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Fr, 15 Jan 2021
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Cowboy Hat

Spezielle Verdrahtung macht das Gedächtnis leistungsfähiger

gehirn
© unbekannt
Regionen im Vorderhirn werden beim Lernen aktiv (orange Felder). Stehen diese durch Nervenfasern mit Bereichen im Schläfenlappen in guter Verbindung, dann hat dies offenbar positive Folgen für die Gedächtnisleistung.

Forscher finden Hinweis darauf, warum manche eine gute Merkfähigkeit haben und andere nicht

Manche Menschen haben ein hervorragendes Gedächtnis, andere können sich kaum eine Telefonnummer merken. Bisher war noch sehr wenig über die Ursachen dieser Leistungsunterschiede bekannt, doch eine Gruppe von Forscher ist nun zumindest einem Faktor, der zur Merkfähigkeit beiträgt, auf die Spur gekommen: Die Neurowissenschafter konnten zeigen, dass die Stärke von speziellen Nervenverbindungen zwischen dem Vorderhirn und dem Schläfenlappen eine wichtige Rolle spielt.

Diese Verbindungen im Gehirn ausfindig zu machen, war eine besondere Herausforderung. Das liegt daran, dass viele Hirnregionen miteinander durch Verbindungen verknüpft sind und es herauszufinden gilt, welche dieser Verbindungen speziell für Gedächtnisfunktionen relevant sind.

Butterfly

Meine Gefühle und ich

Ohne Emotionen wären wir nicht lebensfähig, aber Angst, Scham oder Wut machen uns den Alltag oft schwer. Können wir lernen, sie in den Griff zu bekommen?

Sylwia Plaza drapiert ein paar Handtaschen und Rucksäcke auf einem Tisch. »Stellt euch vor, das sind Monitore«, erklärt sie und weist den umstehenden Personen ihre Plätze zu: »Du sitzt hier an diesem Schreibtisch, du stehst dort drüben.« Mit einem Mann geht sie einen Text durch und bittet ihn, diesen »so hart wie möglich« und »von oben herab« zu sagen. Es ist nicht die Probe einer Laienspielgruppe, die an diesem Nachmittag im Seminarraum der Hamburger Volkshochschule stattfindet. Die Büroszene stammt nicht aus einem Bühnenstück, sondern aus dem Leben - Sylwia Plazas Berufsleben. Das Rollenspiel ist Teil eines Konflikttrainings, »Mehr Mut im Alltag« verspricht der Kurs.

Kommentar: Wir empfehlen Éiriú Eolas, ein Atemprogramm, das Sie kostenfrei ausprobieren können. Dieses Programm enthält auch eine Atemtechnik, welche von C. G. Jung entwickelt wurde: die bioenergetische Atmung. Diese spezielle Atemtechnik hat das Ziel, vergessene Traumata aufzuarbeiten und einen Raum zu schaffen, um Gefühle zulassen zu können.


Light Sabers

Psychologie: Zickenkrieg

Wenn Frauen Angst haben, ihren Status in einer Gruppe einzubüßen, schmieden sie rasch Allianzen, um dann andere auszuschließen. Männer setzen auf andere Strategien.

Die Wissenschaftler ließen Probanden in einem Spiel gegen jeweils zwei virtuelle Gegner antreten, die stets das gleiche Geschlecht wie die Testperson hatten. Drohten sich die beiden Gegenspieler miteinander zu verbünden und den Probanden auszuschließen, waren Frauen häufiger als Männer dazu geneigt, ihrerseits eine Allianz zu Lasten eines Dritten einzugehen. Dabei war diese Strategie eigentlich gar nicht nötig, denn in dieser Studie veränderte das Vorgehen weder die Siegchancen noch die Gewinnhöhe.

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass Männer und Frauen auf unterschiedliche Weise miteinander konkurrieren", sagt Benenson. Das diskutieren Wissenschaftler schon lange. So haben Studien gezeigt, dass Männer eher auf physische Gewalt und offene verbale Aggression zurückgreifen. Frauen attackieren mit anderen Waffen: Sie beschädigen den Ruf ihrer Gegner, manipulieren - oder versuchen, andere aus der sozialen Gruppe auszuschließen, wie die aktuelle Studie abermals gezeigt hat. Natürlich verstünden es auch Männer, Gegner auf diese Weise zu traktieren, doch sie vertrauten nicht ganz so oft wie Frauen auf diese Möglichkeiten, so die Studienautoren.

Magnify

Wie Angst maskiert wird

grafik,angst
© unbekannt
Illustriert: Die Steuerung des Angstverhaltens im Gehirn (rechts) kann durch eine zweite Gruppe von Nervenzellen maskiert werden (links).

Das Angstempfinden sitzt buchstäblich tief - dabei spielen zwei Gruppen von Nervenzellen im Mandelkern eine Rolle

Freiburg - Das Angstempfinden ist ein natürlicher Begleiter unseres Lebens und ein sinnvoller Schutzmechanismus - unsere Sinne werden geschärft, in einer Gefahrensituation wird ein angemessenes Verhalten eingeleitet. Manchmal aber nehmen Ängste überhand und sind nur schwer wieder abzulegen. Es kommt zu andauernden Kontrollverlusten oder Lähmungen. Wie aber kann man diesen Angststörungen und Phobien begegnen?

Um die Vorgänge im Gehirn besser zu verstehen, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Freiburg, Basel und Bordeaux die Entstehung und Unterdrückung von Ängsten im Computer simuliert. Sie beschreiben in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift PLoS Computational Biology, auf welche Weise scheinbar abgelegte Ängste in Wirklichkeit nur verdeckt, aber nicht verschwunden sein können. Seit längerem ist bekannt, dass der Grund für die Hartnäckigkeit von Ängsten ist, dass sie buchstäblich tief sitzen: Tief unter dem Großhirn liegt in unserem Denkorgan der "Mandelkern". Er spielt im Angstverhalten eine zentrale Rolle. Nun haben die ForscherInnen entdeckt, dass zwei Gruppen von Nervenzellen im Mandelkern eine Rolle spielen dürften.

Eye 1

Wie sich Träume nach Belieben beeinflussen lassen

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© pa
Träumen, was man will: Das kann funktionieren, wenn man sich seinen Traum schon vor dem Einschlafen genau ausmalt
Klarträumer beherrschen eine ganz besondere Kunst: Sie kontrollieren ihre Träume und bestimmen die Handlung. Diese erstaunliche Fähigkeit lässt sich sogar erlernen.

Das Paradies liegt in den Hütten der Senoi. Die Ureinwohner aus dem Dschungel von Malaysia sind tolerant, sexuell locker und neigen kaum zu Aggressionen. Für Schlafforscher sind sie in den letzten Jahrzehnten jedoch auch aus anderer Hinsicht interessant geworden.

Black Cat

Stress fördert Aberglauben

Warum Kosmonauten auf Busreifen pinkeln: Psychologe Bruce Hood über Kontrollillusionen und übernatürliche Überzeugungen.

Jeder Mensch ist empfänglich für Aberglauben - sagt der Psychologe Bruce Hood. Jene, die ihm widersprechen, bringt der Forscher von der Universität Bristol auf Vorträgen leicht aus dem Konzept: Wer würde diese Strickjacke tragen, fragt er dann ins Publikum, und fügt nach einer Pause hinzu, dass das Kleidungsstück einst dem britischen Serienmörder Fred West gehört habe. Die Vorstellung, die Jacke eines Mörders anzuziehen, ertragen auch rationale Menschen nicht, erklärt Hood in seinem Buch Übernatürlich? Natürlich. Warum wir an das Unglaubliche glauben (Spektrum Akademischer Verlag). Woran liegt das, die Jacke ist doch nicht giftig?

Mr. Potato

Kinder reagieren sensitiv auf Stimmung der Eltern

Baby,Eltern
© Agentur Gettyimages

Ob die Eltern als Paar zufrieden sind oder nicht, hat einen starken Einfluss aufs Familienleben. Doch gerade die Partnerschaft kommt im Alltagsstress oft zu kurz. Dann ist es entscheidend, dass sich beide Partner Freiräume schaffen können.

Kinder sind wie Seismografen. Sie registrieren jede Erschütterung - und geben sie dann als eigenes kleines Erdbeben zurück. «Wenn ich selber aufbrausend bin, darf ich meiner Tochter nicht wirklich böse sein, wenn sie ebenfalls mit voller Wucht die Türen ‹schletzt›», sagt Iris Attinger Heuberger, die Mutter der sechsjährigen Lisa.

Schon Säuglinge reagieren sehr empfindlich auf Spannungen zwischen ihren Eltern. Ihr Puls beschleunigt sich, ihr Atem geht schneller, und sie beginnen zu schreien, was die Eltern noch nervöser macht - eine Negativspirale. Die Zürcher Mütterberaterin Anna Urben hat schon viele verzweifelte Mütter und Väter in ihrer Sprechstunde gehabt, die erfolglos alles versucht haben, um ihr Kind zu beruhigen. Da brauche es ganz einfach eine Besinnungspause: «Wann hat die Unruhe genau angefangen, und was war damals sonst noch alles los in der Familie?»

Heart

Über Schilderungen aus Todesnähe

Pim van Lommel
© Dagmar Barber
Pim van Lommel stellt sein Buch vor
In der evangelischen Kirche müssen rasch noch Stühle geholt werden, so groß ist der Andrang bei der Vorstellung des Buches "Endloses Bewusstsein. Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung" auf Einladung der Buchhandlung Sillmann. Auch die Diskussion danach war rege.

Der holländische Kardiologe und Autor Pim van Lommel sagt, dass das Bewusstsein nicht an einen funktionierenden Körper gebunden sein müsse und unabhängig vom Gehirn existiere. Ein Ergebnis, das großes Aufsehen erregte, als es medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht wurde.

Bell

Ist die Cassiopaea-Online-Community wirklich eine Sekte und ist Laura Knight-Jadczyk ein Psychopath?

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Falsche Attacken: Sonnenschein ist die beste Desinfektion!

Im Februar 1995 diskutierte Laura Knight-Jadczyk die Ergebnisse ihres Experiments in superluminaler Kommunikation zum ersten Mal vor einem größeren Publikum, indem sie in Orlando/Florida vor einer UFO-Forschungsgruppe einen Vortrag hielt. Im Publikum war Henry Belk, Bekannter von Senator Claiborne Pell, Andrija Puharich, Prinz Hans Adam II von Liechtenstein und andere, deren Namen all jenen bekannt sein werden, die die Einflüsse des CIA auf die Medien studieren.

Zu jener Zeit hatte Laura diese Namen noch nicht gehört. Aber sie merkte an den Reaktionen von Henry Belk nach ihrem Kurzvortrag schnell, dass sie in etwas Unangenehmes hineingetreten war. Erst viel später, als sie an den verschienenen Verbindungslininen zog und die Puzzleteile zusammenstellte, realisierte sie, dass sie als ernsthaftes Problem erkannt worden war und dass Schritte eingeleitet werden würden, um sie von der Bildfläche verschwinden zu lassen und/oder jede Möglichkeit zu zerstören, dass ihre Arbeit ein größeres Publikum erreichte. Seit diesem Tag war Laura das Ziel einer der ungeheuerlichsten und weit verbreitetsten Beschmierungskampagnen, die in der Geschichte des Internet aufgezeichnet und nachverfolgt werden können.

Eye 2

Überaktives Belohnungssystem bei Psychopathen

Forscher beobachten auffällige Hirnveränderungen bei Psychopathen

London (apn) Im Gehirn von Psychopathen ist der Drang nach Belohnung weit stärker ausgeprägt als bei anderen Personen. Dass viele solcher Menschen etwa zu Straftaten neigen, erklärten Psychologen bislang vor allem mit mangelnder Angst vor Strafe oder fehlendem Mitgefühl. Nun beobachteten US-Hirnforscher auffällige Veränderungen im Belohnungssystem des Gehirns. Als Folge davon versuchen Psychopathen offenbar, ihre Wünsche mit allen Mitteln zu erreichen.

Um die neurologische Grundlage solchen Verhaltens zu studieren, ließen Psychologen der Vanderbilt-Universität in Nashville gewöhnliche Versuchspersonen zunächst Fragebögen ausfüllen. Anhand der Antworten prüften sie dann, wie psychopathisch die einzelnen Teilnehmer waren.