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Di, 21 Sep 2021
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Erdveränderungen
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Bad Guys

Wegen starken Niederschlägen steigt Grundwasserspiegel in Baden-Württemberg wieder an

Karlsruhe - Auch wenn der verregnete Sommer vielen wohl auf den Keks geht, für die Natur hat das überraschend positive Folgen: "Die überdurchschnittlichen und anhaltenden Niederschläge in Juni und Juli haben unerwartete Grundwasseranstiege bewirkt", heißt es im aktuellen Report über die Grundwasserverhältnisse der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg in Karlsruhe. Dieses Phänomen sei im Sommer äußerst selten und angesichts der ausgeprägten Trockenheit der vergangenen Jahre besonders eindrucksvoll. Für den August erwarten die Experten mäßige Rückgänge der Grundwasservorräte.
Wasser
Derzeit sind diese den Angaben zufolge nur an den Messstellen in Pfullendorf (Landkreis Sigmaringen), Mühlacker (Enzkreis) und Gemmingen (Landkreis Heilbronn) unterdurchschnittlich. Ansonsten weist die Landesanstalt vor allem Grundwasservorräte von mittlerem oder überdurchschnittlichem Ausmaß aus - und zwar häufig mit ansteigender Tendenz. "Im Jahresvergleich sind deutlich höhere Grundwasserverhältnisse als im Juli 2020 zu verzeichnen", hieß es.

Bulb

Scholz erwartet mehr als sechs Milliarden Euro Schaden nach Flutkatastrophe

Bundesfinanzminister Scholz erwartet eine Schadenssumme, die viel mehr als sechs Milliarden Euro betragen wird, nach der Flutkatastrophe, die vor allem den Westen Deutschland heimgesucht hat. Nach Angaben des Ministers betrug die Schadensumme bei der Flutkatastrophe im Jahr 2013 bereits sechs Milliarden Euro, wobei die neueste Katastrophe diese Summe deutlich in den Schatten stellen wird.
Flut Flutkatastrophe
© AP Photo / Bram Janssen
Damals traten nach tagelangen Regenfällen zahlreiche Flüsse über ihre Ufer. Betroffen wurden vor allem Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Der Wiederaufbau nach den jüngsten Überschwemmungen vor allem im Westen Deutschlands soll laut Scholz eine wesentlich größere Summe in Anspruch nehmen.
"Wenn man das alles im Blick hat, dann kann man jetzt schon sicher sagen: Wir werden einen wahrscheinlich viel größeren Betrag brauchen, um den Wiederaufbau zustande zu bringen", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den SPD-Kanzlerkandidaten.
~ snanews.de
Bei den Angaben handelt es sich jedoch immer noch lediglich um erste Schätzungen.

Bizarro Earth

Italien: Starke Unwetter am Comer See - Erdrutsche und tennisballgroße Hagelkörner

Starkregen, Erdrutsche und tennisballgroße Hagelkörner: Rund um den Comer See verwandelten sich Bäche in reißende Fluten, Autos wurden fortgerissen, Keller überflutet, Häuser und Straßen beschädigt.
unwetter italien
© dpa/Claudio Furlan
Italiens Süden brennt, der Norden erlebt Starkregen, Erdrutsche und Hagel. Tennisgroße Hagelkörner beschädigten nördlich von Bologna mehr als 100 Autos. Rund um die beliebte Urlaubsregion des Comer Sees verwandelten sich Bäche in reißende Fluten.


Comer See: Unwetter sorgen in italienischer Urlaubsregion für Schlamm-Chaos

Autos wurden fortgerissen, Keller überflutet, Häuser und Straßen beschädigt. Schlammlawinen blockierten die Straßen rund um den See. Todesopfer oder Verletzte wurden nicht gemeldet. Die Zivilschutzbehörde hat für viele Teile Italiens neue Unwetterwarnungen herausgegeben.

Kommentar:




Cloud Precipitation

Südamerika: Schneefall in mehreren Städten

Schneestürme und gefrierender Regen wurden in letzter Zeit in Ländern im südlichen Teil des amerikanischen Kontinents verzeichnet. So sind die uruguayischen Winter zwar kalt, aber in der Regel schneearm, wie die Einheimischen berichten. Auch Argentinien und Brasilien sind betroffen.
schneefall südamerika
In mindestens 11 Städten des brasilianischen Bundesstaates Rio Grande do Sul, der an Uruguay grenzt und dessen Hauptstadt Porto Alegre ist, kam es in letzter Zeit zu ungewöhnlichen und heftigen Schneestürmen. In anderen Städten des Bundesstaates wurde gefrierender Regen registriert. Dies geht aus Informationen hervor, die in den Medien der Region veröffentlicht wurden.

Nach Angaben der meteorologischen Dienste, die in der Region tätig sind, ist das Ereignis auf eine Kältewelle zurückzuführen, die den Süden Brasiliens durchquert und seltene Minimaltemperaturen wie den Rekordtiefstwert von -7,8 °C in der Stadt Santa Catalina am vergangenen Mittwoch gebracht hat.

Cloud Precipitation

Österreich: Historische Überschwemmung in Graz verursacht Überschwemmungen und Schäden an Häusern

flood
Ein Unwetter, das am Freitagabend über die Stadt Graz in der Steiermark fegte, brach einen Niederschlagsrekord aus dem Jahr 1938, überflutete Straßen und Keller und entwurzelte mehrere Bäume.

Eine Wetterstation in der Stadt zeichnete innerhalb von 24 Stunden 110 Liter Regen pro Quadratmeter auf und übertraf damit den seit 1938 bestehenden Rekord, als 105 Liter in 24 Stunden fielen.

Die Stadtverwaltung appellierte an die Bewohner, ihre Häuser während des Sturms nicht zu verlassen, da Regenwasser einige Straßen überschwemmte und Keller unter Wasser setzte.


Bizarro Earth

Hunderte Waldbrände auf Sizilien

Noch immer versuchen Einsatzkräfte, die Waldbrände auf der italienischen Insel Sizilien in den Griff zu bekommen. Das Feuer ist sogar bis in die Großstadt Catania vorgedrungen, Häuser wurden evakuiert.
waldbrände sizilien
© Italian Firefighters / dpa
Ein Feuerwehrmann im Kampf gegen die Flammen eines Waldbrands auf Sardinien
Die italienische Feuerwehr kämpft auf Sizilien weiter gegen zahlreiche Waldbrände. Am Freitag rückten die Einsatzkräfte bis zum späten Nachmittag 140-mal wegen der Flammen aus, wie die Feuerwehr auf Twitter mitteilte. Landesweit sprach die Feuerwehr von insgesamt rund 370 Waldbrandeinsätzen.

Kritisch sei die Lage auch in Latium, wo die Hauptstadt Rom liegt, sowie in den Regionen Apulien und Kampanien. Auf einer Aufnahme aus einem Hubschrauber waren Brände zu sehen, die bis vor die Großstadt Catania im Osten Siziliens vorgedrungen waren.


Dicke Rauchschwaden zogen über die Häuser der Stadt am Fuße des Vulkans Ätna hinweg. Der Flughafen Catania teilte am Freitagabend mit, dass der Flugbetrieb vorübergehend eingestellt werde. Der Nachrichtenagentur Ansa zufolge wurden in der Stadt Häuser evakuiert.

Cloud Precipitation

Schwere Unwetter im Allgäu

unwetter allgäu
© Merkur.de
Wassermassen in Rettenberg im Allgäu reißen nach einem Starkregen-Unwetter am Montagabend alles mit. Ein Screenshot aus dem obigen Video.
In Bayern kam es erneut zu schweren Unwettern, wo insbesondere im Allgäu Sturzbäche Autos wegspülten.
Unwetter mit Starkregen und orkanartigen Böen haben am Mittwoch im südlichen Oberbayern zu erheblichen Schäden geführt. Besonders die Gemeinde Halfing im Landkreis Rosenheim ist betroffen, wie die Behörden mitteilten.

- BR24

Besonders schlimm wüteten die Wassermassen in der Gemeinde Rettenberg in den Allgäuer Alpen. Der Ort liegt nördlich von Sonnthofen und westlich von Immenstadt. Das Video, das uns ein Leser am Montagabend zugeschickt hat, zeigt, wie eine Straße in dem kleinen Ort zum reißenden Strom wird. Erinnerungen von der Jahrhundertkatastrophe in der Eifel werden wach.

- Merkur.de

Better Earth

Indonesischer Vulkan Sinabung wieder ausgebrochen - Aschesäule von 4,5 km Höhe

Der Vulkan Sinabung auf der indonesischen Insel Sumatra ist ausgebrochen und hat eine 4,5 Kilometer hohe Aschesäule in die Luft gespuckt. Tote oder Verletzte gab es bei der Eruption am Mittwochmittag (Ortszeit) nicht. Anwohner wurden aber aufgefordert, sich der Gefahrenzone des Feuerbergs nicht zu nähern.

Mount Sinabung is one of more than 120 active volcanoes in Indonesia.
© AP
Eine gewaltige Aschesäule steigt über dem Vulkan Sinabung in die Höhe.
Der etwa 2460 Meter hohe Sinabung hatte zuletzt im März und im Mai kräftig rumort. Der Vulkan liegt rund 50 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Medan. Nachdem er jahrhundertelang ruhig geblieben war, ist er seit dem Jahr 2010 immer wieder ausgebrochen. Bei schweren Eruptionen im Jahr 2014 und 2016 kamen mehr als 20 Menschen ums Leben.

Seismograph

Starkes Erdbeben in Alaska der Stärke 8,2 - Tsuanmiwarnung für Pazifik

Ein starkes Erdbeben hat sich vor der Südküste des US-Bundesstaates Alaska ereignet. Die zuständige US-Behörde USGS meldete die Stärke des Bebens mit 8,2, es ist das stärkste seit 1965. Der Nationale Wetterdienst der USA (NOAA) gab eine Tsunamiwarnung aus.

Alaska earthquake map
© Volcano Discovery
Am späten Mittwochabend (Ortszeit) bebte die Erde rund 100 Kilometer südöstlich des auf einer Halbinsel gelegenen Ortes Perryville in einer Tiefe von 32 Kilometer.
Die Warnungen gelten für den südlichen Teil des US-Bundesstaates Alaska, die Alaska-Halbinsel und die Pazifik-Küsten am Golf von Alaska und im Süden des Beringmeers sowie für Hawaii und das US-Pazifik-Territorium Guam.

Ferner wird geprüft, ob für andere Küstengebiete in den USA und in Kanada eine Tsunami-Gefahr bestehe. Auch in Japan erörtern die Behörden, ob eine Tsunami-Warnung für sein Territorium nötig ist.

Apple Red

Schwere Überschwemmungen treffen Indien

In Indien hat es einen Monsunregen mit Überschwemmungen und Erdrutschen gegeben. Dutzende Menschen werden noch vermisst, die Behörden warnen vor weiteren Niederschlägen.
Flood rescue Ratnagiri Maharashtra, July 2021.
© NDRF
Bei den jüngsten Erdrutschen und Überschwemmungen nach Monsunregenfällen in Indien sind bislang mindestens 124 Menschen ums Leben gekommen. Rettungskräfte suchten am Sonntag nach Behördenangaben noch immer nach vielen Vermissten. Seit Donnerstag wird die Westküste des Landes von heftigen Regenfällen heimgesucht. Die indische Wetterbehörde warnte auch für die kommenden Tage vor weiteren Niederschlägen.


Kommentar: Die Zahl der Toten beträgt mittlerweile mehr als 190.


Die Rettungskräfte bargen nach Behördenangaben bei Einsätzen im Bundesstaat Maharashtra allein 114 Tote. Mehr als 40 davon kamen bei einem gewaltigen Erdrutsch im Dorf Taliye südlich von Mumbai ums Leben. "Viele Menschen wurden fortgerissen, als sie versuchten wegzulaufen", sagte der Dorfbewohner Jayram Mahaske, dessen Angehörige bei dem Unglück verschüttet wurden.

Dutzende Häuser wurden laut Berichten von Einwohnern innerhalb weniger Minuten dem Erdboden gleich gemacht. Nur zwei Betonbauten standen demnach nach dem Erdrutsch noch, die Stromversorgung war unterbrochen. Rettungskräfte durchsuchten den Schlamm und die Trümmer nach knapp 100 Vermissten.

"Mein gesamtes Team ist jetzt mit den Rettungsarbeiten beschäftigt", sagte der Einsatzleiter der Nationalen Katastrophenschutztruppe, Rajesh Yawale, am Samstag. Viele Leichen seien fortgespült worden, einige seien flussabwärts zwischen Bäumen steckengeblieben.

Kommentar: Die Monsunzeit ist ein Faktor, dass es zu Überschwemmungen in Indien kommt, jedoch ist es momentan ein weltweites Phänomen, wo es in weiten Teilen der Welt zu extremen Regenfällen und Überschwemmungen kommt - Deutschland ist ein Beispiel. Sehen Sie dazu die Karte: