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Mi, 28 Okt 2020
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Erdveränderungen
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Bizarro Earth

Hurrikan "Delta" bringt lebensgefährliche Sturmflut

An der Küste von Louisiana warnen die Behörden vor einer gefährlichen Sturmflut. Der Grund: Hurrikan "Delta", der mit heftigem Wind und Regen vom Golf von Mexiko heranzieht.
sturm delta
© AP/dpa
Eine Frau flüchtet mit ihrem Kind vor dem schweren Sturm "Delta".
Der Hurrikan "Delta" ist mit Windgeschwindigkeiten von gut 150 Kilometern pro Stunde auf die Küste des US-Bundesstaates Louisiana getroffen. Der Sturm brachte heftige Regenfälle mit sich, die Behörden warnten vor bis zu drei Meter hohen, "lebensbedrohlichen" Sturmfluten. Mehr als 200.000 Haushalte hatten nach Berichten von US-Fernsehsendern keinen Strom. Der Hurrikan schwächte sich über dem Golf von Mexiko zuvor von Stufe drei auf Stufe zwei ab - und Meteorologen rechneten damit, dass er auf seinem Weg durch Louisiana schnell an Kraft verlieren werde.

Schäden vom Sturm davor noch nicht behoben

In der Nacht zum Samstag gab es allerdings noch keine Entwarnung. Die Behörden verwiesen unter anderem darauf, dass der Wind zum Teil immer noch herumliegende Trümmerteile des vorherigen Hurrikans "Laura" durch die Gegend wirbeln könnte.

"Delta" traf am Freitagabend (Ortszeit) in der Nähe des Orts Creole auf Land. "Laura", ein Hurrikan der Stufe vier, war vor sechs Wochen nur wenige Dutzend Kilometer entfernt durchgezogen. An vielen Häusern sind die damaligen Schäden noch nicht behoben worden. So war auf Fernsehbildern zu sehen, dass zahlreiche Gebäude blaue Planen statt fester Dächer haben.

Kommentar: Zu viele Stürme über dem Atlantik: Alphabet reicht nicht aus, jetzt werden griechische Buchstaben verwendet


Bizarro Earth

Schwere Überschwemmungen in Vietnam: Mindestens 18 Tote

  • In Vietnam sind bei Regen und schweren Überflutungen mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen.
  • Wie der Katastrophenschutz des südostasiatischen Landes mitteilt, würden mehr als zwei Dutzend Menschen vermisst.
  • Besonders betroffen waren die zentralen Landesregionen, wo 50.000 Menschen in Sicherheit gebracht wurden.
Track of Tropical Storm Linfa in Vietnam, October 2020.
© Vietnam National Centre for Hydro-Meteorological Forecasting
Verlauf des tropischen Sturms "Linfa".
Hanoi. Bei anhaltendem Regen und schweren Überflutungen in Vietnam sind bis zum Montag mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als zwei Dutzend würden noch vermisst, teilte der Katastrophenschutz des südostasiatischen Landes mit. Auslöser waren zwei aufeinanderfolgende tropische Tiefdruckgebiete mit immer neuen heftigen Regengüssen.

Besonders betroffen waren die zentralen Landesregionen, wo 50 000 Menschen in Sicherheit gebracht wurden. Zehntausende Häuser wurden beschädigt. Die bei Touristen beliebten Küstenstadt Hoi An stand völlig unter Wasser. Auch kenterten vor der Küste mehrere Schiffe.

Die Behörden konnten derweil noch keine Entwarnung geben. Für die kommenden Tage kündigten Meteorologen ein weiteres tropisches Tief mit starken Niederschlägen an.

Bad Guys

Schwere Unwetter ziehen über Südfrankreich

Rund 55 Gemeinden sind von den Folgen der Unwetter in Südfrankreich betroffen. "Es gab Tote, mehrere Menschen, darunter Feuerwehrleute, werden vermisst und Hunderte Einwohner wurden in Sicherheit gebracht", sagte Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch.
unwetter südfrankreich
© dpa/Valery Hache
Die ersten Worte des Präsidenten während der Sitzung richteten sich demnach an die Opfer, wie Attal sagte. Ihre Tragödie sei eine nationale Tragödie - das Land sei solidarisch.

Macron hatte den Opfern bereits am Morgen via Facebook seine Unterstützung zugesagt und von einem Unwetter beispiellosen Ausmaßes gesprochen. Er wollte die betroffene Region im Südosten des Landes am Nachmittag besuchen. Am Abend wollte er sich live im französischen Fernsehen zur Katastrophe äußern.

Kommentar:




Candle

Unwetter in Frankreich: Leichen aus Gräbern gespült

Rund 20 Menschen sind nach den schweren Unwettern in Frankreich und Italien noch immer vermisst. Und die Behörden melden Unheimliches: Durch den Regen sind offenbar Leichen aus ihren Gräbern geschwemmt worden.
Waves hit the shore in Nice on October 2, 2020 as storm Alex reaches the French riviera's coasts.
© AFP
Durch die schweren Unwetter in den französischen und italienischen Alpen sind in den vergangenen Tagen offenbar auch mehrere Leichen aus ihren Gräbern geschwemmt worden. Auf italienischer Seite seien mehrere Tote aus Friedhöfen aufgetaucht, sagte eine Sprecherin des französischen Départements Alpes-Maritimes am Dienstag der Nachrichtenagentur AP. Wie viele es genau waren und ob sie in der bisherigen Opferzahl eingerechnet worden sind, konnte sie nicht sagen.

Seit am vergangenen Freitag heftiger Regen Alpes-Maritimes in Frankreich und Ligurien und Piemont in Italien heimgesucht hat, sind zwölf Tote geborgen worden, vier auf der französischen Seite der Grenze und acht auf der italienschen. Mehr als 600 Helfer waren am Dienstag im Einsatz, um nach rund 20 Vermissten zu suchen, wie die Sprecherin sagte.

In den französischen Städten Saint-Martin-de-Vesubie und Tende wurden die Friedhöfe zum Teil weggeschwemmt. Der Bürgermeister von Tende, Jean-Pierre Vassallo, sagte der Zeitung Le Parisien, der Friedhof sei regelrecht zweigeteilt worden und mehrere Leichen seien an die Oberfläche gekommen.

AP/gup

Cloud Precipitation

Erster Schnee fällt in den Alpen, im Schwarzwald und auf dem Fichtelberg

Wintereinbruch in den Alpen
schnee alpen
© dpa, Angelika Warmuth, bsc
Eine Frau geht über die verschneite Terrasse der Bergstation am Osterfelderkopf im Wettersteingebirge nach einem Temperatursturz.
Wir haben noch September, aber der erste Schnee ist schon da: Vom Allgäu bis nach Garmisch-Partenkirchen, aber auch im Bayerischen Wald und im Schwarzwald tanzten die Flocken. Selbst auf dem Fichtelberg in Sachsen hat es geschneit. Und die Regenmengen waren enorm. In Baiersbronn im Nordschwarzwald fielen innerhalb von 72 Stunden 146 Liter Regen auf den Quadratmeter, in Todtmoos (Südschwarzwald) immer noch 137. Aber auch im Allgäu (Balderschwang 124 Liter) und im Chiemgau (Ruhpolding 137 Liter) kam enorm viel Regen runter. Monschau in der Eifel brachte es auf 67 Liter, während Oberwiesenthal 72 Liter pro Quadratmeter abbekam.

Halber Meter Schnee im Schwarzwald

Hier mal ein paar Schneehöhen: Auf der Zugspitze lagen schon satte 70 cm, auf dem Feldberg im Schwarzwald wurden 54 Zentimeter gemessen - Wahnsinn. Etwas moderater geht es in den Schlierseer Bergen mit 8 cm zu und auf dem Großer Arber im Bayerischer Wald liegen 19 cm.
schnee schwarzwald
© dpa, Andreas Rosar, andreas rosar pil
Ein kleiner Schneemann steht neben einer Bushaltestelle neben einer weiß verschneiten Straße auf dem Feldberg im Schwarzwald.
Eine deutsche Wanderin ist schon am Freitag im Stubaital in Tirol vom schlechten Wetter überrascht worden. Sie setzte laut Tiroler Tageszeitung einen Notruf ab und wurde nach sieben Stunden unverletzt geborgen.

Die Schneefallgrenze lag am Samstagvormittag bei etwa 1.000 Meter. Ohne Winterausrüstung sollten Sie jetzt nicht mehr in Richtung Alpen fahren! Einige Pässe werden bestimmt gesperrt werden oder nur noch eingeschränkt befahrbar sein. Auch auf den höher gelegenen Autobahnen wie am Brenner oder am Arlberg müssen Sie mit Behinderungen rechnen.

Bizarro Earth

Zu viele Stürme über dem Atlantik: Alphabet reicht nicht aus, jetzt werden griechische Buchstaben verwendet

In diesem Jahr sind ungewöhnlich viele Wirbelstürme über den Atlantik gezogen. Meteorologen müssen jetzt eine Notfall-Namensliste nutzen - von Arthur bis Wilfred wurde schon alles verwendet.
stürme 2020
© HANDOUT / AFP
Stürme über dem Atlantik im Satellitenbild vom 15. September 2020
Im Atlantik-Raum hat es in diesem Jahr schon so viele tropische Wirbelstürme gegeben, dass die Liste der Namen aufgebraucht ist. Die ersten 21 Wirbelstürme einer Saison werden dort jeweils mit Namen von A bis W benannt. Noch nie sei ein W so früh gebraucht worden, sagte Clare Nullis, Sprecherin der Weltwetterorganisation (WMO) in Genf.

Sturm "Wilfred" entwickelte sich vergangenen Freitag vor der portugiesischen Küste, kam aber nicht an Land. Die neuen Stürme müssen nun nach dem griechischen Alphabet benannt werden: Alpha und Beta seien schon vergeben, sagte Nullis: Der subtropische Sturm Alpha hatte am 19. September auf einem sehr ungewöhnlichen Kurs das portugiesische Festland erreicht. In den Wetterarchiven des Landes war so etwas noch nicht verzeichnet. Der Tropensturm Beta wiederum bewegt sich gerade langsam auf den US-Bundesstaat Texas zu.

Es sei nach 2005 erst das zweite Mal, dass die Namensliste nicht ausreiche, hieß es bei der WMO. Damals hatte es ebenfalls ungewöhnlich viele Wirbelstürme gegeben. Letztendlich wurden 2005 sechs Buchstaben des griechischen Alphabets gebraucht.

Kommentar:




Camera

Unwetter über Ostbayern: Straßen überflutet - Blitz trifft Haus

Heftige Regenfälle und Gewitter sind am Mittwochvormittag über Teile Ostbayerns gezogen. Laut Polizei wurden mehrere Straßen überflutet. Ein Blitzschlag verursachte wohl einen Hausbrand.
hausbrand
© fib/Eß
Der Dachstuhl eines Hauses bei Neumarkt-Sankt Veit steht in Flammen. Als Ursache wird ein Blitzschlag vermutet.
Schon am Morgen gegen 7 Uhr brach im Schönberger Ortsteil Groislmühl (Landkreis Mühldorf am Inn) ein Feuer in einem Haus aus. Als Ursache werde ein Blitzschlag vermutet, da zu dem Zeitpunkt eine Gewitterfront über den Ort zog, berichtet ein Polizeisprecher auf Nachfrage der PNP. Verletzt worden sei bei dem Brand niemand. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden auf einen mittleren sechsstelligen Bereich. Das Haus sei momentan nicht bewohnbar. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Besonders vom Unwetter betroffen waren auch die Bereiche von Allkofen und Laberweinting, über Mallersdorf-Pfaffenberg (Landkreis Straubing-Bogen) in Richtung Wörth an der Isar sowie der Bereich Ergoldsbach im Landkreis Landshut und Neufahrn in Niederbayern, sagte ein Polizeisprecher auf PNP-Nachfrage. Dort wurden mehrere Straßen überflutet. Bei Oberellenbach ist zudem teilweise die Böschung in Richtung Straße gerutscht. Die B15 neu war zwischen Essenbach und der Anschlussstelle der A93 bei Saalhaup zeitweise gesperrt.

Better Earth

Mexiko: 2 Kilometer langer Riss verblüfft Bewohner - Bis zu 3 Meter tief

Riss Mexiko
Im mexikanischen Wüstengebiet in der Gegend von Jiménez staunten die Bewohner des Gebietes nicht schlecht, als sie am 15. September einen 2 Kilometer langen Riss entdeckten.

Der Riss soll als kleiner Spalt (ca. 13 Kilometer entfernt von der Landstraße) an der abgelegenen Straße Richtung Las Adargas beginnen.

Cloud Lightning

Schweiz: 14 Jugendliche in Schweiz nach Blitzeinschlag in Klinik gebracht

In Abtwil (Schweiz) sind am Dienstagabend nach einem Blitzschlag in einen Beleuchtungsmasten 14 Jugendliche in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Der Unfall geschah auf einem Fußballplatz.
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© AFP 2020 / Yasser Al-Zayyat
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Der Blitzeinschlag ereignete sich nach Angaben der örtlichen Polizei gegen 20.40 Uhr.

Der Blitz bewegte sich demzufolge zu Boden und dehnte sich auf dem Spielfeld aus, nachdem er in einen Beleuchtungsmast eingeschlagen war. Dabei wurden mehrere junge Leute durch den Stromfluss getroffen. Alle Spieler sind laut der Polizei zwischen 15 und 16 Jahre alt.

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SOTT Video Erdveränderungen - August 2020: Extremes Wetter, planetarische Umwälzungen und Feuerbälle

erdveränderungen august 2020
Vergangenen Monat wurden mehr als 1,5 Millionen Morgen Land innerhalb von 9 Tagen in Kalifornien verbrannt, was die Evakuierung von mehr als 100.000 Menschen erforderte. Die Feuer wurden durch ungewöhnliche, intensive "Trockengewitter" verursacht, die während einer kurzen Zeitspanne auf das Gebiet der Bucht von San Francisco fokussiert waren - ein Ereignis, das etwa 11 Prozent der Jahresdurchschnittsmenge an Blitz-Aktivität für den gesamten Bundesstaat umfasste.

Nein, es ist keine "menschengemachte globale Erwärmung", wie die Medien behaupten. Und es handelt sich auch nicht um "von der Elite gemachtes Wetter", wie alternative Medien es behaupten. Das Klima weltweit "spinnt" unter anderem deshalb herum, weil die Atmosphäre des Planeten selbst sich verändert.

Extremwetter hat den Exodus von Menschen aus Kalifornien im Verlauf des letzten Jahrzehnts nur verstärkt. Mehr als fünf Millionen Kalifornier haben den Staat für einen Netto-Bevölkerungsverlust von mehr als einer Millionen Menschen verlassen. Auch Colorado wurde im vergangenen Monat von dem größten Wildfeuer in seiner Geschichte heimgesucht. Das Pine Gulch-Feuer hat 139.006 Morgen Land verbrannt und Rancher mit kaum bis gar nicht mehr vorhandenem Weideland für Vieh zurückgelassen, sowie mit Besorgnis über langfristige Auswirkungen.

In Algerien haben über 1.200 Feuer beinahe 9.000 Hektar Waldland verzehrt. Das nordafrikanische Land hat in den letzten Jahren häufigere Waldbrände gehabt, doch die Ursachen bleiben unklar. Vernachlässigung? Kohle-Schleuser? Anstieg von Blitzschlägen? Wer weiß, doch Tatsache ist, dass auch dort etwas Ungewöhnliches vor sich geht.

Gewaltige Regenfälle, die typischerweise in heftigen Überschwemmungen, Erdrutschen und großen Hagelkörnern resultierten, haben im August weiterhin Häuser, grundlegende Infrastruktur und Erntepflanzen weltweit zerstört und das Leben von Dutzenden Millionen Menschen beeinträchtigt. In Südasien allein haben eine geschätzte Anzahl von 17,5 Millionen Menschen unter den Konsequenzen von Monsun-Hochwassern jenseits der Rekordmarken gelitten. Beinahe 700 sind gestorben und Tausende wurden heimatvertrieben. China, Bangladesch und Indien bleiben weiterhin die am meisten betroffenen Länder.

Südkorea hat nun seit mehr als 2 Monaten unter ungewöhnlich starken sintflutartigen Regenfällen gelitten, was dies zur längsten und schlimmsten Monsunzeit für das Land überhaupt macht. Nun befindet sich der stärkste Taifun des Jahres auf dem Weg zur koreanischen Halbinsel, daher wird die Flut wahrscheinlich nicht sehr bald abebben.

Schnee in Australien, Südbrasilien und Südafrika sind normal für diese Jahreszeit - es ist dort immer (gerade) noch Winter, aber was sollen wir mit August-Schneefällen in Yunnan (China), Dagestan (Russland) sowie in den Alpen und Pyrenäen in Europa? Vielleicht ein Vorgeschmack auf einen kalten nördlichen Winter.

Angesichts der Wassermenge, die weltweit überall vom Himmel gefallen ist, wenn die beispiellose Verlangsamung im Nordatlantischen Golfstrom anhält, könnten wir bald in einen anhaltenden Winter eintreten.

All dies und mehr gibt es in unserer SOTT Videozusammenfassung von Erdveränderungen für den Monat August 2020:


(Die deutschen Untertitel können mit dem unteren Knopf im YouTube-Player eingeschaltet werden. Gegebenenfalls müssen Sie über die Einstellungen noch Deutsch als Sprache auswählen)