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Sa, 27 Mai 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Dürren

Cloud Lightning

Schwere Gewitter in Baden-Württemberg - Brände durch Blitzschlag und Überschwemmungen

Ein schweres Gewitter hat am Freitag der Hitzewelle in Baden-Württemberg ein Ende gesetzt. Überschwemmungen und Brände hielten die Polizei in Atem. Besonders betroffen war die Region Stuttgart.
© SWR
Wassermassen überfluteten am Freitag Straßen und Keller in Stuttgart
In einigen Teilen der Region Stuttgart hat es am Freitagabend heftig gewittert - doch Unwetter und größere Schäden blieben laut Polizei aus. In der Landeshauptstadt sowie in den Landkreisen Ludwigsburg und Böblingen hatten Polizei und Feuerwehr mehr als 120 Einsätze. Straßen waren überflutet, Keller liefen voll, Bäume stürzten um und Äste flogen umher, sagte die Polizei dem SWR. In der Region fielen stellenweise in einer Stunde 30 bis 40 Liter Regenwasser pro Quadratmeter, etwa zwei Drittel des üblichen Monatsaufkommens an Niederschlägen in der Region, so ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag.

Kommentar: Nicht nur in Baden-Württemberg gab es diese Woche Fluten und Unwetter:




House

"Edersee Atlantis" - Versunkene Ruinen tauchen nach über 100 Jahren wieder auf

Wenn im Sommer das Wetter gut ist, muss der Edersee in Nordhessen viel Wasser abgeben. Einigen Touristen fehlt das erfrischende Nass dann zum Schwimmen, doch dafür tauchen sonst versunkene Relikte von vor mehr als 100 Jahren aus den Fluten auf.

© dpa/Uwe Zucchi
In Hessens größtem See tauchen derzeit Ruinen auf, die sonst unter der Oberfläche verborgen liegen.
Wenn im Sommer der Edersee viel Wasser verliert, zeigt er sein altes, versunkenes Gesicht. Jetzt führt bei Asel in Hessen wieder eine vierbogige Brücke über die Eder. Sie wurde beim Bau des Stausees vor mehr als 100 Jahren überflutet und ist nur zu sehen, wenn der Edersee-Pegelstand tief sinkt.

Dieter und Karoline Walther aus der Nähe von Mainz machen Urlaub am Edersee und stehen vor der Aseler Brücke. „Wir wollen drübergehen“, sagt er. Die Brücke kann mittlerweile trockenen Fußes überquert werden.

Kommentar:




Fire

Anhaltende Dürre in Kalifornien sorgt dieses Jahr für mehr als 1000 Brände mehr als sonst - ein Feuerwehrmann getötet

Die anhaltende Dürre hat die Westküste der USA in ein «Pulverfass» verwandelt. Laut den Behörden gab es in diesem Jahr schon tausend Brände mehr als sonst.

© Justin Sullivan/AFP
Rund 8000 Feuerwehrleute sind in ganz Kalifornien im Einsatz: Die Flammen greifen auf ein Haus in Lower Lake über.
Bei den heftigen Buschbränden in Kalifornien ist ein Feuerwehrmann getötet worden. Dave Ruhl sei am Donnerstag bei seinem Einsatz in einem staatlichen Waldgebiet unweit der Stadt Alturas umgekommen, teilte Gouverneur Edmund Brown am Freitag mit. Er sprach der Familie des 38-jährigen Opfers sowie seinen Freunden und Kollegen sein Beileid aus.

Anhaltende Dürre und die «extremen Wetterbedingungen» hätten Kalifornien in ein «Pulverfass» verwandelt, erklärte der Gouverneur weiter. Nach Angaben der Nationalgarde bekämpfen rund 8000 Feuerwehrleute die vielen Brände in ganz Kalifornien.

Kommentar: In Amerika und auch anderswo ist bei vielen buchstäblich Feuer auf dem Dach:



Cow Skull

Kaliforniens anhaltende Dürre, schwindende Wasserreserven und Milliarden Gallonen an Abwasser aus Fracking auf den Äckern

Kalifornien befindet sich im vierten Dürrejahr in Folge. 80 Prozent der kalifornischen Ölproduktion und 45 Prozent der Agrarproduktion stammen aus dem Bundesstaat. Kaliforniens Gouverneur hatte ab Juni eine Reduzierung des Wasserverbrauchs um 25 Prozent angeordnet.
© reuters/noah berger
Das war früher einmal der Lake Mendocino - ein wichtiges Wasserreservoir in Ukiah, Kalifornien.
Bisher bestraften einige Bezirke und Städte, darunter Glendora und San Bernardino, ihre Einwohner für vernachlässigte und unansehnliche Gärten. Der Gouverneur des US-Westküstenstaates hat ein Gesetz unterzeichnet, das Kommunen künftig verbietet, derartige Strafen zu verhängen. Dafür gibt es nun Geldbußen wenn sie Rasen sprengen.

Jetzt im Sommer übersteigen die Temperaturen häufig 40 Grad. Früher bewässerten die Landwirte ihre Felder mit dem Wasser aus den Flüssen. Doch die Pegel der Gewässer sind dramatisch gesunken. Auch das Grundwasser wird knapp: Schon jetzt sind mehr als tausend Brunnen in der Region ausgetrocknet. Auf der Suche nach neuen Quellen greifen einige Landwirte inzwischen auf das Abwasser aus der Ölindustrie zurück. Die Umweltschützer schlagen Alarm.

Der Artikel von Bloomberg lässt hoffen - selbst in den USA scheint man langsam zu merken, dass die Ressourcen - seien es Öl oder Gas aber insbesondere Wasser, nicht endlos vorhanden sind. Welche Maßnahmen dort anfangen an Bedeutung zu gewinnen, zeigt Ihnen die Übersetzung des Artikels, der Anfang Juli erschienen ist.

Kommentar:


Cloud Precipitation

Verrücktes Wetter in Thailand: Korat hat Hochwasser während Bangkok unter Wassermangel leidet

Das Wetter in Thailand spielt verrückt und die Bewohner haben darunter zu leiden. Während bei dem einen kein Tropfen Wasser mehr aus dem Hahn kommt, haben die Bewohner von Korat viel zu viel von dem kostbaren Nass.

© Unbekannt
Ein dreistündiger Regenguss sorgte am Montagabend im Nordosten der Provinz Nakhon Ratchasima für zahlreiche Überschwemmungen. An einigen Stellen wurden die Straßen bis zu 50 Zentimeter vom Wasser überspült.

Die Polizei musste ausrücken und eine Teil der Mittraphap Straße, die Hauptstraße die Bangkok mit dem Nordosten des Landes verbindet, schließen. Immer mehr Fahrzeuge waren den Wassermassen nicht gewachsen und blieben am Straßenrand stecken oder mussten stehen gelassen werden. Die Beamten mussten die Straße sperren und sorgten so für einen Kilometerlangen Rückstau.

Durch die Überschwemmungen wurden zahlreiche Häuser und Geschäfte in der Innenstadt von Korat beschädigt. Viele Nutzer haben Bilder der Überschwemmungen in den sozialen Medien hochgeladen.

Kommentar:




Sun

Die Schattenseiten der Hitze - Die 40 Grad sind im Anmarsch

Die Hitzewelle in Deutschland erreicht ihren Höhepunkt - mit Temperaturen von um die 40 Grad. Dazu kommen Gewitter, die zu regelrechten Unwettern anschwellen könnten. Echte Abkühlung soll es erst Mitte kommender Woche geben.

© DPA
Die anhaltende Hitze verursachte Schäden auf Autobahnen: In Baden-Württemberg traf es laut dortigem Innenministerium die A5 bei Heidelberg. Dort platzte am Donnerstagabend die Fahrbahn auf. Rund 50 Meter vor einer Baustelle hob sich der Beton auf einem Fahrstreifen an und brach auf.
Die Temperaturen in Deutschland könnten einen Hitzerekord erreichen. Der Samstag werde der heißeste Tag des Jahres, sagte Meteorologe Adrian Leyser vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Der Rekord von 40,2 Grad - gemessen 1983 und 2003 - könnte fallen. Im Westen und Südwesten seien Werte bis 40 Grad möglich. Aber auch ohne Rekord sei die Wärmebelastung fast überall hoch und mancherorts sogar extrem. Für ganz Deutschland gilt weiterhin die DWD-Hitzewarnung.

Die anhaltende Hitze verursacht Schäden auf Autobahnen. Auf der A7 in Hamburg kam es zu Verkehrsbehinderungen, weil die Hitze im Belag auf der Langenfelder Brücke Risse verursachte. In Baden-Württemberg platzte auf der A5 bei Heidelberg die Fahrbahn rund 50 Meter vor einer Baustelle auf. Das baden-württembergische Verkehrsministerium ordnete ein Tempolimit von 80 auf allen Autobahnen mit Betonbelag an.

Wegen der großen Hitze ruft das Bundesamt für Naturschutz (BfN) die Bürger dazu auf, Straßenbäume zu wässern. "Wenn es möglich ist, gießen Sie bitte jeden Tag zwei bis drei Eimer Wasser an den Stammfuß der Straßenbäume", sagte BfN-Präsidentin Beate Jessel. Die Versiegelung verhindere eine ausreichende Wasserversorgung vieler Straßenbäume. "Ihre Lebensbedingungen sind teilweise wüstenähnlich."

Kommentar:




Sun

Dürre: Trockenheit setzt manchen Teilen in Deutschland sehr stark zu - Teilweise gehen Bäume ein

Kassel. Die seit Wochen anhaltende Trockenheit setzt den Pflanzen in der Stadt zu. Erste Bäume sind nach Auskunft des Umwelt- und Gartenamtes abgestorben.
© www.natur-portrait.de
Öffentliche Rasenflächen wie auf dem Friedrichsplatz sind verbrannt. Nach Daten des meteorologischen Dienstes Wetterkontor sind im Juni in Kassel bislang insgesamt drei Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Dies seien nur vier Prozent der für Juni üblichen Regenmenge.

„Während der Rasen sich wieder erholt, sobald Regen fällt, ist die Trockenheit für die Bäume ein großes Problem. Wenn sie austrocknen, schlagen sie nicht wieder aus“, sagt Jörg Gerhold, Leiter der Abteilung Grünflächen beim Gartenamt. Deshalb seien seine Kollegen derzeit mit vier Wasserfahrzeugen rund um die Uhr unterwegs, um die 500 jüngsten Bäume (bis fünf Jahre) zu bewässern. Zudem würden Sommerblumenbeete mit Wasser versorgt.

Kommentar: Der deutsche Wetterdienst spricht teilweise schon von einer Dürre in manchen Teilen von Deutschland, besonders betroffen ist der Norden Deutschlands. Ebenso wird um Teile der Ernte befürchtet, wo ein Ernteverlust von 25% entstehen kann.




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Wasserstände auf Tiefstand in Kalifornien: Vorschriften für Wassersparen angesagt

Wegen einer andauernden schweren Dürre in Kalifornien ordnet der US-Westküstenstaat wassersparende Maßnahmen an. Städte und Gemeinden müssen ihren Wasserverbrauch um 25 Prozent zu reduzieren.
Bild
© Reuters
Schon länger werden die Bürger aufgefordert, ihre Rasenflächen nur dreimal pro Woche zu bewässern.
Angesichts einer seit vier Jahren andauernden extremen Dürre hat der US-Bundesstaat Kalifornien Vorschriften zum Wasserverbrauch angekündigt. Erstmals in der Geschichte des Westküstenstaates habe Gouverneur Jerry Brown verpflichtende Vorschriften ausgearbeitet, mit denen der Wasserverbrauch um 25 Prozent gesenkt werden solle, erklärte ein Sprecher.

Kalifornien ordnet bisher einmalige Vorschriften an

Da kein Ende der Trockenheit in Sicht sei, sei Kalifornien zu "noch nie dagewesenen Maßnahmen" gezwungen, hieß es. Unter anderem sollen in Grünanlagen der Städte insgesamt 4,6 Millionen Quadratmeter Rasenflächen durch anspruchslosere Pflanzen wie Kakteen, Agaven und Sukkulenten ersetzt werden.

Kommentar: Die Dürre in Kalifornien hält bereits seit über einem Jahr an und ist auch ein Zeichen der extremen Erdveränderungen die unser Planet durchläuft.




Sun

Die schlimmste Dürre seit 1200 Jahren in Kalifornien und verrücktes Wetter an anderen Orten

Es ist Sonntag, und damit ist es wieder Zeit, auf die "Wetter-Hot-Spots" dieser Welt zu blicken. Wo ist in der kommenden Woche auf der Welt interessantes oder gefährliches Wetter zu erwarten? Unsere Reise führt uns von Australien über das Mittelmeer bis nach Süd- und Nordamerika mit Schneestürmen, Starkregen. Es gibt aber auch Hitze- und Dürreregionen, die zum Beispiel den Karneval von Rio beeinflussen.

Australien

(Aktuelle Lage mit MeteoEarth.com) Die Hitzewelle, die wir bereits in der vergangenen Woche angesprochen haben, geht auch in dieser Woche noch weiter. Ursache ist die Windrichtung: Zwischen einem Hoch, das vor der Südostküste Australiens liegt und tropischem Tiefdruck im Norden des Kontinents weht mit östlich-südöstlicher Strömung weiterhin trocken-heiße Luft aus den Wüsten des Landesinneren an die Westküste. Insbesondere die Region rund um den Fluss Gascoyne im Nordwesten des Territoriums Westaustralien hat dabei neben Hitze auch noch mit böigem Wind zu kämpfen. Die Temperatur liegt dort an den Küsten bei 30 Grad, steigt aber mit jedem Kilometer ins Landesinnere rasch in Richtung 40 Grad an. Im weiteren Verlauf der Woche nimmt der Hochdruckeinfluss von Süden her zu, sodass von dort mit kälterer Meeresluft auch die Temperatur sinken wird, so startet zum Beispiel in Perth die Woche bei Höchstwerten um 35 Grad und geht bis Wochenende auf etwa 28 bis 29 Grad zurück.

Brasilien - Karneval in Rio gestört

(Aktuelle Lage mit MeteoEarth.com) Ganz ähnlich wie in Australien leidet man im Südosten Brasiliens unter einer langen Trockenheitsperiode - nur dass diese hier deutlich seltener auftritt. Probleme gibt es daher auch beim Karneval in Rio, bei dem seit Freitag auch auf den Straßen von Rio de Janeiro getanzt wird. Nur: In diesem Jahr mussten einige Aktionen bereits abgesagt werden, da es zu Stromabschaltungen kam. Diese liegen in dem niedrigen Wasserstand der Stauseen begründet, wodurch viele Wasserkraftwerke ihren Betrieb einstellen mussten. Zu Beginn der Woche allerdings kommt wieder Leben in die Atmosphäre - ein kleinräumiges Tief vor der Küste Südostbrasiliens sorgt dafür, dass wieder vermehrt schauerartige und gewittrige Regengüsse gerade in die von der Trockenheit geplagten Region kommen. Natürlich sind auch hierdurch Störungen des Karnevals vorprogrammiert - andererseits wird sicherlich jeder Regenguss begrüßt werden - ob allerdings die Niederschläge die Dürre beenden werden, bleibt noch abzuwarten.
© dpa
Bei strömenden Regen feiern die Sambaschulen in Rio ihren legendären Karneval

Kommentar: Weltwetter letzte Woche - schauen Sie nach was sonst noch geschah:




Pyramid

Rasantes Ende der grünen Sahara vor etwa 8000 Jahren?

© Albert Backer via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Etwa 8.000 Jahre alte, lebensgroße Felsgravur zweier Giraffen aus Dabous, Niger, die zeigen, dass die Sahara zu dieser Zeit eine grüne, fruchtbare Savanne war.
In den vergangenen 9000 Jahren hat sich die Sahara von einer grünen Savanne zu einer der trockensten Wüsten der Erde entwickelt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und des Niederländischen Instituts für Meeresforschung (NIOZ) haben jetzt herausgefunden, dass die Vegetation während dieses Übergangs viel schneller aus der Sahara verschwand als bisher angenommen.

Um zukünftige Entwicklungen des Klimas und der Umwelt prognostizieren zu können, muss die Wissenschaft entsprechende Prozesse in der Vergangenheit kennen. Das trifft auch auf das Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt zu. Hierzu sind die Sahara und das Niltal besonders interessante Regionen. Dort haben sich in den vergangenen 10.000 Jahren, im sogenannten Holozän, einschneidende Klimaveränderungen abgespielt. Zu Beginn dieser Epoche waren die Niederschlagsmengen deutlich höher als heute. Die Sahara präsentierte sich als grüne Savanne, die von großen Wildtierherden bevölkert war. Heute gehört sie zu den trockensten Regionen der Erde.

"Es hat wohl nur wenige Jahrhunderte oder sogar nur Jahrzehnte gedauert, bis aus einer fruchtbaren Savannenlandschaft eine Wüste geworden war", sagt Dr. Cecile Blanchet, Hauptautorin der Studie, die jetzt im internationalen Open Access Journal PLOS ONE erschienen ist. Die grundlegende Ursache für den Klimawandel in Nordafrika zu Beginn des Holozäns war, dass sich der Afrikanische Monsun und der damit verbundene Regengürtel beständig nach Süden verlagerten. "Doch auch wenn dieser Prozess relativ gleichmäßig ablief, wissen wir von großen regionalen und zeitlichen Schwankungen der Auswirkungen in Nordafrika. Die Details des Übergangs verstehen wir bis heute nicht gut", sagt Prof. Dr. Martin Frank, Paläo-Ozeanograph am GEOMAR und Co-Autor der Studie.

Kommentar: Nicht nur die Sahara vollzog eine relativ plötzliche Klimaänderung vor einigen tausend Jahren, sondern auch an anderer Stelle und zu anderen Zeiten gab es teils extrem plötzliche Veränderungen der Umwelt. Der Übergang von Jäger und Sammlerkulturen in eine sesshafte Lebensweise könnte mit einem Klimawandel zu tun gehabt haben. Möglicherweise war es jedoch auch ganz anders.