Ausgebeutet, missbraucht, misshandelt: Laut einer Studie werden 29,8 Millionen Menschen zu Sklaverei gezwungen. Im Ranking von 162 Ländern belegt Deutschland Platz 136.

© Susana Vera/ReutersEine Mutter mit ihrem unterernährten Kind in Mauretanien
Einer Studie der
Walk Free Foundation zufolge sind knapp 30 Millionen Menschen weltweit Opfer moderner Sklaverei. Sie werden wie Eigentum behandelt, ohne selbst etwas besitzen zu dürfen. Die Unterdrückten dürfen sich nicht frei äußern oder selbst Entscheidungen fällen, sie werden von anderen kontrolliert und missbraucht. Häufig sind sie Gewalt, Drohungen oder Nötigungen ausgesetzt. Manche Opfer werden entführt und weiterverkauft, zwangsverheiratet oder als kostenlose Arbeitskräfte ausgenutzt.
Der Studie zufolge findet man diese Art der Ausbeutung vor allem in Teilen Westafrikas und im Süden Asiens. Dort würden auch noch immer Menschen in die Sklaverei hineingeboren, heißt es in dem Bericht, der erstmals weltweit die Bedingungen für Sklaverei untersucht und die Verhältnisse in 162 Ländern dargestellt hat.
Besonders prekär ist die Lage demnach in
Mauretanien: 140.000 bis 160.00 Menschen sollen hier in Unfreiheit leben - und das bei einer Gesamtbevölkerung von 3,8 Millionen Menschen. Laut einer NGO-Studie, die der Bericht zitiert, ist jeder fünfte Mauretanier von Sklaverei betroffen. Frauen sind die häufigsten Opfer, ausgenutzt als Haushaltskraft oder gepeinigt durch sexuelle Übergriffe.
Auf den Plätzen zwei und drei landen laut dem Bericht Haiti, wo die Versklavung von Kindern extrem zugenommen hat, und Pakistan. In Freiheit leben die meisten Menschen in Island, Irland und Großbritannien.
Keine exakten Daten aus DeutschlandDeutschland belegt Platz 136. Allerdings lagen den Forschern für Deutschland keine konkreten Zahlen vor, sodass sie auf Hypothesen angewiesen waren. So formulierten die Forscher, dass kein Land frei von Sklaverei sei und mutmaßten, dass der deutsche Wert höher liegen müsse als der in Großbritannien und niedriger als in Amerika. Ihr Fazit: In Deutschland müssten zwischen 10.000 und 11.000 moderne Sklaven leben.
"Das ist sicherlich nicht der beste Weg, um genaue Zahlen zu erheben", heißt es in der Studie. Man hoffe, für den zweiten Bericht mehr Material auswerten zu können.
Kommentar: Schade, dass es nur eine Behauptung ist und nicht weiter mit Fakten belegt... Allgemein könnte die Metapher der
Matrix realer sein als man denkt. Zudem viele Menschen genötigt werden Dinge zu tun, die sie nicht möchten.
Die Notwendigkeit der Desillusionierung
Apropos Pakistan. Schaut mal auch auf andere stark kommunistisch geprägte Länder wie Kasachstan. Ich weiß nicht mehr genau, ob meine bekannte Sozialpädagogin meinte, ob der ganze russische Raum gemeint war, aber in dem asiatischen Raum (worüber wir redeten) werde jedes 3. Kind misshandelt.
Siehe auch:https://netzpolitik.org/2009/frau-krogmann-und-das-wilde-kasachstan/
Wo Kriege und Katastrophen grassieren, gibt es auch von Psychopathen gemachte Sklaverei. So ist es nicht verwunderlich, dass mein Opa als Deutscher in den Anfängen des 20. Jahrhunderts als eine Mischung von Arbeitssklave und Haustier von muslimischen Kosaken gehalten wurde. Er war ein kleiner Junge, dessen Mutter ihn aus Armut weg schickte.