Kommentar: Dies ist eine Artikelserie über Psychopathie, die von der Quantum Future Group erstellt wurde. Am Ende des Artikels wird die Linksammlung zu den anderen Artikeln der Serie gegeben.


Wendy Koenigsmann schreibt:
Wenn Sie einen Psychopathen verlassen, so müssen Sie entweder erwarten, dass er der Typ ist, der keinen 'Lärm' macht, dafür aber Ihre Reputation zerstört indem er Lügen verbreitet, ODER man kann eine Menge an offensichtlichen Manipulationsversuchen erwarten (der letzte Versuch, Macht und Kontrolle zu gewinnen).

Zum Beispiel: Ich habe einmal einen Psychopathen verlassen, und bis heute wird er, wenn er die Gelegenheit bekommt, meinen Freunden sagen, dass sie mich warnen sollen, dass ich nur eine 'Fliege' an seiner Windschutzscheibe bin, und er die Fähigkeit hat, mich wie ein Insekt zu zerstören. Zwischenzeitlich hat er jedem, der ihm zuhört, falsche Geschichten über mich erzählt.

Warum macht er so etwas?

Nachdem ich mit diesem lästigen Verhalten für fast zwei Jahre umgehen musste, kam ich zu folgender Schlussfolgerung: Obwohl sie nicht wirklich eine andere Person lieben können, und keine wahren tiefen Gefühle besitzen, so beziehen sie sich auf Andere über Macht und Kontrolle. Wenn jemand tatsächlich versuchen sollte, seine Macht und Kontrolle zu 'erniedrigen' (in seinen Augen ist dies tatsächlich so), so wird er bis zu einem gewissen Grad darauf reagieren. Dieser Psychopath tat auch so, wie wenn er alles unter Kontrolle hätte, indem er sagte, dass er es war, der mich 'rausgeschmissen' hat, auch wenn er im Haus seiner Mutter wohnte. Später sagte er meinen Freunden, dass ich für ihn nur ein "Experiment" gewesen bin - nachdem ich Geld und Zeit verloren, und wegen seinen Lügen und Manipulationen immens gelitten hatte. Durch das Leiden bekam ich extreme Depressionen, die fast für zwei Jahre nach unserer Trennung andauerten (sogar bis heute), in denen er nicht aufhörte, mich zu attackieren.

Ich bin überzeugt, dass einige Individuen stark genug sind, sich gegen einen Psychopathen zu erheben; unglücklicherweise können dies nicht alle Leute, und den meisten Psychopathen gelingt es, ihre Opfer permanent zu verletzen. Dies ist der Grund, warum wir klar mehr Hilfsgruppen für Leute, die eine Beziehung mit Psychopathen hatten, benötigen.


Insgesamt gesehen kann die Erfahrung, sich mit Psychopathen herumschlagen zu müssen, für die meisten Leute sehr verwirrend sein, um nicht zu erwähnen, dass, wenn er mit jemandem fertig ist, man sicher sein kann, dass man fälschlicherweise verleumdet wird. Darin besteht kein Zweifel. Ich habe kürzlich Field gefragt, was man denn machen kann, wenn man mit den Lügen eines Psychopathen konfrontiert ist (Field bezeichnet diese als Soziopathen) und dem offensichtlichen Fehlen von Gerechtigkeit, wenn es um ihr Verhalten geht. Field antwortete:
Die Hauptlektion, die ich gelernt habe, ist, dass die normalen Regeln des Anstandes nicht gültig sind. Man hat es mit jemandem zu tun, der keine Empathie, kein Gewissen, kein Reue und keine Schuldgefühle hat... Es ist eine gänzlich anderer Geisteshaltung. Wörter wie 'Räuber' und 'böse' werden dazu oft gebraucht.
Wenn man versucht, mit einem Psychopathen auf ethische Weise umzugehen, so wird man enttäuscht werden. Dr. William Higgins behauptet, dass man "mit einem Psychopathen nicht verhandeln oder feilschen" kann.

Psychopathen werden nicht nur die Vergangenheit leugnen und sie bagatellisieren, sondern sie werden es auch vermeiden, Fragen direkt zu beantworten; und sogar wenn sie diese zu beantworten scheinen, so kann man sicher sein, dass es nicht die Antwort war, nach der man ursprünglich gesucht hatte. Es wird gesagt, dass sogar dann, wenn sie direkt antworten, sie das eigentliche Thema nie ansprechen, obwohl sie, wenn es ihnen dienlich ist, behaupten, ehrenhaft zu sein. Doch der Leser soll sich nicht täuschen lassen, denn dies ist es, was der Psychopath mit seinem Opfer tun will, er möchte Sie beschämen, während er Sie in seine Pläne einbauen will; dies ist so, so Hare, weil
Psychopathen einen erstaunlichen Mangel an Sorge aufweisen, dass deren Taten katastrophale Auswirkungen für Andere haben. Oft sind sie über den jeweiligen Sachverhalt völlig ehrlich, und behaupten ganz ruhig, dass sie kein Schuldgefühl haben, und es ihnen wegen dem Schmerz und Leid, die sie verursacht haben, nicht Leid tut, und es somit für sie kein Grund gibt, beunruhigt zu sein." [Hare, 41].
Auf der anderen Seite, so Hare, scheinen "Psychopathen manchmal Reue auszudrücken, doch ihre Taten und Worte widersprechen ihnen." [Hare, 41]. Psychopathen können sich entschuldigen oder Reue zeigen, nur damit sie nochmal davonkommen, doch am Ende wird man von ihnen in den Rücken gestochen und merkt dann, wie hohl deren Worte waren.

Der Psychopath scheint nicht in der Lage zu sein, sich zu erinnern, was er/sie gesagt oder gemacht hat. Er scheint immer in der Gegenwart zu leben. Dies ist der Grund, warum sie oft als Macher großer Versprechen schuldig sind, die sie nicht einhalten. Nocheinmal: Es wird das Opfer sein, welches mit den Nachwirkungen aller Verdrehungen und Verfälschungen eines Psychopathen leben muss; und wenn das Opfer von ihm/ihr genügend verärgert wird, so wird es als "fehlerhaft" diskreditiert, und der Psychopath wird sich oft selbst als Opfer darstellen. Wie der Serienmörder John Wayne Gacy einst sagte: "ICH war das Opfer, ich wurde um meine Kindheit betrogen."

Was oft im Anschluss geschieht ist, dass das Opfer seinen Ärger für eine gewisse Zeit unterdrückt, doch dann, oft viele Monate später, zur plötzlichen Erkenntnis der Wahrheit gelangt, und das Opfer endlich realisiert, dass es die ganze Zeit vom Psychopathen zum Narren gehalten wurde. Dies ist der Moment, wo das Opfer plötzlich sehr wütend und motiviert wird, eine Art Gerechtigkeit zu erlangen. Doch wenn man versucht von einem Psychopathen Gerechtigkeit zu bekommen, so muss man sich bewusst sein, dass man selbst den Preis bezahlen wird müssen, wenn man nicht eine unerschütterlich Standhaftigkeit hat; man wird durch die Erfahrung mit dem Psychopathen noch verwirrter und verunsicherter sein, und man wird versucht sein, Feuer mit Feuer zu bekämpfen.

In einigen Fällen erlaubt unsere Gesellschaft sogar Psychopathie, weil wir nicht wirklich gegen Schwindel und lügendes Verhalten vorgehen (ein gutes Beispiel: Bill Clinton). Psychopathen sind auch geschickt darin, ihren eigenen Psychiater hereinzulegen. Zum Beispiel: Zwei Leute, die ich kannte, prahlten, dass sie es liebten, verunsichernde Spiele mit ihren Psychiatern zu spielen.

"Ich war nur eine Fallstudie. Sie konnten nie wirklich herausfinden, was mit mir los war, also habe ich einfach Spielchen mit ihnen gespielt", sagte einer von ihnen. Er lernte auch durch Lesen über Psychiatrie und Therapie, dass er einfach "jemand anderen beschuldigen" konnte, um davonzukommen. "Ich beschuldigte einfach jemand anderen", sagte er unbekümmert.

Wenn er zum Beispiel gefragt wurde, warum er seine Mutter so sehr hasste, (er hatte behauptet, dass sie ihn physisch/mental/emotional missbraucht hatte), antwortete er: "Weil meine Mutter all die Arschlöcher, die sie fallen gelassen haben, auf mich projizierte."

Dies ist der Grund warum Hare glaubt, dass Therapie Psychopathen nur noch schlimmer macht. Die meisten erfahren durch die Psychiatrie etwas über menschliche Emotionen, und sie sind dann "schnell darauf bedacht, ihre Fehler und Probleme auf Missbrauch in ihrer Kindheit abzuschieben." [Hare, 50]. Antisoziale (Psychopathen) können recht unkooperativ oder unfreundlich sein, was die Anstrengungen, sie zu studieren und behandeln, verkompliziert. [Black, 12]

Bezüglich der Erholung von einem Psychopathen: Trotz der Schmerzen, die zurückbleiben (obwohl sich laut Field manche Personen niemals davon erholen), wird man erfahren, wie unkompliziert und feige die Mittel des Psychopathen sind, ruhig zu bleiben. Es ist einfach die Funktionsweise der Psychopathen, die ihr ziemlich zerbrechliches Selbstbild aufrecht erhält.

Während nur wenige Psychopathen gewalttätige Verbrechen begehen, so bewegt sich die Abgebrühtheit des durchschnittlichen Psychopathen im Bereich von subtilen, obwohl immer noch verheerenden Missetaten:
Parasitisches ausbluten Anderer von ihren Besitztümern, Ersparnissen, und Würden; aggressives Tun und Nehmen was sie wollen; schamlose Vernachlässigung der physischen und emotionalen Bedürfnissen ihrer Familien; sich auf eine endlose Serie von zufälligen, unpersönlichen, und trivialen sexuellen Beziehungen einlassen, und so weiter. [Hare, 45].
Das ist die Haupteigenschaft ihres Mangels an Empathie. Man sollte auch gewarnt sein, dass Psychopathen viel Anstrengungen (auf Kosten des Opfers) aufwenden, um Pläne zu schmieden und Erwartungen zu wecken, usw. Doch sie geben nur wenig - wenn überhaupt - zurück. Wenn er weiß, dass er etwas getan hat, mit dem man nicht einverstanden sein wird, so wird er sich einen Fluchtweg offen halten. Die meisten normalen Leute machen dies im Allgemeinen auch so, doch der Psychopath macht es aus Selbstsucht, Gier und Hinterlistigkeit. Es ist ihm egal, ob das unsere Gefühle verletzt oder nicht; was für eine Gemeinheit er sich auch ausdenken vermag, ist die Show mit ihm vorbei, so wird er es nicht mehr zu verbergen suchen.

Ich möchte gerne eine Erfahrung einer Freundin aus Japan wiedergeben. Sie hat mit einem Mann, der in San Diego lebte, über ein Jahr lang kommuniziert, und während dieser Zeit ihrer Telefonanrufe und ihrem Schriftverkehr schien er "so süß, rücksichtsvoll und nett" zu sein. Sie erwähnte, wie rührend seine E-Mails geschrieben waren, und so weiter.

Es kam so weit, dass dieser Mann meine Freundin fragte, ob sie ihn heiraten wolle, und um es zu übertrumpfen, versprach er ihr, dass es in der Stadt, wo er lebte, eine freie Stelle für sie gab und schickte ihr sogar ein Brief dieser Firma mit der entsprechenden Information zu.

Nun, meine Freundin glaubte ihm und kam in die Vereinigten Staaten, um ihn zu heiraten.

Bei ihrem ersten Treffen merkte sie schon, wie es der Anfang vom Ende war, und dass sie es hätte kommen sehen sollen. Als sie sich am Flughafen getroffen hatten, erklärte sie ihm, dass sie einen Telefonanruf machen müsse, und anstatt sie über sein Mobiltelefon telefonieren zu lassen, sagte er ihr, dass sie eine Telefonkabine gebrauchen solle. Meine Freundin, obwohl naiv, bemerkte damals schon, dass diese Aktion der Person widersprach, die sie am Telefon und durch die E-Mails kennengelernt hatte. Sie sagte, dass sie zwar etwas schockiert war, doch heiratete ihn trotzdem.

Als die Wochen vorüberzogen wurden die Dinge schlimmer. Sie fand heraus, dass es gar keine freie Stelle gab, und den Brief, den er ihr gesandt hatte, war nur der Briefkopf der Firma, den er auf ein anderes Papier kopiert hatte. In anderen Worten, ihr neuer Mann hatte eine Fälschung begangen um sie hereinzulegen.

Als nächstes fing sie an, Anrufe von Frauen aus den Philippinen und Kanada zu bekommen, die ihr sagten, dass ihr Mann sie (online) eingeladen habe, um zu kommen und mit ihm zusammenzuleben. Meine Freundin war so außer sich, dass sie diesen Frauen immer und immer wieder sagte, dass er sie alle anlügt, weil er diesen großen Schwindel mit ihr gemacht hatte. Die Frauen glaubten es nicht (warum tendieren Frauen dazu, einer anderen Frau nicht zu glauben, wenn diese sie warnen will), doch schlussendlich sagte meine Freundin: "Wenn ihr den Beweis sehen wollt, dass ich mit ihm verheiratet bin, so kommt her und ich werde es euch beweisen."

Schließlich lernte sie von Freunden und Familie, dass dieser Mr. Wunderbar ein pathologischer Lügner war, welcher eine lange Geschichte der Ausnutzung von Frauen hatte, dass seine Mutter für ihn die Spuren verwischte. Traurig zu sagen, es war nicht das Einzige, was sie entdeckte. Ich kann dies nur bestätigen, und dies ist auch der Grund, warum ich (Wendy Koenigsmann) diesen Artikel geschrieben habe, denn ich kann euch nur sagen, dass diese Leute dort draußen sind, und ich möchte nicht, dass jemandem Anderen etwas geschieht, oder die gleichen Erfahrungen machen muss, wie das was meiner Freundin oder mir geschehen ist. Es ist mein Ziel über diese Webseite mehr und mehr Leute - und nicht nur Frauen, sondern auch Männer - zu informieren, damit sie nicht selbst Opfer werden. Es ist eine wahrhaft schmerzliche Erfahrung.

Also, was ist die traurige Wahrheit im Umgang mit Psychopathen? Entweder man vermeidet sie von vornherein, oder wenn man es zu spät herausgefunden hat oder etwas vermutet, vermeidet man sie danach.

Entweder weitere Kontakt mit ihnen wird wahrhaftig schädlich sein. Wenn man einmal mit ein paar von ihnen in Kontakt gekommen ist, so wie viele Leute die ich kenne, dann lernt man, nach den 'roten Flaggen' Ausschau zu halten. Dies soll nicht bedeuten, dass man deswegen paranoid werden soll, sondern einfach nur vorsichtig.

Die Tatsache ist, dass Psychopathen - trotz allen Studien und neuen Therapien - für ein lebenslängliches, schlechtes Verhalten, 'fix verdrahtet' sind. Dr. med. Leland M. Heller schreibt, dass Menschen, die diese Störung aufweisen, Symptome wie Lügen, Betrügen, Grausamkeit, kriminelles Verhalten, Unverantwortlichkeit, Mangel an Gewissen, schlechte Beziehungen, Ausnutzung, Manipulation, Destruktivität, Reizbarkeit, Aggressivität und Versagen im Beruf, aufweisen. Viele weisen kein kriminelles Verhalten auf, doch verhalten sich in sozial akzeptierten Berufen antisozial.

Alkohol macht die Störung schlimmer, und Psychopathen sind sehr anfällig für den Missbrauch von Substanzen. Die Gründe sind oft "bedürftige elterliche Disziplin, Umgang in 'schlechter' Gesellschaft und geringe Bindung an die Eltern..." [Heller, 75]. Doch die Gründe sind meistens biologisch.

Eine andere Eigenschaft ist ihr außergewöhnlicher Umgang mit Wörtern, weil sie nicht zwischen neutralen und emotionalen Wörtern unterscheiden können. Eine psychopathische Person sagte mir einst, dass sie "geschickte Angst vor Injektionsnadeln hat", doch das Wort geschickt impliziert Fähigkeit. Anstatt "tödliche Angst" zu sagen, sagte sie "geschickt", und merkte nicht, dass es falsch war.[1] (Lesen sie Hares Buch für weitere interessante Beispiele).

Seltsam genug ist es, dass viele die verbale Taubheit eines Psychopathen äußerst charmant finden. Und Psychopathen tendieren dazu, viel zu sprechen, insbesondere wenn sie charmant sein wollen.

Die Frage ist jedoch, kann man sie entdecken, bevor sie dich kriegen?

Es ist wichtig zu untersuchen, ob man selbst der Typ ist, welcher von ihnen eingenommen werden könnte, ob man im Prinzip deren Beute werden könnte, weil man ihnen glaubt. Einige Menschen glauben, dass die Sorge wegen der Psychopathie irrelevant ist, doch diese irren sich. Psychopathie erzeugt einen massiven Schaden in unserer Gesellschaft, und beeinflusst alle Ebenen unseres Lebens. Sie verursacht Krankheiten und Störungen wie z.B. PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung). Unschuldige Opfer von Psychopathen verlieren Geld, und diese sozialen Räuber fügen unserer Gesellschaft hohen ökonomischen Schaden zu.

Alle, besonders Frauen, sollten lernen, einen Psychopathen zu identifizieren und auf die 'roten Flaggen' zu achten. Dies bedeutet nicht, jeden Mann, mit dem man ausgeht, zu diagnostizieren. Doch sich dieser Störung bewusst zu sein, kann schon viel helfen! Nach meinen eigenen Erfahrungen kann ich dem Spruch "Vorsicht ist besser als Nachsicht" wirklich viel abgewinnen.

Ich möchte noch einmal mehr betonen, dass ich glaube, dass die meisten Frauen, das, was sie glauben wollen, auf den Psychopathen transferieren, und zwar in einem solchen Maße, dass er in einem unrealistischen Licht gezeichnet wird. Somit können Psychopathen auch in dieser Verhältnis 'mit unserem Verstand Spielchen spielen'. Die meisten Opfer der Psychopathen sehen zu Beginn nur, was sie sehen wollen. Darum sagt Field: "Naivität ist der größte Feind." Viele "klammern sich auch an den Glauben, dass ihr Geliebter (der Psychopath) einfach ein paar Probleme hat, wie jeder andere auch, und nicht die Symptome einer Persönlichkeitsstörung". [Black, 59]

Im Buch When your Lover is a Liar von Susan Forward wird das Problem der Psychopathie, und die Art, wie Psychopathen Frauen manipulieren, aufgezeigt. Der Autor dieses Buches glaubt, dass der Psychopath den größten Kitzel daraus gewinnt, Frauen zu blenden. Menschen, die emotional neutral sind, können nicht verstehen, was für eine Art von Kitzel dies sein soll, oder warum jemand solche Maßnahmen setzt, nur um jemand hereinzulegen. Doch wie Heller sagt, "Psychopathen fühlen keine Schuld, und genießen tatsächlich ihr antisoziales Verhalten." [Heller, 76 ].

Ich glaube, was Psychopathen am allergefährlichsten macht, ist, dass sie äußerst charmant und überzeugend sein können, und "eine erstaunlich gute Einsicht in die Bedürfnisse und Schwächen anderer Leute" haben, wie es in Psychology in Action steht: "Sogar wenn sie sich gegenüber den Rechten ihrer Bekannten gleichgültig verhalten, so sind sie oft in der Lage, Gefühle des Vertrauens und der Zuversicht auszulösen." Dies wird am besten durch einen Psychopathen veranschaulicht, der bestätigt, dass "alles in Ordnung" ist und dabei - scheinbar ehrlich und offen - knallhart ins Gesicht lügt, um dann einem in den Rücken zu fallen, sobald man sich für eine Sekunde von ihm abwendet.

Am Ende wird man sie sozusagen "an ihren Früchten" erkennen. Sie werden klar machen, wer der Boss ist. Wie es ein weibliches Opfer in Hares Buch Without Consience sagte: sie konnte nicht verstehen, wie jemand (der Psychopath den sie kannte) sich seinen Weg so in ihr Leben wühlen konnte, um dann einfach zu verschwinden. Doch so operieren sie. Alle Andern sind ihnen egal, außer sich selbst.

Eine andere äußerst starke Charakteristik, auf die man achten soll, ist laut Hare das "Vergnügen" der Psychopathen, "jemanden hereinzulegen". Es ist dabei, als ob der Psychopath es nicht nötig hat zu lügen oder lügen sinnlos wäre; das Vergnügen wird einzig dadurch erreicht, jemanden über den Tisch zu ziehen.

Was Süchte usw. betrifft: "Unter den offensichtlichsten Verbindungen ist einer zwischen ASP (Antisoziale Persönlichkeitsstörung, Psychopathie) und Missbrauch von Alkohol oder anderer Drogen" [Black, 91], obwohl die meisten Psychopathen nie zugeben würden, dass sie ein Alkoholproblem haben, auch wenn es offensichtlich ist. Wie es ein Psychopath ausgedrückt hat: "Ich weiß, wie man trinkt. Trinken ist eine Pflicht, und ich tue es seit meinem 12. Lebensjahr."

Also, noch einmal: Können sich Psychopathen ändern? Kann man sie verändern?

Nein, sie wählen es, so zu sein, wie sie sind, obwohl sie zu einem gewissen Teil eine Persönlichkeitsstörung haben. Dr. Black jedoch glaubt, dass sogar die Patienten, welche "die größten Veränderungen aufweisen, unfähig erscheinen abzuschätzen, welchen Einfluss ihre Handlungen auf die Menschen in ihrem Umfeld haben. Sie mögen weiterhin in emotionaler Isolation leben. Selbstinteresse ist eine natürliche Komponente der menschlichen Aufmachung, doch ist sie besonders stark in Antisozialen und macht viele von ihnen unfähig, Erbarmen, Gewissen und andere Eigenschaften zu entwickeln, die für erfolgreiche soziale Beziehungen benötigt werden." [Black, 144]

Erwartet keine Wunder

Folglich, ob sie sich nun verändern können oder wollen oder nicht, haben Studien aufgezeigt, dass sie sich im allgemeinen nicht ändern, also sollte man keine Zeit damit verschwenden, ihnen helfen oder sie ändern zu wollen, da die Hilfe, die man ihnen anbietet, von ihnen immer in vollem Umfang in Form von Verrat zurückbezahlt wird. Black glaubt auch, dass "Opfer Rache oder andere mögliche Konsequenzen fürchten, doch die missbrauchende Situation (durch den Psychopathen) zu verlassen ist oft besser als in einer Beziehung, die auf Einschüchterung und Gewalt beruht, zu Überleben zu versuchen." [Black, 185] Ich persönlich glaube ebenfalls, dass es besser ist, die dürftigen Krümel falscher Zuneigung eines Psychopathen nicht zu akzeptieren. Niemand braucht diese Art von Missbrauch. Wenn man weiterhin diesen Missbrauch annimmt, so kann ich ihnen garantieren, dass man dafür lange Zeit sowohl mental und emotional bezahlen wird. Das Endresultat ist, dass man psychologisch zerschmettert sein wird.

Einige Leute, die das Gefühl haben, Andere retten zu müssen (Co-Abhängige), und vielleicht sogar noch ein bisschen Stolz sind, ihren Punkt beweisen zu müssen, fallen oft Psychopathen zum Opfer, weil sie die Wahrheit nicht anerkennen wollen. Ich möchte auch erwähnen, dass einige Psychopathen etwas Einsicht in die Aufmachung ihrer eigenen Persönlichkeit zu haben scheinen ("Ich bin ein Idiot", etc.); dies bedeutet jedoch nicht, dass sie sich darum kümmern, wie sie sich verhalten. Sie wählen, so zu sein.

Die Phase nach dem Umgang mit diesen Menschen, der Erholungsprozess, kann gemäß Field ein "langer, langsamer und schmerzvoller Prozess" sein. Doch man darf nicht vergessen, dass, wenn man ein Opfer (Ziel) gewesen ist, man nur der "letzte in einer langen Reihe von Leuten, auf die er (der Psychopath) seine Aggression abladen musste", gewesen ist. "Er wird dies sehr wahrscheinlich während seines ganzen Lebens machen." Traurig zu sagen: "Antisoziale (Psychopathen) verbringen ihre letzten Jahre alleine, manchmal geplagt von Bedauern, dass sie nie wussten, was sie verpassten, bevor es zu spät war." [Black, 89]

Empfinde ich dies als traurige Tatsache? Ja. Es ist sehr traurig und ich finde es extrem unglücklich, dass es Leute gibt, die ihr Leben so leben. Doch wie ich es schon erwähnt habe, kann ich es nicht genug betonen: egal wie viel Mitleid oder Erbarmen man für eine psychopathische Person haben mag, versucht nicht, sie zu 'retten'. Man wird am Ende nur selbst verletzt. Wie meine Freundin aus Japan erklärte: "Diese Leute kümmern sich einfach nicht darum, ob das, was sie tun, dein Leben zerstört! Sie können dein Leben ruinieren!"
FUßNOTEN
  1. im engl. Original "deftly afraid" anstatt "deathly afraid", was ähnlich geschrieben und ausgesprochen wird. AdÜ