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Sa, 03 Dez 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Family

"Die heutige Erziehung macht mir Sorgen: Wir erziehen unsere Kinder zu Narzissten"

© Aaron McCoy via Getty Images
Eigentlich bin ich ein ziemlich optimistischer Mensch. Ich glaube daran, dass alles gut wird - es sei denn, es gibt Beweise für das Gegenteil. Jeder der mich kennt, wird Ihnen sagen, das ich nicht gerne aus allem ein Drama mache.

Wenn ich deshalb sage, dass es schlecht um die moderne Erziehung steht -- dass sie sogar in einer Krise steckt -- hoffe ich, dass Sie jetzt aufpassen, und zwar ganz genau. Ich habe auf zwei Kontinenten mit Kindern und deren Eltern gearbeitet - und ich mache das seit 20 Jahren. Was ich in den vergangenen Jahren gesehen habe, macht mir große Sorgen. Hier sind die größten Probleme, so, wie ich sie sehe:

Kommentar:


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Erziehungsexpertin: Loben Sie angemessen, nicht in Superlativen

© Jade Brookbank via Getty Images
Darum wirkt anschauliches Lob für mich Wunder

Ich bin alleinerziehende Mutter von zwei Söhnen und einer Tochter. Als die Jungen ungefähr elf und neun waren, kamen die ersten frechen Antworten, und sie mussten immer das letzte Wort behalten. Mich verließ der Mut, denn ich dachte, ich könnte mir keinen Respekt verschaffen und sie nähmen mich nicht ernst. Weil ihr Vater im Ausland lebt, musste ich damit alleine zurechtkommen.


Immer wenn sie anständig mit mir sprachen, ohne Sarkasmus, mich nicht herumkommandierten, nachäfften oder ignorierten, begann ich, sie anschaulich zu loben. Und in Wirklichkeit waren sie ziemlich oft anständig, was mir vorher gar nicht aufgefallen war. "Reagiere nicht auf Respektlosigkeit" wurde zu meinem Mantra.

Statt ihnen ins Gewissen zu reden oder mit ihnen zu diskutieren, schaute ich sie nur an und wartete, bis sie aufhörten. Dann konnte ich sie anschaulich dafür loben, dass sie höflich waren. Manchmal dauerte es eine Weile, doch es funktionierte.

Gear

Avatarname von Computerspielen gibt Rückschlüsse auf Charakter: Antisozialer Name - Antisozialer Charakter

In einer Studie fanden Forscher heraus, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Namen der Spielfigur, dem Verhalten im Spiel und dem Menschen vor dem PC gibt - wenn auch einen ziemlich offensichtlichen. "Sage mir wie dein Char heißt und ich sage dir wie du spielst" sozusagen. Was haltet ihr davon?
© Riot Games
Menschen verbergen sich online gerne hinter einem Schleier der Anonymität - auch Computerspieler sind da keine Ausnahme. Millionen von Gamern spielen täglich online Spiele, wobei sie sich anhand der von ihnen selbstgewählten Namenskürzel "ausweisen". Eine Studie hat kürzlich bewiesen, dass diese Charakternamen ein wenig mehr sind, als die bloße Aneinanderreihung von Buchstaben oder Wörtern. Tatsächlich können sie sogar etwas über den Menschen hinter dem Avatar verraten.

Auch aus diesem Grund sind Online-Spiele immer wieder ein beliebtes Forschungsziel für Psychologen. Vor allem die Umgebung von Spielen wie etwa in League of Legends, die ein schnelles dynamisches Lösen von Problemen, strategisches und taktisches Vorausplanen sowie eine Kommunikation mit den Mitspielern erfordert, stehen in der Gunst der Psychologen für Forschung ganz weit oben. Die Wissenschaftler von der University of York werteten für eine Studie Spielerdaten aus LoL aus, die den Nutzernamen sowie Infos über das Verhalten der Spielfigur enthielten. Daraus sollten sie Rückschlüsse auf das Alter sowie die Persönlichkeit des Menschen vor dem Computer ziehen. Benutzt haben sie dafür auch die Report-Funktion von League of Legends.

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Entwicklung von Essstörungen: Schulisches Umfeld und Bildungsniveau der Eltern haben großen Einfluss

Schulisches Umfeld mit maßgeblichen Auswirkungen auf das Risiko einer Essstörung
© RioPatuca Images/fotolia.com
Der Mädchenanteil an einer Schule und das Bildungsniveau der Eltern beeinflussen maßgeblich das Risiko einer Essstörung.
Essstörungen wie beispielsweise die Anorexie nervosa (Magersucht) sind eine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit. Insbesondere Mädchen und junge Frauen entwickeln vermehrt derartige Beschwerden, wobei zahlreiche mögliche Ursachen diskutiert werden. In einer aktuellen Studie haben britische und schwedische Wissenschaftler nun festgestellt, dass offenbar die Geschlechtsverteilung an der besuchten Schule und das Bildungsniveau der Eltern in engem Zusammenhang mit der Wahrscheinlichkeit einer Essstörung bei Mädchen stehen.

Kommentar:


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In fremden Umgebungen schläft nur das halbe Hirn

Wächter über unseren Schlaf: Forscher haben herausgefunden, warum wir in der ersten Nacht am fremder Ort schlechter schlafen. Schuld ist ein subtiler Schutzmechanismus in unserem Gehirn: Statt komplett in den Tiefschlaf zu gleiten, bleibt eine Gehirnhälfte ein wenig wacher als normalerweise. Erst wenn wir uns an die Umgebung gewohnt haben, schläft dann wieder das gesamte Gehirn", wie die Forscher im Fachmagazin Current Biology berichten.

© wavebreakmedia
Bei der ersten Nacht in einem fremden Bett bleibt ein Teil des Gehirns halbwach
Diesen Effekt kennt fast jeder: Ist man im Hotel oder irgendwo zu Besuch, dann schläft man in der ersten Nacht oft schlechter als in den folgenden Nächten. Man fühlt sich unausgeruht und hat das Gefühl, sich die halbe Nacht herumgewälzt zu haben. Dieser Effekt ist sogar so ausgeprägt, dass Wissenschaftler im Schlaflabor bewusst eine Eingewöhnungsnacht für ihre Probanden einplanen. Zwar werden diese dabei voll verkabelt, die Daten werden aber verworfen, weil sie nicht repräsentativ sind.

Spurensuche im Tiefschlaf

Aber woher kommt dieser "Erste-Nacht-Effekt"? Masako Tamaki und seine Kollegen von der Brown University in Providence haben dieses Phänomen nun erstmals genauer untersucht. Für ihre Studie baten sie 35 Probanden für mehrere Tage ins Schlaflabor und analysierten ihre nächtliche Hirnaktivität mit einer Kombination mehrerer bildgebender Verfahren - vom EEG über die Magnetenzephalografie bis zur Magnetresonanz-Tomografie.

Die Forscher konzentrierten sich dabei auf eine ganz bestimmte Schlafphase: den Tiefschlaf, auch "Slow-Wave-Sleep" genannt. In dieser Phase nimmt die Hirnaktivität ab, neuronale Netzwerke werden entkoppelt und unsere Hirnströme im EEG zeigen langsame, gleichmäßige Wellen. Auch Sinnesreize nehmen wir nun kaum mehr wahr.

People

Wie funktioniert konstruktive Kritik? Konfliktsituationen im Berufsleben meistern

Kritikfähigkeit ist eine von vielen Soft Skills, die im Berufsleben von entscheidender Bedeutung sind. Immerhin kommt es - mal mehr, mal weniger - auch einmal im Job dazu, dass Sie kritisiert werden. Dabei kann die Kritik vom Chef kommen oder Sie sehen sich den Sticheleien der Kollegen ausgesetzt. Die entscheidende Frage hierbei ist, wie Sie mit der Kritik umgehen. Kritikfähigkeit bezeichnet jedoch nicht nur die Kompetenz, Kritik richtig entgegenzunehmen, sondern auch Kritik effektiv auszuüben.
Gerade in Bereichen in denen Teamarbeit entscheidend ist und viele Menschen miteinander arbeiten, kann großes Konfliktpotential bestehen. Daher ist eine gut ausgebildete Kritikfähigkeit für ein produktives Arbeitsumfeld unumgänglich. Aber Achtung: Kritikfähigkeit ist nicht gleichbedeutend damit, jegliche Kritik anzunehmen. Vielmehr geht es darum, Kritik die sachlich formuliert ist und eine nachvollziehbar Grundlage hat, anzunehmen, diese zu überdenken und Konsequenzen daraus zu ziehen. Nicht umsonst sprechen wir auch häufig von konstruktiver Kritik, welche dazu beiträgt, auf Fehler hinzuweisen, aus diesen zu lernen und schließlich die zu beanstandenden Punkte zu verbessern.

Kommentar: Ohne Kritikfähigkeit kein inneres Wachstum: Wie du lernen kannst, Kritik gesund anzunehmen


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Ohne Kritikfähigkeit kein inneres Wachstum: Wie du lernen kannst, Kritik gesund anzunehmen

Die meisten Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert, als durch Kritik gerettet werden. Aber Kritik ist nun mal Teil des Spiels und kann außerdem sehr hilfreich sein - sobald man erstmal von seiner Abwehrhaltung wegkommt und anfängt, sie anzunehmen und zu verarbeiten.
© Getty Images
Für so viele Jahre habe ich mich persönlich angegriffen gefühlt, wenn jemand nur leicht meine Arbeit, meine Taten oder meine Meinung kritisiert hat. Es war eher so, als würde mir jemand den letzten Bissen Brot wegnehmen, den ich zum Überleben brauchte.

Menschen, die Kritik nicht vertragen können, haben eine starke Persönlichkeitsschwäche und sind oftmals unsicher und sensibel. Für sie können deine Wörter lebensgefährlich sein - in etwa so, wie der Biss des ‚Inland Tapan's', eine Schlange in der Wüste Australiens - sie versuchen alles, um nicht von dir verletzt zu werden. Egal ob deine Kritik hilfreich ist oder nicht, sie lassen sie nicht an sich heran.

Kommentar: Wie funktioniert konstruktive Kritik? Konfliktsituationen im Berufsleben meistern


People

Gradueller Lernprozess: Wann ist die Gesichtswahrnehmung von Kindern vollständig ausgeprägt?

Forscher untersuchen die Wahrnehmung von Gesichtern bei Kindern
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In welchem Alter die Fähigkeit zur Gesichtserkennung bei Kindern voll ausgebildet ist, bleibt bislang umstritten.
Die Wahrnehmung und das Erkennen von Gesichtern sind für Menschen wichtige Stützen des sozialen Zusammenlebens. Aus diesem Grund sind Menschen Experten für die Wahrnehmung von Gesichtern. Allerdings muss die Fähigkeit sich erst entwickeln, was bei Kindern in einem graduellen Lernprozess geschieht, berichtet die Ruhr-Universität Bochum (RUB).

Menschen verfügen nicht von Geburt an über die Fähigkeit der Gesichtswahrnehmung. Ab welchem Alter Kinder dazu in der Lage sind, bestimmte Sache und Gesichter wahrzunehmen, haben Entwicklungspsychologen in der Vergangenheit vielfach untersucht, allerdings bislang ohne eindeutiges Ergebnis. „Es gibt zwei Lager mit unterschiedlichen Meinungen unter den Wissenschaftlern“, berichtet Prof. Dr. Sarah Weigelt von der RUB. Dabei gehe das eine Lager davon aus, dass im Alter von fünf Jahren bereits alles gelaufen ist und Menschen nur noch besser beim Erkennen von Gesichter werden, weil Aufmerksamkeit und Gedächtnis leistungsfähiger würden. „Andere Forscher denken, dass Menschen so darauf geeicht sind, Gesichter zu erkennen, dass das Gehirn seine Leistung in diesem Bereich bis zum Alter von 32 Jahren kontinuierlich steigert“, so Weigelt weiter.

Die

Neugier: Je weniger wir wissen, was uns erwartet, desto dringender das Bedürfnis nachzusehen - egal um welchen Preis!

Neugier verleitet uns ab und an dazu, sehenden Auges ins Verderben zu rennen. Forscher haben nun untersucht, was unser Interesse ganz besonders weckt - und warum.
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Es ist kein Geheimnis: Neugier kann uns manchmal dazu verleiten, wirklich dumme Dinge zu tun. Selbst, wenn wir wissen, dass die Konsequenzen unangenehm sein können, lassen wir uns häufig doch in Versuchung führen. Wissenschaftler um Bowen Ruan von der University of Wisconsin-Madison vermuten: Das hängt vor allem damit zusammen, dass wir Ungewissheit nicht ertragen können. Je weniger wir wissen, was uns erwartet, desto dringender das Bedürfnis nachzusehen - egal um welchen Preis!

Ihre These überprüften die Forscher gleich in mehreren Experimenten. In einem davon führten sie beispielsweise 54 Studenten in einen Raum mit einem Tisch, auf dem mehrere Elektroschock-Stifte lagen, die demjenigen, der sie drückte, einen leichten Stromschlag verpassten. Die Forscher erklärten den Probanden, die Stifte seien von einem anderen Versuch dort liegen geblieben und baten sie, kurz bis zum Beginn des eigentlichen Experiments auf sie zu warten - dabei war dies natürlich das "eigentliche" Experiment: Ruan und sein Team beobachteten heimlich, was die Versuchsteilnehmern mit den Stiften anstellten, während sie warteten. Bei manchen Stiften fehlte zudem die Batterie, sie übertrugen also gar keinen Elektroschock. Für eine Hälfte der Teilnehmer waren die Stifte mit einem entsprechenden Aufkleber gekennzeichnet, andere Probanden wurden im Argen gelassen, welcher Stift funktionierte und welcher nicht.

Kommentar: Wahrscheinlich handelt es sich auch um eine gehirnchemische Reaktion, die uns Menschen dazu antreibt nachzuschauen.


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Lachen als Zeichen des Beziehungsstatus: Wir lachen anders mit Freunden als mit Fremden

Befreundete Personen lachen untereinander anders als völlig fremde Menschen
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An der Art des Lachens können Menschen erkennen, ob die lachenden Personen befreundet- oder sich völlig fremd sind. So ist es uns schneller möglich bestimmte vorhandene soziale Bündnisse zu erkennen.
Das ein Lachen in allen Ländern gleich klingt und sogar ansteckend wirken kann, ist den meisten Menschen bewusst. Jetzt fanden Wissenschaftler heraus, dass unser Lachen aber auch Signale an Menschen aussendet, die uns besser kennen. So klingt es anders, wenn wir mit Freunden lachen, als wenn wir mit völlig fremden Personen lachen.

Wenn Freunde untereinander lachen, klingt das anders als wenn wir mit Personen zusammen lachen, die uns fremd und unbekannt sind, stellten Forscher von der University of California bei einer Untersuchung fest. Menschen scheinen besondere Signale an bekannte Personen zu übermitteln, wenn sie zusammen lachen. Die Mediziner veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences.