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Mo, 18 Okt 2021
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Ernteausfälle

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Bayern fährt schlechteste Kartoffel-Ernte der Nachkriegszeit ein

Kartoffeln werden dieses Jahr wegen des schlechten Ertrags teurer. Das Landesamt für Statistik spricht von der schlechtesten Ernte der Nachkriegszeit.

Viele Bauern im Landkreis haben bei der diesjährigen Kartoffel-Ernte große Ausfälle. Das spiegeln die Preise wider. „Die sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen“, sagt Josef Tremmel, Geschäftsführer des Dasinger Bauernmarkts. Die Nachfrage sei aber stabil und die Kunden hätten Verständnis. Tremmel sagt: „Die Gründe dafür sind den meisten ja bekannt.“

Grund: Nasser Frühling, trockener Sommer

Schuld an dem schlechten Ertrag sind der nasse Frühling und der trockene Sommer. Zuerst konnten die Kartoffeln nicht richtig keimen, in der Wachstumsphase fehlte ihnen dann der Regen. „Jetzt bei der Ernte im Oktober muss es dagegen wieder trocken bleiben, damit die Bauern zumindest alles von ihren Feldern holen können“, sagt Reinhard Herb, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands. Der Sielenbacher beschreibt die Situation als sehr schlecht. Der Ernteertrag im Landkreis liege 25 bis 30 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. „Darunter leiden die Landwirte sehr“, sagt Herb. Außerdem spüre der Verbraucher diese Entwicklung an den Preisen.

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Ernte in Thüringen mit großen regionalen Unterschieden

Der lange Winter, das nasse Frühjahr und der trockene und heiße Sommer haben in Thüringen zu großen Unterschieden bei den Ernteerträgen geführt.
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© AP Photo/Ed Andrieski, File
"Ich kann mich an kein Jahr erinnern, in dem wir so krasse regionale Unterschiede hatten", sagte Helmut Gumpert, Präsident des Thüringer Bauernverbandes. Während die Landwirte im Norden und der Mitte Thüringens überdurchschnittliche Ernten etwa beim Getreide einfahren konnten, hätten Starkregen und Hochwasser vor allem Ostthüringen schwer getroffen.

Auch bei den verschiedenen Kulturen seien die Unterschiede groß, so Gumpert. Beim Winterweizen etwa - der wichtigsten Getreideart in Thüringen - sei der Ertrag mit 7,6 Tonnen je Hektar Anbaufläche der dritthöchste seit 1990. Rund ein Drittel davon sei "Eliteweizen" mit besonders guter Backqualität.

Weniger zufrieden waren die Landwirte mit der Wintergerste, die besonders unter der Feuchtigkeit im Frühjahr litt.

Stock Down

45 Prozent Ernteausfall bei den Kartoffelbauern bei Neumarkt

Neumarkt - Das diesjährige Wetter hat in Bayern und auch im Landkreis Neumarkt die Erntesituation bei Kartoffeln stark beeinflusst.

Was sich schon Mitte des Jahres abzeichnete, kann nun mit konkreten Zahlen belegt werden. Die kartoffelverarbeitende Firma "Burgis" aus Neumarkt bestätigt einen Ernteausfall bei seinen Vertragslandwirten von 45 Prozent.

Trotz des schlechtesten Ernteergebnisses in der über 40jährigen Geschichte des Familienunternehmens könne durch vorausschauende Planung und Rohwarenmanagement die Produktion von qualitativ unverändert hohen Kartoffelprodukten weiterlaufen, hieß es in einer Stellungnahme am Montag.

Burgis verarbeitet ausschließlich Kartoffeln von regionalen Landwirten, mit denen seit über 25 Jahren eine "faire Partnerschaft" besteht.

Bereits im Juli zeichnete sich ab, was jetzt Realität ist: der zu lang andauernde Winter, das Hochwasser und anschließend trockene Hitze setzten den Kartoffeln zu. Deutschlandweit liegt die Kartoffelernte weit hinter den Erwartungen zurück - Bayern hat es am härtesten getroffen. "45 Prozent weniger Kartoffeln als zu Jahresbeginn mit unseren Erzeugergemeinschaften vereinbart stehen uns für die Produktion von Kartoffelspezialitäten wie Kloßteig oder geformte Knödel zur Verfügung", sagte Timo Burger von der Burgis-Geschäftsführung.

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Bauernverband: Schlechteste Apfelernte seit zehn Jahren

Deutsche Obstbauern erwarten 2013 die schlechteste Apfelernte seit zehn Jahren. Wie die Bild-Zeitung (Montagausgabe) berichtet, rechnet der Deutsche Bauernverband deshalb insgesamt mit einem Preisanstieg von bis zu 20 Prozent.

In Deutschland werden 802.000 Tonnen Äpfel geerntet, 17 Prozent weniger als im Vorjahr. Grund dafür sei vor allem das feuchte und kühle Frühjahr. Zudem hätten die Apfelbäume im Juni ungewöhnlich viele Früchte abgeworfen. Nach Regionen rechnet der Bauernverband mit rund 201.000 Tonnen von der Niederelbe (minus 29 Prozent zum Vorjahr), 221.000 Tonnen am Bodensee (18 Prozent weniger als im Vorjahr), 81.000 Tonnen in Sachsen und Sachsen-Anhalt sowie mit 44.000 Tonnen im Rheinland.

Engpässe seien trotz der Ernteausfälle nicht zu befürchten, weil ein Ausgleich über die europäischen Nachbarländer erfolge. Weit über die Hälfte der Importe stammt dabei aus Polen, Italien und Frankreich. In der Europäischen Union wird die diesjährige Apfelernte für die 28 Mitgliedsstaaten auf 10.798.000 Tonnen geschätzt. Sie liegt damit um sieben Prozent höher als im letzten Jahr mit 10.087.000 Tonnen.

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Spekulation? US-Agrarbehörde hebt US-Rekordernteprognose für Mais weiter an

Wellington (BoerseGo.de) - Mais gibt am Freitag den zweiten Handelstag in Folge nach. Gegen 12:30 Uhr MESZ notiert der an der CBOT gehandelte Mais-Kontrakt mit einer Laufzeit bis Dezember mit einem Minus von 0,21 Prozent bei 465,25 US-Cents je Scheffel. Grund für den Preisrückgang ist, dass die US-Agrarbehörde USDA am Donnerstag ihre Ernteprognose für die USA angehoben hat, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.

Erwartet wird nun eine 2013er-Produktion von 13,843 Milliarden Scheffel. Dies wäre ein neuer Rekord und ist mehr, als noch im letzten Monat mit 13,763 Milliarden Scheffel prognostiziert wurde. Analysten hatten im Konsens hingegen mit einer Rücknahme der Prognose auf 13,641 Milliarden Scheffel gerechnet.

Auf Jahressicht erwartet das USDA einen US-Produktionsanstieg um 28 Prozent, wobei die letztjährige Ernte unter einer starken Dürre gelitten hatte. Die weltweiten Mais-Lagerbestände sollen um 24 Prozent auf ein Zwölfjahreshoch steigen, heißt es weiter.

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Erhöhte Lebensmittelpreise in Österreich unter anderem wegen Wetterkapriolen

Österreich liegt deutlich über dem EU-Schnitt. Erzeuger und Handel beteuern Unschuld.

Die Zahlen klingen dramatisch. Gemüse wurde in Österreich um mehr als zehn Prozent teurer, Obst um fast acht Prozent.Bei Kartoffeln zog der Preis um bis zu 75 Prozent an. Auch in Deutschland sind die Lebensmittelpreise deutlich nach oben geklettert. Plus 50 Prozent bei Kartoffeln und plus 25 Prozent für Äpfel.

Hauptverursacher für die aktuellen Preissteigerungen sind diverse Wetterkapriolen. Dauerregen, extreme Hitze oder Dürreperioden sorgen für Ernteausfälle und steigende Preise. Der Getreidepreis hängt nun mal davon ab, wie viel weltweit zum Verkauf angeboten wird.

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Lebensmittelpreise in Indien angestiegen

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© Agence France-Presse/Getty Images
Zwiebelverkäufer auf einem Markt in Mumbai. Die Preise für Lebensmittel steigen in Indien rasant.
Neu-Dehli - Die Inflation in Indien ist im August auf den höchsten Stand seit sechs Monaten geklettert. Dahinter steckt vor allem ein starker Anstieg der Preise für Zwiebeln. Für die Regierung wird es somit immer schwerer, die angeschlagene Wirtschaft - immerhin die drittgrößte Asiens - wieder in die Spur zu bekommen.

Der Index für die Großhandelspreise ist der in Indien am stärksten beachtete Indikator für die Teuerung. Im August stieg er im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 Prozent, wie Daten der Regierung vom Montag zeigen. Im Juli waren es noch 5,79 Prozent. Damit liegt die Inflation deutlich über den 5,7 Prozent, die elf vom Wall Street Journal befragte Volkswirte erwartet hatten, und über dem selbstgesteckten Ziel der Notenbank von 5 Prozent oder weniger.

Die Lebensmittelpreise in Indien sind unter anderem wegen der starken Regenfälle in einigen Teilen des Landes gestiegen, die die Ernte vernichtet und Straßen unterspült haben. Im August legten die Preise für Nahrungsmittel im Schnitt um 18 Prozent im Vergleich zu; bei Gemüse waren es 78 Prozent und bei Zwiebeln atemberaubende 245 Prozent.

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Äpfel in Schleswig-Holstein werden teurer: Schlechte Ernte wegen Wetterbedingungen

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Äpfel aus Schleswig-Holstein werden in diesem Jahr etwas teurer. "Bei uns gibt es eine Preissteigerung gegenüber dem letzten Jahr von 20 Prozent", sagte der Leiter des Fruchthofes Mölln (Kreis Herzogtum Lauenburg), Martin Tramm. Auch Ilka Früchtnicht vom Obsthof in Seester (Kreis Pinneberg) kündigte an, die Preise für das Lieblingsobst der Deutschen um etwa zehn Prozent anzuheben. Grund ist der geringere Ertrag bei der Ernte.

Winter zu kalt, Frühjahr zu nass

Das Wetter war nicht optimal für die Äpfel. Bei tiefen Temperaturen im Winter erfroren viele Knospen. Im Mai hat es dann zu sehr geregnet und die Bienen sind nicht geflogen. So fiel die Blütenbestäubung quasi ins Wasser. Für das Alte Land meldet die Obstbau-Versuchsanstalt im niedersächsischen Jork die schwächste Ernte seit zehn Jahren. Aktuelle Zahlen für Schleswig-Holstein kommen laut Landwirtschaftsministerium erst im November heraus. Früchtnicht vom Obsthof in Seester sagte, die Ernte hänge in diesem Jahr von den Sorten ab. Elstar zum Beispiel trage gut, bei Holsteiner Cox und Jonagold werde die Ernte aber geringer ausfallen.

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Teilweise 80 Prozent weniger Äpfel für Nördlingen

Bei der Mosterei Binninger in Nördlingen wird in diesem Jahr nur wenig Obst angeliefert. Das Wetter hat den Ertrag nachhaltig beeinflusst

Nördlingen - Ende August bis Ende Oktober ist normalerweise die Zeit, in der die Pressen der Mosterei Binninger in Nördlingen auf Hochtouren laufen. Nicht jedoch in diesem Jahr. Das Wetter in diesem Jahresverlauf hat die Obsternte gründlich verdorben. Gravierend seien die Ernteausfälle vor allem bei Äpfeln, sagt Geschäftsführer Karl Altmann und schlägt Alarm: „Wir brauchen jeden Apfel.“

Das kalte Frühjahr, kein oder nur kaum Bienenflug während der Blüte, der nasse Juni und der extrem heiße Juli - das Wetter hat auch den Obstbäumen im Ries übel mitgespielt. Karl Altmann kennt die Gründe, warum bei ihm in diesem Jahr extrem wenig Obst abgegeben wird, nur zu gut. „Der Ertrag liegt in diesem Jahr nur bei 15 bis 20 Prozent gegenüber dem Ertrag des guten Obstjahres 2012“, sagt er mit sorgenvoller Miene.

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Subventionen für Bio-Treibstoff verteuern Nahrungsmittel

Wenn die EU den Biodiesel nicht subventionieren würde, wären pflanzliche Öle in der EU um 50 Prozent billiger, so eine EU-Studie. Auch die Preise für Getreide, Zucker und andere Nahrungsmittel würden deutlich fallen
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© Joint Research Centre
Wenn die Subventionierung von Biodiesel ganz eingestellt würde (grün), würden pflanzliche Öle in der EU um 48 Prozent billiger werden.
Die EU plant, dass bis 2020 mindestens 10 Prozent des Treibstoffs für den Transport aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Diese Pläne treiben die Nahrungsmittelpreise und stehen daher in der Kritik. Denn in den vergangenen Jahren sind die Preise für Nahrungsmittel aufgrund von Dürren und Inflation bereits massiv gestiegen.

„Die Nutzung von Nahrungsmitteln zur Herstellung von Biotreibstoff, anstatt die Welt zu füttern, ist kritisiert worden“, so eine Studie im Auftrag der EU-Kommission. Vor allem die Nachhaltigkeit des Biodiesels sei hinterfragt worden. Daher hat die EU-Kommission vorgeschlagen, dass die Ziele für den Einsatz von Biotreibstoff bis 2020 gesenkt werden. Doch die Umsetzung dieser Vorschläge ist unsicher.