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Mi, 27 Okt 2021
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Ernteausfälle

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Zweitniedrigste Kartoffelernte der Nachkriegszeit erwartet

Die bayerischen Kartoffelbauern erwarten heuer eine katastrophal schlechte Ernte. Trockenheit und Sommerhitze setzten den Knollen derart zu, dass laut Landesamt für Statistik mit der zweitschlechtesten Ernte der Nachkriegszeit zu rechnen ist.

Bauernfamilie Kartoffelernte
© BR
In diesem Jahr werden in ganz Bayern voraussichtlich nur 1,42 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet, teilt das Bayerische Landesamt für Statistik in Fürth am Montag (28.09.15) mit. Dies sei die zweitniedrigste Erntemenge nach Ende des Zweiten Weltkriegs, heißt es weiter. Die durchschnittliche Kartoffelernte der vergangenen sechs Jahre liegt bei etwa 1,8 Millionen Tonnen, im besonders ertragreichen Jahr 2014 wurden fast 1,9 Millionen Tonnen geerntet.

Grund für die schlechte Ernte war der besonders heiße und trockene Sommer. Wochenlang stiegen die Temperaturen über 35 Grad Celsius, der Regen blieb aus - besonders für die Knollen sind das schlechte Bedingungen. Sie hören bei 28 bis 30 Grad schlicht auf zu wachsen. Auch die Beregnung der Felder half über die Trockenheit nicht hinweg. Die schlechteste Kartoffelernte seit dem Zweiten Weltkrieg war übrigens die von 2013. Damals waren nach schweren Regenfällen unter anderem große landwirtschaftlich genutzte Flächen überschwemmt worden.

Kommentar: Der diesjährige Sommer sorgte nicht nur hier und bei Kartoffeln für Ernteausfälle. Jetzt brauchen nur noch schlechte Zeiten dazukommen und viele haben plötzlich ein Problem.


Fire

Extreme Trockenheit und Sanktionen gegen Russland bringen Millionenverluste bei Ernte in Deutschland

Hohe Temperaturen, wenig Niederschläge - das Wetter verhagelt den Bauern die Erntebilanz. Doch nicht nur die Trockenheit, auch ein politischer Faktor macht den Landwirten zu schaffen.
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© picture alliance / dpa
Wegen der extremen Trockenheit fällt die Erntebilanz der deutschen Bauern in diesem Jahr mager aus. Sie ernteten elf Prozent weniger als im vergangenen Jahr, wie der Präsident des Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, im ZDF sagte. Demnach belief sich die Getreideernte auf 46,5 Millionen Tonnen, die Rapsernte lag bei unter fünf Millionen Tonnen.

Im äußersten Süden Baden-Württembergs und Bayerns sowie in Schleswig-Holstein hätten die Bauern "eine ordentliche Ernte einfahren können", sagte Rukwied. Im übrigen Land sei die Ernte wegen der starken Trockenheit "deutlich unterdurchschnittlich" ausgefallen. In manchen Regionen Deutschlands müssten die Landwirte 40 bis 50 Prozent Einbußen hinnehmen.


Kommentar: Und viele Politiker wollen nicht einsehen, dass die Sanktionen gegen Russland ein Schnitt ins eigene Fleisch sind. Das liegt daran, dass viele Politiker Psychopathen sind und sie nicht vorausschauend denken und handeln können und Präsident Putin einfach schlecht machen wollen.
  • Feindbild Putin: Vernichtung von Lebensmitteln in Russland - Kommentar



Sun

Dürre in Nordkorea: Die schwerste seit 100 Jahren

Fast ein Drittel aller Reispflanzen in Nordkorea ist vertrocknet. Das Regime wiegelt ab: Es drohe keine Hungersnot wie in den neunziger Jahren.
dürre, nordkorea
© Reuters
In Nordkorea führt die seit Monaten dauernde Dürre zu großen landwirtschaftlichen Schäden. Dies berichtet die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Mindestens 30 Prozent des angepflanzten Reises seien vertrocknet. Besonders betroffen sind laut KCNA die Provinzen Nord- und Süd-Hwanghae im Südwesten des Landes. Dort seien bis zu 80 Prozent der Pflanzen verdorrt. Die Dürre wurde als schwerste seit 100 Jahren bezeichnet.

Vor gut zwei Wochen hatte bereits der UN-Vertreter in Nordkorea, Ghulam Isaczai, vor einem großen Defizit in der Nahrungsmittelversorgung gewarnt. Allerdings sei die Landwirtschaft in Nordkorea besser gegen Ausfälle gewappnet als in den neunziger Jahren. Damals starben Schätzungen zufolge Hunderttausende Menschen an Mangelernährung.

KCNA berichtete, die Landwirte würden nun andere Getreidesorten nachsäen. Nachdem das vergangene Jahr bereits das trockenste seit 30 Jahren gewesen sei, seien schon vermehrt Weizen, Gerste und Kartoffeln angebaut worden, sagte Kwon Tae-jin des GSnJ Institute im südkoreanischen Seoul.

Kommentar:




Fire

Vogelgrippe in Amerika forderte bisher 41 Millionen gekeultes Geflügel - Europäische Eiproduzenten profitieren

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© REUTERS/Stringer
Europäische Eierexporteure könnten von der in den USA grassierenden Vogelgrippe und der dadurch drohenden Unterversorgung auf dem amerikanischen Markt profitieren. Darauf hat der Vorsitzende des niederländischen Eierhändlerverbands (ANEVEI), Hubert Andela, hingewiesen.

Seinen Angaben zufolge ist die US-Eiererzeugung infolge des Seuchengeschehens inzwischen um mehr als 10 % geschrumpft. Andela geht davon aus, dass die USA demnächst Importe von Eiern und Eiprodukten genehmigen werden. Bereits vor dem Ausbruch der Vogelgrippe sei die US-Nachfrage nach Eiweiß und Eigelb intensiv gewesen, und zwar wegen der großen Beliebtheit von „Protein-Burgern“, erklärte Andela. Darauf hätten niederländische Eierproduzenten frühzeitig reagiert und schon im vergangenen Jahr bei den US-Behörden Importgenehmigungen beantragt.

Der Verbandsvertreter rechnet zudem mit einer steigenden Eiernachfrage aus Asien. Dies sei bislang eine wichtige Zielregion für US-Eierexporte gewesen, die nun entfielen. Nach Angaben des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) wurden seit dem Ausbruch der Vogelgrippe in der zweiten Dezemberhälfte 2014 bis zum 21. Mai insgesamt rund 41 Millionen Stück Geflügel im Rahmen der Seuchenbekämpfung gekeult.

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Sun

Trockenheit macht Bauern in Hessen zu schaffen - Ernteausfälle für Wintergerste garantiert

Die Landwirte stöhnen unter der Trockenheit und fürchten um ihre Getreideernte. „Zuletzt hat es im April tüchtig geregnet, alles was danach kam ist quasi verdunstet", erklärt Franziska Wollandt, Pressesprecherin vom Kreisbauernverband auf HNA-Anfrage. Die Wintergerste sei bereits nachhaltig geschädigt.
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Symbolbild
Wolfhager Land - Wenn die Halme im Wachstum zu wenig Wasser erhielten, stoppten sie das Wachstum und trieben früh die Ähre aus. „Dadurch sind die Pflanzen nur wadenhoch gewachsen.“ Dies bereite Probleme bei der Ernte, weil die Fahrzeuge auf diese Höhe nicht einzustellen seien. Ernteeinbußen seien jetzt schon sicher.

Damit sich dieser Negativtrend nicht fortsetzt muss es jetzt dringend mehr regnen. „Wir brauchen einen nachhaltigen Landregen“, wünscht sich Volland.

Kommentar: Auch in Franken zeichnet sich ein ähnliches Bild ab:


Cloud Grey

Landwirte in Franken fürchten um ihre Ernte wegen anhaltender Trockenheit

Während Südbayern über Dauerregen stöhnt, trocknen nördlich der Donau die Felder und Wälder aus. Frankens Bauern haben Angst um ihre Ernte, im Knoblauchsland wird schon auf Donau-Wasser zurückgegriffen. Jetzt kommt Hilfe aus dem Süden.

dürre, draught

Symbolbild
Zehn Liter Regen pro Quadratmeter gab es in Ansbach, drei Liter in Nürnberg - "das ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein", sagt Ottmar Braun vom Bauernverband Mittelfranken. Regen wäre dringend nötig, damit sich Flachwurzler wie der bereits gesäte Mais schnell entwickeln.

Mancher Landwirt fürchtet schon um seine Erträge. Die Wintergerste könnte eine Notreife entwickeln. Ein bis zwei Wochen noch, so Braun, "dann wird es kritisch". Die Wettervorhersagen versprechen aber nur vereinzelt Regen, dagegen soll schon bald eine sommerliche Hitzewelle übers Land ziehen.

Landwirte helfen sich über Futterbörse

Für Felder und Wiesen, die nicht künstlich bewässert werden, also trübe Aussichten. Der Bauernverband hatte im ähnlich trockenen Jahr 2003 eine Futterbörse im Internet eingerichtet, damit sich Landwirte in Nordbayern günstig Silage, Heu und Futtergetreide im Süden des Freistaats besorgen können. Beim Donau-Hochwasser 2013 halfen die nordbayerischen Landwirte im Süden aus. Jetzt wird die Börse wohl wieder verstärkt genutzt werden, meint Braun.

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Ice Cube

Regen für einen gesamten Monat an zwei Tagen in Tirol und Kärnten

Feuerwehren im Dauereinsatz. Zahlreiche Keller unter Wasser. Hagelschäden in Millionenhöhe.
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© APA/LFV/MEIER
Zum zweiten Mal in zwei Tagen haben am Mittwoch Unwetter und Hagel in der Oststeiermark Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen und an Objekten angerichtet, wie Feuerwehren und die Hagelversicherung berichteten. Betroffen waren die Bezirke Hartberg-Fürstenfeld, Südoststeiermark und Weiz. Schäden entstanden vor allem an Obstkulturen - etwa Heidelbeeren, Erdbeeren, Holunder, Birnen - bei Gemüse, Mais und Kürbissen.

Der Gesamtschaden beträgt nach ersten Erhebungen durch die Sachverständigen rund 1,5 Millionen Euro auf einer Fläche von mehr als 2.500 Hektar. Bereits am Dienstag waren Kulturen im Wert von 2,5 Millionen Euro auf rund 2.000 Hektar vernichtet worden. In Tirol und in Kärnten hat es innerhalb von ein bis zwei Tagen so viel geregnet wie in einem durchschnittlichen Jahr im gesamten Mai.

Im Bezirk Hartberg setzten Regen und Hagel zahlreiche Keller unter Wasser und verunreinigte und blockierte durch mitgeschwemmte Erde und Pflanzen etliche Straßen. Auch die Bezirke Graz-Umgebung und Leibnitz sowie die Südoststeiermark im Raum Kirchbach und St. Stefan sowie Feldbach und entlang des Raabtals Kanäle und Wasserläufe sind betroffen. Viele Gemeinde- und Landesstraßen wurden überflutet oder mit Schlamm bzw. Erdmassen von den Äckern überspült.

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Wasserstände auf Tiefstand in Kalifornien: Vorschriften für Wassersparen angesagt

Wegen einer andauernden schweren Dürre in Kalifornien ordnet der US-Westküstenstaat wassersparende Maßnahmen an. Städte und Gemeinden müssen ihren Wasserverbrauch um 25 Prozent zu reduzieren.
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© Reuters
Schon länger werden die Bürger aufgefordert, ihre Rasenflächen nur dreimal pro Woche zu bewässern.
Angesichts einer seit vier Jahren andauernden extremen Dürre hat der US-Bundesstaat Kalifornien Vorschriften zum Wasserverbrauch angekündigt. Erstmals in der Geschichte des Westküstenstaates habe Gouverneur Jerry Brown verpflichtende Vorschriften ausgearbeitet, mit denen der Wasserverbrauch um 25 Prozent gesenkt werden solle, erklärte ein Sprecher.

Kalifornien ordnet bisher einmalige Vorschriften an

Da kein Ende der Trockenheit in Sicht sei, sei Kalifornien zu "noch nie dagewesenen Maßnahmen" gezwungen, hieß es. Unter anderem sollen in Grünanlagen der Städte insgesamt 4,6 Millionen Quadratmeter Rasenflächen durch anspruchslosere Pflanzen wie Kakteen, Agaven und Sukkulenten ersetzt werden.

Kommentar: Die Dürre in Kalifornien hält bereits seit über einem Jahr an und ist auch ein Zeichen der extremen Erdveränderungen die unser Planet durchläuft.




Sun

Dürre in Kalifornien: Wassernotstand, Wassersparen, Notschlachtungen und Ernetausfälle

Leere Wasserreservoirs, verdorrte Felder, braune Wiesen: Kalifornien vertrocknet.
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© APA/EPA/JOHN G. MABANGLO
Der Shasta-See ist ebenso wie viele andere kalifornische Seen und Flüsse nahezu ausgetrocknet
Braun ist das neue Grün." Der Slogan, mit dem der Wasserversorger des Bezirks Santa Clara südlich von San Francisco zu sorgsamen Umgang mit dem kühlen Nass auffordert, grenzt an Galgenhumor. Denn die Kalifornier haben angesichts einer lang anhaltenden Dürre wenig zu lachen. Seit drei Jahren hat es nicht mehr nennenswert geregnet, der vorige Winter war besonders niederschlagsarm. Die Schneedecke am Sierra-Nevada-Gebirge, wichtigste Wasserquelle des Bundesstaates, erreichte nur ein Viertel der üblichen Dicke. Flüsse und Seen trocknen aus. Zudem wüten wieder Waldbrände in Kalifornien.

Gouverneur Jerry Brown rief schon im Jänner den Wassernotstand aus. Mittlerweile sind zehn der zwölf größten Wasserreservoirs weniger als halb voll. Im Stausee Lake Mead, dem größten Trinkwasserreservoir der USA südöstlich von Las Vegas, fiel der Pegel um zwei Drittel. Sollte der Wasserstand weiter sinken, droht Vegas aus Trinkwassermangel das Aus.

Kommentar:




Phoenix

Der Ausbruch des Laki 1783 und die tödliche Not mit dem Nebel

Armageddon begann auf Island und ganz Europa litt darunter.

Lakispalte auf Island
© University of California
Lakispalte auf Island
1783 ging die Angst um in Europa. Erdbeben erschütterten Kalabrien, Vulkane auf Island und in Italien brachen aus und das Wetter war extrem. Der Sommer war einer der heißesten, seit Aufzeichnungen existieren, bei den Sonnenuntergängen leuchtete der Himmel in allen Farben und nachts schien ein blutroter Mond. Gewaltige Gewitter gingen nieder. Menschen starben und viele dachten, das alles seien die Vorzeichen des jüngsten Gerichts. Und es begann auf Island.

Wie das Wissenschaftsjournal New Scientist berichtet, war der Anfang der vielen Katastrophen der Ausbruch eines Vulkans auf Island. Zuerst bebte die Erde. Am 8. Juni begann die Lakispalte, ein 25km langer Riss in der Erdkruste, ausgehend vom Vulkan Grimsvötn, Lava zu speien. Der Lavastrom erstreckte sich über 88 km Länge, bedeckte zuletzt eine Fläche von 570 Quadratkilometern.

Der Pfarrer Jon Steingrimsson beschreibt in seinen Aufzeichnungen (Fires of the Earth: The Laki Eruption 1783-1784), wie die Anwohner die Katastrophe erlebten: