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Sa, 27 Mai 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Control Panel

Hormon Cortisol scheint Verlangen nach Heroin zu hemmen

Heroin macht schnell abhängig und löst bei den Betroffenen ein starkes Verlangen nach der Droge aus. Das Hormon Cortisol könnte da Abhilfe schaffen, sagen nun Schweizer Forscher.
Das Stresshormon Cortisol kann möglicherweise das Bedürfnis, Heroin zu konsumieren, bei Suchtkranken reduzieren, wie ein Team um Marc Walter von der Universität Basel im Fachmagazin Translational Psychiatry berichtet. Die Forschenden verabreichten 29 Heroinabhängigen, die die Droge im Rahmen eines kontrollierten Entzugs weiterhin in bestimmten Mengen einnahmen, vor der Heroinabgabe entweder eine Cortisoltablette oder ein Placebo. Nach ein bis drei Wochen wiederholten sie das Prozedere, dieses Mal allerdings mit vertauschten Gruppen. Dabei stellten sie fest, dass das subjektive Verlangen der Teilnehmer nach dem Suchtmittel nach Einnahme von Cortisol im Durchschnitt um rund 25 Prozent sank im Vergleich zur Placebosituation.

Question

Rätselhafter Amnesie-Fall verblüfft Wissenschaftler: Mann erlebt den gleichen Tag immer wieder und vergisst alles nach 90 Minuten

Ein Mann lebt den gleichen Tag immer wieder und vergisst alles nach 90 Minuten
© Thinkstock by Getty-Images
Ein solcher Fall war selbst Forschern bisher unbekannt: Ein 38-Jähriger Mann entwickelt nach einer normalen Wurzelbehandlung eine Gedächtnisstörung, die ihn nach 90 Minuten alles Erfahrene wieder vergessen lässt. Und nicht nur das: Er wacht seit zehn Jahren jeden Morgen auf und glaubt, es wäre der Tag seines Zahnarzt-Termins. Was an Filme wie "Und täglich grüßt das Murmeltier" erinnert, ist für den Mann jedoch traurige Realität.

Family

Der Mensch und seine vielen Ichs - Verwirrung pur

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© nicolasberlin / photocase.de
Jeder Mensch hat heute viele Rollen, bewegt sich in verschiedenen Lebenswelten.
"Werdet endlich erwachsen!" - "Dann gebt doch die Kinder ins Heim und setzt euch den ganzen Tag ins Café, ihr Schwachmaten!" - "Schämt euch bis ans Ende der Welt." Ein paar Wochen lang wütete auf Twitter eine Auseinandersetzung unter dem Hashtag #Regrettingmotherhood. Mütter hatten zugegeben, dass sie das Muttersein nicht ausschließlich genießen. Vordergründig empörte die Massen, dass diese Frauen nicht glücklich und erfüllt sind, allein weil sie Kinder haben - so wie es der Muttermythos verlangt. Unterschwellig ging es in dieser Debatte aber noch um etwas anderes: Die Frauen sagten, sie liebten ihre Kinder zwar, doch wenn sie sich noch einmal entscheiden könnten, würden sie sie nicht bekommen. Ein Widerspruch, den offenbar viele Leute nicht aushalten konnten.

Das Innenleben ist manchmal kompliziert. Ein Teil will die Beziehung, der andere nicht, ein Teil will einen festen Job, der andere frei sein, und manchmal will eben auch ein Teil Mutter sein und ein Teil nicht. Jeder Mensch hat heute so viele Rollen, bewegt sich in so verschiedenen Lebenswelten, realen und ersehnten, vergangenen, gegenwärtigen und künftigen, und entwickelt entsprechend viele Teilidentitäten.

Kommentar: Die Erkenntnis, dass der Mensch viele Ichs besitzt, ist nun wirklich nicht neu. Schon um 1912 lehrte zum Beispiel Georges I. Gurdjieff, dass unsere Psyche aus vielen fragmentierten Einzelteilen besteht, die ständig im Kampf untereinander stehen, nichts von sich wissen und glauben, jeder sei sein eigener Herr:
Es ist ein großer Fehler zu denken, dass ein Mensch immer ein- und derselbe bleibt. Ein Mensch ist auf lange Sicht niemals derselbe. Er verändert sich laufend. Und das sein ganzes Leben lang.
Man stelle sich ein Land vor, wo jeder fünf Minuten lang König sein darf und währenddessen mit dem ganzen Königreich anstellen kann, was er möchte. So ist unser Leben.
Er gründete unter anderem die Schule des sog. "Vierten Weges". P.D. Ouspensky, ein Schüler Gurdjieffs, schrieb das Buch "Auf der Suche nach dem Wunderbaren", welches ausführlich auf dieses Thema eingeht und aufzeigt, wie sehr wir durch unsere vielen Ichs gesteuert und getäuscht werden und wie wir es anstellen können, diesem Kreislauf auf lange Sicht zu entkommen.

Aber natürlich sind die heutigen Neurowissenschaften ebenfalls auf diesen Umstand aufmerksam geworden und zum Beispiel Bücher wie "Gestatten, mein Name ist Ich: Das adaptive Unterbewusste" von Timothy D. Wilson oder "Schnelles Denken, langsames Denken" von Daniel Kahneman zeigen sehr gut, wie wenig wir doch über uns selbst wissen und wie viel Unsinniges wir über uns selbst glauben.


Butterfly

Nahtoderfahrungen: Ärzte berichten über ihre Erfahrungen

Nach über 30 Jahren Forschung kamen Mediziner zu dem Schluss, dass unsere heutige Wissenschaft erst beginnt, die Nahtoderfahrung zu verstehen
© YouTube Screenshot / Biznesization
Großmutter wurde gerade reanimiert. Sie wacht auf und erzählt die bizarre Geschichte, dass sie ihren Körper verließ und in den Himmel kam. Ist sie verrückt geworden? Wurde ihr Gehirn durch Sauerstoffmangel beschädigt?

Nach über 30 Jahren Forschung kamen Forscher in der Medizin zu dem Schluss, dass unsere heutige Wissenschaft erst damit beginnt, dieses Phänomen, das unter der Bezeichnung Nahtoderfahrung bekannt ist, zu verstehen, und dass die Arbeit daran eine Gelegenheit ist, die wissenschaftlichen Erkenntnisse voranzubringen.

Kommentar:


Fire

Kann schlechte Laune ansteckend sein?

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© Judywie/photocase.de
Menschen ahmen die Körperhaltung, Mimik und Gestik ihrer Mitmenschen nach. Und dadurch auch ihre Stimmung.
Mit Räucherstäbchen und Kräuterduft reinigt man in Indien Räume, in denen negative Emotionen aus der Vergangenheit haften könnten - sonst droht weiteres Unglück. In anderen Ländern scheinen die Menschen ähnliche Befürchtungen zu haben: Der Psychologe Krishna Savani fand heraus, dass auch Amerikaner ungern in einem Büro arbeiten wollen, in dem zuvor ein schlecht gelaunter Mensch gesessen hat. Es könnten ja emotionale Rückstände darin sein, die sich übertragen.

Ist das bloß Aberglaube? Oder kann miese Stimmung tatsächlich ansteckend sein wie eine Grippe?

Bulb

Gedankenarchitektur - Neutralisierung des mentalen und gesellschaftlichen Kontrollprozesses durch Stärkung des positiven Individuums und eigenen Denkens

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In diesem Artikel geht es nicht um die negativen Methoden bzw Strategien der Manipulation von Menschen oder Bevölkerungen. Diese sind bereits in den von Sylvain Timsit beschriebenen „10 Strategien der Manipulation“ erläutert, oder den bekannt gewordenen Thesen der Manipulation, Propaganda bzw „Public Relations“ von Edward Bernays, in denen eine „relativ geringe Zahl an Personen.. die mentalen Prozesse und Verhaltensmuster der Massen verstehen“ und „die Fäden ziehen, welche das öffentliche Denken kontrollieren“.

Hier geht es um die Neutralisierung dieses mentalen und gesellschaftlichen Kontrollprozesses der „Machtarchitektur“, durch die Stärkung des positiven Individuums und seines / ihres eigenen Denkens, als eines von allen anderen miteinander interagierenden Individuen, welche so die Gesellschaft formen. Für die Stärkung dieser Individuen - und damit auch der Gesellschaft - brauchen diese eine innere Statik, eine Konstante, wie ebenso ein sich entfaltendes Bewusstsein für das Element der Veränderung als stetiger Teil des Lebens und unserer gemeinsamen Zivilisation auf dem Planeten.

1. Denken und Fühlen sind individuelle Prozesse.

Wenn Du in Deinem Büro sitzt, wenn Du machst was Dir gesagt wird, wenn Du in einem Gefängnis oder Kerker sitzt und hilflos bist, wenn Du in einer Masse, Sekte, Partei Hoch, Heil, Für, Gegen, Wegen Dies, Das, Jenem schreist, bist und bleibst Du dennnoch ein Individuum, was seine / ihre eigenen Entscheidungen trifft. Selbst die Aufgabe der eigenen Individualität, des eigenen Charakters, der eigenen Seele und des eigenen Willens ist ein Akt von diesem. Kein Gott, kein Kaiser, kein Tribun, kein Kollektiv, kein Sinn, Zweck, Mittel oder Ziel kann Dich von Dir selbst und der eigenen Verantwortung für das eigene Handeln befreien.

Kommentar: Wissen beschützt, wenn man versteht wie die Welt um einen herum funktioniert:


Cowboy Hat

Sind lügende Kinder tatsächlich intelligenter? - Eine Studie scheint einen Beweis gefunden zu haben

Eine Studie fand heraus, dass Kinder die Lügen oftmals intelligenter als ihre wahrheitsliebenden Altersgenossen sind. Die Wissenschaftler glauben, dass zum konsistenten Lügen einiges an Intelligenz gehört.

  • An dem Test nahmen 135 Kinder im Alter von sechs und sieben Jahren teil.
  • Den Test führte die Psychologin Tracy Alloway von der Universität North Florida durch.
Alle Menschen lügen. Erwachsene angeblich bis zu 200-mal pro Tag. Kein Wunder also, dass auch Kinder flunkern. Einer neuen Studie zufolge liefern die Lügen einen Hinweis auf die Intelligenz der Kinder. Zumindest ist das das Ergebnis einer Untersuchung der Psychologin Tracy Alloway von der Universität North Florida. An ihrem Test nahmen 135 Kinder teil. Sie spielten Karten - und bekamen die Gelegenheit, sich die Spielkarten ihres Gegenübers anzusehen. Was die 6- bis 7-Jährigen nicht wussten: Sie wurden währenddessen gefilmt. Diejenigen Kinder, die in die Karten ihres Spielpartners spitzten, und ihren unlauteren Vorteil später zugaben, schnitten in anschließenden Intelligenztests schlechter ab als diejenigen Kinder, die hinterher steif und fest behaupteten, die fremden Spielkarten niemals angeschaut zu haben.

Smiley

Katzenvideos beeinflussen uns positiv

Eine US-Wissenschafterin hat in einer Studie das Internetphänomen der Katzenvideos untersucht. Herausgekommen ist, was viele Internetnutzer schon wissen: Die Katzenvideos machen glücklich - auch wenn man sie während der Arbeit schaut.
Zwei Millionen Katzenvideos posteten Internetuser im vergangenen Jahr auf YouTube, 26 Milliarden Klicks haben alle zusammen. Katzenvideos haben damit nach der Studie von Jessica Gall Myrick, Assistenzprofessorin an der Indiana University, mehr Klicks per Video als jede andere YouTube-Kategorie. Grund genug für die Wissenschaftlerin, sich das Phänomen genauer anzusehen. "Wenn wir besser verstehen wollen, welche Effekte das Internet auf Individuen und die Gesellschaft hat, kommen wir an den Internetkatzen nicht mehr vorbei", sagt Myrick.


Myrick befragte 7000 Menschen, die sich Katzenvideos anschauen. 36 Prozent würden sich selbst als Katzenliebhaber bezeichnen, 60 Prozent mögen Katzen und Hunde. Viele der Teilnehmer klicken die Videos über die süßen Viecher an während sie eigentlich arbeiten oder lernen sollten. Doch kaum einer fühlte sich schuldig deswegen, im Gegenteil: "Der Genuss, den sie durch das Katzenvideo haben, hat bei weitem das Schuldgefühl übertroffen", sagt Myrick. Die Studienteilnehmer fühlten sich energiegeladener und positiver, nachdem sie Nala Cat, Henri oder Le Chat Noir zugesehen hatten. Traurigkeit, Genervtheit oder Angst verschwand zusehends. Meist sind es Katzenbesitzer oder schüchterne Menschen, die den Tieren online beim Schlafen, Spielen oder Schnurren zusehen. Nur ein Viertel suchte jedoch aktiv nach den Katzenvideos.Der Großteil schaut, was ihnen vor der Maus landet.

People 2

Gerechtigkeitssinn ist bei Kindern schon sehr früh ausgeprägt

Sinn für Gerechtigkeit und Solidarität mit Opfern ist schon bei Kleinkindern ausgeprägt
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Wie fair sind Kleinkinder? Helfen sie Opfern eines Diebstahls?
Von wegen egoistisch: Schon dreijährige Kinder sind überraschend fürsorglich und fair. Sie geben Verlorenes dem Eigentümer zurück und hindern sogar andere daran, etwas zu klauen, wie ein Experiment nun belegt. Es wiederlegt damit bisherige Annahmen, nach denen Kinder dieses Alters noch zu unreif sind, um einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn zu entwickeln. Die Studie zeigt aber auch, dass Strafe bei Vorschulkindern weniger effektiv ist als an ihre Empathie zu appellieren.

Wir Menschen besitzen einen ausgeprägten Sinn für Fairness und Gerechtigkeit - auch wenn wir nicht immer danach handeln. Wann sich dieser Gerechtigkeitssinn aber voll entwickelt, darüber gibt es bisher widersprüchliche Ergebnisse. So haben nach einigen Studien schon Fünfjährige einen Sinn für faires Teilen, vielleicht sogar schon Kleinkinder mit 15 Monaten. Andere Experimente deuten dagegen auf ein ein noch zu unreifes Gehirn für völlige Fairness hin.

Brick Wall

Mit Ellenbogen und Aggression: Wenn unsere Chefs Narzissten sind

Selbstbewusstsein, Ellenbogen, erhöhtes Anspruchsdenken: diese Merkmale zeichnen die meisten Narzissten aus. Wie sie unseren Berufsalltag prägen, hat jetzt eine Studie analysiert - auch im Hinblick auf die Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

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Du bist Narzisst? Glückwunsch, du hast exzellente Karrierechancen!

Der schöne Narziss aus der griechischen Sage hat sein eigenes Spiegelbild so sehr geliebt, dass es ihn irgendwann das Leben gekostet hat. Seine Nachfolger beschäftigen heute nicht nur die Psychologen und Philosophen, sondern auch die Organisations- und Management-Forschung: Der Narzisst ist im modernen Arbeitsleben kein Unbekannter.

Als Merkmale einer narzisstischen Persönlichkeit gelten Wissenschaftlern zufolge zum Beispiel die Unfähigkeit, langfristig gesunde Beziehungen zu pflegen, unethisches Verhalten oder Aggression. Gleichzeitig äußert sich Narzissmus oft in einem gesteigerten Selbstbewusstsein, emotionaler Stabilität und einer erhöhten Wahrscheinlichkeit, sich als Führungspersönlichkeit hervorzutun. Nimmt man diese Eigenschaften zusammen, verwundert es kaum, dass Narzissten in vielen Firmen nicht die schlechtesten Karrierechancen haben. Darunter leiden die Kollegen - oder, wie eine neue Studie der Universität Buffalo nahelegt, vor allem die Kolleginnen.


Kommentar: Vorsicht ist geboten Narzissten positive Eigenschaften zuzuschreiben, das sie - wie genannt - anderen Schaden.


Kommentar: Wissen über Narzissmus und im speziellen Psychopathie könnte ein Weg sein, falsche Charmeure zu enttarnen.