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Fr, 15 Okt 2021
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Beer

Stressforschung: Wie wirkt Alkohol in Stresssituationen

Alkohol verändert die Stressreaktion, diese wiederum die Alkoholwirkung - je nach individuellem Trinkerleben.

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Wer Stress hat, greift vermehrt zur Flasche. Nur warum? Dämpft Alkohol die Stressreaktion des Körpers - oder wirkt Stress umgekehrt der berauschenden Wirkung von Alkohol entgegen, so dass schlichtweg man mehr trinken muss, um den gleichen Effekt zu erzielen? Eine neue Studie deutet darauf hin, dass das Verlangen nach Alkohol in Stressituationen individuell verschieden ausfällt.

Ein Team um die Medizinerin Emma Childs von der University of Chicago (US-Bundeststaat Illinois) unterzog 25 gesunde Männer einem Standard-Stresstest: Die Probanden mussten vor Zuschauern je fünf Minuten lang frei sprechen und Rechenaufgaben lösen, während sie per Video gefilmt wurden. Anschließend verabreichten ihnen die Forscher intravenös Alkohol. Um dessen Wirkung ermessen zu können, bekamen die Probanden bei anderer Gelegenheit auch ein Placebo. Nach einem zweiten, diesmal stressfreien Kontrolltest bestimmten die Untersucher zudem die Alkoholwirkung unter normalen Bedingungen.

Cow

Hirnforschung: Animalischer Reiz

Gefühlsareal des Gehirns reagiert auf Tierbilder.

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Die Amygdala, eine paarige, mandelförmige Hirnregion auf der Innenseite des Schläfenlappens, ist vor allem bekannt für ihren Beitrag zur Gefühlswelt: Hier werden Reize auf ihren emotionalen Gehalt hin bewertet; es wird geprüft, ob eine Belohnung zu erwarten oder eher zur Flucht geraten ist.

Neben diesen allgemeinen Kategorien verarbeitet insbesondere die rechte Amygdala darüber hinaus auch auf einen ganz konkreten Reiz: Bilder von Tieren, seien es gefährliche oder süße, seltene oder verbreitete Arten, bringen immer einen gewissen Anteil der Amygdalazellen zum Feuern, beobachteten Florian Mormann von der Universität Bonn und seine Kollegen.

Nach Meinung der Forscher spiegelt sich darin die immense Bedeutung von Tieren in der Evolutionsgeschichte des Menschen wider. Dass das Gehirn bei der Verarbeitung von Sinnesreizen Lebewesen aller Art stark bevorzugt, zeigte sich auch schon bei anderen Experimenten.

Family

Schwarmintelligenz: Gemeinsam sind wir schlauer

Menschenmassen schätzen im Mittel besser als der Einzelne - solange ihre Mitglieder sich selbst oder den Besten vertrauen.

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Nicht nur Quizkandidaten mit Publikumsjoker, sondern auch wer einen x-beliebigen Wert schätzen soll, darf getrost auf die Weisheit der Masse vertrauen. Denn der Durchschnitt aus vielen unabhängigen Urteilen liegt meist recht nah an der Wahrheit - etwa, wenn es sich um die Zahl der Tiere in einem Bienenvolk handelt. Doch häufig lassen wir uns von anderen zu Fehlschlüssen verleiten. Wie die durchschnittliche Schätzung ausfällt, wenn Probanden die vorherigen Urteile anderer kennen, hat nun ein Team um den Biowissenschaftler Andrew King von der University of London untersucht.

Die Forscher ließen über 400 Probanden die Anzahl an Süßigkeiten in einem Glas schätzen. Dabei variierten die Wissenschaftler die Information über vorherige Schätzungen, die sie den Probanden vor Beginn mitteilten: Während einige keinerlei Information erhielten, erfuhren andere entweder den Tipp des vorherigen Testteilnehmers, die durchschnittliche Schätzung aller bisherigen Personen oder den zufällig ausgewählten Wert eines anderen Kandidaten. In einer weiteren Gruppe informierten die Wissenschaftler jeden über die beste bisherige Schätzung, bevor es galt, ein eigenes Urteil zu fällen.

Display

TV macht dumm, dick und gewalttätig

Ein Auszug aus einem Vortrag des Hirnforschers Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer über die Auswirkungen steigenden Medienkonsums bei Kindern und Jugendlichen.

Eye 1

Kaktus-Menschen: Wie gehe ich mit Ekelpaketen richtig um?

Umfragen ergaben, dass 36 Prozent der Befragten permanente Feindseligkeiten ihrer Mitmenschen erdulden müssen

aggressiv
© fotolia.com
Umfragen ergaben, dass 36 Prozent der Befragten permanente Feindseligkeiten ihrer Mitmenschen erdulden müssen
Manchmal sind es ständige hämische Kommentare, mal ewiges Sticheln oder genervtes Augenrollen.

„Kaktus-Menschen“ nennen Psychologen den Typ, der andere durch „Stacheln“ abwehrt: verletzendes, demütigendes Verhalten (Beispiele siehe unten). Das kann der Chef sein, aber auch der Partner, der Nachbar oder ein Kollege.

Wie wehre ich mich gegen solche Ekel? BILD erklärt es Ihnen.

Wie wird jemand zum „Kaktus-Menschen“?

Es gibt viele Ursachen für dieses Verhalten: z. B. psychische Krankheiten, Burn-out, negative Erlebnisse in der Kindheit. Immer geht es darum, eigenen inneren Druck dadurch abzubauen, dass man andere herabsetzt und verletzt. Etwa durch Wutanfälle, Beleidigtsein, Schweigen, Spott oder Sarkasmus.

Wie weit verbreitet ist das Problem?

Laut Umfragen gaben 36 Prozent der Menschen an, permanenten Feindseligkeiten ausgesetzt zu sein. Bei einer Untersuchung unter Arbeitnehmern beklagen etwa 27 Prozent, ständig von Kollegen und/oder vom Chef schikaniert zu werden. Sie fühlen sich durch beleidigendes, aggressives Verhalten persönlich herabgesetzt.

Kommentar: SOTT.net empfiehlt das Éiriú Eolas Atemprogramm für Stressbewältigung und Stressabbau.

Erprobte Vorteile des Éiriú Eolas Programms sind:
  • sofortige Stresskontrolle während man in stressigen Situationen ist
  • Entgiftung des Körpers, was zu Schmerzbefreiung führt
  • Entspannung und das sanfte Aufarbeiten von vergangenem körperlichen
    oder psychischen Trauma
  • Regenerierung und Verjüngung des Körpers / des Geistes



Family

Wenn Mutter und Sohn ihre Bindung verlieren

Eine gestörte Beziehung in der Kindheit lässt Jungen als Teenager eher straffällig werden, wie eine US-Studie in Pennsylvania nun heraus fand.
Mutter und Sohn
© picture alliance / Bildagentur
Eine schlechte Beziehung zwischen Mutter und Sohn kann im Erwachsenenalter die Straffälligkeit erhöhen.

Hamburg. Ein "Muttersöhnchen" zu sein kann vor dem Gefängnis bewahren. So lässt sich zugespitzt das Ergebnis einer neuen US-Studie zusammenfassen. Ein enges, von Vertrauen und Verständnis geprägtes Verhältnis zwischen Mutter und Sohn ist offenbar wichtiger als bisher angenommen, wenn es darum geht, wie gut Jungen später negativen Einflüssen widerstehen können. Dabei spielen die ersten Lebensjahre eine Schlüsselrolle: Führen Sohn und Mutter schon früh eine gespannte, konfliktreiche Beziehung, würden die Jungen als Teenager eher straffällig, schreiben Forscher um Christopher Trentacosta im Fachblatt Child Development.

Für die Langzeitstudie begleitete Trentacosta, Psychologieprofessor an der Wayne State University, 265 sozial schwache Familien im US-Staat Pennsylvania. Über zehn Jahre untersuchte er mit seinem Team die Beziehung der Frauen zu deren Söhnen, die zu Beginn der Studie fünf Jahre alt waren. Mütter seien gerade in sozial schwachen Familien meist die wichtigste Bezugsperson für die Söhne, sagen die Wissenschaftler. Sie fanden heraus, dass die Bindung zur Mutter das Verhalten der Jungen bis ins Teenager-Alter hinein maßgeblich prägt. So hatten etwa Jungen mit einer engen Bindung an ihre Mutter als Jugendliche auch eine enge Bindung zu ihren Freunden.

Sherlock

Nervenverbindung erleichtert Wiedererkennen: Hirngebiete für das Erkennen von Stimmen und Gesichtern sind verbunden

Gehirn
© Hemera
Forschungslandschaft Gehirn

Das Erkennen von Stimmen und von Gesichtern ist in unserem Gehirn enger verknüpft als bisher gedacht. Zwischen den Arealen für beide Wahrnehmungen haben Forscher jetzt eine direkte Nervenverbindung entdeckt. Der dadurch ermöglichte intensivere Informationsaustausch könne uns im Alltag dabei helfen, vertraute Personen schnell und unter widrigen Bedingungen zu identifizieren, schreiben die Forscher im Journal of Neuroscience.

Für ihre Studie hatten die Forscher ein Verfahren eingesetzt, mit dem sich der genaue Verlauf von Nervenfaserbahnen im Gehirn ermitteln lässt. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen lieferten nun die anatomische Erklärung für frühere Beobachtungen, sagen die Forscher. In diesen habe man festgestellt, dass die Gehirnbereiche für Stimmen- und Gesichtserkennung häufig gemeinsam aktiv wurden. "Wir gehen inzwischen davon aus, dass Areale im Gehirn, die in Stimm- und Gesichtserkennung involviert sind, direkt miteinander interagieren und sich gegenseitig beeinflussen", sagt die Hauptautorin der Studie, Helen Blank vom Max-Planck-Institut (MPI) für Kognitions- und Neurowissenschaften.

Mr. Potato

TV-Konsum: Serie "SpongeBob" schlägt Kindern aufs Gehirn

Die Zeichentrickserie "SpongeBob Schwammkopf" führt bei Kindern bereits nach kurzer Zeit zu Aufmerksamkeits- und Lernproblemen. Das zeigt eine US-Studie.
SpongeBob
© PA

Die Zeichentrickserie "SpongeBob" führt laut einer neuen US-Studie zu kurzzeitigen Aufmerksamkeits- und Lernproblemen bei Kindern. Wenn Vierjährige die Serie nur neun Minuten lang sehen, könnten diese Symptome bereits auftreten, heißt es in der Studie, die in der Zeitschrift Pediatrics veröffentlicht wurde.

Für die Studie mussten 60 Kinder entweder "SpongeBob" oder die ruhigere US-Zeichentrickserie "Caillou" ansehen und danach psychologische Funktionstests absolvieren. Die "SpongeBob"-Kinder schnitten deutlich schlechter ab.

Megaphone

Fragen & Antworten mit Laura Knight-Jadczyk: Psychopathie


Kommentar:

Dieses Video ist Teil einer Forschungs-Serie von Sott.net:

Der Psychopath - Teil 1: Die Maske der Normalität
Der Psychopath - Teil 2: Psychopathen in der New Age Bewegung
Der Psychopath - Teil 3: Was ist ein Psychopath?
Der Psychopath - Teil 4: Wie Psychopathen die Welt sehen
Der Psychopath - Teil 5: Psychopathen und Beziehungen
Der Psychopath - Teil 6: Wie man mit Psychopathen umgeht
Der Psychopath - Teil 7: Symptome/Checklisten für Psychopathie
Fragen & Antworten mit Laura Knight-Jadczyk: Psychopathie
Der Trick Des Psychopathen: Uns glauben machen, dass Böses von anderswo kommt
Vereinigungsfreiheit, Rauchen und Psychopathie
John F. Kennedy und die Verzerrung der Politischen Ponerologie
Der psychopathische Arzt: Dr. Heinrich Gross
Ponerologie, Pathokratie und der große Fehler der einseitigen Berichterstattung durch die Medien


People

Bei Verlust des Elternteils: Ohne Vater früher eigene Kinder

Jungs, die ihren Vater schon in den ersten Lebensjahren verlieren, bekommen umso früher selbst Nachwuchs. Britische Forscherinnen konnten nachweisen, wie viel Einfluss Väter auf die Pubertät und Fortpflanzung ihrer Söhne nehmen.
Vater und Sohn
© picture-alliance/dpa
Auch der Zeitpunkt einer Heirat hängt offenbar mit dem Vater und seiner Anwesenheit zusammen.

Vaterlose Jungen werden selbst früher Väter. Dagegen kommt ein Teil von ihnen später in die Pubertät und heiratet später. Das haben britische Forscherinnen nun nachgewiesen. Paula Sheppard von der London School of Economics und Rebecca Sear von der Durham University präsentieren ihre Studie im britischen Fachjournal Biology Letters.

Für Mädchen war ein Zusammenhang zwischen Vaterlosigkeit und früher Pubertät und Fortpflanzung bereits bekannt. Für ihre Studie haben Sheppard und Sear nun die Daten vom mehreren tausend Männern aus Großbritannien daraufhin untersucht, ob die Abwesenheit des Vaters mit dem Zeitpunkt der Pubertät, der Heirat und der Fortpflanzung korreliert. Dabei wurden andere als ungünstig angesehene Kindheitsumstände ausgeschlossen sowie der Zeitpunkt des Vaterverlustes berücksichtigt.