Rocketlauncher north korea
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Nordkorea hat am Freitag gleich zwei ballistische Raketen abgefeuert, eine Rakete soll schon in der Luft zerbrochen sein, wie die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf südkoreanische Militärs meldet.

Das erste Geschoss wurde um 05.55 Ortszeit in Sukchon im Südwesten des Landes abgefeuert. Etwa 800 Kilometer entfernt tauchte die Rakete vor der Ostküste Nordkoreas ins Meer.

22 Minuten später fixierte das südkoreanische Radargerät eine weitere Rakete, die vom gleichen Ort abgefeuert worden war. Auf einer Höhe von 17 Kilometern verschwand die Rakete von den Radaren. Das Südkoreanische Verteidigungsministerium geht davon aus, dass die Rakete in der Luft explodiert war, ohne das Endziel zu erreichen.

Laut Yonhap handelt es sich wahrscheinlich um eine Rodong-Mittelstreckenrakete. Diese besitze eine Reichweite von bis zu 1300 Kilometern und könne somit Südkorea und Japan erreichen. Die Rodong-Rakete kann mit nuklearen Sprengsätzen oder mit Chemie-Giftstoff bestückt werden.

Der japanische Verteidigungsminister Gen Nakatani hatte seinen Selbstverteidigungskräften noch vor dem Raketenabschuss Nordkoreas am Freitag befohlen, die abgeschossene Rakete abzufangen, wie die Nachrichtenagentur Kiodo mit Berufung auf Regierungsquellen berichtet.

Nach einem Atomwaffentest im Januar und dem Start einer Langstreckenrakete im Februar hatte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Sanktionen gegen Nordkorea verschärft. Seither äußert sich das Land in zunehmend kriegerischem Ton.