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Mo, 25 Jul 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Saturn

"Coda": Ein kurzer Film über den Tod

Alan Hollys „Coda“ stand mit neun weiteren Filmen in der Vorauswahl für eine Nominierung bei den Oscars in der Kategorie „Bester animierter Kurzfilm“, wurde jedoch nicht nominiert.
© Google
Coda
So schnell kann’s gehen: Da trinkt Mann des Nachts einmal zu viel Bier, stolpert auf die Straße - und streunt fortan als blauer Geist umher, dem Tod auf der Spur. Der stellt sich wiederum als Frau mit schwarzem Kapuzenumhang und weißer Maske heraus; ein wenig wie das Ohngesicht aus Hayao Miyazakis Chihiros Reise ins Zauberland, nur weniger geistlich, vielmehr nach dem Leben des Unglücklichen sehnend. Überhaupt löst Alan Holly seinen nunmehr dritten Kurzfilm „Coda“ als visuelles Porträt im Stile Edward Hoppers aus der ansonsten eher plüschigen Standardzeichnung etwaiger Animationsfilme mit einäugigen oder felligen Traummonstern. In einer Mixtur bizarrer und abstrakter Elemente torkelt stattdessen ein Mann in seine Geburt und damit auch in seine mögliche Vergangenheit, Zukunft oder ein obskures Jenseits geometrischer Formen. Aber vor diesem möchte er - ganz noch der gierige Mensch - immer mehr sehen, immer weiter gehen, niemals stillstehen. Der Tod wartet jedoch ungern.


Kommentar:
  • Die Angst vor dem Tod und das menschliche Verlangen nach Helden



Pumpkin

Trump: Wissenschaftlich nachgewiesenes Niveau eines 5jährigen

Donald Trump liegt in der Grammatik fast auf Grundschulniveau

Politiker-Reden im Grammatik-Test: Die Kandidaten im US-Vorwahlkampf glänzen nicht gerade durch elaborierte Grammatik oder ein abwechslungsreiches Vokabular - eher im Gegenteil. Hilary, Clinton, Ted Cruz und Bernie Sanders erreichen sprachlich nur Mittelstufen-Niveau. Donald Trumps Reden entsprechen sprachlich sogar nur denen eines Fünftklässlers, wie US-Forscher ermittelt haben.

© Reuters
Die Grammatik ist uns fast schon in die Wiege gelegt: Intuitiv verstehen Babys die Grundregeln und den Satzbau ihrer Muttersprache. Bis sie dann allerdings auch komplexere Sätze und Zusammenhänge verstehen, dauert es noch einige Jahre - und einiges an Training. Denn das Gehirn ist erst bei Jugendlichen so weit gereift, dass auch komplexere Konstruktionen verstanden werden.

Wie hoch ist das Sprach-Niveau der Wahlkampfreden?

Dass selbst Erwachsene keineswegs immer auf adultem Niveau kommunizieren, belegt nun eine Studie von Maxine Eskenazi und Elliot Schumacher von der Carnegie Mellon University. Sie haben untersucht, welches Niveau Grammatik und Vokabular der Politiker im US-Wahlkampf zeigen. Dafür glichen sie deren Reden im Laufe des Vorwahlkampfs mit typischen Leistungen von Schülern verschiedener Altersstufen ab.
© Elliot Schumacher/ Carnegie Mellon University
Das Ergebnis: In ihren Reden kommen die US-Politiker kaum über das Niveau der sechsten bis achten Klasse hinaus, so die Forscher. Hilary Clinton, Ted Cruz, Bernie Sanders und Marco Rubio liegen demnach bei der Grammatik alle etwa auf der Stufe eines Siebtklässlers. In der Vielfalt der genutzten Vokabeln liegen Clinton und Sanders vor den anderen. Der in den Reden von Sanders verwendete Wortschatz entspricht immerhin dem eines Zehntklässlers.

Kommentar: Die Artikulationswahl liegt wahrscheinlich auch an dem teilweise erschreckenden Niveau der US-amerikanischen Bevölkerung.


Ladybug

Ratten haben eine ähnliche emotionale Wirkung auf uns, wie die Androhung von körperlicher Gewalt

Ratten haben eine ähnliche emotionale Wirkung wie die Androhung von körperlicher Gewalt
Viele Menschen mögen Ratten nicht und finden sie ekelerregend oder abstoßend. Doch anscheinend reicht schon die bloße Anwesenheit solcher Tiere, um in Menschen chronische Gefühle der Traurigkeit und der Angst auszulösen. Wissenschaftler haben in einer aktuellen Studie festgestellt, dass die Schädlinge eine ähnliche emotionale Wirkung auf uns entfalten können wie die Androhung von körperlicher Gewalt.

Ratten sind schon immer sehr unbeliebte Tiere gewesen. Menschen fürchten diese Schädlinge aus verschiedenen Gründen. Forscher von der Johns Hopkins University Bloomberg School of Public Health haben bei einer Untersuchung herausgefunden, dass alleine die Anwesenheit der Nagetiere bei uns Menschen chronische Ängste und Depressionen hervorrufen kann. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift Journal of Community Psychology.

Wissenschaftler untersuchen Probanden aus Armenvierteln

Für die Studie untersuchten die Forscher die Daten von über 448 Bewohnern von Armenvierteln in Baltimore. Die Mediziner rekrutierten die Probanden zwischen März 2010 und Dezember 2011. Die Hälfte der Teilnehmer erklärte, dass sie wöchentlich Ratten in ihrem Wohnblock sehe. 35 Prozent der Probanden berichteten sogar, die Schädlinge täglich zu sehen, sagen die Mediziner. Dreizehn Prozent der Studienteilnehmer sahen Ratten in ihrem Haus und fünf Prozent erklärten, dass die Nagetiere fast jeden Tag in ihrem Haus zu sehen seien. 32 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass Ratten ein Anzeichen für eine schlechte Nachbarschaft sind, fügen die Experten hinzu.

Hearts

Je mehr Liebe, desto mehr Grips: Liebe lässt das Hirn wachsen

Eltern versuchen ihren Kindern alles mitzugeben: Chinesischkurs, Klavierunterricht, Selbstverteidigung. Dabei vergessen sie gerne das, was die Kinder am meisten brauchen. Einer Studie zufolge ist es gerade Liebe. Die lässt das Hirn wachsen.
In einer von Leistungsdruck gezeichneten Gesellschaft will man die eigenen Kinder nicht zurücklassen. Man gibt alles, damit sie es später einmal schaffen. Doch die Kinder brauchen vor allem eines: Viel Liebe. Denn das lässt laut einer US-Studie die Hirne wachsen, berichtet The Huffington Post.

Amerikanische Forscher schauten sich nun Kinderhirne an und stellten fest: Die Liebe lässt das Gehirn wachsen. Wie genau? Die Forscher untersuchten die Auswirkungen, die es hat, wenn man sein Kind küsst, streichelt, es anlächelt, das Kind teilhaben lässt, sich für seine Bedürfnisse interessiert oder mit ihm spielt.

Kommentar: Erschreckende Gehirnscans, die die wahren Auswirkungen von Liebe aufzeigen


Folder

Gehirn speichert neue und alte Erinnerungen unterschiedlich ab

Gehirn speichert neue und alte Erinnerungen in unterschiedlicher Weise
© vege/fotolia.com
Alte Erinnerungen werden im Gehirn anders abgerufen, als kürzlich geschehene Ereignisse.
Bei der Erinnerung besteht ein Unterschied zwischen kürzlichen Ereignissen und lange zurückliegenden Erfahrungen. Dies zeigt sich zum Beispiel auch bei Demenz-Patienten, die sich mitunter nicht an die Erlebnisse der letzten Minuten erinnern können, aber Erfahrungen aus ihrer Jungend noch relativ exakt im Kopf haben. Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben in einer aktuellen Studie untersucht, inwiefern das Gehirn Erinnerungen abhängig von der zurückliegenden Zeit des Geschehens anders verarbeitet. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher in dem Fachmagazin eLIFE.

Das Gehirn unterscheidet bei der Erinnerung, je nachdem, wie lange das Geschehene zurückliegt. Es macht einen Unterschied, ob wir uns an Episoden erinnern, die weit in der Vergangenheit liegen oder an solche, die eben erst passiert sind, berichtet dir RUB. Neurowissenschaftlerinnen der RUB haben gemeinsam mit einem Forscher der Osaka University die unterschiedliche Arbeitsweise des Gehirns bei den verschiedenen Erinnerungen analysiert. Sie stellten fest, dass abhängig von der zurückliegenden Zeit des Geschehens unterschiedliche Hirnregionen beteiligt sind.

Kommentar:


Butterfly

Menschlichkeit - Großzügig zu sein zahlt sich am Ende aus

Manche Menschen kommen im Leben einfacher vorwärts. Andere wiederum nicht. Ein Psychologe erklärt, warum Großzügigkeit gegenüber anderen Menschen auf kurze Sicht nachteilig ist, aber sich später auszahlt. Man braucht nur etwas Geduld.
© Colourbox.de
Der Psychologe Adam Grant hat eine Studie unter Ingenieuren, Verkaufspersonal und Medizinstudenten durchgeführt, um herauszufinden, ob nette Menschen als Erste ans Ziel kommen. Das Ergebnis zeigt, dass die Guten häufig das Nachsehen haben.

Insgesamt gibt es der Studie zufolge drei Typen von Menschen: Diejenigen, die nehmen, diejenigen, die sich anpassen, und jene, die geben, wie Times berichtet. Die "Nehmer" halten nur nach sich selbst Ausschau, während die "Geber" sich ein Bein ausreißen, um jemanden zu helfen. Und die "Angepassten" befinden sich irgendwo in der Mitte - sie seien willig zu helfen, aber erwarten eine Gegenleistung.


Kommentar: Oder ein Großteil der Gesellschaft ist ponerisiert und nehmen sich die politischen Führer als Vorbild, die nur an sich selber denken.

© Carl Hanser Verlag

Kommentar: Viele "Geber" werden gar nicht das Ziel haben, etwas für ihre Leistung zu bekommen, sondern es wird rein menschliches Handeln sein, was heutzutage leider Mangelware ist.
  • Anderen zu helfen schützt Sie davor, im Sumpf Ihrer eigenen Probleme zu versinken



Snakes in Suits

Psychopathen lernen nicht aus Fehlern - Ihr Gehirn von Strafen unbeeindruckt

Menschen mit psychopathischen Charaktermerkmalen zeigen sich oft auch von harten Strafen unbeeindruckt. Die Ursache für dieses Verhalten entdeckten Forscher nun im Gehirn von Straftätern.
Psychopathen gelten als furchtlos, impulsiv, gefühlskalt und manipulativ. Da sie oft schon in ihrer Kindheit wenig empfänglich für Bestrafung durch Eltern, Lehrer oder den Rechtsstaat sind, geraten sie nicht selten auf die schiefe Bahn und landen als Erwachsene für schwere Vergehen hinter Gittern. Warum selbst harte Strafen die Betroffenen vergleichsweise kaltlassen, hat nun ein Team um Sheilagh Hodgins von der University of Montreal und Nigel Blackwood vom King’s College London aufgedeckt: Offenbar ist bei kriminellen Psychopathen jener Teil des Gehirns beeinträchtigt, der sie sonst aus den Konsequenzen ihrer Taten lernen lassen würde.

Kommentar: Psychopathen, die im Gefängnis landen, werden in der Forschung als "gescheiterte Psychopathen" bezeichnet. Tatsächlich finden sich Psychopathen in allen Lebensbereichen und sie suchen vor allem nach beruflichen Positionen, die ihnen Macht und Prestige bescheren. So finden sie sich an der Börse, in der Politik, und in allen möglichen sozialen Berufen, wo ihnen ihre Vertrauensposition leichten Zugang zu ihren Opfern verschafft.
Einen Psychopathen im Kollegenteam zu haben würde bedeuten, dass er alle gegeneinander ausspielt und verleumdet, um selbst aufsteigen zu können.


People

Menschenkenner bei Bewerbungen? Eher nicht: Personaler liegen bei Einschätzung vom Charakter weit daneben

Professionelle Recruiter glauben zwar, die Persönlichkeit eines Bewerbers anhand seiner Unterlagen erkennen zu können. Doch eine Studie zeigt: Meist liegen sie weit daneben.
© fotolia / Adam Gregor
Auch erfahrene Experten in den Personalabteilungen scheitern offenbar regelmäßig daran, die Persönlichkeit eines Bewerbers anhand von Lebenslauf und Anschreiben zu erkennen - was sie allerdings nicht davon abhalte, aus ihren falschen Einschätzungen weit reichende Schlüsse zu ziehen. Zu diesem Ergebnis kommen jetzt Forscher um Gary Burns von der Wright State University in Dayton anhand einer psychologischen Studie.

Die Wissenschaftler haben dazu über 100 Mitarbeiter von Personalabteilungen gebeten, in einem fiktiven Auswahlverfahren die Eignung von Bewerbern anhand eines zweiseitigen Bewerbungsschreibens zu ermitteln. Die Auswertung zeigte, dass vermutete Persönlichkeitsmerkmale maßgeblich die Entscheidungen über Einstellung oder Ablehnung beeinflussten.

People

Gemeinsames Lachen: Die beste Art, Kontakte zu knüpfen und redseliger zu werden

Lachen ist die beste Methode, um Beziehungen zu anderen Menschen zu knüpfen. Unter anderem, weil wir so schneller bereit sind, mehr von uns zu erzählen, wie ein Experiment nun zeigt.
© dreamstime / Jason Stitt
Menschen, mit denen wir zuvor gemeinsam gelacht haben, verraten wir eher persönliche Details aus unserem Leben. Das zeigt nun ein Experiment von Forschern um Alan Gray vom University College London. Die Wissenschaftler ließen 112 Studenten in Vierergruppen einen Film anschauen. Manche Gruppen bekamen den Auftritt eines Stand-up-Comedian zu sehen, andere eine Naturdoku oder ein Golf-Lehrvideo. Unterhaltungen durften dabei nicht geführt werden - Lachen war aber natürlich erlaubt. Wie oft die Studenten dies taten, erfassten die Forscher parallel, danach befragten sie die Probanden nach ihrem Gemütszustand. Schließlich mussten die Versuchspersonen einem anderen Teilnehmer noch eine Nachricht schreiben, in der sie etwas von sich erzählten, mit dem Ziel, sich besser miteinander bekannt zu machen.

Kommentar:


Boat

Schlafen, obwohl wir wach sind: Welche Vorteile das Tagträumen haben kann

Das Gehirn ruht nie - zum Glück: Denn wenn die Gedanken schweifen, beschert uns das überraschende Einsichten.
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Beginnen wir mit einem Experiment. Es ist ganz einfach: Schließen Sie bitte für einen Moment die Augen und versuchen Sie einmal, an gar nichts weiter zu denken! Na los, worauf warten Sie?

... Und? ...

Lassen Sie mich raten: Die Sache ging schief. An gar nichts zu denken, ist nämlich viel schwieriger, als es klingt. Wir sind von Natur aus miserabel darin. Ständig geistert uns irgendetwas im Kopf herum, auch wenn wir uns dessen im betreffenden Moment nicht unbedingt bewusst sind.

Kommentar: Problematisch kann das Ganze werden, wenn wir so oft dissoziieren, dass wir den Blick für die Wirklichkeit verlieren und nur noch in unserem eigenen Kopf leben. Hier ein Beispiel, woher Dissoziation kommen kann und welchen Ausweg es gibt: Der Mythos der geistigen Gesundheit: Trauma führt zu Dissoziation und was wir von Trauma-Überlebenden für unsere eigene Heilung lernen können