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So, 28 Aug 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Gehirn speichert neue und alte Erinnerungen unterschiedlich ab

Gehirn speichert neue und alte Erinnerungen in unterschiedlicher Weise
© vege/fotolia.com
Alte Erinnerungen werden im Gehirn anders abgerufen, als kürzlich geschehene Ereignisse.
Bei der Erinnerung besteht ein Unterschied zwischen kürzlichen Ereignissen und lange zurückliegenden Erfahrungen. Dies zeigt sich zum Beispiel auch bei Demenz-Patienten, die sich mitunter nicht an die Erlebnisse der letzten Minuten erinnern können, aber Erfahrungen aus ihrer Jungend noch relativ exakt im Kopf haben. Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben in einer aktuellen Studie untersucht, inwiefern das Gehirn Erinnerungen abhängig von der zurückliegenden Zeit des Geschehens anders verarbeitet. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher in dem Fachmagazin eLIFE.

Das Gehirn unterscheidet bei der Erinnerung, je nachdem, wie lange das Geschehene zurückliegt. Es macht einen Unterschied, ob wir uns an Episoden erinnern, die weit in der Vergangenheit liegen oder an solche, die eben erst passiert sind, berichtet dir RUB. Neurowissenschaftlerinnen der RUB haben gemeinsam mit einem Forscher der Osaka University die unterschiedliche Arbeitsweise des Gehirns bei den verschiedenen Erinnerungen analysiert. Sie stellten fest, dass abhängig von der zurückliegenden Zeit des Geschehens unterschiedliche Hirnregionen beteiligt sind.

Kommentar:


Butterfly

Menschlichkeit - Großzügig zu sein zahlt sich am Ende aus

Manche Menschen kommen im Leben einfacher vorwärts. Andere wiederum nicht. Ein Psychologe erklärt, warum Großzügigkeit gegenüber anderen Menschen auf kurze Sicht nachteilig ist, aber sich später auszahlt. Man braucht nur etwas Geduld.
© Colourbox.de
Der Psychologe Adam Grant hat eine Studie unter Ingenieuren, Verkaufspersonal und Medizinstudenten durchgeführt, um herauszufinden, ob nette Menschen als Erste ans Ziel kommen. Das Ergebnis zeigt, dass die Guten häufig das Nachsehen haben.

Insgesamt gibt es der Studie zufolge drei Typen von Menschen: Diejenigen, die nehmen, diejenigen, die sich anpassen, und jene, die geben, wie Times berichtet. Die "Nehmer" halten nur nach sich selbst Ausschau, während die "Geber" sich ein Bein ausreißen, um jemanden zu helfen. Und die "Angepassten" befinden sich irgendwo in der Mitte - sie seien willig zu helfen, aber erwarten eine Gegenleistung.


Kommentar: Oder ein Großteil der Gesellschaft ist ponerisiert und nehmen sich die politischen Führer als Vorbild, die nur an sich selber denken.

© Carl Hanser Verlag

Kommentar: Viele "Geber" werden gar nicht das Ziel haben, etwas für ihre Leistung zu bekommen, sondern es wird rein menschliches Handeln sein, was heutzutage leider Mangelware ist.
  • Anderen zu helfen schützt Sie davor, im Sumpf Ihrer eigenen Probleme zu versinken



Snakes in Suits

Psychopathen lernen nicht aus Fehlern - Ihr Gehirn von Strafen unbeeindruckt

Menschen mit psychopathischen Charaktermerkmalen zeigen sich oft auch von harten Strafen unbeeindruckt. Die Ursache für dieses Verhalten entdeckten Forscher nun im Gehirn von Straftätern.
Psychopathen gelten als furchtlos, impulsiv, gefühlskalt und manipulativ. Da sie oft schon in ihrer Kindheit wenig empfänglich für Bestrafung durch Eltern, Lehrer oder den Rechtsstaat sind, geraten sie nicht selten auf die schiefe Bahn und landen als Erwachsene für schwere Vergehen hinter Gittern. Warum selbst harte Strafen die Betroffenen vergleichsweise kaltlassen, hat nun ein Team um Sheilagh Hodgins von der University of Montreal und Nigel Blackwood vom King’s College London aufgedeckt: Offenbar ist bei kriminellen Psychopathen jener Teil des Gehirns beeinträchtigt, der sie sonst aus den Konsequenzen ihrer Taten lernen lassen würde.

Kommentar: Psychopathen, die im Gefängnis landen, werden in der Forschung als "gescheiterte Psychopathen" bezeichnet. Tatsächlich finden sich Psychopathen in allen Lebensbereichen und sie suchen vor allem nach beruflichen Positionen, die ihnen Macht und Prestige bescheren. So finden sie sich an der Börse, in der Politik, und in allen möglichen sozialen Berufen, wo ihnen ihre Vertrauensposition leichten Zugang zu ihren Opfern verschafft.
Einen Psychopathen im Kollegenteam zu haben würde bedeuten, dass er alle gegeneinander ausspielt und verleumdet, um selbst aufsteigen zu können.


People

Menschenkenner bei Bewerbungen? Eher nicht: Personaler liegen bei Einschätzung vom Charakter weit daneben

Professionelle Recruiter glauben zwar, die Persönlichkeit eines Bewerbers anhand seiner Unterlagen erkennen zu können. Doch eine Studie zeigt: Meist liegen sie weit daneben.
© fotolia / Adam Gregor
Auch erfahrene Experten in den Personalabteilungen scheitern offenbar regelmäßig daran, die Persönlichkeit eines Bewerbers anhand von Lebenslauf und Anschreiben zu erkennen - was sie allerdings nicht davon abhalte, aus ihren falschen Einschätzungen weit reichende Schlüsse zu ziehen. Zu diesem Ergebnis kommen jetzt Forscher um Gary Burns von der Wright State University in Dayton anhand einer psychologischen Studie.

Die Wissenschaftler haben dazu über 100 Mitarbeiter von Personalabteilungen gebeten, in einem fiktiven Auswahlverfahren die Eignung von Bewerbern anhand eines zweiseitigen Bewerbungsschreibens zu ermitteln. Die Auswertung zeigte, dass vermutete Persönlichkeitsmerkmale maßgeblich die Entscheidungen über Einstellung oder Ablehnung beeinflussten.

People

Gemeinsames Lachen: Die beste Art, Kontakte zu knüpfen und redseliger zu werden

Lachen ist die beste Methode, um Beziehungen zu anderen Menschen zu knüpfen. Unter anderem, weil wir so schneller bereit sind, mehr von uns zu erzählen, wie ein Experiment nun zeigt.
© dreamstime / Jason Stitt
Menschen, mit denen wir zuvor gemeinsam gelacht haben, verraten wir eher persönliche Details aus unserem Leben. Das zeigt nun ein Experiment von Forschern um Alan Gray vom University College London. Die Wissenschaftler ließen 112 Studenten in Vierergruppen einen Film anschauen. Manche Gruppen bekamen den Auftritt eines Stand-up-Comedian zu sehen, andere eine Naturdoku oder ein Golf-Lehrvideo. Unterhaltungen durften dabei nicht geführt werden - Lachen war aber natürlich erlaubt. Wie oft die Studenten dies taten, erfassten die Forscher parallel, danach befragten sie die Probanden nach ihrem Gemütszustand. Schließlich mussten die Versuchspersonen einem anderen Teilnehmer noch eine Nachricht schreiben, in der sie etwas von sich erzählten, mit dem Ziel, sich besser miteinander bekannt zu machen.

Kommentar:


Boat

Schlafen, obwohl wir wach sind: Welche Vorteile das Tagträumen haben kann

Das Gehirn ruht nie - zum Glück: Denn wenn die Gedanken schweifen, beschert uns das überraschende Einsichten.
© audiographer/photocase


Beginnen wir mit einem Experiment. Es ist ganz einfach: Schließen Sie bitte für einen Moment die Augen und versuchen Sie einmal, an gar nichts weiter zu denken! Na los, worauf warten Sie?

... Und? ...

Lassen Sie mich raten: Die Sache ging schief. An gar nichts zu denken, ist nämlich viel schwieriger, als es klingt. Wir sind von Natur aus miserabel darin. Ständig geistert uns irgendetwas im Kopf herum, auch wenn wir uns dessen im betreffenden Moment nicht unbedingt bewusst sind.

Kommentar: Problematisch kann das Ganze werden, wenn wir so oft dissoziieren, dass wir den Blick für die Wirklichkeit verlieren und nur noch in unserem eigenen Kopf leben. Hier ein Beispiel, woher Dissoziation kommen kann und welchen Ausweg es gibt: Der Mythos der geistigen Gesundheit: Trauma führt zu Dissoziation und was wir von Trauma-Überlebenden für unsere eigene Heilung lernen können


Life Preserver

Wovon hängt es ab, ob sich Kindesmissbrauch in die nächsten Generationen fortsetzt?

Werden geprügelte Kinder später selbst oft zu prügelnden Eltern und misshandeln den eigenen Nachwuchs? Jein, sagen nun Forscher, die Betroffene 30 Jahre lang begleitet haben.
© tlorna - Fotolia.com
Dass Kinder, die daheim regelmäßig Opfer von häuslicher Gewalt werden, später zu Eltern heranwachsen, die ihren eigenen Nachwuchs ebenfalls häufiger misshandeln, ist eine weit verbreitete Annahme. Tatsächlich ist bisher aber unklar, wie groß der Einfluss solcher bedrückenden Kindheitserfahrungen tatsächlich ist. Während manche Forschungsarbeiten darauf hinweisen, dass Gewalt von Generation zu Generation weitergegeben wird, fanden andere keinen Effekt. Ein neues Licht auf dieses Thema wirft nun eine Studie, die Wissenschaftler um Cathy Widom von der City University of New York im Fachmagazin Science veröffentlichten. Ihre aufwändige Langzeituntersuchung demonstriert: Die Antwort auf die Frage, ob Opfer später tatsächlich häufiger selbst zu Tätern werden, hängt vermutlich auch entscheidend davon ab, wen man fragt.

Kommentar: Wie man an der Auswahl der unten aufgelisteten Artikel sehen kann, ist Kindesmissbrauch, vor allem der sexuellen Art, sehr weit verbreitet. SOTT hat mehrfach über die Existenz eines weltweit agierenden Pädophilen-Netzwerks berichtet, das im Dunkeln agiert und deren Mitglieder Personen aus den höchsten Rängen der Gesellschaft sind. Recherchiert man diese Fälle, so wird vor allem klar, dass es sich bei den Tätern kaum nur um selbst Traumatisierte handelt, sondern um pathologische Personen, so dass die Opferrolle in diesen Fällen nicht anwendbar ist: In Bezug darauf, wer dieses selbst erlebte Leid an die eigenen Kinder weitergibt und wer nicht, hier einige interessante Artikel zum Thema Trauma und Heilung, und welche Menschen sich eher erholen als andere:


People

Chemische Signalstoffe im Schweiß vermitteln auch positive Emotionen

Signalstoffe im Schweiß vermitteln auch positive Emotionen.

Menschen lassen ihre Umwelt durch chemische Signalstoffe wissen, wenn sie glücklich sind - und wer ein solches Signal empfängt, gibt diese Emotion selbst wieder. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher um Gün Semin von der Universität Utrecht nach Experimenten mit dem Schweiß glücklicher Personen. Diese versetzte das Forschungsteam mit Hilfe eines kurzen Videos in den gewünschten emotionalen Zustand und erntete ihren Achselschweiß. An diesem ließen Semin und sein Team dann Frauen schnüffeln. Rochen die Probandinnen Schweiß von glücklichen Männern, zeigten sie mehr Aktivität in Muskeln, die fürs Lächeln zuständig sind. Ihr impliziter emotionaler Zustand änderte sich allerdings nicht.

Butterfly

Über die absurde Annahme, dass "Tiere dumm sind"

Wieder und wieder stellen verblüffte Forscher fest: Tiere sind intelligenter als gedacht. Warum nur diese Pauschalannahme vom dummen Tier? Das schadet uns und der Tierwelt, kommentiert Laura Hennemann.
Womöglich begann alles Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem Klugen Hans. Dem Pferd, das rechnen konnte. Oder zumindest als Rechen-Genie präsentiert wurde. Denn natürlich waren die Zahlen, die es mit dem Huf klopfte, keine echten Rechenergebnisse. Hans achtete auf Mimik oder Haltung seines Besitzers. Der entspannte sich unwillkürlich, sobald die gewünschte Zahl erreicht war, Hans hörte auf, die Zuschauer johlten - bis der ungewollte Schwindel aufflog. Doch die Moral dieser Geschichte lautet bis heute nicht: Einige Tiere haben eine große emotionale Intelligenz, sie registrieren beispielsweise Nuancen der menschlichen Regung. Nein, sie lautet: Tiere können nicht rechnen, also sind sie nicht intelligent.

Sowieso ist "Intelligenz" das falsche Wort. Erstens, weil sie sich bei Tieren nicht so messen lässt wie beim Menschen; Stichwort IQ-Test. Zweitens, weil es ein anthropozentrischer Ansatz ist, denn für Tiere sind andere Fähigkeiten relevant als für uns. Und so fehlen uns sogar die Worte, um kognitive und empathische Fähigkeiten von Tieren begrifflich klar zu fassen.

Kommentar:


Family

Die Schattenseite von Oxytocin

Das Hormon Oxytozin schafft Liebe und Vertrauen, doch es hat auch seine Schattenseiten. Dort haben sich Wissenschaftler nun umgesehen.
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Oxytozin macht eigentlich betrunken: So lautet die Botschaft einer Studie des Teams um Ian Mitchell von der University of Birmingham. Die Wissenschaftler haben Studien verglichen, die das Sozialverhalten sowie die Emotionen von Probanden unter dem Einfluss von Alkohol oder dem als Kuschelhormon bekannt gewordenen Oxytozin untersucht haben. Beide Substanzen wirken ähnlich auf unseren Körper. Abhängig von den äußeren Umständen entfaltet demnach auch Oxytozin negative Empfindungen wie Neid und Aggression.

Kommentar: