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Sa, 01 Okt 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
Karte


Magic Wand

Wie du wieder Kraft schöpfst, wenn gar nichts mehr geht

© Katrin Ohlhoff
Kennst du das auch? Vor dir liegen ein paar freigeschaufelte Tage und du hast dir vorgenommen, jetzt endlich ... wo du doch schon soooo laaaange ... und jetzt hast du endlich Zeit dazu ... das zu tun, was dir schon lange unter den Nägeln brennt. Den Garten winterfest machen, die Gruschtelecke in deinem Haus/Wohnung ordnen, dein langgewolltes nächstes Projekt verwirklichen.

Und dann? Jetzt hast du frei. Kinder, Mann, Mutter, Freunde - alle versorgt und kommen gut ohne dich klar. Da sitzt du nun und hast einfach nur Lust zu GAR NICHTS. Mein Geheimnis, wie du wieder in deine Energie kommst, wenn nichts mehr geht, möchte ich dir heute verraten.

Let it be!

Lass mal alle deine Vorsätze los und komm bei dir an! Spüre deinen Körper, nimm deine Gedanken und deine Gefühle wahr. Wenn du da nur ein großes Chaos wahrnimmst, nimm es als Zeichen an, dass DU jetzt alleroberste Priorität hast. Das wichtigste ist jetzt, dass du wieder ins Gleichgewicht kommst. In dem Zustand in dem du jetzt bist, kannst du NICHTS im Außen ausrichten.

Nimm das bitte an.

Kommentar: Ja, manchmal hilft es einfach, sich mal herauszunehmen um wieder aufzutanken. Am besten mit Dingen, die Seele, Geist und Körper wirklich gut tun!


Books

Warum Lesen gut für Geist und Seele ist

Lesen lässt uns in fremde Welten eintauchen. Lesen verwandelt die Welt. Obgleich Literatur in der Ödnis des Alltags willkommene Zuflucht bietet, ist die Zahl der Leser seit langem rückläufig. Ein Befund, auf den der Literaturkritiker Denis Scheck mit "Ekel und Widerwillen" reagiert.

© comfreak - pixabay.com
Bücher eröffnen uns ganz neue Welten
Oft werde ich gefragt, was man lesen soll. Nie, warum man lesen soll. Die Frage beantwortet sich im Land der Dichter und Denker offenbar von selbst. Mein Verdacht ist: Es geht mir mit den Menschen, die ich treffe, so wie Profiköchen mit ihren Gästen.

Die Heldinnen und Helden am Herd werden auch immer nur nach Rezepten, exotischen Zutaten und Bezugsquellen gefragt und bekommen selten ins Gesicht gesagt, dass ihr Gegenüber einer jener Durchschnittsdeutschen ist, die ihre Küchen lediglich für Erwärmungsprozesse nutzen, jährlich pro Kopf sage und schreibe rund 90 Tiefkühlpizzen vertilgen und dabei wie zum Hohn offenbar unentwegt Kochsendungen sehen - vom Nachvollzug des darin Vorgestellen freilich noch weiter entfernt als Pornokonsumenten von Sex.

Gut ein Drittel der deutschen Gesellschaft beantwortet die Frage nach dem Lesen mit einem klaren und entschiedenen Nein. Rund 35 Millionen Menschen hierzulande lesen gar nicht oder schlagen seltener als einmal im Monat ein Buch auf. Alarmierend ist, dass die Zahl der radikalen Nichtleser in den letzten fünf Jahren um gut 10 Prozent auf über 16 Millionen gestiegen ist, während im selben Zeitraum das Häuflein der mehrmals in der Woche zu einem Buch Greifenden um fast zwei Millionen auf rund 12,5 Millionen zusammenschmolz.


Kommentar: Was auch der zunehmenden Digitalisierung und insbesondere der Einführung von Smartphones zu verdanken ist.


Kommentar: Kein Wunder, weshalb den Geist betäubende Dinge wie z.B. Smartphones in unserer Alltags-Kultur so gefördert werden. Wissen und Empathie sind nicht gewünscht, stattdessen die Existenz der Massen als willenlose, gefügige Zombies für unsere Machtelite: Und Lesen kann sogar Leben in ganz dramatischem Sinne verändern und gestalten:
  • Inspirierende Geschichte für uns alle: Der Bücherwurm vom Bürgersteig und wie die Leidenschaft für Wissen unser Leben veränder



Ice Cream Bar

Macht Musik sozialer und intelligenter?

Musiker besitzen oft erstaunliche Fähigkeiten, von denen sie auch in anderen Lebensbereichen profitieren können. Aber macht Musizieren wirklich schlauer oder sozialer? Und welche Rolle spielt die Begabung?
© wallpapercave.com
Wenn Rita Kaufmann Wagners "Siegfried" mit den Opernsängern zur Probe komplett durchspielen muss, von Anfang bis Ende, ohne Pause, dann ist sie sechseinhalb Stunden lang hoch konzentriert. Die Konzertpianistin des Nürnberger Staatstheaters spielt die Noten des Orchesters zum Großteil aus dem Kopf und teilweise vom Blatt - und behält gleichzeitig den Dirigenten im Blick und die Aktivitäten der Sänger im Ohr. Ihre beiden Hände spielen in dieser Zeit parallel verschiedene Töne und Rhythmen, und ihr Gehirn beschäftigt sich zusätzlich mit anderen Tönen und Rhythmen - mit denen der Sänger. "Das geht nur, wenn ich ausgeschlafen bin", sagt die 40-jährige Konzertpianistin aus Regensburg.

Für Nichtmusiker ist das auch ausgeschlafen unvorstellbar: Wer schon einmal versucht hat, mit beiden Händen gleichzeitig verschiedene Dinge zu tun, kann sich das gut vorstellen. Und dann soll man noch auf die verschiedene Rhythmen und Einsätze achten und keinen der Akteure aus dem Blick verlieren: Wie geht das überhaupt? "Mein Lehrer in London hat immer gesagt: Klavier ist dann doch das Schwerste", erinnert sich Kaufmann.

Pianisten verfügen über erstaunliche motorische Fähigkeiten - und sind allein deshalb beliebte Forschungsobjekte. Neurowissenschaftler finden bei ihnen vergrößerte Areale unter anderem in den für koordinative Leistungen wichtigen Hirnbereichen. Zudem zeigen sie dickere Nervenstränge in einer Struktur, die die beiden Gehirnhälften miteinander verbindet, und entsprechend stärkere Verbindungen von Strukturen, die für die Koordination der Hände und das Erlernen von Bewegungsabläufen zuständig sind.

Butterfly

Hoffnung: Eine wahrhaft menschliche Emotion zur Erneuerung der Seele

Ob man sich eine Zukunft vorstellt, in der man all seine Ziele erreicht, glatte Einser auf dem Schulzeugnis, eine große Gehaltserhöhung im Job oder eine Bestätigung für die Anfrage nach einer Verabredung - das ihnen Gemeinsame ist Hoffnung. Tiere hoffen nicht, Menschen tun es. Somit handelt es sich um eine eindeutig menschliche Emotion, die dennoch in gewisser Weise mehrdeutig ist. Die folgenden 10 Gedanken dürften etwas Aufschluss geben.

Hoffnung ist:

Sonnenschein an einem bewölkten Tag

Wenn alles trostlos erscheint und Lösungen zu Problemen nicht existieren, kann Hoffnung sich durch die Dunkelheit schlängeln und ein warmes, heilsames Licht abgeben. Die Tatsache, dass sie so unerwartet eintreffen kann, macht sie nur umso süßer. Erfährt man einmal Hoffnung, bleibt die Tiefe dieser Emotion unverkennbar. Ungleich Sonnenschein jedoch kann Hoffnung dableiben. Hoffnung wird selbst dann noch da sein, wenn die Dinge schwierig werden.

Kommentar: Unsere Welt erscheint hoffnungslos, gerade für diejenigen von uns, welche alle Illusionen über diese Realität abgelegt und die Lage erkannt haben, in der wir uns befinden. Die vielen schrecklichen Meldungen und furchtbaren Enthüllungen tagtäglich versetzen uns einen Schock nach dem anderen. Doch es ist falsch zu behaupten, man könne ja sowieso nichts ändern. Denn entgegen aller Wahrscheinlichkeiten ist es gerade das Gefühl von Hoffnung, das Auftrieb gibt, die Vision einer besseren Welt vermittelt und uns darauf hinarbeiten lässt. Hoffnung motiviert uns, unser Leben und das unserer Mitmenschen zu verbessern - trotz aller Widerstände. Das Bewusstsein einer besseren Zukunft und unsere Arbeit dafür sendet ein starkes Signal und kann dazu beitragen, dass wir dort tatsächlich ankommen. Gemeinsam können wir dieses Ziel besser erreichen. Wir sind die, auf die wir gewartet haben!

Eine Vision von einer besseren Welt: Was wir geistig und spirituell tun können, um hinter die Dinge zu schauen und Kraft sowie Motivation schöpfen können, um an einer besseren Zukunft zu arbeiten: Außerdem ist es äußerst wichtig, unseren Körper zu heilen. Denn: in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist! Und beides in Kombination ist sehr kraftvoll, um unser Leben in dieser kranken Welt zu erleichtern und auf eine bessere Welt hinzuarbeiten:


Black Cat

Störungen der Impulskontrolle: Hängt Katzenparasit Toxoplasmose mit krankhaftem Jähzorn zusammen?

Drei Milliarden Menschen sind mit dem Katzenparasiten Toxoplasma gondii infiziert. Und das hat mitunter Folgen: Womöglich verursacht er heftige Wutausbrüche.
© iStock / itsmejust
Etwa vier bis sieben Prozent der Menschen leiden irgendwann im Lauf ihres Lebens an einer krankhaften Störung der Impulskontrolle (intermittent explosive disorder, IED) und neigen dann zu heftigen Wutausbrüchen. Was diese klinisch anerkannte Störung auslöst, ist noch unklar, doch zeigt eine Studie, dass ein berühmt-berüchtigter Katzenparasit eine Rolle spielen könnte.Betroffene waren laut einer Studie von Emil Coccaro von der University of Chicago doppelt so oft einer Infektion mit Toxoplasma gondii ausgesetzt als Menschen, bei denen diese Art des Jähzorns noch nie auftrat. Für ihre Untersuchung hatten Coccaro und sein Team 358 Probanden in drei Gruppen eingeteilt: IED-Betroffene, Menschen mit einer anderen psychischen Erkrankung sowie Gesunde, bei denen bis dahin keine Störung nachgewiesen worden ist. Bei allen wurde dann das Blut auf Spuren des Erregers untersucht, den wir über unzureichend erhitztes Fleisch, kontaminiertes Wasser oder über Katzenkot aufnehmen können - etwa 30 Prozent der Bevölkerung sollen damit infiziert sein.

Kommentar: Zum Gruseln: Weit verbreiteter Parasit von Katzen verändert Verhalten und Emotionen von Menschen


Info

Porno-Konsum bei Männern: Mehr als nur negative Auswirkungen auf das Gehirn

Porno-Konsum von Männern: Auswirkungen auf das Sexleben untersucht

Obwohl die Pornoproduktion ein milliardenschweres Geschäft ist, gibt kaum jemand zu, sich diese Art von Filmen oder Magazine anzuschauen. Konsumenten stehen im Ruf, sexuell frustriert beziehungsweise abgestumpft zu sein. Stimmt das aber? Amerikanische Forscher haben die Auswirkungen häufigen Pornokonsums von Männern auf das Sexualleben untersucht.
© alphaspirit/fotolia.com
Zwar geben es die meisten nicht zu, doch der Konsum von Pornos ist weit verbreitet. Wissenschaftler haben nun untersucht, welche Auswirkungen Porno-Gucken auf Männer hat.
Noch immer ein Tabu-Thema

Pornografie ist zwar bis heute für viele ein gesellschaftliches Tabu-Thema, doch die Pornobranche macht seit langem Milliardenumsätze und hat mit der Einführung des Internets ungeahnte Höhen erreicht. Früher mussten sich die Filme oder Magazine oft noch heimlich unter dem Ladentisch beschafft werden, heute sind sie einfach und diskret rund um die Uhr auf dem Computer verfügbar. Trotz alledem geben es Männer, die häufig Pornos gucken, in der Regel nicht zu. Schließlich gelten sie als sexuell frustriert oder gar verzweifelt. In den vergangenen Jahren haben sich verschiedene Wissenschaftlerteams mit dem Konsum von Pornos und dessen Auswirkungen beschäftigt. Aus manchen Ergebnissen kann der Schluss gezogen werden, besser nicht zu viel davon zu schauen.

Kommentar: Neben diesen Auswirkungen auf das Gehirn hat Porno-Konsum viel weitreichendere Implikationen: zum Einen führt das ständige sich Aussetzen von "Super-Reizen" zu einer Abstumpfung für normale sexuelle Reize: die Person braucht immer mehr des Reizes, um zur gleichen Befriedigung zu kommen (erinnert an Sucht, oder?) und wird darüber hinaus immer weniger in der Lage sein, normale/natürliche sexuelle Reize als befriedigend zu empfinden: die Fantasie verdrängt die Realität. Zum anderen fördert und verbreitet das Pornografie-Geschäft ein entmenschlichtes Frauenbild und all das damit verbundene Leid, was große Auswirkungen auf die Fähigkeit für ein gesundes Beziehungsleben hat.


People

Die Macht des Netzwerkens: Gruppen können Lügen besser aufdecken als einzelne Personen

Menschen sind allgemein nicht besonders gut darin, Täuschungen aufzudecken. Neue Forschungen zeigen jedoch, dass Diskussionen mit anderen darüber einen großen Unterschied machen.
Das offizielle Brettspiel bei mir zu Hause heißt One Night: Ultimate Werewolf, und wann immer wir es spielen, ist die unausgesprochene (oder, viel häufiger noch, die ausgesprochene) Vermutung, dass mein Mitbewohner Adam immer der Werwolf ist. Um fair zu sein, er ist oft der Werwolf. Und er hat die Gewohnheit zu sagen "Ich bin der Werwolf", gleich zu Beginn des Spiels, wodurch er im Grunde jedermanns Gedankenprozesse zum Erliegen bringt, denn der Sinn des Spiels liegt im Lügen, und darin, die Lügner aufzuspüren. Gleich zu Beginn zuzugeben, dass man der Werwolf ist, ergibt einfach keinen Sinn. Außer natürlich, er lügt. Doch was, wenn er nicht lügt?

Haben Sie je das Spiel Mafia im Zeltlager gespielt? Dies ist eine ähnliche Art von Spiel. Jedem wird eine Rolle zugeschrieben, und entweder ist man im Team Dorfbewohner oder im Team Werwolf. Es gibt eine schnelle Spielrunde, die jeden im Ungewissen darüber lässt, wer die anderen sind, oder sogar, wer sie selbst sind (obwohl die Werwölfe wissen, wer die anderen Werwölfe sind, zwecks ihres gemeinsamen Paktierens).

Und dann... diskutiert man einfach nur. Und durch die Diskussion versucht man herauszufinden, wer die Werwölfe sind und tötet sie dann. Die Werwölfe lügen natürlich durch ihre Reißzähne hindurch, versuchen nicht getötet zu werden, und die Dorfbewohner tun gut daran ebenfalls zu lügen und Informationen aus den anderen herauszuquetschen.

Man könnte meinen, dass all diese Täuschungen und Verwirrungen zu einem Chaos führen würden, das die Wölfe dann zu ihrem Vorteil nutzen. Doch meiner Erfahrung nach ist es tatsächlich sehr schwierig, das Spiel als ein Werwolf zu gewinnen. Vielleicht hat das damit zu tun, wie eine kürzliche Studie von Nadav Klein und Nicholas Epley der University of Chicago Booth School of Business zeigt, dass Menschen Lügen besser aufdecken können, wenn sie Dinge in einer Gruppe diskutieren.

Kommentar: Dieser Artikel hebt die Macht des Netzwerkens hervor. Bezüglich darauf, die Wahrheit hinter den Dingen herauszufinden und Lügen aufzudecken, ist das Ganze größer als die Summe seiner Teile, wenn es zu Gruppeninteraktionen und Netzwerken kommt. Diese Kraft steigert sich noch, wenn sich Menschen in ihrer Sicht auf das Leben und die Realität ähneln, wenn sie mit den individuellen Eigenarten, Stärken und Schwächen eines jeden Mitglieds vertraut sind, und wenn sie bereit sind zur Erforschung von Themen und Fragen mit dem letztendlichen Ziel, die Realität und die verborgenen Wahrheiten unserer Existenz zu verstehen.

Das ist keine kleine Leistung. Die Verfügbarkeit von vertrauenswürdigen Augen und Stimmen, die einem Feedback und einen anderen Blickwinkel vermitteln können, ist essentiell dafür, ein so klares Bild wie möglich zu erhalten und um sich in dieser Realität erfolgreich zurechtfinden zu können - einer Realität, die auf so vielen Ebenen in Lügen versackt ist und wo das Chaos täglich zunimmt.

Wenn man über die Menge an Informationen nachdenkt und sinniert, die sich an nur einem einzigen Tag oder einer Woche ansammelt während man auf der Erde existiert, ist es offensichtlich, wie wenig Information eine einzelne Person allein erfassen kann. Mit einem Netzwerk an Menschen ist es jedoch möglich, die Fähigkeit des Erfassens dieser unglaublichen Menge an Information auszubauen und somit unseren Blick dessen zu erweitern, was tatsächlich geschieht.


Ein Thema von größter Wichtigkeit in dieser Hinsicht sind Psychopathen in unserer Mitte. Die "fremdartige" Natur von Psychopathen bezüglich ihrer untergründigen Triebe und ihres Mangels an Gewissen kann es sehr erschweren, sie durch irgendeine normale Einzelperson auszumachen - insbesondere wenn Individuen genau das Bewusstsein für die Existenz von Psychopathen fehlt. Ein Netzwerk von Menschen, das Anregungen gibt, das 'Unsichtbare sichtbar zu machen' oder den 'Werwolf' aufzudecken, hat größere Erfolgschancen aufgrund der Macht von Gruppen im Entlarven von Lügen, wie in diesem Artikel erwähnt. Englische Links:


TV

Warum löst das Wort "Verschwörungstheorie" so unmittelbare emotionale Reaktionen hervor?

Immer wieder trifft man auf Menschen, die der offiziellen Version glauben, und laut "Verschwörungstheoretiker" oder "Aluhüte raus!" rufen, wenn ihr Weltbild durch diese selbstständig recherchierenden und denkenden, ähm, sorry, diese frechen, verblendeten, ja, tatsächlich irren und wahnhaften Menschen um sie herum ins Wanken zu geraten droht. Genau genommen ist es ein Merkmal dieser Welt, dass die denkenden Menschen in der Minderheit sind. Warum? Es gibt sehr viele Faktoren, die hier hineinspielen, doch vor allem ist es so gewollt:


Das sind sie, die klassischen Verschwörungstheoretiker
Das erste, was wir uns vor Augen führen sollten, ist die Tatsache, dass alleine das Wort “Verschwörung” eine starke Reaktion in jedem von uns hervorruft: Niemand möchte als “Verschwörungstheoretiker” gebrandmarkt werden; es ist einfach nicht “akzeptabel”; “unwissenschaftlich” oder ein Zeugnis mentaler Instabilität. Richtig? Genau das ist es, was Sie denken, nicht wahr?

Genau genommen bin ich sogar davon überzeugt, dass alleine das Lesen dieses Wortes gewisse physiologische Reaktionen hervorruft: eine leichte Beschleunigung des Herzschlages, und vielleicht ein kurzer Blick über die Schulter, um sich zu vergewissern, dass auch ja keiner zusieht, während Du still und heimlich dieses Wort “Verschwörungstheorie” liest.

Haben Sie sich jemals gefragt, warum das Wort eine so unmittelbare, emotionale Reaktion hervorruft? Haben Sie sich jemals gewundert, warum es ein so unmittelbares ‘Zurückschrecken’ stimuliert? Immerhin ist es nur ein Wort. Es beschreibt lediglich die Vorstellung, dass Menschen in ‘höheren Positionen’ über Dinge nachsinnen und Dinge tun, die andere Menschen manipulieren, um für sie selbst Vorteile zu erwirken. Selbstverständlich wird jeder ‘wissen’, dass dies die ganze Zeit über geschieht. Niemand würde auch nur eine Augenbraue heben, wenn man sagte: “Nun, jeder weiß, dass Politiker korrupt sind und Politik nur deshalb vorgaukeln, um reich und mächtig zu werden.” Wenn man aber wirklich einmal kurz innehält, um die ultimativen Folgen einer solchen Aussage zu bedenken, würde man zugeben müssen, dass dies ein echtes Problem darstellen könnte, gegen das man vielleicht dringend etwas unternehmen müsste. Aber dann stellt sich natürlich die Frage: “Was kann man schon dagegen tun?” Hier sehen wir das, was Cohen implizierende Verleugnung nennt; bei der keineswegs die Fakten oder ihre konventionellen Interpretationen bestritten werden. Was hier vehement bestritten wird, sind die psychologischen, politischen und moralischen Implikationen, die aus einer tieferen Anerkennung folgen. Wir können gelegentlich Dinge im Sinne implizierender Verleugnung anerkennen, was uns dann aber geradewegs in den Zustand interpretativer Verleugnung versetzt, bei dem die nackten Tatsachen, dass da möglicherweise wirklich etwas vor sich geht, wie etwa eine Verschwörung, zwar nicht wirklich bestritten werden, dafür aber einfach entsprechend interpretiert oder weg-rationalisiert werden. Es wird dann für uns immer leichter, buchstäblicher Verleugnung zu verfallen, dass es nämlich überhaupt keine “Verschwörung” gibt. Und so wird die schmerzhafte Wahrheit über unseren eigentlichen Zustand gelindert, so dass wir endlich wieder zu unseren Sitcoms, Ballspielen und Wochenend-Grillfesten zurückkehren können.

Butterfly

Für Ihre Inspiration: Die 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen

Eine australische Krankenschwester hat während Jahren Sterbende begleitet. In einem Buch hält sie deren letzte Gedanken fest.
© Keystone
« Hätte ich doch... »: Viele Sterbende realisieren erst wenn es zu spät ist, dass sie ihr Leben anders hätten leben wollen.
Die Australierin Bronnie Ware hat während acht Jahren als Palliativpflegerin in Surrey im Südosten Englands gearbeitet. Hier hat sie Sterbende in den letzten Wochen ihres Lebens begleitet. Während der zahlreichen und ausführlichen Gespräche wurde Bronnie Ware Zeugin, was Menschen im allerletzten Lebensabschnitt bewegt. «Wenn Menschen mit ihrer eigenen Sterblichkeit konfrontiert werden, wachsen sie innerlich», schreibt Ware auf ihrem Blog «Inspiraton and Chai», mit dem sie «Menschen inspirieren will».

Doch als Sterbehelferin hat Ware nicht nur gelernt, das Wachstum «eines Menschen nie zu unterschätzen», sondern sie hat auch die breite Emotionspalette kennen gelernt, die in den letzten Momenten eines Menschen in ihm hochkomme, so Ware. Ärger, Wut, Reue - und meistens ein Rückblick auf das eigene Leben verbunden mit den Gedanken, was man lieber anders gemacht hätte. Diese Erkenntnisse und Erfahrungen mit Sterbenden hat Bronnie Ware nun in ihrem Buch The Top Five Regrets of the Dying (Die fünf Dinge, die Sterbende am meisten bereuen) zusammengefasst.

Cell Phone

Smartphone-Junkies offenbar schlechter in der Impulskontrolle

Manche Leute kennt man kaum ohne ihr Handy in der Hand. Eine Untersuchung zeigt nun: "Smartphone-Junkies" scheinen auch sonst nicht gut darin zu sein, ihre Impulse zu kontrollieren.
© fotolia / Syda Productions
Bei manchen scheint das Smartphone regelrecht mit der Hand verwachsen zu sein: Ständig checken sie ihre E-Mails oder sind in sozialen Netzwerken unterwegs. Doch warum pflegen manche Menschen offenbar eine ganz besonders innige Beziehung zu ihrem Mobilgerät? Wie Henry Wilmer und Jason Chein von der Temple University nun berichten, fällt es Smartphone-Junkies wohl auch ganz grundsätzlich schwerer, ihre Impulse zu kontrollieren und Belohnungen aufzuschieben.

Kommentar: