False-Flag-Aktionen sind die Regel und nicht die Ausnahme. Die geschichtliche Erfahrung lehrt, dass False-Flag-Operationen zum Handwerkszeug zwischenstaatlicher Befindlichkeiten und zum Instrumentarium der kriegseinhebelnden Ereignisse gehören. Das kann als gesicherter Fakt gesehen werden und dem ist nicht durch Verschließen der Augen zu entgehen. Das ist so - und mit dem ist zu rechnen!
Soldat ukrainische Armee,ukrainische Nationalgarde, salutieren
© Flickr / US Army Europe CC-BY 2.0Ein Soldat der ukrainischen Armee und ein Mitglied der Nationalgarde salutieren.
Je mehr man damit rechnet und je intensiver und öffentlicher die vorausgehende Einrechnung sich vollzieht, desto größer die Chancen, einer False-Flag-Aktion begegnen und ihr möglicherweise die Spitze und somit die beabsichtigte Gewalt nehmen zu können! Auch das sollte, als vielleicht letzte Hoffnung, nicht aus dem Blickfeld geraten.


Zur Einschätzung der Realitätsnähe einer bevorstehenden False-Flag-Operation ein Blick auf die derzeitige Situation und nächste Entwicklungen in der Ukraine: Die USA und ihre transatlantisch-europäischen Verbundpartner müssen realisieren, dass die Unternehmung Ukraine nicht in den beabsichtigten Bahnen verläuft und durch europäische Initiativen, inklusive direkter Gespräche mit Russland, es zu einer für sie gefährlichen Befriedung der Situation kommen könnte. Es droht ein Einfrieren des Konflikts auf ausgehandelten Rückzugslinien. Der Krieg kommt zum Erliegen. Die östlichen Gebiete folgen ihrer schon lange verankerten Tendenz und suchen eine noch engere Assoziation zu Russland.

Der westliche Versuch über den Hebel Ukraine eine entscheidende Schwächung Russlands zu bewirken muss als vorläufig gescheitert betrachtet werden. Im westlichen Bündnis, mit partieller und eher versuchsweiser Ausklammerung Deutschlands und Frankreichs, liegt bei "gescheitert" der Kernakzent auf "vorläufig". Unter Einbindung innerukrainischer Neigungen und Abneigungen wird geköchelt und durch Aktionen wie Poroschenkos (angeblicher) Waffenkäufe in Abu-Dhabi und anderswo, wird aktiv hintertrieben, was man auf offener Bühne als das Ziel aller "gemeinsamen Anstrengungen" postuliert: Frieden. Das Gegenteil ist der Fall: Es wird im Off der Friedensbemühungen reichlich gerüstet.

Wenn man zum nächsten Waffengang genug gerüstet ist, fehlt nur noch Eines: Der Hebel, mit dem Mitteleuropa, und an zentralster Stelle Deutschland, auf das Territorium der Ukraine zu manövrieren ist! Das ist das eigentliche innere Ziel der transatlantischen Strategie. Europäische Streitkräfte die im Verbund, oder treffender gesagt, anstelle der (maroden und in der nötigen Geschwindigkeit nicht aufrüstbaren) ukrainischen Armee, in den Kampf gegen Russland einzutreten. Die Ukraine ist von den westlichen Kriegs-Nutznießern (mitsamt ihrem ukrainischem Anhang) als Schlachtfeld-Terrain vorgesehen.

Was fehlt ist der europäische Beistand. Doch der müsste doch zu 'hebeln' sein!?! Die Hebel-Freunde haben beste Aussichten, dass das klappen könnte. Denn die Erfahrung mit MH17 hat gezeigt, dass sich auch auf schwächster Beweislage viel bewegen lässt, damit die, wie es so treffend heißt, die Volksseele kocht und der alte Feind im Osten neu Kontur gewinnt. Man weiß also, was - insbesondere mit einer transatlantisch eingebundenen Presse - möglich ist. Denn von dort wurde gleich nach MH17 gefragt "Ist das Europas 9/11?"

Europas 11. September

Nein, das war MH17 nicht! Jedenfalls nicht in der Wucht, die einige wohl gerne gesehen hätten. Aber trotzdem. Ist damit ein tatsächlicher "11. September" für Europa vom Tisch? Ist es auszuschließen, dass man, so wie Amerika über sein 9/11 in die nächsten Kriege hineinging (neutral formuliert) einen größeren Anschlag, sozusagen im 9/11-Format, in Europa braucht?

Kann oder sollte man einer solchen Frage ausweichen? Solange bis es passiert? Oder kann man sich verpflichtet fühlen, sich im Vorfeld alle möglichen "Theorien" zu bilden? Gegebenenfalls sogar inklusive Verschwörer und somit "Verschwörungstheorien"? Wenn man da nichts ausschließen will, weil man schlichtweg aus der unbefangenen Erkenntnis der historischen Ereignisse nichts ausschließen kann, was kann dann ins Blickfeld kommen?

Kann das ins Blickfeld kommen: Ein rätselhafter großflächiger Flugradar-Ausfall über weite Teile Europas im Juni 2014? [sic] Ausfall der gesamten Flugsicherung? In den Medien wurde über NATO-Miltärmanöver spekuliert? So in einem aufschlussreichen Beitrag von Monitor unter dem Titel: Störsignale und Verschwiegenheit - Haben NATO-Übungen die Flugsicherheit gefährdet?

Wozu macht man solche "Übungen"? In welchen strategischen Konzepten der Nato verdient das Aufmerksamkeit? Ist die "Gefährdung der Flugsicherheit" sogar als strategischer Part einzubeziehen. Ist das zu abwegig? Oder muss man im Zeitalter der Massenvernichtungswaffen nicht auf jede Abwegigkeit gefasst sein? Ist das also ein mögliches Szenario? Aushebelung der gesamten Flugsicherung? Blindflug? Mit Zivil-Maschinen! Stilllegung auch der Anti-Kollisions-Warnung? Das in einem enorm dichten Netz der Flugrouten und über dicht besiedeltem Gebiet?!

Wie sind die Möglichkeiten innerhalb der NATO? Können gegebenenfalls eigenständig operierende Netzwerke auf solche Möglichkeiten des 'gefährlichen Eingriffs in die zivile Luftfahrt' zugreifen und so, salopp gesagt, ihre eigene Strategie-Suppe kochen? Mehr sei nicht theoretisiert. Sind wir in Europa gewappnet, wenn etwas in einem solchen Format, das hier nur beispielhaft skizziert wurde, passieren sollte? Sind wir mental gerüstet, wenn dann die sofortige Schuldzuweisung an den alten neuen Feind geht. Wenn dann die Schlagzeilen lauten: "Wir stoppen Putin jetzt!" und jeder nur halbwegs besonnene Politiker sofort medial zermalmt wird. Was passiert dann in und mit Europa?

Sind wir nicht verpflichtet über das Mögliche Theorien zu bilden, damit wir nicht vom eintretenden Tatsächlichen erschlagen werden?! Könnte es also sein, dass wir nichts dringender brauchen als "Verschwörungstheoretiker"?