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Sa, 25 Mär 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Verborgene Geschichte
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Question

Rätsel der Vergangenheit: Größter Erdhügel aus der Eisenzeit in England gefunden

In Großbritannien wurde auf dem Gelände einer früheren normannischen Burg den größten Erdhügel aus der Eisenzeit entdeckt.

Der Erdhügel bei Skipsea Castle
Der Hügel befindet sich bei Skipsea Castle, einer Burgruine in der Nähe des Dorfes Skipsea in der englischen Verwaltungseinheit East Riding of Yorkshire. Er hat einen Durchmesser von 85 Metern und ist 13 Meter hoch. Erst hielt man es als eine normannische Motte (Erdhügelburg) aus dem Jahre 1086 aber archäologische Bodenanalysen des Kerns zeigten, dass er bereits 2.500 Jahre alt ist und somit unmöglich den Normannen zugeschrieben werden kann.

Kommentar:


Sun

Ein Sonnensturm der Vergangenheit: Der geomagnetische Überraschungschlag im September 1941

Ein extremes Wetterphänomen mitten im Zweiten Weltkrieg ließ die Nacht hell leuchten, mit Folgen: Radios spielten verrückt, der Strom fiel aus - und im Atlantik hatte das Flackern tödliche Konsequenzen.
© Mason City Public Library
Nachtleuchten über Mason City, Iowa, USA: Foto vom 18. September 1941, aufgenommen von Safford Lock
Dass etwas nicht stimmte in der Nacht vom 18. auf den 19. September 1941, bemerkten als erstes Radiohörer im Norden der USA. Eben noch sang Bing Crosby "Where the Blue of the Night Meets the Gold of the Day", dann knarzte und knackte es - und plötzlich unterhielten sich zwei Männer über ihre Liebschaften, live auf Sendung.

Ihnen folgten zwei Frauen: "Ich habe es hinbekommen mit Eddie, dass er einen Kerl für dich klarmacht", sagte eine. Jedem Hörer war klar: Eine normale Radiosendung war das nicht. Tatsächlich waren private Telefongespräche übertragen worden.

Das ungewöhnliche Programm hatte überirdische Ursachen. Ein gewaltiger Sonnensturm hatte die Erde getroffen, störte Stromnetz, Flugverkehr, Radiosendungen - und er griff auf fatale Weise in den Zweiten Weltkrieg ein.

Question

Irakischer Transportminister: "Sumerer betrieben bereits vor 7.000 Jahren Raumfahrt"

© Public Domain
Symbolbild: Die vor mehr als 4.000 Jahren erbaute Zikkkurat von Ur.
Nasiriyah (Irak) - Auf einer Pressekonferenz in der südlichen Irak-Provinz Dhi Quar hat der irakische Transportminister Kazem Finjan Al-Hamami die anwesenden Journalisten mit einer ungewöhnlichen These überrascht - zeigte er sich doch davon überzeugt, dass die Hochkultur der Sumerer bereits n5.000 v. Chr. den ersten Raumflughafen gebaut, Raumfahrt betrieben und den Zwergplaneten Pluto entdeckt hätten.

Wie die englische Ausgabe der arabische Nachrichtenseite The New Arab (Alaraby.co.uk) berichtet, verwies der Minister seine Kritiker auf die Arbeit des bekannten Sumerologen Samuel Kramer. In einem via Twitter verbreiteten Mitschnitt der Aussagen beruft sich der Minister zudem auf den umstrittenen Übersetzer sumerischer Keilschrifttexte und Prä-Asronautiker Zecharia Sitchin. Aus den Arbeiten der Forscher lasse sich ein Wissen der Sumerer über das Sonnensystem ableiten.

Footprints

Riesiger Fußabdruck eines Titanosauriers in der Gobi-Wüste entdeckt

Ein japanisch-mongolisches Forscherteam hat in der Wüste Gobi in der Mongolei einen gigantischen, gut erhaltenen Titanosaurier-Fußabdruck entdeckt.
© Okayama University of Science
Wie die Paläontologen am Freitag auf Phys.org mitteilten, gelang der Fund in einer geologischen Schicht aus der Kreidezeit, die von den Forschern auf ein Alter zwischen zwischen 70 und 90 Millionen Jahre datiert wird. Dieser Fußabdruck zählt zu den größten bisher entdeckten seiner Art und wurde sehr wahrscheinlich von einem Titanosaurier hinterlassen.

Kommentar:


Map

Zufallsfund: Was machen römische Münzen in Japan?

© Kyodo News
Eine der römischen Münzen
In der japanischen Präfektur Okinawa ist Archäologen ein Zufallsfund geglückt: Sie haben verschiedene römische und osmanische Münzen ausgegraben, deren Herkunft sie allerdings vor einem Rätsel stellt.

Als die Forscher im Jahre 2013 mit ihren Ausgrabungen in den Ruinen der japanischen Festung Katsuren begannen, ahnten sie noch nicht, welche archäologische Überraschung dort auf sie wartete. Entsprechend ungläubig war auch der Archäologe Hiroyuki Miyagi von der Internationalen Universität Okinawa, als ihn die Nachricht von dem sensationellen Fund seiner Kollegen erreichte. Doch die präsentierten ihm tatsächlich zehn Bronze- und Kupfermünzen aus dem späteren Osmanischen sowie aus dem Römischen Reich, von denen die ältesten in die Zeit von 300 bis 400 nach Christus datiert werden.

UFO 2

Zeigt ein 300 Jahre altes Buchcover ein UFO?

Ein kleines Bild sorgt 300 Jahre nach seinem Entstehen für Furore im Netz. „Liber De Coloribus Coeli, Accedit Oratio Inauguralis De Deo Mathematicorum Principe” lautet der lange lateinische Titel des Buches, dessen Cover die Spekulationen um Aliens und fliegende Untertassen einmal mehr anheizt. Verfasst wurde das Werk von dem Mathematiker Johann Caspar Funck offenbar bereits im Jahre 1716.
Interessant wurde das Buch für alle Verschwörungstheoretiker aufgrund einer kleinen Holzstichillustration auf der Vorderseite. Was sie so besonders macht? Sie zeigt ein flaches, rundes Objekt, welches gefolgt von Blitzen aus den Wolken in Richtung eines tosenden Meeres stürzt. Zugegebenermaßen erinnert es stark an ein Raumschiff, wie es Fans von Sci-Fi-Filmen kennen.

Wie der Mirror verlauten lässt, ist diese Abbildung eines unbekannten Flugobjekts für viele Schreiberlinge in einschlägigen Foren und Blogs der Beleg, dass es bereits vor hunderten von Jahren UFO-Sichtungen gab.

Demnach deuten die Blitze auf eine Art elektrisches Antriebssystem hin und auch die klassische Untertassen-Form sei ungewöhnlich für eine solch alte Abbildung. Während es über die Jahrhunderte viele Zeichnungen von unterschiedlichsten Flugmaschinen gab, sei dieses Bild ungewöhnlich nah an der modernen UFO-Variante.

Kommentar: Es ist weder auszuschließen, dass es sich dabei um ein UFO handelt oder vielleicht sogar um einen Himmelskörper. Der Inhalt des Buches ist auf lateinisch verfasst und es kann aus diesem Grund nicht auf den Inhalt und möglichen Erklärungen für dieses Bild rückgeschlossen werden.


Pyramid

Überraschender Fund in Peru: Erde gibt tonnenschweren Inka-Altar frei

© AFP
Eine große Überraschung erlebten Arbeiter im Süden von Peru bei Räum- und Reinigungsarbeiten am Fluss Vilcanota, als sie darin auf einen verschollen geglaubten Inka-Altar stießen.

Wie das peruanische Kulturministerium am Mittwoch mitteilte, lag das mächtige Steinobjekt im Fluss Vilcanota in der peruanischen Region Cusco und war durch den sinkenden Pegelstand des Gewässers zum Vorschein gekommen. Es wiegt rund 20 Tonnen, ist 2,50 Meter lang, einen Meter hoch und stammt vermutlich aus der Zeit zwischen 1200 und 1500 nach Christus.

Kommentar:


Star

Himmelsscheibe, und Sonnenwagen und Goldhüte - Rätselhafte Artefakte der europäischen Bronzezeit

Was wussten die Menschen im bronzezeitlichen Mitteleuropa über den Himmel? Welche Kalender nutzten sie? Weil diese Kulturen keine Schrift kannten, ist ihr Weltbild und Wissen noch immer rätselhaft. Nur Funde wie die Himmelscheibe von Nebra, die Goldhüte oder der Sonnenwagen liefern erste - nicht immer unumstrittene - Anhaltspunkte.

© Dbachmann/Wikipedia
Die Himmelsscheibe von Nebra
Solche "stummen Zeugen" des astronomischen Weltbilds unserer Vorfahren sind eine Rarität - man kann sie fast an einer Hand abzählen. Das Problem dabei: Das auf diesen Objekten Dargestellte und auch ihre Funktion lässt sich auf ganz unterschiedliche Weise interpretieren. Denn eine "Gebrauchsanleitung" fehlt. Kein Wunder also, dass Archäo-Astronomen bei der Erforschung dieser Epoche und Region oft im Dunkeln tappen müssen - was es nicht weniger spannend macht.

Stumme Zeugen - Reise in das Europa der Bronzezeit

Vor rund 4.000 Jahren war Mitteleuropa alles andere als ein Nabel der Welt - eher im Gegenteil. Denn die großen kulturellen Durchbrüche fanden damals anderswo statt: Am Mittelmeer, in Mesopotamien, Ägypten und im fernen Indien blühten die Hochkulturen, die Menschen dort bauten Großstädte, kommunizierten per Schrift und entwickelten komplexe Gesellschafts- und Verwaltungsstrukturen. Von ihren Errungenschaften zeugen die zahlreichen schriftlichen Zeugnisse, die diese Kulturen hinterließen.

Kommentar: Die Gesellschaft in der Bronzezeit war vermutlich anders als wir heute annehmen. Auch wenn die Menschen hierzulande damals keine Monumentalbauten errichteten und die Schrift benutzten, muss dies nicht bedeuten, dass ihre Kultur weniger hochstehend war als die Kulturen im östlichen Mittelmeerraum. Es könnte jedoch bedeuten, dass bei ihnen psychopathische Menschen weniger Chancen hatten die Macht zu ergreifen und auf Kosten ihrer Mitmenschen zu existieren.


Sherlock

Antikythera - Antiker Computer: Taucher finden Skelett im Antikythera-Wrack

Bei dem sogenannten Mechanismus von Antikythera handelt es sich um eine komplexe, feinmechanische Apparatur, deren Überreste vor etwas mehr als hundert Jahren von Schwammtauchern aus einem römischen Schiffswrack vor der griechischen Insel Antikythera geborgen wurden. Die Komplexität des Räderwerks ist nach bisherigem Wissensstand für die Antike einzigartig und wurde erst wieder von Uhrmachern im spätmittelalterlichen Europa erreicht. Nach Jahrzehnten der intensiven Erforschung des Mechanismus selbst, haben Archäologen nun im Wrack erstmals ein menschliches Skelett entdeckt, aus dem sie sogar hoffen, analysierbare DNA extrahieren zu können.

© Brett Seymour, EUA/WHOI/ARGO
Taucher bei der Bergung der ersten im Schiffswrack von Antikythera entdeckten Skelettüberreste.
Woods Hole (USA) - Wie das internationale Team Archäologen und Experten des griechischen Kultur- und Sportministeriums und Brendan Foley von der Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI) aktuell berichtet, gelang ihnen mit der Entdeckung des noch erstaunlich gut erhaltenen Schädels, Kiefers, Zähnen Arm- und Beinknochen, Rippen und anderen Fragmenten der erste Fund menschlicher Überreste in dem legendären Wrack überhaupt. Weitere Skelett-Teile sind immer noch in den Wrackteilen eingebettet und sollen bei weiteren Tauchgängen noch geborgen werden.

People 2

Uralte Proteine helfen bei der Unterscheidung zwischen modernem Menschen und Neandertaler

Forscher entschlüsseln uralte Proteine von Neandertalern aus dem Châtelperronien

Für die Beantwortung der Frage, was für Fähigkeiten die Neandertaler besaßen und warum sie ausgestorben sind, nimmt die archäologische Kultur des Châtelperronien eine Schlüsselstellung ein. Trotz intensiver Forschung blieb jedoch unklar, wer die Châtelperronien-Kultur geschaffen hatte: der moderne Mensch oder der Neandertaler. Bislang gab es keine direkten molekularen Daten für Neandertaler im Zusammenhang mit dem Châtelperronien. Um dieses Problem zu lösen, hat sich ein internationales Forscherteam jetzt aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Proteinanalyse zunutze gemacht und in Kombination mit zahlreichen weiteren Belegen zeigen können, dass während des Châtelperronien Neandertaler die Grotte du Renne, eine archäologische Stätte im nördlichen Zentralfrankreich, bewohnten.

© M. Hardy
Eingang zur Grotte du Renne (rechts).
Die Forscher bestimmten mit Hilfe des "Peptide Mass Fingerprinting", einer Methode zur Analyse der für ein bestimmtes Protein typischen Masse, ob eine Probe menschliche Überreste enthielt. So konnten sie 28 zusätzliche Proben aus einer dem Châtelperronien zugeordneten Sedimentschicht als menschlich identifizieren, was zuvor anhand der Knochenfragmente nicht möglich gewesen war. Durch die Kombination von Methoden aus der Paläoproteomik und der Paläogenetik konnten sie schließlich feststellen, dass die Knochenfragmente von einem einzelnen noch nicht abgestillten Neandertalersäugling stammten. Die 14C-Daten des Babys bestätigen die Zuordnung zum Châtelperronien.

Die aktuelle Studie belegt nun erstmals, dass es allein mit Hilfe der Paläoproteomik - also anhand der Bestimmung von Protein-Aminosäure-Sequenzen - möglich ist, zwischen verschiedenen jungsteinzeitlichen Gruppen innerhalb unserer Gattung zu unterscheiden. "Die Unterscheidung zwischen modernen Menschen, Neandertalern und Denisova-Menschen anhand uralter Proteine eröffnet uns neue spannende Möglichkeiten bei der zukünftigen Erforschung der Herkunft und evolutionären Geschichte dieser Arten", sagt Erstautor Frido Welker vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie und der Universität York. "Die in den jungsteinzeitlichen Knochen enthaltenen alten menschlichen Proteine bergen wertvolle Informationen zur Stammesgeschichte und den Lebensvorgängen dieser Menschen."

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