Das Kind der Gesellschaft
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Handcuffs

Vor einer Münchner Gaststätte: 19-Jähriger sticht mit Messer auf Studenten ein

Drei junge Männer sind am Mittwoch vor einer Münchner Gaststätte in Streit geraten. Plötzlich zückte einer von ihnen ein Messer - und stach einem anderen damit in den Bauch.

Ein 27-jähriger Student ist am Mittwoch gegen 3 Uhr Opfer einer Messerattacke geworden. Er war vor einer Münchner Gaststätte auf zwei 19-Jährige getroffen. Aus bislang ungeklärter Ursache gerieten die jungen Männer in Streit. Wie die Polizei mitteilt, zückte dabei einer der Beteiligten ein Messer und stach dem 27-Jährigen damit in den Bauch.
Butterfly

Studie: Artenschutz begünstigt Artensterben

Riesenalk
© corbis
Riesenalk: Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ausgestorben
Zum Artenschutz sammeln Forscher Tiere und Pflanzen - und hinterlegen die Exemplare. Das Vorgehen ist riskant: Seltene Arten sind durch die Sammelaktionen ausgestorben.
Mit dem Sammeln unbekannter Arten für zoologische oder botanische Sammlungen riskieren Forscher das Aussterben ebendieser Spezies. Deshalb plädieren Forscher aus den USA und Großbritannien dafür, neuentdeckte Arten zukünftig anders zu dokumentieren, etwa durch Fotos, Tonaufnahmen oder DNA-Proben. Das Einsammeln von Exemplaren steigere gerade bei kleinen und isoliert lebenden Populationen das Risiko des Aussterbens und sei heutzutage nicht mehr notwendig.

Als bekanntestes Beispiel für fatale Folgen von Forschertätigkeit nennen die Biologen um Ben Minteer von der Arizona State University in Tempe im Fachmagazin Science die Ausrottung des Riesenalks (Pinguinus impennis). Als die Bestände dieser Art schon schwanden, entsandten Museen Expeditionen, um sich noch Exemplare der Vögel und der Eier für ihre Sammlungen zu sichern. Das letzte Riesenalk-Brutpaar wurde Mitte des 19. Jahrhunderts bei Island erlegt, ihre inneren Organe sind dem Artikel zufolge im Zoologischen Museum von Kopenhagen konserviert.
Handcuffs

Großer Polizeieinsatz wegen Kindesmissbrauchs in Berliner Flüchtlingsheim

Polizei, Polizist
© imago stock&people
Mehr als 30 Polizeibeamte waren nötig, um in der Nacht zum Mittwoch einen Streit in einem Flüchtlingsheim in Lichtenberg zu schlichten. Ein Bewohner soll dort zwei Kinder sexuell missbraucht haben.

Gegen 0.30 Uhr wurde die Polizei zu dem Heim in der Max-Brunow-Straße in Fennpfuhl alarmiert. Mehrere Bewohner waren auf einen Zimmernachbarn losgegangen. Sie warfen ihm vor, zwei Kinder einer aus Syrien stammenden Familie sexuell missbraucht zu haben.
Blackbox

Nigeria: 234 Mädchen vermisst, mehr als zuerst zugegeben

Laut neuen offiziellen Angaben vom Montag werden in Nigeria 234 Mädchen nach einer Massenentführung in der Nacht vom 14. auf den 15. April vermisst. Bisher ging man von 85 Entführungsopfern aus. Die neuen Zahlen wurden bekanntgegeben, nachdem der Gouverneur des betroffenen Bundesstaates Borno erstmals mit den Eltern der Mädchen sprechen konnte.

Das nigerianische Militär hatte Gouverneur Kashim Shettima bisher de facto verboten, in die Stadt Chibok zu fahren, wo die Entführung stattgefunden hatte. Der Bundesstaat Borno ist das Machtzentrum der radikalislamischen Sekte Boko Haram, die hinter der Entführung vermutet wird. Aus Shettimas Umkreis hieß es, die Eltern hätten sich bei ihm beschwert, dass die örtlichen Behörden die Entführung seit einer Woche kleinzureden versuchten.
Nuke

Klimawandel: Atommüll wird bald ins Meer gespült

atomreaktor kraftwerk atomkraftwerk
© imago/McPhoto/Paterson
Ein bisschen wie ein Fliegenpilz, dieses Sellafield: sieht hübsch aus, ist aber giftig.
Radioaktiver Abfall aus dem Lager Drigg bei Sellafield wird künftig in den Ozean gespült. Der Klimawandel verstärkt die Küstenerosion.

Das Atommüll-Lager Drigg bei Sellafield wird unweigerlich im Meer versinken und die Küste im Westen Großbritanniens verseuchen. Das geht aus einem internen Bericht hervor, den die britische Umweltbehörde am Montag veröffentlichte. Das Lager enthält eine Million Kubikmeter radioaktiven Mülls, der sich im Lauf von 55 Jahren angesammelt hat. Die Erosion durch den Klimawandel, der schwere Stürme und einen steigendem Meeresspiegel mit sich bringt, werde den Müll in die Irische See spülen, heißt es in dem Bericht.

Wenn der Name „Sellafield“ fällt, zuckt man unwillkürlich zusammen. Seit die Atomanlage an der britischen Westküste 1950 in Betrieb genommen wurde, gab es regelmäßig Meldungen über Zwischenfälle und Katastrophen. Zuletzt musste die Plutoniumschleuder im Januar wegen „erhöhter Radioaktivität“ teilweise geschlossen worden. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte das mit „natürlich auftretender Hintergrundstrahlung“, aber nach all den Lügen und Vertuschungsversuchen der vergangenen 60 Jahre gibt es keinen Grund, das zu glauben.
Snakes in Suits

Lehrer unter Verdacht der Kinderpornografie: Missbrauchsopfer wollen Schließung der hessischen Odenwaldschule

Ein Lehrer der Odenwaldschule steht unter dem Verdacht, im Internet Kinderpornos erworben zu haben. Ihm wurde fristlos gekündigt. Der Vorstand eines Hilfsvereins für ehemalige Missbrauchsopfer plädiert dafür, die Schule nun zu schließen.
Odenwaldschule Hessen
© DPA
An der reformpädagogischen Odenwaldschule in Südhessen steht ein Lehrer im Verdacht, Kinderpornos gesammelt zu haben. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt habe bei der Durchsuchung seiner Wohnung auf dem Internatsgelände entsprechendes Material sichergestellt, hatte die Schule am Samstag bestätigt. Der Lehrer sei zunächst freigestellt worden, inzwischen sei ihm fristlos gekündigt worden.

Nach einem Bericht der Zeitung Mannheimer Morgen waren die Ermittler durch einen Hinweis der australischen Polizei auf den Mann aufmerksam geworden. Demnach soll seine Internet-Adresse dort im Zuge von Ermittlungen gegen einen internationalen Kinderporno-Ring aufgetaucht sein. Bei der Durchsuchung auf dem Gelände des Internats in Ober-Hambach bei Heppenheim wurden unter anderem ein PC, ein Laptop, das Smartphone des Beschuldigten, eine externe Festplatte sowie mehrere CDs beschlagnahmt. Derzeit werden die Daten ausgewertet.
Pumpkin 2

TV-Serie legitimiert Hexenverfolgungen, schreibt Geschichte um

Mit der Premiere von «Salem» reanimiert eine US-Serie ein dunkles Kapitel der amerikanischen Geschichte - und schreibt es um.

Am 20. April 2014 feiert mit «Salem» auf dem amerikanischen Sender WGN eine düstere und brutale Serie Premiere. Die Zuschauer verfolgen das Leben der jungen Hexe Mary im jungen Amerika des 17. Jahrhunderts. Mary ist die Ehefrau des vermögenden Stadtrats von Salem. Als ihre Jugendliebe John aus dem Krieg zurückkehrt, entfachen sich alte Gefühle neu. Parallel zur verbotenen Liebesgeschichte sorgt die im Städtchen aufkommende Massenhysterie um die Verfolgung von Hexen für Spannung.

Kommentar: Zum Thema Hexen lesen Sie diese ausgezeichneten Nachforschungen von Laura Knight-Jadczyk:

Hexen, Kometen und planetare Kataklysmen
Wie herabstürzende Himmelskörper, Kriege, die Pest und Hexerei miteinander zusammenhängen

Pyramid

Keine Touristen: Totenstille an Ägyptens Pyramiden

Große Pyramiden Gizeh
© AFP
Die Pyramiden von Gizeh galten als eine der größten Touristenmagnete der Welt. Doch viele Reisende haben Angst.
Nach dem Terroranschlag in Taba Mitte Februar bleiben jetzt auch noch die letzten Urlauber aus. Menschen, die auf Einnahmen aus dem Fremdenverkehr angewiesen sind, wissen nicht mehr weiter.

Auf den riesigen Parkplätzen vor dem Eingang zum Weltwunder der Antike herrscht gähnende Leere. Nur ein paar Polizeiautos sind dort geparkt. "Das kann doch nicht so weitergehen", jammert Khalil Bedran.

Jeden Tag reitet der 26-jährige Ägypter zu den Pyramiden von Gizeh - in der Hoffnung, dass doch wieder Touristen kommen und auf seinen Pferden oder Kamelen sitzen wollen. Doch seit Ausbruch der Revolution im Januar 2011 gibt es in Kairo immer weniger Besucher.
Wedding Rings

Homo-Ehe-Gegner mit lesbischer Stieftochter

Charles Cooper
© AP
Charles Cooper vor dem Supreme Court: "Können Sie sich das vorstellen?"
Vor dem Obersten Gerichtshof der USA kämpfte Charles Cooper gegen die Homo-Ehe. Jetzt ist der Anwalt mit Hochzeitsvorbereitungen beschäftigt: Seine Stieftochter heiratet eine Frau.

Die US-Organisation Protect Marriage definiert die Ehe als "einzigartige Verbindung zwischen Mann und Frau". Gleichgeschlechtliche Liebe passt nicht in das Weltbild der Gruppe - weshalb sie vor einem Jahr vor dem Obersten Gerichtshof in den USA für ein Verbot der Homo-Ehe in Kalifornien kämpfte. Für den Prozess engagierte sie Charles Cooper, einen strammen Verfechter konservativer Ideale und einst "Republikanischer Anwalt des Jahres".
Heart - Black

Weitverbreitete Pädophilie in Hollywood: Regisseur von "X-Men" wegen Kindesmissbrauch angeklagt

Bryan Singer

Regisseur Bryan Singer wegen Kindesmissbrauch angeklagt.
Einen Monat vor der Veröffentlichung des neuen Superhelden-Films X-Men: Days of Future Past wurde Regisseur Bryan Singer wegen Missbrauchs eines Minderjährigen angeklagt. Weitere Anklagen gegen andere einflussreiche Hollywood-Größen sollen folgen, so der Anwalt Jeff Herman.

Michael Egan zog im Alter von 14 mit seiner Familie nach Los Angeles und strebte eine Karriere in der Filmindustrie an. Dort traf er nach eigenen Angaben auf Marc Collins-Rector, wurde zu den Parties in einem Anwesen in Encino, Kalifornien eingeladen.

Collins-Rector gestand 2004 vor Gericht, dass er für sexuelle Zwecke fünf Minderjährige über Bundesstaatsgrenzen gelockt haben soll.Zunächst war Rector nach Spanien geflohen und kämpfte eine Zeit lang gegen die Auslieferungsforderungen der US-Behörden. Er ist nun ein registrierter Sexualstraftäter und musste 4,5 Millionen $ an seine Opfer bezahlen.
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