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Mi, 12 Aug 2020
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Attention

Drogen fördern bei Jugendlichen Schizophrenie

Drogen Auslöser psych. Erkrankungen
© PICTURE-ALLIANCE/CHROMORANGE
Drogen können Ursache psychischer Erkrankungen sein.
Egal, ob Magersucht, Schizophrenie oder Aufmerksamkeitsstörungen: Psychische Krankheiten bei Jugendlichen nehmen immer mehr zu. Eine Ursache neben dem sozialen Umfeld auch der Drogenkonsum. Denn der Haschisch- und Alkoholkonsum kann das Gehirn nachhaltig schädigen - besonders bei Jüngeren.

Psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen nehmen nach Aussage des Kinder- und Jugendpsychiaters Eberhard Meyer zu. Der ärztliche Direktor der Vitos Klinik Hofheim im südhessischen Riedstadt stellt außerdem eine Zunahme der Schwere der Erkrankungen fest. So trete Schizophrenie zunehmend bei Jugendlichen unter 19 Jahren auf.

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Neue Erkenntnisse zur 'Unaufmerksamkeitsblindheit'

Die starke Konzentration auf eine Aufgabe kann dazu führen, dass selbst spektakuläre Ereignisse wie das Vorbeilaufen einer Person im Gorilla-Kostüm übersehen werden. Doch das geht nicht allen so. Warum manchen Menschen so ein Ereignis sehr wohl bemerken, war für die psychologische Forschung bisher unklar. Ein amerikanisches Forscherteam präsentiert jetzt eine Erklärung. Demnach sei das Arbeitsgedächtnis entscheidend. Menschen mit einem guten Arbeitsgedächtnis haben bessere Chancen, den Gorilla zu bemerken, schreiben die Forscher im Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory and Cognition.

Das Experiment mit dem „unsichtbaren" Gorilla ist ein Klassiker der experimentellen psychologischen Forschung und schon jahrzehntealt.

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Persönlichkeitszüge: Hirnstrukturen enthüllen politische Haltung von Menschen

London - Politische Ansichten von Menschen spiegeln sich in ihren Hirnstrukturen wider. Dies zeigt eine britische Hirnstudie an 90 Studenten. Demnach ist bei liberalen Menschen ein bestimmter Teil der Großhirnrinde besonders stark ausgeprägt, der anteriore cinguläre Cortex (ACC). Deshalb können diese Personen komplexe und widersprüchliche Informationen besser verarbeiten. Dies deckt sich mit früheren Studienresultaten, denen zufolge Liberale offener für neue Erfahrungen sind.

Bei konservativen Menschen fanden die Forscher des University College London eine größere Amygdala. Dieses Areal dient zur Verarbeitung von Emotionen wie etwa Angst. Die Forscher leiten daraus im Fachblatt Current Biology ab, dass konservative Personen in ungewissen Situationen stärker auf Gefahren achten. "Früher galten manche psychischen Eigenschaften als Hinweis auf die politische Orientierung eines Menschen", sagt Erstautor Ryota Kanait. "Unsere Studie verbindet solche Persönlichkeitszüge mit bestimmten Hirnstrukturen."

(Quelle: "Current Biology", Online-Vorabveröffentlichung)

Heart - Black

Traumatisierung schädigt Kindergehirn

New York - Traumatisierungen wirken sich bei Kindern auch nachteilig auf die Gehirnstruktur aus. Eine kalifornische Untersuchung zeigt, dass schwer traumatisierte Kinder einen kleineren Hippocampus haben. Diese Hirnregion ist für das Gedächtnis wichtig. Damit bestätigten die Forscher der Universität Stanford die Resultate früherer Studien an Tieren erstmals auch an Menschen.

Die Kinder- und Jugendpsychiater untersuchten 15 Jungen und Mädchen im Alter von 7 bis 13 Jahren, die an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) litten. Dabei hatten Kinder mit einer schweren PTBS-Symptomatik und höheren nächtlichen Werten des Stresshormons Cortisol - einem weiteren Indiz für eine starke Traumatisierung - einen kleineren Hippocampus als die weniger stark traumatisierten Teilnehmer.

Alarm Clock

Nachtschlaf fördert Lernen

Deltawellen tragen im Tiefschlaf entscheidend zu Gedächtnisbildung bei

Lübeck - Der Körper nutzt den Nachtschlaf nicht nur, um sich zu regenerieren, sondern auch um Erlebtes und Erlerntes dauerhaft abzuspeichern. Neurobiologen der Universität Lübeck zeigten in Versuchen an Menschen im Schlaflabor, wie das Gehirn diesen Datentransfer bewältigt. Dabei wiesen sie nach, dass an der Gedächtnisbildung so genannte Deltawellen beteiligt sind. Diese langsam oszillierenden elektrischen Signale sendet das Gehirn im Tiefschlaf aus. Wurden die Signale bei den Teilnehmern über Elektroden verstärkt, so schnitten die Personen am Tag darauf deutlich besser in Gedächtnistests ab als andere Schläfer.

Megaphone

Hören: Gehirn schickt Wichtiges direkt auf die „Überholspur“

ohr
© SXC
Wichtige Geräusche werden schon früh erkannt und gesondert behandelt
Nah-Infrarot ermöglicht erstmals geräuschlosen Blick in hörendes Gehirn

Emotional wichtige Geräusche wie Kinderlachen oder ein knurrender Hund werden vom Gehirn fast von Anfang an „auf der Überholspur“ verarbeitet. Das zeigte eine Studie, in der es Forschern mittels einer neuen Methode erstmals gelang, dem Gehirn ohne störende Untersuchungsgeräusche beim Hören zuzusehen. Die Aufnahmen enthüllten, dass schon das Hörzentrum und nicht erst der Mandelkern die „Sortierung“ der Geräusche übernimmt.

Footprints

Gehirn: Fremdschämen tut weh

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© SXC
Schämen kann man sich auch für andere

Gehirn reagiert in gleichem Hirnareal wie beim Nachempfinden von Schmerzen

Du bist ja so peinlich! Wer sich stellvertretend für andere schämt, dem tut es nicht nur sprichwörtlich weh: Es sind tatsächlich ähnliche Gehirnareale aktiv wie beim Nachempfinden des Schmerzes anderer. Das zeigt eine jetzt in „PLoS One“ veröffentlichte Studie zu den neuronalen Grundlagen des „Fremdschämens“. Diese Reaktion ist zudem unabhängig davon, ob die beobachtete „peinliche“ Person sich selbst schämt oder nicht.

Newspaper

Unordnung lässt Vorurteile wachsen

unordnung,ordnung
© D.A. Stapel
Ordnung und Unordnung: Die niederländischen Forscher fordern von der Politik, gefährdete Wohnviertel davor zu bewahren, im Chaos zu versinken und zügig in Reparaturen und Renovierungen zu investieren - das könnte helfen, Diskriminierungen zu verhindern.

Heruntergekommene Stadtviertel können Diskriminierung und Vorurteile verstärken. Darauf deutet eine Feldstudie von niederländischen Forschern hin. Während eines Müllabfuhr-Streiks beobachteten sie deutliche Verhaltensänderungen bei ihren Probanden.

Zwei niederländische Forscher haben ein verblüffendes Rezept gegen Vorurteile und Diskriminierungen gefunden: das Aufräumen. Denn herumliegender Müll und allgemeine Unordnung bereiten Stereotypen und Vorverurteilungen den Boden, haben Diederik Stapel und Siegwart Lindenberg von den Universitäten in Tilburg und Groningen mit Hilfe verschiedener Experimente gezeigt.

Ladybug

Was uns glücklich macht

Kind im Blütenregen
© fotolia
Das Glück ist wie ein Blütenblatt...
Essen. Die neue Forschungsrichtung der „Positiven Psychologie“ untersucht, was uns glücklich macht. Sie will moderne Industrie-Gesellschaften zum Umdenken bewegen, damit ihre Bürger sich wieder wohl fühlen.

Eine Pfütze! Schokoladeneis! Die Glücksmomente unserer Kindheit.

Und heute? Trauern wir der Kinderleichtigkeit oft schwermütig hinterher und hoffen auf jene Talentschmieden des Glücks, die sich dem neuen Zweig der „Positiven Psychologie“ verschreiben. 100 Glücksforscher aus aller Welt hat der belgische Journalist Leo Bormans gebeten, ihre Erkenntnisse in wenigen Sätzen zusammenzufassen. Entstanden ist ein Buch (Glück. The World Book of Happiness. Dumont Verlag, 349 Seiten, 25 €), dessen Botschaft geradezu erschütternd einfach zu verstehen ist: Froh zu sein bedarf es wenig.

Was macht uns glücklich? Einigkeit herrscht im Dreiklang. Ob man das „Haben, Lieben, Sein“ nennt oder „den Genuss, Dinge zu besitzen; das Gleichgewicht zwischen Bedürfnis und Befriedigung; die Verwirklichung der eigenen Fähigkeiten“.

Eye 2

Der Teufel in Menschengestalt: Wie Psychopathie in einer "normalen" Familiensituation aussieht


Kommentar: Der folgende Artikel ist eine tief empfundene, persönliche und dramatische Illustration davon, wie Psychopathie in einer 'normalen' Familiensituation funktioniert. Viele Menschen werden in der Lage sein, sich mit vielem, oder sogar allem in dieser Geschichte zu identifizieren. Jene werden aus eigener unglücklicher doch unschätzbarer Erfahrung wissen, wie nur ein einziger Psychopath so viele andere zum Opfer machen kann, wie er legale und soziale Systeme kooptiert und alles so darstellt, dass das primäre Opfer derjenige ist, der ein Problem damit hat. Vidas Überlebensgeschichte zeigt die Heimtücke der Psychopathie auf der zwischenmenschlichen Ebene auf und sollte uns alle wegen des Schadens, der von den Psychopathen in Positionen der Macht angerichtet werden kann, zum Nachdenken bringen.


"Es ist nur in deinem Kopf -- es ist immer nur in deinem Kopf gewesen! Simon ist ein guter Mann!" Doch selbst wenn tausend Menschen eine Lüge glauben und erzählen, und sich erheben, um den 'Räuber' zu verteidigen, es bleibt trotzdem eine Lüge.

Bild
© Sandra L. Brown
Women Who Love Psychopaths: Inside the Relationships of inevitable Harm With Psychopaths, Sociopaths & Narcissists
Und ja, solche Konfrontationen fordern ihren Tribut sowohl emotional als auch körperlich, und Simon zählt mit und freut sich hämisch, wenn seine sorgfältig ausgebildeten Helfer darin punkten, Schmerz zuzufügen. Eigentlich plante Simon die psychologische Verwirrung, Beklemmung, den Stress und Kummer, die jedes Mal erfolgten, wenn meine Kinder, Freunde und Verwandten mich angriffen. Tränen flossen, Motivation verkümmerte, und Schlaflosigkeit setzte ein; schon bald warnte mich ein breites Spektrum an Symptomen, dass chronische Krankheitszustände die Folge sein würden, wenn ich mich mit dieser Angelegenheit nicht befassen würde.