
Neben der deutlichen Mehrheit an Fällen, die sich als asiatische Himmelslaternen erwiesen, finden sich aber auch in diesen Akten einige interessante Fälle.
So beobachtete etwa im August 2009 eine Hausfrau in Dorset, wie eine kugelförmige Lichterscheinung durch das Küchenfenster geflogen kam und im Innern des Raums "explodierte" - ohne jedoch sichtbaren Schaden zu hinterlassen. Möglicherweise handelt es sich hier jedoch weniger um eine UFO-Sichtung als um einen nicht weniger mysteriösen Kugelblitz. Von besonderem Wert ist dieser Fall zudem, da es der Zeugin offenbar noch vor der Explosion der Erscheinung gelungen war, ein Foto des Phänomens über der Kochzeile zu machen.
Aus den Akten geht hervor, dass unter anderem die Zunahme an relativ einfach zu erklärenden Beobachtungen asiatischer Himmelslaternen dramatisch steigende Anzahl von Meldungen beim MoD zu der Entscheidung geführt hatte, sowohl die UFO-Hotline als auch das ganze Ufo-Büro zu schließen (...wir berichteten).
Wie ein Sprecher des MoD 2009 erklärte, habe man keinen Nutzen mehr in der Untersuchung von UFO-Meldungen gesehen. Laut offiziellen Angaben diente das UFO-Büro hauptsächlich dazu, mögliche Bedrohungen britischer Hoheitsgebiete durch in diese eindringenden unidentifizierte Flugobjekte (UFOs) zu untersuchen und nicht, um deren vermeintlich außerirdische Herkunft zu studieren.

1950 gegründet, habe die UFO-Behörde jährlich rund 50.000 Pfund gekostet. Nach 50 Jahren habe "keiner der untersuchten Sichtungsfälle eine potentielle Bedrohung des Vereinigten Königreichs durch die gemeldeten Phänomene offenbart".
Dennoch: Nach eingehenden Untersuchungen bleiben rund fünf Prozent der bislang mehr als 12.000 in den Akten dokumentierten Fälle, also rund 600 Sichtungen, weiterhin ungeklärt.
Während die britischen Medien vornehmlich wie gewohnt amüsiert und ironisch über die Veröffentlichung berichten (...ähnliches dürfte es auch - wenn überhaupt - von den deutschen Medien zu erwarten sein...), in dem sie die kuriosesten Fälle herausarbeiten, in denen angeblich Hunde, Autos und ganze Zelte von Aliens entführt wurden, irische Soldaten die chinesische Himmelslaternen für Ufos hielten oder Kinderbriefe an das MoD gezeigt werden, beinhaltet die aktuelle Tranche in Wirklichkeit weitaus mehr: Ganze 25 Ordner mit mehr als 4.300 Seiten, die es nun für UFO-Forscher aufzuarbeiten gilt.
Auch unsere Redaktion (grenzwissenschaft-aktuell.de) wird noch am Wochenende über die interessantesten Fälle aus den jetzt freigegebenen UFO-Akten berichten...
- Die aktuelle Tranche der UFO-Akten des MoD finden Sie (bis auf weiteres noch kostenfrei!) HIER
- Die restlichen UFO-Akten können - kostenpflichtig - HIER heruntergeladen werden
Quelle: ufos.nationalarchives.gov.uk




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