Die Wissenschaft des Geistes
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Zusammenhang zwischen Einkommen und klügeren Kindern: Strukturelle Unterschiede in den Gehirnen der Kinder entdeckt

US-Forscher haben einen Zusammenhang zwischen den Denk-Leistungen von Kindern und dem Einkommen ihrer Eltern belegt. Schüler mit gut verdienenden Eltern haben demnach nicht nur eine bessere Allgemeinbildung: Die Forscher fanden auch strukturelle Unterschiede in den Gehirnen der Kinder.
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Das Einkommen der Eltern wirkt sich laut der Studie auch auf die Hirnstruktur der Kinder aus, so die Forscher.
Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Harvard University sorgen für Aufsehen. Sie fanden in einer neuen Studie an 12- bis 13-Jährigen Schülern einen Zusammenhang zwischen Allgemeinbildung, dem Einkommen der Eltern und bestimmten anatomischen Aspekten des Gehirns.

Schon frühere Studien haben belegt, dass Schüler von besserverdienenden Eltern im Durchschnitt schulisch besser abschneiden als Schüler aus weniger reichen Elternhäusern. Bekannte Gründe hierfür sind fehlende Förderung der Kinder durch Nachhilfe und allgemein schlechtere Lernbedingungen.

Allerdings war noch nicht bekannt, dass Kinder von Gutverdienern in bestimmten Hirnarealen eine dickere Hirnrinde haben - an Stellen, die für die visuelle Wahrnehmung und für das Speichern von Wissen zuständig sind. Diese Größenunterschiede des Gehirns korrelieren zusätzlich mit den Ergebnissen des Standardtests, mit dem die schulischen Leistungen der Kinder abgefragt wurden.

Kommentar: Dennoch gibt es Hoffnung, denn das Gehirn ist plastisch, d.h. es kann sich lebenslang verändern und dazulernen:


Apple Green

Willkommen im Edel-Aldi - Optik, die sich gut verkauft

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© Aldi Press Office
Mehr Obst, Gemüse und Gebäck gibt es beim neuen Designer-Aldi in Australien
Während es in Deutschland vor allem schnell und billig sein soll, probiert es Aldi in Australien mit einer neuen Strategie. Dort hat der Discounter vier Designer-Filialen eröffnet. Damit sollen Besserverdiener zu Aldi gelotst werden.

Elegant ist nicht gerade das erste Wort, das einem einfällt, wenn man an Aldi-Filialen denkt. Das ändert sich nun aber - zumindest in Australien.

Im Kampf gegen die erfolgreichen Supermarktketten Coles und Woolworth hat der Discounter an der australischen Ostküste vier Designer-Testfilialen eröffnet. Und die lassen Aldi im wahrsten Sinne des Wortes in einem anderen Licht erscheinen.

Mehr Platz, mehr Kassen, mehr Licht

Statt Kartonstapeln, Paletten und Gitterkörben gibt es hier schöne Holzauslagen und elegante schwarze Regale, die angenehm ausgeleuchtet sind. Die einzelnen Gänge sind breiter und die Kassen besser zugänglich, damit die Käufer mehr Platz haben und sich nicht so hetzen müssen.

Auch das Sortiment wurde verbreitert: viel frisches Obst, Gemüse und selbstgebackenes Gebäck gibt es in den Designer-Aldis. Dazu kommt eine höhere Anzahl an Marken- und Gourmetprodukten, die Besucher in den Discounter locken sollen.

Kommentar: Diese Strategie nennt man auch "Neuromarketing". Eine relativ junge Disziplin, in der versucht wird, durch entsprechende visuelle Reize, Düfte, Klänge oder Gestaltungen den Kunden zu binden. Gerade in der heutigen Zeit, in der die Neurowissenschaften erheblichen Einfluss darauf ausüben, wie und mit welchen Mitteln die Menschen "sanft" in die gewünschte Richtung "gelenkt" werden können, ist es umso wichtiger, darüber Bescheid zu wissen, wie leicht man selbst manipulierbar ist.

Wir empfehlen in diesem Zusammenhang eine kleine Auswahl an nützlicher Literatur, die nicht nur Erstaunliches über das eigene Denken verrät, sondern auch zum schmunzeln anregt, wenn sie zum Beispiel in einem solchen "Edel-Aldi" stehen und plötzlich verstehen, was in all den Kunden (und in ihnen) gerade wirklich vorgeht:


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Der Grund, warum es so viele Schlafschafe im Lullerland gibt - Grundlegend verschiedene Moralstrukturen: Moralische Endo-Skelette und Exo-Skelette

Moralische Endo-Skelette und Exo-Skelette: Eine Perspektive auf Amerikas kulturelle Kluft und gegenwärtige Krise
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In dem Blogeintrag von vergangener Woche, in welchem ich die NSB - Gemeinschaft um Hilfe gebeten habe (
siehe: "The Wind Up, and Here's the Pitch" [nur in Enlisch, AdÜ]), endete ich folgendermaßen:
„In den kommenden Tagen werde ich in Erinnerung daran, was die NSB zur Thematisierung dieser nationalen Krise beigetragen haben, einige meiner wesentlichen Stellungnahmen posten, die über die letzten Jahre hier aufgetaucht sind.“
Hier kommt der zweite Artikel: ein Beitrag, welcher die Psychologie unterschiedlicher „moralischer Strukturen“ erörtert, die mit unseren politischen und kulturellen Spaltungen übereinzustimmen neigen. „Moralische Endo-Skelette und Ex-Skelette“ erschien hier erstmals vor mehr als zwei Jahren. Nachfolgend wurde der Artikel in der Zeitschrift THE HUMANIST veröffentlicht.

In den Monaten nach der Wahl von 2004, als es von den Roten Staaten hieß, sie hätten auf Grundlage ihrer „moralischen Werte“ gewählt, fiel zahlreichen Beobachtern auf, dass das anrüchige Fernsehen und die Filme, welche von der traditionalistischen und christlichen Rechten so energisch verurteilt werden, auch die höchsten Bewertungen in den selben Landesteilen zu erhalten pflegen, die am meisten von ebenjenen Menschen bevölkert sind. (Außerdem wurde beobachtet, dass einige der Familien-Pathologien, die von Traditionalisten angeprangert werden, in hohem Maße unter jenen höchst lautstarken Verfechtern von „Familienwerten“ vertreten sind.)

Einige sahen darin ein klares Indiz für die Scheinheiligkeit der Konservativen: was sie verurteilen, genießen sie insgeheim auch. Sie sind nicht so sehr um Moral besorgt wie sie vorgeben, deklarierte diese Kritik. Vielmehr ist es eine Haltung von Ergebenheit gegenüber der Rechtschaffenheit, während sie verbotenen Impulsen gleichzeitig auf versteckte Weise nachgeben.

Das ist Jimmy Swaggart im Großformat.

Doch ich denke nicht, dass „Scheinheiligkeit“ der aufschlussreichste Weg ist, dieses Phänomen zu erfassen. Nicht, wenn Scheinheiligkeit als eine Form von absichtlicher Verlogenheit begriffen wird.

Kommentar: Das Verständnis von verschiedenartigen moralischen Strukturen bei Menschen ist sehr wichtig. Laut Bob Altemeyers Forschungen sind etwa die Hälfte der Menschheit sogenannte autoritäre Mitläufer (oder Menschen mit "moralischem Exo-Skelett"), die unbedingt auf eine äußere Autoriät angewiesen sind, der sie folgen können. Dies erklärt, warum die Geschichte sich immer wiederholt, warum die 'Masse Mensch' immer wieder despotischen, destruktiven Herrschenden auf den Leim geht, und warum es stets nur ein kleiner Teil der Menschheit ist, der dazu in der Lage ist oder wäre, die Dinge zum Besseren zu verändern.


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Kohledurchschlag: Die Eltern sind die Kopiervorlage für ihre Kinder

Sträuben ist zwecklos: Eltern prägen ihre Kinder

Oft fällt es Menschen erst im Erwachsenenleben auf, wie stark sie bereits in der Kindheit durch ihre Eltern geprägt wurden. Die meisten übernehmen Werte oder auch Macken ihrer Väter oder Mütter ohne dies zunächst zu bemerken. Häufig fällt es nicht leicht, die negativen Eigenschaften, die kopiert wurden, wieder loszuwerden.

Ähnlichkeiten zu Vater oder Mutter

Wie sehr man selbst von seinen Eltern geprägt wurde, stellt sich für viele erst im Erwachsenenleben heraus. Es sind oft banale Sätze wie „Über Geld spricht man nicht“ oder „Ohne Fleiß kein Preis“. Solche Glaubenssätze aus der Familie wurden jahrelang ignoriert, doch irgendwann kann man sich dabei ertappen, wie einem die innere Stimme genau diese Überzeugungen vorhält. Möglicherweise sagt man einen solchen Satz sogar selbst zu seinen Kindern. Und auch in anderen Bereichen wie beispielsweise bei der Streitkultur oder dabei wie man mit Stress umgeht, entdeckt man mit der Zeit oft Ähnlichkeiten zu Mutter oder Vater. Manchmal mehr, als einem lieb ist, wie die Nachrichtenagentur dpa in einer aktuellen Mitteilung berichtet.

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Liebeshormon Oxytocin bewirkt ähnliche Rauschzustände wie Alkohol

Nach einer neuesten Studie aus England hat das Liebeshormon Oxytocin eine ähnliche Wirkung wie Alkohol. Viele kennen die Redewendung: "Jemand ist trunken vor Liebe" daran könnte mehr dran sein, als man bisher dachte!
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Wissenschaftler meinen herausgefunden zu haben, dass das auch oft als Liebeshormon bezeichnete Oxytocin im Körper ähnliche Rauschzustände herstellt wie Alkohol (Ob man durch Oxytocin im Straßenverkehr Probleme bekommen kann, ist noch offen!).


Oxytocin sorgt dafür, dass unser Vertrauen und unsere Großzügigkeit steigen.

Das Hormon wird zum Beispiel bei werdenden Müttern ausgeschüttet und soll dabei helfen, eine enge Bindung zwischen Mutter und Neugeborenem aufzubauen. Welche frisch gebackene Mama findet nicht, dass ihr Baby das aller schönste auf der Welt ist?

Man kennt das auch von frisch verliebten Paaren, die eine sogenannte rosarote Brille aufhaben. Außerdem wird es verstärkt während dem Sex ausgeschüttet, ist also der Grund, warum man sich seinem Partner nach dem Liebesspiel so nah fühlt. Sogar eine Umarmung oder das Streicheln eines Tieres kann zu einem Oxytocin- Ausstoß führen....

Kommentar:


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Warum lassen wir uns so gerne anlügen?

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Psychologische Anmerkungen zu einer fatalen menschlichen Schwäche - Ein Kommentar von Rudolf Hänsel

Angeregt wurden die nachfolgenden Überlegungen durch die bedrückende ARTE-TV-Dokumentation „Täuschung - Die Methode Reagan“, gewissermaßen das Drehbuch der gegenwärtigen Täuschungen - Methode Obama. Die „wahren Mächte“ hinter dieser US-Politik, die sowohl die US-NATO-Kriege gegen Serbien 1999 als auch die Kriege gegen alle weiteren Länder und Völker in diesem Jahrhundert führen ließen und nun einen großen Krieg gegen Russland vorbereiten, gehen immer nach dem gleichen Muster vor.

Seit über einem Jahr hetzen sie uns Deutsche mit Hilfe ihrer „Qualitäts“-Medien gegen unsere seelenverwandten osteuropäischen Nachbarn, die Russen auf. Ziel dieser Kriegspropaganda ist es, uns über den Ukraine-Konflikt in einen Stellvertreterkrieg zwischen den USA und Russland hineinzuziehen („Schlachtfeld Europa“). Eine Allianz zwischen Russland und Deutschland soll damit verhindert werden. Zum x-ten Male lassen wir Bürger uns von diesen Kriegstreibern täuschen, ohne daraus zu lernen. Was sind die Ursachen dieser fatalen menschlichen Schwäche?

Kommentar: Wie und warum man so leicht Täuschungen und Lügen aufsitzt und warum es den Mächtigen so leicht fällt, mit ihren Lügen durch zu kommen, erfahren sie in folgenden Büchern eindrucksvoll:

Schnelles Denken, langsames Denken von Daniel Kahneman
Psychologie der Massen von Gustave le Bon

In einer Welt, die die Schwächen der Menschen gnadenlos ausnutzt, ist es für jeden persönlich von größter Bedeutung, über seine eigenen psychologischen Mechanismen, die einen anfällig für Täuschung machen, Bescheid zu wissen.


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Nach schweren Sturz - Amerikanerin wird zum Genie, aber verliert ihr Gedächtnis

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Das Gehirn von Leigh Erceg wurde unverhofft zum Superbrain
Eine 49 Jahre alte Farmerin aus dem US-Bundesstaat Colorado wird nach einer schweren Gehirnverletzung zum Mathe-Genie und entwickelt eine hohe künstlerische Begabung. Doch ihr Leben hat sich durch Sturz komplett verändert. Nicht nur zum Positiven.

Leigh Erceg fiel in einen Hohlweg auf ihrer Ranch in Steamboat Springs, als sie gerade ihre Hühner fütterte, wie die englische Zeitung Daily Mail berichtet. Sie erlitt neben schweren Hirn- auch mehrere Rückenverletzungen. Die Ärzte diagnostizierten ihr, dass sie nie wieder gehen könne und wohl auch keine Erinnerungen an ihr vorheriges Leben haben werde. Doch ihr Körper reagierte völlig anders, als von den Ärzten prophezeit.

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Kreativität entspringt nicht aus der Luft

Kreativität lässt sich weder messen noch erzwingen. Sie hängt vielmehr von harter Arbeit und ein bisschen auch vom Zufall ab.
Mit der menschlichen Kreativität beschäftigen sich Forscher schon lange. Greifbarer wurde das Geheimnis der originellen Ideen nicht. Schon neurologisch lässt sich Kreativität mehr schlecht als recht erklären. Zu dieser Erkenntnis kamen Andreas Fink und Mathias Benedek von der Universität Graz. Die Psychologen hatten 2012 die Hirnströme von Probanden bei kreativen Leistungen gemessen. „Kreativität lässt sich nicht durch die Aktivierung oder Deaktivierung spezieller Hirnzellen oder -areale erklären“, schreiben sie in der Fachzeitschrift Neuroscience and Behavioral Reviews. Stattdessen handele es sich, um funktionales Zusammenspiel verschiedener Hirnareale in komplexen neuronalen Netzwerken. Soweit so unklar. Bis weit ins 17. Jahrhundert schrieb man alles Kreative einfach einer höheren Macht zu. Inspirationen wurde im wahrsten Sinne der Wortbedeutung von Gott eingehaucht. Der anfänglichen Mystifizierung folgte in den nächsten Jahrhunderten die Ratio und die Besinnung auf den eigenen Geist. Kreativität schrieben die Psychologen von nun an dem eigenen Kopf zu. In der Fachliteratur wird eine kreative Leistung seither als Neuformierung von Informationen und dem Einbringen von etwas Neuem in ein angestammtes Feld definiert. Messen oder gar trainieren lässt sich Kreativität trotz schöner Definitionen und unzähligen Studien nicht.

Ob ein Mensch kreativ sein kann, hängt von vielen Faktoren, manchmal auch von Zufällen ab, wie folgende Anekdote zeigt. Gillian Lynne war eine schlechte Schülerin. Sie hatte Probleme zuzuhören und störte oft den Unterricht. Die Lehrer rieten ihrer verzweifelten Mutter zum Besuch beim Psychologen. Gesagt, getan: Eine Stunde lang hörte sich der Arzt Geschichten über das zappelige Mädchen an. Am Ende der Sitzung bat er die Mutter für einen Moment vor die Tür. Beim Hinausgehen stellte er noch das Radio an. Kaum waren beide aus der Tür, sprang Gillian auf und bewegte sich zur Musik. „Der Psychologe sagte zu meiner Mutter, ihre Tochter ist nicht krank, sie ist eine Tänzerin“, erinnert sich die inzwischen fast 90-Jährige. Statt zur Therapie schickte die Mutter ihre Tochter zum Tanzunterricht. Gillian Lynne wurde erst eine weltberühmte Tänzerin und später die Lieblingschoreographin von Andrew Lloyd Webber. Musicalerfolge wie Phantom der Oper oder Cats machten sie zu einer Multimillionärin. Ihr Glück: Die Diagnose ADHS war damals noch [nicht] „verfügbar“, sonst hätte der Psychologe ihr vielleicht Ritalin verschrieben, statt ihre Begabung zu erkennen.


Attention

Operationen am Gehirn einziger Weg um Epilepsie anfallsfrei zu bekommen? - Was ist mit ketogener Ernährung?

Eine Gehirnoperation kann weit mehr Epilepsie-Patienten von ihren Anfällen befreien als bislang vermutet. Eine Langzeitstudie des Universitätsklinikums Freiburg zeigt nun, dass selbst zwölf Jahre nach der Operation etwa zwei Drittel der Patienten anfallsfrei blieben, die an einer sogenannten fokalen kortikalen Dysplasie (FCD) litten. An dieser Epilepsieform sind allein in Deutschland etwa 90.000 Menschen erkrankt. Die Studie fand besonders bei jungen Patienten eine sehr positive Entwicklung nach der OP. Ihre Ergebnisse stellen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Epilepsia vor.
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© Universitätsklinikum Freiburg
Magnetresonanz-Aufnahmen eines Patienten mit fokaler kortikaler Dysplasie vor (links) und nach der Operation. Blick von hinten auf das Gehirn.
Rund 600.000 Menschen in Deutschland leiden an Epilepsie, der häufigsten neurologischen Erkrankung. Bei etwa einem Drittel der Patienten lassen sich die Anfälle nicht mit Medikamenten oder anderen nicht-invasiven Methoden beseitigen. Dies gilt auch für die FCD, bei der eine umschriebene Fehlentwicklung der Großhirnrinde die epileptischen Anfälle verursacht. Bei dem neurochirurgischen Eingriff wird der anfallsauslösende Bereich der Großhirnrinde entfernt.

Doppelt so viele Patienten wie erwartet profitieren

In der bislang größten Studie untersuchte ein Team um Prof. Dr. Andreas Schulze-Bonhage, Leiter des Epilepsiezentrums an der Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Freiburg, die Langzeitwirkung der Operation. Sie begleiteten insgesamt 211 FCD-Patienten unterschiedlichen Alters über einen Zeitraum von bis zu zwölf Jahren. Frühere Studien hatten bei 30 bis 40 Prozent der Patienten eine Anfallsfreiheit nachgewiesen. „In unserer Studie traten bei zwei Drittel der Patienten selbst nach bis zu zwölf Jahren keine Anfälle mehr auf. Dieses Ergebnis übertraf unsere Erwartungen deutlich“, sagt Prof. Schulze-Bonhage.

Kommentar: Es gibt eventuell noch eine andere Richtung, die aber noch in den Kinderschuhen steckt - die Ernährung bei Epileptikern. Ein Auszug aus einem Sott-Fokus-Artikel:
Die ketogene Ernährung - Die vielen unglaublichen Vorteile einer Ernährung basierend auf tierischem Fett - Für Körper, Geist und Seele!

Bei Kindern, die mit Hilfe der ketogenen Ernährung gegen ihre Epilepsie behandelt wurden, wurde festgestellt, dass sie auch lange nach der Beendigung dieser Ernährung anfallsfrei blieben. Das bedeutet, dass sich diese Ernährung nicht nur als schützend erwiesen hat, sondern dass sie auch die Aktivität der Krankheit verändert hat - etwas, das kein Medikament in der Lage ist zu vollbringen [13]. Wenn bei der Alzheimer-Krankheit Ketonkörper-Level ansteigen, verbessert sich das Gedächtnis. Die verhungernden Gehirne der Menschen bekommen endlich die dringend benötigten Fette, die sie benötigen! Tatsächlich wird jede einzelne neurologische Erkrankung durch eine ketogene Ernährung verbessert.



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Traumata lassen Menschen altern - Besonders betroffen: Soldaten

Die Therapie von Patienten mit posttraumatischen Belastungsstörungen ist schwierig. Umso schlimmer ist die Erkenntnis, die US-Forscher nun veröffentlichen: Die Störung beeinflusst die Chromosomen.
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Vor allem bei Soldaten, die in Krisengebieten eingesetzt werden, aber auch bei Polizisten und Feuerwehrmännern ist die Gefahr für traumatische Erfahrungen hoch. Entsprechend leiden in diesen Berufsgruppen besonders viele Menschen an posttraumatischen Belastungsstörungen
Vor allem bei Soldaten, die in Krisengebieten eingesetzt werden, aber auch bei Polizisten und Feuerwehrmännern ist die Gefahr für traumatische Erfahrungen hoch. Entsprechend leiden in diesen Berufsgruppen besonders viele Menschen an posttraumatischen Belastungsstörungen


Es kann ein Unfall sein, ein Übergriff - oder ein Attentat: Solche Erlebnisse können die Psyche eines Menschen so stark belasten, dass ein normales Leben kaum noch möglich erscheint. Forscher sprechen von posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) - und seit ihrer wissenschaftlichen Beschreibung scheint die Zahl der Menschen, die daran erkranken, rasant in die Höhe zu schnellen.


Vor allem die Erforschung der Lebensläufe von Soldaten, die aus Krisengebieten zurückkehren, zeigt: Wer ein schweres Trauma erleidet, hat ein hohes Risiko, an Depressionen, Angst-, Ess- oder Schlafstörungen zu erkranken und drogen- oder alkoholabhängig zu werden. Kurzum: PTBS ist eine schwere psychische Erkrankung, die alleine durch Ereignisse in der Umwelt ausgelöst wird.

Kommentar: Traumata lassen uns Menschen nicht nur altern, sondern können ebenso Krankheiten entstehen lassen: