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Mi, 27 Okt 2021
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Plagen


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Schule wegen Masern geschlossen - Deutschlandweit immer mehr Fälle

Deutschlandweit sind mehr als 1000 Menschen erkrankt. 2012 waren es 166. Bahr bringt Impf-Pflicht ins Gespräch.

Düsseldorf/Erftstadt - Im Rhein-Erft-Kreis ist gestern eine Schule wegen mehrerer an Masern erkrankter Schüler geschlossen geblieben. Das Gesundheitsamt hatte veranlasst, dass aus Sicherheitsgründen alle 396 Schüler der Freien Waldorfschule Erftstadt zu Hause bleiben müssen. Der Schulleiter, Matthias Nantke, hatte die Behörden bereits am Montag darüber informiert, dass drei Geschwister im Alter von 16, 18 und 19 Jahren an der Infektion erkrankt waren. "Seitdem haben sich sieben weitere Schüler angesteckt. Und wir rechnen damit, dass es stündlich mehr werden", sagte gestern der Leiter des Gesundheitsamtes im Rhein-Erft-Kreis, Franz-Josef Schuba. Am Mittwoch hatten Mitarbeiter des Gesundheitsamtes die Impfpässe der Schüler kontrolliert. "Das Ergebnis war eine Impfquote von nur 26 Prozent", teilte Schuba mit. Die Konsequenz: Die Schule soll bis mindestens kommenden Dienstag geschlossen bleiben. "Nicht nur die Schüler, auch unsere 40 Kollegen müssen erst einmal ihren Impfstatus abklären. Bis dahin kann kein Unterricht stattfinden", sagt Alfons Thelen-Brücher, Sprecher der Freien Waldorfschule Erftstadt.

Wie sich die drei Geschwister aus der Gemeinde Vettweiß infizierten, ist inzwischen klar. Sie hatten Kontakt zu einer Familie in München, in deren Umkreis die Masern ebenfalls ausgebrochen waren, berichtet Schuba. In Bayern und Berlin werden derzeit immer mehr Fälle von Masern bekannt. Das hat bereits Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) auf den Plan gerufen. Er hatte laut Bild-Zeitung am Dienstag eine Impfpflicht gefordert. "Es ist verantwortungslos, wenn Eltern ihre Kinder nicht impfen lassen."

Dollars

Bakterien auf ukrainischem Geld gefunden - verursachen Tuberkulose, Lungenentzündung, Milzbrand und Pilzkrankheiten

Ukrainische Wissenschaftler haben auf der ukrainischen Landeswährung Mikroorganismen entdeckt, die Tuberkulose, Lungenentzündung, Milzbrand und Pilzkrankheiten verursachen.
Ukrainische Währung
© Flickr.com/9seconds/cc-by-nc-sa 3.0
"Wir haben erwartet, dass Banknoten schmutzig sind, konnten uns aber nicht vorstellen, inwieweit", sagte die Mitarbeiterin des Kiewer Instituts für ökologische Sicherheit, Katerina Garkawa.

Post-It Note

Rätselhafte Pilzkrankheit bedroht heimische Flusskrebse

In Österreichs Gewässern tummeln sich kaum noch einheimische Flusskrebse: Eine rätselhafte Pilzkrankheit und nordamerikanische Arten machen die Wiederansiedlung der Edelkrebse schwer
Krebs
© apa/dpa
Allesfresser mit ungewisser Zukunft: Der Edelkrebs ist in vielen Seen und Flüssen längst verschwunden. Aus Nordamerika importierte Arten, die gegen die Krebspest resistent sind, haben das Problem nur schlimmer gemacht
Man findet ihn in Seen und Flüssen - Hauptsache, es gibt genug zu essen, Schlupfwinkel und ausreichend Sauerstoff. Der Edelkrebs, Astacus astacus, ist eine relativ anpassungsfähige Tierart. Wählerisch ist er jedenfalls nicht: Pflanzen, Aas und allerlei Kleingetier stehen auf seinem Speiseplan.

Einst waren die zehnbeinigen Krabbler von Skandinavien bis ans Mittelmeer weit verbreitet, auch in Mitteleuropa. Das ist vorbei. "Es gibt noch einige überaus gesunde Populationen, aber meistens sind die Bestandsdichten gering", erklärt der Biologe Adam Petrusek von der Universität Prag dem Standard. In vielen größeren Gewässern ist der Edelkrebs seit langem komplett verschwunden. Ursache ist eine tückische Pilzkrankheit, die Krebspest. Sie tötet nicht nur A. astacus, sondern auch andere europäische Flusskrebse wie den Steinkrebs und den Sumpfkrebs.

Post-It Note

Giftiger Parasit breitet sich an der Nordsee aus - Ähnliche Meldungen aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich

Befall großer Schlickgras-Flächen könnte auch Kinder und Tiere gefährden
Mutterkorn
© Odile Jacquin/CC-by-sa 3.0
Mutterkorn-Sklerotium mit Fruchtkörpern
Weite Teile der Schlickgraswiesen entlang der Nordsee sind von hochgiftigem Mutterkorn befallen. Forscher fanden den parasitischen Pilz nahezu überall an der Wattenmeerküste. Untersuchungen ergaben, dass die Dichte und Giftigkeit des Mutterkorns in den Rispen des Schlickgrases dabei viele höher ist als bei Getreide, dem typischen Wirt des Pilzes. Da das befallene Schlickgras auch die Deiche hinauf wächst und entlang von Schafweiden, sei das eine potenzielle Gefahr auch für Kinder, Hunde und Schafe, warnen die Forscher.

Ambulance

EHEC: Vermehrte Neu-Infektionen - Ein großes Fragezeichen zu Ursache, Schwere und Betroffenenkreis

Alles an der aktuell grassierenden Durchfallerkrankung sei ungewöhnlich, sagen Epidemiologen über die EHEC-Infektionen: der Betroffenenkreis, die Schwere der Erkrankung, die unbekannte Ursache.

EHEC-Bakterien
© dpa
Mittels eines Elektronenmikroskops erstelltes Foto von EHEC-Bakterien
Das EHEC-Bakterium ist eigentlich ein alter Bekannter: Immer wieder gerät es ins Zentrum der Aufmerksamkeit, weil es Durchfallerkrankungen auslöst. So kontaminiert das „Enterohämorrhagische Escherichia coli“ häufig auch Gewässer, Badeteiche beispielsweise oder Seen mit geringem Wasseraustausch, wenn verunreinigte Düngemittel ins Wasser gelangen und Badegäste Wasser schlucken.

Doch dieses Mal ist alles anders. „Wir haben eindeutig eine ungewöhnliche Situation“, sagt Epidemiologe Gérard Kraus vom Robert Koch-Institut (RKI). Denn eigentlich sind die Folgen einer Infektion mit EHEC für ansonsten gesunde Menschen eher lästig als gefährlich. Das gilt selbst, wenn es sich bei dem Erreger um einen gefährlichen Typ der verbreiteten Darmbakterien der Escherichia-Coli-Familie handelt: Auf die Ansteckung folgen Durchfall und Erbrechen, bis der Erreger ausgeschieden ist. Danach hat der Spuk ein Ende. Nicht so im aktuellen Fall.

Bizarro Earth

Erster Masern-Todesfall in Münchener Klinik

Ein junger Mann stirbt in einer Münchner Klink an den Folgen der Infektion. „Das ist ein Skandal“, sagen Ärzte. In Bayern erfasst die Epidemie immer mehr Erwachsene - weil sie nicht geimpft sind

München - Seit Wochen und Monaten warnen Ärzte vor einer „Masern-Epidemie“. Jetzt hat sie ihr erster Todesopfer gefordert: Ein 26-jähriger Weilheimer starb in einer Münchner Klinik. „Dass ein Mensch in Deutschland an Masern stirbt, ist ein Skandal“, sagt der Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Bayern (BVKJ), Sean Monks. Eigentlich hätte Deutschland laut WHO die Krankheit bis 2010 eliminieren sollen. Statt dessen nehmen die Infektionen zu.

Kommentar: Zum Thema Impfungen empfehlen wir diesen Artikel: Impfungen - ein Angriff auf das Immunsystem.

Weiterer verwandter Artikel: Masern breiten sich in Europa aus.


Bug

Masern breiten sich in Europa aus

Ausbreitung Masern-Epidemie Apr'11
© DPA
Eine Masern-Epidemie breitet sich derzeit von der Schweiz nach Deutschland aus.
Die Masern breiten sich in ganz Europa aus. 30 Länder der europäischen WHO-Region haben eine steigende Zahl von Erkrankungen gemeldet, teilte die Weltgesundheitsorganisation mit.

Die weitere Ausbreitung des Virus soll verhindert werden, deshalb beraten die Mitgliedstaaten während der Europäischen Impfwoche vom 23. bis 30. April über eine gemeinsame Vorsorge. Mehr als 50 Länder nehmen diesmal an der Impfkampagne teil - ein neuer Rekord.


Kommentar: Die Gefahren von Impfungen sind von Forschern und alternativen Ärzten gut dokumentiert worden. Lesen Sie Impfungen - ein Angriff auf das Immunsystem.


Ambulance

Bedrohliche Seuche - Mehr als 60 Pesttote auf Madagaskar

Die Pest wütet auf der afrikanischen Insel - und wird oft aus Unwissenheit der Infizierten zu spät behandelt. Anlass zur Sorge gibt aber vor allem eine Nachricht: Einige der Pestbakterien scheinen gegen Antibiotika immun zu sein.

Lange Zeit war die Krankheit aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verschwunden, Meldungen aus Afrika erinnern nun wieder daran, dass die Pest noch lange nicht besiegt ist: In Madagaskar wütet der "Schwarze Tod" wie seit vielen Jahren nicht mehr. Allein seit Januar sind nach offiziellen Angaben in verschiedenen Regionen der Tropeninsel bereits 60 Menschen daran gestorben. Etwa weitere 200 Personen seien infiziert, berichtete die madagassische Gesundheitsbehörde am Donnerstag.

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Australien: Mysteriöse Pferdekrankheit

Zwei Pferde
© Jennifer Ingall
Etwa 15-20 Farmen sollen nach jüngsten Schätzungen von der mysteriösen Erkrankung, genannt EAFL (equine amnionitis and fetal loss), betroffen sein. Teilweise sind die Verluste mit 15-25 Aborten beträchtlich, die meisten Farmen verlieren im Schnitt 2 Fohlen. Das ursächliche Agens ist noch nicht gefunden.