
Kreisweit verursacht der Tornado 60 000 Festmeter Einschlag. In der Region Stühlingen rechnen die Fachleute mit 9000 Festmetern, die man aber im Jahreshiebplan unterbringen könne. Betroffen sind Stadt- und Privatwald. Nachfrage und Preis nach dem Rohstoff Holz sei seit 2010 anhaltend gut. 56 Prozent des Einschlages erledigten die vier Waldarbeiter. In die Waldpflege wurden 155 300 Euro investiert. Der Erlös aus dem Hackschnitzelverkauf belief sich auf 50 500 Euro. Die Jagdverpachtung brachte 15 100 Euro.
Es wurden 17 870 Jungbäume gepflanzt, darunter 88 Prozent Nadelholz. Sorgen machen die Eschenbestände, deren Jungpflanzen unter einer rätselhaften Erkrankung leiden. Zu Beginn der öffentlichen Sitzung informierte Kreisforstamtsleiter Helge von Gilsa über den Sachstand und mögliche Konsequenzen des Langzeitthemas Kartellamtsbestrebungen. Ziel sei, den Holzverkauf zu bündeln. Der Verkauf soll ausgelagert werden. Da das Land Baden-Württemberg aller Voraussicht nach die Gerichte bis zur obersten Instanz bemühen werde, sei alles auf Jahre hinaus in der Schwebe. Der Kreistag werde am heutigen Mittwoch, 20. Mai, eine Übergangslösung beschließen.
Eine Großveranstaltung zum Thema, das Staatswald, Gemeindewald und Privatwaldbesitzer gleichermaßen betreffe, finde im September 2015 in Görwihl statt. „Ich befürchte, dass uns kreisweit nach der Übergangslösung die Reorganisation von 21 Revieren bevorsteht“, sagte von Gilsa. Und Bürgermeisterin Isolde Schäfer postulierte: „Einfacher wird es nicht.“ Baden-Württemberg sieht sich in der Vorreiterposition. Ungeachtet wie die Gerichte entscheiden, hat das schlussendliche Urteil Auswirkungen auf die Nachbarländer.



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