Bei Terroranschlägen am Flughafen und in der U-Bahn von Brüssel sind mehrere Menschen getötet und etliche verletzt worden. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass durch die Explosionen am Flughafen mindestens elf Menschen getötet worden seien. In der U-Bahnstation Maelbeek seien „durch eine sehr starke Explosion“ nach vorläufigen Erkenntnissen etwa zehn Menschen ums Leben gekommen.
Die Terrorwarnstufe in Belgien wurde auf die höchste Stufe angehoben, wie ein Sprecher von Innenminister Jan Jambon am Dienstag mitteilte. Dem Sender RTBF zufolge nahm die Staatsanwaltschaft Antiterror-Ermittlungen auf.
Der Flughafen Brüssel-Zaventem wurde geschlossen, Flüge nach Brüssel wurden umgeleitet. Die Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft Stib schloss zudem aus Sicherheitsgründen alle Metrostationen. Auch Straßentunnel wurden gesperrt - davon waren der Jubelparktunnel sowie der Wettunnel in Richtung Zentrum betroffen, wie die Verkehrsleitstelle Mobiris mitteilte.
Nach Angaben von Augenzeugen ereigneten sich am Dienstagmorgen gegen 8 Uhr zunächst am Flughafen kurz nacheinander zwei Explosionen. Die Detonationen seien von mindestens einem Selbstmordattentäter verursacht worden, berichtete der Sender VRT. Zeugen wollen zuvor Schüsse gehört haben. Eine Person habe etwas auf Arabisch gerufen, berichteten mehrere Menschen vor Ort der Nachrichtenagentur Belga.
Bombs detonated next to American Airlines desk at #Zaventem airport in #Brussels: 10+ injured pic.twitter.com/bXfd70vPsH— SindhLeaks (@Sindhleak) March 22, 2016
Später kam es in der Metrostation Maelbeek im EU-Viertel von Brüssel zu einer Detonation. Im Internet verbreiteten sich Bilder, die diese Metro-Station zeigen sollen und auf denen Rauch zu sehen war. Auch hier soll es Tote und Verletzte gegeben haben.
Fahnder hatten am Freitag - vier Monate nach den Terroranschlägen von Paris - einen der noch flüchtigen Hauptverdächtigen in Brüssel gestellt. Der 26 Jahre alte Salah Abdeslam war bei einem Großeinsatz der Polizei in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek festgenommen worden.
Auf Bildern vom Brüsseler Flughafen waren blutverschmierte Menschen mit zerrissener Kleidung zu sehen. In einer der Flughafenhallen stürzte offensichtlich durch die Wucht der Explosionen die Deckenverkleidung herab. Eine riesige Glasfront wurde zerstört.
Der niederländische Reporter Dennis Kranenburg war zufällig am Brüsseler Flughafen und berichtete im niederländischen Radio: „Wir kamen gerade an und wollten einchecken. Da war in etwa 30, 40 Meter Entfernung ein riesiger Lichtblitz. Große Brocken von der Decke fielen runter. Jeder fing an zu schreien und die Leute rannten weg.“
In Deutschland verschärfte die Bundespolizei ihre Kontrollen am Flughafen in Frankfurt am Main. Man beobachte die Situation sehr genau, sagte Sprecher Christian Altenhofen. Die Beamten würden sensibilisiert und die Streifen in bestimmten Bereichen verstärkt. Der größte deutsche Flughafen richtete sich darauf ein, umgeleitete Maschinen aus der belgischen Hauptstadt aufzunehmen.
Das Auswärtige Amt in Berlin richtete einen Krisenstab ein. „Die deutsche Botschaft in Brüssel bemüht sich mit Hochdruck um Aufklärung, ob auch Deutsche von den Explosionen betroffen sind“, sagte ein Sprecher. Die Botschaft stehe in engem Kontakt mit den belgischen Behörden. Das Auswärtige Amt habe eine Hotline unter der Telefonnummer 030/5000-3000 geschaltet.
Quelle: oge./tist./dpa/Reuters



Kommentar: Lesen Sie sich die folgenden Artikel durch, denn es wird sich mit Sicherheit um die selben "Täter", wie in Paris handeln:
- NATO Strategie der Spannung in Europa: Pariser Terroranschläge offenbaren bizarre ISIS Strategie
- US-Wissenschaftler: Die Anschläge in Paris wurden von Profis durchgeführt
Und wenn es Terroristen waren, warum greifen sie niemals diejenigen an, die den Terror weltweit verbreiten: Militärbasen, Regierungsgebäude etc.? Sondern immer Zivilisten und genau die Objekte, die ein Symbol für Freiheit sind?