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Mo, 25 Okt 2021
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Ernteausfälle

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Preis für Erdäpfel: "So hoch wie seit Jahrzehnten nicht" - Wegen Kälte und Nässe im Frühjahr

kartoffeln
© Colourbox
Frisch geerntete Kartoffeln auf einem Feld
Das kalte und nasse Frühjahr trübt auch die Kartoffelfreuden. Wegen der verspäteten Pflanzung können die Knollen erst jetzt geerntet werden - mittlerweile sind die Preise für Erdäpfel auf ein historisches Hoch geschnellt. Doch Besserung ist schon in Sicht.

Kartoffeln sind wegen einer verspäteten Ernte deutlich teurer geworden. „Die Preise sind so hoch wie seit Jahrzehnten nicht“, sagte Marktanalyst Christoph Hambloch von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI, Bonn) der Mitteldeutschen Zeitung vom Donnerstag. So würden die Erzeugerpreise für Frühkartoffeln bei 65 Euro pro 100 Kilogramm liegen. Vor einem Jahr lagen sie zu dieser Zeit bei 25 Euro.

Bomb

Butterpreise erhöht: Seit letztem Sommer um ca. 37 Prozent

Der kräftig gestiegene Butterpreis hat die Teuerungsrate in Nordrhein-Westfalen im Juni auf 2,1 Prozent ansteigen lassen. Damit erreichte sie in diesem Jahr erstmals wieder einen Wert von mehr als 2 Prozent. Gegenüber April lag der Preisanstieg bei 0,2 Prozent, teilte das Statistische Landesamt am Freitag in Düsseldorf mit.

Düsseldorf - Seit dem letzten Tiefstand im Juli und August 2012 errechneten die Statistiker der Behörde einen Anstieg der Butterpreise von 37,3 Prozent. Bei Margarine, der pflanzlichen Alternative zur Butter, sei die Preisentwicklung nur auf den ersten Blick mit einem Rückgang um 0,7 Prozent verbraucherfreundlicher gewesen. Seit 2005 habe sie sich jedoch um 57 Prozent verteuert. Der traditionelle Preisvorteil der Margarine zur Butter schmelze allmählich dahin.

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Überschwemmungen führen zu Ernteausfällen: Lebensmittelpreise sind gestiegen und steigen weiter

Kalter Frühling, starke Flutschäden: Lebensmittel sind in Deutschland vor allem aufgrund von Ernteausfällen deutlich teurer geworden. Insgesamt ist die Inflation so hoch wie seit Dezember nicht mehr.
Überschwemmung, Flut
© AFP
Teure Lebensmittel nach Ernteausfällen durch Dauerregen und Hochwasser machen das Leben in Deutschland kostspieliger. Die Verbraucherpreise stiegen im Juni um 1,8 Prozent zum Vorjahresmonat und damit so stark wie seit Dezember nicht mehr. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in einer ersten Schätzung mit.

Im Mai lag die Inflationsrate noch bei 1,5 und im April sogar nur bei 1,2 Prozent. Damit nähert sie sich wieder der Zwei-Prozent-Marke, bis zu der die Europäische Zentralbank von stabilen Preisen spricht.

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Armutsschere in Österreich: Nahrungsmittelpreise teurer

Im Mai ist die Inflationsrate in Österreich auf 2,3 Prozent gestiegen. Angetrieben wurde der Preisauftrieb vor allem von steigenden Nahrungsmittelpreisen, die die Geldbörsen der weniger gut verdienenden Bevölkerung deutlich stärker belasten.

Menschen mit geringeren Einkommen, die einen größeren Teil ihres Budget fürs Essen ausgeben müssen, werden von der Teuerung derzeit besonders stark getroffen - ohne teurere Nahrungsmittel hätte die Inflation im Mai nur 1,7 statt 2,3 Prozent betragen. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke waren im Mai um 4,7 Prozent teurer als vor einem Jahr, ihr Einfluss auf die Inflationsrate beträgt +0,55 Prozentpunkte.

Hauptpreistreiber waren dabei insbesondere Nahrungsmittel, bei denen die Teuerung im Mai sogar 5,4 Prozent betrug. Fleisch war um 5,5 Prozent teurer als vor einem Jahr, Gemüse um 12,7 Prozent, Brot und Getreideerzeugnisse um 2,9 Prozent, Obst um 9,2 Prozent, Milch, Käse und Eier um insgesamt 3,1 Prozent, Fisch um 15,4 Prozent. Alkoholfreie Getränke verbilligten sich hingegen im Jahresabstand um durchschnittlich 1,0 Prozent.

Die Preisentwicklung in der Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" entspricht mit einem durchschnittlichen Anstieg von 2,4 Prozent ungefähr der allgemeinen Teuerungsrate.

Als Hauptpreisdämpfer im Jahresabstand wirkte nach den Berechnungen der Statistik Austria die Ausgabengruppe "Verkehr". Der Preisanstieg betrug hier durchschnittlich nur 0,5 Prozent, auf die gesamte Teuerung wirkten sich die Verkehrsausgaben nur mit 0,07 Prozentpunkten aus. Ausschlaggebend dafür waren Treibstoffe, die im Mai um 5,2 Prozent billiger waren als vor einem Jahr. Instandhaltung und Reparaturen verteuerten sich allerdings um 3,2 Prozent.

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Bauern leiden unter Wetterkapriolen: 25 bis 50 Prozent Einbußen

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© dpa
Ein Reisfeld? Nein, eigentlich sollte hier Wintergerste wachsen. Agrarministerin Ilse Aigner besucht mit ihrem sächsischen Amtskollegen Frank Kupfer (r.) einen Landwirt in Sachsen. Auch in Bayern sahen die Felder vielerorts so aus.
Heute am Johannitag endet traditionell die Spargelsaison: Doch den Bauern in Schrobenhausen hat das Hochwasser die Laune verdorben. Auch andernorts hadern Landwirte mit überfluteten Feldern und verfaultem Getreide. Der Schaden ist gigantisch. Der Bauernpräsident fordert 500 Euro Soforthilfe - pro Hektar.

Landwirte leiden unter Wetterkapriolen

Heute am Johannitag endet traditionell die Spargelsaison: Doch den Bauern in Schrobenhausen hat das Hochwasser die Laune verdorben. Auch andernorts hadern Landwirte mit überfluteten Feldern und verfaultem Getreide. Der Schaden ist gigantisch. Der Bauernpräsident fordert 500 Euro Soforthilfe - pro Hektar.

Schrobenhausen - Es ist ein trauriges Jubiläumsjahr: In Schrobenhausen haben sie heuer die 100. Saison im Anbaugebiet gefeiert, aber so recht glücklich sind die Bauern im Spargel-Land nicht. Das Hochwasser und das schlechte Wetter haben ihnen die Ernte vermiest. Ertragseinbußen von 25 bis 50 Prozent sind keine Seltenheit. „Wir konnten bei weitem nicht das ernten, was wir in den letzten Jahren hatten“, sagt Spargelbauer Alexander Kornreiter aus Schrobenhausen. Auch auf seinen Feldern stand das Wasser. „Der Mai war ebenfalls furchtbar.“ Heute am Johannitag geht die Spargelsaison traditionell zu Ende. Die Kornreiters haben auf ihrem Leinfelderhof schon vor ein paar Tagen mit dem Stechen aufgehört. An das Jubiläumsspargeljahr werden sie noch lange zurückdenken - 2013, das Seuchenjahr, das Horrorjahr.

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Flutschäden in Deutschland: Totalverluste auf den Feldern und steigende Lebensmittelpreise

Die Hochwasserschäden bei den Bauern sind immens. Branchenvertreter zeichnen ein düsteres Bild für die Ernte. Doch für manche Pflanzen kommt das Sommerwetter noch rechtzeitig.
Hochwasser, Überschwemmung, Flut
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Das Hochwasser der Elbe hat nahe Belgern (Sachsen) Felder und Äcker überflutet.
In Gummistiefeln watete Agrarministerin Ilse Aigner (CSU) durch dem überschwemmten Wintergerste-Acker von Bernd Barfuß. "Das war wie auf einem Reisfeld", erzählt Barfuß, der Geschäftsführer der Agrar-GmbH Auligk in Groitzsch bei Leipzig ist. Die Weiße Elster ist über die Ufer getreten, etwa ein Drittel seiner 760 Hektar Anbaufläche seien nicht mehr nutzbar. Verlust: gut 1400 Euro pro Hektar.

Der Weizen ist total verfault, Teile der Wintergerste hinüber. "Der Mais war frisch gesät. Wo er nur kurz unter Wasser gestanden hat, geht es", sagt Barfuß. Die verheerende Bilanz sei noch gar nicht absehbar gewesen, als Aigner in der ersten Juni-Woche zu Besuch war.

Den finanziellen Schaden beziffert der Deutsche Bauernverband (DBV) schon jetzt auf mehr als 400 Millionen Euro deutschlandweit. "Das ist ein Totalverlust auf den Feldern", sagt DBV-Sprecher Michael Lohse.

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Unwetter in Oberlausitz richtete u.a. Schäden auf Feldern an - Eventueller Preisanstieg der Lebensmittel

Löbau/Zittau. Das Hochwasser vorvergangene Woche wird in der Oberlausitz im Gegensatz zu anderen Flutgebieten nicht zu massiven Ernteausfällen führen. Die Schutzmaßnahmen nach dem August-Hochwasser 2010 hätten gegriffen, sodass kaum Felder überflutet wurden, sagt Joachim Häntsch, Vorsitzender des Oberlausitzer Bauernverbandes, im SZ-Interview. Dennoch befürchtet er einen von Händlern gemachten Preisanstieg bei Lebensmitteln.

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Sommerweizenernte könnte in Teilen Russlands geringer ausfallen

Russlands Landwirte könnten etwas weniger Weizen ernten als bislang erwartet. Zudem wird die Ernte wahrscheinlich deutlich eher beginnen als sonst üblich.

Grund für die Korrektur der Produktion ist die schleppende Aussaat von Sommerweizen in Sibirien und im Ural. Dort war es bislang zu kalt und zu nass und der Aussaatfortschritt liegt deutlich zurück. Dies hat auch Einfluss auf die Erträge und Gesamtproduktion. Allerdings haben die betroffenen Regionen keine große Bedeutung für den Weizenexport.

Dagegen hat das russische Landwirtschaftsministerium den Zustand der Wintersaaten Ende Mai als sehr gut und besser als im langjährigen Durchschnitt bezeichnet. Nach den Angaben hat das sehr gute Wetter in den südrussischen Hauptanbaugebieten für Winterweisen zu einem deutlichen Wachstumsvorsprung bei Winterweizen geführt. Die Folge ist, dass wichtigste Produktions- und bis zu zwei Wochen früher mit der Weizenernte beginnen können.

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Preisanstieg bei Nahrungsmitteln droht - Kartoffeln könnten durch Flut knapp werden

Die Folgen der Jahrhundertflut könnten Verbraucher bald im Supermarkt zu spüren bekommen: Die Lebensmittelbranche warnt bereits vor Engpässen bei Kartoffelprodukten - und vor steigenden Preisen.


Wegen des Jahrhundert-Hochwassers kann es im Herbst zu Engpässen bei Kartoffelprodukten kommen. Wie die Bild-Zeitung (Dienstagausgabe) schreibt, rechnet der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK) mit deutlichen Einbußen bei der Kartoffelernte.

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Sachsen: Landwirte rechnen mit schlechter Ernte in diesem Jahr

Dresden Sachsens Landwirte müssen mit schweren Einbußen bei der Ernte rechnen. Derzeit werde die Wintergerste von den Feldern geholt.

„Die Ernte ist in vollem Gange“, sagte der Pflanzenbauexperte des Sächsischen Landesbauernverbandes, Andreas Jahnel, am Montag. Mancherorts sei sie schon abgeschlossen, in anderen Regionen habe sie gerade begonnen. Die Ertragsverluste lägen in diesem Jahr bei 20 bis 40 Prozent, sagte Jahnel, der vor allem die ungünstige Witterung als Ursache nannte. „Die Aussaatbedingungen waren eine Katastrophe.“ Die Saaten konnten wegen Nässe nur verspätet in die Erde gebracht werden und sich bis zum harten Winter mit viel Schnee nur ungenügend ausbilden.

Zum Winterende dann gab es noch eine Frostperiode ohne Schnee. „Wir haben die Probleme vom Herbst und Winter voll mit in die Ernte geschleppt.“ Unterdurchschnittliche Ergebnisse würden auch bei Winterraps und -weizen erwartet. Die Agrarbetriebe Sachsens bewirtschafteten 2010 laut Statistik rund 913 000 Hektar Fläche.