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Mo, 01 Jun 2020
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Ein französischer Psychopath?

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© HANSER
Wenn Robert Hare einen Vortrag über Psychopathen hält, überrascht er manchmal seine Zuhörer. Nachdem er Bilder von Mafiakillern und Sexualstraftätern gezeigt hat, erscheinen Fotos von Managern. »Dies sind abgebrühte, brutale Subjekte«, erläutert der Psychologe. »Es kümmert sie nicht, dass andere Menschen Gedanken und Gefühle haben. Sie kennen weder Schuldbewusstsein noch Gewissensbisse.« Vermutlich aus rechtlichen Gründen zeigt Hare nur Manager, die wegen einer Straftat verurteilt wurden. Möglicherweise wird er seiner Galerie bald das Bild Dominique Strauss-Kahns hinzufügen können. Doch selbst wenn sich die Vorwürfe gegen den IWF-Direktor als falsch erweisen sollten, könnte er wohl als Beispiel für Hares These gelten. Man muss kein Psychopath sein, um Karriere zu machen, aber es hilft ungemein. Wem nämlich Starrsinn, Ordnungswahn, diktatorische Tendenzen, oberflächlicher Charme, Unehrlichkeit, Egozentrik und Mangel an Empathie gänzlich fremd sind, der wird Probleme haben, sich gegen Konkurrenten durchzusetzen und die Folgen seines Handelns mit einem kühlen Lächeln zu übergehen. »Sie müssen sich den IWF wie einen Arzt vorstellen«, sagte Strauss-Kahn. »Das Geld ist die Medizin. Aber die Staaten, die Patienten, müssen auch ihr Leben ändern, wenn sie gesund werden wollen.« Im wirklichen Leben muss ein Patient sein Leben nicht ändern, um sich von einem Knochenbruch oder einer Infektionskrankheit zu erholen. Doch man muss wohl an solche Lehren glauben, um einen Job erledigen zu können, der Millionen Menschen verarmen lässt. Profiler werden aber nicht nur bei Konzernen und Regierungen fündig. Auch Julian Assange scheint die Persönlichkeitsmerkmale aufzuweisen, die für eine Karriere qualifizieren. Dass ausgerechnet der Wikileaks-Gründer die Unterzeichnung einer Verschwiegenheitserklärung verlangte und mit einem Wutanfall reagierte, als ein Mitarbeiter diese verweigerte, ist nicht nur eine Kuriosität.

Kommentar: Lesen Sie auch die folgenden Artikel über Psychopathie:

Der Psychopath - Teil 1: Die Maske der Vernunft

Der Psychopath - Teil 2: Psychopathen in der New Age Bewegung

Der Psychopath - Teil 3: Was ist ein Psychopath?

Der Psychopath - Teil 4: Wie Psychopathen die Welt sehen

Der Psychopath - Teil 5: Psychopathen und Beziehungen

Der Psychopath - Teil 6: Wie man mit Psychopathen umgeht

Der Psychopath - Teil 7: Symptome/Checklisten für Psychopathie

Der Trick Des Psychopathen: Uns glauben machen, dass Böses von anderswo kommt


Binoculars

Wenn Eifersucht den Kopf verdreht

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© unbekannt
Bis jetzt dachten Frauen immer, ihre Männer schauen schönen Frauen nach. Falsch! Die Herren der Schöpfung konzentrieren sich viel mehr auf ihre eigenen Geschlechtsgenossen. Wie das sein kann und warum dieses Verhalten ganz natürlich ist, haben Forscher aus den USA in einem interessanten Experiment gezeigt.

Ganz Deutschland ist im Sommerfieber: Die Temperaturen sind sommerlich warm, die Cafés und Parks füllen sich. Die perfekten Umstände, die Psychologie des Menschen hautnah mitzuerleben! Was man dazu braucht? Ein Café, ein paar Pärchen und einen guten Platz, von dem aus man das bunte Treiben in Ruhe beobachten kann. Wenn man dann noch im Hinterkopf hat, was Jon Maner von der Staatsuniversität von Florida in einer Studie zeigte, wird man um das ein oder andere Schmunzeln nicht hinweg kommen.

Beaker

Ivan Pawlow und die Überlastungshemmung

Wow! Es sind fast drei Wochen vergangen, seitdem ich das letzte Mal etwas für meinen Blog oder für SOTT.net geschrieben habe! Wie die Zeit vergeht! Aber das bedeutet nicht, dass ich nichts geschrieben habe; denn das habe ich. Ich arbeite nicht nur an den Nachforschungen für mein kommendes Buch, The Horns of Moses, sondern ich habe auch an unserem Cassiopedia-Projekt gearbeitet. Nachdem ich meinen letzten Eintrag über die Überlastungshemmung, wie sie von Ivan Pavlov genannt und untersucht wurde, nun geschrieben habe, dachte ich mir, dass es wichtig genug ist, es einem breiteren Publikum vorzustellen.

Iwan Petrowitsch Pawlow bewies, dass sich ein der Hysterie ähnlicher Zustand manifestiert, sobald die Psyche in einen Zustand der Überlastungshemmung übergeht. In Zuständen von Angst und Aufgeregtheit akzeptieren vernünftige Menschen die wildesten und unwahrscheinlichsten Suggestionen.

Wenn Sie einmal diese Information gelesen haben, werden Sie mir zustimmen, dass dieser Prozess schon seit geraumer Zeit auf die Weltbevölkerung angewendet wird -- mit einer Spitze der Stressinduktion am 11. September 2001. Sie werden damit auch verstehen, warum so viele Leute an der Nase herumgeführt worden sind. (Nebenbei erwähnt: Sie werden diese Art von tiefgehenden Informationen über ähnliche Themen nicht auf Wikipedia finden!)

Family

Lieber sozial als schuldig

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© unbekannt

Warum Menschen einander helfen, selbst wenn sie daraus keinen persönlichen Nutzen ziehen, ist aus Sicht der Ökonomie und Spieltheorie bis heute nicht zufriedenstellend beantwortet. Eine neue Studie sagt nun: Um sich später nicht schuldig zu fühlen, tut man lieber Gutes. Auch Gehirnbilder sprechen den Forschern zufolge für diese These.

"Nutzlose" Kooperation

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Kaffeehaus und ein anderer Gast bittet Sie, auf seinen Laptop aufzupassen, während er telefoniert. Welchen Nutzen er davon hat, ist klar, aber welchen haben Sie? Dennoch: In der Regel werden Sie auf das Gerät aufpassen, auch wenn Ihnen das eigentlich nichts bringt.

Kommentar: Sott.net sieht den Psychopathen als Nutznießer von hilfsbereiten Menschen an, mit dem Ziel, nur etwas für andere Menschen zu tun, wenn er am Ende auch dafür etwas bekommt. Der Spieltheorie zufolge heißt das, dass immer einer verlieren muss ("win-lose"), sodass der maximale Profit erlangt werden kann. Laura Knight-Jadczyk diskutiert die Spieltheorie besonders in diesem Buch (leider nur in Englisch verfügbar): Almost Human


Ambulance

Fluchen lindert offenbar Schmerzen

Fluchen
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Schlechtes Benehmen hat offenbar immerhin einen positiven, genauer einen schmerzlindernden Effekt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie zum Thema Fluchen unter mehr als 70 Jugendlichen der britischen Keele University.

Test mit Eiswasser

Dazu wurden Probanden, die bis zu 40 mal am Tag fluchen und jene, die weniger als zehn Mal am Tag fluchen, in zwei entsprechende Gruppen eingeteilt.

Im Anschluss hielten die Jugendlichen ihre Hände zweimal in eiskaltes Wasser, wobei sie nur bei einem der beiden Durchgänge fluchen durften. Beide Gruppen hielten die Hand länger unter Wasser, wenn sie fluchten.

Evil Rays

Handy-Strahlen haben Einfluss auf die Hirn-Aktivität

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© keystone
Der Einfluss von Handystrahlen auf die Organe ist nachgewiesen, die Folgen für die Gesundheit bleiben unklar.
Die Strahlung von Mobiltelefonen verändert die Stromwellen im Gehirn. Zu diesem Schluss kommt ein nationales Forschungsprogramm. Ob der nachgewiesene Effekt auch eine Auswirkung auf die Gesundheit hat, bleibt aber unklar.

Mehrere Untersuchungen im Rahmen eines breit angelegten nationalen Forschungsprogramms kommen zum Schluss: Mobilfunkstrahlung verändert nachweislich bestimmte biologische Prozesse in menschlichen Zellen und Organen.

Ein Forscher-Team der Universität Zürich setzte Probanden vor dem Einschlafen für eine halbe Stunde der Handystrahlung aus.

Kommentar: Lesen Sie die folgenden Artikel für mehr Informationen über Mobilfunkstrahlen: Handys sind "gefährlicher als das Rauchen", Elektromagnetische Strahlung und ihre Auswirkung auf das Gehirn: Ein Insider spricht


Heart - Black

Broken-Heart-Syndrom: Wenn der Verlust eines geliebten Menschen tötet

Broken Heart Syndrome
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Romeo und Julia töteten sich selbst, weil sie die Trennung voneinander nicht ertragen konnten. Doch nicht nur physische Faktoren können in derartigen Situationen tödlich sein, sondern auch mentale. Mediziner definieren dieses Phänomen als "Broken-Heart-Syndrom".

Trennung enger Bindungen verursacht Leere

Zu vielen Menschen hat man eine solch enge Bindung, dass sie tief im Herzen verankert sind und bei einem Bruch der Beziehung ein schier endlos wirkendes Loch hinterlassen. Alles wirkt anders und ein tiefer Schmerz überschattet den Alltag, wodurch es kein Glück mehr zu geben scheint. Auch Albträume, Selbstmordgedanken und tiefe Traurigkeit sind die Folge.
Die Mehrzahl der Menschen überwindet diese Phase, bei anderen verursacht der Herzschmerz hingegen gravierende gesundheitliche Folgen - bis hin zum Tod. Es sind die Gedanken, die diese Menschen umbringen. Dabei unterscheidet man zwischen direkten Selbstmordgedanken und denen, die ohne einen direkt gewollten eigenen Einfluss zum Tod führen - geschieht das, so spricht man vom "Broken-Heart-Syndrom".

Hourglass

Schlafdauer lässt Gehirn schrumpfen

Schlafen
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Das Gehirn kann einer Studie zufolge um bis zu sieben Jahre altern, wenn man zu kurz oder zu lange schläft. Das berichten nun britische Forscher.

Bis zu sieben Jahre altern

Wissenschaftler der Universität London fanden heraus, dass es einen engen Zusammenhang zwischen der Schlafdauer und der Gehirnfunktion gibt. Schläft man weniger oder mehr als die empfohlene Dauer von sechs bis acht Stunden am Tag, so beschleunige dies den Rückgang von kognitiven Funktionen.

Butterfly

Gehirn merkt sich Berührungen genau

Menschen können die Erinnerung an Berührungen im Gedächtnis abrufen

Berlin - Sobald eine Berührung aufmerksam registriert wurde, wird sie in dem sogenannten Arbeitsgedächtnis abgespeichert. Neurowissenschaftlern der Charité Universitätsmedizin Berlin konnten ein Signal im Hirn von Probanden nachweisen, sobald sie sich an eine Berührung erinnern konnten. Die Wissenschaftler der Abteilung für Neurologie und dem Bernstein Center for Computational Neuroscience an der Charité prüften, in welcher Form Berührungsempfindungen im Arbeitsgedächtnis abrufbar sind.

Butterfly

Joggen wirkt wie Beten

Joggen
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Und am Ende steht die ganz große Entspannung - Joggen löst im Gehirn ähnliche Reaktionen aus wie Beten. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Sporthochschule Köln.

Wer regelmäßig seine Joggingrunden dreht, weiß wie positiv sich Sport auf Körper und Geist auswirkt. Das Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft der Deutschen Sporthochschule in Köln beschäftigt sich schon seit einigen Jahren mit den Auswirkungen von körperlicher Ertüchtigung auf unser Wohlbefinden.

In Zusammenarbeit mit der Evangelisch Theologischen Fakultät der Universität in Bonn konnten die Forscher eine vergleichbare Reaktion bei Gebet und Trainingseinheit nachweisen: Sowohl bei betenden als auch bei laufenden Probanden machte sich eine geistige und körperliche Entspannung breit, die sich wissenschaftlich und subjektiv nachweisen ließ.