Die Welle 3
Gesundheit & Wohlbefinden
Folgewirkungen des Diabetes: Psychische Erkrankungen und folgernd Auswirkungen auf Therapieverhalten
„Bleibt die psychische Erkrankung bei Diabetes-Patienten unerkannt, wird eine gute Diabeteseinstellung erschwert. Eine verkürzte Lebenserwartung ist die Folge“, sagte Erhard Siegel, Präsident der DDG. Diabetes und psychische Erkrankungen begünstigten sich wechselseitig. „Für die Therapie und langfristige Prognose sind somatische und psychosoziale Faktoren gleichermaßen wichtig“, betonte Siegel.
Meist ständen derzeit immer noch die Blutzuckerwerte im Vordergrund. Der Patient müsse die Therapiemaßnahmen aber im Wesentlichen selbstständig und eigenverantwortlich steuern. Gelinge ihm das aufgrund psychischer Störungen nicht, erhöhe dies die Morbidität, erläuterte der DDG-Präsident.
Die neue S-2-Leitlinie „Psychosoziales und Diabetes“ soll die Erkennung psychosozialer Probleme und psychischer Erkrankungen, deren Behandlung und die Schulung von Diabetes-Patienten verbessern. Nach Angaben der DDG, die die Leitlinie zusammen mit anderen Fachgesellschaften erstellt hat, ist die Leitlinie praxisnah und die weltweit erste des Fachgebiets (http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/leitlinien/evidenzbasierte-leitlinien.html).
Auf annähernd allen Obst- und Gemüsesorten können sich Rückstände der Chemikalie Perchlorat befinden. In einer aktuellen Recherche des NDR-Verbrauchermagazins Markt war fast jede untersuchte Probe mit Perchlorat kontaminiert. Hier werden erhebliche gesundheitliche Auswirkungen befürchtet, unter anderem da Perchlorat die Funktion der Schilddrüse hemmt. Wie die ansonsten zum Beispiel als Treibstoff in Raketen und Feuerwerkskörpern oder auch als Medikament gegen Schilddrüsenüberfunktion eingesetzte Chemikalie auf die Lebensmittel gelangt, ist bislang nicht abschließend geklärt. Offenbar handelt es sich jedoch um ein bereits seit längerer Zeit bekanntes Problem.
Besonders kritisch sind die auf Obst- und Gemüseproben aus mehreren Supermärkten nachgewiesenen Perchlorat-Rückstände, da sich diese nicht abwaschen lassen und die Chemikalie sich auch beim Kochen nicht verflüchtigt, berichtet der Chemiker und Lebensmittelanalytiker, Dr. Günter Lach, gegenüber dem NDR-Verbrauchermagazin. Dem Experten zufolge ist „ein Wirkstoff, der in einem Arzneimittel vorhanden ist, und da eine Wirkung entfalten soll, in einem Lebensmittel völlig unkalkulierbar“, weshalb Perchlorat „in Lebensmitteln überhaupt nichts zu suchen“ habe. Die Rückstände der Chemikalie könnten vor allem für Kinder gesundheitliche Folgen haben, befürchtet Dr. Günter Lach.
Fast jede Probe mit Perchlorat verseucht
Laut Mitteilung des NDR wurden für die Recherchen des Verbrauchermagazins Markt 17 Proben aus verschiedenen Herkunftsländern in Discountern und Supermärkten sowie auf dem Wochenmarkt eingekauft und anschließend im Labor untersucht. Im Fokus der Recherche standen dabei „unter anderem Wassermelonen, Zucchini und Blattsalate“, berichtet der NDR. Die Laboranalyse habe in fast jeder Probe Perchlorat nachgewiesen, wobei „in drei Proben weit mehr als die vom Bundesinstitut für Risikobewertung empfohlene Höchstmenge gefunden“ wurde. Es sei davon auszugehen, dass fast jede Sorte Obst und Gemüse Perchlorat-Rückstände aufweisen könne. Wie die Kontamination entsteht und welches Gesundheitsrisiko diese mit sich bringt, bleibt bislang jedoch offen.

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Das Wichtigste sagt Barbara Fredrickson gleich vorweg: "Die Mechanismen der Verbindung zwischen positive Gefühlen und körperlicher Gesundheit bleiben ein Geheimnis", heißt der erste Satz in der Studie, die die Psychologieprofessorin an der University of North Carolina at Chapel Hill in der Zeitschrift Psychological Science veröffentlicht hat. Mit rechten, also exakt naturwissenschaftlich nachweisbaren Dingen geht es da also nicht zu. Dennoch will sie in einem Feldversuch gezeigt haben, dass Büroangestellte mit geistigen Übungen ihre guten Gefühle mehrten und sich dadurch stärker als Teil der Gemeinschaft wahrnahmen. Das habe auch positive körperliche Veränderungen im vegetativen Nervensystem in Gang gesetzt. Fazit: Es ist möglich, man kann sich gesund meditieren.
Fredrickson und Kollegen trainierten 65 Angestellte der University of North Carolina sechs Wochen lang jeden Tag für 15 Minuten die aus dem Buddhismus stammende sogenannte Liebende-Güte-Meditation (Loving-Kindness-Meditation oder Metta-Meditation). Und so funktioniert sie:
Man sitzt mit geradem Rücken und überkreuzten Beinen auf einem Kissen am Boden. Die Hände werden auf den Oberschenkeln abgelegt. Diese aufrechte Haltung sollte sich locker und nicht verspannt anfühlen.

Blick auf die Bettentürme der Universitätsklinik, Uniklinik (UKM) der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) in Münster.
Münster - Auf der Kinderintensivstation der Uniklinik Münster sind derzeit zehn kleine Patienten von Darmkeimen befallen. Eines der Kinder sei daran erkrankt und befinde sich in einem kritischen Zustand, berichtete die Klinikleitung am Freitag. Dabei geht es um ein Baby, das zu früh auf die Welt kam.
In der Klinik sind Serratien-Keime (Serratia marcescens) gehäuft aufgetreten. Für gesunde Menschen sind diese Bakterien meist ungefährlich, aber bei Immungeschwächten können sie zu einer Infektion führen. Sie sei jedoch gut mit Antibiotika zu behandeln, hieß es von ärztlicher Seite - auch mit Blick auf das erkrankte Kind. Keime haben schon mehrfach zu kritischen Situationen in Kliniken geführt, mehrere Säuglinge sind daran gestorben. Einen Serratien-Ausbruch müssen Kliniken den Gesundheitsämtern melden.
Für die Fütterungsstudie verwendeten die Wissenschaftler, die unter anderem von der Flinders Universität und der medizinischen Fakultät der Universität Adelaide in Australien kommen, gentechnisch veränderten Mais und Soja von Monsanto. Sie mischten dabei DK 42-88 RR YG PL - einen Mais mit drei Transgenen zur Ausschüttung von Insektengift und Herbizidresistenz - mit „RoundupReady“-Soja, das ebenfalls gegen das Spritzmittel Glyphosat resistent ist. Zum Vergleich nutzen sie herkömmliche Pflanzen, die nicht gentechnisch verändert waren. Alle Futtermittel kauften die Forscher von US-Landwirten.
Bei den Tieren handelte es sich um 168 „gewöhnliche“ Yorkshire-Schweine. Die Hälfte bekam knapp 23 Wochen lang das Gentech-Futter vorgesetzt, die Anderen erhielten das konventionelle Futter. Mit fünfeinhalb Monaten dauerte der Versuch laut den Wissenschaftlern so lange, wie die „normale Lebensspanne eines kommerziellen Schweins von der Entwöhnung bis zur Schlachtung.“ Die Tiere wurden unter „gewöhnlichen Industriebedingungen“ auf Betonböden gehalten, allerdings mit Zugang zum Freien.

Kampf gegen A/H7N9: Ein Mitarbeiter der chinesischen Gesundheitsbehörden sortiert in Taipeh Geflügel aus.
Robin Robinson, Direktor der biomedizinischen Forschungsgruppe im US-Gesundheitsministerium sagte, die Risikobewertung für das Grippevirus vom Typ A/H7N9- ähnele der des 2009 aufgetauchten H1N1-Erregers. Diese Erreger-Variante war als Schweinegrippe bekannt geworden und um die Welt gegangen. Die Schweinegrippe erwies sich als äußerst ansteckend, wenn auch nicht sehr gefährlich für den Einzelnen.
Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass auch die eigentlich auf Vögel spezialisierte H7N9-Grippe in maßgeblicher Weise von Mensch zu Mensch übertragbar ist, werde die US-Regierung eine großangelegte Impfstoffkampagne einleiten.
Die Vielmedikamenten-Resistenz ist eines der gefürchtetsten Probleme in der Krebstherapie, weil in solchen Fällen die meisten der im klinischen Alltag etablierten Krebsmedikamente versagen.
Erschreckende Erkenntnisse ermittelte eine US-Studie zum Einsatz von Computertomografie (CT) bei Kindern und Jugendlichen. Laut der Wissenschaftler resultieren im US-amerikanischen Raum jedes Jahr etwa 5.000 Krebserkrankungen aus CT-Untersuchungen - dabei könnten Kinderärzte mit einfachen Mitteln entgegensteuern. Durch eine kombination zweier Methoden ließe sich die Zahl der Krebserkrankungen um rund 60 Prozent senken.
Computertomografie: Vor- und Nachteile der modernen Röntgenaufnahme
Das Computertomogramm liefert innerhalb kürzester Zeit wertvolle Informationen über Verletzungen und Krankheiten eines Patienten, darunter Knochenbrüche und Blutungen. Vor allem in der Unfallmedizien sind die futuristisch anmutenden Röhren deshalb oftmals das Mittel der Wahl. Liegend wird der Patient in den Computertomografen geschoben und mittels radioaktiver Strahlung aus verschiedenen Perspektiven durchleuchtet. Ein Computer errechnet aus den einzelnen Aufnahmen anschließend Querschnittbilder des menschlichen Körpers. Eine reguläre Untersuchung dauert selten länger als zehn Minuten.
Der Strahlenbelastung einer Röntgenaufnahme sind sich Patienten aber auch Ärtze bewusst, doch selbiges gilt offenbar nicht für die Computertomografie - die im Wesentlichen aus vielen einzelnen Röntgenaufnahmen besteht. Der umfassende Einblick auf Seiten der Radiologen hat deshalb direkte Nachteile für Patienten, konkret eine um das 100- bis 500-fach höhere Strahlenbelastung. Insbesondere Kinder sind gefährdet, warnen jetzt Wissenschaftler der University of California um Diana Miglioretti vom Department of Public Health Science.
Viele glauben, es reiche aus, sich gesund zu ernähren, doch leider enthalten nur wenige Lebensmittel nennenswerte Mengen an Vitamin D. Nach Aussage von Dr. Heike A. Bischoff-Ferrari von der UZH müssten täglich zwei Portionen fetten Fischs, beispielsweise Lachs oder Makrele, verzehrt werden, wenn man sich nur über die Ernährung mit Vitamin D versorgen wollte. Also muss der Vitamin-D-Spiegel durch Sonnenlicht und Ergänzungsmittel gesteigert werden, um das volle Potenzial des Sonnenscheinvitamins für gesunde Körperfunktionen zu nutzen.
Im Herbst brach das Dengue-Fiebers auf der portugiesischen Insel Madeira aus - es wandert nach Norden. Wissenschaftler haben nun die Ausbreitung der bisher unheilbaren Virus-Erkrankung und die Zahl der Neuinfektionen genauer betrachtet. Das Ergebnis: Das Risiko ist bisher von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als zu gering eingeschätzt worden. Denn weltweit sind dreimal mehr Menschen von Dengue-Fieber betroffen, als bislang angenommen: 390 Millionen Neuinfektionen gibt es pro Jahr, die WHO ging bislang von nur 50 bis 100 Millionen aus. Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Uniklinik Heidelberg hat jetzt neben den neuen Daten auch eine Risiko-Karte der globalen Dengue-Verbreitung im Fachmagazin "Nature" veröffentlicht.
Das Dengue-Fieber ist die häufigste von Stechmücken übertragene Infektionskrankheit; weltweit leben circa 2,5 Milliarden Menschen in Dengue-Risiko-Gebieten. Eine Therapie oder Impfung gegen das Virus gibt es nicht. Vor allem Kinder in tropischen Ländern sind in Gefahr, schwer an Dengue zu erkranken oder sogar daran zu sterben. Reisende, die sich angesteckt haben, bringen die Infektionskrankheit auch nach Europa. So wurden im Jahr 2010 erste Fälle einer direkten Dengue-Übertragung durch die so genannte Asiatische Tiger-Mücke aus Südfrankreich und Kroatien gemeldet. Und im Herbst 2012 gab es einen Dengue-Ausbruch auf der Ferieninsel Madeira in Portugal.













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