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Do, 02 Feb 2023
Die Welt für Menschen, die denken

Extreme Temperaturen

Snowflake Cold

Südwind brachte eiszeitlichen Niederschlag nach Mitteleuropa

Höhle Eissinter
© R. Shone
Das Forschungsteam bespricht den Einfluss der niedrigen Temperaturen auf die Bildung von Höhlensinter während des Hochglazials (Sieben Hengste, Schweiz).
Die Niederschläge, die zur Vereisung der Alpen im letzten glazialen Maximum geführt haben, strömten von Süden über die Alpen. Marc Luetscher, Paläoklimatologe an der Uni Innsbruck und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, konnte diese Südverschiebung erstmals durch die Analyse von Tropfsteinen aus den Schweizer Westalpen belegen und präsentiert seine Ergebnisse in der Fachzeitschrift Nature Communications.

Traditionell arbeiten Paläoklimatologen mit verschiedenen Archiven wie bespielsweise Baumringen, Seesedimenten oder Eiskernen, um das Klima vergangener Zeiten zu rekonstruieren. "Für den Zeitraum der letzten Eiszeit, die vor rund 25.000 Jahren stattgefunden hat, wurden die meisten Archive allerdings durch die Erosion der Gletscher zerstört", erläutert Marc Luetscher. Aus diesem Grund greifen Geologen aus der Arbeitsgruppe um Univ.-Prof. Dr. Christoph Spötl am Institut für Geologie der Uni Innsbruck, der auch Marc Luetscher angehört, auf Tropfsteine in Höhlen zurück, um das Klima zu rekonstruieren. "Tropfsteine, die sich in Höhlen über lange Zeit bilden, und dort vor Erosion gut geschützt sind, enthalten klimatische Signale, die man mithilfe geochemischer Untersuchungen entschlüsseln kann", erläutert Marc Luetscher. Aus dem Verhältnis zwischen dem leichteren und dem schweren Isotop des Sauerstoffs lassen sich zum Beispiel Rückschlüsse auf die klimatischen Bedingungen, wie z.B. Temperaturschwankungen, ziehen. Für die Altersdatierung werden in Zusammenarbeit mit einem Labor in Minnesota die Verhältnisse der Uran- und Thorium-Isotope analysiert. "Diese Messungen ermöglichen uns beispielsweise eine 25 000 Jahre alte Probe auf etwa 100 Jahre genau zu datieren", erklärt Luetscher die Methode.

Kommentar:


Snowflake Cold

So viel Schnee wie seit 30 Jahren nicht mehr in Afghanistan - Über hundert Tote durch Lawinen

Schneelawinen haben in Afghanistan mehr als 120 Menschen getötet. Allein in der Provinz Pandschir nordöstlich der Hauptstadt Kabul kamen rund 100 Personen ums Leben. Den Helfern fehlt das Gerät, um Verschüttete zu bergen.
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© pa/dpa/EPA
Die Behörden gehen davon aus, dass die Zahl der Toten weiter steigen wird. Den Lawinen waren heftige Schneefälle vorausgegangen. Insgesamt waren vier Provinzen im Nordosten des Landes betroffen, sagte der stellvertretende Direktor des Katastrophenschutzes, Mohammad Aslam Syas. Die Polizei gab die Zahl der Toten mit mehr als 120 an. Staatschef Aschraf Ghani teilte mit, er trauere um die Opfer und habe Helfer entsandt.

Besonders viele Opfer wurden aus der Provinz Pandschir nördlich von Kabul gemeldet. Den Angaben zufolge sind dort etwa 100 Häuser durch die Schneemassen beschädigt oder zerstört worden. Provinzgouverneur Abdul Rahman Kabiri sagte, allein in Pandschir seien etwa 100 Tote geborgen worden. Die Straßen zu mehreren betroffenen Dörfern seien durch die Schneemassen blockiert. "Normale Leute und Regierungsmitarbeiter benutzen Schaufeln und bloße Hände, um diejenigen zu retten, die immer noch unter dem Schnee gefangen sind." So viel Schnee und so viele Lawinen habe es in den vergangenen 30 Jahren nicht gegeben, sagte Kabiri.

Kommentar:




Blue Planet

Klimaerwärmung schlägt wieder zu: Niagara-Fälle fast völlig erstarrt und Kälterekorde in Amerika

Die bittere Kälte in den USA sorgt für Temperaturrekorde von bis zu minus 40 Grad. An den Niagara-Fällen entstand eine spektakuläre Eislandschaft, die Touristen in Scharen anzieht. Der Wasserfall im Staat New York ist oben mit einer dicken Eisschicht bedeckt - auch wenn der Niagara-Fluss darunter noch fließt. Auch die Bäume, Steine und Geländer am Ufer sind wie in einer Rüstung aus Kristall verborgen.
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© AP
Schneebedeckte Eiszapfen prägen die Niagarafälle derzeit. Wo das Wasser fließt, trägt es Eis mit sich. Sehen Sie selbst – die folgenden Bilder sprechen für sich.
Die Region hatte in den vergangenen Wochen mehrere Winterstürme mit großen Schneemassen erlebt - gefolgt von den nun fast arktischen Temperaturen. An den Niagara-Fällen herrschten am Freitagmorgen minus 22 Grad Celsius.

Minus 40 Grad in Embarrass in Minnesota

In Pennsylvania, New York City und Connecticut gab es Kälterekorde. Etliche Schulen blieben geschlossen. Auch in Washington und Baltimore war es so kalt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Am Reagan National Airport der US-Hauptstadt wurden minus 14 Grad gemessen. Der bisherige Kälterekord - minus 13 Grad - stammte aus dem Jahr 1896. Das ist aber alles nichts gegen das Örtchen Embarrass in Minnesota, das minus 40 Grad maß.

Kommentar: So viel zur vielseitig gepredigten Klimaerwärmung...


Snowflake

Ungewöhnlich viel Schnee im Nahen Osten - vermutlich eine weitere Auswirkung der "Klimaerwärmung"

Schnee im Winter - in unseren Breiten keine Besonderheit. Allerdings im Nahen Osten brachten die 30 cm Neuschnee erhebliches Chaos.

Snow Schnee Jerusalem
© Unbekannt
Bei uns von Winterwetter keine Spur, doch am östlichen Mittelmeer gab es gestern bis zu 30 Neuschnee. In der Türkei, Israel, Jordanien und sogar in der Wüste Saudi Arabiens gab es zeitweise eine weiße Winterlandschaft - ziemlich ungewöhnlich für diese Gegend, das öffentliche Leben war stark eingeschränkt.

Schnee bis in die Wüste Saudi Arabiens

Ein ungewöhnliches Bild gab der schneebedeckte Felsendom von Jerusalem am Freitagmorgen, denn in der Nacht hatte ein sogenanntes Höhentief über dem gesamten Nahen Osten Schneefälle gebracht. Am Flughafen Rosh Pina im Norden Israels wurde eine 30 cm dicke Schneedecke gemeldet, aber auch weiter südlich brachte Kaltluft Schneefälle, in der jordanischen Hauptstadt Amman waren es sogar noch 20 cm Schnee, selbst in der Wüste Saudi Arabiens reichte es noch für ein paar Flocken. Tagsüber blieb dann nichts mehr liegen, aber in Israel, Syrien, Jordanien und der Türkei kam es mancherorts zu erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Leben. Durch Plusgrade setzte am Tage oft starkes Tauwetter ein, dennoch wurde heute Morgen in weiten Teilen der Türkei, Syriens und dem Norden Israels noch eine Schneedecke gemeldet.

Kommentar: Im Winter 2014/15 hatten wir im Nordosten der USA, Russlands fernem Osten, China, Norwegen und Japan schon meterweise Schnee. Und es gibt viel Schnee an Orten an denen es normalerweise wenig schneit, wie in der Türkei und hier im Nahen Osten. Diese Art von Ereignissen häufen sich auffällig.


Ice Cube

Ostküste Nordamerika: Erst Berge von Schnee, jetzt Rekord-Minusgrade - Ganz klar, globale Erwärmung!

Vom Regen in die Traufe, bzw. von Schneebergen zu Rekord-Minusgraden: Vier Schneestürme hat die Ostküste Nordamerikas nun schon überstanden - die Hinterlassenschaften türmen sich meterhoch an den Straßenrändern und dort, wo überhaupt noch Platz ist. Doch damit nicht genug. Eine arktische Kaltfront bringt nun auch noch eisige Temperaturen, rekordverdächtige Minusgrade von bis zu - 20 Grad, warnt der nationale Wetterdienst.

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"Es ist gefährlich kalt", zitierte CNN die Bürgermeisterin von Washington, Muriel Bowser. Beamte und Angestellte wurden aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Die Einwohner von Kentucky, Tennessee, North Carolina und Virginia kämpften mit vereisten Straßen und Stromausfällen. Einen Anwohner der Stadt Boston kostete das Winterchaos das Leben. Er erlitt beim Schneeschippen einen Herzinfarkt. "Bitte entfernen Sie sich nicht weit von Ihren Häusern", sagte der Bürgermeister Marty Walsh einem CNN-Bericht zufolge. "Schaufeln Sie nur in kurzen Abständen", warnte er.

In Boston fielen in diesem Winter bereits 240 Zentimeter Schnee, die bisher zweithöchste Schneemenge. Nur im Winter 1995/1996 gab es dort noch mehr Schnee. Nach Schätzungen der Bostoner Verkehrsbetriebe werde es etwa einen Monat dauern, um nach den vier Winterstürmen und den großen Schneemengen wieder zum Normalbetrieb zurückzukehren, berichtete die Zeitung 'Boston Globe‘.

Kommentar: So viel zur "globalen Erwärmung"...:


Sun

Die schlimmste Dürre seit 1200 Jahren in Kalifornien und verrücktes Wetter an anderen Orten

Es ist Sonntag, und damit ist es wieder Zeit, auf die "Wetter-Hot-Spots" dieser Welt zu blicken. Wo ist in der kommenden Woche auf der Welt interessantes oder gefährliches Wetter zu erwarten? Unsere Reise führt uns von Australien über das Mittelmeer bis nach Süd- und Nordamerika mit Schneestürmen, Starkregen. Es gibt aber auch Hitze- und Dürreregionen, die zum Beispiel den Karneval von Rio beeinflussen.

Australien

(Aktuelle Lage mit MeteoEarth.com) Die Hitzewelle, die wir bereits in der vergangenen Woche angesprochen haben, geht auch in dieser Woche noch weiter. Ursache ist die Windrichtung: Zwischen einem Hoch, das vor der Südostküste Australiens liegt und tropischem Tiefdruck im Norden des Kontinents weht mit östlich-südöstlicher Strömung weiterhin trocken-heiße Luft aus den Wüsten des Landesinneren an die Westküste. Insbesondere die Region rund um den Fluss Gascoyne im Nordwesten des Territoriums Westaustralien hat dabei neben Hitze auch noch mit böigem Wind zu kämpfen. Die Temperatur liegt dort an den Küsten bei 30 Grad, steigt aber mit jedem Kilometer ins Landesinnere rasch in Richtung 40 Grad an. Im weiteren Verlauf der Woche nimmt der Hochdruckeinfluss von Süden her zu, sodass von dort mit kälterer Meeresluft auch die Temperatur sinken wird, so startet zum Beispiel in Perth die Woche bei Höchstwerten um 35 Grad und geht bis Wochenende auf etwa 28 bis 29 Grad zurück.

Brasilien - Karneval in Rio gestört

(Aktuelle Lage mit MeteoEarth.com) Ganz ähnlich wie in Australien leidet man im Südosten Brasiliens unter einer langen Trockenheitsperiode - nur dass diese hier deutlich seltener auftritt. Probleme gibt es daher auch beim Karneval in Rio, bei dem seit Freitag auch auf den Straßen von Rio de Janeiro getanzt wird. Nur: In diesem Jahr mussten einige Aktionen bereits abgesagt werden, da es zu Stromabschaltungen kam. Diese liegen in dem niedrigen Wasserstand der Stauseen begründet, wodurch viele Wasserkraftwerke ihren Betrieb einstellen mussten. Zu Beginn der Woche allerdings kommt wieder Leben in die Atmosphäre - ein kleinräumiges Tief vor der Küste Südostbrasiliens sorgt dafür, dass wieder vermehrt schauerartige und gewittrige Regengüsse gerade in die von der Trockenheit geplagten Region kommen. Natürlich sind auch hierdurch Störungen des Karnevals vorprogrammiert - andererseits wird sicherlich jeder Regenguss begrüßt werden - ob allerdings die Niederschläge die Dürre beenden werden, bleibt noch abzuwarten.
Carneval Rio 2015
© dpa
Bei strömenden Regen feiern die Sambaschulen in Rio ihren legendären Karneval

Kommentar: Weltwetter letzte Woche - schauen Sie nach was sonst noch geschah:




Umbrella

Dürre in Kalifornien und Brasilien, Winter in Neuengland und Unwetter am Mittelmeer

Wie jeden Sonntag schauen wir auf das Wetter weltweit, dabei heute im Fokus: Extreme Dürre im US-Bundesstaat Kalifornien und in der Millionenmetropole Sao Paulo, bei Sommerwärme im östlichen Mittelmeer Unwettergefahr.
Sturm Nordspanien Feb 2015
© dpa
Das Mittelmeer wird in diesen Tagen von Sturm und Unwettern gepeitscht. Meterhohe Wellen sind, wie hier vor Nordspanien, die Folge.
Griechenland/Türkei sommerliches Unwetterpotential

Das riesige Tiefdruckgebiet MISCHKA, welches bei uns reichlich Neuschnee und winterliches Wetter brachte, beeinflusst fast ganz Europa. Wer jetzt noch kurzfristig für die Winterferien Urlaub buchen möchte, sollte vielleicht nicht an das östliche Mittelmeer. In Griechenland und in der Türkei locken zwar schon fast sommerliche Temperaturen, dennoch sorgt genau das Tief MISCHKA dort für heftige Regenfälle, lokal können diese Unwettercharaker annehmen. Niederschlagsmengen von örtlich über 100l/qm sind durchaus möglich, besonder betroffen die Westküste Griechenlands (von Korfu bis Kalamata) und auch der Nordwesten der Türkei (Region Canakkala, Izmir, Balikesir). Entspannter und deutlich schöner sieht es auf Rhodos sowie generell in der zweiten Wochenhälfte aus.

Ice Cube

Kältewelle in Indien: Mehr als 130 Menschen starben bisher

Neu Delhi - Ungewöhnlich kalt ist es derzeit in Indien. Viele Obdachlose starben an Unterkühlung, der dichte Nebel verursachte tödliche Unfälle.

Dichter Nebel hängt am Morgen über einem Tee-Geschäft in Neu Delhi.
© AFP
Dichter Nebel hängt am Morgen über einem Tee-Geschäft in Neu Delhi.
Eine Kältewelle hat im Norden und Osten Indiens Medienberichten zufolge mehr als 130 Menschen das Leben gekostet. Allein im Bundesstaat Uttar Pradesh seien am Wochenende 25 Menschen als Folge der niedrigen Temperaturen oder bei Unfällen im dichten Nebel umgekommen, meldete der staatliche Sender All India Radio am Montag. Der niedrigste Wert sei mit 0,5 Grad in der Ortschaft Churk gemessen worden. Insgesamt habe es in Uttar Pradesh im Dezember 124 Kältetote gegeben. Offizielle Stellen bestätigten die Berichte nicht.

Zwölf weitere Kältetote wurden aus den Bundesstaaten Bihar und Haryana sowie aus der Hauptstadt Neu Delhi gemeldet. Dort war es am Montag in der Nacht 2,6 Grad kalt. Zudem führte der Nebel zu Behinderungen im Luftverkehr und bei der Bahn. Rund 140 Flüge seien wegen schlechter Sicht verspätet, 14 weitere ausgefallen, berichtete der TV-Sender NDTV. Auch Dutzende Züge waren verspätet. Laut Wetterdienst soll die Kältewelle in den kommenden Wochen andauern.

Kommentar: Im Osten von Asien ist das Wetter momentan wohl ziemlich schlecht bis tödlich. In Indien sterben Menschen an der Kälte oder wegen Unfällen im dichten Nebel. In Malaysia schauen wegen der Überschwemmungen durch Starkregen nur noch die Dächer heraus. Auf Sri Lanka begraben Erdrutsche ganze Häuser und mehr als 800.000 Menschen sind vor Fluten geflohen. Und Air Asia Flug QZ8501 ging auf dem Weg von Indonesien nach Singapore verloren; anscheinend wollte der Pilot einem Unwetter ausweichen und das stürmische Wetter erschwerte die Suche nach dem verschollenen Flugzeug. Und nur drei Wochen nach dem letzten Taifun, zieht Tropensturm "Seniang" über die Philippinen.


Better Earth

Abweichungen des Jetstreams führen zu Schnee in der Türkei und Regen am Nordkap

Große Temperaturabweichungen von der Norm in Europa. Was das für unseren Winter bedeutet:

Vergleicht man die aktuellen Temperaturen, die in Deutschland herrschen, mit anderen europäischen Ländern, so kommt man zu Ergebnissen, die manch einen überraschen dürften. So ist es heute in einigen Regionen bei uns kälter als am Nordkap und wärmer als am Schwarzen Meer. Wie kommt das?
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Deutschland normal temperiert

Deutschland ist mit Höchsttemperaturen, die heute im Flachland meist zwischen 4 und 9 Grad liegen, dabei allerdings nicht ungewöhnlich aufgestellt. Nur in Alpennähe ist es dabei mit bis zu 12 Grad spürbar zu warm, ansonsten sind die Abweichungen der Höchsttemperaturen im Vergleich zu langjährigen Mittelwerten gering - im Osten etwas darunter, im Westen etwas darüber.

Dieser Witterungsabschnitt mit Durchschnittstemperaturen ist allerdings nur ein Übergangsphänomen. Erinnern wir uns an die letzten Wochen, so wissen wir, dass wir aus einer Phase mit ungewöhnlich lang anhaltenden, hohen Temperaturen heraus kommen. Die kommende, sich nun einstellende Wetterperiode wird dagegen wohl etwas kälter als normal ausfallen.

Was dreht das Temperaturkarussell?

Der Grund für diese häufig deutlich von den Mittelwerten abweichenden Temperaturen ist in der großräumigen atmosphärischen Zirkulation zu suchen. Dabei schauen wir uns den polaren Jetstream genauer an, das ist ein Starkwindband, das in großer Höhe von West nach Ost um unsere Erde reicht an der Grenze zwischen polarer Luft im Norden und gemäßigt wärmerer Luft im Süden. Er beeinflusst gerade für uns in Mitteleuropa maßgeblich unser Wetter.

Verläuft dieser Polarjet recht "glatt", so bekommen wir bei uns in Mitteleuropa einen wechselhaften und oft milden Winter, bei dem mit westlicher Strömung häufig Tiefs milde Atlantikluft heran bringen. Doch bereits seit längerer Zeit zeigt dieses Windband große Auslenkungen nach Norden und Süden. Das bedeutet, dass hier die polare Kaltluft sehr weit nach Süden vorankommt (jüngstes Beispiel: der extreme Wintereinbruch in den USA) und dort Warmluft sehr weit nach Norden (wie in den letzten Wochen bei uns in Deutschland mit vielen neuen Wärmerekorden).

Kommentar: Der mäandernde polare Jetstream ist nicht die einzige extreme Veränderung, in letzter Zeit gibt es viele:




Windsock

Hinweis der Natur an die Gastgeber des G20 Gipfels? Verwüstungen durch Sturm und Hagel

Hagelkörner so groß wie Golfbälle haben in der australischen Millionenstadt Brisbane ein Chaos verursacht. Häuser und Autos können der Wucht der Golfball großen Geschosse nicht standhalten.
Hagelsturm Brisbane Nov 2014
© Dan Peled
Brisbane -Der Hagel prasselte bei einem Sturm mit Taifunstärke und Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern in der Stunde nieder, wie Einwohner berichteten. Zahlreiche Scheiben gingen zu Bruch. Zwölf Menschen wurden verletzt. Versicherer schätzten die Schäden am Freitag auf umgerechnet 70 Millionen Euro. „Es war der schlimmste Sturm seit Jahrzehnten“, sagte der stellvertretende Chef der Feuerwehr und-Nothilfe von Queensland, Neil Gallant.

Kommentar: „Es war der schlimmste Sturm seit Jahrzehnten“. Extremes Wetter häuft sich immer mehr. Wenn Fluten Autos oder ganze Häuser wegschwemmen, Stürme wie hier Verwüstungen anrichten, der Sommer oder Winter mit Temperaturextremen beginnt, was möchte uns die Natur damit sagen?

Gibt sie uns Hinweise zu den globalen geopolitischen Manövern? Ein erster Sturm traf Brisbane unmittelbar nach dem G20 Gipfel, den Putin aus guten Gründen früh verlassen hat. Und falls diese Botschaft nicht deutlich genug war, wiederholte Mutter Natur diese mit etwas mehr Nachdruck. Vielleicht ist es an der Zeit für den australischen Premierminister sich mehr mit lokalen Angelegenheiten zu befassen statt bei dem geopolitischen Spiel der Puppenspieler mitzumachen, welche das Imperium des Chaos regieren.