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Sa, 27 Mai 2017
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Family

Sind Sie auch in einer narzisstischen Familie aufgewachsen?


Selbst wenn die Familiendynamik nach außen hin "gut" oder "normal" aussieht, können die versteckten, emotionalen Dynamiken viel Schaden anrichten
Wenn Sie verwirrt sind über Ihre eigenen Tendenzen, es allen recht zu machen, über Ihr Bedürfnis nach Anerkennung von außen, und sogar Ihre eigenen Gefühle, dann schlage ich vor, dass Sie The Narcissistic Family: Diagnosis and Treatment" ("Die narzisstische Familie: Diagnose und Behandlung") von Stephanie Donaldson-Pressman und Robert M. Pressman lesen.

In ihrer Arbeit als Therapeuten erkannten die Autoren einen ungewöhnlichen Trend - Patienten mit ähnlichen Merkmalen wie erwachsene Kinder von Alkoholikern, aber ohne Hinweise auf einen Alkoholmissbrauch der Eltern. Außerdem erinnerten sich viele der Patienten nicht an irgendeine offenkundige Misshandlung als Kinder. Aus welchen Gründen zeigen diese Patienten also die dysfunktionalen, psychologischen, zwischenmenschlichen und Arbeitsmerkmale von Überlebenden eines Missbrauchs?

Die Antwort war eine andere Art von dysfunktionaler Familie, welche von den Autoren als die narzisstische Familie benannt wurde. Was alle diese Patienten gemeinsam hatten war, dass die Bedürfnisse ihrer Eltern während ihrer Kindheit den Vorrang vor den Bedürfnissen der Kinder hatten. Dies steht im Gegensatz zu gesunden Familien, in welchen die Bedürfnisse der Kinder zuerst kommen. Ohne weitere Erklärung könnte für diese Entdeckung die Bezeichnung "Dysfunktion" nicht ganz angemessen erscheinen.

Um dies also zu erklären: Ein wesentliches Ziel für die meisten Familien besteht darin gesunde Kinder aufzuziehen, die eines Tages unabhängige Erwachsene werden. In einer gesunden Familie gelingt es den Eltern diese Aufgabe zu erreichen, indem sie die Verantwortung für die emotionalen und körperlichen Bedürfnisse ihrer Kinder übernehmen. In Laufe der Zeit lehren Eltern ihre Kinder unabhängig zu sein, indem sie ihnen erlauben, die Verantwortung für ihre eigenen Bedürfnisse in einer ihrer jeweiligen Entwicklung angemessenen Art und Weise zu übernehmen. Somit ist die Hauptaufgabe der Kinder unabhängige Erwachsene zu werden. In dieser Zeit lernen sie ihre Empfindungen, Wünsche und Bedürfnisse zu erkennen und entsprechend zu handeln. Eltern kümmern sich um ihre eigenen Bedürfnisse oder suchen bei Erwachsenen um Hilfe. Obendrein haben die Kinder durch Nachahmungslernen ebenfalls gelernt gute Eltern zu sein.

In narzisstischen Familien wird dies wesentliche Ziel verdreht und die Erfüllung der elterlichen Bedürfnisse erlangt höchste Wichtigkeit für die Familie. Diese Wendung geschieht meist einige Zeit nach dem Kleinkindalter, da die Autoren betonen, dass die meisten Kinder narzisstischer Familien als Babys gut betreut werden. Tatsächlich geschieht es sehr wahrscheinlich einige Zeit nachdem das Kind beginnt sich von den Eltern abzugrenzen und anfängt die eigenen Bedürfnisse durchzusetzen. Dieser normale Entwicklungsverlauf ist schwierig für Eltern, für die es am wichtigsten ist, dass ihre eigenen Bedürfnisse befriedigt werden auf Grund ihrer Arbeitsbelastung, körperlicher oder geistiger Behinderung, oder einem Mangel an Geschick bei der Kindererziehung, um einige Gründe zu nennen. Um dies zu kompensieren kämpfen die Eltern dagegen an, ignorieren die Bedürfnisse des Kindes und zwingen es zur selben Zeit dazu, auf ihre eigenen Bedürfnisse zu reagieren, indem sie Aufmerksamkeit und Zuneigung zurückhalten bis das Kind auf ihre Bedürfnisse eingeht. Auf diese Weise werden die emotionalen Bedürfnisse der Kinder nicht beachtet und ihnen wird die Gelegenheit vorenthalten, allmähliche Unabhängigkeit zu erleben und etwas über sich selbst zu erfahren. Stattdessen lernen sie zu warten, um zu verstehen was ihre Eltern erwarten, um dann auf diese Erwartungen, negativ oder positiv, zu reagieren.

Kommentar: Wenn man es anderen ständig recht macht aus Angst zurückgewiesen zu werden, Angst zu versagen, Angst gedemütigt zu werden, Angst bestraft zu werden oder anderen negativen Empfindungen heraus, dann tritt das gewöhnlich bei Menschen auf, die überkritische Eltern haben/hatten. Normalerweise ist das Bedürfnis zu gefallen und für andere da zu sein eine gute Eigenschaft. In der narzisstischen Familiendynamik wird dies jedoch verdreht und verzerrt um den Bedürfnissen der Eltern zu dienen. In dieser Umgebung muss ein Kind sich den Wünschen und Bedürfnissen des Elternteils anpassen und entwickelt keine eigene Individualität oder lernt es nicht, die EIGENEN Gefühle oder Bedürfnisse auszudrücken.

Diese Dynamik wird von Leuten in der Gesellschaft perfekt gespiegelt, welche ihre Angst auf verkehrte Weise lindern möchten und dadurch motiviert sind ein Gefühl der Sicherheit anzustreben.
Menschliche Beziehungen werden durch Angst geplagt. Dieser Kreislauf beginnt allzu oft in unserer ersten Beziehung mit unseren Eltern. Zu sehr mit sich selbst beschäftigt um zu erkennen was ihr Kind wirklich von ihnen benötigt, missbrauchen viele Eltern die Schwäche ihres eigenen Kindes und die Abhängigkeit von ihnen - sein emotionales Bedürfnis nach Trost, Sicherheit, Vertrauen und die liebende Anerkennung derjenigen, die ihm am nächsten sind. Dieser Junge, jetzt selber Vater, der während dieser entscheidenden Wachstumsphasen selbst zu kurz gekommen ist, könnte sich nun von den emotionalen Bedürfnissen seines eigenen Kindes bedroht fühlen und abhängig werden davon, dass seine eigenen Kinder und Ehepartner ihm das liefern, was er niemals hatte. Der Teufelskreis dreht sich weiter und seine eigenen Kinder wiederum lernen ihre Bedürfnisse zu unterdrücken, ihre eigenen Gefühle zu leugnen und als hohle Spiegelbilder der Bedürfnisse ihres Vaters zu leben. Wenn ein Kind die emotionalen Bedürfnisse eines Elternteils erfüllen muss und nicht anders herum, ist die Eltern-Kind-Beziehung auf den Kopf gestellt. Stephanie Donaldson-Pressman und Robert Pressman bezeichnen dies als "narzisstische Familiendynamik", und die Probleme die dies hervorruft, sind von unmittelbarer Bedeutung für die gewaltigen geopolitischen Probleme, welche der Welt gegenwärtig begegnen.

Solche Kinder suchen - wie ihre Eltern - einen gewissen Trost, ein gewisses Sicherheitsgefühl, aber da sie nicht wissen wohin und wonach sie Ausschau halten sollen, finden sie es oft am falschen Ort: bei ihren eigenen Kindern, ihren Liebhabern, ihrer Arbeit, irgendeiner religiösen oder politischen Sache. So sehr sie es auch abstreiten mögen, sind sie motiviert durch die Ängste, welche sie als Kinder erfuhren - die Angst davor, allein da zu stehen, unsicher, ungeliebt, verwirrt zu sein, nicht dazuzugehören, verlassen zu werden. Zuflucht vor dem Schmerz finden sie in irgendeiner buchstäblichen oder symbolischen Umarmung, die dennoch irgendwie unvollständig ist, wie die "Sicherheit" eines sinkenden Schiffs oder wie ein Schloss, das auf Sand gebaut ist. Da sie nicht loslassen wollen und sich dem Schmerz noch einmal aussetzen, fahren sie ihre Verteidigung hoch - ein Sammeln der Truppen um "den Leuten", ihren eigenen fragmentierten Persönlichkeiten, ein Gefühl von Sicherheit zu geben. Aber solch eine Verschleierung ist aufgebaut auf und abhängig von Lügen, nur halb gesehenen Dingen durch Linsen von verleugneter und verzerrter Emotion. Wir können verleugnen, dass wir eine Beziehung mit einem Psychopathen haben, jemand der uns, trotz Misshandlung und der psychischen Qual, der er uns aussetzt, ein gewisses Gefühl von Trost und Stabilität in unserem Leben bietet. Oder wir können unseren eigenen Vertrauensbruch an den emotionalen Bedürfnissen der uns Nahestehenden leugnen: das Kind, welches wir tadeln und entsprechend unserer eigenen verdrehten Wertvorstellungen verbiegen, oder den Liebhaber, von dem wir verlangen jemand zu sein der er nicht ist.

Ich finde es faszinierend, wie diese Dynamik einer einzelnen menschlichen Seele so gut den Wahn der Vielen widerspiegelt. Genau so wie wir unsere psychischen Kräfte sammeln um an jenem Gleichgewicht festzuhalten das wir verzweifelt Angst haben zu verlieren, sammeln wir unsere militärischen Kräfte um uns vor Feinden zu schützen, die es nicht gibt, um Probleme zu Hause zu verschleiern, welche die nach "dort draußen" projizierten in den Schatten stellen. Wie kann es soweit kommen? Bisher habe ich in dieser Serie Psychopathen beschrieben - Personen ohne Gewissen, außerstande Reue zu empfinden und machthungrig - und ihre Unterwanderung von Unternehmen und Politik - zwei Sitze der Macht in der Neuzeit.

Ihr Modus operandi ist das Manipulieren der Emotionen der Massen, vor allem Angst. Es wird häufig gesagt, dass Politiker Angst ausnutzen, aber was bei dieser Binsenwahrheit fehlt ist ein Verständnis dafür, was sie motiviert dies so zu tun, weshalb sie so gut darin sind, und wie weit sie wirklich gehen wenn sie das tun. Psychopathen verstehen menschliches Verhalten, oft besser als wir uns selbst verstehen. Im letzten Artikel zitierte ich einen diagnostizierten Psychopathen, Sam Vaknin, der beschrieb, wie er emotionale Beschimpfungen und Beleidigungen nutzte um seine Opfer kaputtzumachen. Es war nur ein Beispiel des psychologischen Wissens über das Psychopathen verfügen, und das durch lebenslanges Beobachten und Interagieren mit den "Anderen" [uns normalen Menschen] verfeinert wird; deren fremdartige emotionale Reaktionen ihnen so komisch und lächerlich vorkommen. Wenn diese besonderen Kenntnisse auf die globale Bühne übersetzt werden, bekommt man Geopolitik und all die Propaganda und Lügen, welche diese begleiten.

Warum ist die Welt so wie sie ist? Politische Ponerologie
Das 1x1 der Ponerologie: Lobaczewski und die Wurzeln der Politischen Ponerologie
Das 1x1 der Ponerologie: Menschenschinder oder Manager - Psychopathen bei der Arbeit
Politische Ponerologie in Echtzeit: Ideelle Reinigung von Ukraine's Parlament
Ponerologie, Pathokratie und der große Fehler der einseitigen Berichterstattung durch die Medien
John F. Kennedy und die Verzerrung der Politischen Ponerologie
Der psychopathische Arzt: Dr. Heinrich Gross
Das 1x1 der Ponerologie: Die Wahrheit hinter dem Krieg gegen den Terror
Zusätzliche englischsprachige Quellen über Narzissmus

Das 1x1 der Ponerologie: Lobaczewski und die Wurzeln der Politischen Ponerologie

Wenn viele Menschen schon in ihrer Kindheit lernen, dass es für ihr Überleben wichtig ist, Autoritäten ohne Fragen einfach zu folgen, ist es kein Wunder, dass es so viele Mitläufer gibt. Mitläufer die unseren psychopathischen "Führern" fraglos und klaglos folgen und deren Sache zu ihrer eigenen machen. Wie weit so etwas gehen kann, kann in unseren Geschichtsbücher über das "Dritte Reich" und ähnlichen Epochen nachgelesen werden. Eine Geschichte, die heutzutage anscheinend eine Neuauflage erlebt. Lesen Sie hierzu Bob Altemeiers frei erhältliches Buch The Autoritarians (Englisch).


Butterfly

"Liebeshormon" Oxytocin bewirkt stärkeres Bewusstsein für Spiritualität

Durham (USA) - Das auch als „Liebeshormon“ bezeichnete Hormon Oxytocin ist bekannt für seine wichtige Rolle für soziale Verbindungen und Altruismus. US-Forscher konnten nun zeigen, dass Oxytocin aber auch die Spiritualität von Männern steigert. Eine derartige Wirkung auf Frauen gelte es noch genauer zu untersuchen.
© Duke University
Symbolbild: Oxytocin fördert offenbar unsere Wahrnehmung von Spiritualität.
Wie Patty Van Capellen von der Duke University und Kollegen aktuell im Fachjournal Social Cognitive and Affective Neuroscience (DOI: 10.1093/scan/nsw078) berichten, zeigten ihre Untersuchungen, dass Männer bis zu einer Woche nach der Einnahme von Oxytocin von einem stärkeren Bewusstsein für Spiritualität berichtet hatten. Auch berichteten jene Versuchspersonen, die - im Gegensatz zur Kontrollgruppe - Oxytocin eingenommen hatten, von stärkeren positiven Emotionen während der in der Folge durchgeführten Meditationen. Die Teilnehmer der Oxytocingruppe berichteten unter anderem von stärkeren Gefühlen, mit anderen Menschen und Lebewesen im Allgemeinen verbunden zu sein und von der Vorstellung eines „höheren Plans oder Bewusstseins, dass alle Menschen verbinde“.

Kommentar:


Cut

Melancholische Musik lässt empathische Zuhörer aufleuchten

Einige Menschen erleben ein Hochgefühl, wenn sie sich Liedern voller Seelenschmerz hingeben. Forscher unterzogen sie einem psychologischen Charaktertest - und fanden vor allem eine Auffälligkeit.
© pa/Bildagentur-online
Während manche Menschen sich in ihrer Freizeit lieber mit den Wildecker Herzbuben oder Helene Fischer beschallen lassen, bevorzugen andere eher Beethovens „Mondscheinsonate“ oder Balladen von Nick Cave. Ein finnischer Musikwissenschaftler wollte die Ursachen für derart verschiedene Vorlieben ergründen und kam zu einem erstaunlichen Ergebnis: Unser Geschmack hängt stark vom Empathievermögen ab.

Lieder, die von Trauer und Verlust geprägt sind, scheinen ein paradoxes Phänomen hervorzurufen: Im Alltag versuchen wir, negativen Einflüssen und Empfindungen aus dem Weg zu gehen. Doch daheim vor der Stereoanlage genießen oder zelebrieren einige Menschen gar düstere und bedrückende Stimmungen.

Lange haben Forscher untersucht, welche Charaktereigenschaften zu welchen Vorlieben für unterschiedliche Musikstile führen würden. Gezeigt wurde, dass weltoffene Menschen musikalische Raffiniertheit mögen, während Regeln und feste Muster bevorzugende Menschen lieber Punk und Rock hören. Beim Thema traurige Musik zeichnen sich allerdings andere Zuordnungen ab.

Video

Gemeinsames Filme schauen soll zusammenschweißen und Schmerz dämpfen

© kzenon/iStock
Emotional aufwühlende Filme stärken das Wir-Gefühl und dämpfen unser Schmerzempfinden
Wenn wir uns gemeinsam mit anderen einen aufwühlenden Spielfilm im Fernsehen oder im Kino anschauen, ist dies mehr als nur ein Zeitvertreib. Das gemeinsame Durchleben mitreißender Emotionen bewirkt auch erstaunliche psychologische und körperliche Effekte, wie ein Experiment belegt. So schweißt das gemeinsame Gucken einer Tragödie eine Gruppe enger zusammen. Gleichzeitig bewirkt eine Ausschüttung von körpereigenen Endorphinen, dass sogar unsere Schmerzschwelle nach einer solchen Erfahrung messbar sinkt.

Ob der blutrünstige Krimi, das große Drama oder die bewegende Liebesgeschichte: Wir Menschen opfern einen oft erstaunlich großen Teil unserer Zeit und unseres Geldes dafür, uns durch ausgedachte Geschichten unterhalten zu lassen. Ob die überlieferten Sagen am Lagerfeuer unserer Vorfahren, die Romane der Belletristik oder der Hollywood-Spielfilm:
"Fiktion sowohl in Form des Geschichtenerzählens als auch im Drama, ist ein wichtiger Teil der menschlichen Gesellschaft",
erklären Robin Dunbar von der University of Oxford und seine Kollegen. Aber warum eigentlich?

Fire

Intuition des Machogang bestätigt: Gangart verrät wie aggressiv wir Menschen sein können

Starke Rotation von Becken und Schulter kennzeichnet aggressivere Persönlichkeiten
© ra2studio/Shutterstock.com
Verräterischer Gang: Die Art, wie Menschen gehen, gibt Hinweise darauf, wie aggressiv sie sind. Das fanden Forscher jetzt in einer neuen Studie heraus, in der sie die Gangart unterschiedlicher Charaktere analysierten. Menschen die ihren Körper übermäßig stark beim Gehen bewegen, neigen demnach eher zu aggressivem Verhalten als andere.

Im Café sitzend beobachten wir sie gerne: Wildfremde Menschen, die durch die Fußgängerzone schlendern. Alleine anhand der Art und Weise, wie Menschen sich bewegen, leiten wir gerne mal ab, ob wir einen typischen Macho vor uns haben oder doch eher die schüchterne Büroangestellte. Psychologen der University of Portsmouth haben nun in einer Studie untersucht, ob wir unserer Intuition vertrauen können und tatsächlich ein Zusammenhang zwischen Gehverhalten und Persönlichkeit besteht.

Motion-Capture zeichnet Bewegung auf

Für ihre Studie analysierten die Forscher zunächst die Neigung zur Aggression und den Persönlichkeitstyp von 29 Teilnehmern. Dazu füllten die Probanden Fragebögen aus und unterzogen sich einem einen gängigen Persönlichkeitstest. Dieser gibt Auskunft darüber, wo die Teilnehmer in den fünf Hauptmerkmalen der Persönlichkeit liegen: der Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und dem Neurotizismus.

Kommentar: Psychopathen sind ebenso in der Lage ihre Opfer anhand des Ganges zu identifizieren. Jedoch handelt es sich bei den Opfern meist um Empathen, d.h. Menschen, die sehr viel Mitgefühl empfinden können. Bei der Studie wäre es interessant auch genau das Gegenteil - emotionale Menschen - anhand der Gangart zu beweisen und ob dies möglich ist.


Network

Gibt es die universelle Ur-Sprache? 6.000 Sprachen nutzen ähnliche Laute für ähnliche Worte

Jena (Deutschland) - Erstmals können Wissenschaftler zeigen, dass mehr als 6.000 Sprachen ähnliche Laute zur Beschreibung wichtiger Objekte oder Ideen verwenden. Das Ergebnis legt nahe, dass wir Menschen zwar eine Art „universeller Sprache“ sprechen, diese möglicherweise allerdings biologisch beeinflusst ist und weniger linguistischen Prinzipien der lange gesuchte Ursprache entspricht. Zugleich widerspricht das Ergebnis auch dem gängigen Prinzip der modernen Sprachwissenschaft, laut dem es keine Verbindung zwischen den Lauten und der Bedeutung von Wörtern gibt.
© Steve Evans (via WikimediaCommons), CC BY-SA 2.0
Symbolbild: Zwei äthiopische Frauen im Gespräch
Bislang gingen Linguisten davon aus, dass Laute in Wörtern größtenteils zufällig mit Bedeutungen verknüpft wurden: „Fälle wie etwa das M, das in vielen Sprachen im Wort für Mutter vorkommt, sind die seltene Ausnahme“, erläutert das internationale Forscherteam u.a. um Damián E. Blasi von den Max-Planck-Instituten für Mathematik in den Naturwissenschaften und für Menschheitsgeschichte in ihrer aktuell im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS; DOI:1.0073/pnas.0709640104) veröffentlichten Studie.

Kommentar:


Snakes in Suits

Jeder fünfte Top-Manager ist ein Psychopath - Australische Studie

© Unbekannt
Psychopathen haben kein Problem, ihre 'Maske' zu wechseln
Laut einer australischen Studie ist jeder fünfte Top-Manager ein Psychopath, wie der Sender „ABC“ berichtet. Demnach sitzen in den Vorstandsetagen internationaler Konzerne ebenso viele Geisteskranke wie in den Gefängnissen.

Die australischen Forscher haben laut dem Nachrichtenportal die Profile von 261 Konzernchefs untersucht und dabei herausgefunden, dass 21 Prozent der Manager Indizien für außerordentlich stark ausgeprägte Züge von Psychopathie aufweisen. Solche Merkmale sind unter anderem Unfähigkeit zur Empathie, Oberflächlichkeit und Unehrlichkeit. Ähnliche Ergebnisse habe es auch bei einer Untersuchung von Strafgefangenen gegeben, sagen die Autoren der Studie.

Kommentar:


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Gesundheit und Wohlbefinden: Die Mitgefühls-Falle: Beziehungen mit Soziopathen und antisozialen Persönlichkeiten


Soziopathie: Emotionales Chaos in Beziehungen ist die Norm
Falls Sie in einer Beziehung sind, wo Sie nie Recht haben und emotionales Chaos die Norm ist, dann kann es sein, dass Sie mit einem Soziopathen Umgang haben. Das ist jemand, der kein Gewissen hat, und dessen Persönlichkeit extreme antisoziale Tendenzen aufweist.

Soziopathen nutzen jene, die viel Empathie bzw. Mitgefühl haben, für ihre eigenen Zwecke aus, aber nehmen dabei keine Rücksicht auf die Gefühle von anderen. Sie haben keine Reue für ihre Handlungen und es ist ihnen egal, falls sie andere verletzen oder mobben. Ihre Opfer werden ängstlich, traumatisiert und beginnen, sich selbst zu bezweifeln.
Menschen, die ins Visier eines Soziopathen gerieten, reagieren oftmals mit selbstkritischen Aussagen wie etwa „Wie dumm ich doch war“, „Was habe ich mir nur dabei gedacht?“ oder „Ich hätte auf mein Bauchgefühl hören sollen“. Aber sich mit einem Soziopathen einzulassen ist wie eine Gehirnwäsche.

Der oberflächliche Charme des Soziopathen wird üblicherweise dazu benutzt, um Menschen zu konditionieren. Beim ersten Kontakt testet der Soziopath oftmals die Empathie anderer Menschen, also sollten Sie Fragen misstrauisch machen, die darauf abzielen herauszufinden, ob Sie über viel Mitgefühl verfügen.

In unserer Show diskutieren wir das Buch The Empathy Trap ("Die Mitgefühls-Falle") von Dr. Jane und Tim McGregor. Wir geben einen Einblick in das Thema der Soziopathie, wie wir uns vor Soziopathen in Beziehungen, in der Schule oder am Arbeitsplatz schützen können, und wie wir schädliche Beziehungen leichter erkennen können. Bestandteil unserer Diskussion sind auch wertvolle Bewältigungsstrategien, die wir anwenden können, wenn wir uns in einer schädlichen Beziehung mit einem Soziopathen befinden oder befunden haben.

Running Time: 01:59:21

Download: OGG, MP3


Hört live rein, chattet mit und ruft uns in zukünftigen Shows im SOTT Radio Network an!


Beer

Immer mehr Jugendliche von Handy- und Onlinesucht betroffen

Handy statt Tabak: Suchtgefahr durch Internetnutzung
© Le Grand Bazar
In Deutschland sind immer mehr Menschen von Online-Sucht betroffen. Vor allem Kinder und Jugendliche sind gefährdet. Bei einem Kongress in Berlin beschäftigen sich Hunderte Experten mit Suchttherapie, -prävention und -forschung.

Und immer lockt das Smartphone

Mit Freunden chatten, im Internet surfen, spielen, shoppen oder gar den Partner fürs Leben suchen: Für viele Menschen ist das Smartphone aus dem Alltag längst nicht mehr wegzudenken. Die Geräte erleichtern uns zwar in vielen Bereichen das Leben, doch sie bergen auch gesundheitliche Risiken. So nimmt etwa Kurzsichtigkeit durch ständige Smartphone-Nutzung zu. Und sie können regelrecht abhängig machen: Vor allem unter Jugendlichen ist das Risiko für eine Handysucht groß.

Hunderte Experten beim Deutschen Suchtkongress

Experten zufolge nehmen Eltern eine ausufernde Internetnutzung von Jugendlichen noch zu selten als Problem wahr. Professor Falk Kiefer von der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie meinte in einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa: „Man muss das Bewusstsein stärken, dass Online-Spiele und soziale Netzwerke eine hohe Bindungskraft haben können. Jugendliche kommen immer früher in Kontakt mit einem potenziell abhängig machenden Verhalten.“

Kiefer leitet den Deutschen Suchtkongress in Berlin, bei dem 600 Suchtexperten zusammenkommen. Internetsucht ist in diesem Jahr einer der Schwerpunkte. Auch bei illegalen Drogen würden negative Trend beobachtet. Rauchen hingegen sei heute bei Jugendlichen weniger ein Problem. In Deutschland sind rund 20 Millionen Menschen süchtig - nach Alkohol, Tabak, Glücksspiel, Drogen oder eben dem Internet.

Kommentar:


Hiliter

Studie: Homophobe Männer sind häufiger selbst homosexuell - Oder autoritäre Gefolgsleute

Homophobe Männer haben ein Geheimnis. Ein Geheimnis, so düster und schambeladen, dass sie es bisher gehütet haben wie einen verschollenen Schatz. Doch die Wissenschaft ist schließlich doch dahinter gekommen: Männer, die Schwule hassen, fühlen sich in Wahrheit von ihnen angezogen.
© Ronen Zvulun / Reuters
Eine neue Studie, die in der Fachzeitschrift Journal of Sexual Medicine veröffentlicht wurde, legt nahe, dass homophobe Männer sich durchaus für die Darstellung von gleichgeschlechtlicher Liebe interessieren.

Forscher der University of Geneva untersuchten eine Gruppe Männern, die sich in vorherigen Tests als homophob erwiesen hatten sowie Männer, die keine negative Einstellung gegenüber Homosexuellen hatten. Sie wollten herausfinden, ob es tatsächlich stimmt, dass Männer, die sich selbst als homophob bezeichnen, ablehnend auf homosexuelle Stimuli reagieren.

Wissenschaftler messen Augenbewegungen

Bei ihrem Experiment zeigten die Wissenschaftler den Testpersonen Bilder homosexueller sowie heterosexueller Natur. Zu sehen war jeweils ein heterosexuelles und ein homosexuelles Paar in der Mitte des Bildes. Dann bewegte sich eine menschliche Figur aus dem Bild heraus.

Während die Teilnehmer die Bilder ansahen, wurden die Bewegungen ihrer Augen gemessen. Die Wissenschaftler wollten herausfinden, wie lange die Testpersonen das Paar in der Bildmitte betrachteten.

Kommentar: Bei vielen Homophoben Menschen kann es sich auch um autoritäre Mitläufer haben eine psychologische Charakteristik, die als rechtsgerichteter Autoritarismus ("right-wing authoritarianism") bekannt ist. Dieses Persönlichkeitsmerkmal besteht aus der autoritären Unterwerfung, einem hohen Maß der Unterwerfung gegenüber den etablierten Autoritäten in der Gesellschaft; autoritärer Aggression, Aggression, die gegen viele verschiedene Personen im Namen dieser Autoritäten gerichtet wird; und Konventionalismus, einer starken Anhänglichkeit gegenüber den gesellschaftlichen Konventionen, die durch diese Autoritäten unterstützt werden.

Rechtsgerichteter Autoritarismus ("rechts" kommt von "rechtmäßig") wird mit Hilfe der sogenannten RWA-Skala gemessen.