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So, 24 Okt 2021
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Butterfly

Der Sinn der Synästhesie

Geschätzte zwei bis vier Prozent der Menschen zählen zu den Synästheten. Sie können beispielsweise Farben hören und Töne schmecken. Warum es diese scheinbar nutzlose Fähigkeit immer noch gibt, zählt zu den ungelösten Rätseln. Zwei Forscher meinen, eine Spur gefunden zu haben.

Sie vermuten einen versteckten Zweck hinter dem ursprünglich als Wahrnehmungsstörung klassifizierten Phänomen. Kurz gefasst: Die Synästhesie erleichtert das Denken.

Ein Übermaß an Synapsen

Sind die Wahrnehmungen verschiedener Sinnesorgane aneinander gekoppelt, spricht man von Synästhesie. Manche Betroffene schmecken Farben, andere riechen Formen oder spüren Geschmack. Theoretisch können alle Sinneseindrücke miteinander verbunden sein, wissenschaftlich dokumentiert sind immerhin an die 60 Kombinationen.

Butterfly

Hirnforschung - Unvergessliche Noten: Neue Therapie-Chance für Gedächtnisverlust

Wer sein Gedächtnis verliert, verliert auch sein normales Leben. Doch manchmal bleibt die Erinnerung an Musik. Wissenschaftler hoffen, dass sich über diesen Zugang die Lebensqualität sogar von Alzheimer-Kranken verbessern lässt.

Er hat sich zurückgezogen und braucht Hilfe, denn in seinem eigenen Leben kennt er sich nicht mehr aus: Der 71-jährige P.M. hat große Teile seines Gedächtnisses verloren, als eine Herpes-Infektion Nervenbahnen in seinem Gehirn zerstörte - und damit Erinnerungen an seine eigene Geschichte, an Freunde und Familie.
Musiker im U-Bahnhof
© AFP
Musikalische Erinnerungen funktionieren offenbar auch noch bei totalem Gedächtnisverlust.
Es ist ein seltener Fall, der jetzt auf der Jahreskonferenz der Neurowissenschaftler in Washington für Aufsehen sorgte. Denn Wissenschaftler der Berliner Charité konnten berichten, dass P.M. ein Teil seines Gedächtnisses geblieben ist: die Erinnerung an die Musik.

Früher spielte P.M. Cello in einem großen Orchester. Die Wissenschaftler der Charité um Carsten Finke kamen deshalb auf die Idee, den Gedächtnisverlust ihres Patienten mit ganz neuen Methoden zu untersuchen. "Wir haben die Chance genutzt, sein musikalisches Gedächtnis zu testen", sagt Carsten Finke, "denn wir wussten ja, welche Musik er vor seiner Erkrankung gespielt hatte."

People

Hirnforschung: Nackte Haut ist wichtiger als das Gesicht

Ist ein Mensch bekleidet oder unbekleidet? Diese Frage spielt für unsere Wahrnehmung offenbar eine wichtigere Rolle als das Gesicht unseres Gegenübers. Als wenn wir das nicht schon längst wüssten. Aber finnische Wissenschaftler liefern nun Belege.

Finnische Wissenschaftler vermuten, dass unser Gehirn besonders effektiv darin ist, sexuelle Reize zu identifizieren. Sie sprechen sogar von einer "Wahrnehmungsautobahn", über die entsprechende Reize in unserem Denkorgan verarbeitet werden, um Sexualverhalten auszulösen.
Response amplitude face/nakedness
© © Hietanen/Nummenmaa
Wie stark die "N170"-Reaktion im Gehirn des Beobachters ist (blauer Balken) , hängt davon ab, wie bekleidet das Gegenüber ist. Die Reaktion wurde hier ins Verhältnis gesetzt zur Messung des Ausschlags bei Anblick eines Autos.

Ihre Erkenntnisse haben Jari Hietanen von der Universität Tampere und Lauri Nummenmaa von der Aalto-Universität in einer Studie gewonnen, für die sie die Wirkung von Bildern nackter Körper auf das Gehirn von Versuchspersonen untersuchten.

Magic Wand

Neue Bilder belegen: Meditation schaltet einzelne Hirnregionen ab

Kernspinaufnahmen als Grundlage für Behandlung von Autismus und Schizophrenie
Hirnaktivität bei Meditation
© © Yale University
Forscher verwendeten Magnetresonanztomographie, um die Aktivitäten im Gehirn von Meditierenden sichtbar zu machen. Die Bereiche, die im Bild blau hervorgehoben sind, zeigen verringerte Aktivität.
Yale (USA) - Wer häufig meditiert, kann offenbar Bereiche seines Gehirns abschalten. Das gilt für Regionen, die mit Tagträumen sowie psychischen Störungen wie Autismus und Schizophrenie in Verbindung gebracht werden. Das berichten Ergebnis amerikanischer Wissenschaftler, die Magnetresonanztomographie als bildgebendes Verfahren einsetzten, um Gehirn-Aktivitäten von Meditierenden sichtbar zu machen. Die Ergebnisse der Studie wollen die Forscher jetzt im klinischen Bereich nutzen, wie sie im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences" schreiben.

"Meditation hat den Ruf, Menschen zu helfen, fokussiert zu bleiben", meint Judson A. Brewer, Professor für Psychiatrie in Yale und leitender Autor der Studie. Doch der Forscher ist sich auch sicher, dass Meditation helfen kann, Krankheiten zu behandeln: "Meditation hat sich bereits bei einer ganzen Reihe von Gesundheitsproblemen als nützlich erwiesen. Sie konnte unter anderem Menschen beim Umgang mit Krebs unterstützen, Psoriasis reduzieren sowie Nikotinentzug mindern."

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Autistische Kinder haben mehr Neuronen

Nach einer Post-mortem-Studie haben autistische Kinder einen Neuronenüberschuss und ein erhöhtes Hirngewicht.

SAN DIEGO. Autistische Kinder haben mehr Neuronen im präfrontalen Kortex, als es ihrem Alter entspräche. Das Gehirngewicht ist im Vergleich zur Altersnorm ebenfalls erhöht.

Das haben US-Neurowissenschaftler in einer jüngst veröffentlichten Post-mortem-Studie herausgefunden.

Ein Team um Professor Eric Courchesne von der Universität von Kalifornien in San Diego hatte Gehirne von sieben toten Kindern und Jugendlichen (Alter 2 bis 16 Jahre) mit Autismus stereologisch untersucht.

Als Vergleich dienten die Gehirne von sechs Kindern, die im gleichen Alter gestorben waren und keine psychischen Auffälligkeiten aufgewiesen hatten (JAMA 2011; 306: 2001-2010).

Butterfly

Meditation verändert Verknüpfungen im Gehirn: Neuronale Veränderungen bleiben auch im Alltag erhalten

Häufige Meditation hinterlässt bleibende Spuren in der Aktivität unsers Gehirns: Sie hemmt dauerhaft die Hirnzentren, die Angst, psychische Krankheiten und Aufmerksamkeitsstörungen hervorrufen. Bei regelmäßig meditierenden Menschen sind zudem die Gehirnbereiche stärker miteinander verknüpft, die die bewusste Wahrnehmung und Selbstkontrolle fördern. Das berichten US-amerikanische Forscher im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“.
Meditieren
© meditationschool.eu
„Die Fähigkeit der Meditation, Menschen im 'Hier und Jetzt' leben zu lassen, ist seit tausenden von Jahren bekannt“, sagt Erstautor Judson A. Brewer von der Yale University. Ebenso, dass sich das regelmäßige Meditieren positiv auf die Gesundheit auswirke: „Es hilft gegen Schmerzen, Depressionen und Angststörungen, unterstützt Raucher und andere Süchtige beim Entzug und kann sogar Krankheiten wie der Gürtelrose vorbeugen“, sagt der Forscher. Welche Veränderungen im Gehirn hinter diesen Effekten stünden, sei aber bisher nur in Teilen geklärt.

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© eiriu-eolas.org
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Studie: Überqueren von Türschwellen verursacht Vergesslichkeit

Notre Dame (dts) - Das Betreten oder Verlassen von Räumen soll Auslöser für kleine Vergesslichkeiten im Alltag sein. Wie aus einer Studie der University of Notre Dame in Indiana hervorgeht, schaffe das Überqueren von Türschwellen sogenannte “Handlungsgrenzen” im Kopf der Probanden. “Aktivitäten und Entscheidungen, die in einem anderen Raum gemacht wurden, können dann nicht mit dem anderen Raum verknüpft werden”, erklärte der Leiter der Studie. Die Wissenschaftler ließen Versuchspersonen Gedächtnisaufgaben lösen, während diese in einer vorgegebene Strecke durch ein Haus liefen. Die Wissenschaftler ermittelten daraufhin einen größeren Gedächtnisschwund beim Hindurchtreten von Türen, als beim normalen Laufen durch einen Raum.

© - dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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Nachtschicht im Gehirn

Wissenschaftler messen erstmals Trauminhalte

Jeder Mensch träumt, auch wenn sich nicht jeder am folgenden Morgen daran erinnert. Denn Träume werden nicht ins Langzeitgedächtnis übertragen. Daher können wir einen Traum nur behalten, wenn wir mittendrin oder kurz danach aufwachen.

Es gibt jedoch Menschen, sogenannte luzide Träumer (von lat. lux = Licht), die sich bewusst darüber sind, dass sie träumen, und die das Traumgeschehen sogar willentlich beeinflussen können. Diese Fähigkeit haben sich Wissenschaftler um Martin Dresler vom Münchner Max-Planck-Institut für Psychiatrie zunutze gemacht, um einem der großen Rätsel der menschlichen Natur auf die Spur zu kommen: Warum träumen wir? Und wie entstehen die nächtlichen Bilderfluten in unserem Kopf?

Bekanntlich ist es in der Hirnforschung schon seit Längerem üblich, die räumlich lokalisierte Gehirnaktivität mithilfe bildgebender Verfahren wie der funktionellen Kernspintomografie sichtbar zu machen. Träume wurden bisher ausgespart. Denn die gemessene Hirnaktivität wäre nur dann einem bestimmten Traum zuzuordnen, wenn sich eine exakte zeitliche Übereinstimmung zwischen beiden Ereignissen feststellen ließe. Das gelingt bei »normalen« Träumern naturgemäß nicht, da diese den Forschern nicht mitteilen können, ob sie gerade träumen.

Info

Gehirn: Aufmerksamkeit und Bewusstsein getrennt

Primär-Sehrinde ist Eingang zur visuellen Verarbeitung in Großhirnrinde
Bild
Tübingen - Aufmerksamkeit und Bewusstsein sind zwei grundlegend verschiedene Prozesse im Gehirn. Das haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik http://kyb.mpg.de zusammen mit japanischen Kollegen aus einer Reihe von Verhaltensbeobachtungen geschlossen. Sie liefern den ersten experimentellen Nachweis, dass die primäre Sehrinde nur durch Aufmerksamkeit, nicht aber durch das Bewusstsein aktiviert wird. Die primäre Sehrinde ist der Eingangsbereich zur visuellen Informationsverarbeitung in der Großhirnrinde.

Nervenzellen agieren nie gleich

Dieses Ergebnis bekräftigt die Hypothese, dass Nervenzellen unterschiedlich auf Aufmerksamkeit und Bewusstsein reagieren. "Es geht um die genaue Erforschung des Gehirns", erklärt Masataka Watanabe von der University of Tokyo http://www.u-tokyo.ac.jp gegenüber pressetext. Bei der funktionellen Magnetresonanztomografie wird die Aktivität verschiedener Hirnbereiche über den Sauerstoffgehalt des Blutes gemessen und bildlich dargestellt.

Evil Rays

Wie Ohrwürmer in unser Gehirn kriechen

Frau mit Box
© Unbekannt
Es hat vermutlich jeder und jede schon einmal erlebt: Man schnappt irgendwo ein Lied auf, oft reichen schon wenige Takte, und schon hat sich ein Ohrwurm festgesetzt, der den ganzen Tag nicht aus dem Kopf geht. Die genauen Bedingungen, unter denen unser Gehirn zur Jukebox wird, haben nun britische Forscher untersucht.

Neben dem aktuellen Hören eines Musikstücks spielen auch Erinnerungen sowie bestimmte Gemüts- und Aufmerksamkeitszustände eine wichtige Rolle, schreiben die Psychologin Victoria Williamson von der Goldsmiths University of London und Kollegen in einer Studie.

In Nervennetzwerken gefangen

"Involuntary Musical Imagery" - "Unfreiwillige Musikbilder": Mit diesem etwas spröden Begriff hat der US-Neuropsychologe Oliver Sacks 2006 etwas bezeichnet, das aus dem Alltag gut bekannt ist: die bewusste Erfahrung vertrauter oder neuer Musik, die sich permanent im Geiste wiederholt, obwohl wir sie von außen gar nicht hören und die wir bewusst kaum beeinflussen können.