Die Wissenschaft des Geistes
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Bell

Schlangen in Anzügen: "Psychopathen rauben keine Bank aus, sie werden Bankenvorstand"

Sie sind charmant und überzeugend, angstfrei und manipulativ: Oft kommen Psychopathen weit in der Karriere - und doch nie ans Ziel. Ihre innere Leere bleibt, ihre Unternehmen ruinieren sie.


Kommentar: Nicht unbedingt, da Psychopathen nicht aus Fehlern lernen können, da sie sich selbst als makellos einschätzen.


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© Corbis
Immerzu mit dem Ich beschäftigt: "Psychopathen rauben keine Bank aus, sie werden Bankenvorstand
Schon mal "Versagen im Vorstand und Aufsichtsrat" gegoogelt? Da gibt es viel zu lesen. Über die peinlichste Baustelle Europas zum Beispiel - den neuen Berliner Flughafen. Der wird und wird nicht fertig, doch der Aufsichtsrat weist jede Verantwortung von sich (Handelsblatt). Oder über den größten österreichischen Industriekonzern OMV, der mangels Entscheidungskompetenz im Aufsichtsrat fast ein Jahr lang von einem "General" geführt wird, den auch keiner recht ernst nimmt (Die Presse). Oder vom Nürburgring, wo das offensichtliche Misslingen eines "Zukunftskonzepts" von allen Beteiligten ignoriert wurde (Rhein-Zeitung). Und das ist nur eine kleine Auswahl aus der jüngeren Vergangenheit.

Mein früherer Kollege Florian Schilling hat sich die Mühe gemacht und für die Frankfurter Allgemeine Zeitung in tapferer Fleißarbeit zusammengetragen, was im Kontrollgremium eines Unternehmens so alles schiefgehen kann. Da...
  • mangelt es am guten Geschäftsverständnis,
  • werden schwache Vorsitzende herumgeschubst,
  • lassen starke Vorsitzende keinen Widerspruch zu,
  • verstehen Beiräte ihre Aufgabe nicht wirklich,
  • ist die Zusammensetzung zu homogen oder nicht homogen genug,
  • wird vor lauter Compliance die Governance vergessen,
  • verteilt der Vorstandsvorsitzende zu viel, zu wenig oder die falsche Information,
  • traut sich in einer Atmosphäre der Angst keiner, etwas vermeintlich Dummes zu sagen,
  • verlassen sich die Räte auf einen erfolgreichen CEO zu sehr und zu lange und vertrauen dabei ihrer Intuition mehr als den Fakten.

Kommentar: Um zu sehen, wie Psychopathen die (politische) Gesellschaft beeinflussen, empfehlen wir folgendes Buch:

© de.pilulerouge.com
Politische Ponerologie: Eine Wissenschaft über das Wesen des Bösen und ihre Anwendung für politische Zwecke



Butterfly

"Schau mir in die Augen" - Augenkontakt zwischen Mensch und Hund führt zur Hormonausschüttung

Tiefe Blicke funktionieren auch zwischen Menschen und Hunden. Bei Augenkontakt schütten beide Seiten vermehrt Hormone aus, die Fürsorglicheit auslösen.
© dpa
Blickkontakte zwischen Hunden und ihren Besitzern stärken die Bindung zwischen beiden. Schaut ein Herrchen oder Frauchen seinem Hund in die Augen, steigt in seinem Körper der Gehalt des Hormons Oxytocin. Und auch beim Hund wird dieses Bindungshormon vermehrt ausgeschüttet. Zu diesem Ergebnis kommen japanische Wissenschaftler um Miho Nagasawa im Fachmagazin Science. Zwischen Wölfen und Menschen gebe es diesen hormonellen Bindungsverstärker nicht, vermutlich hat sich das In-die-Augen-Schauen als soziales Kommunikationsprinzip während der Domestizierung der Tiere entwickelt.

Jeweils eine halbe Stunde lang beobachteten die Forscher insgesamt 30 Hundebesitzer und deren Interaktion mit ihren Hunden - wie sie mit ihnen sprachen, sie anschauten oder berührten. Eine Gruppe von Hundehaltern bekam die Anweisung, möglichst intensiven Blickkontakt zu ihren Tieren zu suchen. Vor und nach dieser Zeit bestimmten die Wissenschaftler den Oxytocin-Gehalt im Urin von Hund und Mensch. Es zeigte sich, dass der intensive Augenkontakt den Oxytocin-Spiegel beider ansteigen ließ. Brachten die Forscher zahme Wölfe mit Menschen zusammen, fanden sie keinen solchen Zusammenhang - obwohl die Menschen die Wölfe aufgezogen hatten, beide also sehr vertraut miteinander waren.

Kommentar:


2 + 2 = 4

Das irrsinnige Ausmaß der Korruption in Wissenschaft und Religion und warum es uns alle betrifft

Die Korruption der Wissenschaft ist eines der größten Probleme, mit der die Welt je zu tun hatte; sie könnte sogar zur Auslöschung der menschlichen Rasse führen. Diese Vorstellung erschreckt mich, und sie sollte Sie ebenfalls erschrecken. Aber ich bin mehr als bloß erschreckt; mein Herz wurde gebrochen durch der Erkenntnis dass die größte Hoffnung für die Menschheit - die Wahrheit, schöne Wahrheit - schonungslos zerrissen und verdorben wurde von den Wächtern des Tempels: den Wissenschaftlern selbst, unter dem Einfluss eines weitverzweigten Netzwerks von einvernehmlichen pathologischen Verschwörungen, die vollkommen losgelöst von der Masse der normalen Menschheit sind.
Ich war noch recht jung als ich zum ersten Mal lernte, dass die Wissenschaft Fehler machen konnte; ich wuchs neben einem Kind auf, dessen Mutter während der Schwangerschaft Thalidomide einnahm. Als ich 14 war, verschrieb mir unser Hausarzt "Diätpillen": Methamphetamine. Fast zerstörten sie meine Gesundheit für immer. In späteren Jahren lernte ich durch das Nachrichten Magazin 20/20, dass die empfohlenen Medikamente für den Bluthochdruck meines Großvaters, welche die Veteran's Administration ihm besorgte, für seinen Tod verantwortlich waren. Das sind nur einige Highlights aus einer Lebenszeit voller Erfahrungen mit Ärzten und anderen Medizinern, welche 75 % der Zeit falsch lagen, und bei den anderen 25 %, wo sie recht hatten, handelte es sich um Belanglosigkeiten. Hätte ich mich bei den wichtigen Sachen an den Rat der Ärzte gehalten, für mich selbst und meine Kinder, so hätte das schwerwiegende negative Konsequenzen zur Folge gehabt.

Dies ist eine entmutigende Aussicht, keine Frage, aber so ist es nun einmal: Ärzte werden nicht dazu ausgebildet um Ihnen dabei zu helfen ein gesünderes Leben zu leben; sie werden in medizinischen Schulen ausgebildet, welche von Pharmakonzernen finanziert werden, um die Pharmakonzerne durch Medikamentenverkäufe zu bereichern. Ich habe einmal gehört, dass die Mediziner im alten China ein Schild über ihre Tür hängen mussten, welches anzeigte, wie viele ihrer Patienten gestorben waren. Verständlicherweise wurden sie dadurch hochmotiviert heraus zu finden, was wirklich funktioniert, weil sonst niemand sie aufsuchen würde, wenn ihre Anweisungen und Tränke nicht wirksam waren. Es wäre schön, wenn unsere Zivilisation ein ähnliches System einführen würde.

Eye 1

Warum fahren Frauen auf Narzissten ab und lernen nicht daraus?

Aus Schaden wird man klug? Mitnichten! Frauen, die bereits schlechte Erfahrungen mit Narzissten gemacht haben, stehen auch weiterhin auf solche Typen. Wäre Schauspieler James Franco tatsächlich so drauf wie in diesem Video, würden gemäss der Studie noch viel mehr Frauen auf ihn stehen.
Schon seit Längerem ist bekannt, dass sich Frauen von äusserst selbstbewussten Männern angezogen fühlen. Entpuppt sich deren Selbstliebe jedoch als Narzissmus (siehe Box), sind die Frauen aber genauso schnell wieder weg.

© Unknown
Caravaggio's Narcissus
Übersteigerte Selbstliebe

Narzissmus meint eine auffällige Selbstbewunderung oder Selbstverliebtheit und übersteigerte Eitelkeit gemeint. Der Begriff leitet sich ab von Narkissos/Narziss, einem Jüngling der griechischen Mythologie. Er wurde von Männern und Frauen gleichermassen umworben, war aber von trotzigem Stolz auf seine eigene Schönheit erfüllt und wies all seine Verehrer und Verehrerinnen herzlos zurück. Seine Selbstliebe führte der Sage nach sogar zum Tod: Als sich Narziss am See mit seinem Spiegelbild vereinigen wollte, ertrank er.

Kommentar:


Book 2

Sprachanalyse entlarvt Shakespeare als "gesellig und recht gebildet"

Mit einer raffinierten Textanalyse haben Forscher ein Persönlichkeitsprofil des großen Dramatikers erstellt. So lässt sich klären, wer hinter einem umstrittenen Werk steckt.

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Stich von Benjamin Holl, nach einem Porträt von Jacobus Houbraken
Seit Jahren entwickelt der Psychologe James Pennebaker von der University of Texas in Austin raffinierte Analysetools, um anhand von sprachlichen Eigenheiten eines Verfassers auf dessen Persönlichkeit zurückzuschließen. Nun hat er gemeinsam mit seinem Kollegen Ryan Boyd diese Technologie auf das Gesamtwerk William Shakespeare angewandt und ein Persönlichkeitsprofil des großen englischen Literaten erstellt.

Die Ergebnisse zeigten eindeutig, dass ein umstrittenes Werk tatsächlich aus Shakespeares Feder stammt. "Double Falsehood" wurde über hundert Jahre nach seinem Tod im Jahr 1728 von Lewis Theobald veröffentlicht. Der behauptete, das Stück aus drei Manuskripten kompiliert zu haben, die Shakespeare gemeinsam mit dem Dramatiker John Fletcher verfasst habe - eine Behauptung, die seither von Fachleuten angezweifelt wurde, zumal die genannten Schriften zwischenzeitlich verloren gingen.

Pennebaker und Boyd analysierten nun 33 Stücke von Shakespeare, 12 von Theobald und 9 von John Fletcher und ermittelten die Persönlichkeitseigenschaften der drei Verfasser. Die Auswertung zeigte, dass "Double Falsehood" sowohl Züge von Shakespeare als auch von Fletcher zeigte, nicht aber von Theobald. Die ersten Akte des Stücks entsprachen dabei am ehesten dem prominenteren der beiden Autoren, die späteren scheinen hingegen maßgeblich auf Fletcher zurückzugehen.

Heart - Black

Missbrauch und Gewalt an Kindern: Die Täter sind nicht immer nur die armen Opfer, die selbst misshandelt wurden

Geschlagen, missbraucht, ignoriert: Kinder gewalttätiger Eltern werden später oft selbst übergriffig - das bestätigen Statistiken von US-Kinderschutzbehörden. Doch die Zusammenhänge sind weniger eindeutig, als es scheint.
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Mütter, die ihre Kinder schlagen; Väter, die sich sexuell an ihnen vergreifen; Eltern, die ihrem Nachwuchs kein schützendes Zuhause bieten können. Immer wieder hört man diese Geschichten und immer wieder berichten die Täter, selbst nicht anders groß geworden zu sein. Eltern, die misshandelt wurden, geben ihr Leid an die eigenen Kinder weiter. So scheint es zu sein. Aber stimmt das wirklich?

Eine neue Studie aus den USA hat 900 misshandelte Kinder als Erwachsene mehrfach zu ihrem eigenen Erziehungsverhalten befragt sowie deren Akten der Kinderschutzbehörden (Child Protective Services) gewälzt. Betrachtet man nur die Daten aus den Behörden, lautet das Fazit der Psychologen von der City University of New York zunächst wie vermutet: Wer als Kind von den Eltern geschlagen, sexuell missbraucht oder stark vernachlässigt wurde, hat ein höheres Risiko, selbst einmal die eigenen Kinder zu misshandeln. Bei genauerem Hinsehen ist das Bild jedoch weniger eindeutig.

Kommentar: Durch die psychoanalytische Bewegung hat sich seit Jahrzehnten das Mantra durchgesetzt, dass ein Täter nur deshalb zum Täter wird, weil er in der Kindheit selbst missbraucht wurde. Leider stimmt das nicht: Forschungen an Psychopathen haben das sehr deutlich gemacht. Worauf diese "Opfer-Erklärung" der Täter hinausläuft ist eine Vermeidung von Verwantwortung und das Nähren von Narrativen des Selbstmitleids - all dies zu Gunsten der Personen, die Kindern schaden, und zum Schaden der wirklichen Opfer, der Kinder, selbst. Natürlich gibt es Menschen, die den selbst erlebten Missbrauch über die Generationen weitergeben, doch der springende Punkt sind die gemeingefährlichen pathologischen Täter: Pädophile und Psychopathen. Beide "Spezies" sind alles andere als Opfer, dennoch entkommen sie fast immer der Strafverfolgung, und die Gefahr, die von ihnen ausgeht, wird so gut wie gar nicht diskutiert. Im Gegensatz dazu werden die Medien jedoch vor der so genannten "Terrorgefahr" überschwemmt, so dass alle - nicht denkende - Welt von den wirklichen Gefahren um uns herum abgelenkt wird.


Bulb

Denkst du noch oder grübelst du schon wieder? Wie entrinnt man den negativen Gedankenschleifen?

"Bin ich gut genug dafür?" "Wieso bin ich so ein Versager?" Ziellos kreisen die Gedanken, eine Lösung ist nicht in Sicht - und das Risiko für depressive Verstimmungen steigt. Doch das Gedankenkarussell kann man stoppen.
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Grübeln, unaufhörliches Nachdenken, immer wiederkehrende Gedankenschleifen... Das muss nicht sein!
Hamlet war ein Grübler. Als Mann sei er allerdings ein eher untypischer Grübler, denn deutlich häufiger, so Tobias Teismann, grübelten die Frauen. Da ist zum Beispiel die Mutter, die ihr Kind zum Kindergarten bringt. Die anderen Mütter grüßen sie nicht, schnell kommt das Gedankenkarussell in Fahrt: "Warum mögen mich andere nicht?" "Warum bin ich so anders?" "Warum bin ich so eine Versagerin?"

Grübelfragen seien tendenziell unbeantwortbar, sagt Tobias Teismann. Er ist geschäftsführender Leiter des Zentrums für Psychotherapie Bochum und weiß, dass Grübeln wie ein Brandbeschleuniger negativer Gefühle wirkt. Schnell schaukelt sich das Ganze auf - dem Betroffenen fallen immer mehr negative Erinnerungen auf.

"Wir grübeln alle", sagt Teismann, "doch es gibt Menschen, bei denen wird nahezu über alles gegrübelt." Mit Folgen für die Psyche: Grübeleien, die meist um Vergangenheit und Gegenwart kreisen, ziehen depressive Stimmungen nach sich. In zahlreichen Studien wurden sie als ein zentraler Faktor ausgemacht, der dazu beiträgt, dass sich depressive Störungen nicht bessern - oder es zu einem Rückfall nach einer überwundenen Depression kommt.

Flashlight

Chefpositionen sind Magneten für Psychopathen

Ein spezieller Menschenschlag sind sie, die CEOs von Konzernen. So speziell, dass es in den Chefetagen viermal so viele Psychopathen gibt wie im Rest der Bevölkerung. Denn diese sieben Marotten von ihnen sind gefragt, wenn es um Erfolg geht.
© istockphoto.com/VLADGRIN
Psychopath - dieses Wort verbindet der Laie mit manischen Mördern, Verrückten in Zwangsjacken und skrupellosen Schurken. Doch auch der Nadelstreifen-Anzug ist ein beliebtes Kleidungsstück des Psychopathen, denn ihr Anteil unter Unternehmern und CEOs ist viermal so hoch wie im Rest der Bevölkerung.

Diesen Wert hat der US-Journalist Jon Ronson für sein Buch Der Psychopathen-Test ermittelt. Sie können aber ruhig bleiben: Viermal so hoch bedeutet, dass nur vier Prozent der CEOs tatsächlich Psychopathen sind.

Gleichwohl gehören zum Krankheitsbild des Psychopathen aber Eigenschaften, die auch erfolgreiche Unternehmer ausmachen - und die sind für den empathischen Leser nicht gerade positiv.

Kommentar: Und die Psychopathen werden dabei viele Opfer hinterlassen. Es ist unseres Erachtens gefährlich Psychopathen positive Eigenschaften zuzuschreiben, denn sie haben keine. Und wie in den Auszügen von dem Buch von Jon Ronson dargestellt, wird es nicht nur Schwarz und Weiß sein, d.h. nicht alle Reichen haben ein Mangel an Gewissen oder zeigen unethisches Verhalten. Lesen Sie dazu auch die folgenden Artike über Psychopathie:


Die

Wölfe im Schafspelz: Psychopathen

Er könnte Pastor sein oder der gütige Leiter eines humanistischen Gymnasiums. Tatsächlich ist der emeritierte Professor der University of British Columbia jedoch der renommierteste Psychopathen-Jäger der Welt. Was Robert Hare antreibt, ist mehr als Neugier. Es ist ein Verantwortungsgefühl gegenüber der Menschheit. Denn keine andere Persönlichkeitsstörung richtet einen ähnlich verheerenden Schaden an wie die Psychopathie.

Die Skrupellosen: ihre Lügen, Taktiken und Tricks. Gewissenlos.

Alltags-Soziopathie ist meines Erachtens ein absolutes Tabuthema dem sich niemand stellen will, weil das Fehlen von Gewissen für den normalen gesunden Menschen einfach unvorstellbar ist. Das Problematische bei Soziopathen ist, dass sie besonders einnehmend und nett erscheinen: nach außen hin. Sie tricksen, tarnen und täuschen in erstaunlich höflicher, nach außen nicht einsehbarer Art und Weise. Welch verstörender Gedanke. Umso mehr, als diese Persönlichkeitsstörung als unheilbar gilt und fast nie festgestellt wird, da der Otto-Normal-Soziopath nur selten serienkillend mit der Kettensäge durch die Nachbarschaft zieht.


Kommentar: Hier sollte eine Unterscheidung zwischen Soziopath und Psychopath getroffen werden, weil es wichtige Unterschiede zwischen diesen beiden Formen gibt. Dazu ein paar Auszüge aus einem anderen Artikel:
Es gibt psychologische Begriffe, die sich still und heimlich in den Alltagsgebrauch eingeschlichen haben. So still und heimlich, dass man sie zwar mit Selbstverständlichkeit verwendet, aber selten darüber nachdenkt, was sie eigentlich genau bedeuten. Der Begriff Psychopath gehört dazu, das Wort Soziopath ebenso. Aber ist das eigentlich das Gleiche? Ganz und gar nicht, sagt der US-Kriminologe Scott Bonn von der Drew University.

[...]

Denn Psychopathen und Soziopathen zeigen oft das gleiche Verhalten: Sie respektieren keine Gesetze oder sozialen Normen, sie erkennen anderen das Recht auf Selbstbestimmung ab, tendieren zu äußerst manipulativem und gewalttätigem Verhalten und zeigen keinerlei Schuld- oder Reuegefühle. Doch die Gründe für diese problematischen Verhaltensweisen sind bei Soziopathen und Psychopathen jeweils andere.

Soziopathen haben durchaus Gefühle. Aber sie bekommen diese einfach nicht unter Kontrolle. Vor allem bei Angst und Wut bekommen sie sich nur schwer in den Griff: Sie werden leicht nervös, fühlen sich ausgegrenzt, beleidigt oder falsch behandelt, und tendieren dann zu äußerst impulsivem und aggressivem Verhalten. Aufgrund dessen leben sie oft am Rande der Gesellschaft, haben keinen festen Job und in der Regel auch keine feste Partnerschaft.

Soziopathen wünschen sich oft engere Bindungen an andere Menschen, schaffen es aber durch ihre emotionale Reizbarkeit nur selten, Beziehungen über längere Zeit aufrechtzuerhalten. Soziopathen fallen auf - und andere Menschen machen oft intuitiv einen Bogen um sie. Wenn sie Verbrechen begehen, dann geschieht das meist impulsiv und häufig völlig ungeplant.

Ganz anders verhält es sich bei Psychopathen: Sie sind häufig äußerst charmant, chronische Lügner und verfügen auf den ersten Blick über eine große soziale Kompetenz. Ihnen gelingt es durch ihre manipulative Art schnell, das Vertrauen anderer Menschen zu gewinnen - und das, obwohl es ihnen komplett an Mitgefühl oder authentischen Bindungen an andere Menschen fehlt. Psychopathen sind oft hoch funktional, also gut in die Gesellschaft integriert. Sie haben feste Jobs, sind verheiratet und haben Kinder. Sie können vergleichsweise leicht Karriere machen und sogar in Führungspositionen erfolgreich sein.

Kommentar: Und das kann nur mit Hilfe von Wissen geschehen. Lesen Sie dazu die Artikelserie von Sott.net über Psychopathie:


Beer

Trinken nur dumme Männer Alkohol?

Der Griff zur Flasche ist bei vielen jungen Männer Kult - aber vielleicht liegt es auch nur daran, dass sie nicht besonders schlau sind ...
Stockholm (Schweden) - Forscher wollen herausgefunden haben, dass Männer mit einem niedrigen IQ anfälliger für übermäßigen Alkoholgenuss sind. Die Studie wurde in der Online-Ausgabe (März) des Journals Alcoholism: Clinical & Experimental Research veröffentlicht.

„Intelligenz könnte einer der vielen Faktoren sein, die den Alkoholkonsum beeinflussen“, sagte Doktorantin Sara Sjolund vom „Karolinska Institut“ in Stockholm dem US-Sender „CBS“.

Die Untersuchung wertete die Daten von 50 000 schwedischen Männern zwischen 18 und 21 Jahren aus. Alle wurden zwischen 1969 und 1971 zum Militärdienst einberufen. Die Wissenschaftler verglichen die Ergebnisse, die sie in IQ-Tests erzielten, mit den Angaben über ihre Trinkgewohnheiten.

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