgen. Auf dem Weg in eine andere Republik“ trägt - in sein Referat einsteigt, wird er persönlich. Bis vor kurzem, erzählt er, sei er eigentlich jedes Wochenende in Dortmund gewesen, um seine hoch betagte Mutter in Dortmund-Aplerbeck zu besuchen.

Dann seien aber die Druckfahnen von seinem Buch gekommen. Und der Vertrag machte entsprechend Druck, sie schnell zurückzusenden.

Der Hintergrund: Am 1. Januar 2015 ist der zehnte Jahrestag der Einführung von Hartz IV. Bis jetzt allerdings höre man bis dato wenig davon. Er, Butterwegge habe das anders eingeschätzt.

Beim zehnten Jubliäum der Agenda 2010 sei „ein Mordsbohei“ betreffs deren vermeintlichen Erfolgs gemacht worden.

Kommentar: Und noch ein paar Infos zu Hartz IV und seinen Auswirkungen heute: