Willkommen bei SOTT.net
Sa, 27 Nov 2021
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
Karte

Bell

„Ich bin ein Psychopath“ - Dokumentation von Ian Walker

psychopathen, 6%, sott flyer
© sott.net
Psychopathen regieren unsere Welt. Sechs Prozent der Weltbevölkerung sind genetisch geborene Psychopathen. Wissen sie, was das für den Rest von uns bedeutet?
Der australische Dokumentarfilmer Ian Walker hat einen Menschen begleitet, der von sich selbst behauptet, größenwahnsinnig, abstoßend, widersprüchlich, skrupellos, unberechenbar und unzuverlässig zu sein. Ein Mensch, der von der Wissenschaft Antworten haben will. Er heißt Sam Vaknin und sagt von sich selbst: "Ich bin ein Psychopath" -- so auch der Titel des faszinierenden und beklemmenden Films.

Psychopathen sind gewissenlos, manipulieren und mobben ihr Umfeld und haben eine zerstörerische Wirkung. Aber Sam Vaknin, eine charmante, witzige, aber brutal offene und gewissenlose Intelligenzbestie ohne Mitgefühl, ist schwer zu fassen. Verbal misshandelt er auch den Filmemacher. Aber er gibt Ian Walker selten Gelegenheit, auf Film festzuhalten, wenn er seine Maske fallen lässt.

Mit einem Psychopathen zu drehen sei wie eine Schlange mit einem Stock zu reizen, sagt Walker. Der fühlt sich bei fortschreitenden Dreharbeiten psychisch immer schlechter und macht das auch zum Thema seiner Dokumentation, die klar macht, dass auch der stille Psychopath eine Bedrohung ist.

Dokumentation lief auf ARTE


Info

Glymphatisches System: Wissenschaftler entdecken bisher unbekanntes Entsorgungssystem des Gehirns

Das Gehirn reinigt sich schneller und effektiver als geglaubt: Wissenschaftler haben ein unbekanntes Abwassersystem im Kopf entdeckt. Gesundheitsschädliche Stoffe, die zu Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson führen können, werden so entsorgt - sofern die Leitungen nicht verstopft sind.
Entwässerungssystem Gehirn
© J. Iliff/M. Nedergaard
Washington - Forscher haben ein bislang unbekanntes Entwässerungssystem im Gehirn entdeckt. Dieses verzweigte Leitungsnetz aus speziellen Zellen pumpt Hirnwasser und Abfallstoffe unter Druck aus dem Denkorgan. Es übt damit eine ähnliche Funktion aus wie die Lymphbahnen im Körper. Ausfindig gemacht haben die Wissenschaftler das Pumpsystem mit Hilfe einer speziellen Mikroskopie-Methode im Gehirn von lebenden Mäusen.

Bisher habe man angenommen, dass Abfallstoffe nur langsam und passiv aus dem Gewebe in die Blutgefäße des Gehirns diffundieren. Jetzt zeige sich, dass das Gehirn zusätzlich ein deutlich schnelleres Entsorgungssystem besitze, berichtet das internationale Forscherteam im Fachmagazin Science Translational Medicine.

Info

Leben nach dem Tod: Wissenschaftliches Studienprojekt mit 5 Millionen Dollar ausgestattet

Der Flug zum Himmel - Hieronymus Bosch
© gemeinfrei
Detail aus "Der Flug zum Himmel" (Hieronymus Bosch, etwa 1500).
Riverside (USA) - Die Josh Templeton Foundation hat den Philosophen Professor John Fischer mit Fördergeldern in Höhe von fünf Millionen Dollar ausgestattet, um die Frage nach der Unsterblichkeit der menschlichen Seele zu ergründen. Zu den Forschungsinteressen der Studie sollen unter anderem Nahtoderfahrungen und philosophisch wie theologisch der Glaube an ein Leben nach dem Tode gehören.

Nachdem schon alleine Millionen von US-Amerikanern von eigenen Nahtoderfahrungen oder außerkörperlichen Erfahrungen berichtet haben und die meisten der Weltreligionen den Glauben an ein Leben nach dem Tode, Reinkarnation, Wiederauferstehung und/oder die Unsterblichkeit der Seele als Grundelemente verinnerlichen, soll sich die Studie erstmals umfassend und streng wissenschaftlich diesen Erfahrungen und Glaubensvorstellungen nähern.

"Schon immer haben sich die Menschen mit der Frage nach der Unsterblichkeit beschäftigt", kommentiert Fischer die bevorstehende Arbeit im Rahmen des sogenannten "Immortality Projects". "Wir Menschen haben ein tiefes Bedürfnis danach, zu erfahren, was nach dem Tode passiert. Die meiste Rezeption dieser Frage findet sich entweder in der Fantasy- und Science-Fiction-Literatur oder im Kontext der Frage nach einem Leben nach dem Tod, Himmel, Hölle, dem Fegefeuer oder Karma in der Theologie. Bislang hat sich aber noch niemand dem Thema auf eine Art und Weise genähert, wie sie Wissenschaft mit Theologie und Philosophie zusammenbringt."

Evil Rays

Fernbeeinflussung durch Studie nachweisbar gemacht

Auge
© Laura Müller, grewi.de
Symbolbild: Auge
Freiburg (Deutschland) - Ist es durch positive Gedanken, Genesungswünsche, Daumendrücken, Fürbitten und Gesundbeten möglich, andere aus der Ferne positiv zu beeinflussen? Die Frage nach der Wirksamkeit dieses "Fernheilens", wie es nicht nur in der alternativen Medizin sondern auch in zahlreichen Religionen gelehrt und praktiziert wird, wird von je her kontrovers diskutiert. Eine aktuelle Meta-Analyse hat sich nun den Ergebnissen von Experimenten zu dieser Fragestellung angenommen und kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis.

Wie Prof. Dr. Stefan Schmidt von der Sektion Komplementärmedizinische Evaluationsforschung der Abteilung Psychosomatischen Medizin des Universitätsklinikums Freiburg aktuell im Journal of Alternative and Complementary Medicine berichtet, dienten ihm 11 zwischen 1997 und 2008 durchgeführte Studien mit den darin beinhalteten insgesamt 576 Einzelsitzungen als Grundlage für seine Meta-Analyse, also der Zusammenfassung von Primär-Untersuchungen.

Eye 2

Wie Psychopathen Twitter benutzen

psychopath graphic
© n/a
Forscher der Florida Atlantic University behaupten, dass das Verhalten von Personen in einem sozialen Netzwerk viel über deren Persönlichkeit aussagt. Sie sehen sich in der Lage, durch eine Analyse von Textmustern, Menschen auf Twitter zu finden, die eine für Straftäter typische Persönlichkeitsstörung aufweisen.

Anfangs sollte durch diese Forschung eine Studie der New Yorker Cornell University widerlegt werden, bei der es galt die Sprache von Straftätern zu untersuchen. Insgesamt wurden mehr als drei Millionen Tweets von rund 3.000 Twitter-Usern aus 80 Ländern analysiert. Davon hatten 41 Nutzer eine nachweisliche Persönlichkeitsstörung.

Bei der Untersuchung zeigte sich, dass Menschen mit einer antisozialen, dissozialen oder narzistischen Persönlichkeitsstörung sowie dem Machiavellismus (= politisch-ideologische Auffassungen ohne moralische Bedenken, Rechtfertigung einer von sittlichen Normen losgelösten Machtpolitik), eine emotionalere Sprache in ihren Tweets verwenden, als andere Twitter-Nutzer.

Kommentar: Lesen Sie auch die folgenden Artikel:
Der Psychopath - Teil 1: Die Maske der Vernunft
Der Psychopath - Teil 2: Psychopathen in der New Age Bewegung
Der Psychopath - Teil 3: Was ist ein Psychopath?
Der Psychopath - Teil 4: Wie Psychopathen die Welt sehen
Der Psychopath - Teil 5: Psychopathen und Beziehungen
Der Psychopath - Teil 6: Wie man mit Psychopathen umgeht
Der Psychopath - Teil 7: Symptome/Checklisten für Psychopathie


Camera

Sitz des Meta-Bewusstseins durch Studium luzider Träume im Gehirn sichtbar gemacht

Aktive Hirnregionen beim luziden Träumen
© MPI für Psychiatrie
Grafische Darstellung jener Hirnregionen, die während eines luziden Traumes stärker als in einem normalen Traum aktiviert sind.
München (Deutschland) - Untersuchungen an "luziden Träumern", Personen also, die sich während sogenannter Klarträume darüber bewusst sind, dass und was sie träumen, machen erstmals sichtbar, welche Gehirnzentren beim Erlangen unseres Ich-Bewusstseins aktiv werden.

"Welche Gehirnareale dazu beitragen, unsere Welt in einer selbstreflektorischen Art und Weise wahrzunehmen, lässt sich schwer messen", erläutern Wissenschaftler um Dr. Michael Czisch und Dr. Barbara Meyer vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie (MPIPSYKL). "Im Wachen ist unser Ich-Bewusstsein immer vorhanden, und im Schlaf erleben wir diesen Zustand nicht bewusst mit. Es gibt allerdings Personen, sogenannte luzide Träumer, die sich im Schlaf bewusst werden können, dass sie träumen.

Untersuchungen im Magnet-Resonanz-Tomografen (MRT) konnten nun zeigen, dass beim Erlangen dieses luziden Bewusstseins die Aktivierung eines spezifischen kortikalen Netzwerkes nachweisbar wird, bestehend aus dem rechten dorsolateralen präfrontalen Kortex, den frontopolaren Regionen und dem Precuneus. Alle diese Regionen werden mit selbstreflektorischen Funktionen in Zusammenhang gebracht.

Magic Wand

Wie das Lernen im Schlaf wirklich funktioniert

Während der Körper sich im Schlaf entspannt, ist das Gehirn hochaktiv. Es verarbeitet Informationen und speichert sie - aber es kann noch mehr.
Schlafende Person
© picture alliance/dpa
Das Gehirn, das tagsüber permanent damit beschäftigt ist, Dinge aufzunehmen, hat nachts die Aufgabe, die Informationen zu verarbeiten und abzuspeichern. Dabei erfolgt eine Selektion, die das Gehirn vornimmt, bevor es Informationen in den Langzeitspeicher des Gedächtnisses schiebt. Emotionsgeladene Erlebnisse haben eine größere Wahrscheinlichkeit in die Erinnerung einzugehen als nüchterne Fakten. Auch wenn die neue Information an ein bereits gespeichertes Vorwissen andocken kann, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie in unsere Erinnerung Einzug hält.

Magnify

Warum wir bei neuen Aufgaben mehr Fehler machen

Umgang mit neuer Aufgabenstellung zieht Leistung aus jenem Gehirnareal ab, das für Fehlerkorrektur verantwortlich ist

Gehirn
© reuters
Das Lernen neuer Regeln verschiebt Denk-Kapazitäten im Gehirn, wie nun US-Forscher herausgefunden haben.
Ein englisches Sprichwort besagt, einem alten Hund kann man keine neuen Kunststücke beibringen. Das stimmt zwar nicht, doch aus eigener Erfahrung weiß man, dass es Zeit, Übung und harte Arbeit erfordert, bis man eine neue Aufgabe fehlerfrei beherrscht. Warum das so ist, haben nun Hans Schroder und seine Kollegen von der Michigan State University in den USA genauer untersucht. Die Forscher stellten fest, dass wir beim Versuch, unsere Handlungen an neue Regeln anzupassen, den Details weniger Aufmerksamkeit schenken.

Damit wir uns neuen Bedingungen anpassen können, müssen wir in der Lage sein, unser Verhalten erfolgreich zu ändern. Um mit den Regeln zu brechen, an die wir uns täglich halten, ist ein beträchtliches Maß an Aufmerksamkeit und Anstrengung erforderlich und trotzdem unterlaufen uns beim ersten Mal manchmal noch Fehler. Wenn wir zwischen zwei oder mehr Aufgaben wechseln, sind wir langsamer und Fehler werden wahrscheinlicher. Dies ist ein Zeichen dafür, dass der Wechsel zwischen Aufgaben anstrengend ist und könnte eine Erklärung dafür sein, warum es für uns so schwer ist, aus unseren Fehlern zu lernen, wenn es neue Regeln gibt.

Eye 1

Blickrichtung der Augen kein Hinweis aufs Lügen

Wir senden ständig unbewusst Signale aus, die ein gewitzter Beobachter interpretieren kann. Die Blickrichtung eines Menschen soll zum Beispiel verraten, ob er lügt. Doch darauf sollte man sich besser nicht verlassen.

Der Verdächtige schwitzt. Er rutscht auf seinem Stuhl hin und her, verhaspelt sich, stockt und strengt sich in seinen Ausführungen offensichtlich an. Sind das zuverlässige Zeichen, dass der Mann lügt? Oder versetzt die Verhörsituation nur einen Unschuldigen in Angst?
Augen
© dpa
Manche Menschen sind überzeugt davon, dass sich Lügen an den Augenbewegungen ablesen lassen. Wissenschaftler haben das nun widerlegt.
Trotz unzähliger Versuche bleibt es schwer bis unmöglich, an der Körpersprache abzulesen, ob ein Mensch lügt. In starkem Kontrast dazu steht die Gewissheit, mit der manche Menschen behaupten und einige Methoden versprechen, sie könnten mit großer Zuverlässigkeit Lügen entlarven.

Magnify

Unser Wahrnehmen und Denken wird ohne unser Wissen sehr leicht manipuliert

Betrunken ohne Alkohol, gefördert dank Vorurteilen, erfolgreich mit Glücksbringern: Es ist erstaunlich einfach, unsere Wahrnehmung und unser Denken zu beeinflussen. Wieso nur?
Schwarze Katze
© picture alliance / dpa
Kann eine schwarze Katze das Leben eines Menschen beeinträchtigen? Die Vorstellungen und Erwartungen von Menschen, die von der Macht solcher Unglücksbringer überzeugt sind, entfalten in deren Kopf tatsächlich Wirkung.
Ganz einfach: Diese Marotten verleihen den Sportlern Sicherheit. Aus irgendeinem Grund betrachten sie die Kleidungsstücke als Erfolgsgaranten - und tatsächlich beeinflussen Stinkesocken mitunter die Leistung von Spitzensportlern.

Die Psychologen Robert Michael und Maryanne Garry von der Universität Wellington in Neuseeland sowie Irving Kirsch von der Harvard Medical School haben für einen Überblicksartikel Studien über ähnliche Formen der Suggestion und Autosuggestion zusammengetragen (Current Directions in Psychological Science, Bd. 21, S. 151, 2012).

Nicht alle Beispiele sind derart offensichtlich wie die von den Glücksbringern im Spitzensport. Oft handelt es sich um subtile Signale, die suggestive Kraft entfalten - und zwar ohne dass der Mehrzahl der Menschen bewusst wird, was da mit ihnen geschieht.