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Mi, 27 Okt 2021
Die Welt für Menschen, die denken

Ernteausfälle

Attention

Hat der Krieg um Wasser begonnen? Immense Dürren in vielen Gebieten der Erde führen zu Wasserknappheit und Rationierungen

Der Militärchef der Philippinen, General Emmanuel Bautista, beschuldigte heute Chinas Küstenwacht, mit einer Wasserkanone auf Fischer seines Landes geschossen zu haben. Wenn ich mich dieser Tage im Blätterwald umschaue, frage ich mich allerdings, was gefährlicher ist: Wasser als Waffe, oder die Abwesenheit von Wasser.

Kanadas US-Botschafter Gary Doer, warnte an diesem Montag, das Ahornland müsse sich auf “diplomatische Wasserkriege” mit dem Nachbarn USA vorbereiten. Der Grund: Auf beiden Seiten der Grenze wächst der Bedarf an Wasser rasant.

Auseinandersetzungen um das verfügbare Wasser dürften laut Doer weitaus ernster sein als die äußerst umstrittene Groß-Pipeline “Keystone XL”, die Öl von Albertas Ölsanden bis nach Texas befördern soll. Die Verzögerung bei der Genehmigung der Pipeline hat auf kanadischer Seite zu einer der umfangreichsten diplomatischen Kampagnen gegenüber den USA geführt.
Trockenheit, Dürre
© Aurelien Francisco Barros/ AFP/GETTY IMAGES
Eine Kuh in Quixada, Brasilien, steht im Januar auf einem ausgetrocknetem Feld. Eine anhaltende Hitzewelle in Brasilien verursacht eine schwerwiegende Dürre, was die Menschen in über 140 Städten dazu zwingt, ihr Wasser zu rationieren.
So weit das Auge des interessierten Zeitungslesers reicht, haben wir über den ganzen Globus verteilt derzeit immense Dürren, abgesehen vielleicht von Großbritannien, das an der Küste mehr Wasser abbekommt, als es verkraften kann. Von Südostasien über Lateinamerika bis hinein in die USA wird von extremer Wasser-Knappheit - vor allem Regen - berichtet.

Attention

Trockenzeit in Kalifornien: Das Wasser geht aus

Das US-Büro für Landgewinnung hat den ersten Ausblick auf das laufende Jahr veröffentlicht und stellt darin fest, dass es in Kalifornien diesem Jahr nicht genug Wasser in den Silos gebe, um Landwirte ausreichend beliefern zu können.
Dürre, Trockenheit
Es ist das erste Mal seit 54 Jahren, dass kalifornische Landwirte sich darüber Sorgen machen müssen, wie sie ihre Felder bewässern sollen. Jeder versuche gerade Wege zu finden, um die aktuelle Dürre zu überwinden, sagt der Direktor des Büros.

Nun steigt der Preis für Wasser in Kalifornien, was schlussendlich Experten zufolge zu steigenden Preisen für Nahrungsmittel führen müsse. In dem Bericht des Büros für Landgewinnung heißt es, dass bei fortgesetzter Trockenheit keine Wasserlieferungen an die Landwirtschaft durchgeführt werden könnten. Danach sehe es aus - in den Bergen Kaliforniens sei die Schneedecke nur bei 29% des Normalmaßes.

Kommentar: Es herrschen momentan in vielen Gegenden unseres Globus immense Dürren, siehe auch folgenden Artikel:

Hat der Krieg um Wasser begonnen? Immense Dürren in vielen Gebieten der Erde führen zu Wasserknappheit und Rationierungen


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Einige Ernteausfälle im Jahr 2013 für Österreich

Steirer bekommen Nachwirkungen der Dürre zu spüren. Bei welchen Kulturen die Vorräte jetzt zuneige gehen und woher Ware importiert wird.
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© Rita Newman
Die steirischen Käferbohnenvorräte gehen zur Neige
In den nächsten Tagen ist's soweit. Dann sind - bis auf einige kleine Lager bei Direktvermarktern - sämtliche steirische Käferbohnen-Vorräte aufgebraucht. Ein halbes Jahr zu früh, weil die Dürre 2013 hierzulande fast für einen Totalausfall gesorgt hat. Ob im Gasthaus oder aus dem Supermarkt: den meisten Steirern werden in den nächsten Monaten Käferbohnen aus China aufgetischt. Bis November greift der größte steirische Käferbohnenvermarkter, Estyria aus Wollsdorf, auf Ware aus dem Land der Mitte zurück, kündigte Geschäftsführer Franz Seidl im ORF-Gespräch an. Nachsatz: Das werde aber auch so gekennzeichnet.

Während die Landwirtschaftskammer nun Bauern überzeugen will, hitzebeständige Bohnen anzubauen und die Anbaufläche auf 1000 Hektar zu verdoppeln, stellt sich die Frage, bei welchen weiteren Steirer-Produkten die Vorräte heuer dürrebedingt frühzeitig zuneige gehen.

Umbrella

Wetterextreme in Sachsen häufen sich - dunkelster Winter seit Beginn der Messungen für 2013

Dresden. Mit starken Wetterextremen hat sich der Klimawandel 2013 in Sachsen deutlich bemerkbar gemacht. Ein extrem dunkler Winter, die starke Märzkälte und das Hochwasser im Sommer hätten Mensch und Umwelt zu schaffen gemacht, teilte das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie am Donnerstag in Dresden mit. „Die Zunahme der Wetterextreme ist auf den Klimawandel zurückzuführen“, sagte Klimaexperte Walter Schmidt.

Nur 110 Sonnenstunden gab es demnach in Dresden im Winter 2012/13 - 64 Stunden weniger als im Mittel von 1961 bis 1990. Diese Messung ist laut Experten exemplarisch: Auch andernorts in Sachsen war es der dunkelste Winter seit Beginn der Messreihe.

Bell

Pestizide können Hungersnöte auslösen: Nutzflächen gehen verloren

earth soil
© Sarunyu foto
Der Ackerbau ist gefährlich für unser zukünftiges Überleben
Der massive Einsatz von Pestiziden hat die Ackerflächen weltweit schwer geschädigt. Eine Studie zeigt, dass das Ökosystem der Erde durch Insektengifte bereits schwer geschädigt ist. Jedes Jahr geht ein Prozent der weltweiten Anbauflächen durch Erosion verloren. Hungersnöte drohen - für die Schwellenländer und den reichen Westen.

Das Ökosystem in Ackerflächen ist nachhaltig geschädigt. Die Vielfalt der Bodenorganismen hat in landwirtschaftlich genutzten Böden massiv abgenommen. Forscher der University of Colorado konnten mittels DNA-Analyse feststellen, dass sich die Vielfalt der Bodenorganismen auf Ackerflächen verringert hat. Die Forscher verglichen mittels DNS-Analyse die Bakterienvielfalt aus Ackerland mit Erde, die keiner Landwirtschaft ausgesetzt war.

Erde aus der Landwirtschaft ähnle nur noch entfernt dem ursprünglichen Boden. Bodenmikroben spielen aber die Schlüsselrolle im Ökosystem. Um das zu erhalten, sollte Düngemittel nicht mehr zum Einsatz kommen, so der Autor der Studie im britischen Telegraph.

Snowflake Cold

Nach Polarwirbel in Amerika: Bauern fürchten um Zwiebel-Ernte

Icicles from Toronto ice storm
© blog.to
Symbolbild
Für eine Entwarnung ist es zwar noch zu früh, aber in Nordamerika soll es in den kommenden Tagen wieder wärmer werden. Die Obdachlosen hat die Winterfront besonders hart getroffen. Der TV-Sender CNN berichtet von 16 Toten als Folge des Unwetters.

Der Nationale Wetterdienst weist wegen der Rekordkälte in weiten Teile der USA weiterhin auf die Gefahr von Frostbeulen hin. Zwar soll es den Meteorologen zufolge allmählich wieder wärmer werden. Menschen ohne Zuhause mussten aber weiterhin Zuflucht in Notunterkünften suchen, um der lebensgefährlichen Kälte zu entkommen.

Sogar im sonst eher wärmeverwöhnten Südstaat Georgia starb ein Obdachloser an den Folgen des Winterwetters. Die Millionenmetropole New York, in der mehr als 50'000 Obdachlose leben, unter ihnen 22'000 Kinder, hatte ihr Angebot für Menschen ohne Dach über dem Kopf bereits ausgeweitet.


Zehntausende Hilferufe bei Pannendienst


Reisende stellte die Kaltfront weiter auf eine harte Geduldsprobe. Autos blieben liegen, etwa weil Autobatterien schlapp machten, berichtete der Automobilverband AAA. Ein Regionalverband sprach von 30'000 Anrufen in den Staaten Maryland, Washington D.C. sowie Teilen von Virginia, Pennsylvania und New Jersey seit vergangenem Freitag. 70 Prozent mussten ihre Wagen abschleppen lassen oder benötigten Starthilfe. Tausende Reisende sassen ferner noch immer an den Flughäfen fest.

Bullseye

Wegen milder Temperaturen: Eisweinernte fällt überwiegend aus

Nicht nur Wintersport-Freunde hadern mit den derzeit milden Temperaturen. Auch die Winzer schauen unzufrieden auf die Wetterberichte. Denn der ausbleibende Frost verhindert die Produktion eines beliebten Tropfens.
weiswein
© picture alliance / dpa
Weinliebhabern verdirbt die milde Witterung der vergangenen Wochen die Laune. Angesichts der für die Jahreszeit untypischen Temperaturen ist die Eisweinernte diese Saison in den deutschen Anbaugebieten nahezu ausgefallen. Bei einem ersten Kälteeinbruch hatten Ende November 2013 zwar eine Handvoll Winzer die edelsüße Spezialität produziert. Doch wegen der anhaltenden Plusgrade rückt eine Eisweinernte - bei mindestens minus sieben Grad Kälte - in weite Ferne.

"Es ist zwar nicht ausgeschlossen, dass einzelne Winzer noch Trauben haben hängen lassen, das dürfte aber die absolute Ausnahme sein", sagte ein Sprecher des Deutschen Weininstituts (DWI) in Mainz.

Magnify

Warmer Winter und plötzlicher Frost könnte Ernte gefährden

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© Marcel May
Feuchte und warme Temperaturen können zum Problem für die Landwirtschaft werden.
Der unberechenbare Winter macht nicht nur die Straßen plötzlich und unvorhergesehen glatt. Auch auf den Feldern wäre ein extremer Temperaturumschwung fatal.

Eigentlich müssten die Pflanzen schon schlafen. Im November, spätestens im Dezember setzen sich Gerste, Weizen, Raps zur Winterruhe. Aber dieser Winter ist extrem mild und warm. Keine Spur von Bodenfrösten, geschweige denn Schnee. Welche Folgen das für die Landwirtschaft hat, erklärt Barbara Brands, Chefin des Altentreptower Bauernverbands.

„Problematisch kann sein, dass das Getreide immer weiter wächst“, sagt sie. Normalerweise unterbricht der Frost das Wachstum der Pflanzen. Momentan aber werden sie bei den milden Temperaturen von fast zehn Grad größer und größer. Zierpflanzen wie Schneeglöckchen oder Kirschbäume hat die Chefin des Bauernverbands sogar schon blühen gesehen. Landwirt Frank Kurzhals aus Burow beobachtet verstärktes Wachstum vor allem an den früh bestellten Weizen- und Getreidepflanzen. Diese sind schon sehr weit entwickelt; der Raps dagegen sei noch nicht dramatisch groß.

Hiliter

Ascheregen zerstört Ernte auf Sumatra

Vier Jahrhunderte war der Mount Sinabung inaktiv, jetzt kommt der Vulkan auf der indonesischen Insel Sumatra plötzlich nicht mehr zur Ruhe. Die unmittelbare Umgebung des Feuerbergs wurde bereits evakuiert.

Die Ernte ist wohl kaum mehr zu retten in Tanah Karo auf der indonesischen Insel Sumatra. Das ganze Feld ist mit Asche bedeckt. Die weht unaufhörlich vom Mount Sinabung herüber. Der Vulkan war fast vier Jahrhunderte inaktiv, seit Ende vergangenen Jahres kommt er nun plötzlich nicht mehr zur Ruhe. Die unmittelbare Umgebung des Berges wurde bereits evakuiert, mehr als 20.000 Menschen sind in Notunterkünften untergebracht.

Red Flag

Lebensmittelpreise doppelt so stark gestiegen wie andere Waren

Für Kartoffeln sind 40 Prozent, für Gurken 27 Prozent mehr Geld fällig als noch 2012: Lebensmittel haben sich einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge in diesem Jahr deutlich stärker verteuert als andere Waren. Ein Grund für den Preisanstieg sind die schlechten Ernten.
kaufhalle, obst, nahrungsmittel
© dpa/Norbert Försterling
Berlin - Die Preise für Lebensmittel sind in diesem Jahr mehr als doppelt so stark gestiegen wie andere Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs. Im Schnitt verteuerten sich Lebensmittel um vier Prozent, berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Deutschen Bauernverbands. Verbandspräsident Joachim Rukwied wird am Mittwoch den Agrar-Report vorstellen.

Konkret stiegen die Preise für Kartoffeln demnach um 40 Prozent, für Gurken um 27 Prozent. Butter wurde um etwa ein Drittel teurer. Zum Vergleich: Zuletzt lag die Inflationsrate in der Bundesrepublik bei 1,3 Prozent, im Oktober sogar nur bei 0,7 Prozent.