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Sa, 18 Nov 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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People

Zweisprachig aufwachsende Kinder eher fähig, Missverständnisse aufzuklären

Zweisprachig aufwachsende Kinder sind eher in der Lage, sprachliche Missverständnisse richtig zu stellen als einsprachig aufwachsende Kinder. Sie profitieren dabei von ihren Erfahrungen mit schwierigen Kommunikationssituationen. Das zeigen Psychologen in einer Studie mit 111 Kindern im Alter von zwei bis drei Jahren. Die Ergebnisse sind aktuell in der Fachzeitschrift „Journal of Experimental Child Psychology“ veröffentlicht worden.

„Kinder, die zweisprachig aufwachsen, sind hinsichtlich ihrer kommunikativen Fähigkeiten gegenüber einsprachigen Kindern im Vorteil. Dies ist möglicherweise darauf zurückzuführen, dass zweisprachige Kinder im Alltag häufiger mit kommunikativen Missverständnissen konfrontiert sind, die einsprachige Kinder in dieser Form nicht erfahren. Dadurch können sie ihre kommunikativen Fähigkeiten vermutlich stärker üben“, erklärt Stephanie Wermelinger, Entwicklungspsychologin von der Universität Zürich.

Music

Musik kann ähnliche Rauschzustände wie Sex und Drogen erzeugen

Eine kanadische Studie will bestätigt haben, dass Musik ähnliche Rauschzustände im menschlichen Körper auslöst wie Sex und Drogen.
Vor rund vierzig Jahren haben Ian Dury and the Blockheads mit „Sex, Drugs and Rock ‘n’ Roll“ eine Redewendung geprägt. Nun wollen Forscher einer kanadischen Universität belegt habe, dass Musik ähnliche Auswirkungen auf das menschliche Gehirn hat wie Sex und Drogen.

Die Studienteilnehmer bekamen den Opioid-Antagonist Naltrexon verabreicht. Der Arzneiwirkstoff blockiert das Belohnungssystem im Gehirn und wird deshalb zur medikamentösen Unterstützung bei der Entwöhnungstherapie von alkohlabhängigen Patienten eingesetzt.

In der Untersuchung stellte sich heraus, dass die Menschen, die Nalrexon erhalten hatten und anschließend ihre Lieblings-Songs hörten, nicht so viel Freude dabei empfanden, wie ohne den Wirkstoff.

Question

"Alles nur neurologisch": Neuro-Studie untersucht in Todesnähe ablaufende Lebensrückschau

Das Motiv kennt wahrscheinlich jeder - zumindest aus Filmen, Romanen und Erzählungen: In akuter Lebensgefahr oder kurz vor dem Tod laufen die wichtigsten Momente des Lebens wie ein Film vor dem inneren Auge der Betroffenen ab. Aus Sicht der Wissenschaft war diese Lebensrückschau, als Teilaspekt von Nahtoderfahrungen bislang nur schwer zu fassen. Eine aktuelle Studie israelischer Neurologen hat sich dem „Lebensfilm“ nun genähert.
© grewi.de
Symbolbild: Lebensfilm
Jerusalem (Israel) - Wie das Team um Judith Katz von der Hadassah University aktuell im Fachjournal „Consciousness and Cognition“ (DOI: 10.1016/j.concog.2016.10.011) berichtet, haben sie zunächst die Aussagen von sieben Personen ausgewertet, die bereits eine solche Lebensrückschau (engl.: Life Review Experience = LRE) erlebt haben wollen.

Hierbei stellten die Wissenschaftler fest, dass alle Berichte gemeinsame Elemente beinhalteten, von denen einige auch den allgemeinen Klischeevorstellungen von LREs, wie sie in Filmen und Bücher kolportiert werden, widersprechen: So beschrieben die Zeugen übereinstimmend, dass der Ablauf der sich „abspielenden“ Ereignisse nur selten chronologisch korrekt geordnet wiedergegeben wurde. Statt dessen seien einige der wichtigsten Lebensereignisse mehr oder weniger zufällig an ihnen vorbeigezogen, in anderen Fällen sogar nahezu zeitgleich.

Question

Was wäre wenn, wenn wir Menschen komplett rationale Wesen wären?

Wenn Entscheidungen anstehen, wird der Mensch erstaunlich gefühlig. Was zeigt: Genau genommen ist unserem Gehirn die Wahrheit vollkommen wurscht.

Was wäre, wenn ...

© fotolia / photo-nuke (Ausschnitt)
wir Menschen komplett rationale Wesen wären? So ähnlich wie die Figur des Mr. Spock in der Serie Star Trek. Das halbvulkanische Spitzohr handelte stets nach den Regeln der Logik und lies sich nicht von Emotionen und Gefühlen leiten.

Als rational denkender Physiker war ich lange Zeit davon überzeugt, wir Menschen seien im Kern vernunftgeleitete Wesen. Heute weiß ich: Das stimmt nicht ganz. Erst gestern habe ich zwei Minuten lang auf einen Stuhl eingebrüllt, weil ich mir das Schienbein daran gestoßen habe - und wenn mein Computer Zicken macht, bin ich persönlich von ihm enttäuscht.

Wir Menschen können die kompliziertesten Probleme lösen und über die komplexesten Sachverhalte nachdenken, wir können abwägen, berechnen, analysieren wie kein anderes Lebewesen - nur um zum Schluss auf alle Fakten zu pfeifen und uns trotzdem anders zu entscheiden.

Dazu machte vor einigen Jahren der Psychologe Alexander Todorov einen Test: Er zeigte seinen Studenten einen kurzen Augenblick Porträtfotos von jeweils zwei ihnen unbekannten Männern und forderte sie dann auf, spontan zu entscheiden, welche der beiden Person in ihren Augen kompetenter wirkte. Was die Studenten nicht wussten: Bei den Paarungen handelte es sich um reale Politiker, die bei unterschiedlichen Wahlen gegeneinander antraten. Das verstörende Ergebnis: In 70 Prozent aller Fälle entsprachen die Entscheidungen der Studenten dem tatsächlichen Wahlgewinner! Die Vermutung liegt nahe, dass der Politiker nicht deshalb gewählt wurde, weil er womöglich tatsächlich kompetenter als sein Gegner war, sondern weil er den Wählern lediglich kompetenter erschien.

Kommentar:


Butterfly

Bewusstsein: Die Kernessenz unserer Realität?

© NASA/JPL
Prominente Wissenschaftler propagieren neue Versionen der alten Idee, die Menschheit stehe im Mittelpunkt der Realität. Aber keine Theorie kann dem Mysterium unserer Existenz gerecht werden.

Sie sind ein geborener Narzisst. Sie sind sich Ihrer eigenen Existenz bewusst - ob das auch auf andere zutrifft, ist Ihnen gleich, denn für Sie zählt nur, was Sie selbst erfahren und erleben. Die Welt ist die Bühne für das Drama Ihres Lebens. Sie sind der Mittelpunkt der Realität. Wenn Sie erwachsen werden, erkennen Sie, dass auch andere Menschen zählen. Ihr Narzissmus beginnt, auch Ihre Familie, Ihren Stamm, schließlich die ganze Menschheit zu umfassen. Möglicherweise existiert die Realität nicht für Sie ganz persönlich, aber sicherlich doch für Ihre Spezies.

Diese Annahmen sind so natürlich, dass wir sie im Verlauf unserer Vorgeschichte und Geschichte kaum in Frage gestellt haben. Religionen spiegeln diese Selbstzentriertheit wieder, und zunächst traf das auch auf die Wissenschaften zu. Sonne, Mond, Planeten, Sterne, der gesamte Kosmos drehte sich um die Erde, unsere Heimat. Zeigen unsere Augen uns das nicht jeden Tag und jede Nacht? Mut war nötig und Vorstellungskraft, sorgfältige Beobachtungen und rationale Analyse - nur so konnten Kopernikus, Kepler und Galilei das geozentrische Weltbild herausfordern. Ihre Einsichten, denen anfangs Unglaube und Feindseligkeit entgegenschlug, halfen uns dabei, unserer ursprünglichen Selbstzentriertheit zu entkommen.

Heute wissen wir, dass die Erde nur einer von neun Planeten ist, die unsere Sonne umkreisen - ich weigere mich, Pluto herabzusetzen - , dass unsere Sonne nur einer von Milliarden Sternen in unserer Galaxie ist, die wiederum nur eine von unzähligen Galaxien im Universum ist, dessen Existenz vor 14 Milliarden Jahren explosiv im Urknall begann. Unser Planet entstand vor 4,5 Milliarden Jahren, eine Milliarde Jahre später tauchten die ersten einzelligen Organismen auf. Vor wenigen hunderttausend Jahren, nur ein Sekundenbruchteil der kosmischen Zeit, tauchten wir auf - und nahmen an, der ganze Kosmos sei nur für uns gemacht. Wir sollten uns Homo narcissusnennen. Als wir schließlich erkennen mussten, wie unbedeutend wir im Vergleich zur unermesslichen Größe von Raum und Zeit sind, war das eine Demütigung für uns. Doch diese Erkenntnis sollte auch eine Quelle des Stolzes für uns sein. Wir hatten die Intelligenz und die Reife, unserer wahnhaften Selbstüberschätzung und dem Aberglauben des finsteren Mittelalters zu entkommen. Wir hatten uns die Bezeichnung Homo sapiens verdient.

Kommentar: Natürlich kommt es auch hier - wie bei der Katze in der Kiste (Schrödingers Katze) - darauf an, wie wir Bewusstsein betrachten: als ego-zentrisches oder All-Bewusstsein, von dem auch wir nur ein Teil sind. So wie viele andere Wesen, Seins- und Bewusstseinsformen und -einheiten, die wirklich und potentiell in diesem unglaublich vielschichtigen und facettenreichen Kosmos existieren.

Oder als beides zugleich...

Die Buchserie Die Welle von Laura Knight-Jadczyk geht der Natur unserer Realität auf den Grund. Und das bald auf Deutsch erscheinende Buch Earth Changes and the Human-Cosmic Connection befasst sich mit unserem Kosmos als elektrisches Universum und inwiefern die Quintessenz des Bewusstseins auf unserem Planeten mit den gegenwärtigen Umwälzungen vor allem klimatischer und natureller Art (Erdveränderungen) zusammenwirkt. Bereits übersetzte Teile befinden sich als Artikelserie hier auf de.sott.net.

Weitere Infos zum Thema:


Pills

Langanhaltende Wirkung von LSD wird mithilfe einer Tupperdose erklärt

Die Partydroge löst stundenlange Trips aus - doch lange war unklar, wie genau die Substanz eigentlich wirkt. Nun haben Forscher den Mechanismus entschlüsselt.
© Bryan Roth/UNC
Nur ein bisschen lutschen am mit der Droge beträufelten Löschpapier, und ab geht die Party: Es folgt ein langer Trip in bunten Farben, dazu Herzrasen und manchmal totaler Kontrollverlust. LSD ist eine der bekanntesten und stärksten halluzinogenen Drogen, weltweit verbreitet, täglich angewendet.

Doch Wissenschaftler rätseln seit Jahren, wie genau Lysergsäurediethylamid im Gehirn eigentlich wirkt - und warum ein LSD-Trip so lange anhält. Der Pharmakologe Bryan Roth von der University of North Carolina, in seiner Jugend viel auf Konzerten unterwegs, verfolgt diese Frage seit Beginn seiner wissenschaftlichen Karriere.

Ein Rezeptor wie eine Tupperdose

Nun haben er und sein Kollege Daniel Wacker in einer aktuellen Studie, veröffentlicht im Fachmagazin Cell, den Bindungsmechanismus von LSD an Rezeptoren im Gehirn untersucht.

Roses

Neue Studie bestätigt erneut: Canabiskonsum lässt Risiko an Schizophrenie zu erkranken um 37% ansteigen

Kiffen erhöht tatsächlich das Risiko, an Schizophrenie zu erkranken. Eine internationale Studie mit Beteiligung von Lausanner Forschern weist einen ursächlichen Zusammenhang nach.
© AP/Pawel Dwulit
Epidemiologische Daten aus über 40 Jahren haben bereits stark darauf hingewiesen, dass ein Zusammenhang zwischen Cannabis und dem Schizophrenierisiko besteht - auch abhängig von der Dosis. Aber bisher konnte keine Studie nachweisen, dass Kiffen direkt für das Auftreten der Krankheit verantwortlich war.


Kommentar: Es ist immer sehr schwierig einen einzelnen Faktor als Ursache zu isolieren, wenn die Untersuchungen nicht vollkommen kontrolliert werden können. Doch in den letzten Jahren wurden immer wieder Zusammenhänge von Marihuana und negativen psychologischen Folgen hergestellt.


Dies ist nun aber mit einer neuen Untersuchung gelungen, an der das Universitätsspital Lausanne (CHUV) beteiligt war. Die Studie basiert auf einer Methode, die als «Mendelsche Randomisierung» bezeichnet wird. Damit lässt sich der Einfluss eines Risikofaktors - in diesem Fall Canabiskonsum - auf das Auftreten von Krankheiten - hier Schizophrenie - untersuchen.

Info

Studie über Schizophrenie: Wenn fremde Stimmen das Kommando übernehmen

© dur.ac.uk
Symbolbild: Stimmen im Kopf (Illu.)
Frankfurt (Deutschland) - Eine neue Studie zeigt, dass Schizophrenie auf gestörter Informationsverarbeitung im Gehirn der Betroffenen beruht. Die neue Erkenntnis macht die Krankheit für Außenstehende weniger befremdlich und hilft Betroffenen in der Therapie.

„Sie hören Stimmen, vermuten Botschaften in bedeutungslosen Ereignissen oder fühlen sich ferngesteuert“, so beschreiben Psychologen die Symptome von Menschen mit einer schizophrenen Erkrankung und führen weiter aus: „Diese manifestieren sich typischerweise in der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter und haben für die Betroffenen gravierende psychosoziale Folgen“, unter anderem weil die Symptome für Außenstehende meist befremdlich erscheinen.“

Wie das Team um Dr. Robert Bittner von der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie an der Universitätsklinik Frankfurt aktuell im Magazin Forschung Frankfurt der Goethe-Universität erklärt, „beruhen die Verwechslung von ‚eigen‘ und ‚fremd‘ auf verschiedenen Störungen der Informationsverarbeitung im Gehirn.

Kommentar:


Butterfly

"Wetiko": Die größte Epidemie, die der Menschheit bekannt ist


Kommentar: Wir re-posten diese tiefgründige und erkenntnisreiche Artikelserie über das Wesen des Bösen, nachdem wir entdeckt haben, dass Paul Levy einen dritten Teil geschrieben hat ("Lasst uns das Wort verbreiten: Wetiko"), der nun unten beigefügt ist. Die Übersetzung ist vom deutschen SOTT-Team.


Teil Eins: Die Größte Epidemie, die der Menschheit bekannt ist
Im Buch Columbus und andere Kannibalen erkundet der indigene Autor Jack D. Forbes in einleuchtender Weise eine psychologische Erkrankung, die jenes menschliche, selbst-zerstörerische Verhalten geprägt hat, über das eingeborene amerikanische Völker seit vielen Jahren Bescheid wissen. Nach dem Lesen seines Buches war mir klar, dass er die gleiche psycho-spirituelle Krankheit der Seele beschrieb, über die ich in meinem Buch The Madness of George W. Bush: A Reflection of our Collective Psychosis berichtete.

Ich bringe die Idee auf, dass unsere Spezies seit der Morgendämmerung der menschlichen Geschichte einer kollektiven Psychose zum Opfer gefallen ist, die ich als bösartige Egophrenie bezeichne. Forbes, der über genau dieselbe psychische Epidemie spricht, schreibt
: "Für mehrere Tausend Jahre haben menschliche Wesen an einer Plage gelitten, einer Seuche, die schlimmer ist als Aussatz, einer Krankheit schlimmer als Malaria, einem Leiden, das viel schrecklicher ist als die Pocken."[i]
Eingeborene Völker haben viele Jahrhunderte lang denselben 'seelischen'[ii] Virus nachverfolgt, den ich als bösartige Egophrenie bezeichne, und sie nennen ihn "Wetiko" - ein Begriff der Cree-Indianer, der sich auf eine teuflisch bösartige Person oder einen Geist bezieht, der andere terrorisiert.

Professor Forbes, der während den frühen Sechzigern zu den Gründern der Bewegung der amerikanischen Ureinwohner gehörte, sagte:
"Tragischerweise ist die Weltgeschichte der vergangenen 2.000 Jahre größtenteils eine Geschichte der Epidemiologie der Wetiko-Krankheit."[iii]
Bei Wetiko bzw. bösartiger Egophrenie handelt es sich um eine 'Psychose' im wahrsten Sinne des Wortes - in Form einer 'Krankheit der Seele oder des Geistes.' Obwohl wir verschiedene Namen gebrauchen, meinen Forbes und ich beide dieselbe Krankheit der Psyche, der Seele und des Geistes, welche an der Wurzel der Unmenschlichkeit sitzt, die die Menschheit sich selbst zufügt.

Die Erforschung des Wesens von Wetiko gleicht der Durchführung eines magischen Rituals: Zuerst müssen wir seinen Geist anrufen und eine Beziehung zu ihm eingehen. Wir müssen so objektiv wie es uns möglich ist über Wetiko nachsinnen und uns mit ihm einlassen, als ob es außerhalb von uns existierte - damit wir uns nicht zu stark mit dem Objekt unserer Betrachtung 'vermischen'. Auf Grund seines einzigartigen psychischen Ursprungs ist die Epidemiologie von Wetiko eine andere als die jeder anderen Erkrankung. Eine wirkliche Herausforderung für unsere Untersuchung des Wetiko-Virus ist, dass er sich in ebenjener Psyche inkarniert, die der Gegenstand unserer Untersuchung selbst ist.
Im Bewusstsein dieser schwierigen Frage erklärt Forbes, dass er versucht, die Krankheit
"von einer Perspektive [zu untersuchen], die so frei wie möglich von Annahmen ist, die von eben jener zu untersuchenden Krankheit geschaffen wurden."[iv]
Wenn wir uns nicht über den Bezugsrahmen im Klaren sind, über den wir den Wetiko-Virus untersuchen wollen, wird unsere Untersuchung durch die Krankheit gefärbt sein und den klaren Blick verschleiern, der benötigt wird um den Heilungsprozess in Gang zu bringen.

Zu studieren wie die Wetiko-Krankheit sich in anderen manifestiert sowie in dem "anderen" Teil unserer selbst kann uns dabei helfen, "sie" objektiver zu betrachten. Zu sehen, wie sich diese psychologische Erkrankung in der Welt manifestiert, ist das Spiegelglas, durch das wir potentiell dieselbe Krankheit erkennen können, wenn sie sich subjektiv in unserem eigenen Geist erhebt.

Nach der Erweckung einer Wesenheit wie Wetiko müssen wir diese - um sie so objektiv wie möglich studieren zu können - hermetisch in einem alchemistischen Gefäß versiegeln. Das stellt sicher, dass ihr quecksilbriger Geist sich nicht in die Unsichtbarkeit des Unbewussten zurück verflüchtigt, wo er sich selbst durch uns ausagieren würde. Jung hat wiederholt die Bedeutung der Entwicklung eines Behälters oder Gefäßes betont, in welchem problematische Geister wie Wetiko eingefangen werden. Er schreibt:
"Wenn etwas falsch ist, entnehme man es daher von seinem ursprünglichen Ort und tue es in das Gefäß, das sich zwischen dem eigenen Nebenmann und einem selbst befindet ... Um der Liebe zur Menschheit willen erschaffe man ein Gefäß, in dem man all das schreckliche Gift einfangen kann. Da es sich irgendwo befinden muss - es ist immer irgendwo - gibt das Nichteinfangen dieses Giftes, die Verneinung seiner Existenz, jedem Erreger die beste Chance [zu gedeihen]". [v]
Wetiko ist ein schwer fassbarer Geist, dessen Fixierung eine Herausforderung darstellt. Das gilt auch für Benennungen, er sei 'dies' oder 'jenes'. Gleichzeitig ist es entscheidend, dass wir versuchen, seine Eigenheiten zu beschreiben. Ungleich einem physischen Virus kann der Wetiko-Erreger nicht in materieller Form isoliert werden, doch seine charakteristische Signatur kann entdeckt und in jenen eigenartigen Abläufen der Psyche gesichtet werden, die unter seinem Bann steht. Die Existenz des Wetiko-Erregers nicht anzuerkennen - zu sagen, er 'existiere nicht' - gestattet es der psychischen Infektion, sich uneingeschränkt auszuleben. 'Immer irgendwo zu sein' bedeutet, nicht fest ansässig - das heißt, er ist immer umtriebig, sogar potentiell, oder insbesondere, in uns selbst.

Paul Levys Buch "Dispelling Wetiko"
Indem wir den Wetiko-Geist herbeirufen, erschaffen wir zugleich - durch unsere Ermittlung selbst - das Behältnis, in welchem wir dieses 'Getier' studieren können, um zu verstehen, womit wir es tatsächlich zu tun haben, um zu sehen wie es draußen in der Welt operiert, in anderen und, subjektiv betrachtet, in uns selbst. Um den Kreis in unserer kontemplativen Übung / Exorzismus gänzlich zu schließen, müssen wir unsere Betrachtung in ganzheitlicher Weise in unser Inneres selbst zurückversetzen. Gleich wie in einem Traum, wo das Innere das Äußere ist, können wir erkennen, dass der Wetiko-Virus, dem wir 'dort draußen' nachgespürt haben, eine Reflektion des und bezogen auf denselben Prozess in uns selbst ist. In der Symptomatik von Wetiko liegt eine Offenbarung verschlüsselt - etwas, das außerordentlich wichtig für uns zu kennen ist.

Kommentar: Glücklicherweise hat die Wissenschaft mittlerweile nachgeholt und für jene, die nach Antworten suchen, gibt es genug Informationen über die wahren Hintergründe über den Zustand unserer Welt und welch weitreichenden Einfluss pathologisch handelnde Individuen und Personenkreise auf uns alle haben. Informieren Sie sich, denn nur das Wissen darüber schützt!


Bandaid

Kriegskinder: Traumatisierung heilt nicht von selbst, sondern verschlimmert sich mit der Zeit sogar

Wunden einer frühen Traumatisierung heilen meist nicht von selbst, sondern wandeln und verschlimmern sich mit der Zeit. So entwickeln traumatisierte Kinder zunehmend komorbide, chronische Störungen und neigen zu Externalisierung.
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RAMAT-GAN. Tiefe Wunden aus Kriegsereignissen, die Kinder in ihren ersten Lebensjahren wiederholt ertragen mussten, kann die Zeit nur selten heilen. Vielmehr entwickeln sich jeweils alterstypische Störungen, die sich mit der Zeit verändern. Deshalb fordern die Autoren einer israelischen Studie frühe Interventionen für Kinder aus Kriegsgebieten sowie eine individuelle Anpassung der Maßnahmen.

Immer häufiger sind unter den Patienten in Kinderarztpraxen auch Flüchtlingskinder aus Kriegsgebieten. Je nach Alter scheinen sich ihre traumatischen Erlebnisse in unterschiedlichen psychischen Störungen auszudrücken, legt eine israelische Studie nahe.

Kommentar: