ErdveränderungenS


Better Earth

Seltener starker Regen in Saudi Arabien - Teilweise Schulen geschlossen

Ein seltenes Unwetter mit Starkregen und Überschwemmungen hat den Alltag in Saudi-Arabien durcheinandergebracht.
unwetter saudi arabien
© FAYEZ NURELDINE
Riad - In der Hauptstadt Riad wurden Schulen geschlossen, der Verkehr war gestört. Der Sturm hatte Riad am Vorabend während des Berufsverkehrs heimgesucht, am Mittwoch standen noch Straßen unter Wasser. Die Folge waren kilometerlange Staus auf mindestens einer der großen Hauptstadtstraßen.

Ein Stadtsprecher sagte der amtlichen Nachrichtenagentur SPA, ein Notfallplan sei in Kraft gesetzt worden. Einwohner wurden aufgefordert, sich nicht als Schaulustige in den betroffenen Vierteln zu versammeln. In Riad, einer Wüstenstadt mit rund 5,7 Millionen Einwohnern, sind starke Regenfälle sehr selten.

apa

Kommentar: In letzter Zeit regnet es sehr oft in Arabien:



Bad Guys

Erdfall öffnet sich vor Augen von Polizisten in Madera, Kalifornien

erdfall madera
© City of Madera Police Department
Vor den Füßen der Polizisten tut sich der Erdboden auf. Weich wie Hefeteig wirkt die Straße in der kalifornischen Stadt Madera. Vorsichtig umkreisen die Beamten mit ihrer Kamera das klaffende Loch. Immer wieder bröckelt Asphalt in den Abwasserkanal, der unter der Straße verläuft. Laut Polizeiangaben ist das Loch rund fünf bis sechs Meter tief. Das Video hat die Polizei in der zentralkalifornischen Stadt am Montag aufgenommen. Was den Erdsturz ausgelöst hat, war zunächst unklar. Es wird jedoch vermutet, dass die jüngsten Regenfälle in der Region den Boden zu sehr aufgeweicht haben.


Kommentar:




Cloud Precipitation

Riesenhagelkörner verwüsten texanische Stadt Wylie

11-Zentimeter-Hagel durchschlug Autoscheiben - Notruf-Leitungen brachen zusammen.
hagelkörner
© Twitter / Meagen Wesley
Schwere Unwetter haben am Montagabend (Ortszeit) große Schäden im Norden des US-Bundesstaats Texas angerichtet. Mehrere Gewitter zogen von Montague County in südöstlicher Richtung über Collin und Rockwall. In der Kleinstadt Wylie fielen Hagelkörner mit einem Durchmesser von fast 11 Zentimetern, wie der nationale US-Wetterdienst NWS mitteilte. Die wie Geschosse vom Himmel fallenden Eiskörner durchschlugen Autoscheiben. Sturmböen von bis zu 95 km/h ließen den Hagel auch senkrechte Fensterscheiben vieler Häuser zerstören.

In diesem Twitter-Video der Feuerwehr von Wylie ist der Hagel zu sehen:


Notruf-Leitungen zusammengebrochen

Wegen der hohen Anzahl an Notrufen aus Wylie brachen die Leitungen zur 911-Einsatzzentrale zwischenzeitlich zusammen. Die Schulen in Wylie blieben am Dienstag geschlossen.

Kommentar:




Bizarro Earth

Starkes Beben erschütterte Afghanistan - Keine Schäden oder Verletzten

Am 10.04.2016 um 10:28 UTC ist ein Erdbeben in Afghanistan aufgetreten.
Erdbeben Seismograph
Das Epizentrum lag ca. 39 km von Ashkasham (Afghanistan), ca. 48 km von Ishkashim (Tajikistan), ca. 50 km von Jarm (Afghanistan) und ca. 86 km von Fayzabad (Afghanistan) entfernt. Bis zur afghanischen Hauptstadt Kabul waren es ca. 282 km.

Das Beben hatte eine Stärke von 6,6 und wurde mit einer Bebentiefe von ca. 210,4 km angegeben.

Im Umkreis von ca. 100 km zum Epizentrum leben ca. 680.283 Menschen.

Quelle: USGS, Iris.edu, emsc

Snowflake Cold

In Spanien teils kälter als in Grönland - Temperaturanomalien im Weltwetter

Das Wetter weltweit ist in der kommenden Woche vor allem von Temperaturanomalien geprägt - mit recht merkwürdigen Ergebnissen. Alle Details wie jeden Sonntag in unserem Weltwetter:

Weltwetter 10.4.2016
© MeteogroupUngewöhnliche Temperaturverteilung ist heute das Thema
Wie jeden Sonntag blicken wir auch heute wieder auf markantes und ungewöhnliches Wetter, das in der kommenden Woche weltweit auftreten kann. Dabei fällt vor allem auf, dass es häufig zu ungewöhnlichen Temperaturen für die jeweilige Region kommt. Wie ist das zu erklären?

Von meridionaler und zonaler Wetterlage

Tritt man vor der Wetterkarte etwas weiter zurück und betrachtet auch mal einen größeren Kartenausschnitt, so fällt nicht nur aktuell, sondern bereits seit geraumer Zeit auf, dass in unseren Breiten einerseits polare Luftmassen häufig sehr weit nach Süden vorstoßen, während weiter stromabwärts subtropische Luftmassen sehr weit nach Norden vorankommen. Man spricht dabei von einer meridionalen Wetterlage. Das heißt, die Höhenströmung in der Atmosphäre verläuft nicht in etwa parallel zu den Breitengraden, sondern orientiert sich häufig an den Meridianen, den Längengraden. Wir hier in Mitteleuropa sind etwa aus den 80er oder 90er Jahren häufig zonale Wetterlagen gewohnt. Das heißt, dass die Westdrift ausgeprägt vorhanden war. Mit dieser kräftigen westlichen Höhenströmung konnte sich damit die Polarluft nördlich von uns aufhalten und die subtropische Luft südlich. Dazwischen verschob sich die Frontalzone im Winter tendenziell nach Süden und im Sommer tendenziell nach Norden. Die Tiefs zogen vom Atlantik her durch und brachten den üblichen Wetterablauf, wie wir ihn auch in der Schule lernen: Auf der Vorderseite eines Tiefs zieht dann mit der Warmfront häufig Regen auf, dann folgte der Warmsektor und die Kaltfront und mit ihr kam es zu Schauerwetter. Dazwischen folgten Hochdruckphasen mit Sonnenschein. Die Temperaturen schwankten dabei etwas um die jahreszeitlichen Normalwerte - es kam aber deutlich seltener zu extremen Temperaturabweichungen.
Temperaturanomalien in ca. 1 - 1,5 km Höhe am Montag
© MeteogroupTemperaturanomalien in ca. 1 - 1,5 km Höhe am Montag

Kommentar:




Cloud Precipitation

Argentinien: Extremer Regen lässt Flüsse über die Ufer treten und spült Autos fort

In Argentinien kam es in den vergangenen Tagen zu teils intensivem Sturzregen, der Flüsse über die Ufer treten ließ und Autos fortspülte.
Argentinien Überschwemmungen April 2016
© Unbekannt
Extreme Regengüsse haben in der Provinz Entre Ríos zu teils verheerenden Überschwemmungen geführt. Möglich ist, dass dieses Unwetter auch auf das Klimaphänomen El Niño zurückzuführen ist. Hier im Video ein paar Eindrücke aus der Region sowie eine kleine Einführung in das Phänomen El Niño:


Überschwemmungen in der Ortschaft La Paz, Provinz Entre Ríos, Argentinien am 05.04.2016

Schwere Überschwemmungen


Die Provinz Entre Rios liegt im Nordosten Argentiniens und, wie der Name schon sagt, zwischen zwei Flüssen: Paraná und Uruguay. In dieser Region kam es am vergangenen Dienstag, dem 05.04.2016, zu teils enormen Regengüssen. Lokale Medien berichten von bis zu 260 Liter pro Quadratmeter, die dort in kürzester Zeit vom Himmel prasselten. Das entspricht etwa einem Drittel der Regenmenge, die in Deutschland pro Jahr fallen. Betroffen waren vor allem die Ortschaften La Paz (nicht zu verwechseln mit dem Regierungssitz Boliviens) und Santa Elena.

Der Fluss Paraná, an dem diese beiden Orte liegen, schwoll dabei explosionsartig an und trat über die Ufer. Die Folgen waren dementsprechend:

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Slowenien: Erdbeben der Stärke 4,1 bei Atomkraftwerk Krsko

Zu einem leichten Erdbeben ist es Samstagnachmittag beim slowenischen Atomkraftwerk Krsko gekommen. Erst diese Woche stellte sich heraus, dass es neue Erdbebenlinien gibt, über die Österreich bisher nicht informiert wurde.

Blick auf das Kernkraftwerk Krško
© Wikipedia CommonsBlick auf das Kernkraftwerk Krško
Zu dem Erdbeben der Stärke 4,1 kam es Samstagnachmittag nahe der Stadt Krsko und dem dortigen Atomkraftwerk. Wie der Österreichische Erdbebendienst der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) mitteilte, waren die Beben auch in Österreich spürbar - mehr dazu in 30 Jahre nach Tschernobyl: Erneute Bedenken (steiermark.ORF.at).

Erst am Donnerstag fand in Klagenfurt eine internationale Tagung zum Erdbebenrisiko bei dem umstrittenen Atomkraftwerk statt. Dabei wurde bekannt, dass rund um das AKW bislang unbekannte Störlinien aufgetreten sind - mehr dazu in AKW Krsko: Neue Erdbebenlinien aufgedeckt. Diese Störungslinien liegen in einem Umkreis von nur etwa 25 Kilometern rund um das AKW. Die vom AKW-Betreiber beauftragten Experten versuchen nun, die Brüche zu kartieren, um damit herauszufinden, wie oft diese Störungen Erdbeben hervorrufen könnten.

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Erdbeben der Stärke 3,0 bringt den Mont Blanc und das Wallis zum Wackeln

Nahe der Grenze wackelte nachts die Erde: Ein Erdbeben in der Nähe des französischen Skiortes Chamonix war auch im Wallis zu spüren. Es hatte die Stärke 3.0 und wurde am frühen Morgen von einem leichten Nachbeben gefolgt.

Erdbeben Wallis Chamonix April 2016
© Wikimedia CommonsDas Beben hatte sein Zentrum nahe dem Skiort Chamonix (F).
CHAMONIX (F) - In der Nacht wackelte das Wallis: Ein Erdbeben der Stärke 3.0 auf der Richterskala erschütterte nachts die Grenzregion in der Umgebung des Mount Blanc, kurz darauf gefolgt von einem leichten Nachbeben der Stärke 1.5.

Der Schweizerische Erdbebendienst an der ETH Zürich lokalisierte das Zentrum des Bebens in der Nähe des französischen Skiortes Chamonix (9000 Einwohner). Nach bisherigen Informationen gab es keine Schäden.

Im Gebirge sei es vermutlich deutlich zu spüren gewesen, so der Erdbebendienst. Ein Beben der Stärke 3 entspricht dem Gefühl eines vorbeifahrenden Lastwagens. In Wohngebäuden können Gläser klirren, Gefahr droht nicht.

Das Beben ereignete sich gestern um 23.19 Uhr zehn Kilometer nördlich von Chamonix-Mont Blanc und damit in unmittelbarer Nähe zur Grenze zum Kanton Wallis. Das Nachbeben wurde heute um 0.26 Uhr registriert.

Kommentar:




Gear

Auch heute noch - Hotspot verursacht schnellen Eisfluss und Gletscherschmelze in Grönland

Geowissenschaftler des Deutschen GeoForschungsZentrums haben herausgefunden, dass die erdgeschichtliche Vergangenheit des Nordatlantik den heutigen Eismassenverlust steuert.
plume spur
© A. Petrunin/GFZWechselwirkung zwischen Erdmantel und dem Grönländischen Eisschild beim Überqueren der Plume-Spur
Wer Grönlands Eismassen von heute untersucht, muss weit in die Erdgeschichte zurück. Unter der Insel finden sich in der Lithosphäre heiße Stellen aus der geologischen Vergangenheit, welche zu einer Schmelze von unterhalb der Eismassen Grönlands führen und das Eis deshalb schnell fließen lassen. In einem breiten Streifen von West nach Ost zieht sich eine Wärmeanomalie mit erhöhtem Wärmefluss aus dem Erdinnern unter Grönland durch. Mit dieser Anomalie erklärt jetzt ein internationales Team von Geowissenschaftlern unter Leitung von Irina Rogozhina und Alexey Petrunin vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ Beobachtungsdaten aus Radar- und Eisbohrmessungen, die eine weitgefächerte Schmelze unter dem Eisschild und erhöhte Gleitgeschwindigkeiten an der Basis des Eiskörpers zeigen. Diese Schmelze führt zu einem schnellen Eisfluss von Grönlands Gletscher-Gipfelregion über 750 Kilometer bis hin zum Nordatlantik.

Der Nordatlantik ist tektonisch aktiv. Vor 80 bis 35 Millionen Jahren vor heute bewegten die Prozesse der Plattentektonik Grönland über einen Bereich außergewöhnlich heißen Materials im Erdmantel, der heute noch für den Vulkanismus Islands verantwortlich ist. Dieses heiße Gesteinsmaterial dünnte dabei die Lithosphäre unter Grönland aus und heizte sie auf. So entstand eine große geothermische Anomalie unter einem Viertel der Landmasse Grönlands. Diese alte und langlebige Wärmequelle schuf eine Region mit viel Schmelzwasser unterhalb des Gletschers, auf der das Eis bis heute rutschen und sich schnell bewegen kann. Ungefähr die Hälfte der Eiskappe im nördlichen Zentral-Grönland liegt auf aufgetautem Gesteinsbett und leitet sein Schmelzwasser über ein dichtes hydrologisches Netz unter dem Eis in den Ozean.

Kommentar: Der Artikel bezieht sich vorrangig auf die weit zurückliegende Vergangenheit und vergisst dabei zu erwähnen, dass sich jetzt ein Hotspot unter Grönland und Island befindet, der das Eis zum Schmelzen bringen kann. Vielleicht wurde die Tatsache bewusst nicht erwähnt, um die globale Erwärmungstheorie durch Menschenhand nicht zu gefährden.

hitze grönland, plume grönland
© GFZ



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Hunderttausende tote Fische im Indian River Lagoon

Hunderttausende tote Fische im Indian River Lagoon in Florida geben Wissenschaftlern ein Rätsel auf. Denn die Ursache für das Sterben der in den Lagunen lebende Fische und Pflanzen konnte bis jetzt noch nicht gefunden werden.

Masses of dead fish in Florida
© Alex Gorichky via InstagramMasses of dead fish in Florida's Indian River Lagoon.