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Sa, 23 Jul 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Erdveränderungen
Karte

Cloud Precipitation

Anhaltender Monsun in Indien und China: Einstürzende Gebäude, Fluten und Erdrutsche - Kein Ende in Sicht

Im Süden und Osten Asiens wüten Unwetter und Regen. Menschen werden von einstürzenden Gebäuden und Erdrutschen begraben oder ertrinken in den Fluten. Der Regen soll auch in den kommenden Tagen andauern.
Neu Delhi/Peking. Bei schweren Regenfällen und Erdrutschen in Indien und China sind mindestens 69 Menschen ums Leben gekommen. Im nordindischen Bundesstaat Uttarakhand starben mindestens 15 Menschen.

Weitere 21 werden noch vermisst, sagte der Direktor der örtlichen Katastrophenschutzbehörde, Piyush Rautela, in der Hauptstadt Dehradun. Die meisten Todesopfer seien unter einstürzenden Gebäuden oder von Erdrutschen begraben worden oder in den Fluten ertrunken. Die Bergungsarbeiten dauerten an. Auch zwei Hauptverkehrsadern waren von den Erdrutschen abgeschnitten worden.

Fire

Lavastrom des Kilauea erreicht erstmals seit Jahren Küste

Der 61g genannte Lavastrom floss gestern über den Steilhang Pulama Pali und erreichte somit die Küstenebene. Die Behörden richteten ein „public-viewing-area“ bei Kalapana ein, von dem aus Neugierige einen Blick auf die Lava riskieren können. Der Aussichtspunkt liegt am Ende der Notfallstraße, dem ehemaligen Highway 130. Parkplätze wurden allerdings am Anfang der Notfallstraße eingerichtet, so dass man 5 km laufen muss. Die Straße selbst ist nur für Anwohner und Behördenfahrzeuge geöffnet.
Der Lavastrom 61g entspringt dem Puʻu ʻŌʻō-Krater und hat mittlerweile eine Länge von 6,9 km erreicht. Es ist seit 2 Jahren das erste Mal, dass ein Lavastrom die Küstenebene innerhalb der Nationalparkgrenze erreicht. Es bleibt spannend abzuwarten, ob er es bis zum Ozean schafft. Derzeit legt er am Tag 300 m zurück

Cloud Precipitation

Der Himmel öffnet sich: Regenrekord für Juni in Deutschland

Der Juni hat uns eine selten gesehene Unwetterserie beschert. Vor allem zum Monatsanfang gab es täglich Überflutungen und Katastrophenalarm. Dadurch war es einer der nassesten Junis der letzten Jahrzehnte.
© Steffen Schulze
Symbolbild
Durch die zahllosen Gewitter und Schauer fiel so viel Regen, wie seit 1990 nicht mehr im Juni. In Rheinland-Pfalz war der Monat mit rund 145 Liter pro Quadratmeter sogar der nasseste seit Messbeginn vor 136 Jahren. In Nordrhein-Westfalen war nur das Jahr 1882 regenreicher. Allerdings gab es auch in anderen Bundesländern extreme Regenfälle. So kam die größte Tagesmenge in Groß Berßen im Emsland mit 150,7 Liter zusammen. Die Unwetter brachten aber auch Hagel in der Größe von Tennisbällen und Tornados, wie am 7. Juni in Hamburg.
© wetteronline
Vor allem im Süden und Westen brach der Juni vielerorts Regenrekorde. Im Südschwarzwald und am Alpenrand wurden oft 300 bis über 400 Liter pro Quadratmeter gemessen. Das ist mehr als der halbe Jahresniederschlag Berlins
Trotz des wechselhaften Wetters und der wenigen warmen Tage war der Juni mit 17,0 Grad gut ein Grad wärmer als im Durchschnitt der letzten 30 Jahre und damit der wärmste seit zehn Jahren. Ursache dafür waren vor allem die warmen Nächte und die kurze Hitzewelle zum Ende des Monats. Am 24. wurden dabei in Berlin mit bis zu 36,4 Grad die höchste Temperatur Deutschlands erreicht. Aber auch die Schafskälte bekam man in schwacher Form zu spüren. Am 11. Juni gab es im Ostseeumfeld sogar örtlich Bodenfrost.

Nebula

Weshalb in Asien besonders viele Menschen durch Blitze getötet werden

Im Osten Indiens trafen Blitze in nur zwei Tagen fast 100 Menschen, Bangladesch zählt seit Jahresbeginn 261 Todesfälle durch Gewitter. Das könnte mit dem Klimawandel zu tun haben - aber auch Armut spielt eine Rolle.

© dpa
Symbolbild
Anfangs war es herrlich, der Regen prasselte vom Himmel, und Anjana Devi stand mit ihren Töchtern auf der offenen Terrasse. Sie genossen das Wetter. Nach der quälenden Dürre fiel das Wasser wie ein Segen vom Himmel. Der Monsun, der jedes Jahr im Juni über den ausgedörrten indischen Subkontinent zieht, spendet Leben - aber manchmal nimmt er es auch. Vor allem, wenn sich heftige Gewitter während der Starkregen entladen.

So war es auch am Tag, als der Blitz in die Veranda der Familie Devi einschlug. Die 57-jährige Mutter kam leicht verletzt davon, berichtet die Hindustan Times. Ebenso die kleinere Tochter Sweety. Aber die zehnjährige Ruchi hat den Schlag nicht überlebt. Nahezu stündlich meldeten lokale Medien in dieser Woche ähnliche Fälle. Allein in zwei Tagen haben Blitze im Osten Indiens 93 Menschen erschlagen. In Bangladesch ist die Lage ähnlich, dort starben seit Jahresbeginn 261 Menschen.

Die Bauern müssen während des Monsuns aufs Feld - auch wenn es dort lebensgefährlich ist

Während des Monsuns häufen sich die Gewitter, weil Wind, Hitze und Feuchtigkeit zusammenkommen. Die Bewohner des Subkontinents wissen um die Gefahr schon seit Jahrhunderten. Aber so viele Opfer in so kurzer Zeit? Die Blitze und die Toten beschäftigen auch die Wissenschaft. Eine Studie der University of California in Berkeley stellte 2014 für die USA eine Verbindung zwischen steigenden Temperaturen in der Atmosphäre und der Häufigkeit von Blitzschlägen her. "Mit zunehmender Wärme steigt die Sturmenergie, sie werden explosiver", erklärt der Leiter der Studie, David Romps. Für die Vereinigten Staaten bedeutet dies, dass die Zahl der Blitze nach den Modellrechnungen mit jedem zusätzlichen Grad Celsius um zwölf Prozent zunehmen wird.

Kommentar: Die gängige Theorie für eine Häufung von Phänomänen wie dieses ist die Klimaerwärmung. Die wirkliche Klimaveränderung sieht jedoch anders aus als sie uns offiziell verkauft wird: Für mehr Informationen lesen sie unsere Serie: Oder das Buch Earth Changes and the Human-Cosmic Connection von Pierre Lescaudron und Laura Knight-Jadczyk auf Englisch.


Cloud Lightning

Österreich: 40.000 Blitze an einem Tag

Durch das heftige Unwetter in weiten Teilen des Landes waren Hunderte Feuerwehren im Einsatz.

© FF-Pinkafeld
In Pinkafeld im Burgenland blockierten entwurzelte Bäume die Straßen
Seit am Samstag schwere Unwetter die Hitzewelle beendet haben, stehen Einsatzkräfte in weiten Teilen Österreichs im Dauereinsatz. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hat es stellenweise rund 100 Millimeter pro Quadratmeter geregnet. Allein am Samstag wurden laut dem Blitzortungssystem Aldis etwa 40.000 Blitze in Österreich registriert, von denen 6511 einschlugen. Die Unwetter zogen sich von Salzburg, Oberösterreich und Teile Kärntens sowie der Steiermark bis ins Burgenland.

In der Weststeiermark waren Montagfrüh in Wettmannstätten im Bezirk Deutschlandsberg mehrere Haushalte nach dem Ausfall einer Trafostation ohne Strom. In Salzburg hat der starke Regen die Pegelstände von Bächen und Flüssen im Oberpinzgau und an der Enns kurzzeitig ansteigen lassen, sodass die Warngrenze erreicht war. Weil der Regen im Laufe des Montags nachließ, ging auch die Hochwassergefahr wieder zurück.

Rose

Ernteeinbußen durch Unwetter - Weitere 25.000 Hektar zerstört

Die Unwetter vom vergangenen Wochenende haben erneut erhebliche Schäden auf mindestens 25.000 Hektar verursacht. Die Schadenssumme soll sich bisher auf 60 Mio. Euro Versicherungssumme belaufen.
© dpa/Vereinigte Hagel/ Anke Fritz/agrarheute
In der Nacht vom 23. auf den 24. Juni richteten Unwetter in Nordrhein-Westfalen schwere Schäden an. Nach der Hitze am Donnerstag mit Temperaturen von mehr als 30 Grad kamen in der Nacht schwere Gewitter. Bis in den frühen Freitagmorgen sind zwei starke Unwetter über das Land hinweggezogen. Die Schäden erstrecken sich auf einer Linie von der deutsch-belgischen Grenze bei Aachen über das Ruhrgebiet, den Niederrhein und Westfalen bis hinein nach Niedersachsen.

Unwetter fordert 1.500 Schadensmeldungen

In der Landwirtschaft sind erhebliche Schäden zu verzeichnen. Bernd Edeler, Bezirksdirektor in Münster, berichtet, dass bislang bereits mehr als 1.500 Schadenmeldungen für Hagel, Sturm und Starkregen eingegangen sind. Betroffen sind 25.000 ha mit ca. 60 Mio. Euro Versicherungssumme. Die Regulierung der Schäden ist bereits im Gange.

Kommentar: Andere Berichte geben bereits jetzt eine mögliche schlechte Ernte für 2016 an.


Bizarro Earth

Wieder ein Erdrutsch in Nachterstedt

© MDR/Sven Nowak
Der Concordiasee bei Nachterstedt.
In Nachterstedt im Salzlandkreis hat es einen Erdrutsch gegeben. Eine Polizeisprecherin sagte MDR SACHSEN-ANHALT, dass dabei am Concordiasee ein Bauarbeiter leicht an der Schulter verletzt wurde. Demnach wollte der 51-Jährige mit einem Radlader Kies in eine Böschung abladen. Dabei sei der Hang plötzlich weggerutscht und der Radlader nach vorn gekippt. Daraufhin sei der Mann aus dem Wagen herausgesprungen und habe sich so gerettet. Er erlitt einen Schock. Der kleine Erdrutsch fand auf der Uferseite statt, wo bereits 2009 bei einem schweren Erdrutsch drei Menschen ums Leben kamen.

Großer Erdrutsch 2009

Vor rund sieben Jahren waren an dem ehemaligen Braunkohletagebau mehrere Häuser in den Concordiasee gestürzt, als ein 350 Meter breiter Uferstreifen in Bewegung geriet. Ein ganzes Wohngebiet wurde evakuiert und unbewohnbar.

Kommentar:
Erdrutsch von Nachterstedt 2009: Drei Leichen bleiben verschwunden unter 4,5 Millionen Kubikmetern Erde begraben
© Unbekannt



Sun

Türkei: Waldbrände um Antalya - Dutzende Menschen evakuiert

Aus der türkischen Urlaubsregion Antalya sind wegen Waldbränden Dutzende Menschen - Einwohner und Touristen - evakuiert worden. Wie die Zeitung „Hürriyet“ berichtet, hat sich das Großfeuer von Adrasan bis Olympus ausgebreitet.

© Sputnik / Oleg Soloto
Die Waldbrände, die zuerst am Freitag im Raum Kumluca registriert wurden, sind zwei Tage später stärker geworden. Bei den Löscharbeiten sind zwei Hubschrauber und ein Flugzeug im Einsatz. Auf Anordnung der Behörden sind Ortsansässige und Touristen in Sicherheit gebracht worden.

Laut dem Gouverneur von Kumluca breitet sich das Feuer rasant aus. Es sei nicht vorauszusagen, in welche Richtung der Wind die Flammen treiben werde, so der Beamte.

Kommentar:


Fish

Rotfeuerfisch: Exotischer Giftfisch besiedelt das Mittelmeer

Exotischer Giftfisch aus dem Roten Meer breitet sich immer weiter aus
© Alexander Vasenin/ CC-by-sa 3.0
Der Indische Rotfeuerfisch (Pterois miles) kam ursprünglich im Roten Meer und im Indischen Ozean vor.
Giftiger Einwanderer: Der Indische Rotfeuerfisch kommt zunehmend auch im Mittelmeer vor. Innerhalb nur eines Jahres hat der ursprünglich im Roten Meer und Indischen Ozeans heimische Raubfisch die gesamte Südküste von Zypern besiedelt, wie Forscher berichten. Dort bedroht er nun die heimische Artenvielfalt. Ermöglicht wird dieses Vordringen durch die klimabedingte Erwärmung des Mittelmeers, aber auch durch die Erweiterung des Suezkanals.

Bad Guys

Erdfall in Essen - Ein Auto ist fast darin versunken

Eine Wasserleitung ist in Essen geplatzt. Die Folgen: Auf der Straße tat sich ein großer Krater auf. Mehrere Straßen und Keller standen unter Wasser.
© KDF-TV & Picture
Ein etwa 50 Quadratmeter großer Krater hat sich in der Nacht zu Dienstag auf der Straße "Am Kalverkämpchen" in Essen-Kray (an der Stadtteilgrenze zu Steele) aufgetan. Zwischenzeitlich drohte laut Feuerwehr sogar ein Kleinbus, der neben dem Krater stand, umzustürzen. Ursache für den Schaden war ein Defekt an einer Wasserleitung.

Die Feuerwehr wurde gegen 0.28 Uhr alarmiert. Als die Einsatzkräfte eintrafen, waren mehrere Straßen überflutet. Geröll verteilte sich in den tiefer liegenden Straßen, einige Keller liefen voll. Die Feuerwehr musste den Kleinbus, der drohte, neben dem Krater umzukippen, mit einem Kran anheben. Ein Abschleppunternehmer zog das Fahrzeug dann auf seine Ladefläche.