Schreckmoment für Irans Präsident Ahmadinedschad beim Besuch in Kairo: Ein junger Syrer attackierte ihn mit einem Schuh. Grund für seine Wut ist offenbar die Rolle Irans im Syrien-Konflikt.
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Da war noch alles in Ordnung: Ahmadinedschad in Kairo – heftig bedrängt von Passanten
Ein Syrer ist in Kairo festgenommen worden, nachdem er versucht hatte, den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad mit einem Schuh zu schlagen.

Aus Sicherheitskreisen in Kairo hieß es am Mittwoch, der junge Mann habe sich am Dienstagabend durch die Menge vor der Al-Hussein-Moschee in Kairo gedrängt, als der iranische Präsident auf dem Weg von der Moschee zu seinem Auto war.

Dabei rief er nach Informationen der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu, die den Vorfall gefilmt hat: "Ihr habt unsere Brüder getötet". Der Schuh traf jedoch nicht den Präsidenten, sondern einen ägyptischen Sicherheitsmann.

Der Iran ist der einzige Staat in der Region, der im syrischen Bürgerkrieg das Regime von Präsident Baschar al-Assad unterstützt.

Ahmadinedschad ist seit der Machtergreifung der Islamisten in Teheran 1979 der erste iranische Präsident, der Ägypten besucht. Er nimmt in Kairo an einem islamischen Gipfeltreffen teil.

dpa/pku